14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Da die GEWOBA nur in der Bundesrepublik tätig ist, gilt grundsätzlich die deutsche Gesetzgebung. Die Arbeitnehmerrechte der GEWOBA-Beschäftigten sind im Tarifvertrag der Wohnungswirtschaft sowie in verschiedenen Betriebsvereinbarungen umfassend geregelt. Die Vertretung der Beschäftigten erfolgt durch den Betriebsrat Bremen, den Betriebsrat Bremerhaven und den Gesamtbetriebsrat sowie die fünf Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. Weitere Organe der Arbeitnehmervertretung sind die Jugendauszubildendenvertretung (JAV) und die Schwerbehindertenvertretung (SBV). Darüber hinaus hat das Unternehmen eine Familienbeauftragte ernannt. Der Vorstand berichtet durchschnittlich dreimal im Jahr über das nachhaltige Geschäftsmodell und die Geschäftsentwicklung in der Betriebsversammlung. Außerdem informiert die Unternehmensleitung regelmäßig im firmeneigenen Netz über aktuelle Themen und Entwicklungen. Das Unternehmen fördert die Beteiligung der Beschäftigten am Nachhaltigkeitsmanagement zum einen durch ein Betriebliches Ideenmanagement und zum anderen durch eine Bonuszahlung, die sich am Unternehmenserfolg (EBITDA) orientiert. Die GEWOBA beauftragt nur Auftragnehmer, die sich bereit erklärt haben, den bremischen Mindestlohn zu zahlen. Bei Ausschreibungen gibt es ein Verfahren, in dem der Bewerber mit seiner Bewerbung eine Tariftreueerklärung abgibt, mit der Verpflichtung zur Mindestlohnzahlung und Einwilligung, dass die bremische Sonderkommission „Mindestlohn“ eine Mindestlohnprüfung durchführen kann.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Chancengerechtigkeit und Vielfalt
Als Mitglied im Arbeitgeberverband der Deutschen Immobilienwirtschaft e.V. sind für die GEWOBA die Tarifverträge der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in der jeweils aktuellen Version maßgebend. Diese schaffen einen Rahmen für eine angemessene Bezahlung, gute Arbeitsbedingungen und sichere Arbeitsplätze. Sie reduzieren die Gefahr der Benachteiligung von Frauen, Menschen mit Behinderungen und Flüchtlingen.

Im April 2013 hat die GEWOBA die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Parallel dazu entwickelte das Unternehmen das „Leitbild der Vielfalt“, das die wertschätzende Unternehmenshaltung zur menschlichen Vielfalt in all ihren Dimensionen darstellt und den Beschäftigten in Alltagssituationen eine klare Orientierung gibt. Zur Stärkung und Verstetigung wurde die Stelle des Diversity-Beauftragten geschaffen. Dieser entwickelt zum Beispiel vorhandene Maßnahmen weiter oder organisiert Mitarbeiterschulungen und ist zentraler Ansprechpartner für Beschäftigte und Externe.
Der Diversity Preis „Der Bunte Schlüssel: Vielfalt gestalten!“ wird von der Hochschule Bremen (HSB) und weiteren Trägern einmal jährlich ausgelobt. Die GEWOBA gehört nicht nur zu den Diversity-Preisträgern, sondern ist inzwischen auch Mitglied in der Trägergemeinschaft. 

