14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die StEB Köln sind als kommunales Unternehmen ausschließlich in Köln tätig. Die Einhaltung der strengen Gesetze und Vorschriften, auch zum Thema Arbeitnehmerrechte, für uns eine Selbstverständlichkeit. Dass uns Arbeitnehmerrechte trotzdem wichtig sind, zeigt sich zum Beispiel in unserer Wesentlichkeitsanalyse, in der die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (s. auch Kriterium 15), Mitarbeitendenzufriedenheit und -motivation sowie Compliance (s. auch Kriterium 20) als wesentliche Themen mit aufgenommen wurden. Unsere Ziele und Indikatoren dazu beschreiben wir in den Kriterien 3 und 7. Derzeit haben wir in diesem Bereich ausschließlich qualitative Ziele formuliert. Wir behalten uns vor, im Zuge der Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie in den kommenden Jahren ggfs. quantitative Ziele zu ergänzen, insbesondere auf operativer Ebene.

Um diese Ziele zu erreichen, setzen wir verschiedene Maßnahmen um:

Public Corporate Governance Kodex
Mit der Unterzeichnung des Public Corporate Governance Kodex (PCGK) bekennen sich die StEB Köln zur Einhaltung der ILO Kernarbeitsnormen und haben sich verpflichtet, die dort verankerten Werte und Verhaltensregeln aktiv gegenüber allen Interessengruppen anzuwenden. Die Beschäftigten finden die übertragenen Regeln in den intern veröffentlichten Dienstanweisungen. Hierzu gehören mit Bezug auf die Arbeitnehmerpflichten: Die mit dem Public Governance Codex verbundenen Ziele sind: Als Unternehmen setzen wir außerdem auf einen respektvollen Dialog mit Gremien wie Personalrat oder Gleichstellungsbeauftragten.

Partizipation
Wir sind bestrebt, Engagement zu fördern und unseren Mitarbeitenden berufliche und persönliche Entfaltung zu ermöglichen. Unser gesellschaftliches Engagement beruht dabei auf vier Schlüsselprinzipien: Gerechtigkeit, Solidarität, Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit und Gesundheits- / Sicherheitsvorsorge.
Für die Beschäftigten der StEB Köln gibt es weitere Möglichkeiten der Partizipation und Mitgestaltung: Im Rahmen der jährlich aktualisierten Risikoanalyse zu den Arbeitnehmerrechten wurde festgestellt, dass bei den StEB Köln keine Gefahren für die Einhaltung erreichter Standards bei den Arbeitnehmerrechten erkennbar sind. Im Dialog zwischen Personalrat und Unternehmensführung wird die derzeitige Entwicklung regelmäßig besprochen. Wenn hier Handlungsbedarf erkannt wird, werden geeignete Maßnahmen umgesetzt.

Die Beteiligung der Mitarbeitenden am Nachhaltigkeitsmanagement beschreiben wir in Kriterium 5.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Geschlechtergerechtigkeit, Inklusion, Integration)
Als Kölner Unternehmen handeln wir seit vielen Jahren nach den Vorgaben des Landesgleichstellungsgesetzes Nordrhein-Westfalen (LGG NRW). Eine Gleichstellungsbeauftragte unterstützt uns bei der Umsetzung dieses Gesetzes und aller Vorschriften und Maßnahmen, die Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frau und Mann haben oder haben können. 

Seit Januar 2018 gilt in diesem Kontext der Gleichstellungsplan der StEB Köln. Dieser wird alle drei bis fünf Jahre überprüft und aktualisiert. Mithilfe konkreter Ziele und Maßnahmen sollen vorhandene Strukturen so entwickelt werden, dass in allen Bereichen und Funktionen Frauen und Männer gleichermaßen vertreten sind.  Eine konkrete Zielsetzung ist die Steigerung der allgemeinen Frauenquote auf 25,3 Prozent bis Ende 2021 (im Vergleich zu 24,6 Prozent in 2016). Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir auf Maßnahmen wie eine frühzeitige Bindung ans Unternehmen z. B. durch mehr Frauen in Praktika (2019: Steigerung des Anteils von Praktikantinnen von 13 auf 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), gezielte Fortbildungsangebote für Frauen oder gezielte Höhergruppierungen für Frauen, um Lohndifferenzen auszugleichen. Hinzu kommen Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie (s. u.).  

