14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Sparkasse am Niederrhein konzentriert ihre Tätigkeit auf ihr Geschäftsgebiet, das aus den Städten Moers, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg und Xanten sowie den Gemeinden Alpen und Sonsbeck besteht. Sie ist nicht international tätig.  

Der weit überwiegende Teil der Beschäftigten der Sparkasse am Niederrhein lebt in der Region, in der die Sparkasse tätig ist.  

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource der Sparkasse am Niederrhein. Sie tragen durch ihre qualifizierte und engagierte Leistung zum Erfolg der Sparkasse bei.

Die Sparkassenbeschäftigten kennen die Kunden persönlich und betreuen sie mit einer langfristigen Perspektive. Die Sparkasse am Niederrhein legt Wert auf die persönliche und berufliche Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn dies ist die Basis für eine lange vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kunden in der Region.

Der Sparkasse am Niederrhein ist es wichtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut ausgebildet sind. Sie gibt jedes Jahr jungen Menschen die Möglichkeit, eine Ausbildung zu erhalten. Nach Betrachtung des Gesamtpersonalbedarfs und bei persönlicher Eignung bietet die Sparkasse die Übernahme in ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis an. Deshalb ist es möglich, Fach- und Führungspositionen überwiegend aus dem vorhanden Personalbestand zu besetzen. Erklärtes Ziel ist es, Fach- und Führungspositionen auch weiterhin überwiegend intern zu besetzen.

Ziel der Sparkasse ist es, ein auf Dauer angelegtes Beschäftigungsverhältnis mit ihren Angestellten zu erreichen. Deshalb ist ihre Personalpolitik langfristig orientiert. Die Stärkung der Zufriedenheit, Motivation und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten gehört zu den wesentlichen Aufgaben einer nachhaltigen Personalarbeit. Aus diesem Grund legt die Sparkasse Wert auf eine kooperative Führungskultur. Ihre Erwartungen an die Führungskräfte hat die Sparkasse am Niederrhein in einer Führungsmatrix zusammengefasst. Nachwuchsführungskräfte werden im Rahmen eines hauseigenen Führungskräfteprogramms geschult. Die Personalarbeit erfolgt in enger Abstimmung mit der Unternehmensleitung.  

Zur Förderung der Gemeinschaft der Beschäftigten veranstaltet die Sparkasse am Niederrhein jährlich ein Betriebsfest und gibt einen Zuschuss zu gemeinschaftlichen Aktivitäten der Teams / Abteilungen.

Viele Beschäftigte sehen in der Sparkasse am Niederrhein einen verlässlichen und verantwortungsbewussten Arbeitgeber. Rund 99 Prozent der Arbeitsverträge sind unbefristet. Die Sparkasse bietet ihren 625 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – davon waren zum Jahresende 2019 599 aktiv im Dienst – auf Dauer angelegte Beschäftigungsperspektiven mit guten Entwicklungschancen. Die durchschnittliche Unternehmenszugehörigkeit liegt bei über 20 Jahren. Allein im Jahr 2019 haben 33 ihrer Angestellten ihr 25. oder 40. Dienstjubiläum bei der Sparkasse am Niederrhein gefeiert. Beweggründe für eine langjährige Verbundenheit sind auch das umfangreiche Angebot an Weiterbildungen für alle Mitarbeiter, vielseitige berufliche Einsatzmöglichkeiten, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie gute Sozialleistungen.  

Im Rahmen der Personalplanung werden erwartete oder bekannte Auswirkungen aus der demografischen Entwicklung, Prozessoptimierungen etc. angemessen berücksichtigt, um den geordneten Geschäftsbetrieb auch bei einer Reduzierung der Mitarbeiterkapazitäten jederzeit zu gewährleisten. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine enge Kommunikation des Vorstands und der Abteilung Personal mit den Abteilungen und Marktbereichen erforderlich.    

Die Sparkasse am Niederrhein ist ein regionales Kreditinstitut und nur in ihrem Geschäftsgebiet innerhalb Deutschlands tätig. Daher gelten für alle Beschäftigten das deutsche Recht und deutsche Standards. Die konsequente Einhaltung der geltenden Arbeitnehmerrechte ist selbstverständlich Richtschnur und Maßstab für die Personalpolitik der Sparkasse.

Die Beteiligung und Mitbestimmung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist nach den Vorgaben des Landespersonalvertretungsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen geregelt. Die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden durch den Personalrat und die Jugend- und Auszubildendenvertretung aktiv vertreten. Unterstützung leisten auch die Schwerbehindertenvertretung sowie die Gleichstellungsbeauftragte. In regelmäßigen Gesprächen zwischen Vorstand und Personalrat wird die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte validiert.  

