20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Verantwortung für Compliance und Anti-Korruption liegt beim geschäftsführenden Vorstand. B.A.U.M. e.V. handelt anhand des im B.A.U.M.-Kodex verankerten Grundsatzes der Transparenz. Im Rahmen der Initiative Transparente Zivilgesellschaft berichten wir jährlich und allgemein einsehbar im Rechenschaftsbericht über unsere Einnahmen und die Mittelverwendung.

Mit der Übernahme des Vorsitzes sah sich die Vorsitzende Yvonne Zwick verantwortlich für Compliance. Das lag nahe, da ohnehin im Zuge der Einarbeitung eine Beurteilung der Verfahren in der Akquise von Spenden und Sponsoring vorgenommen wurde und auch noch weiter vorgenommen wird. Es wurden Kriterien für finanzielle Partnerschaften entwickelt, die verhindern sollen, dass dem Verband Reputationsrisiken aus der Zusammenarbeit mit etwaigen (Finanzierungs-)Partnern entstehen.

Dieses Sponsoringkonzept wurde für den konkreten Fall des Sustainable Finance Gipfels entwickelt und mit dem Gesamtvorstand abgestimmt. Es folgt den Prinzipien, dass die Partnerschaftsstruktur plural gestaltet wird, keine Exklusivität für einzelne Branchenvertreter zugesagt wird und eine Klassifikation nach Gold, Silber, Bronze bei klar umrissenem Angebot erfolgt. Akquiseziele definieren für jedes Projekt Kriterien für eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Umsetzung und Wirkung.

Zur Partnerschaft mit B.A.U.M. eingeladen wird, wer a) einen sichtbaren, glaubwürdigen Beitrag zu nachhaltigem Wirtschaften leistet, b) B.A.U.M.-Mitglied ist oder c) das Engagement im Falle der Nicht-Mitgliedschaft mittels Berichterstattung nach einem anerkannten Standard belegt. Durch diese Festlegungen ist B.A.U.M. e.V. dem Ziel, auch in der Finanzierung Compliance-Aspekte zu integrieren, einen Schritt nähergekommen. In den kommenden Jahren werden die Anforderungen weiterentwickelt. Quantitative Ziele sind bis auf weiteres nicht vorgesehen.

Die im Frühjahr 2020 angesichts der sich rapide ausbreitenden Corona-Pandemie befürchteten negativen finanziellen Auswirkungen auch auf den B.A.U.M. e.V. sind glücklicherweise nicht eingetreten. Das Jahr 2020 hat sich entgegen den Erwartungen hinsichtlich der Corona-Pandemie unerwartet stabil gezeigt. Aus diesem Grund hat der B.A.U.M.-Vorstand im Februar 2021 beschlossen, das vorsorglich beantragte und lediglich für den Monat April 2020 erhaltene Kurzarbeitergeld vollständig zurückzuzahlen. Dies wurde der Agentur für Arbeit schriftlich mit Brief vom 3.2.2021 mitgeteilt. Die finanzwirksame Rückzahlung erfolgte im April 2021

Das Thema Datenschutz ist intern beim stellvertretenden Vorsitzenden Martin Oldeland angesiedelt. Für die juristische Beratung arbeitet B.A.U.M. e.V. mit einem externen Datenschutzbeauftragten zusammen, der bei Bedarf den Mitarbeiter:innen zur Verfügung steht.

Darüber hinaus werden keine besonderen Risiken hinsichtlich der Einhaltung von gesetzlichen Regelungen und der Bekämpfung von Korruption gesehen, da unsere Tätigkeit innerhalb Deutschlands stattfindet, wo die Rechtslage eindeutig ist. Viele der länderübergreifenden Projekte, an denen B.A.U.M. e.V. beteiligt ist, unterliegen externen Kontrollen der Mittelgeber, so dass eine Zweckentfremdung von Geldern ausgeschlossen werden kann. Es gab im Berichtsjahr keine Vorfälle, die mit Compliance-Verfahren oder Sanktionen bestraft werden mussten.