Unsere Maßnahmen zeigen bereits Erfolg: Trotz der technischen Ausrichtung der StEB Köln, die traditionell eher männliche Bewerber*innen anziehen, konnten wir in den letzten Jahren den Frauenanteil in der Gesamtbelegschaft erhöhen und so bereits 2019 mit einer Quote von 25,4 Prozent unser o. g. Ziel erreichen. Unter Führungskräften lag die Frauenquote der StEB Köln im Jahr 2016 bei 16,5 Prozent und sank auf 15,5 Prozent im Jahr 2019. Hier ist es unser Ziel, die Frauenquote unter Führungskräften wieder auf das Level von 2016 zu bringen und dort zu halten.

Bereits 2016 unterzeichneten wir mit der Charta der Vielfalt außerdem eine Selbstverpflichtung, nach der wir unsere Mitarbeitenden unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität schätzen. Zur Vermeidung von Diskriminierung haben die StEB Köln einen Ombudsmann als Ansprechpartner benannt. Betroffene können sich zusätzlich an den Personalrat oder direkt an die Geschäftsführung wenden. In der Behandlung von Diskriminierungsfällen wird großer Wert auf einen zeitnahen und vertraulichen Lösungsweg gelegt, um zusätzlichen Schaden für Betroffene zu vermeiden. Seit 2018 existiert bei den StEB Köln zusätzlich eine Dienstanweisung zum Schutz vor sexueller Belästigung. Zur Einführung schulten wir die betreffenden Ansprechpartner*innen der Personalabteilung. Seit 2019 ist der Umgang mit diesem Thema zudem Teil des Führungskräfteentwicklungsprogramms. 



Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Wir möchten unsere Mitarbeitenden in jeder Phase ihres Lebens optimal unterstützen. Als familienbewusstes Unternehmen haben wir ein breites Angebot an Maßnahmen etabliert, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern. Das Angebot umfasst u. a. flexible Arbeitszeitmodelle, mobiles Arbeiten und Freistellungen zur Betreuung von Angehörigen. Für 2020 haben wir es uns zum Ziel gesetzt, insbesondere die Arbeitszeitmodelle noch weiter auszubauen, bspw. im Bereich der Schichtarbeit (Zeitfenster zum Ein- und Ausgleiten, Zeitkonten für Freizeitausgleich). Auch die Regelungen zum mobilen Arbeiten haben wir 2019 überprüft und eine neue Dienstvereinbarung dazu 2020 veröffentlicht. Im Jahr 2019 schlossen wir zudem eine Kooperation mit dem pme Familienservice. Er bietet Beratungs- und Vermittlungsleistungen im Bereich Pflege, eine Lebenslagen-/Sozialberatung (Depressionen, Umgang mit Erkrankungen, Trauer, Sucht, Gewalt oder Partnerschaftsprobleme etc.) sowie eine Kinderferienbetreuung. Diese Services stellen wir allen unseren Beschäftigten kostenlos zur Verfügung. 

Ende 2019 fand außerdem erneut das Dialogverfahren zum Audit „berufundfamilie“ statt. Im Rahmen dieses alle drei Jahre stattfindenden Audits erfassen wir seit 2007 den Status quo der bereits angebotenen Maßnahmen zur besseren Balance von Beruf und Familie, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. 

Mit all diesen Maßnahmen tragen wir zur Erreichung unserer Zielsetzung bei, die Mitarbeitendenzufriedenheit und -motivation zu steigern und unsere Mitarbeitenden auch langfristig im Unternehmen zu halten.


Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ist nach der deutschen Gesetzgebung eine Unternehmerpflicht und für uns ein wesentliches Thema (s. Kriterium 2). Unser strategisches Ziel ist es, zu jedem Zeitpunkt gesunde und sichere Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden zu gewährleisten. Quantitative Ziele haben wir zu diesem Zeitpunkt hierzu noch nicht formuliert. Der Vorstand der StEB Köln hat sich über eine Grundsatzerklärung zur Förderung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bekannt. In allen Angelegenheiten der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes informiert und berät die bestellte Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi) Vorstand, Führungskräfte und andere Arbeitsschutzverantwortlichen. Sie überprüft regelmäßig die Betriebsanlagen, schlägt Maßnahmen zur Beseitigung von Mängeln vor und beobachtet das Unfallgeschehen im Betrieb.

Umfassende Maßnahmen des präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutzes sollen darüber hinaus arbeitsbedingte körperliche und seelische Belastungen so weit wie nur möglich vermeiden bzw. verringern. Die Konzepte und Planungen für das Gesundheitsmanagement erfolgen zentral durch geschulte Expert*innen der Personalabteilung. 

Neben den gesetzlichen Unterweisungspflichten zur Arbeitssicherheit und Unfallverhütung bieten die StEB Köln im Rahmen ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements folgende Maßnahmen an:

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Talente finden und fördern
677 Mitarbeitende stark war unser Team zum Stichtag des Berichtsjahres am 31. Dezember 2019, 31 davon waren Azubis. Doch auch wir spüren immer wieder den Fachkräftemangel und den großen Wettbewerb, der am Arbeitsmarkt herrscht, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Eines unserer wichtigsten Ziele ist es demnach, neue Talente von uns und unserer Arbeit zu überzeugen. Denn nur mit engagierten Nachwuchskräften können wir auch in Zukunft unsere Aufgaben für Köln mit der gewohnten Sorgfalt erfüllen. Zusammen mit dem Institut für Beschäftigung und Employability (ibe) starteten wir 2014 ein Demografie-Projekt, um Maßnahmen für einen sinnvollen Umgang mit den Herausforderungen des demografischen Wandels zu identifizieren. Darüber hinaus wollen wir als langjähriger Partner des Girls‘ Day auch Schülerinnen für technische Berufe begeistern und von einer Ausbildung bei uns überzeugen, denn 2019 lag die Frauenquote bei den Azubis bei nur 16 Prozent. Gleichzeitig stärken wir die betriebliche Ausbildung und gestalten sie noch attraktiver. Die Betreuung während der Ausbildung konnten wir beispielsweise 2019 durch einen zusätzlichen Ausbildungsmeister weiter verbessern. Anfang 2019 bezogen wir zudem eine neue Ausbildungswerkstatt in Köln-Merheim, in der Azubis aus verschiedenen Bereichen gemeinsam arbeiten und lernen können. Das erzeugt Synergien und ermöglicht einen vielseitigen Austausch. 


Lernen ein Leben lang
Lernen ist bei uns auch nach der Ausbildung noch lange nicht vorbei. Wir bieten unseren Mitarbeitenden über das gesamte Arbeitsleben hinweg verschiedene Weiterbildungsformate an. Egal ob Schulungen zum Arbeitsschutz, persönliche Weiterbildungen wie Soft-Skill-Trainings und zu Lean Administration oder ein spezielles Training für Führungskräfte – wir unterstützen unsere Beschäftigten in jedem Alter und jeder Lebenslage. Mit unseren ganzheitlichen und integrativen Konzepten können wir sie so fördern – und die Qualität unserer Unternehmensleistungen weiter erhöhen. Auch Studien- und Weiterbildungsgebühren übernehmen wir bei Bedarf. Im Berichtsjahr absolvierten unsere Mitarbeitenden rund 2.000 Ausbildungstage, also durchschnittlich etwa drei Tage pro Person. 

