14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Nachhaltigkeitsstrategie der DEVK wurde 2018 verabschiedet. Im Jahr 2019 erfolgte die Operationalisierung und die Erarbeitung und Integration der übergreifenden Konzepte. Das Zielprogramm für alle fünf definierten Handlungsfelder sowie eine tiefere Risikoanalyse wurden 2019 erarbeitet.

Die DEVK verhält sich im Umgang mit ihren Mitarbeitenden stets rechtskonform. Dadurch wird der hohe gesetzliche Standard an Arbeitnehmerrechten garantiert. Die DEVK beachtet zudem die Tarifverträge für die private Versicherungswirtschaft. Aus diesen ergeben sich vielfältige Rechte für die Arbeitnehmer der DEVK, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Auch aus dem Status der DEVK als betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn AG resultiert eine Verpflichtung gegenüber dem Wohlergehen und der Beteiligung von Arbeitnehmern. Die Betriebsräte der DEVK in der Zentrale, den 19 Regionaldirektionen sowie der Gesamtbetriebsrat als Organe der Mitbestimmung vertreten die Interessen der Arbeitnehmer. Die DEVK hat aus eigenem Antrieb heraus und in Zusammenarbeit mit den Organen der Mitbestimmung diverse Regelungen geschaffen, die die Mitarbeitenden einbeziehen und ein nachhaltiges Gestalten des Arbeitsplatzes ermöglichen. Der Vorstand ist hierzu regelmäßig (1x pro Quartal i.R. des Wirtschaftsausschusses mit dem Gesamtbetriebsrat, 1 x Monat mit dem Betriebsrat) mit den Gremien im Austausch und nimmt Hinweise/Bedenken/Impulse aktiv in seine Entscheidungen auf. Im Rahmen der regelmäßigen Betriebsversammlungen (mind. 2 x jährlich) ist der Vorstand für alle Fragen/Sorgen der Mitarbeiter direkt ansprechbar; genauso auf der Jahresauftaktveranstaltung in der Zentrale und in den 19 Regionaldirektionen. Des Weiteren ist der Vorstand über die Betriebsräte im Aufsichtsrat einmal pro Quartal im Austausch zu allen arbeitnehmerrechtlichen Fragestellungen.  

Die Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, Ideen, Wünsche und Anregungen über das Ideenmanagement einzureichen. Vorschläge können auch zum Thema Nachhaltigkeit eingereicht werden. Diese werden an die Nachhaltigkeitsbeauftragte Ramona Pfotenhauer weitergeleitet. Darüber hinaus kann die Nachhaltigkeitsbeauftragte auch direkt angesprochen werden. Über die Ideen erhält der Vorstand regelmäßig Informationen und nimmt diese mit in die Umsetzung auf, wo es sinnvoll und möglich erscheint.

Maßnahmen zur Mitarbeitereinbindung und -beteiligung über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus:
Bei allen Angeboten orientiert sich die DEVK an gesetzlichen Regelungen sowie der Tarifvereinbarung für die private Versicherungswirtschaft. Daraus ergeben sich vielfältige Rechte für die angestellten Mitarbeitenden, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Die regionalen Betriebsräte sowie der Gesamtbetriebsrat vertreten dabei die Interessen der Beschäftigten am Hauptsitz in Köln sowie in jeder der 19 Regionaldirektionen. Sie werden bei arbeitnehmerrechtlichen Fragen in Entscheidungen eingebunden und stehen auch sonst regelmäßig im Austausch mit den Gremien. Die DEVK hat aus eigenem Antrieb heraus und in Zusammenarbeit mit den Mitbestimmungsorganen diverse Regelungen geschaffen, die die Mitarbeitenden einbeziehen und ihre Arbeitsplätze nachhaltig gestalten. Ein gutes Betriebsklima ist der DEVK wichtig. Sie fragt die Belegschaft regelmäßig nach ihrer Meinung. In anonymen Onlineumfragen geht es um Einschätzungen und Wünsche. Das Unternehmen veröffentlicht die Ergebnisse intern und bezieht sie in zukünftige Entscheidungen mit ein. 2020 fand das fünfte Mal eine unternehmensweite Mitarbeiterbefragung statt, an der knapp 80 Prozent der Belegschaft teilgenommen haben.
Dabei zeigte sich ein überwiegend positives Meinungsbild in der Belegschaft: Der DEVK-Zufriedenheitsindex ist seit der Kurzbefragung 2019 um 79 Punkte auf einen neuen Höchstwert von 772 Punkten gestiegen. 83 Prozent der Mitarbeitenden fühlen sich mit der DEVK verbunden und 77 Prozent würden sie als attraktiven Arbeitgeber weiterempfehlen. Mit 90 Prozent wollen fast alle auch in Zukunft für die DEVK arbeiten. Deutlich gestiegen ist zudem die Motivation der Kolleginnen und Kollegen: 76 Prozent geben an, vollen Einsatz zu bringen, weil die DEVK sie dazu motiviert. 2018 waren es nur 63 Prozent. Die positive Stimmung spiegelt sich auch in den über 2.700 Freitexten wider. Die Belegschaft lobt darin vor allem das Krisenmanagement in der Corona-Pandemie und die Erweiterung der Homeoffice-Regelungen.

