14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Auf Unternehmensebene: Der HTGF setzt sich dafür ein, ein guter Arbeitgeber zu sein, d.h. im Einzelnen:
Der HTGF hat keine angestellten Mitarbeiter*innen außerhalb Deutschlands.

Auf Produktebene (HTGFs Investments und Portfolio):
Es gibt beim HTGF keine wesentlichen Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit oder Geschäftsbeziehungen ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Arbeitnehmerrechte haben.

Eine Beteiligung der Mitarbeiter am Nachhaltigkeitsmanagement erfolgt projektbezogen.   

Es gibt beim HTGF (weder auf Unternehmensebene aufgrund der Compliance mit allen Gesetzen und Standards) als auch auf Produktebene (aufgrund der durchgeführten Due Diligence) keine wesentlichen Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit oder Geschäftsbeziehungen ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Arbeitnehmerrechte haben.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die Chancengerechtigkeit ist im Unternehmen gegeben. Bei gleichen Aufgaben und gleichen Qualifikationen ist die Bezahlung gleich. Auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird geachtet. Der respektvolle und wertschätzende Umgang mit den Mitarbeiter*innen ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenskultur des HTGF. Im Mittelpunkt steht dabei der Grundsatz der Chancengleichheit. Für den HTGF bedeutet dies die Gleichbehandlung und Förderung aller Mitarbeiter*innen – ungeachtet ihres Geschlechts oder Alters, ihrer physischen Fähigkeiten, ethnischen Zugehörigkeit, sexuellen Orientierung, Religion oder Weltanschauung.

Der HTGF gehört in Deutschland zu den Venture Capital-Fonds mit dem höchsten Frauenanteil im Investmentteam und Management. Aber es bewerben sich nach wie vor deutlich weniger Frauen als Männer auf entsprechende Positionen. Um Hemmschwellen für potenzielle Bewerberinnen weiter abzubauen, hat der HTGF die Personalstruktur und -prozesse analysiert und sich eine Agenda gegeben:
Auf Portfolioebene

Mehr Frauen für das Gründen im Hochtechnologie-Bereich zu motivieren ist eine Gesellschaftsaufgabe. Sie beginnt in der Schule, setzt sich über Ausbildung/Studium fort und mündet in der Schaffung von guten Voraussetzungen für Gründerinnen. Dazu leistet der HTGF einen Beitrag und fördert den Diskurs.

Ein quantitatives Ziel oder ein Ziel mit Zeithorizont sind hier aufgrund des spezifischen Fachkräftemangels in dieser Branche nur sehr schwer zu erreichen. Das qualitative Ziel ist verhältnismäßig.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Der HTGF ist sich der Herausforderungen des demografischen Wandels bewusst und ist aus diesem Grund bestrebt, die Beschäftigungsfähigkeit aller Mitarbeiter*innen zu achten und zu fördern. Der HTGF legt Wert darauf, seine Mitarbeiter*innen gezielt in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung, z.B. durch ein breites Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten, zu unterstützen und auf künftige Herausforderungen vorzubereiten.  

Der HTGF legt großen Wert auf die regelmäßigen Schulungen aller Festangestellten (u.a. Workshops) und auf spezielle Schulung einzelner Mitarbeiter*innen bei Bedarf. Beim Onboarding neuer Mitarbeiter*innen wird ein Schulungsprogramm durchgeführt. Alle Mitarbeiter*innen werden zudem regelmäßig auf Compliance-Themen geschult.

Zunehmende berufliche wie private Belastungen und längere Lebensarbeitszeiten erfordern eine besondere Achtsamkeit gegenüber der Gesundheit der Mitarbeiter*innen. Aus diesem Grund hat der Fonds ein betriebliches Gesundheitsmanagement aufgebaut, welches zum Ziel hat, die Mitarbeiter*innen für gesundheitliche Themen zu sensibilisieren und gemeinsam erste Maßnahmen zu ergreifen.

Aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnisse im Team und der Unternehmensgröße werden Fördermaßnahmen individuell vereinbart. Es gibt keine quantitative Steuerung.  

Der HTGF arbeitet hier aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnisse im Team und der Unternehmensgröße nicht mit quantitativen Zielen.

