14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

burgbad bekennt sich ausdrücklich zu den Kernarbeitsnormen der International Labor Organization (ILO). Die Betriebsräte an den jeweiligen Standorten vertreten die Interessen der Mitarbeiter. Durch Betriebsvereinbarungen sind alle wesentlichen Punkte geregelt. Die geltenden Gesetze zum Arbeitnehmerrecht sind für burgbad selbstverständlich auch über die Grenzen Deutschlands hinweg bindend. Wir halten uns an die jeweiligen im Land geltenden Regelungen und binden mit der Erfüllung unseres Code of Conduct auch gezielt unsere Lieferanten in das Thema mit ein.

Die Beteiligung der Mitarbeiter wird aktuell dadurch sichergestellt, dass die Mitglieder des Nachhaltigkeitsteams als "Botschafter" in Ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen das Thema Nachhaltigkeit kommunizieren und Ideen der Kolleginnen und Kollegen aufnehmen.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Unser Standort in Bad Fredeburg ist hinsichtlich der Beschäftigung von Mitarbeitern mit Handicap mit einem Anteil von 7% für die anderen Standorte ein Vorbild. Die erfolgreiche Zertifizierung dieses Standortes als „familienfreundliches Unternehmen Hochsauerlandkreis 2015“ bestätigt zudem unser jahrelanges Engagement in eine familienbewusste Unternehmenskultur und in ein gutes Betriebsklima mit guten Arbeitsbedingungen für gesunde und zufriedene Mitarbeiter. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist uns ein großes Anliegen.

Die angemessene Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist durch Haustarifverträge bzw. für unseren Standort Bad Fredeburg durch den Tarif IG Metall Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie sichergestellt.

Unsere Frauenquote insgesamt liegt in 2015 bei 28,4%, bei den Angestellten bei 42,4%, im Management bei 13,4% und bei Neueinstellungen bei 42%.

Ausbildung
Da unsere Standorte allesamt in eher ländlich geprägten Regionen angesiedelt sind, legen wir großen Wert auf die Entwicklung und Bindung qualifizierter junger Menschen in unser Unternehmen. So sind wir nicht nur ein von der IHK ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb, wir übernehmen auch bei guter Leistung die jungen Kolleginnen und Kollegen für mindestens ein halbes Jahr nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung mit dem Ziel, die Altersstruktur des Unternehmens nachhaltig zu entwickeln. Unsere Azubiquote liegt bei 3% in 2014 und 2015 bei 3,35%.

Arbeitsschutz
Im Rahmen unseres Arbeitssicherheitsmanagements beobachten wir sehr genau die LTIR (Lost Time Injury Rate). Im Jahr 2014 lag diese über alle Standorte verteilt bei 5,47, im Jahr 2015 bei 6,16. Grund hierfür war die von burgbad nicht beeinflussbare Zunahme von Wegeunfällen. Zu auf Arbeitsunfälle zurückgehende Todesfälle ist es im Jahr 2015 erfreulicherweise nicht gekommen – ebenso wie auf die Verzeichnung von Berufskrankheiten.

Gemeinschaftsförderung
Die Gemeinschaftsförderung liegt uns ebenfalls am Herzen. So veranstalten wir nicht nur Weihnachtsfeiern und Sommerfeste in allen Werken, sondern unterstützen auch darüber hinaus gemeinschaftsfördernde Aktivitäten.

Weitere Informationen, Maßnahmen, Ziele und Statistiken finden Sie unter
http://burgbad.de/user_upload/downloads/nachhaltigkeit/burgbad_Nachhaltigkeitsbericht_2015.pdf#page=13

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Als wesentliche Herausforderung für unser Unternehmen haben wir den demographischen Wandel ermittelt: Die Altersstrukturanalyse unserer Belegschaft zeigt, dass eine Verschiebung zu älteren Mitarbeitern stattfindet. Wir möchten dieses wertvolle Wissen erhalten und nutzen – uns aber gleichzeitig im steigenden Wettbewerb um die besten Fachkräfte behaupten. Durch unsere auftragsbezogene Fertigung und die hohe Variantenvielfalt brauchen wir hoch qualifizierte Mitarbeiter, die sich durch Übernahme von Eigenverantwortung und Flexibilität auszeichnen.

Gegenwart und Zukunft
Wir sind sehr stolz darauf, dass 22% unserer Belegschaft in 2015 länger als 25 Jahre für unser Unternehmen tätig ist. Im Hinblick auf die Zukunft möchten wir gleichzeitig den Anteil an Mitarbeitern unter 30 Jahren steigern. Hier sehen wir vor allen Dingen unser Ausbildungsprogramm als große Chance, welches wir auch zukünftig in gleichem Maße erhalten bzw. ausbauen möchten. Ebenfalls ist geplant, die Angebote zur Weiterbildung besser zu strukturieren und zu erweitern. Diese erfolgen jeweils abteilungsspezifisch je nach Anforderungen an die Mitarbeiter. Aktuell erheben wir nicht zentral die Stundenzahl, die für Aus- und Weiterbildung aufgewendet werden.

Gesundheit
Damit ältere Menschen in unserem Unternehmen ihre Gesundheit erhalten können, können interessierte Mitarbeiter beispielsweise am Tag des Rades oder an anderen oft von den Krankenkassen angebotenen Gesundheitserhaltungsmaßnahmen teilnehmen. Zudem finden am Standort Greding Yogastunden für interessierte Beschäftigte statt.

Zertifizierung
Das Werk Lauterbach ist nach ISO9001-2008 zertifiziert.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht.

Die LTIR (Lost Time Injury Rate) lag im Jahr 2014 über alle Standorte verteilt bei 5,47, im Jahr 2015 bei 6,16. Es kam zu einer leichten Zunahme von Wegeunfällen.

Es gab keine Todesfälle im Jahr 2015 und keine Verzeichnung von Berufskrankheiten.

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden.

Dieser Indikator wird aktuell nicht erhoben. 

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie.

Die Anzahl der Aus-und Weiterbildungsstunden wird aktuell nicht zentral und systematisch erhoben. 

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren.

Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird dieser Indikator nicht veröffentlicht.

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen.

Im Berichtszeitraum wurden keine Diskriminierungsfälle gemeldet.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

83,2% unserer Lieferanten (gemessen nach Anzahl) sind in Deutschland  – 98,8% in der EU tätig. Bei unseren Einkaufsquellen über Importdienstleister setzen wir für eine Zusammenarbeit die Bereitschaft voraus, die Grundsätze und Prinzipien des eigens entwickelten „Code of Conduct“ von burgbad einzuhalten.

Dort sind die uns wichtigen Kriterien in Bezug auf Menschenrechte, Arbeitsbedingungen und Umweltschutz definiert: u.a. die Themen Chancengleichheit und Gleichbehandlung aller Mitarbeiter, Kinder- oder Zwangsarbeit oder das Verbot von Korruption und Bestechung. Die Lieferanten werden aufgefordert, auch etwaige Sublieferanten entsprechend zu verpflichten, diesen „Code of Conduct“ einzuhalten. Unser Ziel ist, dass alle Lieferanten den Code of Conduct und unsere Liefervereinbarung unterzeichnen.

Ebenso verpflichten wir uns unseren Kunden und der Öffentlichkeit gegenüber zu einer klaren Stellungnahme hinsichtlich der Bindung an den Global Compact und werden den entsprechenden jährlichen Fortschrittsbericht veröffentlichen.



 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden.

nicht relevant.

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden.

Neben der Anwendung des Code of Conduct findet aktuell keine systematische Erhebung bezüglich der Beachtung von Menschenrechten an den Geschäftsstandorten statt.

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden.

Alle neuen Lieferanten sollen den Code of Conduct und unsere Liefervereinbarung unterzeichnen.

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen.

Es sind keine erheblichen Auswirkungen in der Lieferkette bekannt.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Als ein großer mittelständischer Arbeitgeber in der Region ist uns lokales und regionales Engagement sehr wichtig. Die verschiedenen Standorte von burgbad unterstützen daher seit vielen Jahren diverse Aktionen wie die Wormbacher Sommerkonzerte, den Sportverein TV Fredeburg und die freiwillige Feuerwehr Greding.

2014 unterstützte burgbad die als Fundraising-Event für karitative Projekte in Marokko durchgeführte „Aicha des Gazelles“ – die weltweit härteste Off-Road-Rallye für Frauen. Hier sponserten wir die Teilnahme des französischen Fahrerinnenteams Angelika Olivier und Chloée Decker an der 24. Wüsten-Rallye. Die Rallye wird von dem gemeinnützigen Verein „Coeur des Gazelles“ organisiert, um Gelder für neue Schulen, Brunnen, Waisenhäuser und die medizinische Versorgung der in dieser Region – teilweise noch nomadisch –  lebenden Bevölkerungsgruppen zu sammeln. Dabei ist die Geschwindigkeit kein Klassifikationskriterium, sondern Ziel ist es, die wenigsten Kilometer zu fahren. Uns gefiel dieser Gedanke des „Eco-Driving“, welcher hier ausgezeichnet wird.

Seit 2015 haben wir unsere gemeinnützigen Aktivitäten strukturiert. Jedem Werk steht ein Geldbetrag für lokale Spenden zur Verfügung und die jeweils Verantwortlichen sind aufgefordert, ein dauerhaftes regionales Sponsoring Projekt zu ermitteln und vorzuschlagen. Auch die Belegschaft selbst sammelt Geld und spendet an heimische Einrichtungen. So unterstützte in 2014 die Belegschaft vom Standort Greding das St. Antonius Kinderheim in Gersdorf, in 2015 wurden für eine schwerst erkrankte Kollegin mehrere Tausend Euro gesammelt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert.

Diese Angaben sind wettbewerbsrelevant und werden nicht veröffentlicht.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Wir engagieren uns branchenspezifisch als Mitglied im DGM ( „deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V.“), HDH, IFS und Arge-Neue-Medien. Unser Vorstand ist bei Arge-Neue-Medien sowie beim HDH im Vorstand vertreten. 

Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren erfolgen durch uns direkt nicht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

burgbad unterstützt keine Parteien oder Politiker.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Als international agierendes Unternehmen ist uns die Etablierung von Maßnahmen zur Vermeidung von Korruption besonders wichtig. Dies unterstreicht auch unsere Mitgliedschaft beim UN-Global Compact.

Der Vorstand ist verantwortlich für das gesetzes- und richtlinienkonforme Verhalten im Unternehmen und weist entsprechende Maßnahmen an. Während der Vertrieb bereits umfassend hinsichtlich des Kartellrechts geschult wird, erarbeiten wir derzeit mit externen Partnern einen Leitfaden für das Wettbewerbsrecht und zur Korruptionsvorbeugung. 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken.

Eine systematische Prüfung der Geschäftsstandorte bezüglich Korruptionsrisiken findet aktuell nicht statt.

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen.

Der Unternehmensführung ist kein Korruptionsfall bekannt. 

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften.

Der Unternehmensführung ist kein Korruptionsfall bekannt.