14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Es gilt der Tarifvertrag der Wohnungswirtschaft. Ein von der Belegschaft gewählter Betriebsrat fungiert als Partner der Geschäftsführung in allen Fragen der Mitarbeiterrechte und -interessen. Wir benutzen einen Share-Point, um alle Mitarbeiter mit aktuellen Informationen zu versorgen. Jeder Mitarbeiter hat das Recht einen Beitrag zu veröffentlichen. Ein Meinungs- und Informationsaustausch findet auch bei den quartalsweise stattfindenden Betriebsversammlungen statt. Das Unternehmen ist nicht international tätig.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Neben dem Tariflohn gewährt die Joseph-Stiftung umfangreiche Sozialleistungen wie z.B. die Beihilfeversicherung und die betriebliche Altersversorgung. Wir führen nicht nur die verpflichtenden Ersthelfer-Schulungen und Sehtests durch, sondern stellen auch Räumlichkeiten und gewähren Zuschüsse zu Rückgymnastikkursen mit zertifiziertem Übungsleiter. Für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt es zudem einen eigens dafür beauftragten Mitarbeiter. Die individuellen familiären Bedürfnisse berücksichtigen wir durch: diverse individuelle Teilzeitmodelle, Elternzeit von bis zu drei Jahren, Beschäftigung in Teilzeit während der Elternzeit, Wechsel von Vollzeit in Teilzeit nach der Elternzeit, Erhöhung der Teilzeitstunden, wenn die Kinder größer geworden sind. Im Jahr 2013 konnten wir einen in Teilzeit arbeitenden Mitarbeiteranteil von 54% der Gesamtbelegschaft verzeichnen. Das Unternehmen hat eine Beauftragte für Chancengleichheit; sie berät und unterstützt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Im Durchschnitt haben deutsche Unternehmen in 2014 zusätzlich zum Einsatz von Arbeitsstunden 534,00 € direkte Kosten für ihre Mitarbeiter für Fort-und Weiterbildung aufgewendet. Die Joseph-Stiftung liegt als Arbeitgeber mit 15 % bzw. 611,11€ bei 180 Beschäftigten über diesem Schnitt. Zudem förderte die Joseph-Stiftung im Jahr 2014 vier Mitarbeiter bei ihrer Weiterqualifizierung zum Immobilienfachwirt, einen Beschäftigten beim Studium zum Diplom-Immobilienwirt und Bachelor of Arts Real Estate sowie einen Mitarbeiter beim Studium zum Master of Business Administration (MBA).

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht. Link

Für 2014:
1 Unfalltag
Keine arbeitsbedingten Todesfälle

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden. Link

Keine

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie. Link

Liegt nur gesamt vor: 1,2 Fortbildungstage pro Mitarbeiter pro Jahr

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren. Link

Der siebenköpfige Stiftungsrat besteht aus 6 Männern und 1 Frau. Der Vorstand besteht aus 3 Männern.
Mitarbeiterzahl gesamt in 2014: 180, davon 107 weiblich und 73 männlich.

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen. Link

keine

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Joseph-Stiftung und ihre Geschäftstätigkeit sind regional begrenzt und unterliegen den deutschen Gesetzen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden. Link

nicht relevant

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden. Link

nicht relevant

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden. Link

Es liegen keine Daten vor.

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen. Link

Es liegen keine Daten vor.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Unsere Studentenwohnheime mit 1.759 Wohnplätzen in Bamberg, Bayreuth
und Erlangen sind öffentlich gefördert. Aus diesem Engagement für junge Menschen resultieren weitergehende Mietverzichte von ca. 1Mio.€ pro Jahr. In Bamberg unterhalten wir ein Haus mit zwölf Wohnungen speziell für kinderreiche Familien. Die Miete oder besser gesagt einen Mietzuschuss errechnen wir in Abhängigkeit von der Kinderzahl. Konstant liegt die Zahl der in diesem Haus lebenden Kinder bei 25 bis 30. Unverschuldet in Not geratene Mieter unterstützen wir im Einzelfall durch unseren Soziafonds. Jährlich 100 Kinder finanziell schwacher Mieter erhalten auf unsere Kosten einen Ferienpass. Aktuell prüfen wir bei jeder frei werdenden Wohnung, ob diese für nach Asylrecht anerkannte Flüchtlinge geeignet ist. Ausgenommen sind Wohnungen für von Obdachlosigkeit bedrohte Familien, von denen wir 24 in Nürnberg vorhalten, sowie Einzelfälle, bei denen wir den Betroffenen entweder über spezielle Modelle wie Probemietverhältnisse oder über Bürgschaften eine Wohnung zur Verfügung stellen. An Spenden haben wir in 2014 für gemeinnützige Projekte ca. 71T€ zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus unterstützen wir den sozialen Zusammenhalt in einzelnen Quartieren mit Quartiersmanagern und sozialen Quartiersaktivitäten.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert. Link

Anteil von Wohnungen mit Sozialbindung am Gesamtbestand: 56%

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Joseph-Stiftung ist Mitglied in zahlreichen wohnungswirtschaftlichen Verbänden und Vereinigungen. Daneben bestehen weitere (Pflicht-)Mitgliedschaften, insbesondere in kirchlichen Gruppierungen, u.a.:

ADS Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sanierungs- und Stadtentwicklungsträger, Kempten (Bundesarbeitsgemeinschaft im GdW); AdW Oberfranken - Arbeitsgemeinschaft oberfränkischer Wohnungsunternehmen, Hof; Arbeitgeberverband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V., Düsseldorf; Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V., Berlin; DESWOS Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e.V., Köln; EFL - European Federation for Living, Amsterdam NL; Immobilien - Regionalservice Arbeitsgemeinschaft der Wohnungsunternehmen in der Metropolregion Nürnberg; KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V., Bundesverband für Wohnungswesen und Städtebau, Berlin; VdW Bayern - Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (Baugenossenschaften und -gesellschaften) e.V., München; Vereinigung der Wohnungsunternehmen Mittelfranken e.V., Nürnberg; vhw - Bundesverband für Wohneigentum und Stadtentwicklung e.V., Berlin

Für das Unternehmen relevant sind vor allem Gesetzgebungsverfahren im Bereich Wohnungsbau und Energie. Spenden an Parteien erfolgen nicht. Die wohnungswirtschaftlichen Interessen werden primär über die obengenannten Verbände wahrgenommen. Spenden und Hilfsmaßnahmen erfolgen primär im sozial-gemeinnützigen Bereich an regionale, vor allem auch kirchliche Einrichtungen in unserem Einzugsgebiet ( z.B. aktuell für Flüchtlinge). Eine strategische Partnerschaft besteht mit der Caritas in der Erzdiözese Bamberg.


Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem. Link

Keine

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Grundsätze und Regeln sind im Stiftungsstatut, dem Unternehmensleitbild, den Leitlinien für die Mitglieder der Stiftungsorgane, der Geschäftsordnung für den Vorstand, der Stiftungscard, dem Risikomanagementhandbuch und dem Stiftungshandbuch verbindlich festgelegt. Eine externe Ombudsstelle für die Unternehmensgruppe wurde eingerichtet. Bestätigte Korruptionsfälle sind keine bekannt. Im Rahmen von Betriebsversammlungen werden die Mitarbeiter über dieses Thema regelmäßig informiert. Intern wird ab kommenden Jahr ein Compliance-Beauftragter tätig werden. Die Aktualität von Verfahrens- und Dienstanweisungen wird durch geregelte Verantwortlichkeiten und Termine regelmäßig überprüft.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken. Link

Keine

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen. Link

Keine

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften. Link

Keine