Sollte es zu einem Überfall kommen, steht den betroffenen Kolleginnen und Kollegen das M.U.T.-Team zur Verfügung. Das M.U.T-Team besteht aus besonders ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nach einem Überfall vor Ort sind, den Betroffenen Unterstützung zur Verarbeitung des traumatischen Ereignisses anbieten und sie auf Wunsch weiterhin begleiten.

Über die betriebliche Mitbestimmung hinaus kann jeder Beschäftigte im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens seine Verbesserungsvorschläge einreichen und sich aktiv beteiligen. Gerne werden hier auch Vorschläge entgegengenommen, die nachhaltiges Handeln betreffen.

Die Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse am Niederrhein ist weit überwiegend tarifgebunden. Auf die Arbeitsverhältnisse der Sparkassenbeschäftigten findet der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst - Sparte Sparkassen - Anwendung. Hierin sind auch die Arbeitszeiten, Urlaubstage sowie die allgemeinen Arbeitsbedingungen geregelt.

Die Vergütungsstrategie ist Bestandteil der vom Vorstand beschlossenen Geschäfts- und Risikostrategie, die jährlich überprüft wird.

Über ihren Auskunftsanspruch gemäß § 10 Entgelttransparenzgesetz wurde die Mitarbeiterschaft informiert.

Für alle Beschäftigten der Sparkasse am Niederrhein werden die Normen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingehalten. Damit die Sicherheit am Arbeitsplatz sichergestellt ist, beachtet die Sparkasse am Niederrhein die Vorgaben nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Durch regelmäßige Begehungen der Arbeitsplätze durch einen Sicherheitsexperten werden ggfs. bestehende Sicherheitsmängel festgestellt und nach Lösungen zur Abhilfe gesucht. Unfallverhütung, Arbeits- und Gesundheitsschutz haben für die Sparkasse am Niederrhein – unabhängig von den gesetzlichen Anforderungen – eine hohe Bedeutung.

Für alle Arbeitsplätze wurden Gefährdungsbeurteilungen erstellt. Wesentliche Risiken in Bezug auf die Arbeitnehmerbelange, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind, hat die Sparkasse am Niederrhein aufgrund ihres Tätigkeitsfeldes nicht ermittelt. Fluktuation und Krankenquoten weisen nicht auf außergewöhnliche Belastungen der Beschäftigten hin.

Vor diesem Hintergrund sieht die Sparkasse am Niederrhein das Ziel, alle Rechte der Beschäftigten einzuhalten und ihnen ein verantwortungsvoller und zuverlässiger Arbeitgeber zu sein, als erreicht an. Ziel ist es, dies auch zukünftig beizubehalten.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Für die Sparkasse am Niederrhein ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität sehr wichtig.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse am Niederrhein gilt Chancengleichheit. Die tarifliche Bezahlung erfolgt unabhängig vom Geschlecht. Der Personalrat wird im gesetzlich vorgesehenen Rahmen in die Festlegung der Vergütung eingebunden. Es gibt keine unmittelbaren Diskriminierungen.

Als ein Entwicklungsfeld im Bereich der Gleichstellung sieht die Sparkasse die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Rund 64 Prozent der Beschäftigten sind Frauen, ihr Anteil in Führungspositionen liegt aktuell bei knapp 27 Prozent. Die kontinuierliche Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte in Richtung des Anteils von Frauen an der Gesamtbelegschaft wird angestrebt. Konkrete Ziele haben wir zur Verbesserung des Anteils von weiblichen Führungskräften nicht vereinbart. Stellenausschreibungen auch für Führungspositionen werden geschlechtsneutral formuliert; bei der Besetzung von Fach- und Führungspositionen wird regelmäßig geprüft, inwiefern auch eine Besetzung in Teilzeit oder mit zwei Teilzeitkräften infrage kommt. Stellenbesetzungsverfahren erfolgen in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Landesgleichstellungsgesetzes Nordrhein-Westfalen. Die Gleichstellungsbeauftragte ist in alle Auswahlverfahren eingebunden.

Die Beratung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zusammenhang mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wird angeboten.  

Die Abteilung Personal erstellt zurzeit einen Gleichstellungsplan, um die aktuelle Situation von Frauen in der Sparkasse konkret zu analysieren, eventuelle Handlungsbedarfe zu identifizieren und gegebenenfalls Maßnahmen zur Verbesserung abzuleiten. Ziel ist es, den Gleichstellungsplan nach Fertigstellung in 2020 innerbetrieblich zu veröffentlichen.

Die Sparkasse bietet ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Personalentwicklungsgespräche an und zeigt ihnen Möglichkeiten zur Erreichung von Karrierewünschen auf.

Zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bietet die Sparkasse am Niederrhein verschiedene Möglichkeiten an. Die variable Arbeitszeit ist eine Komponente. Außerdem zählen die Möglichkeit zur befristeten Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit zur Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen und Unterstützung für den Wiedereinstieg nach Mutterschutz, Elternzeit oder Krankheit hierzu. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können während der Elternzeit im Rahmen von Teilzeitmodellen beruflich aktiv bleiben. Mütter und Väter in Elternzeit werden regelmäßig per E-Mail über aktuelle Entwicklungen in der Sparkasse, zum Beispiel interne Stellenausschreibungen oder Fortbildungsangebote, informiert. Zielsetzung ist es, dass möglichst alle Eltern nach der Elternzeit zur Sparkasse am Niederrhein zurückkehren. Dieses Ziel wird in der Regel erreicht; so hat sich in 2019 nur eine Kollegin aus persönlichen Gründen entschieden, aus der Elternzeit heraus ihr Arbeitsverhältnis mit der Sparkasse zu kündigen und den Dienst nicht wiederaufzunehmen. Gesonderte bzw. darüber hinaus reichende Ziele hat die Sparkasse hierzu nicht definiert.  

Im Jahr 2019 arbeiteten 227 (36%) unserer Beschäftigten in Teilzeit, 34 nahmen familienfreundliche Angebote wie beispielsweise Elternzeit in Anspruch. Darüber hinaus bietet die Sparkasse ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis zu zehn zusätzliche unbezahlte freie Tage an. Davon haben 209 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Gebrauch gemacht und in 2019 insgesamt 1.059 Tage unbezahlten Urlaub genommen.

Die Sparkasse am Niederrhein fördert aktiv die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Angebote zur Gesundheitsförderung und -prävention richten sich an alle Zielgruppen der Belegschaft. Neben einer großen Betriebssportgemeinschaft mit einer breiten Palette an Sportangeboten unterhält die Sparkasse ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Im Rahmen dieses Gesundheitsmanagements bietet die Sparkasse präventive Maßnahmen wie Impfungen, Sehtests, die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit gesundheitlichen Einschränkungen durch besonders ausgestattete Arbeitsplätze und individuelle psychologische Beratung an. Betriebsärztliche Untersuchungen können auf Wunsch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wahrgenommen werden. Es finden regelmäßige Begehungen der Arbeitsplätze durch den Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssicherheit statt. Allgemeine und individuelle Gefährdungsbeurteilungen bilden die Grundlage für einen wirksamen betrieblichen Arbeitsschutz. Die Sparkasse am Niederrhein hat eine Vertretung der Schwerbehinderten, zu deren Aufgaben u. a. die Beratung der betroffenen Personen gehört.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Die Sparkasse am Niederrhein legt Wert auf gut ausgebildete Beschäftigte, denn sie sind die Basis ihres Erfolgs. Durch Fortbildungsangebote ermöglicht die Sparkasse ihren Angestellten langfristige berufliche Perspektiven.

Der Qualifizierungsbedarf wurde auf Institutsebene festgelegt. Ergänzend hat die Sparkasse die Basisqualifikationen für die Markt-, Marktservice- und Stabsbereiche definiert. Adäquate nebenberuflich absolvierte Qualifizierungsmaßnahmen werden anerkannt und zum Beispiel mit tageweisen Freistellungen gefördert. Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die Sparkasse die Qualifizierungskosten teilweise oder vollständig.

10 Angestellte qualifizierten sich in Studiengängen der Sparkassen-Finanzgruppe – zwei davon in Eigeninitiative.

Weiterbildungsverpflichtungen aus (aufsichts-)rechtlichen Vorgaben werden konstruktiv und konsequent umgesetzt. So haben sich in 2019 zum Beispiel alle im Versicherungsvertrieb beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mindestens 15 Stunden in unterschiedlichen Formaten zu Themen mit Versicherungsbezug weitergebildet. Auch für 2020 wurde ein attraktives Weiterbildungsangebot für die relevanten Zielgruppen geplant. Hierbei sind wieder Fortbildungen zum Versicherungsvertrieb mit einem Umfang von mindestens 15 Stunden jährlich vorgesehen.

Mit aktuell 42 Auszubildenden gehört die Sparkasse am Niederrhein zu den größten Ausbildungsbetrieben in ihrem Geschäftsgebiet. Über noch nicht besetzte Ausbildungsplätze wird in den Medien berichtet, um möglichst viele junge Menschen auf die Möglichkeit einer qualifizierten Ausbildung aufmerksam zu machen. Gerne will die Sparkasse am Niederrhein auch in den Jahren 2020 und 2021 wieder jeweils 15 Ausbildungsplätze besetzen.

