20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Es liegt eine Betriebsvereinbarung zum Compliance-Verhalten vor. Dort wurden detaillierte Handlungsanweisungen und -empfehlungen festgeschrieben, wie sich die Mitarbeiter in korruptionsgefährdeten Bereichen zu verhalten haben.

Ein Compliance-Beauftragter ist bestellt. Über Compliance-kritische Sachverhalte wird die Geschäftsleitung direkt informiert. Zusätzlich ist in der Funktion der Compliance-Beauftragte weisungsunabhängig. Seit 2020 existiert ein Ombudsmann.

Für alle neu eingestellten Beschäftigten werden umfassende Grundschulungen durchgeführt. Jährlich finden Auffrischungsschulungen für alle Beschäftigten statt. Die Durchführung ist zukünftig darüber hinaus auch über ein online-gestütztes Modul geplant.

Im Rahmen der Erstellung des Erstberichts sind sich folgende Ziele im Bereich Compliance und Controlling-Richtlinien gesetzt worden (s. auch Kriterium 3: Ziele):

Ziel Maßnahme Bis Fortschritt
1. Transparente Geschäftsvorgänge, Ziel 0 Compliance-Verstöße 1.1. Compliance-Bauftragter intern Kontinuierlich Aktuelle Compliance-Verstöße: 0
  1.2. Ombudsmann extern seit 01.01.2020 Kontinuierlich Aktuelle Compliance-Verstöße: 0
2. 100 % der Mitarbeiter sind über die Compliance und Controlling-Richtlinien informiert. 2.1 Jährliche Mitarbeiterschulungen Kontinuierlich Teilnahmequote:
100 %

Alle kritischen Prozesse sind mindestens über ein Vier-Augen-Prinzip abgesichert. Sensible Dokumente werden an mehreren Orten (eigenes Archiv und digital) veränderungssicher verwahrt. Archivräume dürfen nur zu zweit und von einem beschränkten Personenkreis betreten werden (digitales Schloss). Zudem erfolgen regelmäßige hausinterne Kontrollen, wie auch über die interne Revision des Beteiligungsmanagements. Neben regelmäßigen Kontrollen wurde eine Interne Revision eingeführt.

Kritische Unternehmensbereiche sind die Auftragsvergabe und die Wohnungsvergabe. Beide Bereiche werden regelmäßig durch die interne Revision kontrolliert, zusätzlich wird die Auftragsvergabe durch externe Prüfer überwacht. Wesentliche Risiken sind daher im Bereichtsjahr nicht identifiziert worden.
Die GWG Ingolstadt führt ein klassisches Risikomanagement. Dieses soll auf die Kriterien und Indikatoren des DNK erweitert werden. Es wird davon ausgegangen, dass der Bereich Bekmämpfung von Korruption uns Bestechung im nächsten Berichtsjahr ins Risikomanagement integriert wird.