Ein besonderer Fokus bei unseren Fortbildungen wird in Zukunft auf dem Umgang mit digitalen Technologien liegen. Die Digitalisierung ist ein wesentliches Thema für uns, denn indem wir mehr und mehr Prozesse digitalisieren oder digital unterstützen, können wir diese schneller, effizienter und bedarfsorientierter gestalten.  2019 bereiteten wir beispielsweise die Implementierung unseres Social Intranet StEBnet vor, mit der wir ab 2020 die Projekt- und Teamarbeit auf ein neues Niveau heben möchten. Im Rahmen dieser Einführung boten wir auch Schulungen für den Umgang mit dem StEBnet an.

Ausgangspunkt für den persönlichen Weiterbildungsbedarf sind die jährlichen Mitarbeitendengespräche. Dort besprechen Mitarbeiter*in und Führungskraft unter anderem, was in den vergangenen zwölf Monaten besonders gut realisiert wurde, welche Ziele erreicht werden konnten und welche Eigenschaften dabei besonders zum Tragen gekommen sind. Dabei ermitteln sie gemeinsam, welche Potenziale und Fähigkeiten weiterentwickelt werden können und was geschehen muss, damit die Beschäftigten gegenwärtige und zukünftige Aufgaben wahrnehmen können.

Derzeit haben wir in diesem Bereich ausschließlich qualitative Ziele formuliert. Wir behalten uns vor, im Zuge der Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie in den kommenden Jahren ggfs. quantitative Ziele zu ergänzen, insbesondere auf operativer Ebene. Die wesentlichen Chancen und Risiken zum Thema Qualifizierung sind in Kriterium 2 im Wirkungsfeld 5) Arbeitsplatz der Zukunft beschrieben.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Die StEB Köln berichten an dieser Stelle aufgrund der verfügbaren Daten die meldepflichtigen Arbeitsunfälle inkl. der 1.000-Personen-Quote sowie die Krankenquote.

Arbeitsunfälle
Meldepflichtige Arbeitsunfälle 14 Unfälle
    davon Arbeitsunfälle 13 Unfälle
    davon Wegeunfälle 1 Unfälle
je 1.000 Angestellte 20,7 Unfälle
Tödliche Arbeitsunfälle 0 Unfälle
je 1.000 Angestellte 0 Unfälle

Alle Arbeitsunfälle betrafen Mitarbeitende der StEB Köln. Die Unfallursachen waren Finger gestoßen oder gequetscht, Ausgerutscht oder gestolpert, Verätzung mit Chemikalien, Schürfungen oder Prellungen. Der Wegeunfall war ein Autounfall mit Verletzungen an Bein, Knie und Kopf.


Krankenquote
Krankenquote 8,1 %

Die Krankenquote beinhaltet auch die Fehlzeiten von Langzeiterkrankten.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Im Unternehmen wird die gesetzliche Mitbestimmung zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Personalrats und dem Management gelebt. Über die gesetzlich vorgeschriebene Beteiligung hinaus wird der Personalrat über die Pläne des Managements informiert. Dieser ständige, regelmäßige Dialog schließt auch die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ein, die anlassbezogen besprochen werden.

Beispielhaft werden die umfassenden Maßnahmen des präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutzes festgelegt, die arbeitsbedingte, körperliche und seelische Belastungen so weit wie nur möglich vermeiden bzw. verringern sollen (Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit).