Neben der fachbezogenen Aus- und Weiterbildung fördert die Sparkasse die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Hier sind die betriebsärztliche Betreuung, Betriebssport, psychologische Betreuung und Angebote zu Untersuchungen und Grippeschutzimpfungen zu nennen. Der finanzielle Aufwand für diese Maßnahmen wird durch die Sparkasse am Niederrhein getragen.

Wesentliche Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit der Sparkasse, ihren Geschäftsbeziehungen und aus ihren Produkten und Dienstleistungen ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Qualifizierung haben, wurden durch die Sparkasse am Niederrhein nicht festgestellt. Die Sparkasse unterstützt die Qualifizierung ihrer Beschäftigten durch die o. a. Maßnahmen. Bei neuen oder geänderten Produkten und Dienstleistungen werden soweit erforderlich Schulungsmaßnahmen angeboten. Der Austausch der Mitarbeitenden in Teamrunden zur Qualifizierung, auch mit Beteiligung von Kolleginnen oder Kollegen aus einem Fachbereich, ist erwünscht. Der Wissenstransfer wird hierbei durch die Führungskräfte moderiert.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator EFFAS S03-01
Altersstruktur und -verteilung (Anzahl VZÄ nach Altersgruppen). Link

Altersstruktur der aktiven Mitarbeiter (inklusive Auszubildende) der Sparkasse am Niederrhein:

unter 30: 96,4 Mitarbeiter/Innen (19,00 %)
30 bis unter 50: 196,46 Mitarbeiter/Innen (38,72 %)
50 und älter: 214,51 Mitarbeiter/Innen (42,28 %)

Leistungsindikator EFFAS S10-01
Anteil weiblicher VZÄ an der Gesamtmitarbeiterzahl. Link

weibliche Mitarbeiter: 308,02 davon Teilzeitkräfte: 127,02 (41,24 %)
männliche Mitarbeiter: 223,35, davon Teilzeitkräfte: 6,35 (2,84 %)

Anteil weiblicher Mitarbeiter an Gesamtmitarbeiterzahl: 64 %
Anteil weiblicher Mitarbeiter an der Anzahl an Teilzeitkräften: 95,24 %

Leistungsindikator EFFAS S10-02
Anteil weiblicher VZÄ in Führungspositionen im Verhältnis zu gesamten VZÄ in Führungspositionen. Link

Gesamtzahl Mitarbeiter in Führungsposition: 63,9
weibliche Mitarbeiter in Führungsposition: 17
Anteil weiblicher Mitarbeiter in Führungspositionen: 26,6 %

Leistungsindikator EFFAS S02-02
Durchschnittliche Ausgaben für Weiterbildung pro VZÄ pro Jahr. Link

Die Sparkasse am Niederrhein investierte in 2019 162T Euro in die Weiterbildung ihrer Angestellten, was rund 1.846 Personentagen bzw. 290,69 Euro pro aktivem VZÄ bedeutet. Im Jahr 2019 bildeten sich damit unsere Mitarbeiter/Innen im Durchschnitt an 3,33 Seminartagen / VZÄ fort. In Eigeninitiative besuchte Studiengänge sind hierbei nicht eingerechnet. 

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Achtung der Menschenrechte gehört für die Sparkasse am Niederrhein zu den Grundwerten. Zwangs- und Kinderarbeit lehnt sie ab.  

Ihre Leistungen erbringt sie in ihrem Geschäftsgebiet. Die Lieferanten und Dienstleister stammen in der Regel aus der Region und unterliegen somit deutschen Gesetzen. Daher geht die Sparkasse am Niederrhein davon aus, dass die Menschenrechte geachtet werden und keine Zwangs- und Kinderarbeit bei ihren Lieferanten und Dienstleistern erfolgt.  

Das wichtigste Geschäftsfeld der Sparkasse ist das Bankgeschäft, d. h. die Kundenberatung und der Verkauf von Sparkassenprodukten. Da die angebotenen Produkte und Dienstleistungen im Wesentlichen vor Ort entstehen, sieht die Sparkasse sich als nicht direkt betroffen von den üblichen Risiken, die Produktionsunternehmen aufgrund ihrer Lieferkette haben. Die Sparkasse am Niederrhein kann nicht zu 100 % ausschließen, dass Materialien aus Ländern verwendet werden, die unter nicht akzeptablen Bedingungen hergestellt werden, jedoch beschränkt sie ihren Einkauf im Wesentlichen auf Anbieter aus Deutschland oder kauft bei Partnerunternehmen in der Sparkassen-Finanzgruppe.   

Die Sparkasse am Niederrhein unterliegt als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut den Tarifbestimmungen des öffentlichen Dienstes und den deutschen Gesetzen zum Arbeitsrecht.  

