14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Das UKE beschäftigt konzernweit über 14.000 Mitarbeitende und ist damit einer der größten Arbeitgeber in der Freien und Hansestadt Hamburg und der Region. Das Universitätsklinikum verfügt über keine internationalen Betriebsstätten und setzt seine Beschäftigten grundsätzlich nur im Hamburger Großraum ein. Soweit Beschäftigte im internationalen Kontext tätig werden, bleiben die nationalen Standards weiterhin verbindlich. Das UKE hält sich an alle geltenden Gesetze und Vorschriften. Nationale und internationale Standards der Arbeitnehmerrechte werden durch ein umfassendes, tarifvertragliches System sichergestellt – aktuell einzusehen auf den entsprechenden Internet- und Intranetseiten des UKE.

Das UKE regelt die Beschäftigungsverhältnisse mit Zulieferbetrieben und Dienstleistern auf vertraglicher Ebene über entsprechende Eigenerklärungen der Unternehmen über die Entsprechung zum Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Regelungen zum Mindestlohn und die Einhaltung von Mindestarbeitsbedingungen samt Verweis auf entsprechende Gesetzesvorlagen. Die Tariftreue wird bei Dienst- und Bauleistungen auch in Bezug auf Unterdienstleister abgefragt. Diese sind verpflichtet, den Tarifvertrag zu befolgen bzw. den gesetzlichen Anforderungen zum Mindestlohn zu entsprechen. Der Strategische Einkauf des UKE führt regelhaft stichprobenartig Lieferantenaudits durch. Teil dieser Audits ist die Überprüfung der Einhaltung von Sicherheits- und Umweltvorschriften, von Arbeitssicherheit (auch bei Unterlieferanten) und der Gehälter auf landestypischem Niveau.

Mitbestimmungspflichtige Änderungen, Standards und Verordnungen werden im UKE auf betrieblicher Ebene bei regelmäßigen Terminen mit den Beschäftigtenvertretungen (nicht-wissenschaftlicher und wissenschaftlicher Personalrat im UKE und Betriebsräten in den Tochtergesellschaften) besprochen, vereinbart und kontrolliert. Die jeweiligen sich daraus ergebenden Regelungen und Dienst-/Beriebsanweisungen sind für alle Beschäftigten einsehbar veröffentlicht. Ebenso sind über das Qualitätsmanagementsystem Prozesse und Regelungen für alle Beschäftigten im Intranet zur Einsicht bereitgestellt. Aktuelle Informationen erreichen die Mitarbeitenden in einem wöchentlichen E-Mail-Newsletter und werden im Intranet nachgehalten. Zudem findet viermal jährlich eine vom Vorstand geführte Infobörse statt, die die Möglichkeit für direkte Nachfragen bietet. Die Beschäftigtenvertretungen informieren ebenfalls regelmäßig über entsprechende Mitarbeitendenversammlungen und nutzen die digitalen Kommunikationswege des UKE.

Das UKE beteiligt seit 2010 alle Mitarbeitenden an der beschäftigtenorientierten Personalpolitik, welche unter der Bezeichnung ‚UKE INside‘ im Unternehmen gelebt wird. Die Ergebnisse, Angebote und Regelungen sind einzusehen auf der UKE-Karriereseite. Weitere ausführliche Angebote von UKE INside sind auch unter den Kriterien 15 und 16 zu finden.

In mehrjährigem Abstand findet die Mitarbeitendenbefragung ‚UKE PULS‘ statt, um ein Meinungsbild bezüglich Zusammenarbeit, Motivation, Führung, Diversity und Partizipation zu erhalten. Die nächste Befragung ist für das Frühjahr 2021 geplant.

Das UKE unterstützt die kreativen Ideen seiner Beschäftigten und ermöglicht ihnen daher im Rahmen des Vorschlagswesens ‚Mach-Mit‘ Verbesserungsvorschläge zu Abläufen in ihrem Arbeitsumfeld einzureichen und sich somit aktiv für mehr Nachhaltigkeit am UKE zu beteiligen. Weitere Prozesse im Sinne des Umweltschutzes werden zusätzlich gemeinsam mit der Belegschaft durch Kampagnen und Gewinnspielaktionen geplant.

Die Geschäftstätigkeit des UKE zielt auf die Besserung des Gesundheitszustands unserer Patienten, auf das Erzielen von Forschungsergebnissen und auf die Vermittlung von Wissen. Aus diesen Inhalten ergeben sich keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf Arbeitnehmerrechte.

Es gibt ein funktionierendes System zur Erfüllung der Anforderungen für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz. Zu dem System gehören die Betriebsärzte, die zentralen Fachkräfte für Arbeitssicherheit sowie die vor Ort tätigen Sicherheitsbeauftragten. Diese bilden jeweils den Arbeitssicherheitsausschuss für das UKE sowie für alle Tochterunternehmen.

Für sämtliche Aspekte dieses Kriteriums besteht bislang das generelle Ziel und der Anspruch einer kontinuierlichen Verbesserung. Im Jahr 2020 besteht hierfür aber noch kein umfassendes Kennzahlensystem mit konkreter Benennung von spezifischen Zeitpunkten für deren Erreichung. Die Bewertung der Möglichkeit zur Einführung eines geeigneten Kennzahlensystems ist für das Jahr 2021 geplant.