Frauenförderplan
Ebenfalls in 2013 hat das Unternehmen einen Frauenförderplan verabschiedet. Der Frauenförderplan der GEWOBA hat zum Ziel, Voraussetzungen zu schaffen, Strukturen zu verbessern und Frauen gezielt zu fördern, so dass Frauen in allen Bereichen und Funktionen gleichberechtigt vertreten sein können, wo sie bisher unterrepräsentiert sind. Es geht nicht um Sonderrechte für Frauen, sondern um die gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die GEWOBA setzt auf eine strategische
Vernetzung der verschiedenen Gremien. Der Arbeitskreis Gesundheit arbeitet eng mit dem Arbeitsschutzausschuss (ASA), dem Analyseteam (zuständig für die Gefährdungsbeurteilungen der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz) und weiteren Funktionsträgern (Sozialmanagement, Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, Familienbeauftragte, Ombudsfrau) zusammen.  Mit dem 2012 eingeführten Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM), richtet sich die GEWOBA strategisch auf eine demographiefeste Zukunft aus. Das BGM zielt dabei auf die Verhaltens-, Verhältnis- und Systemprävention ab und umfasst Maßnahmen, mit denen die Beschäftigungsfähigkeit und insbesondere die Gesundheit der Beschäftigten beeinflusst werden können. Ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) dient dem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit. In diesem Rahmen wurden zum Beispiel Arbeitsplatzanalysen verschiedener Beschäftigtengruppen vorgenommen oder ein unternehmensweiter Gesundheitstag organisiert.

Beruf und Familie
Seit November 2008 ist die GEWOBA als familienfreundliches Unternehmen nach dem audit berufundfamilie der gemeinnützigen Hertie-Stiftung zertifiziert. Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket unterstützt die GEWOBA alle Beschäftigten, berufliche und familiäre Anforderungen besser in Einklang zu bringen. Dazu gehören zum Beispiel flexible Arbeitszeitmodelle, Lebensarbeitszeitkonten, Betreuungszuschüsse und Rückkehrer-Regelungen. Ansprechpartner für das Thema Beruf und Familie ist die Familienbeauftragte. Im Jahre 2017 erfolgte die erneute Reauditierung.


Nachweis: http://www.gewoba.de/unternehmen/corporate-social-responsibility/

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Übergeordnetes Ziel des Personalmanagements ist es, qualifizierte Beschäftigte langfristig an das Unternehmen zu binden. Somit verfolgt das Unternehmen eine flexible, lebensphasenorientierte Personalpolitik. Dazu gehören zum Beispiel weitreichende Maßnahmen aus dem berufundfamilie-Programm oder für die Fort- und Weiterbildung der Beschäftigten, ein modulares Konzept des lebenslangen Lernens. Weiterbildungsbedarfe werden jährlich mit den Führungskräften und  alle zwei Jahre  im Rahmen der  Beschäftigtengespräche ermittelt. Alle Auszubildenden erhalten eine einjährige Weiterbeschäftigungsgarantie.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht. Link

-  Anzahl der  Langzeiterkrankten zum 31.12.2017: 17 Mitarbeiter. Anteil der Langzeiterkrankten an der Gesamtanzahl der Mitarbeiter beträgt 3,41%.

- Krankenquote gesamt: 5,36%
- Unfallquote: 9 per Unfallanzeige gemeldete Unfälle, 0,18%
- Todesfälle: ./.

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden. Link

Es gibt keine Themen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden.

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie. Link

weibliche Beschäftigte:  10,66 Stunden

männliche Beschäftigte:  12,61 Stunden
 

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren. Link

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Männlich:  12
Weiblich:  3

Zusammensetzung des Vorstands

Männlich: 2
Weiblich: ./.

Zusammensetzung der Führungsebene (inkl. Vorstand)

Männlich:  35
Weiblich:  12
Von  47 Leitungspositionen sind zwölf weiblich besetzt, das entspricht insgesamt einer Quote von 26 Prozent. Die GEWOBA strebt an, diese Quote auf 30 Prozent zu erhöhen.

Insgesamt beschäftigt die GEWOBA 37 Mitarbeiter mit Migrationshintergrund, davon haben 30 Beschäftigte ein ausländisches Geburtsland (wie zum Beispiel Afghanistan, Großbritannien, Kasachstan, Polen Türkei, Spanien oder Weißrussland) und 13 Kollegen eine zweite Staatsangehörigkeit. Vier Mitarbeiter weisen beide Kriterien auf. Schwerbehindertenquote: 6,6 %
Altersgruppen:

< 25 Jahre =  5,82 %
26 – 30 Jahre =  7,23%
31 – 35 Jahre =  6,83%
36 – 40 Jahre =  10,64%
41 – 45 Jahre =  13,65%
46 – 50 Jahre =  17,07%
51 – 55 Jahre =  18,47%
56 – 60 Jahre =  14,86%
> 60 Jahre =  5,42%
Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen.
Link Es wurden keine Diskriminierungsfälle festgestellt.   Ausbildungsquote
Ausbildungsquote (optional): 4,60 Prozent  %
  Mitarbeiterfluktuation Mitarbeiterfluktuation (optional):1,00 Prozent (gesamte Fluktuation 2017)

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen. Link

Es wurden keine Diskriminierungsfälle festgestellt.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Im Kerngeschäft, der Bewirtschaftung von Wohnungen und Gewerbeimmobilien, hat die GEWOBA als regional tätiges Unternehmen nur in wenigen Teilbereichen außereuropäische Lieferketten. Das Thema Menschenrechte ist grundsätzlich durch die deutsche Gesetzgebung geregelt. Seit 2015 ist die GEWOBA Mitglied im Bremer Bündnis für sozialverträgliche Beschaffung von PC-Hardware. Das Bündnis setzt sich für höhere Sozial- und Arbeitsrechtsstandards in der Computerindustrie ein. Bei Ausschreibungen werden Ausführungen der Bieter zu Herstellungsbedingungen und Rohstoffgewinnung gefordert, welche mindestens zehn Prozent der qualitativen Angebotsbewertung ausmachen. Bei der Beschaffung von Werbemitteln verpflichten sich die Auftragnehmer und Unterauftragnehmer, bei der Ausführung ihres Auftrags die Vorschriften einzuhalten, mit denen die entsprechenden Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in nationales Recht umgesetzt worden sind.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden. Link

Die GEWOBA arbeitet im Wesentlichen mit regionalen Partnern. Alle Auftragnehmer werden vertraglich verpflichtet, insbesondere die Bremischen Mindestlohnregelungen einzuhalten. Überprüfungen der Einhaltung von Vertragsbestimmungen erfolgen nur im Einzelfall. Ein Monitoring wird nicht nicht für sinnvoll erachtet.

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden. Link

Die GEWOBA hat Verfahren zur Meldung und Kontrolle für die Einhaltung der Zahlung von Mindestlöhnen in ihren Auftragsverhältnissen mit der bremischen Sonderkommission Mindestlohn vereinbart. Es erfolgt kein Monitoring auf Ebene der Geschäftsstandorte, da die GEWOBA ausschließlich regional tätig ist.

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden. Link

Die GEWOBA hat ein Verfahren zur Meldung und Kontrolle für die Einhaltung der Zahlung von Mindestlöhnen in ihren Auftragsverhältnissen mit der bremischen Sonderkommission Mindestlohn vereinbart. Alle Auftragnehmer der GEWOBA werden vertraglich verpflichtet, Mindestlohnregelungen einzuhalten.
Siehe Leistungsindikator G4-HR1

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen. Link

Erhebliche tatsächliche oder potenzielle negative Auswirkungen in der Lieferkette sind nicht bekannt. Es mussten keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Mehr als 85.000 Mieter haben in Bremen und Bremerhaven ihr Zuhause bei der GEWOBA gefunden. Damit stehen die Mieter im Fokus unserer Aktivitäten. Dazu gehören die Weiterentwicklung der Quartiere und Wohnungsbestände, der Ausbau des Service und des Engagements, die Pflege und Entwicklung von Nachbarschaften und Integration neuer Bewohner sowie das Eingehen von Partnerschaften und Kooperationen. Dabei ist die Rolle der GEWOBA im Wesentlichen die des Impulsgebers, Unterstützers und Förderers:
• Aktive Mitwirkung im Quartiersmanagement
• Kooperationspartner in örtlichen Netzwerken
• Impulsgeber und Förderer für soziale Infrastruktur
• Förderer der Gemeinwesenarbeit
• Initiator und Unterstützer von Aktivitäten, die auf Gemeinschaft und Nachbarschaft ausgerichtet sind
• Initiator von Serviceangeboten
• Schaffung von Mietertreffpunkten durch Um-, An- oder Neubau von Räumen

Maßnahmen ergeben sich zum Beispiel aus Quartiersentwicklungskonzepten oder durch den direkten Kontakt mit Anwohnern, Stadtteilakteuren und der Ortspolitik. Auch die GEWOBA-Stiftung zur Förderung der Bildung im öffentlichen Schulwesen zahlt auf das Gemeinwesen in den Quartieren ein. Sie unterstützt finanziell Schulprojekte im Land Bremen mit dem Ziel, zu einer hohen Qualität der Bildung und Erziehung sowie Freizeitgestaltung beizutragen.


Nachweis: www.gewoba.de/unternehmen/corporate-social-responsibility/ (Tätigkeitsbericht 2017, S. 64ff)

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert. Link

BILANZZAHLEN 2017

Jahresüberschuss: 36,7 Mio. Euro
EBITDA: 96,2 Mio. Euro
Umsatzerlöse: 272,4 Mio. Euro
Personalaufwand: 33,5 Mio. Euro Steueraufwand: 3,5 Mio. Euro
Dividendenausschüttung: 22,2 Mio. Euro

Nachweis: www.gewoba.de, Geschäftsbericht 2017

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die GEWOBA ist politisch nicht aktiv. Sie setzt sich jedoch in verschiedenen Verbänden und Gremien für die Interessen ihrer Anspruchsgruppen und die Weiterentwicklung ihrer Nachhaltigkeitsleistungen ein. Die GEWOBA hat sich Grundsätze zur Gewährung von Spenden auferlegt. Diese werden gleichermaßen für Sponsoring und weitere Engagements angewendet. Hauptkriterien sind, dass die geförderten Organisationen und Institutionen grundsätzlich im Geschäftsgebiet der GEWOBA tätig sein sollen und dass die Förderungen den Kunden und Mietern zugutekommen. Als Ausschlusskriterium ist festgelegt, dass keine Spenden an politische Parteien geleistet werden. Transparenz über die Verwendung des festgelegten Spendenbudgets schafft ein jährlicher Spendenbericht im Aufsichtsrat. Die GEWOBA und ihre Beschäftigten sind Mitglied in verschiedenen Verbänden und Gremien:

• AGW Arbeitsgemeinschaft Großer Wohnungsunternehmen
• GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- u. Immobilienunternehmen e. V., Berlin
• vdw Verband der Wohnungswirtschaft Bremen/Niedersachsen, Hannover
• agWohnen Arbeitsgemeinschaft der Wohnungswirtschaft Bremen/Bremerhaven
• Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sanierungs- und Entwicklungsträger • BVI Bundesverband der Immobilienverwalter e.V.
• DASL Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung, Berlin
• Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V., Berlin
• Die Stadtentwickler.Bundesverband
• vhw Bundesverband für Wohneigentum und Stadtentwicklung e. V.
• Kompetenzzentrum Großsiedlung e. V., Berlin
• Gesellschaft zur Förderung der Forschung auf dem Gebiet des Siedlungs- und Wohnungswesens e. V., Münster
• InWIS Gemeinnütziger Förderverein für Wohnungswesen, Städteplanung und Raumordnung
• EUROHNET (European Housing Network)
• Förderverein Baukultur, Berlin
• Förderverein Wirtschaft pro Metropolregion e. V.
• Deutsche Gesellschaft für Personalführung e. V.
• Verein der Freunde und Förderer des Ausbildungswerks der Wohnungswirtschaft e. V., Bochum
• Impulsgeber Zukunft e. V., Bremen
• DESWOS
• Förderverein der Klimaschutzagentur energiekonsens e.V.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem. Link

Es wurden keine Spenden an politische Parteien geleistet.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Als eines der ersten deutschen Wohnungsunternehmen hat die GEWOBA in 2009 ein umfassendes
Compliance-Management (CM) zum Schutz ihrer Beschäftigten und des Unternehmens eingeführt. Ziel des  CM ist es Compliance-Verstößen vorzubeugen,  Compliance-Risiken zu erkennen und diese zu überwachen sowie eventuelle Verstöße vollständig aufzuklären.  Neben der in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Betriebsvereinbarung zur Rechtstreue in der GEWOBA gibt es ein CM-Handbuch, welches neben der Darstellung der Aufbau- und Ablauforganisation des Compliance auch die revisionssichere Dokumentation des CM der GEWOBA gewährleistet.

Für das Geschäftsjahr 2017 wurden acht Compliance-Risiken als bedeutsam erachtet.

Nr. Bedeutsame Compliance-Risiken 2017
Unternehmen
1 Korruptionsrisiko (Bestechung und Bestechlichkeit)
IT
2 Risiko der Verletzung der IT-Compliance (IT-Sicherheit, Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität, Datensicherheit und Datensicherung - Zugangs-, Zugriffs- und Weitergabekontrollen)
Betriebswirtschaft
3 Risiko der Bilanzmanipulation
Personalmanagement
4 Risiko der Verletzung des Arbeitszeitgesetzes und/oder von geltenden Betriebsvereinbarungen zu diesem Thema
Immobilienwirtschaft
5 Risiko der Verletzung der Verkehrssicherungspflichten
Immobiliendienstleistungen
6 Risiko der nicht ordnungsgemäßen Durchführung des Ausschreibungsverfahrens
7 Risiko der Nichteinhaltung des Wohnungseigentumsgesetzes (WoEigG) sowie der nicht pflichtgerechten Erfüllung der Verwalterpflichten
8 Risiko der Nichteinhaltung der Vorschriften zum Mindestlohn (z. B. Führung von Stundenaufzeichnungen für geringfügig Beschäftigte) und der Vorschriften zur Sozialversicherung sowie der Arbeitsgesetze bei der Betreuung und Abwicklung von Beschäftigungsverhältnissen der durch die GEWOBA betreuten Wohnungseigentumsgemeinschaften

Die Gesamtverantwortung für das CM liegt beim Vorstand. In ihrem Verantwortungsbereich ist jede Führungskraft der GEWOBA für die Compliance und damit für die Umsetzung des CM persönlich verantwortlich. Zur Durchführung der wesentlichen Aufgaben des CM hat der Vorstand eine Compliance-Beauftragte ernannt.

Durch regelmäßige Quartals- und Jahresberichte des CM werden Vorstand sowie Aufsichtsrat umfassend über die Compliance-Situation im Unternehmen unterrichtet. Hinweisen auf mögliche Compliance-Fälle wird durch das CM mit eigenen Untersuchungen aktiv nachgegangen, wozu bei Bedarf auch die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden  gehört. Im Falle von gravierenden Compliance-Verstößen erfolgt eine sofortige Meldung an Vorstand und Aufsichtsrat.

Im Rahmen der Einführung des CM wurden alle Beschäftigten grundlegend über das Thema informiert. Mindestens einmal jährlich findet für neue Beschäftigte eine Grundlagenschulung zur Compliance in der GEWOBA statt. Darüber hinaus bekommen neue Beschäftigte durch das Personalmanagement ein Merkblatt zum CM der GEWOBA zu Beginn ihrer Tätigkeit ausgehändigt. Das CM steht außerdem den Beschäftigten als Ansprechpartner zur Compliance unterstützend zur Seite.

Die Prüfungstätigkeit der Internen Revision (IR) erstreckt sich auf Aktivitäten und Prozesse innerhalb des Unternehmens und der Beteiligungen. Die IR ist bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unabhängig und als Kontrollorgan tätig, versteht sich jedoch soweit als möglich als Dienstleister für das Unternehmen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken. Link

Es gibt nur einen Geschäftsstandort. Hier befanden sich in 2017acht für das Unternehmen bedeutsame Compliance-Risiken in der quartalsweisen Überprüfung.

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen. Link

Es liegen keine bestätigten Korruptionsfälle vor.

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften. Link

Es liegen keine Fälle vor.