Eine schriftlich fixierte Strategie zum Thema Menschenrechte hat die Sparkasse am Niederrhein bisher nicht erstellt. Für sie ist es selbstverständlich, die Menschenrechte im Umgang mit Mitarbeitern und Kunden zu berücksichtigen. Mit ihren Mitarbeitern pflegt sie einen offenen Dialog bis hin zum Vorstand. Es werden keine Kunden vom Angebot der Sparkasse aufgrund ihrer Herkunft, Religion, ihres Geschlechtes, ihres Vermögens oder anderer Kriterien ausgeschlossen. Die Sparkasse bietet mit dem Basiskonto allen Menschen im Geschäftsgebiet die Möglichkeit, am Zahlungsverkehr teilzunehmen. Die Sparkasse verfügt über ein Beschwerdemanagement, in dem sie die Impulse und Anliegen ihrer Kunden systematisch analysiert.   Die Sparkasse am Niederrhein beteiligt sich nicht an internationalen Projektfinanzierungen in Entwicklungsländern.  

Wesentliche Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen und den angebotenen Produkten und Dienstleistungen ergeben und wahrscheinliche negative Auswirkungen auf Menschenrechte haben, konnte die Sparkasse im Rahmen ihrer Risikoinventur nicht ermitteln. 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator EFFAS S07-02 II
Prozentsätze alle Einrichtungen, die nach SA 8000 zertifiziert sind. Link

Keine Angabe möglich, da die Daten von der Sparkasse als regional tätiges Institut nicht erhoben werden. Bei der SA 8000-Zertifizierung wird ein internationaler Mindeststandard bei den Sozial- und Arbeitsbedingungen zertifiziert. Die Sparkasse am Niederrhein erbringt ihre Dienstleistungen in Deutschland und unterliegt damit den deutschen Gesetzen zum Arbeitsrecht.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die Sparkasse am Niederrhein hat nach dem Sparkassengesetz Nordrhein-Westfalen die Aufgabe, der geld- und kreditwirtschaftlichen Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft insbesondere des Geschäftsgebietes und ihres Trägers, d. h. dem Kreis Wesel und den Städten Moers, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg zu dienen. Sie leistet damit einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung in der Region. Die im Sparkassengesetz dargestellte Aufgabe der Sparkasse ist die Basis für die gemeinwohlorientierte Ausrichtung der Sparkasse, so dass keine Notwendigkeit zur Erstellung eines Konzeptes zum Gemeinwesen gesehen wird. Wesentliche Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen und den Produkten und Dienstleistungen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Sozialbelange haben, sind durch die regional begrenzte Geschäftstätigkeit und den öffentlichen Auftrag nicht erkennbar. Die Prüfung erfolgt zu Teilpunkten im Rahmen der jährlichen Risikoinventur (z. B. zu Reputationsrisiken bei der Zusammenarbeit mit Dienstleistern).

Die Sparkasse schließt keine Bürger von dem Zugang zu ihren Dienstleistungen aus. Gerne berät sie Kunden über die mögliche Inanspruchnahme von staatlichen Förderungen beim Sparen und bei Krediten. Damit fördert sie die Vermögensbildung und Investitionen in Wohnungsbau und Gewerbe in der Region. Sie bietet den Kunden auch Gespräche zur Absicherung von sozialen Risiken wie Berufsunfähigkeit und Unternehmern zur Absicherung ihrer betrieblichen und privaten Risiken.  

Die Sparkasse am Niederrhein hat im Berichtsjahr 2019 keine Negativzinsen für Privatkunden berechnet.

Erwirtschaftete Mittel, die nicht im Rahmen der Geschäftstätigkeit oder zur Stärkung der eigenen Substanz benötigt werden, setzt die Sparkasse am Niederrhein zur Förderung gemeinnütziger Zwecke ein.

Die Schwerpunkte der Förderleistungen bildeten die Bereiche Soziales und Bildung, Kultur und Sport.
Der Vorstand berät mit Vertretern aus den Teilregionen des Geschäftsgebietes über eine sinnvolle Verwendung der Mittel. Diese wird dadurch untermauert, dass die Empfänger der Sparkasse eine Zuwendungsbestätigung bzw. einen Freistellungsbescheid, mit dem das Finanzamt bestätigt, dass der Empfänger gemeinnützigen Zwecken dient, vorlegen. Punktuell nehmen unsere Mitarbeiter oder die Unternehmensleitung an durch Förderleistungen ermöglichten Veranstaltungen teil und machen sich ein Bild von der Verwendung der Mittel.

