14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Dem Anstellungsverhältnis liegen verschiedene Tarifverträge zugrunde. Neben dem Mantel- und Vergütungstarifvertrag kommen weitere Tarifverträge zB. Demographie-Tarifverträge und Rationalisierungsschutzabkommen zur Anwendung.

Weiterhin sind in Betriebsvereinbarungen eine Vielzahl von weiteren freiwilligen übertariflichen Maßnahmen geregelt. So gehen beispielsweise die Regelungen zur Altersversorgung weit über das gesetzliche Maß hinaus. Auf Basis von Rahmenvereinbarungen im Verbund erhält der Mitarbeiter die Möglichkeit, kostengünstige Vorsorgeversicherungen abzuschließen.

Im Jahr 2020 wurde den Mitarbeitern zudem die Möglichkeit geschaffen künftig ein Lebensarbeitszeitkonto zu nutzen. Eine entsprechende Betriebsvereinbarung wurde mit dem Betriebsrat geschlossen. Die Abwicklung erfolgt über ein Unternehmen aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe und erste Einzahlungen wurden bereits getätigt.

Die angestellten Reinigungskräfte erhalten eine Vergütung, die wesentlich über dem Mindestlohn liegt.

Im Unternehmen besteht ein Betriebsrat sowie eine Jugend- und Auszubildendenvertretung, die die Interessen der Mitarbeiter vertreten.

Die Führungskräfte der VR Bank SWW eG haben Führungsleitlinien erarbeitet, die die gemeinsame Vision der Bank verdeutlichen. Als verbindliche Regeln dienen diese zur Orientierung der Mitarbeiter und Führungskräfte und geben neben den gesetzlichen Regelungen einen Rahmen vor, der über den anerkannten Standards der Arbeitnehmerrechte liegt. Das Vertrauen in die Mitarbeiter nimmt hierbei einen besonderen Stellenwert ein.

Die Beteiligung der Mitarbeitenden am Nachhaltigkeitsmanagement wird nicht gesondert gefördert,da die Beteiligung im Rahmen der Arbeitszeit auf freiwilliger Basis erfolgt. Diese wird im Rahmen des jährlichen Mitarbeitergesprächs (genannt Orientierungsgespräch) berücksichtigt, anerkannt und zahlt dadurch indirekt in die leistungsorientierte Vergütung ein.

Für den Bereich Arbeitssicherheit sind in der Bank eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit und zwei Sicherheitsbeauftragte bestellt. Für die betriebsmedizinische Versorgung ist ein Vertrag mit einem regionalen Fachunternehmen geschlossen. Die Gefährdungsbeurteilungen im Bereich Mutterschutz und psychische Belastungen sind für alle Bereiche erstellt. In Bearbeitung sind zurzeit die Gefährdungsbeurteilungen für die Arbeitsplätze. Hier wurden die Gefährdungsbeurteilungen für die Bereiche „Büro- und Verwaltung“, „Kasse“ und „Marketing“ bereits erstellt.

Im Rahmen der COVID-19-Pandemie kam dem Schutz der Mitarbeiter eine noch größere Bedeutung zu. So wurden in der VR Bank SWW eG zeitnah Arbeitsschussregeln erlassen und umgesetzt sowie eine Gefährdungsbeurteilung "Corona" erstellt. Ein gebildeter Krisenstab, welcher regelmäßig tagte, hat die Maßnahmen entsprechend koordiniert und die Mitarbeitern anhand eines Aushangs in der Info-Datenbank über die aktuellen Maßnahmen informiert. Zudem stand den Mitarbeitern die Personalabteilung auch außerhalb der banküblichen Arbeitszeiten für Fragen zur Verfügung.

In Zusammenarbeit mit der betriebsärztlichen Betreuung wurden für gefährdete Mitarbeiter Corona-Schnelltests angeboten. Die Bank übernahm hierfür die Kosten.

Um die Mitarbeiter der Bank bestmöglich zu schützen, wurden Mitarbeiter, bei denen ein Verdacht auf eine Ansteckung bestand, vorsorglich bei Weiterführung der Bezüge freigestellt.

Zudem richtete die Bank mehr Homeoffice-Arbeitsplätze ein und wich auch auf freistehende Standorte aus, um die Anzahl der Mitarbeiter in den Geschäftsräumen zu verringen. Ein Hygienekonzept, welches die kostenfreie Bereitstellung von Masken und Desinfektionsmitteln enthält, wurde ebenfalls etabliert.

Arbeitsunfälle werden gemäß Sicherheitshandbuch der Bank dokumentiert. Die Abteilung Personalservice hat ein entsprechendes Datenmanagement erarbeitet. Der Arbeitsschutzausschuss arbeitet vierteljährlich die aufgetretenen Arbeitsunfälle ab. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Betriebsarzt stehen zudem, auch kurzfristig, zur Verfügung, um eventuelle Akutmaßnahmen einzuleiten.

Der Geschäftsführung ist eine zeitnahe Information aller Mitarbeiter und ein regelmäßiger Austausch sehr wichtig. Dies ist durch eine Kommunikationskaskade sichergestellt und wird durch regelmäßige Mitarbeitergespräche, Informationsveranstaltungen und Teamrunden ergänzt.

Im Jahr 2018 startete die Bank ein betriebliches Gesundheitsmanagement und legte hierbei zunächst den Fokus auf das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM). Im August 2019 wurde mit dem Betriebsrat eine entsprechende Betriebsvereinbarung geschlossen und letztendlich zeigt die große Rückkehrrate den Erfolg des BEM. Im vergangenen Jahr nahmen insgesamt 10 Mitarbeiter das Angebot in Anspruch.

Weiterhin wurde den Mitarbeitern im Jahr 2020 zum ersten Mal eine kostenlose Grippeschutz-Impfung durch den Betriebsarzt angeboten. Viele Mitarbeiter machten von dieser Möglichkeit Gebrauch. Eine Fortführung des Angebotes ist angedacht.

Das intern eingeführte Hinweisgebersystem an die Ombudsstelle eröffnet das Recht, Hinweise zu den vorstehenden Sachthemen außerhalb üblicher Melde-/Berichtswege vertraulich abzugeben und einer Klärung zuzuführen. Eine lange Betriebszugehörigkeit und niedrige Fluktuationsraten zeigen, dass die Personalstrategie der Bank greift. Eine Steuerung über Ziele mit Zeitbezug (z. B. Erreichung einer Fluktuationsrate i. H. v. "x Prozent" in einem Jahr oder über einen längerfristigen Zeitraum) erfolgt nicht. Die Personalrisiken der VR Bank SWW eG, zu denen auch das Risiko aufgrund der Verletzung von Arbeitnehmerrechten zählt, sind insgesamt von unwesentlicher Bedeutung.

Da es sich bei der VR Bank SWW eG nicht um ein produzierendes Gewerbe handelt, ergeben sich keine wesentlichen Risiken, aus denen negative Auswirkungen auf Arbeitnehmerrechte entstehen können.

Darüber hinaus ist das Unternehmen ausschließlich national bzw. regional tätig, sodass keine deutschen Standard im Ausland umgesetzt und keine internationalen Regeln eingehalten werden müssen.