14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten wir auf Dauer angelegte Beschäftigungsperspektiven mit guten Entwicklungschancen. Der weit überwiegende Teil unserer Belegschaft lebt in unserer Region. Die durchschnittliche Unternehmenszugehörigkeit liegt bei über 22 Jahren. Mehr als 99 Prozent der Arbeitsverträge sind unbefristet. Für unsere Mitarbeitenden gilt der Tarifvertrag TVöD für Sparkassen.

Aufgrund des Regionalprinzips erstreckt sich unsere Geschäftstätigkeit im Kern auf den Rhein-Erft-Kreis, den Rhein-Sieg-Kreis, den Rheinisch Bergischen Kreis und den Oberbergischen Kreis. Damit gilt für uns bspw. das Personalvertretungsgesetz (LPVG) für das Land Nordrhein-Westfalen.

Für die Kreissparkasse Köln gilt als Anstalt öffentlichen Rechts (vgl. Sparkassengesetz NRW) der Grundsatz der Gebundenheit. Die zutreffenden Gesetze und Verträge sind somit verbindlich. Mögliche Risiken in Bezug auf Arbeitnehmerrechte werden bereits durch die gesetzlichen Regelungen ausgeschlossen. Die Einhaltung aller für uns verpflichtenden Gesetze in Bezug auf Arbeitnehmerrechte werden durch die interne Revision sowie den Compliance-Beauftragten sichergestellt. Ein darüber hinaus gehendes Konzept oder eine Zielsetzung ist daher nicht notwendig.

Ein Drittel der Mitglieder unseres Verwaltungsrats sind Mitarbeitende. Der Verwaltungsrat bestimmt die Richtlinien der Geschäftspolitik und überwacht die Geschäftsführung.

Die Interessen unserer Beschäftigten werden außerdem durch den Personalrat und die Jugend- und Auszubildendenvertretung aktiv vertreten. Unterstützung leisten darüber hinaus diverse weitere, themenbezogene Beauftragte. Dazu zählen unter anderem Beauftragte für Arbeitsschutz und Prävention, die Schwerbehindertenvertretung, Inklusionsbeauftragte sowie Beauftragte für Gleichstellung und Chancengerechtigkeit.

Über die Pflichten aus dem LPVG hinaus besteht in unserem Haus eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Personalrat. Hieraus resultiert eine Vielzahl von Dienstvereinbarungen, bspw. zur Vertrauensarbeit oder zur Erhaltung der Gesundheit aller Mitarbeitenden.

Unser Nachhaltigkeitsmanagement berücksichtigt die Belange unserer Mitarbeitenden, indem ein Vertreter des Personalbereichs Mitglied im Koordinierungsteam Nachhaltigkeit ist. Außerdem können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unser internes Ideenmanagement nutzen, um Verbesserungsvorschläge in den betreffenden Fachbereichen zu platzieren.

Für unsere sozial nachhaltige Personalpolitik wurden wir mehrfach mit dem Siegel Arbeit Plus der Evangelischen Kirche ausgezeichnet. Darüber hinaus bestätigen uns die lokalen Industrie-und Handelskammern jährlich eine „herausragende Leistung in der Berufsausbildung“.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Wir leben eine Kultur der Chancengerechtigkeit zwischen Geschlechtern, Religionszugehörigkeiten, Nationalitäten und Menschen mit und ohne körperliche/n Einschränkungen. Chancengerechtigkeit ist bei uns ausdrücklich festgeschrieben.

Es wird bewusst auf die Festlegung konkreter Quoten in Bezug auf Chancengerechtigkeit verzichtet. Vielmehr ist es das Ziel, ein Klima für Chancengerechtigkeit bei den Mitarbeitenden zu fördern, beispielsweise über Qualifikationsmaßnahmen und Mentoring.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Möglichkeit, Verdacht oder Anzeichen auf Verstöße gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zu melden.
 

61 Prozent unserer Beschäftigten sind Frauen. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen beträgt 33 Prozent. Unter Einbezug personalwirtschaftlicher Prognosen und dem Potenzial an freiwerdenden Stellen in Fach- und Führungspositionen ergibt sich in den nächsten Jahren ein geringer Handlungsspielraum. Umso mehr setzen wir auf systematische Personalentwicklung und individuelle Förderung. Unser Ziel ist es, den Frauenanteil im Bereich Karriere stabil zu halten und in realistischem Maße kontinuierlich zu erhöhen. Dabei soll Frauenförderung sichtbar sein, Erfolgsmodelle vollzeitnaher exponierter Arbeitsplätze kommuniziert und ein deutlicher Focus auf "Vereinbarkeit von Familie und Karriere", nicht nur "Familie und Beruf", gelegt werden. Hier bietet unter anderem das Netzwerk "Familie und Beruf" eine ergänzende Plattform zum Austausch untereinander.

