14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Arbeit des Malteser Hilfsdiensts (MHD) findet überwiegend im Inland und grundsätzlich unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Regelungen statt und steht nicht im Konflikt mit Arbeitnehmerrechten.  Der MHD ist ein Fachverband des Deutschen Caritasverbands, dem Dachverband für römisch-katholische Wohlfahrtpflege. Für die Mitarbeitenden gelten deshalb die „Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes“ (AVR-Caritas). Die hauptamtlichen Mitarbeitenden erhalten eine weitgehend arbeitgeberfinanzierte Zusatzversorgung (Betriebsrente; Arbeitgeberanteil größer als 90%). Neben 30 Urlaubstagen (bei Vollzeitbeschäftigung) gibt es mit dem sogenannten Arbeitsverkürzungstag für alle Mitarbeitenden einen weiteren variabel einsetzbaren freien Arbeitstag, außerdem gelten der 24. und der 31. Dezember im MHD als zusätzliche Feiertage.  

Zur Vertretung der Arbeitnehmerrechte und -interessen gibt es in den Regionen des MHD sowie der Zentrale gewählte Mitarbeitervertretungen (MAV, derzeit insgesamt etwa 60 Stück). Rechtliche Grundlage ist die Mitarbeitervertretungsordnung (MAVO), die im Geltungsbereich der AVR-Caritas das Betriebsverfassungsgesetz ersetzt. Wenn die in der MAVO festgelegten Voraussetzung zur Gründung einer MAV gegeben sind, werden die Mitarbeitenden durch den Dienstgeber regelmäßig motiviert, eine Mitarbeitervertretung zu gründen. Die MAV informiert die Mitarbeitenden zu arbeitsrechtlichen Fragen und Änderungen und veranstaltet dazu mindestens einmal im Jahr eine Mitarbeiterversammlung. In der Malteser Zentrale findet die Mitarbeiterversammlung beispielsweise einmal im Quartal statt. Daneben gibt es weitere Informationsformate der Geschäftsleistung, um die Mitarbeitenden über aktuelle Themen und strategische Schwerpunkte zu informieren (2020 fanden diese digital statt). Zur Vertretung der Rechte und Interessen von Menschen mit Behinderung gibt es daneben an einzelnen Standorten eine Schwerbehindertenvertretung. In der Malteser Zentrale wurde im November 2018 erstmalig eine Schwerbehindertenvertretung gewählt; im Jahr 2020 wurde zudem die erste Inklusionsvereinbarung zwischen Dienstgeber, Schwerbehindertenvertretung und MAV unterzeichnet (vgl. Krit.15).  

Maßnahmen zur Förderung und Beteiligung der Mitarbeitenden, die über die geltenden Bestimmungen hinausgehen, werden strukturell durch ein etabliertes internes Qualitätsmanagement abgebildet, wie zum Beispiel die Mitarbeiterentwicklung durch Entwicklungsplanung und Potenzialanalysen.  
Um die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden in die Ausgestaltung des Nachhaltigkeitsprozesses zu integrieren, wurde im Mai 2020 das Team Malteser heute für morgen ins Leben gerufen (vgl. Kriterium 9). Auf der allen Maltesern zugänglichen Microsoft Teams-Plattform werden Ideen und Beispiele gesammelt und geteilt. In zwei Regionen fanden außerdem Ideenwettbewerbe für mehr Nachhaltigkeit vor Ort statt.

Seit 2014 gibt es für den Malteser Verbund ein Managementsystem Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, das den Anforderungen der BS OHSAS 18001:2007 entspricht. Informationen und Handlungsanweisen dazu sind im Intranet für alle Mitarbeitenden einsehbar.