Mitarbeitende werden selbst aktiv, um z.B. Geschäftsprozesse zu optimieren, Kosten zu sparen oder das Betriebsklima zu verbessern. So sind 2020 genau 802 Vorschläge im betrieblichen Ideenmanagement eingegangen: 683 aus den Regionaldirektionen 119 aus der Zentrale und drei von Kundenseite. 28 Prozent der Ideen werden umgesetzt. Im Vorjahr lag die Realisierungsquote bei 36 Prozent. Jeder Ideengeber bekommt eine begründete Rückmeldung. Die Mitarbeitenden partizipieren unter bestimmten Voraussetzungen am wirtschaftlichen Erfolg der DEVK – in Form von Sondervergütungen wie Einmalzahlungen, Gutschriften fürs Lebensarbeitszeitkonto oder Gutscheinen. Ob und in welcher Höhe eine solche Sondervergütung erfolgt, hängt von der gesamtwirtschaftlichen Lage des Unternehmens ab. Durch die Einhaltung des Gehaltstarifvertrags stellt die DEVK sicher, dass alle Mitarbeitenden entsprechend ihrer Tätigkeit und unabhängig von persönlichen Merkmalen vergütet werden. Über die tarifvertraglichen Regelungen hinaus gewährt die DEVK außerdem zahlreiche Leistungen wie Heirats- und Geburtenhilfe sowie Sonderkonditionen für Versicherungsprodukte.

Förderung der Beteiligung der Mitarbeitenden am Nachhaltigkeitsmanagement:
Nachhaltigkeit ist für die DEVK als traditionsreiches Versicherungsunternehmen ein zentrales Element. Die Mitarbeitenden der DEVK werden dazu ermuntert, ihre Gedanken zur Nachhaltigkeit mitzuteilen. Über das Vorschlagsmanagement können sich Mitarbeitende diesbezüglich einbringen. Jeder Vorschlag wird zentral geprüft, und der Vorschlagende erhält in jedem Fall eine Rückmeldung, ob und wie seine Idee umgesetzt wurde. Der Vorstand bringt sich aktiv in den Steuerungskreisen zur Umsetzung der Ideen als Stakeholder mit ein.

Wir sind international nicht in Ländern mit schwachem gesetzlichem Arbeitnehmerschutz tätig.
Risiken hinsichtlich der Arbeitnehmerrechte wurden im Rahmen der aktuellen Risiko-Inventur nicht identifiziert. Die Unternehmenskultur der DEVK ist geprägt durch einen hohen Stellenwert der Arbeitnehmerrechte. Unterstützend wirkt hier auch die enge Verflechtung zur Gewerkschaft der Eisenbahner (Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit) und dem Status der DEVK als Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn AG. Ziel ist es, keine Verstöße im Bereich Arbeitnehmerrechte zu haben. Dies wurde auch in 2020 erreicht.  
Die DEVK hat 2019 ein umfangreiches Zielprogramm entsprechend der Handlungsfelder der Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet. Konkrete Ziele, die auf das Thema Arbeitnehmerrechte und Beteiligung der Mitarbeitenden einzahlen sind:
1.  Unterstützung für Mitarbeitende mit Kindern ausbauen
2.  Inklusion kontinuierlich vorantreiben
3.  Aus- und Weiterbildung den Erfordernissen entsprechend flexibel und fair anpassen und gestalten
4.  Flexible Arbeitszeit- und Arbeitsplatzmodelle ausbauen
5.  Maßnahmen zur Stärkung von physischer und psychischer Gesundheit der Mitarbeitenden ausbauen
6.  Feedbackkultur ausbauen
7.  Förderung neuer Formen der Zusammenarbeit
8.  Beteiligungsformate fördern
9.  Eigenverantwortung aller Mitarbeitenden stärken  
Jedes Ziel ist mit einem Maßnahmenkatalog hinterlegt und als mittelfristiges Ziel zu sehen. Viele der Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Die Weiterentwicklung des Zielprogramms ab 2021 wird auch quantitative Ziele beinhalten.