14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Auf die Arbeitsverhältnisse der Sparkassenbeschäftigten findet der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) Anwendung. Die Mitbestimmungs-, Mitwirkungs- und Informationsrechte der Beschäftigten sind im Landespersonalvertretungsgesetz Baden-Württemberg geregelt.

Der Bereich Personal fällt in die Ressortzuständigkeit des Vorstandsvorsitzenden. Dieser beauftragt den Bereich Personal und die Personalabteilung mit allen zum Themenfeld Arbeitnehmerrechte zählenden Angelegenheiten. Dadurch ist die Einbindung der Unternehmensführung gewährleistet.

Die Beschäftigten können sich über das betriebliche Vorschlagswesen am Nachhaltigkeitsmanagement der Sparkasse beteiligen (s. o. Kriterium 10).

Die Sparkasse achtet die gesetzlichen Arbeitnehmerrechte. Durch die geltenden Tarifverträge bestehen detaillierte Regelungen, die Anwendung finden. Weitere allgemeine Regelungen werden im Rahmen von Dienstvereinbarungen gemeinsam mit dem Personalrat für alle Beschäftigten der Sparkasse vereinbart. Die Interessen der Beschäftigten werden durch den elfköpfigen Personalrat sowie die Jugend- und Auszubildendenvertretung aktiv wahrgenommen. Der rechtliche Rahmen des Landespersonalvertretungsgesetzes für Baden-Württemberg regelt hierbei die Zusammenarbeit. Die regelmäßigen Zusammenkünfte des Vorstandes mit dem Personalrat tragen zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit bei. Regelmäßig startet der Bereich Personal sowie der Personalrat Initiativen zur Gesundheitsförderung und -erhaltung in Form von Vorträgen und Aktivitäten. Hervorzuheben ist der 2016 gegründete S-Club, der von den Beschäftigten gestaltet wird und zunehmend Teilnehmer in der Freizeit aktiv werden lässt. Vor dem Hintergrund der Berücksichtigung aller in Betracht kommenden arbeits- und arbeitsschutzrechtlichen Regelungen und der damit einhergehenden routinemäßigen Analyse von potenziell risikorelevanten Sachverhalten (in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht) lassen sich keine darüber hinaus gehenden Risiken identifizieren. Die dargestellten Maßnahmen und deren Fortentwicklung dienen dem vorrangigen Ziel der Sparkasse zur nachhaltigen Positionierung als attraktiver Arbeitgeber in der Metropolregion Rhein-Neckar.

Gemäß dem Regionalprinzip beschränkt sich die Geschäftstätigkeit grundsätzlich auf das Geschäftsgebiet der Sparkasse. Im Ausland betreibt sie keine Niederlassungen. Vor dem Hintergrund der bestehenden umfassenden Regelwerke sind keine wesentlichen Risiken aus der Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen ersichtlich. Insofern liegt kein eigenständiges Konzept vor. Zu weiteren themenspezifischen Zielsetzungen siehe auch Kriterien 15. und 16. 

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die Sparkasse Rhein Neckar Nord beschäftigte zum Jahresende 795 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und drei Vorstände. Wesentliche Punkte der von der Sparkasse verfolgten Strategie sind die Aus- und Weiterbildung, die Steigerung des Frauenanteils im Führungsbereich sowie die Förderung von Familienaspekten. Dabei sind die bestehenden demografischen Verhältnisse der Sparkasse zu berücksichtigen, von deren Wandel wiederum die Zielerreichung ausgewogener Verhältnisse abhängt.

Es werden konsequent Beschäftigte ausgebildet und verschiedene Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten, z. B. in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg sowie der IHK Rhein Neckar und dem Weiterbildungssystem der Sparkassenorganisation.  


Die größte Nachfrage erfährt der „Bachelor-Abschluss“. Mit dem eigens entwickelten Projekt „Karriereweg“ werden Beschäftigte von der Einstellung an auf ihrem Karriereweg begleitet. Im Berichtsjahr wurden 17 Auszubildende nach ihrer erfolgreichen Abschlussprüfung in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. 61 % der Beschäftigten sind Frauen. 26 % der Führungskräfte sind weiblich. Um den Frauenanteil im Führungsbereich zu steigern, wurde das Frauenförderprogramm „Frauen in Karriere“ mit einem breit gefächerten Maßnahmen- und Coachingkatalog ins Leben gerufen, dass auf sehr positives Echo stößt. Als Maßnahme zur Familienunterstützung wurden die ersten Eltern-Kind-Zimmer eingerichtet.   