Die Sparkasse am Niederrhein hat im Jahr 2019 aus Spenden, sonstigen Förderbeiträgen und aus dem Zweckertrag der Lotterie "PS-Sparen und Gewinnen" des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes 1,2 Mio. € für soziale, sportliche und kulturelle Zwecke zur Verfügung gestellt. Gefördert wurde mit den Geldern die Arbeit zahlreicher Vereine, Verbände und Organisationen im Geschäftsgebiet.
Die sechs Stiftungen der Sparkasse am Niederrhein haben 0,1 Mio. € ausgeschüttet.

Im Geschäftsgebiet organisieren die Sparkasse bzw. ihre Stiftungen kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Lesungen. Die regionalen Ehrenamtsforen, die engagierten Bürgern die Möglichkeit zum Austausch untereinander und mit Vertretern der Sparkasse geben, sind für die Sparkasse am Niederrhein wichtige Termine. Außerdem beteiligt sich die Sparkasse an regionalen Veranstaltungen wie Berufskundetagen für Schüler und Stadt(teil-)festen.

Mit dem „Planspiel Börse" trägt die Sparkasse dazu bei, die Finanzkompetenz von Schülern der Region zu fördern. Die Sparkasse am Niederrhein bietet außerdem Plätze für Schülerpraktika an. Hierdurch kann sie Schüler für eine Ausbildung in ihrem Haus motivieren und die Basis für eine auch künftig ausreichende Ausstattung mit jungen Mitarbeitern legen.

Soweit es die örtlichen Gegebenheiten erlauben, werden Vereinen und ähnlichen Gruppen Sparkassenräume zur Verfügung gestellt.

Der Sparkasse ist bekannt, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die überwiegend in der Region wohnen, in vielen Bereichen ehrenamtlich aktiv sind. Hierzu werden jedoch keine Erhebungen durchgeführt.

Die Sparkasse am Niederrhein ist ein gemeinwohlorientiertes öffentlich-rechtliches Kreditinstitut. In ihrem Geschäftsgebiet ist sie ein wichtiger Arbeitgeber, Auftraggeber und Steuerzahler.  

Seit mehr als 20 Jahren zeichnet die Sparkasse in Kooperation mit dem in Moers ansässigen Förderverein Ingenieurwissenschaften anwendungsbezogene und hervorragende Dissertationen und Masterarbeiten der Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen aus

Wesentliche Risiken, die sich aus ihrem Engagement für das Gemeinwesen ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Ressourcen und Ökosysteme und Sozialbelange haben, sieht die Sparkasse am Niederrhein nicht. Eine systematische Analyse ist hierzu nicht erfolgt und wird aufgrund der durchweg positiven Rückmeldungen, die die Sparkasse zu ihrem Engagement von verschiedenen Anspruchsgruppen erhält, als nicht erforderlich betrachtet. Dass keine wesentlichen Risiken gesehen werden, wird untermauert durch die sorgfältige Prüfung jedes Spendenantrages, die breite Streuung der Förderungen an Vereine, Einrichtungen und Institutionen (nicht an Einzelpersonen) im regional begrenzten Geschäftsgebiet, die Einbindung von Vertreterinnen und Vertretern aus der Region und des Vorstandes bei der Vergabe von Zuwendungen sowie die Prüfung der Spendenvergaben und Stiftungen durch die Innenrevision der Sparkasse.

Der öffentliche Auftrag der Sparkasse (s. Sparkassengesetz Nordrhein-Westfalen) besteht in der geld- und kreditwirtschaftlichen Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft insbesondere des Geschäftsgebietes und des Trägers. Diese Aufgabe, die gleichzeitig ein Ziel der unternehmerischen Tätigkeit ist, sieht die Sparkasse durch die oben beschriebenen Maßnahmen als erfüllt an.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Sparkasse am Niederrhein ist Mitglied des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes (RSGV) und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) angeschlossen.

Der Rheinische Sparkassen- und Giroverband hat die in § 34 des Sparkassengesetzes Nordrhein-Westfalen geregelte Aufgabe, das Sparkassenwesen zu fördern, Prüfungen bei den Mitgliedssparkassen durchzuführen und die Aufsichtsbehörde gutachtlich zu beraten.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband nimmt die Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe in bankpolitischen, kreditwirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Fragen gegenüber den Institutionen des Bundes und der Europäischen Union wahr. Die Sparkasse am Niederrhein wird hierbei nicht direkt tätig. Sie unterstützt die Arbeit von RSGV und DSGV hier nur insoweit, als dass sie deren Befragungen, die diese ggfs. an die Mitgliedssparkassen zur Einholung der Praxismeinung, eines Mengengerüstes u. ä. senden, beantwortet.

