14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Als einer der größten Arbeitgeber in der Stadt Köln mit insgesamt 13.807 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ende 2020 (konsolidierte Betrachtung) sind sich die Gesellschaften des Stadtwerke Köln Konzerns ihrer sozialen Verantwortung bewusst und engagieren sich als faire und attraktive Arbeitgeber über das gesetzliche Maß hinaus. Dabei ist die Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen für die Arbeitnehmenden und die enge Zusammenarbeit mit den Betriebsräten ebenso selbstverständlich wie die Achtung der tarifvertraglichen Vereinbarungen. Verbindliche Normen für alle Arbeitnehmenden liegen darüber hinaus in einer Vielzahl von Betriebsvereinbarungen der Konzerngesellschaften vor. Darüberhinausgehende Konzernziele liegen nicht vor.

Die Unternehmen der Stadtwerke Köln sind in Deutschland tätig, daher gelten in Bezug auf die Arbeitnehmenden Gesetze und Standards von Bund und Land. Die Umsetzung von deutschen Standards im Ausland ist für die Geschäftstätigkeit nicht relevant. Mit Blick auf Arbeitnehmerrechte sind keine besonderen Risiken bekannt.

Die Unternehmensleitbilder der Gesellschaften stellen die mündigen Mitarbeitenden in den Mittelpunkt und zielen auf ein offenes Miteinander, eine vertrauensvolle und kooperative Zusammenarbeit im Rahmen eines angenehmen Betriebsklimas und einer positiven Führungskultur. Ergänzt werden die Unternehmensleitlinien durch Führungsleitlinien, welche die wesentlichen Grundsätze und Werte konkretisieren. Die Leitlinien gelten für alle Mitarbeitenden und Führungskräfte. Basierend auf den darin enthaltenen Werten verfolgen alle Gesellschaften das Ziel, Personalprozesse und Personalpolitik so auszurichten, dass die Belegschaft die demographische Vielfalt des Geschäftsumfeldes widerspiegelt und dass sie allen Mitarbeitenden gleiche Chancen bieten und sie motivieren, ihr Potenzial zum Nutzen der Gesellschaft einzubringen.

Zur Verankerung von Nachhaltigkeit in den Belegschaften der Stadtwerke Köln Gesellschaften und zur Einbindung der Mitarbeitenden im Nachhaltigkeitsmanagement der Unternehmen, sind in den einzelnen Gesellschaften verschiedene Maßnahmen und Programme ins Leben gerufen worden. Bei der NetCologne wurde 2019 ein Nachhaltigkeitsteam mit Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen gebildet, welches in regelmäßigen Austauschterminen Maßnahmen verabschiedet und umsetzt. So wird bspw. seit 2020 verschiedenstes Büromaterial (von Kopierpapier bis zu Textmarkern) über nachhaltige Lieferanten in Pfandboxen bezogen. Ein anderes Projekt der Mitarbeitereinbindung ist das „Urban Gardening“, bei dem auf dem Gelände der RheinEnergie-Hauptverwaltung auf Initiative von drei Mitarbeiterinnen ein Mitarbeitergarten entstanden ist. Hier kümmern sich 21 Hobbygärtnerinnen und -gärtner der RheinEnergie um die Bepflanzung der Hochbeete und die Pflege und Ernte von Obst und Gemüse. Was als Pilotprojekt startete, ist mittlerweile ein gut laufendes Geschäftsmodell, bei dem die drei Initiatorinnen von „RheinKlima“ ganzheitliche Konzepte für grüne, nachhaltige und resiliente Infrastrukturen entwickeln. Vertreter der Stadt Köln und der Wohnungswirtschaft haben das Pilotprojekt am Parkgürtel bereits besucht, um sich über das Konzept zu informieren und für die Gestaltung bestehender und künftiger Bauvorhaben inspirieren zu lassen.

Im Rahmen der „SWK 2030“-Strategie ist darüber hinaus unter dem Handlungsfeld Mitarbeiterverantwortung das konzernweite Ziel „Mitarbeiterprogramm „100 Schritte““ festgelegt werden. Das hier verfolgte Ziel ist, die wertvollen Kenntnisse und Ideen der Belegschaften zu nutzen und die Mitarbeitenden gezielt durch ein Programm zu mobilisieren und so den Nachhaltigkeitsgedanken in den Unternehmen stärker zu verankern. Das Konzept „100 Schritte“ sieht vor, dass jede Gesellschaft Quantität und Qualität der Schritte sowie den jeweiligen internen Prozess zu deren Definition und Umsetzung eigenständig bestimmt. Beispiel KVB: Das Unternehmen setzt für die Umsetzung des „100-Schritte“-Programms auf ihr Ideenmanagement, Bereits vor dem Start des „100-Schritte“-Programms hatten rund 40 % der jährlich eingereichten Vorschläge auch einen Bezug zur Nachhaltigkeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden aufgerufen, Vorschläge zu machen, wenn sie im Unternehmen etwas verbessern möchten und werden zugleich motiviert, auch die Ansätze der Nachhaltigkeit zu reflektieren.

Aus der Geschäftstätigkeit resultierende Risiken auf die Arbeitnehmerrechte konnten nicht identifiziert werden und sind daher im Risikomanagementbericht des Berichtsjahres nicht enthalten.