20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Zu einer guten Corporate Governance gehört für die Hannoversche Volksbank auch ein strenges Compliance-Verständnis. Für die Bank ist rechtmäßiges Handeln eine Grundvoraussetzung für dauerhafte und stabile Geschäftsbeziehungen sowie für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Der Vorstand versteht das Thema Compliance als wesentliche Leitungsaufgabe und bekennt sich ausdrücklich zu rechtmäßigem, sozialem und ethischem Handeln. Zur Bekämpfung von Insiderhandel und Marktmanipulation, Korruption oder sonstigen strafbaren Handlungen gibt es strenge und detaillierte Richt- und Leitlinien für alle Mitarbeiter.

Die Bank verfügt über eine etablierte Compliance-Organisation, die insbesondere auch auf die Verhinderung von strafbaren Handlungen ausgerichtet ist. Das Thema Compliance ist im Managementsystem verankert und wird vom Vorstandsstab verantwortet. Zur operativen Umsetzung hat die Bank ein Beauftragtenwesen zu den Themenfeldern MaRisk- und WpHG-Compliance, Geldwäsche- und Betrugsprävention, Datenschutz und IT-Sicherheit implementiert. Es erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung gegenüber dem Management sowie ein Jahresbericht.

Die Hannoversche Volksbank führt jährlich eine unternehmensweite Gefährdungsanalyse auf Basis der gesetzlichen Regelungen durch, bei der die Risiken hinsichtlich strafbarer Handlungen ausführlich beleuchtet werden. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zudem zum Themenbereich Betrug geschult. Die Bank hat gem. § 25a Abs. 1 Satz 6 Nr. 3 KWG ein Hinweisgebersystem implementiert, welches es den Mitarbeitern erlaubt, Verdachtsmomente für Gesetzesverstöße oder sonstige strafbare Handlungen innerhalb der Bank zu melden. Seit der Einführung des Systems am 01.01.2014 wurden keine Verstöße gemeldet. Um die Mitarbeiter für potentielle Interessenkonflikte zu sensibilisieren und ihnen Wege zur Vermeidung und Lösung von Interessenkonflikten aufzeigen besteht eine Richtlinie mit Regelungen zur Annahme von Geschenken, Einladungen sonstigen Zuwendungen sowie Erbschaften und Vollmachten implementiert. Diese stellt sicher, dass die gesetzlichen und marktüblichen Standards eingehalten werden.

Zu aktuellen Compliance-Themen wird in den Bereichsleiter- und Gesamtführungskräftekonferenzen berichtet und sensibilisiert.

Aufgrund der dargestellten organisatorischen Regelungen und durchgeführten Kontrollhandlungen, ergeben sich keinen nennenswerten Compliance-Risiken für die Bank.

Eine explizite Zielsetzung für Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten wurde 2020 nicht definiert.