Außerdem ist die Sparkasse am Niederrhein Mitglied in diversen regionalen Vereinen. Diese Vereine sind insbesondere in den Bereichen Bildung, Kultur, Soziales und Wirtschaftsförderung tätig. Die Sparkasse am Niederrhein ist Mitglied der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation. Diese ist eine gemeinsame Einrichtung aller Sparkassen in Deutschland. Sie unterstützt seit vielen Jahren sehr erfolgreich lokale Banken und ähnliche Institute in Entwicklungs- und Schwellenländern dabei, den Zugang zu Finanzdienstleistungen für die lokale Bevölkerung sowie für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen zu verbessern. Die Sparkasse am Niederrhein lehnt alle Formen von Korruption und Bestechung ab. Sie hat ein umfassendes Compliance-Konzept, welches den gesetzlichen Ansprüchen genügt. Dieses wird unter Kriterium „20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten“ beschrieben. Dem Vorstand wird durch die Compliance-Beauftragten regelmäßig berichtet. Die Mitarbeiter werden regelmäßig u. a. zu den Themen Compliance, Geldwäsche und Betrugsprävention sensibilisiert.

Da die Sparkasse am Niederrhein ein wirksames Compliance-Konzept hat, sich nicht politisch engagiert und keine eigene Lobbyarbeit betreibt, sieht sie keine wesentlichen Risiken in Bezug auf Compliance, die mit der Geschäftstätigkeit und –beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind.

Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und Verordnungen durch die Sparkasse am Niederrhein wird von der BaFin (Bundesaufsichtsamt für das Finanzwesen) beaufsichtigt.
 
Die Sparkasse am Niederrhein spendet nicht an politische Parteien und Politiker.

Im Verwaltungsrat der Sparkasse sind entsprechend den Regelungen im Sparkassengesetz Nordrhein-Westfalen Kommunalpolitiker der Trägerkommunen vertreten. Das von ihnen bezogene Sitzungsgeld wird in den Anhangangaben zum Jahresabschluss der Sparkasse am Niederrhein veröffentlicht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator EFFAS G01-01
Zahlungen an politische Parteien in Prozent vom Gesamtumsatz. Link

0 %.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Sparkasse am Niederrhein hat rechtliche Anforderungen einzuhalten. Ihr Ziel ist es, jederzeit konform zu den Gesetzen zu handeln und damit u. a. Reputationsrisiken zu vermeiden. Für ihren Geschäftsbetrieb als Finanzdienstleister hat sie u. a. das Gesetz über das Kreditwesen (KWG), das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), das Geldwäschegesetz (GWG) zu beachten.

Wie alle deutschen Kreditinstitute unterliegt die Sparkasse am Niederrhein der Aufsicht der BaFin und der Bundesbank. Darüber hinaus hat sie das Sparkassengesetz Nordrhein-Westfalen zu beachten und unterliegt der Sparkassenaufsicht in Nordrhein-Westfalen.

Entsprechend ihrem öffentlichen Auftrag steht für die Sparkasse am Niederrhein die Gemeinwohlorientierung und nicht die Gewinnorientierung im Vordergrund ihres Handelns.

Sparkassen als Finanzinstitute unterliegen spezialgesetzlichen Regelungen zur Prävention und Bekämpfung von kriminellen Handlungen wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Betrug, Korruption, Insiderhandel, Marktmanipulation, Wirtschaftskriminalität und sonstigen strafbaren Handlungen.

Daneben bzw. übergreifend sind Regeln zum Datenschutz, zur Informationssicherheit und Embargovorschriften/Finanzsanktionen einzuhalten. Die jeweils zuständigen Compliance-Beauftragten stellen über Vorkehrungen und detaillierte Gegenmaßnahmen sicher, dass im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben gehandelt wird. Eine regelmäßige Bestandsaufnahme und Bewertung der rechtlichen Regelungen und Vorgaben unter Nutzung der Verbandsunterstützung ermöglicht eine Identifizierung von möglichen Compliance-Risiken. Auf neue rechtliche Entwicklungen werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hingewiesen.

Die Compliance-Funktionen umfassen grundsätzlich die folgenden Rechtsbereiche: Die Compliance-Beauftragten und ihre Stellvertreterinnen und Stellvertreter wurden vom Vorstand benannt.
Sie sind unabhängig vom operativen Geschäft und haben umfassende Befugnisse und einen uneingeschränkten Informationszugang. Sie sind dem Vorstand direkt unterstellt. Mit ihrer Aufgabenstellung verfolgen sie das Ziel, die Unternehmensleitung über Ergebnisse ihrer Kontrollhandlungen und Risikoanalysen zu informieren. Die Zentrale Stelle nach § 25 h KWG führt einen risikoorientierten mehrjährigen Kontrollplan. Dieser stützt sich vordergründig auf die Risikoanalyse sowie eventuelle aktuelle Ereignisse / Erkenntnisse. Ziel ist es, die Kontrollen planmäßig durchzuführen. Die Ergebnisse bilden die Basis für den Geldwäschejahresbericht, der einem externen Prüfer vorgelegt wird.