Die Vergütung der Beschäftigten erfolgt entsprechend dem Tarifvertrag (TVöD-S). Die Zahlungen enthalten teilweise auch übertarifliche Leistungen. Die Sparkasse Rhein Neckar Nord ist ein verlässlicher und verantwortungsbewusster Arbeitgeber. Allein im Jahr 2019 haben 20 Personen ihr 25. und 11 ihr 40. Dienstjubiläum gefeiert. 22 Angestellte nutzten im Berichtsjahr 2019 familienfreundliche Angebote wie Elternzeit und Sonderurlaub, davon 11 Männer.  

Für die Sparkasse als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder Nationalität selbstverständlich. So werden z. B. alle zu besetzenden Stellen geschlechtsneutral ausgeschrieben. Daneben erhalten alle Beschäftigten ausnahmslos unabhängig von ihren vorgenannten Eigenschaften die gleiche Vergütung nach TVöD. Für Angelegenheiten aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz wurde im Bereich Personal eine Beschwerdestelle implementiert.

Ende des Jahres 2011 hat die Sparkasse Rhein Neckar Nord als erstes Kreditinstitut der Region begonnen, Geldautomaten einzurichten, an denen auch blinde und sehbehinderte Menschen selbstständig Geld abheben können. Seitdem wurde die Zahl solcher Geräte auf 78 erhöht (s. auch Kriterium 10). Ziel ist es, alle 84 Geldautomaten im Rahmen erforderlich werdender Ersatzbeschaffung durch entsprechende Geräte zu ersetzen. Außerdem hat das Kreditinstitut mit dem Beitritt zur „Zielvereinbarung für barrierefreie Bankdienstleistungen“ des SVBW beschlossen, den barrierefreien Weg fortzusetzen. Auch Arbeitsplätze werden – soweit erforderlich – barrierefrei gestaltet. Neben den schon durchgeführten Schritten prüft die Sparkasse bei Bauvorhaben und Instandhaltungsmaßnahmen, welche barrierefreien Möglichkeiten umsetzbar sind. Insofern besteht keine quantitative oder zeitliche Zielsetzung.  

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Die Sparkasse Rhein Neckar Nord legt Wert auf qualitativ gut ausgebildete Beschäftigte und bietet in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe ein breites Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten, u. a. Förderung von Bachelor- und Master-Studiengängen, an. Auch der Besuch des Lehrinstituts der Managementakademie der Sparkassenfinanzgruppe und die Teilnahme an fachbezogenen Seminaren sind Teile des Qualifizierungsprogramms.  

Eine familienfreundliche Personalpolitik stellt für die Sparkasse ein wichtiges Anliegen dar. Die notwendigen Rahmenbedingungen werden durch flexible Arbeitszeitregelungen, Teilzeitarbeit und besondere Urlaubsregelungen, wie zum Beispiel Urlaubskauf, geschaffen. So nutzen derzeit 261 Beschäftigte Teilzeitvereinbarungen. Die Karriere soll auch nach einer Familienphase weitergeführt werden können. Um dies zu erleichtern, bietet die Sparkasse zusätzliche Fördermaßnahmen, z.B. Kindergartenzuschuss in Höhe von 200 Euro pro Monat, an.  

Das Gesundheitsmanagement der Sparkasse Rhein Neckar Nord verfolgt ein ganzheitliches Konzept, das neben der physischen auch die psychische Fitness abdeckt. Früherkennung und Prävention sowie Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit gehören ebenfalls dazu. Betriebsärzte und Fachkräfte stehen mit zahlreichen Maßnahmen rund um die Gesundheit der Beschäftigten zur Verfügung. Beispielsweise wurden Grippeschutzimpfungen, Beratungen zur Ergonomie am Arbeitsplatz und Zuschüsse zu Brillen für Bildschirmarbeitsplätze angeboten und genutzt. Weitere Aktivitäten wie der „Medical Check“ und diverse Workshops wurden auch 2019 als Maßnahmen zur persönlichen Gesundheitsförderung weiterhin durchgeführt.