Nach § 11 des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG) ist ein Arbeitgeber in Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten dazu verpflichtet, einen Arbeitssicherheitsausschuss (ASA) zu bilden. Pflichtmitglieder des ASA bei den StEB Köln sind der Beauftragte des Arbeitgebers, zwei vom Personalrat bestimmte Personalratsmitglieder, Betriebsärzte, die Fachkraft für Arbeitssicherheit und eine qualitative Auswahl der  bestellten Sicherheitsbeauftragte nach §22 SGB7. Der ASA hat die Aufgabe, Anliegen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung zu beraten. Der Arbeitsschutzausschuss tritt mindestens einmal vierteljährlich zusammen.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Auszubildende
gesamt 31 Personen
Frauen 5 Personen
Männer 26 Personen
Anteil der Auszubildenden an der Gesamtzahl der Mitarbeitenden 5 %


Weiterbildungstage
gesamt 2.001 Tage
Frauen 551 Tage
Männer 1.450 Tage
Durchschnittliche Weiterbildungstage pro Person 3 Tage
Frauen 3,2 Tage
Männer 2,9 Tage

Eine Erhebung nach Angestelltenkategorie fand für das Berichtsjahr nicht statt.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Gesamtes Unternehmen    
Beschäftigte 677 Personen
Anteil Frauen 25 %
Altersstruktur    
unter 30 Jahre 15 %
30-50 Jahre 41 %
über 50 Jahre 44 %
Altersdurchschnitt 45 Jahre
Anzahl verschiedene Nationalitäten 9 Nationalitäten
Anteil Beschäftigte mit Schwerbehinderung 7 %
Anzahl der minderjährigen Auszubildenden1 5 Personen
nach Hauptabteilungen    
Planung und Bau 97 Personen
Anteil Frauen 31 %
Betrieb 377 Personen
Anteil Frauen 11 %
Management 136 Personen
Anteil Frauen 45 %
Sonstige Abteilungen 62 Personen
Anteil Frauen 61 %
Beurlaubt / ruhend 5 Personen
Anteil Frauen 20 %

Vorstand und Hauptabteilungsleitung  
gesamt 4 Personen
Anteil Frauen 0 %
Altersstruktur    
unter 30 Jahre 0 %
30-50 Jahre 0 %
über 50 Jahre 100 %
Anzahl verschiedene Nationalitäten 1 Nationalitäten

Verwaltungsratsmitglieder    
gesamt 14 Personen
Anteil Frauen 50 %

Betriebsratsmitglieder    
gesamt 11 Personen
Anteil Frauen 18 %
 
 

1 Minderjährige Auszubildende unterliegen u. a. dem Jugendarbeitsschutzgesetz.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Im Berichtsjahr wurden keine Diskriminierungsfälle im Unternehmen bekannt.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die StEB Köln beziehen Waren und Dienstleistungen ausschließlich in Deutschland und in der Europäischen Union. In der EU ist die Wahrung der Menschenrechte und die Verhinderung von Zwangs- und Kinderarbeit durch die Gesetzgebung geregelt.

Die StEB Köln handeln selbst ausschließlich unter Beachtung von in Deutschland geltenden Vorschriften zu Menschenrechten, Arbeitsnormen und Umweltschutz. Neue Lieferpartner werden bei Erstbeauftragung ausdrücklich auf die Einhaltung der geltenden Gesetze verpflichtet.

Wesentliche Risiken mit negativen Auswirkungen auf die Menschenrechte, die sich aus der Geschäftstätigkeit, den Produkten und Dienstleistungen der StEB Köln ergeben, sind nicht erkennbar.

Ein gesondertes Managementkonzept zum Schutz der Menschenrechte sehen wir als Konsequenz aus der Wesentlichkeitsanalyse als nicht notwendig an.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

100 Prozent aller Beschaffungsvorgänge wurden mit Partnern aus Deutschland oder der Europäischen Union geschlossen. Neben der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen gibt es keine weiteren Investitionsvereinbarungen oder -verträge. Die in Deutschland und der Europäischen Union geltenden gesetzlichen Vorgaben zu Menschenrechten sind einzuhalten.

Ein Anlass für eine gesonderte Vereinbarung mit Menschenrechtsklauseln ist dadurch nicht gegeben und wurde nicht getroffen.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Die StEB Köln sind ein kommunales Unternehmen der Stadt Köln. Andere Geschäftsstandorte werden nicht betrieben. Die in Deutschland und der Europäischen Union geltenden gesetzlichen Vorgaben zu den Menschrechten werden eingehalten.