Der Compliance-Beauftragte (WpHG) identifiziert zudem mögliche Interessenskonflikte. Die Einhaltung der internen Verhaltensregeln wird vom Bereich Personal und Compliance geprüft. Hierzu gehören insbesondere die Einhaltung der Mitarbeiterleitsätze, die eine Basis der Compliance-Grundsätze bilden, und die Arbeitsanweisungen. Der Compliance-Beauftragte nutzt einen auf einer Risikoanalyse basierenden Überwachungsplan. Die aufgeführten Kontrollen haben das Ziel, dass eventuelle Risiken systematisch erkannt und bei Bedarf Maßnahmen eingeleitet werden.

Die Beauftragten erstatten sowohl jährlich als auch anlassbezogen Bericht an den Vorstand und beraten diesen bei der Einhaltung rechtlicher Vorgaben. Die Berichte werden dem Verwaltungsrat und der Innenrevision zur Kenntnisnahme vorgelegt.

Im Jahr 2019 war keine Anpassung von Konzepten aufgrund von Korruptionsfällen erforderlich. Das Ziel der „Regelkonformität“ wurde erreicht. Wesentliche Risiken, die aus der Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen und den Produkten und Dienstleistungen der Sparkasse am Niederrhein ergeben und sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Bekämpfung von Korruption und Bestechung haben würden, haben die Compliance-Beauftragten nicht ermittelt.

Alle Mitarbeiter der Sparkasse am Niederrhein wurden und werden hinsichtlich der von der Sparkasse festgelegten Präventionsmaßnahmen informiert; sei es durch Präsenzschulungen oder durch regelmäßige hausinterne Mitteilungen und Arbeitsanweisungen. Dies schließt die Unterrichtung bzgl. der Einhaltung der kapitalmarktrechtlichen Wohlverhaltensregeln mit ein.

Die Beschäftigten der Sparkasse am Niederrhein sind mittels Dienstanweisung informiert worden, in welchen Fällen ein Annahmeverbot und eine Anzeigepflicht für Belohnungen, Geschenke und sonstige Vergünstigungen besteht. Die Zentrale Stelle nach § 25 h KWG prüft das entsprechende Verhalten bei der Annahme von Geschenken und der Vergabe von Aufträgen. Die Vergabe von Spenden erfolgt nach dem unter Kriterium 18 – Gemeinwesen beschriebenen Verfahren.

Außerdem ist in der Dienstanweisung geregelt, dass Unregelmäßigkeiten dem Vorstand oder der Führungskraft und der Abteilung Innenrevision unverzüglich anzuzeigen sind.

Darüber hinaus hat die Sparkasse am Niederrhein ein Hinweisgebersystem eingerichtet. Diese dort erfassten Mitarbeiterhinweise werden unter Wahrung der Vertraulichkeit behandelt, Namen werden ohne Einverständnis nicht genannt. 

Im Jahr 2018 wurde den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Verhaltenskodex zur Risikoorientierung zur Verfügung gestellt. Hierin stellt die Sparkasse in übergreifender Art und Weise den Umgang mit Risiken dar, fasst ihre Erwartungen zusammen und verweist auf die vorhandenen Regelungen. Die persönliche Integrität der Beschäftigten ist ein entscheidender Beitrag, um Rechtsrisiken zu vermeiden und zur dauerhaft positiven Entwicklung und hohen Reputation der Sparkasse beizutragen.   Verwaltungsrat und Vorstand der Sparkasse am Niederrhein haben bereits vor einigen Jahren einen Corporate Governance Kodex angenommen. Dieser Kodex, der auf der Grundlage der gesetzlichen Regelungen, insbesondere des Sparkassengesetzes Nordrhein-Westfalen, einen Standard guter und vertrauensvoller Unternehmensführung, enthält, wird jährlich vom Verwaltungsrat und Vorstand vor dem Hintergrund gesetzlicher Entwicklungen überprüft.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator EFFAS V01-01
Ausgaben und Strafen nach Klagen und Prozessen wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- und Monopolverstößen. Link

Es sind keine Klagen und Prozesse wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- und Monopolverstößen anhängig gewesen.

Leistungsindikator EFFAS V02-01
Prozent vom Umsatz in Regionen mit einem Transparency International Corruption Index unter 60. Link

0 %. Die Erbringung der Geschäftstätigkeit der Sparkasse am Niederrhein findet im Gebiet der Städte und Gemeinden in den Stadt- und Gemeindekreisen Moers, Rheinberg, Neukirchen-Vluyn, Alpen, Sonsbeck und Xanten (Deutschland) statt. Die Umsätze finden in Regionen mit einem Transparency International Corruption Index über 60 statt.