Der Zielsetzung hinsichtlich der erforderlichen Zahl, Qualifikation und Beschäftigungsfähigkeit der Beschäftigten wird durch eine jährliche Planung bzw. Überprüfung mit einem Horizont von drei bis fünf Jahren Genüge getan. Dabei besteht die konkrete Zielsetzung, dass die Sparkasse nach Zahl, Qualifikation und Beschäftigungsfähigkeit ihrer Beschäftigten jederzeit in der Lage ist, Risiken für einen geordneten Betriebsablauf und im Hinblick auf die vollständige Befriedigung der Kundenbedürfnisse entgegen zu wirken. Durch angemessene Personal- und Ausbildungsmaßnahmen sowie Maßnahmen bei der Gesundheit der Beschäftigten konnten diese Ziele im Berichtsjahr erreicht werden.

Risiken aufgrund mangelnder Qualifikation - Reputationsrisiken, Schadenrisiken - sind grundsätzlich denkbar. Risiken aus der Geschäftstätigkeit, Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen mit wahrscheinlich negativen Auswirkungen auf die Qualifizierung sind für die Sparkasse jedoch  nicht ersichtlich.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Es sind keine Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten bekannt.  

Die krankheitsbedingte Fehlzeitenquote lag 2019 bei rund 5,5 %.  

Es gab keine arbeitsbedingten Todesfälle.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Im Rahmen der Personalarbeit der Sparkasse Rhein Neckar Nord sind die Themenfelder Gesundheit und Gehaltsumwandlung in Freizeit verankert worden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Förderung des gesundheitsgerechten Arbeitens, einer entsprechenden Führungskultur sowie die Sicherung der personellen Kapazitäten für das betriebliche Gesundheitsmanagement. Diese Maßnahmen gehen über die gesetzlichen Arbeitsschutzrichtlinien hinaus und sind freiwillige Sozialleistungen, die nicht in förmlichen Vereinbarungen festgelegt sind.  

Den Beschäftigten steht jährlich ein umfassendes internes Bildungsangebot mit sowohl fachlich orientierten Seminaren wie auch Seminaren zur Persönlichkeitsentwicklung zur Verfügung. Darüber hinaus wird das Bildungsangebot des SVBW aktiv genutzt und der Besuch von Seminaren externer Anbieter im Rahmen individueller Gegebenheiten ermöglicht.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

In die Aus- und Weiterbildung wurden bei der Sparkasse Rhein Neckar Nord im Berichtsjahr rund 4.400Tage investiert. Dies sind rechnerisch 5,5 Tage pro Beschäftigten. Eine genaue Kennzahl der durchschnittlichen Jahresstunden pro Beschäftigten nach Geschlecht und Kategorie steht nicht zur Verfügung.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Zum Jahresende 2019 hatte die Sparkasse Rhein Neckar Nord 795 Beschäftigte aus zwölf Nationen. Davon waren 312 männlich (39 %) und 483 weiblich (61 %).     
Altersgruppe Köpfe MAK Anteil % zu Köpfe Anteil % zu MAK
unter 20 Jahre 23 23,00 2,89 3,33
20 bis unter 30 Jahre 134 130,40 16,86 18,89
30 bis unter 40 Jahre 107 95,20 13,46 13,79
40 bis unter 50 Jahre 180 152,20 22,64 22,05
50 bis unter 55 Jahre 134 109,23 16,86 15,83
55 bis unter 60 Jahre 133 107,89 16,73 15,63
60 Jahre und älter 84 72,25 10,57 10,47
Gesamt 795 690,17 100 100
 

Im Jahr 2019 betrug die Beschäftigungsquote von schwerbehinderten Angestellten rund 7,52 % (gesetzliche Anforderung 5,00 %). Ein Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund wird nicht erhoben. Derzeit sind rund ein Viertel der 73 Führungskräfte weiblich.  
Altersstruktur Vorstand: 3 Männer >50 Jahre: 3  