Es wurden entsprechend keine Geschäftsstandorte im Hinblick auf die Einhaltung der Menschenrechte überprüft, weil es dazu keinen Anlass gab.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

100 Prozent aller Beschaffungsvorgänge wurden mit Partnern aus Deutschland oder der Europäischen Union geschlossen. Neue Lieferpartner werden bei Erstbeauftragung ausdrücklich auf die Einhaltung der geltenden Gesetze hingewiesen.

Ein Anlass für eine gesonderte Vereinbarung mit Menschenrechtsklauseln ist dadurch nicht gegeben und wurde nicht getroffen.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Die StEB Köln ist als Anstalt des öffentlichen Rechts verpflichtet, die Vergaberechtsvorschriften des Landes NRW zu befolgen. In den Details des Vergaberechts ist festgeschrieben, welche Anforderungen ein zukünftiger Lieferpartner erfüllen muss. Gesetzestreue ist ein zu erfüllendes Kriterium. Da die StEB Köln 100 Prozent aller Lieferpartner aus Deutschland oder der EU qualifiziert, werden tatsächliche oder potenzielle negative soziale Auswirkungen in der Lieferkette nicht erwartet.

Im Berichtszeitraum sind keine erheblichen tatsächlichen oder potenziellen negativen sozialen Auswirkungen in der Lieferkette bekannt geworden. Aufgrund des geringen Risikos für soziale Auswirkungen in der Lieferkette wurden keine Maßnahmen wie z. B. Lieferantenaudits ergriffen.

Weitere Details zu unserem Umgang mit Nachhaltigkeit in der Beschaffung sind in Kriterium 4 beschrieben.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die Erfüllung der Aufgaben der StEB Köln dient bereits im Kerngeschäft der Daseinsvorsorge und damit dem Gemeinwesen. Insbesondere durch die Sensibilisierung der Bevölkerung engagieren wir uns jedoch auch über unseren direkten Auftrag in der Daseinsvorsorge hinaus für das Gemeinwohl.

Die Menschen in Köln sensibilisieren
Um die Qualität und den Umgang mit Wasser in Köln auch jenseits unseres direkten Einflussbereichs verbessern zu können, sind wir auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Nur wenn die Themen Abwasser und Überflutungsvorsorge von Verbraucher*innen, Hausbesitzer*innen und Planer*innen im Alltag mitbedacht werden, können wir höchste Standards einhalten. Gerade bei der Frage, was ins Abwasser darf und was nicht, können alle einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Jedes Medikament, das fachgerecht entsorgt wird und nicht im Abfluss landet, hilft uns dabei, die Wasserqualität der Stadt zu verbessern. Aus diesem Grund haben wir es uns zum Ziel gesetzt, die Menschen in Köln für das Thema Wasser zu sensibilisieren. Bei regelmäßigen Führungen und Besichtigungen durch unser Kanalsystem mit dem historischen Kronleuchtersaal und über unsere fünf Klärwerke informieren wir interessierte Besucher*innen über die Abwasserableitung und -reinigung. Zum „Tag des Wassers“ kamen im März 2019 über 70 Kölner*innen, um sich über den Weg des Wassers bis zur vollständigen Reinigung zu informieren. Auch beim Hochwasserschutz und bei der Starkregenvorsorge bieten wir für Hauseigentümer* innen, Planer*innen und andere Interessierte ein breites Spektrum an Informationen, Führungen und Beratungen an (siehe Kriterium 4).