Für alle Mitarbeitenden gelten flexible Voll- und Teilzeitmöglichkeiten sowie eine tarifvertragsorientierte Vergütung unabhängig vom Geschlecht. Wir sind an das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gebunden. Alle Führungskräfte nehmen verpflichtend an einem Lernprogramm „Gleichbehandlung im Berufsalltag“ teil. Die Beauftragten für Chancengleichheit kümmern sich um die Gleichberechtigung unter allen Beschäftigten, nicht nur zwischen Frauen und Männern.
 
Speziell zur Förderung der geschlechtsunabhängigen Chancengerechtigkeit besteht eine verbindliche „Vereinbarung zur Verwirklichung der beruflichen Chancengleichheit von Frauen und Männern“. Aufgrund des insgesamt hohen Frauenanteils in der Kreissparkasse Köln setzt diese (von Kolleginnen erarbeitete) Vereinbarung nicht auf eine vorgegebene Quote, sondern auf eine systematische Personalentwicklung (inkl. Coaching, Seminare und Workshops).

Für unsere Mitarbeitenden gilt der Tarifvertrag TVöD für Sparkassen. Die Vergütung erfolgt unabhängig von Geschlecht oder Teilzeitvertrag.

Seit 2007 verfügt die Kreissparkasse Köln über ein institutionalisiertes Gesundheitsmanagement inkl. Schwerbehindertenvertretung. Das Angebot gilt für alle Beschäftigten und fördert aktiv den Gedanken der Inklusion. Es umfasst Präventiv-Maßnahmen, Anreize für Sportangebote, sowie Seminar- und Beratungsangebote zu verschiedenen Themen (z. B. Ergonomie am Arbeitsplatz, Ernährung, Sucht und Achtsamkeit). Auch besteht ein kostenloses Angebot eines psychologischen Gesundheitscoachings bei persönlichen wie beruflichen Grenzsituationen. Hinzu kommt ein breites Angebot an Betriebssportmöglichkeiten.

Seit 2008 bekennen wir uns als offizieller Unterzeichner zur Charta der Vielfalt. Zudem unterstützen wir die Normen und Werte der International Labour Organisation im Sinne der Vereinten Nationen.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Mit 309 Auszubildenden gehören wir zu den größten Ausbildungsunternehmen in unserer Region. Neben der klassischen Ausbildung zur Bankkauffrau oder zum Bankkaufmann bieten wir engagierten jungen Menschen auch ergänzende Ausbildungsmöglichkeiten. Realschülerinnen und Realschüler können bei uns eine Doppelqualifikation (Berufsausbildung in Kombination mit der Fachhochschulreife) erwerben, Gymnasiastinnen und Gymnasiasten ein duales Studium (Berufsausbildung in Kombination mit einem Bachelor-Studium) absolvieren. Auch nach der Ausbildung haben alle Mitarbeitenden einen gleichberechtigten Zugang zu Fortbildungsmaßnahmen. Zur Aufstiegsfortbildung erlangen die Beschäftigten anerkannte Studienabschlüsse an den Sparkassenakademien und Fach-/Hochschulen. Das interne Weiterbildungsangebot reicht von aufgaben- und arbeitsplatzbezogenen Fachthemen bis hin zu persönlichkeitsbildenden Elementen.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind angehalten, sich aufsichtsrechtlich relevante Inhalte verpflichtend anzueignen. Darüber hinaus wählen sie jährlich Seminare aus unserem umfangreichen Seminar-Angebot aus, das digitale und Präsenzmodule kombiniert. Hinzu kommen Entwicklungsmaßnahmen für Führungskräfte, Quereinsteiger und High-Potentials. Wir haben geschäftsstrategisch verankert, dass sowohl Vertriebs- als auch Betriebsstellen mit qualitativ angemessenen Ressourcen ausgestattet werden. Eine quantitative Zielsetzung halten wir ins diesem Bereich für nicht zielführend.