2. Führungsebene: 18 Männer, 1 Frau
<30 Jahre: 0                   30-50 Jahre: 10              >50 Jahre: 9  

Ordentliche Mitglieder des Verwaltungsrats: 13 Männer, 4 Frauen
<30 Jahre: 0                   30-50 Jahre: 6              >50 Jahre: 11

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Es sind keine Fälle bekannt.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Für die Sparkasse Rhein Neckar Nord gehört die Achtung der Menschenrechte und die Verhinderung von Zwangs- und Kinderarbeit zum Selbstverständnis. Da die Sparkasse ausschließlich in der Region verankert ist, bestehen hinsichtlich der Unternehmensausrichtung und der Geschäftstätigkeit kaum Risiken hinsichtlich der Einhaltung von Menschenrechten und einer diesbezüglichen Überwachung. Berührungspunkte mit der Frage von Menschenrechten könnte es insbesondere bei der Lieferantenauswahl geben. Hier ist für die Sparkasse Transparenz im Hinblick auf die Seriosität der Lieferanten wichtig. Auswahlkriterien können hier sein: Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit, arbeitsrechtliche Standards, Zertifizierungen und Selbstverpflichtungen. Diese Transparenz soll hohe Standards und eine möglichst geringe Risikolage in Bezug auf die Einhaltung von Menschenrechten gewährleisten.

Vor diesem Hintergrund besteht kein eigenständiges Konzept mit Zielsetzungen. Aus Sicht der Sparkasse als regional agierendes Institut stellt sich die Risikolage im Hinblick auf Menschenrechtsverletzungen auch im Hinblick auf ihre Produkte und Dienstleistungen als verhältnismäßig gering dar. Aus diesem Grund führt die Sparkasse auch keine eingehende Risikoanalyse durch. Im Berichtsjahr hat die Sparkasse eine Lieferantenrichtlinie eingeführt. Die Werte dieser Richtlinie orientieren sich an gängigen Normen, wie dem UN Global Compact, den Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO, International Labour Organization) und der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Es erfolgt keine Messung, da im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit keine Gefahr von Menschenrechtsverletzungen ersichtlich ist.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Alle Geschäftsstandorte befinden sich in Deutschland in der Metropolregion Rhein Neckar. Eine Prüfung in Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen wird nicht vorgenommen.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Es erfolgt keine Messung. Branchenbezogen ist der Nachhaltigkeitseinfluss durch Lieferantenmanagement im Sinne einer klassischen Wertschöpfungskette bei Finanzinstituten sehr gering. Menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette sind nicht bekannt geworden.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Es erfolgt keine Messung. Branchenbezogen ist der Nachhaltigkeitseinfluss durch Lieferantenmanagement im Sinne einer klassischen Wertschöpfungskette bei Finanzinstituten sehr gering. Menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette sind nicht bekannt geworden.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Für die Sparkasse als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut mit öffentlichem Auftrag ist der Fokus auf einen nachhaltigen Nutzen für die Region gerichtet.  

Traditionell unterstützt die Sparkasse Rhein Neckar Nord die Vereine und gemeinnützigen Organisationen in der Region durch Spenden, Mitgliedschaften und Sponsoring. Insgesamt wurden hierfür im Jahr 2020 rund 356 TEUR bereitgestellt. Eine jährliche Etatplanung für die Überwachung der Ausgaben wird festgelegt.  

Die Stiftung der Sparkasse Rhein Neckar Nord mit einem Stiftungskapital von 5,6 Mio. EUR ist ein weiterer wichtiger Förderer der Region. Sie gestaltet und unterstützt vielfältige Projekte des gesellschaftlichen Lebens. Ziel ist es, die Lebensqualität der Menschen in dieser Region zu sichern und den einzigartigen Charakter der Region zu stärken. Dafür engagiert sich die Stiftung in den Bereichen Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, Forschung und Wissenschaft sowie im Sport, in der Jugend- und Seniorenhilfe und im Umwelt- und Denkmalschutz. Die Stiftung versteht sich als Partner für nachhaltige und soziale Belange. Zustiftungen und Spenden in die Stiftung der Sparkasse Rhein Neckar Nord sind möglich.  

