20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Jeder HEAG- Mitarbeiter hat eine unternehmensbezogene Anti-Korruptionsrichtlinie erhalten und mit seiner Unterschrift zur Kenntnis genommen. In der Richtlinie sind klare Regelungen getroffen, wie mit Geschenken und Zuwendungen umgegangen werden muss. Die Einhaltung der Richtlinie wird durch regelmäßige Schulungen seitens der juristischen Abteilung der HEAG gewährleistet. Die Verantwortlichkeit für die Antikorruptionsrichtlinie liegt bei der Rechtsabteilung.   Grundlage der Richtlinie ist das Strafrecht (Korruptionsbekämpfung), das Beamtenrecht und das Vergaberecht Im weitesten Sinne basieren die hier niedergelegten Grundsätze auch auf den EG-Richtlinien 2004/17/EG und 2004/18/EG über die Auftragsvergabe.   Unter Korruption ist das Ausnutzen einer besonderen Stellung im Unternehmen zum eigenen Vorteil oder zum Vorteil eines Dritten zu verstehen, das zum Schaden vieler anderer führt, oder auch das abgesprochene Zusammenspiel von zwei oder mehr Akteuren, die sich rechtswidrig private Vorteile zu Lasten Dritter verschaffen. Im Rahmen der Korruptions-Straftatbestände des Strafgesetzbuches können sich sowohl Angestellte in der Privatwirtschaft wie auch Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst strafbar machen.   Die Grundsätze gelten im Umgang mit Kunden, Kollegen, Geschäftspartnern, Journalisten und Behörden. Die Richtlinie arbeitet Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung erlangen. Sie geht etwaigen entgegenstehenden Weisungen Vorgesetzter vor.   In 2013 wurde darüber hinaus eine stadtkonzernweite Compliance Richtlinie erarbeitet. Über einen externen Compliance-Officer (Sozietät von Rechtsanwälten), an den sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des HEAG-Konzerns auch direkt und vertraulich wenden können, wird die Einhaltung der Compliance-Richtlinie überwacht.   Compliance bedeutet die Einhaltung aller vom Unternehmen und seiner Beschäftigten zu beachtenden Rechtsvorschriften (Gesetze, Verordnungen, Verträge), stadtweiten und internen Regelwerke und Regeln sowie Verhaltensgrundsätzen inklusive den Aspekten der Nachhaltigkeit.   Im Rahmen der führungsbezogenen Compliance wurden die Vorgaben des UN Global Compact beachtet. Die HEAG erwartet von seinen Mitarbeitern und Führungskräften, Lieferanten und Geschäftspartnern sich zu einem Katalog von Grundwerten aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Nachhaltigkeit und Korruptionsbekämpfung zu bekennen, sie zu unterstützen und innerhalb ihres Einflussbereichs in die Praxis umzusetzen. Bisher wurden keine Compliance-Verstöße festgestellt. Durch die Struktur aus Anti-Korruptionsrichtlinie und externem Compliance-Officer wurden bisher keine Risiken identifiziert.