14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Rechte der Beschäftigten bei der AVG Köln, die ausschließlich in Deutschland tätig sind und damit dem entsprechenden Arbeitsrecht unterliegen, werden durch den neunköpfigen Betriebsrat vertreten. Die Jugendlichen und Auszubildenden sowie schwerbehinderte Menschen haben eigenständige Vertretungen. Die Tochtergesellschaften AVG Kompostierung, AVG Ressourcen und AVG Service haben eigene Betriebsratsgremien.

Weitere Möglichkeiten der Information bestehen in den Betriebsversammlungen, an den allgemein zugänglichen Aushängen, über das Intranet und Internet sowie über die viermal jährlich erscheinende Mitarbeiterzeitung „BRANDaktuell“.

Großen Wert legt die AVG-Gruppe auf den Arbeitsschutz und die Gesundheitsvorsorge. Dazu wurden u.a. ein eigener Stabsbereich Arbeitssicherheit sowie Umwelt- und Qualitätsmanagementsysteme etabliert. Der Stabsbereich kümmert sich gezielt um die Arbeitssicherheit in der AVG-Unternehmensgruppe, führt regelmäßige Schulungen und Unterweisungen durch, erstellt Gefährdungsbeurteilungen und nimmt quartalsweise Betriebsbegehungen vor. Im regelmäßig tagenden Arbeitsschutzausschuss werden alle sicherheitsrelevanten Vorkommnisse besprochen und gegebenenfalls Arbeits- und Wegeunfälle analysiert.

Sicherheitsunterweisungen erfolgen über ein computergestütztes System (SAM).

Generell ist festzustellen, dass es keine Unfallschwerpunkte oder Gefahrenstellen gibt. Zumeist handelt es sich um Unachtsamkeiten oder leichtere Verletzungen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich über das betriebsinterne Ideenmanagement sowie die im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie etablierte Mitmachplattform "100 Schritte für ein nachhaltigeres Unternehmen" in den Verbesserungsprozess einbringen. Zusätzlich Möglichkeiten der Teilhabe und Gestaltung gibt es im Rahmen des Re-Auditierungsprozesses INQA – Neue Qualität der Arbeit für eine zukunftsfähige Unternehmenskultur.

Betrieb mit einer „zukunftsfähigen Unternehmenskultur“

Die AVG Köln ist im Jahr 2018 von der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) als erster Betrieb in Köln für seine „zukunftsfähige Unternehmenskultur“ ausgezeichnet worden. Vorausgegangen war ein zweijähriger Auditierungsprozess, in welchem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AVG Köln Maßnahmen erarbeitet hatten, mit denen das Unternehmen zukunftsfähig und als Arbeitgeber attraktiv gemacht werden soll.

Die 17 im Auditierungsprozess umgesetzten Maßnahmen sind systematisch weitergeführt und etabliert worden. Sie mündeten im Jahr 2020 in den Reauditierungsprozess. Dieser startete mit einer Befragung der Beschäftigten. Die Ergebnisse sind die Basis für die weitere Arbeit, alte Maßnahmen weiter zu optimieren und neue, zukunftsgerichtete Themen zu kreieren, um die Arbeitsbedingungen bei der AVG Köln zu verbessern. In diesem Zusammenhang werden konkrete Ziele und Maßnahmen formuliert. So wurde das Home-Office-Angebot zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie deutlich erweitert. Dies geschah im Rahmen einer Vereinbarung, die sich als geeignete Grundlage im Zuge der coronabedingten Einschränkungen erwies. Neue Initiativen wie ein nachhaltiges Mobilisierungskonzept (Förderung von E-Mobilität) sorgen für positive Anreize und tragen zur Zufriedenheit der Beschäftigten wie auch zur Zukunftssicherheit des Unternehmens bei.

Risiken

Aus der Geschäftstätigkeit resultierende Risiken auf die Arbeitnehmerrechte konnten nicht identifiziert werden und sind daher im Risikomanagementbericht des Berichtsjahres nicht enthalten.

UN-Nachhaltigkeitsziele

Gesundheit und Wohlergehen (3)
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (8)