Eine Dachstiftung, die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Rhein Neckar Nord, wurde im Jahr 2017 von der Sparkasse gegründet. Seitdem können somit Treuhandstiftungen verwaltet werden und den zugedachten gemeinnützigen Zwecken zu Gute kommen. Als erste Treuhandstiftungen errichteten der Comedian Bülent Ceylan eine eigene Stiftung für Kinder sowie die ehemalige Schwimm-Weltmeisterin Franziska van Almsick ihre Stiftung mit dem Ziel, möglichst vielen Kindern das Schwimmen beizubringen.

Geprüfte Stiftungsmanager der Sparkasse Rhein Neckar Nord stehen für alle Fragen zu Stiftungsgründung und weiteren Möglichkeiten von Nachlassgestaltungen zur Verfügung. Interessierte Kunden finden jederzeit kompetente und vertrauenswürdige Ansprechpartner.

Darüber hinaus besteht kein gesondertes Konzept zu diesem Kriterium. Im Hinblick darauf, dass aus dem Themenfeld Gemeinwesen ausschließlich ein positiver Beitrag abgeleitet wird, sind wesentliche Risiken auch bei Betrachtung der Produkte und Dienstleistungen und unter dem Aspekt der aufsichtsrechtlichen Überwachung nicht erkennbar. Auf eine systematische Analyse wird daher verzichtet.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.


Geschäftsvolumen:  rund 5,2 Mrd. Euro
Bilanzsumme:  rund 5,2 Mrd. Euro
Gesamteinlagen (Mittelaufkommen von Kunden):   rund 3,7 Mrd. Euro
Kundenkreditvolumen:  rund 3,1 Mrd. Euro
Ertragsabhängige Steuerzahlungen: rund 2,1 Mio. Euro
Personalaufwand: rund  54,8 Mio. Euro
Spenden und Sponsoring:  356 TEuro

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Sparkasse Rhein Neckar Nord ist Mitglied des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg (SVBW) und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) angeschlossen. Der DSGV ist der Dachverband der Sparkassen-Finanzgruppe und vertritt die Interessen der Sparkassen in kreditwirtschaftlichen, aufsichtsrechtlichen und bankpolitischen Fragen gegenüber den Institutionen des Bundes und der Europäischen Union und organisiert die Willensbildung innerhalb der Gruppe. Darüber hinaus legt er die strategische Ausrichtung der Sparkassen-Finanzgruppe fest.

Die Sparkasse Rhein Neckar Nord vergibt keine Spenden oder Zuwendungen an Regierungen, Parteien, Politiker, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften oder mit ihnen verbundenen Einrichtungen. Es erfolgt auch keine Unterstützung politischer Institutionen durch Mitgliedschaften. Es sind deshalb keine wesentlichen Risiken, insbesondere im Hinblick auf Compliance, identifizierbar.

Neben der Umsetzung der zweiten Stufe der neuen Zahlungsdienstrichtlinie PSD2 (Payment Services Directive2) ergaben sich für die Sparkasse im Berichtsjahr keine bemerkenswerten Gesetzgebungsverfahren. Eingaben zu Gesetzgebungsverfahren durch die Sparkasse erfolgten nicht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Die Sparkasse Rhein Neckar Nord vergibt keine Spenden oder Zuwendungen an Regierungen, Parteien, Politiker oder mit ihnen verbundenen Einrichtungen. Siehe Kriterium 19.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Als Kreditinstitut hat die Sparkasse Rhein Neckar Nord eine ganze Reihe von gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Vorbeugung gegen und Bekämpfung von Korruption, Betrug, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Insidergeschäften u. ä. zu beachten. Darüber hinaus bestehen Vorschriften zum Datenschutz, Finanzsanktionen und Embargomaßnahmen.  

Die Sparkasse Rhein Neckar Nord hat gemäß den rechtlichen Anforderungen eine WpHG- und eine MaRisk- sowie eine (freiwillige) Steuer-Compliance-Stelle eingerichtet. Bei der MaRisk-Compliance-Stelle ist auch die Whistleblowing-Stelle angesiedelt. Zur WpHG-Compliance-Stelle gehört auch der Single Officer. Darüber hinaus wurden für Datenschutz, Geldwäsche und Informationssicherheit Beauftragtenstellen geschaffen. Unabhängig von den Zuständigkeiten der Beauftragten werden Gesetze und Richtlinien eingehalten. Jeder Fachbereich ist zuständig. Das Anweisungswesen legt Standards und Prozesse fest.  

