14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Stadtwerke Norderstedt sind als Eigenbetrieb der Stadt rein regional tätig. Wir beschäftigen Stand 31.12.2021 427 Mitarbeiter:innen einschließlich der Auszubildenden und geringfügig Beschäftigten. Die wilhelm.tel GmbH hat 139 Mitarbeiter:innen einschließlich der geringfügig Beschäftigten. Die Stadtpark Norderstedt GmbH zählt 39 Mitarbeiter:innen einschließlich der Auszubildenden und geringfügig Beschäftigten. Wir stellen jedes Jahr rund 20 neue Auszubildende in neun Ausbildungsberufen ein. Unsere Personalstruktur ist heterogen – vom Auszubildenden bis zum/zur Hochschulabgänger:in mit langjähriger Berufserfahrung, von der Führungskraft aus der freien Wirtschaft bis zum/zur Mitarbeiter:in mit 30-jähriger Betriebszugehörigkeit. Umso mehr ist uns ein faires Miteinander sowie ein freundlicher, respektvoller und wertschätzender Umgang wichtig. Dienst- und Betriebsvereinbarungen regeln einheitlich die Arbeitsabläufe. Als kommunales Unternehmen haben wir klare Regeln und unterliegen nationalem wie europäischem Recht. Wir haben keine Zielsetzungen für die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten. Diese sind für uns selbstverständlich.

Der Personal- und der Betriebsrat vertreten jeweils die Interessen der Arbeitnehmer:innen. Seit 2012 sichert unser
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz. Ferner wurde frühzeitig eine Lenkungsgruppe Corona gebildet, die eng mit dem Personal- und Betriebsrat zusammenarbeitet. Fragen und Anregungen der Mitarbeiter:innen werden in der Lenkungsgruppe diskutiert. Per E-Mail und Intranet sowie mit Video-Botschaften der Geschäftsführung wird die Belegschaft im Laufe des Jahres stetig über Veränderungen informiert. Die Mitbestimmung der Mitarbeitenden wird auch in vielen Projekten gefördert. Beispielsweise wurden die Mitarbeiter:innen bei der Erarbeitung der Mission der Unternehmensstrategie involviert oder im Rahmen der Corona Pandemie zu ihren Home Office Gegebenheiten befragt, um Maßnahmen abzuleiten. Ausgewählte Mitarbeitende haben als Testgruppe die neue IT-Ausstattung ausprobiert, um daraus Verbesserungen für die Einführung einer neuen IT-Ausstattung für alle Mitarbeiter:innen abzuleiten. Im kommenden Jahr wird im Rahmen der Umsetzung der Unternehmensstrategie ein Team an einem Konzept für ein Vorschlagswesen auch für Nachhaltigkeitsthemen arbeiten.

In Hinblick auf das Arbeitszeitgesetz sehen wir gewisse Risiken bzw. negative Auswirkungen auf Arbeitnehmerrechte bei der Bereitstellung der kritischen Infrastruktur. Personalausfälle könnten beispielsweise zu Engpässen führen, die Mitarbeitende dann in Form von Überstunden überbrücken müssten. Im Risikomanagement wird dieses Risiko genauso wie in Notfallplänen und Bereitschaftsdiensten berücksichtigt, um ihm entgegenzuwirken.
 

Die Achtung von Arbeitnehmerrechten erwarten wir auch von unseren Geschäftspartnern. Als ausschließlich regional tätiges kommunales Unternehmen ist diese Thematik für uns jedoch von untergeordneter Bedeutung. Mit letzter Sicherheit können wir allerdings nicht ausschließen, dass Baustoffe, Strom oder Gas aus Herkunftsländern eingesetzt werden, in denen diese unter nicht zu akzeptierenden Bedingungen hergestellt oder gewonnen werden. Um das Risiko hierfür zu minimieren, müssen Anbieter bei der Angebotsabgabe – wenn sinnvoll - die Einhaltung und Beachtung der ILO Kernarbeitsnormen gem. § 18 TTG schriftlich bestätigen. Wir lassen uns auch in Verpflichtungserklärungen versichern, dass Mindestanforderungen an die Vergütung gemäß den gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden.