14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Tarifvertragliche Regelungen | Die Sparkasse Pforzheim Calw ist nach dem Regionalprinzip überwiegend in ihrem Geschäftsgebiet und damit national tätig. Sie unterliegt als öffentlich-rechtlicher Arbeitgeber dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD), insbesondere dem TVöD-S. Darin sind die Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter, wie z. B. die Eingruppierung, die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit sowie die Anzahl der Urlaubstage geregelt.  

Weitere Standards | Die Menschenrechtsstandards der UN und der ILO (Internationale Arbeitsorganisation) sind in Deutschland gesetzlich verankert und werden von uns eingehalten. Zusätzlich halten wir gesetzliche und tarifliche Regelungen konsequent ein. Darüber hinaus haben wir zahlreiche Gremien und Arbeitskreise und ergreifen regelmäßig vielseitige Maßnahmen. In der Geschäftsstrategie ist sowohl ökonomisches, ökologisches als auch soziales sowie vertrauensvolles und nachhaltiges Handeln fest verankert.

Unternehmensleitlinien | Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir unsere Unternehmensleitlinien entwickelt. Sie setzen sich zusammen aus Unternehmens-, Führungs- und Mitarbeiterleitbild. In diesen Leitlinien zeigen sich die Werte, die wir in unserem Unternehmen leben und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wichtig sind: Wertschätzung, Nachhaltigkeit, Verantwortung, Verlässlichkeit, Fairness und Vertrauen. 

Personalrat | Der Personalrat sichert die gesetzlichen Mitbestimmungs-, Mitwirkungs- und Informationsrechte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit ihm pflegen wir eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. So tauschen sich z. B. der Vorstandsvorsitzende und das Personalmanagement jeweils in kurzen Intervallen mit dem Personalratsvorstand zu aktuellen Themen der Beschäftigten aus. Weitere Beschäftigungsbedingungen sind mit dem Personalrat überwiegend in Form von Dienstvereinbarungen geregelt.

Geschäftsanweisung | Eine Geschäftsanweisung für die Mitarbeiter regelt weitere Arbeitsbedingungen, Verhaltensrichtlinien und allgemeine Bestimmungen (z. B. Verschwiegenheitspflicht, Datengeheimnis, Nebentätigkeiten, Sicherheit und Arbeitsschutz). Zusätzlich wird der Personalrat bei Veränderungsprojekten und Grundsatzthemen intensiv eingebunden.  

Arbeitgeberattraktivität | Wir wollen als Arbeitgeber noch attraktiver werden. Deshalb erfragen wir regelmäßig die Einstellungen und Bedürfnisse unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aus diesen Mitarbeiterbefragungen und Führungskräfte-Feedbacks wollen wir erkennen, was die Mitarbeiter noch zufriedener macht und wie die Führungskräfte sich weiterentwickeln können. Daraus leiten wir dann Methoden und Lösungswege ab und unterstützen die Mitarbeiter darin, Veränderungen umzusetzen. In jährlichen Mitarbeitergesprächen tauschen sich Führungskraft und Mitarbeiter in einem persönlichen, wertschätzenden und vertraulichen Gespräch aus, z. B. über die Themen Leistung, Kompetenzen, Zusammenarbeit und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Verbesserungsprozess | Für Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es das Betriebliche Vorschlagswesen. So können unsere Beschäftigten dazu beitragen, Qualität und Effizienz zu steigern.

Gesundheitsmanagement | Uns ist wichtig, die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern, ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten und ihren Arbeitsschutz zu gewährleisten. Das betriebliche Gesundheitsmanagement ist daher ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmenskultur und Personalstrategie. Der Arbeitsschutzausschuss gewährleistet, dass die Sparkasse die Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitsvorschriften einhält und Maßnahmen zur Unfallverhütung durchführt.

Personalmanagement | Das Personalmanagement ist dem Dezernat des Vorstandsvorsitzenden zugeordnet. Somit ist die Unternehmensführung direkt in alle Personalangelegenheiten, die durch das Personalmanagement wahrgenommen und umgesetzt werden, eingebunden.

Risikobewertung | Hinsichtlich der Arbeitnehmerbelange bestehen grundsätzlich Risiken. Bei der Analyse dieser sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass aufgrund der geschaffenen Strukturen und vielfältigen Maßnahmen keinerlei wesentliche Risiken bestehen, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende Auswirkungen auf den einzelnen nichtfinanziellen Aspekt haben bzw. haben werden. Auf eine separate Darstellung verzichten wir daher.

Zielsetzung | Mit dieser Gesamtkonzeption verfolgen wir das Ziel, sämtliche Arbeitnehmerrechte einzuhalten. Dies wird in unterschiedlichen Gremien und Arbeitskreisen regelmäßig überprüft. Die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte war im Berichtsjahr gewährleistet.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Gleichbehandlung | Für die Sparkasse Pforzheim Calw ist die Gleichbehandlung und Förderung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität eine Selbstverständlichkeit. Diese Vielfalt empfinden wir als Bereicherung, die durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv, wertschätzend und respektvoll getragen wird. Die Vorgaben aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sind für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtend und werden von uns vollumfassend erfüllt.     Die Gehaltsstruktur sowie Arbeitszeiten und Urlaub der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auf Grundlage der geltenden tariflichen Bestimmungen grundsätzlich geregelt. Frauen und Männer werden in der Sparkasse Pforzheim Calw für gleiche Tätigkeiten gleich vergütet. Mit unserer betrieblichen Altersversorgung, der Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverband Baden-Württemberg, bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine zusätzliche Absicherung für die Zukunft.  

Diversität | Bei uns arbeiten Menschen aus 23 verschiedenen Nationen. Die Sparkasse setzt sich stark für eine Integration von schwerbehinderten Menschen am Arbeitsplatz ein. Eine Schwerbehindertenvertretung nimmt zu Gunsten schwerbehinderter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Überwachungs-, Unterstützungs- und Beratungsfunktion wahr.  

Familie und Beruf | Das Konzept zur „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ stellt für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Weichen für eine erfolgreiche Vereinbarkeit von Familie und Beruf und beinhaltet verschiedene Bausteine. Einige Beispiele davon sind:   Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellt zudem einen wesentlichen Bestandteil der Führungskultur dar.  

Die beschriebenen Maßnahmen sichern die Gleichstellung von Frauen und Männern und spiegeln sich in einer hohen Teilzeitquote von 32 % wider. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen die vielseitigen Bausteine des Konzepts zur „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.  

ProFit | Ein ganzheitlicher Ansatz der betrieblichen Gesundheitsförderung ist schon seit vielen Jahren fester Baustein unserer Personalpolitik. Mit unserem Gesundheitsmanagement ProFit fördern wir zahlreiche Angebote im Freizeit- und Sportbereich und eine Vielzahl von Präventionsmaßnahmen und Leistungen, wie zum Beispiel ein unabhängiges psychosoziales Betreuungsangebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in schwierigen persönlichen Lebenssituationen. Ein betrieblicher Gesundheitszirkel überprüft dabei regelmäßig die Präventionsangebote und nachhaltige Gesundheitsförderung.  

Im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten gestalten wir die Arbeitsbedingungen anhand der Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit einer umfassenden Arbeitsschutzorganisation und stimmigen Schutzmaßnahmen sorgen wir für adäquaten Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit.  

Aus diesem Selbstverständnis heraus haben wir auf die Formulierung expliziter Ziele beim Aspekt der Chancengerechtigkeit verzichtet.

Risikobewertung | Hinsichtlich der Arbeitnehmerbelange bestehen grundsätzlich Risiken. Bei der Analyse sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass aufgrund der geschaffenen Strukturen und vielfältigen Maßnahmen keinerlei wesentlichen Risiken bestehen, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende Auswirkungen auf den einzelnen nichtfinanziellen Aspekt haben bzw. haben werden.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Lebenslanges Lernen | Basis unseres Erfolgs sind die fachliche Qualität und das hohe Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb hat die persönliche und berufliche Entwicklung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für uns einen hohen Stellenwert. Mit einem breit gefächerten Angebot an internen und externen Entwicklungsmaßnahmen fördern wir das lebenslange Lernen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies schlägt sich auch in einer hohen Betriebstreue nieder – zum Jahresende 2019 lag die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei 20,6 Jahren.  

Personalentwicklung | Den Personalentwicklungsbedarf prüfen wir jährlich in einem Abstimmungsprozess zwischen Mitarbeiter/-in, Führungskraft und dem Bereich Personalmanagement. Die strategischen Qualifikationsziele werden aus der jährlichen Strategietagung des Vorstandes regelmäßig abgeleitet und fließen in die Gestaltung des internen Personalentwicklungsangebotes ein. Unser internes Personalentwicklungsangebot, ergänzt mit dem der Sparkassenfinanzgruppe und weiterer Bildungspartner haben im letzten Jahr 7 260 Teilnehmer genutzt, davon 3 347 weibliche Beschäftigte und 3 913 männliche Beschäftigte. Für die Durchführung der 1 100 Entwicklungsmaßnahmen wurde im Jahr 2019 nahezu 1 Mio. € investiert.  

Bildungsbedarf | Im Rahmen einer jährlichen Bildungsbedarfserhebung planen wir das interne Personalentwicklungsangebot für alle Mitarbeiter und berücksichtigen dabei zugleich die Zielsetzung einer langfristigen Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter. Die Zielsetzung der langfristigen Beschäftigungsfähigkeit ist eine Hauptzielsetzung der Personalentwicklung. Personalentwicklung in ihrer Kernfunktion versteht sich in diesem Kontext als berufsbezogene Anpassungs- und Aufstiegsweiterbildung. Dadurch, dass die Bildungsbedarfserhebung unter Einbindung der Führungskräfte jährlich stattfindet, ist sie Bestandteil eines sich regelmäßig wiederholenden Prozesses der berufsbezogenen Weiterbildung. Eine zeitliche Begrenzung ist daher ausgeschlossen. Die Zielsetzung wird regelmäßig erreicht, da die über die Führungskräfte ermittelten Bildungsbedarfe fortlaufend befriedigt werden.

Ausbildung auf hohem Niveau | Auch die Ausbildung junger Menschen stärkt unsere Sparkasse bei der Bewältigung der demografischen Herausforderung und zeigt unsere soziale und regionale Verantwortung für die Region. Derzeit bilden wir 131 Auszubildende in fünf Berufen und Studiengängen aus. Wir setzen verstärkt auf eigene Nachwuchskräfte. So erhielten 100 % der Auszubildenden, die im Jahr 2019 ihre Ausbildung beendeten, ein Übernahmeangebot. Die Kontinuität unserer Personalpolitik zeigt sich auch in der umfassenden Förderung von berufsbegleitenden Weiterbildungen. Im Jahr 2019 schlossen 37 Mitarbeiterinnen und 29 Mitarbeiter eine Weiterbildung beispielsweise zum Bankfachwirt, Bankbetriebswirt oder Bachelor erfolgreich ab.  

Risikobewertung | Hinsichtlich Arbeitnehmerbelange bestehen grundsätzlich Risiken. Bei der Analyse dieser sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass aufgrund der gelebten Personalstrategie und vielfältigen Qualifizierungs- und Präventionsmaßnahmen keinerlei wesentlichen Risiken bestehen, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende Auswirkungen auf den einzelnen nichtfinanziellen Aspekt haben bzw. haben werden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Durchschnittliche Arbeitsunfähigkeitsquote: 4,5 %

Nach den Vorgaben der Unfallkasse sind Arbeitsunfälle erst ab einer Abwesenheit von mehr als drei Kalendertagen an die Unfallkasse zu melden.

Im Jahr 2019 hatte die Sparkasse 11 gemeldete Arbeitsunfälle. Von den betroffenen Personen waren 45,5 % weiblich und 54,5 % männlich. Erste-Hilfe-Maßnahmen werden bei der Statistik nicht berücksichtigt.

Anzahl arbeitsbedingter Todesfälle: 0

Eine Differenzierung von Angestellten und Mitarbeitern, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, haben wir dabei nicht vorgenommen.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Die betriebliche Gesundheitsförderung und der Arbeitsschutz genießen einen hohen Stellenwert bei der Sparkasse Pforzheim Calw. Das Gesundheitsmanagement ProFit und der Arbeitsschutzausschuss gewährleisten den Gesundheitsschutz, die Einhaltung der Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitsvorschriften und die Durchführung von Maßnahmen zur Unfallverhütung. Die Mitglieder des Gesundheitszirkels ProFit und des Arbeitsschutzausschusses sind grundsätzlich Mitarbeiter, Führungskräfte und der Betriebsarzt. Die Ergebnisse aus den Arbeitskreisen werden stetig in geeigneter Form an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter publiziert. Förmliche Vereinbarungen mit Gewerkschaften bestehen dazu nicht.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Im Jahr 2019 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Pforzheim Calw Weiterbildungen im Umfang von 56 016 Stunden besucht. Der Anteil der bankspezifisch Beschäftigten liegt bei 55 647 Stunden und der Anteil der nicht-bankspezifisch Beschäftigten bei 369 Stunden. Auf die Gesamtanzahl der Weiterbildungsstunden entfallen 29 694 Stunden auf männliche Beschäftigte sowie 26 322 Stunden auf weibliche Beschäftigte. Eine weitere Differenzierung findet aktuell nicht statt.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Der Verwaltungsrat der Sparkasse Pforzheim Calw besteht aus 18 Mitgliedern. Die Altersstruktur setzt sich wie folgt zusammen:
< 30 Jahre:  0
30 – 50 Jahre: 6 (6 Männer / 0 Frauen)
> 50 Jahre: 12 (10 Männer / 2 Frauen)  

Am 31.12.2019 beschäftigte die Sparkasse Pforzheim Calw 1 872 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inkl. Auszubildende (692 Männer / 1 180 Frauen). Davon sind 209 Beschäftigte Führungskräfte. (81 % Männer / 19 % Frauen).  

Die Altersstruktur aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:
< 30 Jahre: 458 (35 % Männer / 65 % Frauen)
30 – 50 Jahre: 858 (37 % Männer / 63 % Frauen)
> 50 Jahre: 556 (38 % Männer / 62 % Frauen)   = 1 872
91 Mitarbeiterinnen befanden sich zum 31.12.2019 in Mutterschutz oder Elternzeit. 589 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind teilzeitbeschäftigt (4 % Männer / 96 % Frauen).

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Es liegen keine Diskriminierungsfälle vor.    
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17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Unsere Dienstleister und Lieferanten sind vorrangig regionale mittelständische Unternehmen, die größtenteils auch Kunden unseres Hauses sind. Die Beachtung der Menschenrechte ist hierbei in vollem Umfang gegeben.
Seit Einführung des Mindestlohngesetzes zum 01.01.2015 wird zudem ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der geltenden Vorschriften des Mindestlohngesetzes gelegt, etwa im Reinigungsgewerbe. Entsprechende Erklärungen fordern wir dort aktiv ein. Als zertifiziertes Mitglied des Responsible Jewellery Councils verpflichteten wir uns zudem auf die Zielsetzungen des Code of Practice (siehe auch Leistungsindikator GRI SRS-102-16). Die Mitglieder achten die Menschenrechte und halten die UN-Leitgrundsätze für Wirtschaft und Menschenrechte auf eine ihrer Größe und den Umständen entsprechende Weise ein. Dazu gehören mindestens: Wir halten die oben genannten Ziele und Maßnahmen zu den Menschenrechten zu jeder Zeit ein. Durch unsere regionale Ausrichtung haben wir aus Wesentlichkeitsgründen über die genannten Maßgaben hinaus kein weiteres Konzept. Wir sehen insofern keine wesentlichen Risiken und nehmen daher keine gesonderte Risikoanalyse vor. Dennoch prüfen wir im Jahr 2020 die Einführung einer formalen Einkaufs- und Lieferantenrichtlinie.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Der Indikator wird nicht erhoben. Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit (national mit Fokus auf unser Geschäftsgebiet) besteht keine Gefahr des Verstoßes gegen Menschenrechte.  

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Alle unsere Standorte befinden sich in der Region Nordschwarzwald. Eine detaillierte Prüfung ist daher nicht vorgesehen. Eine grundlegende Überprüfung fand im Rahmen des Audits zur Zertifizierung statt

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Dieser Indikator wird nicht erhoben. Da der Bezug von Leistungen überwiegend aus der Region oder innerhalb von Deutschland erfolgt, wird bisher auf eine separate Bewertung anhand sozialer Kriterien verzichtet. Zu einer Vielzahl von Lieferanten besteht seit Jahren eine Geschäftsbeziehung und/oder sie stammen aus der Sparkassenorganisation, sodass aus unserer Sicht soziale Hinderungsgründe offenkundig ausgeschlossen werden können.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Der Indikator wird nicht erhoben. Siehe auch Leistungsindikator SRS-414-1. Wir prüfen im Jahr 2020 die Einführung einer Einkaufs- und Lieferantenrichtlinie.
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18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Wertschöpfung und Wohlstand in unserer Region | Die Sparkasse Pforzheim Calw ist ein öffentlich-rechtliches Kreditinstitut. Unsere Geschäftstätigkeit und die daraus erwirtschafteten Erträge kommen unserer Region zugute. Als Arbeitgeber, Steuerzahler und Auftraggeber für die heimische Wirtschaft leisten wir einen wichtigen Beitrag zu Wertschöpfung und Wohlstand in unserem Geschäftsgebiet. Sparkassen sind aus ihrer geschichtlichen Entwicklung heraus gemeinwohlorientierte Unternehmen und kommen daher auch durch Spenden und Sponsoring ihrem öffentlichen Auftrag nach. Die Gemeinwohlorientierung ergibt sich aus § 6 Sparkassengesetz Baden-Württemberg und § 3 unserer Satzung.  

Gemeinwohlorientierung | Unsere zahlreichen Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung dienen der Regionalentwicklung, schaffen und sichern Arbeitsplätze. Innovative Geschäfts- und Produktideen und deren Investitionen werden von uns unterstützt. Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen, gehört seit jeher zu unserer Identität. Nicht die Gewinnmaximierung steht im Mittelpunkt, sondern der langfristige Nutzen für die Kunden und die Region. Dies unterstützen auch unsere Tochtergesellschaften: Mit unserer Sparkassen Informationstechnologie Betreiber GmbH & Co. KG im Nordschwarzwald setzen wir beispielsweise auf die innovative Weiterentwicklung der Region durch die Anbindung an ein modernes Glasfaser-Breitbandnetz.   Weitere Beispiele unseres Engagements sind: Bikesafes für alle Träger anlässlich unseres 185-jährigen Jubiläums, Teilnahme am sogenannten DigitalHub, Teilnahme am Digital Black Forest, Teilnahme am Mobilitätsprojekt Büchenbronn, E-Ladestationen.

Engagement als Förderer | Einen großen Teil des wirtschaftlichen Ergebnisses investieren wir deshalb wieder in die Region. Ob Kunst und Kultur, Sport, Musik, Bildung oder Soziales: Die Sparkasse Pforzheim Calw ist einer der größten Förderer von sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Organisationen und Institutionen in der Region Nordschwarzwald. Insbesondere das Wohl des Nachwuchses liegt der Sparkasse am Herzen. Kindergärten und Schulen werden daher ebenso unterstützt wie Initiativen, die sich in besonderem Maße um Kinder und Jugendliche kümmern. Wo die öffentliche Hand oftmals passen muss, leisten wir unseren Beitrag mit folgenden Maßnahmen: Messe „Fair Handeln“ | Unser gelebtes nachhaltiges Engagement konnten wir das sechste Jahr in Folge als Gast am Stand des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg anlässlich der internationalen Messe für fairen Handel „Fair Handeln“ im Frühjahr 2019 in Stuttgart einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Für 2020 war ebenso eine Teilnahme beabsichtigt. Die Messe musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Sparkassenstiftung für internationale Kooperation | Durch unsere Mitgliedschaft bei der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e. V. tragen wir unser soziales Engagement in die Welt. Wir unterstützen die Sparkassenstiftung bei ihren Projekten zur Armutsbekämpfung in Entwicklungs- und Schwellenländern. Denn während ein flächendeckendes Filialnetz und der Zugang zu adäquaten Finanzdienstleistungen wie einem Sparbuch, einem Konto oder einem Kleinkredit für uns in Deutschland selbstverständlich sind, gehört dies für viele Menschen in ärmeren Regionen der Welt zur Ausnahme. Indem wir das entwicklungspolitische Engagement dieser Gemeinschaftseinrichtung der Sparkassen-Finanzgruppe durch unsere Mitgliedschaft unterstützen, kommen wir der globalen Verantwortung der deutschen Sparkassen für diese eine Welt nach. Und wir bauen dabei auch auf unserer eigenen Entstehungsgeschichte auf: Vor 200 Jahren wurden in Deutschland die ersten Sparkassen vor einem sehr ähnlichen Hintergrund aufgebaut.  

Über die genannten Maßnahmen hinaus besteht kein eigenes Konzept.  

Risikobewertung | Unser gesellschaftliches Engagement ist sehr breit gestreut und erstreckt sich auf vielfältige Zielgruppen und Bedarfe. Angesichts dieser ausgewogenen Gesamtallokation sehen wir keine wesentlichen Risiken und nehmen deshalb auch keine gesonderte Risikoanalyse vor.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Einnahmen 321.504 T € 
= direkt erwirtschafteter wirtschaftlicher Wert  
   
Betriebskosten 64.087 T €
+ Löhne und sonstige betriebliche Leistungen 106.893 T €
+ Zahlungen an Kapitalgeber 48.215 T €
+ Zahlungen an die Regierung 34.096 T €
+ Investitionen in die Gemeinschaft 3.097 T €
 verteilter wirtschaftlicher Wert 256.388 T €
   
   
direkt erwirtschafteter wirtschaftlicher Wert 321.504 T €
- verteilter wirtschaftlicher Wert 256.388 T €
= zurückbehaltener wirtschaftlicher Wert 65.116 T €
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19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Sparkasse Pforzheim Calw ist Mitglied im Sparkassenverband Baden-Württemberg und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV) angeschlossen. Der DSGV vertritt die Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe in bankpolitischen, kreditwirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Fragen gegenüber den Institutionen des Bundes und der Europäischen Union.  

Wir haben als Kreditinstitut umfangreiche rechtliche Anforderungen einzuhalten. Neben den Regelungen, denen alle Kreditinstitute unterworfen sind (KWG, WpHG, GWG etc.), gelten für uns zusätzlich besondere sparkassenrechtliche Bestimmungen, die sich aus dem Sparkassengesetz für Baden-Württemberg ergeben. Neue gesetzliche Anforderungen werden im Rahmen des sogenannten Aktionsplans Sustainable Finance auf die Finanzbranche und damit auch auf unsere Sparkasse zukommen. Wir behalten die Entwicklung im Blick.

Im Rahmen unserer Risikostrategie müssen aufsichtsrechtliche und gesetzliche Normen jederzeit erfüllt sein. Dafür sorgt unsere Compliance-Organisation (siehe auch Kriterium 20). Die Risikostrategie wird jährlich überprüft und sukzessive weiterentwickelt.  

Wir beziehen grundsätzlich keine politische Position. Dies spiegelt sich darüber hinaus in der Tatsache wider, dass wir an Parteien oder Politiker keinerlei Zuwendungen zahlen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Es wurden keine politischen Spenden getätigt.
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20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Gesetzliche Regelungen | Die Sparkasse Pforzheim Calw unterliegt als Finanzinstitut spezialgesetzlichen Regelungen zur Prävention und Bekämpfung von kriminellen Handlungen wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Betrug, Korruption, Insiderhandel, Marktmanipulation und sonstigen strafbaren Handlungen. Des Weiteren sind u. a. auch Regeln zu Embargovorschriften/Finanzsanktionen und zum Datenschutz einzuhalten.  

Compliance | In der Abteilung Compliance sind die Ansprechpartner bzw. Beauftragten für die Themen Geldwäsche, Strafbare Handlungen, Wertpapier-Compliance sowie MaRisk-Compliance* innerhalb der Sparkasse gebündelt. Die jeweiligen Beauftragten, die durch die Sparkasse ernannt worden sind, stellen über Vorkehrungen und Gegenmaßnahmen sicher, dass im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben gehandelt wird.  

Zielsetzungen | Konkrete Ziele im Bereich Compliance sind nicht definiert. Es werden keine quantitativen Ziele zum gesetzeskonformen Verhalten vorgegeben. Zielsetzung der Ansprechpartner bzw. Beauftragten in den oben genannten Bereichen ist das gesetzes- und richtlinienkonforme Verhalten unserer Sparkasse. Qualitativ spiegelt sich diese übergeordnete Zielsetzung in den fehlenden Korruptionsvorfällen und Sanktionen seitens Aufsichtsbehörden wider (siehe Leistungsindikatoren GRI SRS-205-1, GRI SRS-205-3, GRI SRS-419-1).

Klare Vorgaben | Eine regelmäßige Bestandsaufnahme und Bewertung der rechtlichen Regelungen und Vorgaben ermöglicht eine Identifizierung von möglichen Risiken. Die Geschäftsbereiche werden auf neue rechtliche Entwicklungen hingewiesen und Mitarbeiter entsprechend geschult bzw. sensibilisiert. Die Beauftragten identifizieren zudem mögliche Interessenskonflikte. Darüber hinaus wird die Einhaltung der internen Verhaltensregeln durch die jeweiligen Zuständigkeitsbereiche im Haus geprüft. Um Bestechungsversuchen entgegenzuwirken, existieren beispielsweise klare Vorgaben zur Annahme von Geschenken und Vergünstigungen. Sämtliche Unternehmensleitlinien und Arbeitsanweisungen sind für alle Mitarbeiter der Sparkasse verbindlich.  

Risikomanagement | Die identifizierten wesentlichen Risiken werden in den Risikoanalysen MaRisk-Compliance, Wertpapier-Compliance und Geldwäsche/sonstige strafbare Handlungen detailliert dargestellt. Korruption bzw. Bestechlichkeit werden als strafbare Handlungen im Rahmen der „Risikoanalyse Strafbare Handlungen“ durch die Abteilung Compliance betrachtet. Aufgrund potenzieller Reputationsschäden für die Sparkasse wurden diese Sachverhalte mit einem hohen Risiko bewertet. Die Überwachungshandlungen von Compliance zu strafbaren Handlungen umfassen grundsätzlich sämtliche Prozesse in den Betriebsbereichen und Geschäftsstellen. U. a. erfolgen jährlich Geschäftsstellenkontrollen durch die Compliance-Abteilung. Diese Kontrollen umfassen auch Aspekte des Bereiches Strafbare Handlungen.  

Bereich Strafbare Handlungen | Im Bereich der Strafbaren Handlungen ist das wesentliche Risiko in Bezug auf Korruption und Bestechlichkeit aufgrund des damit verbundenen potenziellen Reputationsrisikos mit einem hohen Risiko bewertet. Zur Risikobegrenzung wurden angemessene Sicherungsmaßnahmen implementiert, deren Wirkung durch regelmäßige Kontrollen überwacht wird.

Berichterstattung | Die Beauftragten erstatten regelmäßig bzw. auch anlassbezogen Bericht an den Vorstand. Die Berichte werden an die Interne Revision und, soweit gesetzlich gefordert, an den Verwaltungsrat als Aufsichtsorgan der Sparkasse weitergeleitet.  

Compliance-Kultur | Aufgrund der sich immer schneller ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen erfordert die Sicherstellung gesetzeskonformen Verhaltens durch die Sparkasse bzw. deren Mitarbeiter eine entsprechende Compliance-Kultur innerhalb der Sparkasse.  

Prävention | Relevante Mitarbeiter werden regelmäßig auf die von der Sparkasse festgelegten Präventionsmaßnahmen in den genannten Bereichen hingewiesen. Im Gegenzug sind alle Mitarbeiter aufgefordert, sich mit ihren Fragen und Hinweisen an ihre Führungskräfte bzw. die Abteilung Compliance zu wenden, um Compliance-Verstößen vorzubeugen.  

Hinweisgebersystem | Damit Unregelmäßigkeiten frühzeitig erkannt werden können, geben wir unseren Mitarbeitern zusätzlich auch die Möglichkeit, diese vertraulich anzuzeigen. Hierfür wurde ein Hinweisgebersystem eingeführt. Ansprechpartner für vertrauliche Meldungen ist die Abteilung Compliance.

*MaRisk-Compliance = Identifizierung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben, deren Nichteinhaltung zu einer Gefährdung des Vermögens der Sparkasse Pforzheim Calw – insbesondere infolge von (Geld-)Strafen, Bußgeldern, Schadensersatzansprüchen oder Nichtigkeit von Verträgen – führen können.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Im Laufe des Jahres 2019 wurden 32 Geschäftsstellen (30 % aller Geschäftsstellen) durch Compliance kontrolliert. Auffälligkeiten im Hinblick auf Korruption bzw. Bestechung ergaben sich hieraus nicht.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Es wurden keine Korruptionsfälle im Jahr 2019 bekannt. 

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Im Jahr 2019 gab es keine Bußgelder sowie sonstige nicht monetäre Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften.
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