Für die WpHG-Compliance-Stelle und den Wertpapierbereich gibt es umfassende Regelungen. Im Anweisungswesen sind die Mitarbeiterleitsätze für den Wertpapierbereich sowie Regelungen zu Interessenkonflikten aufgeführt. Eine „Darstellung möglicher Interessenkonflikte“ für Kunden ist in der Broschüre „Kundeninformation zu Geschäften in Wertpapieren und weiteren Finanzinstrumenten“ zusammengefasst. Eine interne Interessenkonflikt-Policy wurde ebenfalls aufgestellt. Darüber hinaus pflegt die WpHG-Compliance-Stelle eine umfassende Risikoanalyse, aus der sich die Überwachungshandlungen der WpHG-Compliance-Stelle ableiten.  

Die Mitarbeiter werden durch die WpHG-Compliance-Stelle insbesondere mittels Schulungen und Fachinformationen zu den jeweils aktuellen Themen informiert und sensibilisiert.  

Die MaRisk-Compliance-Stelle beschäftigt sich mit Themen des Verbraucherschutzes und sonstigen wesentlichen rechtlichen Regelungen. Sie hat schwerpunktmäßig einen koordinierenden Charakter und spiegelt somit nicht die Fachkompetenz der Fachbereiche wider. Sie achtet darauf, dass die betroffenen Bereiche ihrer Verantwortung auch tatsächlich nachkommen. Die Zuständigkeit liegt bei den Fachbereichen. Für die bestehenden Themen- und Risikofelder hat die MaRisk-Compliance-Stelle ebenfalls eine Risikoanalyse erstellt. Die für die Mitarbeiter relevanten Informationen werden von den jeweiligen Fachbereichen kommuniziert.

Im Hinblick auf gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten beinhaltet das Anweisungswesen der Sparkasse alle Aspekte eines Managementkonzepts mit der Zielsetzung der Verhinderung, Aufdeckung und Sanktionierung von Gesetzesverstößen, gleich welcher Art. Zur Identifizierung von Risiken und deren Gehalt werden Risikoanalysen durchgeführt. Die Bewertung der Zielerreichung (siehe auch Leistungsindikatoren zu Kriterium 20) im Sinne von gesetzes- und richtlinienkonformem Verhalten erfolgt im Zuge der laufenden Prüfungshandlungen. Die Einbindung des Vorstands erfolgt im Rahmen regelmäßiger Berichterstattung. Für weitergehende Zielsetzungen, insbesondere im Compliance-Bereich, sind keine zwingenden Gründe erkennbar.

Wesentliche Risiken sind für Kreditinstitute wie die Sparkasse mögliche Schäden insbesondere aus dem weiten Feld der Betrugsdelikte inklusive Computerkriminalität. Auch Risiken aus den Bereichen der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung spielen weiterhin eine Rolle. Durch die vorbezeichneten Maßnahmen ist die Sparkasse jedoch so gut aufgestellt, dass die Realisierung solcher Risiken gut überschaubar ist.

Die Sparkasse hat sich und ihren Beschäftigten einen Verhaltenskodex gegeben (siehe Leistungsindikatoren 5 bis 7).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Anlässlich von allgemeinen Prüfungen des Hauses durch die Interne Revision bzw. die Compliance-Stelle haben sich bislang keine Auffälligkeiten im Hinblick auf Korruption ergeben. Insoweit erfolgt eine gezielte Prüfung nur anlassbezogen.

Der Geldwäschebeauftragte hat nach § 25h Abs. 7 KWG auch die Pflicht zur Verhinderung strafbarer Handlungen. In diesem Rahmen obliegt ihm die Koordinierung und Optimierung der Präventivmaßnahmen. In der jährlichen Risikoanalyse werden alle Fälle strafbarer Handlungen einschließlich Korruption an allen Standorten erfasst und geprüft.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Es wurden 2019 keine Korruptionsverfahren gegen die Sparkasse Rhein Neckar Nord oder ihre Beschäftigten eröffnet.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Es wurden 2019 keine Bußgelder oder monetäre Strafen gegen die Sparkasse Rhein Neckar Nord verhängt.