14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Tchibo beachtet selbstverständlich nationale und internationale Gesetzgebungen zu Arbeitnehmerrechten.

Einbindung der Mitarbeiter bei Tchibo
Wir pflegen den Austausch über alle Bereiche und Hierar­chie­ebenen hinweg und beziehen die Mitar­beiter in die Unter­neh­men­s­ent­wicklung ein, wo immer dies möglich ist. So schaffen wir Vertrauen und Motivation. Dazu setzen wir zum einen moderne Kommu­ni­ka­ti­ons­tools ein und organi­sieren zum anderen Veran­stal­tungen, die den persön­lichen Austausch fördern. In der Hamburger Rösterei sowie in den Logis­tik­zentren in Gallin und Neumarkt, in denen der Zugang zum Intranet der Zentrale Hamburg einge­schränkt ist, ermög­lichen Workshops und regel­mäßige Round-Tables den Dialog. Mit einem wöchent­lichen Newsletter infor­mieren wir zusätzlich die Mitar­beiter von Tchibo Neumarkt. In der Unter­neh­mens­zen­trale laden wir mit der Veran­stal­tungs­reihe „Tchibo im Dialog“ seit 2013 regel­mäßig alle Mitar­beiter zur Betei­ligung ein. Town-Hall-Meetings ermög­lichen allen Mitar­beitern Einblicke in aktuelle Entwick­lungen ihrer jewei­ligen Bereiche sowie bereichs­über­greifend. Einen bereichs­über­grei­fenden Wissen­stransfer ermög­licht auch die Rubrik „Abgeschaut bei“ im Tchibo Intranet. Wir wollen damit die Kultur des „Vonein­an­der­lernens“ stärken und positive wie auch negative Erfah­rungen besser für das Unter­nehmen nutzen. Diese Partizipationsmöglichkeit steht unseren Mitarbeitern natürlich auch im Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen offen.

Zusätzlich konnten wir in der Hamburger Zentrale 2017 den Austausch der Mitar­beiter unter­ein­ander auch durch die räumliche Umgestaltung im Rahmen der von unserem CEO Thomas Linemayr initi­ierten „ONE Tchibo Kultur“ fördern. Um die Mitar­beiter zeitnah über Neuig­keiten und die Entwicklung des Unter­nehmens sowie alle relevanten Themen besser zu infor­mieren, wurde Anfang 2017 ein neues Format entwi­ckelt: der CEO-Brief. Dieser erscheint monatlich im Tchibo Intranet, sodass jeder Mitar­beiter, unabhängig von seinem Arbeitsort, gut infor­miert ist.  Zudem haben wir einen „Speed­mee­tin­graum“, einen „Markenraum“ und einen „Kreativraum“ einge­richtet und Flure mit White­boards ausge­stattet.

Betriebliche Mitbestimmung
Über die gesetzlichen Mitbestimmungsgremien geben wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, die Entwicklung von Tchibo aktiv mitzugestalten. Dazu zählt der Betriebsrat mit 35 Mitgliedern – sechs davon Gewerkschaftsvertreter – sowie der paritätisch mit Arbeitnehmern und Anteilseignern besetzte Aufsichtsrat. Beide Gremien arbeiten eng zusammen. Auf der Betriebsversammlung, die regelmäßig in der Hamburger Zentrale stattfindet, informieren sich unsere Mitarbeiter über die Arbeit des Betriebsrats, die Geschäftsentwicklung, die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung sowie die Angebote zum Thema Beruf und Leben im Konzern.

Unternehmenskultur & Werte

Einhaltung von Arbeitsstandards in der Wertschöpfungskette Gebrauchsartikel
Die Basis für die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten bildet der Tchibo SCoC: Er definiert Mindestanforderungen an Arbeitsbedingungen und Umweltstandards in der Produktion unserer Gebrauchsartikel. Er wurde 2006 als Tchibo Social Code of Conduct entwickelt. Die sozialen Anforderungen basieren auf den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN und beziehen sich auf den Base Code der Ethical Trading Initiative sowie den SA8000-Standard. Als Vertragsbestandteil ist dieser Verhaltenskodex verpflichtend für alle Lieferanten und Geschäftspartner. Mit Unterzeichnung des SCoC verpflichten sich unsere Produzenten auf soziale und ökologische Standards in den Produktionsstätten. Dazu gehören beispielsweise Obergrenzen für Arbeitszeiten, das Verbot von Kinderarbeit oder Diskriminierung, die Vermeidung negativer Umweltauswirkungen und die Anerkennung von Gewerkschaftsrechten.

Management