In unserer Geschäftstätigkeit sehen wir keine Risiken, die negative Auswirkungen auf die Qualifizierung unserer Mitarbeitenden haben können. Planvolle, ganzheitliche Aus- und Weiterbildung, die umfänglich auch risikorelevante Faktoren abdeckt, gehört zu unseren Standards.
Die fortschreitende Digitalisierung wirkt sich auf unser Geschäftsmodell und damit auch auf die Arbeitsplatzgestaltung aus. Hinsichtlich der Qualifizierung unserer Mitarbeitenden ergeben sich daraus erweiterte, Effizienz steigernde Möglichkeiten (z.B. e-learning, blended learning, Webinare, standardisierte Zertifizierungen).

Für Fragen rund um Gesundheit, Work-Life-Balance und der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben steht allen Mitarbeitenden unser Gesundheitsmanagement zur Verfügung (vgl. Kriterium 15).

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator EFFAS S03-01
Altersstruktur und -verteilung (Anzahl VZÄ nach Altersgruppen). Link

Anzahl Mitarbeitende < 30 Jahre: 750
Anzahl Mitarbeitende 30 – 50 Jahre: 1.628
Anzahl Mitarbeitende > 50 Jahre: 1.180

Summe: 3.558 Mitarbeitende

Leistungsindikator EFFAS S10-01
Anteil weiblicher VZÄ an der Gesamtmitarbeiterzahl. Link

61% unserer Mitarbeitenden sind Frauen.

Leistungsindikator EFFAS S10-02
Anteil weiblicher VZÄ in Führungspositionen im Verhältnis zu gesamten VZÄ in Führungspositionen. Link

33 % unserer Führungskräfte sind Frauen.

Leistungsindikator EFFAS S02-02
Durchschnittliche Ausgaben für Weiterbildung pro VZÄ pro Jahr. Link

Die Ausgaben können nicht exakt bestimmt werden, da ein Großteil unserer Weiterbildungsmaßnahmen inhouse durchgeführt wird. Mitarbeiterqualifikation hat für die Kreissparkasse Köln einen hohen Stellenwert. So ist die Eigeninitiative der Beschäftigten mit den Aktivitäten der Führungskräfte und des Personalbereichs eng verzahnt. Im Personalbereich halten wir Personalberater, Trainerinnen und Trainer, Referentinnen und Referenten, Coaches und E-Learning-Experten vor. Unterstützend wirken bei Fortbildungen gut 80 erfahrene Praktikerinnen und Praktiker, vielfach aus dem Vertrieb, mit.

Im Jahr 2019 bildeten sich unsere Mitarbeitenden im Durchschnitt 3,18 Seminartage fort. Hinzu kommen 121 Studierende (an Fach-/Hochschulen und Akademien der S-Finanzgruppe) sowie 60 Spezialisten-Weiterbildungen. Die zuvor genannten Zahlen geben lediglich einen statistischen Wert wieder, da die Weiterbildungszeit und –tiefe durch maßgebliche weitere Elemente ergänzt wird (z.B. Eigenstudium, Coaching, ...) und moderne Lernformate (z.B. Webinare) nur zum Teil abgebildet werden.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Wir bekennen uns zur Achtung der Menschenrechte im Sinne der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen und treten für die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ein: Aufgrund unseres regionalen Geschäftsmodells (vgl. Allgemeine Informationen) verfolgen wir aktuell kein darüber hinausgehendes Konzept zu Menschenrechten. Die Einhaltung von Menschenrechten ist somit aktuell nicht Teil unserer Risikoanalyse. Etwaigen Verstößen gehen wir bei Bekanntwerden selbstverständlich unverzüglich nach.

Der überwiegende Teil unserer Lieferanten und Dienstleister (99%) kommt aus Deutschland. Damit gelten automatisch die in Deutschland gültigen strengen Vorschriften, konkret u. a.: Aufgrund des Grundsatzes der Gebundenheit (vgl. Kriterium 14) sind diese Regelungen für uns verbindlich. Unsere Lieferanten werden nach persönlicher Vorstellung beauftragt. Unsere Dienstleister müssen die Einhaltung der tariflichen Regelungen schriftlich garantieren und bedarfsweise offenlegen.

Darüber hinaus wurde von uns eine Richtlinie erarbeitet, anhand derer wir unsere Lieferanten und Dienstleister auf die Einhaltung einschlägiger Nachhaltigkeits-Standards (orientiert an den UN Global Compact) verpflichten wollen. Diese wurde unseren Lieferanten und Dienstleistern bereits zur Kenntnis vorgelegt und wird voraussichtlich Ende 2020 verbindlich in Kraft treten.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator EFFAS S07-02 II
Prozentsätze alle Einrichtungen, die nach SA 8000 zertifiziert sind. Link

Da unsere Lieferanten und Dienstleister aus Deutschland kommen, wo strenge Vorschriften und Normen gelten, wird diese Information nicht erhoben.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Gewinn ist für uns kein Selbstzweck. Wir wollen Verantwortung übernehmen und dauerhaft einen Nutzen für unsere Region erbringen. Unser gemeinwohlorientiertes Engagement in unseren Trägerkreisen und deren Kommunen über Spenden und Stiftungen ist in unserer Geschäftsstrategie festgeschrieben. Das Spendenbudget wird jährlich vom Vorstand festgelegt. Unsere Förderschwerpunkte sind am Gemeinwohl orientierte und möglichst nachhaltige Förderzwecke, die einem breiten Empfängerkreis dauerhaft zugänglich sind. Dabei werden insbesondere die Bereiche Bildung, Soziales, Kultur, Sport und Jugend gefördert. Eine zentrale Schwerpunktsetzung hinsichtlich der Volumina je Förderzweck gibt es hierbei nicht.

Dabei legen wir Wert auf die Förderung einer Vielzahl von Projekten, verteilt über unser gesamtes Geschäftsgebiet. Über Spenden, Stiftungsdotationen und -ausschüttungen unterstützten wir im Jahr 2019 mit gut 1,9 Mio. Euro soziale Zwecke, Bildung, Kultur, Sport und Umweltschutz. Hinzu kamen 1,5 Mio. Euro Förderung aus dem PS-Sparen und Gewinnen. Daneben haben wir Vereine und Schulen mit insgesamt gut 1,4 Mio. Euro im Rahmen unseres Sponsorings unterstützt – bspw. bei Schulfesten oder Sportturnieren. Für öffentliche Schuldenberatungsstellen in unserem Geschäftsgebiet stellten wir Gelder in Höhe von rd. 231.000 Euro zur Verfügung und haben so einen Beitrag zur professionellen Hilfe bei persönlichen Überschuldungssituationen geleistet.

Als Risiko des gesellschaftlichen Engagements sehen wir Spenden im Zusammenhang mit geschäftlichen oder politischen Aktivitäten. Ausgeschlossen sind daher Spenden an politische Parteien und Spenden im Zusammenhang mit Geschäftsabschlüssen. Außerdem vergeben wir keine Spenden für die Anschaffung von Waffen oder Schießsportanlagen. Die Einhaltung dieser Vorgaben wird zentral überwacht.

Unsere 14 Stiftungen bieten ein flächendeckendes und inhaltlich breites Förderspektrum. Sie arbeiten mit rund 500 gemeinnützigen Vereinen und Institutionen in unserer Region zusammen. Das Stiftungskapital beträgt insgesamt über 76 Mio. Euro. Die Förderschwerpunkte unserer Stiftungen sind Soziales, Jugend und Bildung in unserem Geschäftsgebiet. Daneben fördern sie Breiten- und Nachwuchssport, Denkmal- und Heimatpflege, Gesundheits- und Wohlfahrtswesen, Kultur, Kunst, Literatur, Musik sowie Umwelt-, Landschafts- und Naturschutz. Die Förderzwecke sind nicht an eine quantitative Zielsetzung geknüpft, sondern werden in Abhängigkeit vom höchstmöglichen Wirkungsgrad und den in der Region verfügbaren Projekten ausgewählt. Weitere Informationen finden sich im Internet unter https://www.ksk-koeln.de/de/home/ihre-sparkasse/stiftungen.html.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Kreissparkasse Köln ist eine Anstalt öffentlichen Rechts. Wir tätigen keine Spenden an Parteien.

Wir betreiben selbst keine Lobbyarbeit. Über die Mitgliedschaft im Rheinischen Sparkassen- und Giroverband in Düsseldorf sind wir dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV) angeschlossen. Der DSGV nimmt als Dachverband der Sparkassen-Finanzgruppe deren bankpolitischen, kreditwirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Interessen gegenüber den Institutionen des Bundes und der Europäischen Union wahr. Die für uns wesentlichen regulatorischen Änderungen werden in der Geschäftsstrategie dokumentiert, die einmal jährlich aktualisiert wird. Dazu gehörte in 2019 u.a. die MiFID II (Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente). Eingaben zu regulatorischen Änderungen werden ausschließlich durch die Verbände gemacht. Darüber hinaus sind wir Mitglied im ebenfalls politisch aktiven vdp (Verband deutscher Pfandbriefbanken). Seit Sommer 2019 ist die Kreissparkasse Köln auch im Sustainable Finance Beirat der Bundesregierung vertreten.
 
