Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Gigaset sind keine erheblichen Korruptionsrisiken der Geschäftsstandorte bekannt. Im Berichtsjahr 2018 wurden drei von insgesamt 21 Geschäftsstandorten, mithin 21%, auf Korruptionsrisiken hin geprüft.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Im Berichtsjahr 2018 wurden dem Compliance Committee keine Korruptionsfälle gemeldet, so dass insoweit keine Maßnahmen zu ergreifen waren.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Im Berichtsjahr 2018 wurden Gigaset zwei Bußgeldbescheide der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) über insgesamt zweihundertundfünfunddreißigtausend Euro zugestellt. Die BaFin hat dabei zugrunde gelegt, dass Gigaset zwei positive Ad Hoc Meldungen aus den Jahren 2013 und 2016 nicht rechtzeitig veröffentlicht hat. Gigaset hat die Meldungen jedoch nach Ansicht von Gigaset und dem Prozessbevollmächtigten von Gigaset rechtzeitig veröffentlicht und daher Einspruch gegen beide Bescheide eingelegt und erwartet dem entsprechend, dass die Bescheide im Rechtsmittelverfahren aufgehoben werden.

Darüber hinaus wurden gegen Gigaset keine signifikanten Bußgelder und auch keine nicht monetären Strafen wegen der der Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften festgesetzt.