Wasser macht Schule
In der Kölner Wasserschule tauchen Kinder aus Vorschule, Grundschule oder Sekundarstufe in die wunderbare Welt des Wassers ein. Sie entdecken altersgerecht, wo das Wasser aus der Leitung herkommt, wo das Abwasser hingeht und wie wir es reinigen. Um das Erlebnis so spannend und informativ wie möglich zu gestalten, gibt es Angebote an verschiedenen Lernorten. Im Wasserwerk Westhoven und im Klärwerk Stammheim kann man den gesamten Weg des Wassers von der Gewinnung bis zur Reinigung erleben. Ein absolutes Highlight sind unsere „grünen Klassenzimmer“ am Strunder Bach und am Mutzbach. Junge Forscher*innen werden hier zu Bachreportern ausgebildet und können im Anschluss Interessantes über die Lebewesen im Bach und die Wasserqualität berichten – und das mitten in der Stadt! Nach einem spannenden Tag in der Wasserschule tragen die Kinder ihr neues Wissen nach Hause und erzählen über ihre Erlebnisse in der Familie. Um das Bewusstsein für die Ressource Wasser in der Bevölkerung zu steigern, wollen wir erreichen, dass jedes Kölner Kind mindestens einmal die Wasserschule besucht hat – 2019 waren es 8.000 Schüler*innen!  

Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen und Bürgervereinen
Abwasserbehandlung und Hochwasserschutz für eine Millionenstadt sind oft von großen Baumaßnahmen begleitet. Um hier eine schnellere und sichere Abwicklung im Sinne der Zielsetzung zu erreichen, ist eine frühzeitige und offene Diskussionskultur mit den betroffenen und interessierten Bürgern in der Stadt notwendig. Das gilt natürlich nicht nur für die sowieso öffentlich auszulegenden Planfeststellungsverfahren, sondern für alle Maßnahmen, die den Straßenverkehr, Schulen oder Stadtteilzentren intensiv beeinträchtigen. Wir sehen insbesondere Bürgervereine oder Bürgerinitiativen als wichtige Multiplikatoren, mit denen wir uns regelmäßig austauschen. Im Jahr 2019 tauschten sich die StEB Köln beispielsweise mit dem Bürgerverein Dellbrück e. V. zu Entwicklung und Ausbau des Gewässers Strunde aus.  

Weitere Beispiele, wie wir mit Personen, Institutionen und Verbänden auf kommunaler und regionaler Ebene in den Dialog treten, sind in den Kriterien 9 und 10 beschrieben.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Die wirtschaftlichen Kennzahlen der StEB Köln sind im Nachhaltigkeitsbericht ab Seite 50 veröffentlicht.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die StEB Köln betreiben keine unmittelbare politische Lobbyarbeit, sondern äußern ihre Anliegen über Fachverbände und kommunale Spitzenverbände. Als ein vom Verwaltungsrat politisch kontrolliertes Tochterunternehmen der Stadt Köln begründen wir notwendige Unternehmensentscheidungen gegenüber unserem Aufsichtsorgan und bei Bedarf gegenüber den politischen Parteien im Rat der Stadt Köln.

Die StEB Köln zahlen keine Zuwendungen an Regierungen und spenden nicht an Parteien und Politiker. Alle relevanten Gesetze werden über ein Rechtskataster ständig beobachtet und Änderungen berücksichtigt.  Im Berichtsjahr gab es für die StEB Köln keine nennenswerten relevanten Gesetzesänderungen.

Als eines der großen Unternehmen auf dem Gebiet der Stadtentwässerung in Deutschland wird die Expertise des Unternehmens von unterschiedlichen Stellen auch überregional aktiv nachgefragt. Im Berichtsjahr brachten wir beispielsweise unsere Fachexpertise in Bezug auf Mikroschadstoffe und Klimafolgenanpassung in den gemeinsam vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt durchgeführten Nationalen Wasserdialog ein. Darüber hinaus sind wir Mitglied in einer Vielzahl von Organisationen, Vereinen und Verbänden. Teilweise wird die Mitgliedschaft aktiv gestaltet, teilweise ist das Unternehmen nur indirektes Mitglied über die Stadt Köln und teilweise erfolgt keine unmittelbare Wahrnehmung einer Mitgliedschaft, da sich diese aus Verbandssatzungen oder des Verbandsgesetzes ergibt. Vereinendes Merkmal aller Mitgliedschaften ist der Austausch und die Weiterentwicklung von Expertenwissen mit dem Ziel, die Aufgaben der Daseinsvorsorge nachhaltiger wahrzunehmen. Der Aspekt der Partizipation ist dabei zentral.

