14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Gigaset verfolgt die Strategie, die Rechte der Arbeitnehmer zu respektieren und ihnen alle gesetzlichen Mitsprachemöglichkeiten einzuräumen. Um dies sicher zu stellen pflegen die Unternehmensführung, die Personalleitung und die Arbeitnehmervertreter einen intensiven und regelmäßigen Dialog.  Mitarbeiter des Betriebsrats sind im Aufsichtsrat der Gigaset Communications GmbH nach dem Drittelbeteiligungsgesetz vertreten. Zudem sind drei weitere Arbeitnehmer im Aufsichtsrat der Gigaset Communications GmbH vertreten. Die Betriebsräte werden entsprechend des deutschen Betriebsverfassungsgesetzes in alle relevanten personellen Entscheidungen einbezogen. Gigaset pflegt einen intensiven und vertrauensvollen Kontakt mit den Tarifvertragsparteien. Ergebnis dieser vertrauensvollen Zusammenarbeit ist unter anderem, dass Gigaset seit dem Jahr 2004 fortlaufend Ergänzungs- und Sondertarifverträge mit den Tarifvertragsparteien abgeschlossen hat. Im laufenden Sondertarifvertrag, der auch im Berichtsjahr 2018 Anwendung findet, sind darüber hinaus regelmäßige Treffen mit den Tarifvertragsparteien während der Laufzeit vereinbart, bei denen vereinbarte Kennzahlen zur Wirksamkeit des Vertrags vorgestellt werden. Gigaset ist ein internationaler agierender Konzern. Allen Mitarbeitern werden bei der Einstellung, ihrer weiteren Entwicklung und ihrer Vergütung die gleichen Chancen geboten. Unser Maßstab ist das deutsche Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Mit den Mitarbeitern werden jährliche Gespräche nach einem einheitlichen Konzept geführt. Diese Gespräche dienen dazu, sich ausführlich über die Zusammenarbeit im zurückliegenden Jahr auszutauschen sowie gemeinsame Ziele für das kommende Jahr festzulegen. Diese Maßnahmen fanden im Berichtsjahr statt und sollen auch zukünftig zur Anwendung kommen. Vor dem Hintergrund, dass diese Strategie auch in der Zukunft fortgeführt wird, sieht Gigaset keine wesentlichen Risiken für den Geschäftsbetrieb. Zielvereinbarungen und Vergütungen für Mitarbeiter orientieren sich nicht am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung.

Hinsichtlich der Arbeitnehmerbelange wurde keine gesonderte Identifikation wesentlicher Risiken vorgenommen, da Gigaset aufgrund der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der tarifvertraglichen Bindung eine entsprechende Erforderlichkeit nicht sieht. Hinsichtlich der diesbezüglichen Vorgaben an unsere Lieferanten verweisen wir auf die Beschreibung in Kriterium 17 (Menschenrechte). Aufgrund der guten Beziehungen der Unternehmensführung zum Betriebsrat und den Tarifvertragsparteien als Arbeitnehmervertreter wird über die oben geschilderte Strategie hinaus auch keine Erforderlichkeit für ein gesondertes Managementkonzept gesehen.  
 
Der Bezug der variablen Vergütung auf Zielerreichung im jeweiligen Geschäftsjahr dient den Interessen von Gigaset. Die variable Vergütung ist an den Erfüllungsgrad der jeweiligen Messgrößen für den Unternehmenserfolg der Gigaset gekoppelt. Die Festlegung der Zielvorgabe zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres ermöglicht es Gigaset, auf geänderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen flexibel zu reagieren. 

Auch wenn Zielvereinbarungen im Bereich Nachhaltigkeit nicht vereinbart werden, so bleibt Gigaset dem Ziel verpflichtet  bei der Corporate & Social Responsibility in allen Bereichen deutlich besser zu sein als der Durchschnitt der Unternehmen, die Kommunikationsgeräte herstellen. Die Evaluation erfolgt extern durch EcoVadis.

Nachhaltigkeit ist in den Business Conduct Guidelines für alle Mitarbeiter verbindlich verankert und gehört damit zur Unternehmensphilosophie und zum Geschäftsalltag bei Gigaset.