Das wesentliche Risiko für die Geschäftstätigkeit vom HTGF ist ggf. Mangel an qualifiziertem Personal. Deshalb legt HTGF Wert darauf, seine Mitarbeiter*innen fortlaufend zu qualifizieren und persönlich und fachlich zu unterstützen. 

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Keine arbeitsbedingten Verletzungen und keine arbeitsbedingten Krankheiten 

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

 Nicht relevant. Es gibt aufgrund der Unternehmensgröße und des Geschäftsmodells keine Konsultation bzgl. Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Es gibt aufgrund der Unternehmensgröße keinen formellen Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschuss für Arbeitssicherheit.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Viele Termine betreffen das ganze Team ohne Unterscheidung nach Geschlecht oder Angestelltenkategorien; individuelle Schulungen erfolgen bei besonderem Bedarf einzelner Personen. Durchschnittliche Ausgaben für Weiterbildung pro VZÄ in Jahr 2021 liegen bei rd. 900 EUR.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Zu a. Die Gesellschafterversammlung und die Beiratsgremien übernehmen die Aufgaben und Zuständigkeiten eines Überwachungsorgans. Die Zusammenstellung der Gesellschafterversammlung hängt von den Zuständigkeiten innerhalb der Organisationen der Gesellschafter. Die Diversität variiert entsprechend mit wechselnden Zuständigkeiten. Keine Aussagekraft der Angabe zu aktuellen Personen (Geschlecht, Alter, andere Diversitätsindikatoren).  

Zu b. (31.12.2021) bei den Festangestellten von HTGF: Von 77 Festangestellten: 29 Frauen, 48 Männer Von 77 Festangestellten: 8 unter 30 Jahre alt, 54 30-50 Jahre alt, 15 über 50. Der Altersdurchschnitt liegt bei 41 Jahren.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Keine

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Für den HTGF sind die Menschenrechte von unabdingbarer Wichtigkeit und bedürfen eines speziellen Schutzes. Da die Geschäftstätigkeit des HTGF überwiegend auf nationaler Ebene stattfindet, geht der HTGF als Unternehmen generell davon aus, dass Menschenrechts-Standards von den Lieferanten eingehalten werden.

Auf Produktebene wird künftig der HTGF seine Portfoliounternehmen auf die Achtung der Menschenrechte in der Lieferkette aufmerksam machen müssen. Die Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes in den Start-ups ist eine Herausforderung für die Branche. 

Es ist nicht möglich, quantitative Ziele weder für HTGF als Unternehmen noch für die Portfoliounternehmen zu bestimmen, weil das Thema aufgrund des Geschäftsmodells wenig Anwendung findet.

Es gibt derzeit keine quantitativen Ziele, deshalb kann noch nicht über eine mögliche verpasste Zielerreichung berichtet werden.  

Auf Produktebene wird künftig der HTGF seine Portfoliounternehmen auf die Achtung der Menschenrechte in der Lieferkette aufmerksam machen müssen. Die Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes in den Start-ups ist eine Herausforderung für die Branche. In der Lieferkette liegen ggf. die einzigen Risiken in Bezug auf Menschenrechte.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Alle Dienstleister und Berater des HTGF (als Unternehmen) sind in Deutschland/der EU tätig. Deshalb ist dieser Punkt nicht relevant.  

Für das Portfolio s. oben ist diese Frage der Lieferkette eine aktuelle Herausforderung.  

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Nicht relevant. Keine Geschäftsstandorte außerhalb Deutschlands. Die deutschen Standorte sind nicht auf Einhaltung der Menschenrechte geprüft worden. 

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Nicht relevant. Keine neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Nicht relevant. Keine Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft werden. Aufgrund des Geschäftsmodells als Fonds hat der HTGF eine übersichtliche Lieferkette von Bürodienstleistern und Büroausstattung.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Unternehmerisches Handeln und gesellschaftliche Verantwortung gehören zusammen. Der HTGF trägt durch seine Geschäftstätigkeit wesentlich zum Gemeinwesen in der Region bei. Der Fonds ist Arbeitgeber, Ausbildungsbetrieb und Auftraggeber.