Aktiv sind die StEB Köln in folgenden Organisationen tätig:

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Die StEB Köln spenden kein Geld und auch keine Sachleistungen weder direkt noch indirekt an politische Parteien im In- oder Ausland.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Um gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten im Unternehmen zu fördern, haben wir bereits 2013 einen Verhaltenskodex für unsere Beschäftigten eingeführt. Er wird ihnen bei Eintritt ins Unternehmen übergeben. Darüber hinaus gibt es Dienstanweisungen zu Compliance-Themen, beispielsweise die Dienstanweisung „Richtiges Verhalten bei Zuwendungen und Geschenken“. In Schulungen und Fachseminaren bilden wir sie bei Bedarf zu geltenden Regelwerken fort. Um den Überblick über die laufende Gesetzgebung nicht zu verlieren, pflegen wir ein digitales Rechtskataster, in dem eine Großzahl der das Unternehmen betreffenden rechtlichen Regelungen erfasst wird. Jede Regelung wird einem Fachbereich und dort den zuständigen Mitarbeitenden zugewiesen. Diese überprüfen die Einhaltung der Regelung und vermerken dies im elektronischen Rechtskataster. Der Unternehmensleitung wird nach ihrem Bedarf über den Erfüllungsstatus des Rechtskatasters berichtet. Dies ermöglicht ihr die Kontrolle über die Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen. In den Bereichen, die nicht vom Rechtskataster erfasst werden, sind die Abteilungsleitungen für die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben verantwortlich. Bei der Ermittlung der rechtlichen Anforderungen werden sie von der Rechtsabteilung auf Anfrage unterstützt. Teilweise wurden in den Bereichen eigene Compliance-Systeme implementiert (etwa im Bereich Rechnungswesen). Im Bedarfsfall erfolgt die rechtliche Betreuung auch durch externe Spezialisten (Rechtsanwälte, Steuerberater), so etwa in den Bereichen Rechnungswesen und Personalabteilung.

Die Verantwortung für das Thema Compliance liegt direkt beim Vorstand, der bei der Umsetzung von den Führungskräften unterstützt wird. Durch eine transparente Übertragung von Risiko- und Kontrollverantwortung in die Fachabteilungen, an Prozessverantwortliche und an Beauftragte unterstützen wir den verantwortungsvollen Umgang mit Compliance-Themen weiter. 

Als Ergebnis einer umfassenden Analyse haben wir festgestellt, dass sich keine wesentlichen Risiken aus der Geschäftstätigkeit der StEB Köln, deren Geschäftsbeziehungen und aus deren Produkten oder Dienstleistungen ergeben, die Auswirkungen auf die Bekämpfung von Korruption und Bestechung haben und die nicht bereits durch die ergriffenen Maßnahmen abgedeckt sind. Die bestehende Zielsetzung, rechtswidriges Verhalten und insbesondere Korruption zu vermeiden, wird demnach mit den bestehenden Mitteln erreicht.  

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Die StEB Köln ist ein kommunales Unternehmen der Stadt Köln. Andere Geschäftsstandorte werden nicht betrieben. Die in Deutschland und der Europäischen Union geltenden gesetzlichen Vorgaben zur Vermeidung und Bekämpfung von Korruption werden durch uns eingehalten.

Es wurden entsprechend keine Geschäftsstandorte im Hinblick auf Verstöße wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und / oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich überprüft, weil es dazu keinen Anlass gab.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Bei den StEB Köln wurden im Berichtszeitraum keine Korruptionsvorfälle bekannt, festgestellt oder geahndet.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Es wurde im Berichtszeitraum kein Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt.