20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Filmförderung und ihre Tochtergesellschaften als gemeinsame Gesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein untersteht der Kontrolle der Behörde für Kultur und Medien und unterliegt damit dem Gesetzesrahmen der Freien und Hansestadt Hamburg sowie dem EU Beihilferecht.
Die Kontrollorgane sowie die Geschäftsführung entsprechen dem Hamburg Corporate Governance Kodex sowie dem Corporate Governance Kodex Schleswig-Holstein.
Im Rahmen eines Compliance-Management-Systems, dass ab 2022 installiert ist, wurde ein Code of Conduct (AT) [https://www.moin-filmfoerderung.de/de/moin-compliance-regeln_code_of_conduct.php?r=255005767] entwickelt, der das Verhalten aller Mitarbeitenden der MOIN Filmförderung sowie alle ihre Partner, Lieferanten etc. auf geltendes Recht sowie demokratische Grundwerte verpflichtet.

Dreimal pro Jahr wird ihrem Aufsichtsrat umfassend Rechenschaft abgelegt, die Risikobewertung jährlich aktualisiert sowie der Jahresabschluss von einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft.

Derzeit bereitet das Unternehmen eine Compliance Richtlinie vor, um einen Handlungsrahmen abzubilden und Zweifelsfragen über ein anonymes Hinweisgebersystem gerecht zu begegnen. Ansprechpartnerin ist eine Compliancebeauftragte aus der Mitarbeiterschaft des Unternehmens.

Die Implementierung eines zu veröffentlichenden Code of Conduct sowie eines internen Compliance Handbuchs wird durch Schulungen begleitet. Die Einhaltung muss von den Mitarbeiter*innen schriftlich bestätigt werden.

Es hat bislang keine gesetzeswidrigen Vorgänge gegeben und gesetzeswidriges Verhalten wird ggf. strafrechtlich verfolgt. Entscheidungskriterien für eine Förderung sind unter anderen die inhaltliche Qualität des jeweiligen Projektes sowie ein umfassender Hamburg- bzw. Schleswig-Holstein-Bezug. Dazu gehören Hamburg und Schleswig-Holstein als Drehorte und die Nutzung der hier angesiedelten Fachkräfte und filmtechnischen Betriebe. Die Mitglieder*innen der vier unabhängigen Gremien sind verpflichtet, Befangenheit frühzeitig anzuzeigen, und Interessenskonflikte zu benennen. An der Förderentscheidung entsprechender Projektanträge wirken sie dann nicht mit.

Risiken bezüglich Korruption und Bestechung, die sich aus der Geschäftstätigkeit der MOIN Filmförderung ergeben könnten, sind in den Complianceregeln erfasst und führen ggf. zur Anzeige.

Da dies unser erster DNK-Bericht ist und wir noch im Aufbau eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts sind existieren zu diesem Zeitpunkt noch keine quantitativ messbaren Ziele und es erfolgt entsprechend noch keine quantitative Zielprüfung. Auch haben wir die Ziele noch nicht im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse priorisiert. Dies werden wir auf Grundlage des DNK-Berichts für den nächsten Berichtszyklus erarbeiten.