14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Motivierte und kompetente Mitarbeiter sind das Fundament, auf dem die kontinuierliche und qualitativ hochwertige Betreuung unserer Kunden und damit der nachhaltige Erfolg der Sparkasse ruhen. Eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit ist Grundlage für alle unsere Konzepte mit Arbeitnehmerbezug. Im Hinblick auf den demografischen Wandel und die Niedrigzinsphase muss die Sparkasse ein ausgewogenes Verhältnis in der Altersstruktur ihrer Mitarbeiter anstreben. Die Suche nach qualifiziertem Nachwuchs sowie das sozialverträgliche Ausscheiden langjähriger Mitarbeiter ist ein Spannungsfeld, in dem die Sparkasse nach optimalen Lösungen sucht. Die Sparkasse Vogtland kann im Durchschnitt für das Jahr 2018 eine Betriebszugehörigkeit von über 20 Jahren aufweisen.

Die Sparkasse Vogtland wird ausschließlich in ihrem regionalen Geschäftsgebiet tätig. Als gemeinwohlorientiertes, öffentlich-rechtliches Kreditinstitut unterliegen wir den Tarifbestimmungen des öffentlichen Dienstes und den deutschen Arbeitsgesetzen. Der Vorstand und die Führungsebene 1 setzen sich gemeinsam für die Einhaltung und Umsetzung von Arbeitnehmerrechten ein. Entsprechend den Vorgaben des Landespersonalvertretungsgesetzes des Landes Sachsen ist die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet. Die Sicherheit am Arbeitsplatz stellen wir durch die Umsetzung der Vorgaben nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) sicher. Daraus resultierende Prozesse werden im Rahmen des internen Kontrollsystems (IKS) regelmäßig geprüft. Zusätzlich nimmt der Personalrat seine Funktion als Arbeitnehmervertretung wahr.  

Im Jahr 2019 führen wir eine Mitarbeiterbefragung in Kombination mit einer psychischen Gefährdungsbeurteilung durch. Hieraus ergeben sich für uns wichtige Indikatoren, um die Zufriedenheit und Belastungsfaktoren unserer Beschäftigten zu erheben. Die Ergebnisse werden in einem Steuerungskreis analysiert und Maßnahmen daraus zur Vernetzung abgeleitet. Zukünftig wird in der Sparkasse Vogtland im Rhythmus von drei Jahren eine wiederkehrende Befragung durchgeführt.


Im Rahmen eines umfassenden Projektes zur Führung in der Sparkasse Vogtland wurde u. a. eine strukturierte Führungsmatrix installiert. Weiterhin finden regelmäßige Vorstands-Führungskräfte-Dialoge zur Förderung einer hierarchieübergreifenden Kommunikation statt. Darüber hinaus können sich Beschäftigte durch Steuerungsgespräche mit ihrer direkten Führungskraft aktiv austauschen und aktuelle Themen besprechen. Auch wird der Mitarbeiter durch vertriebsunterstützende Maßnahmen (Vertriebsgespräche) durch die Führungskraft begleitet und gefördert. Im Rahmen der Strategie gelten die Leitlinien für die Zusammenarbeit in der Sparkasse Vogtland (z. B. Respekt, Verantwortung und Leistung, Kommunikation, Vertrauen, Veränderungsbereitschaft). Weiterhin fördern wir ausdrücklich und aktiv das ehrenamtliche Engagement der Beschäftigten, z. B. durch Freistellungen für Feuerwehreinsätze.

Zur Absicherung der hohen Beratungsqualität und zur Erhaltung einer konstanten fachlichen Kompetenz werden regelmäßig umfassende Schulungsmaßnahmen angeboten.  

Durch Personalcontrolling findet regelmäßig eine Risikoanalyse hinsichtlich der Schlüsselpositionen/-personen statt. Daraus resultierende Maßnahmen können frühzeitig implementiert werden, u. a. Nachfolgeplanung.  

Die Sparkasse Vogtland ist ein Dienstleistungsunternehmen. Wesentliche Risiken entstanden für die Arbeitnehmer nicht. Durch regelmäßige Gefährdungsbeurteilungen der Arbeitsplätze und Gebäude werden Risiken in Bezug auf die Arbeitssicherheit frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Beseitigung bzw. Prävention entwickelt. Die Arbeitnehmer sind in die Arbeitsschutzorganisation des Unternehmens eingebunden, so z. B. als Erst- oder Brandschutzhelfer. Durch regelmäßige Arbeitsschutzschulungen und Schulungen nach Unfallverhütungsvorschrift Kassen werden die Mitarbeiter auf die ggf. auftretenden Risiken in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit hingewiesen und über Möglichkeiten zur Vermeidung bzw. Reduzierung sowie das Verhalten im Notfall informiert. Der Arbeitgeber bietet allen Mitarbeitern die Möglichkeit an den relevanten arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen und trägt die Kosten für speziell notwendige Bildschirmbrillen. Zudem können die Mitarbeiter ausgewählte gesundheitsfördernde Maßnahmen mit finanzieller Unterstützung des Arbeitgebers i. R. des Gesundheitsmanagements (s. Pkt. 16) individuell umsetzen.