14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Für den Erfolg der Lebensbaum Synthese aus sinnhafter Unternehmenskultur, grünem Kerngeschäft und bedingungsloser Qualitätsorientierung sind unsere Mitarbeiter die entscheidende Größe. Deswegen wollen wir ihnen ein Umfeld schaffen, das sie ermutigt und befähigt, Lebensbaum gemeinsam weiterzuentwickeln.

Ein freundliches Arbeitsklima, die Sicherheit unserer Mitarbeiter im Unternehmen sowie der schonende Umgang mit Ressourcen und ein nachhaltiges Wirtschaften sind uns wichtig. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital, Weiterbildung und -entwicklung wird unterstützt und offene Kommunikation gepflegt und gefördert.

Die generellen Grundlagen dafür haben wir in unserer Unternehmenspolitik festgelegt, die grundlegenden Arbeitnehmerrechte in einer eigenen Sozialrichtlinie festgeschrieben. Ergänzend sind die im Unternehmen geltenden Grundsätze und Arbeitnehmerrechte in weiterführenden Richtlinien präzisiert. Sie wurden immer wieder in Abstimmungsprozessen unter Einbindung der betroffenen Mitarbeiter festgelegt und weiterentwickelt. Die Richtlinien reichen von Führungsgrundsätzen bis hin zu einer Reihe von spezifischen Betriebsvereinbarungen: Auch eine Antikorruptionsrichtlinie und unsere Markenkernwerte sind explizit festgelegt. Und während wir keine eigenen Standorte im Ausland haben, definieren wir über unsere Sozialrichtlinie sowie über spezifische Handlungsgrundsätze für Lieferanten dennoch für die Lieferkette klare Mindestkriterien hinsichtlich Menschen- und Arbeitnehmerrechten, deren Einhaltung wir auch überprüfen.

Gerade mit Blick auf unser Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement ist es uns darüber hinaus wichtig, unsere Mitarbeiter umfassend einzubinden. Jährliche Umwelt- und Nachhaltigkeitsschulungen stellen dafür lediglich die Grundlage dar. In unserem Nachhaltigkeitsbericht gibt es vielfältige Beispiele dafür, wie wir unsere Mitarbeiter einbinden.

Für unsere eigenen Standorte haben wir das Ziel die Mitarbeiterzufriedenheit weiter zu steigern. Deshalb werden wir im Herbst 2019 eine Befragung zur Zufriedenheit der Mitarbeiter durchführen und sich daraus ergebende Maßnahmen durchführen. 

Betriebsrat

Anfang der 2000er Jahre hatte Lebensbaum knapp über 60 Mitarbeiter, Tendenz steigend. Um ihnen eine sinnvolle zusätzliche Anlaufstelle für ihre Belange rund um den Arbeitsplatz zu schaffen, haben sich Geschäftsleitung und Mitarbeiter zusammengesetzt und gemeinsam beschlossen, dass es an der Zeit für einen Betriebsrat ist. Die Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung verlief in Diepholz seither stets konstruktiv.

Seit 2013 haben jugendliche Beschäftigte (bis 18 Jahre) und Auszubildende (bis 25 Jahre) zusätzlich einen eigenen direkten Ansprechpartner: die Jugend- und Auszubildendenvertretung – kurz JAV. Unsere Jugend- und Auszubildendenvertreter sind entweder noch selbst in der Ausbildung oder haben bereits ausgelernt, nur älter als 25 dürfen sie nicht sein. Sie kümmern sich gemeinsam mit unserem Betriebsrat um den Nachwuchs. Alle zwei Jahre wird die JAV neu gewählt – von oben genannten jugendlichen Beschäftigten und Auszubildenden.

Und ganz unabhängig vom Betriebsrat gilt, damals wie heute, sowohl für Auszubildende als auch für alle anderen Mitarbeiter: Die Geschäftsleitung hat für alle ein offenes Ohr.

Risiken und Ziele

Während im niedersächsischen Diepholz und nordrheinwestfälischen Gronau, wo wir unsere Standorte haben, das Risiko für die Verletzung von Arbeitnehmerrechten auf Grund der hohen gesetzlichen Anforderungen in Deutschland ohnehin geringer ist, als in vielen der Länder, aus denen wir unsere Rohwaren beziehen, ist es gleichwohl nicht null. Grundsätzlich begegnen wir diesen Risiken, indem wir die Konformität mit geltendem Recht und den Normen der ILO sicherstellen, auf eine werteorientierte Unternehmenskultur mit hohen Sozialstandards setzen und eng mit dem Betriebsrat in Diepholz kooperieren. Außerdem hatten wir uns für 2017 das Ziel gesetzt, eine neue Zertifizierung einzuführen, um durch qualifizierte externe Auditoren jährlich prüfen zu lassen dass wir Arbeitnehmerrechte intern und in unserem Lieferkettenmanagement auf hohem Niveau umsetzen. Die Erstzertifizierung ist im Dezember 2017 durch Kiwa International Cert am Standort Diepholz erfolgt und wird in den kommenden Jahren jährlich auditiert.


Viele weitere Themen sind mit Blick auf die Mitarbeiter bedeutend, z.B. alles rund um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, die Bürogestaltung oder unsere Auszubildenden, so dass wir über diese Themen in unserem Nachhaltigkeitsbericht im Kapitel Mensch berichten. Und in Ländern, in denen keine vergleichbar hohen Arbeits- und Sozialstandards wie in Deutschland gelten, aus denen wir aber Rohwaren beziehen, arbeiten wir auf der Basis unseres Lebensbaum Partnersystems daran, dass auch dort entsprechende Standards eingehalten werden.