Dieses Thema ist aktuell nicht Bestandteil unserer Risikoanalyse und wir verfolgen kein darüber hinausgehendes Konzept zu politischer Einflussnahme.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator EFFAS G01-01
Zahlungen an politische Parteien in Prozent vom Gesamtumsatz. Link

Wir tätigen keine Spenden an Parteien.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Für uns gelten alle Gesetze und Regelungen für Nordrhein-Westfalen, Deutschland und die Europäische Union. Neben den Regelungen, denen alle Kreditinstitute unterworfen sind, gelten für uns zusätzlich besondere sparkassenrechtliche Bestimmungen wie das Sparkassengesetz NRW. 

Wir unterliegen als Finanzinstitut einer Vielzahl von gesetzlichen Regelungen z. B. zur Prävention und Bekämpfung von kriminellen Handlungen wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Betrug, Korruption, Insiderhandel, Marktmanipulation, Wirtschaftskriminalität und sonstigen strafbaren Handlungen. Außerdem gelten für uns bspw. Regeln zum Datenschutz.

Das für uns wesentliche Risiko im Compliance-Bereich ist, dass bei der Vielzahl und Kurzfristigkeit der gesetzlichen Regelungen Gesetzesänderungen zu spät registriert und nicht fristgerecht eingehalten werden können. Dies ist aufgrund der etablierten Prozesse sehr unwahrscheinlich und war im Berichtsjahr nicht der Fall. Darüber hinaus sehen wir keine weiteren Risiken in unserer Geschäftstätigkeit, die negative Auswirkungen auf die Bekämpfung von Korruption und Bestechung haben.

Als Anstalt öffentlichen Rechts beachten wir alle für uns zutreffenden Gesetze und Regelungen, halten diese ein und gewährleisten eine laufende Überwachung regulatorischer Änderungen durch die Compliance Funktion. Diese werden ebenso wie potenzielle Compliance-Risiken (bspw. Konsequenzen aus Nicht-Beachtung) bewertet und mindestens einmal jährlich (sowie bei Bedarf) an den Vorstand und den Verwaltungsrat berichtet. Eine vom Vorstand unabhängige Überwachung der Compliance-Funktion wird durch den Verwaltungsrat wahrgenommen. Unser Ziel ist die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, was durch die Perspektive eines unabhängigen Compliance-Beauftragten gewährleistet wird. Dieses Ziel konnten wir in den vergangenen Jahren stets erreichen (vgl. Leistungsindikator zu Kriterium 20).
 
Für alle Führungskräfte und Mitarbeitenden gelten verbindliche „Verhaltensgrundsätze“. Diese beinhalten u. a.: Diese Regelungen müssen von allen Führungskräften und Mitarbeitenden jährlich verbindlich zur Kenntnis genommen werden. Regelmäßig finden zudem Schulungen u. a. zu den Themen Prävention und Geldwäsche statt.

Die Compliance-Funktion ist in einem separaten Unternehmensbereich angesiedelt. Diese stellt die Beobachtung und Bewertung aller für uns relevanter Rechtsgebiete sicher. Der Leiter dieses Bereichs ist der Compliance Officer.

Zum Zentralbereich Compliance gehören u. a. folgende Themen: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben zusätzlich die Möglichkeit, Verdacht oder Anzeichen auf Verstöße gegen Rechtsvorschriften, Unregelmäßigkeiten oder etwaige strafbare Handlungen anonym über ein Whistleblower-System zu melden.

Weitere Informationen finden sich auf unserer Webseite unter https://www.ksk-koeln.de/de/home/ihre-sparkasse/ueberuns/compliance.html?n=true&stref=search&q=Compliance.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator EFFAS V01-01
Ausgaben und Strafen nach Klagen und Prozessen wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- und Monopolverstößen. Link

Keine.

Leistungsindikator EFFAS V02-01
Prozent vom Umsatz in Regionen mit einem Transparency International Corruption Index unter 60. Link

 < 1% 

Die Kreissparkasse Köln tätig aufgrund des Regionalprinzips (vgl. Allgemeine Informationen) selbst grundsätzlich keine Geschäfte in Regionen mit einem Transparency International Corruption Index unter 60.