Darüber hinaus engagiert sich der HTGF aufgrund seiner Verantwortung als ein der größten Seed-Investoren in Europa für die Stärkung des Unternehmertums und der Gründungskultur in Deutschland: Kooperationen mit Hochschulen, Vorträge, bei denen schon sehr früh der Aufbau einer Gründungskultur und Sponsoring von Veranstaltungen sowie Podcasts zu diesen Themen. Einer der Geschäftsführer des HTGF unterstützt seit Jahren als Jury-Mitglied den deutschen Nachhaltigkeitspreis.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Aufgrund des Geschäftsmodells ist der unmittelbar erzeugte und ausgeschüttet wirtschaftliche Wert nicht ermittelbar. Der HTGF hat Zusagen für Kapital von den Gesellschaftern in Höhe von ca. EUR 900 Mio. Der Wert der Fonds wird erst bei Veräußerung aller Beteiligungen erzielt. Deshalb ist diese Betrachtungsweise her nicht zielführend. 

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Der HTGF ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK). Der HTGF arbeitet eng mit dem Bundesverband Deutscher Start-ups und mit dem BAND (Business Angels Netzwerk Deutschland e.V.).

Der HTGF spendet nicht an Parteien und Politiker. Der HTGF hat selbst kein politisches Engagement und keine Mitgliedschaft in einer politisch aktiven Organisation.    

Aufgrund seiner wichtigen Rolle im Start-up und Venture Capital Ökosystem wird der HTGF in Beratungsgremien auf Landes- und Bundesebene beteiligt. Viele gesetzgeberischen Vorhaben (alle Compliance relevanten Gesetzgebungsverfahren, das Verfahren über die Besteuerung der Management Fee, das Verfahren über die Stärkung des Fondsstandortes Deutschland, das Verfahren über die Gründung des Zukunftsfonds) betreffen den HTGF. Die Beteiligung des HTGF ist stets transparent: erfolgt in dafür vorgesehenen Gremien und in der Gesellschafterversammlung. Darüber hinaus gab es keine weitere Eingabe.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Keine

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Aspekte 1-3: Der HTGF als Bundesbeteiligung unterliegt dem Public Corporate Governance Kodex in der jeweils gültigen Fassung, der die Grundlage für eine effiziente, transparente und nachhaltige Unternehmensführung bildet. Die Regulierung übersteigt die Anforderungen an vergleichbare Unternehmen der Größenklasse des HTGF und führt zu einem vollumfänglichen Prozess-, Compliance- und Risikomanagementsystem. Verantwortliche Stelle für all diese Themen ist die Geschäftsführung der HTGF Management GmbH.  

Der HTGF hat ein umfassendes Compliance Management System mit:
Die Management-Struktur sieht in der Kompetenzrichtlinie eine klare Aufteilung von Aufgaben vor, ein umfangreiches Risikomanagement mit internen Kontrollen und einem Revisionsprozess ist eingerichtet. Um Risiken zu minimieren, arbeitet der HTGF prinzipiell im 4-Augen-Prinzip als Standard.  

Das Reporting an die Gesellschafter umfasst das quartalsweise Fonds-Reporting, die testierten Jahresabschlüsse aller Gesellschaften, das jährliche Reporting nach Public Corporate Governance Kodex, den Bericht der extern vergebenen internen Revision. Zudem wird im Rahmen der Prüfung der Jahresabschlüsse eine zusätzliche Compliance-Prüfung durch die Wirtschaftsprüfer nach § 53 HGrG durchgeführt.  

Aspekt 4: Die Compliance-Beauftragten sensibilisieren die Mitarbeiter*innen.
Aspekt 5: Es gibt klare Prozesse bei „non
 compliance“:  Intern werden Compliance-Verstöße an den jeweiligen Compliance-Beauftragten und an die Geschäftsführung gemeldet.  

Aspekt 6: Ein Risiko, mit dem HTGF besonders sensibel umgeht, ist die Geldwäsche bzw. die indirekte Unterstützung von Terrorismusfinanzierung. Hierzu hat HTGF eine nach GWG erforderliche Risikoanalyse durchgeführt und diese mit der BaFin abgestimmt. Die intensive KYC-Prüfung und die Überprüfung der Sanktionslisten erfolgen bei jeder Transaktion im 4-Augen-Prinzip. Der Prozess ist im Handbuch als vorvertragliche Pflicht geregelt. Der Punkt ist Teil der Checkliste Due Diligence.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Alle Betriebsstätten werden im Rahmen der Prüfung nach § 53 HGrG geprüft. Keine Korruptionsrisiken wurden ermittelt.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Keine

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Keine