14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Das Geschäftsgebiet der Sparda-Bank München eG umfasst im Wesentlichen die Region Oberbayern. Die Sparda-Bank München eG ist ausschließlich national und nur in ihrem Geschäftsgebiet tätig und gewährleistet die Einhaltung der geltenden Gesetze und Regeln in Deutschland. Im Rahmen des geltenden Tarifvertrags sowie auf Grundlage verschiedener Betriebsvereinbarungen ist sichergestellt, dass sämtliche Arbeitnehmerrechte gewahrt werden.

90,2 Prozent der Beschäftigten werden nach dem Tarifvertrag für die Arbeitnehmer der Sparda-Banken vergütet. Die Tariftabellen, die Inhalte des Manteltarifvertrages und die Stellenbeschreibungen sind für alle Mitarbeiter über das Intranet einsehbar und in der Gemeinwohl-Bilanz veröffentlicht. Erfolgsabhängige Vergütungen werden sowohl im tariflichen als auch im außertariflichen Gehaltsbereich nicht gewährt. Bereits im Jahr 2012 wurde die Zahlung von abschlussorientierten Provisionen für die Vermittlung von Bausparverträgen und Investmentfonds eingestellt.  

Zulagen über die tarifliche Grundvergütung hinaus werden stellen- und funktionsabhängig bezahlt (z. B. Zulage für Stellvertretung oder besondere Verantwortung). Im Übrigen gewährleistet das Unternehmen mit der Systematik der tariflichen Eingruppierung und Berufsjahresstufung die für die Sparda- Bank München eG selbstverständliche Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern.

Operativ verantwortlich für Personal und Arbeitnehmerrechte ist die Abteilung Personalmanagement. Die strategische Verantwortung trägt der Vorstand. Als Dienstleistungsunternehmen ist die Mitarbeitergewinnung, -qualifizierung und –zufriedenheit eine für das Unternehmen überlebenswichtige Aufgabe. Die Einhaltung aller gesetzlichen, tariflichen und betrieblichen Vorschriften ist somit eine Daueraufgabe und verfolgt keine Ziele mit Zeitbeschränkung. Ziel ist viel mehr qualifiziertes und zufriedenes Personal dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Als Kontrolle ob dieses Ziel erreicht wird dienen neben Mitarbeiterbefragungen und regelmäßigen Personalentwicklungsgesprächen auch Kennzahlen der Abteilung Personalmanagement, wie beispielsweise Mitarbeiterfluktuation, Krankheitstage, Personalgewinnungskosten, etc.

Wie in Kriterium 2 beschrieben, sind für die Bank wesentliche Aspekte unter anderem eine hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter, der Anspruch, ein attraktiver Arbeitgeber in der Region Oberbayern zu sein, sowie einen Beitrag zum Gemeinwesen in Oberbayern zu leisten. Dies erreicht das Unternehmen durch ein starkes Engagement, das weit über die tariflichen und gesetzlichen Vorgaben hinausgeht. Der Sozialleistungskatalog der Sparda-Bank München eG ist im Gemeinwohl-Bericht für die Jahre 2015 bis 2017 transparent aufgeschlüsselt und wird nach Abschluss des Auditierungsprozesses im Frühjahr 2019 veröffentlicht.  

Die Geschäftsführung arbeitet mit dem Betriebsrat der Sparda-Bank München eG auf Augenhöhe vertrauensvoll und wertschätzend zusammen. Zusätzlich ist für die Mitarbeiter unter 18 Jahren (Auszubildende) eine Jugendarbeitnehmervertretung installiert.  

Die Bank hat zudem einen Arbeitssicherheitsbeauftragten und einen Schwerbehindertenbeauftragten bestellt.  

Drei der neun Aufsichtsratsmitglieder der Sparda-Bank München eG sind Arbeitnehmervertreter und werden von den Mitarbeitern gewählt. Ergänzend zum Innovationsprozess der Bank ist auch dadurch die Beteiligung der Mitarbeiter an der Unternehmensentwicklung direkt gewährleistet.

Bei der Sparda-Bank München eG haben sich Mitarbeiterinitiativen zu den Themen Beruf und Familie, Umwelt und Gesundheit formiert. Die Initiativen bestehen aus Mitarbeitern unterschiedlicher Hierarchien und Teams (aus Geschäftsstellen und zentralen Abteilungen). Jeder Mitarbeiter kann sich für eine Aufnahme in diese Teams bewerben, sofern er Leidenschaft für die Themen mitbringt. Die Initiativen tagen je nach Bedarf mehrmals im Jahr und erarbeiten dabei neue Programme oder optimieren bestehende Maßnahmen. Die Teilnahme an den Initiativen ist Arbeitszeit.

Der hohen Bedeutung der ganzheitlichen Mitarbeitergesundheit im Umfeld steigender Verantwortung und Belastung wird durch das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) der Bank Rechnung getragen. Das BGM der Sparda-Bank München eG verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und wird vom provital-Team (Mitarbeiterinitiative zum Thema Gesundheit) der Bank konsequent weiter ausgebaut. Hierbei stehen nicht nur Gesundheitsförderungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Bewegungsangebote, Ernährungsthemen und Vorsorgeuntersuchungen, sondern auch gesunde Rahmenbedingungen im Fokus. Ziel ist es, das Richtige im Bereich Gesundheit zu tun und auf aktuelle Entwicklungen und Rahmenbedingungen zu reagieren. Es werden zielgruppenorientierte, ineinandergreifende und nachhaltige Maßnahmen auf der Grundlage einer fundierten wissenschaftlichen Bedarfsanalyse angeboten und umgesetzt. Dabei setzt die Sparda-Bank München eG auf verschiedene Perspektiven und Ansatzpunkte:  
Aufgrund der oben beschriebenen Rahmenbedingungen sieht die Sparda-Bank München eG keine Risiken für die Verletzung von Arbeitnehmerrechten.