14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unsere wichtigste Ressource. Sie bilden durch ihre qualifizierte und engagierte Leistung die Basis für das Erfolgsmodell Sparkasse Saarbrücken. Ihre Zufriedenheit, Motivation und Leistungsfähigkeit zu stärken, ist daher eine wesentliche Aufgabe einer nachhaltigen Personalarbeit.
Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehen in der Sparkasse Saarbrücken einen verlässlichen und verantwortungsbewussten Arbeitgeber. Allein im vergangenen Jahr haben 73 Mitarbeiter ihr 25. oder 40. Dienstjubiläum bei der Sparkasse Saarbrücken gefeiert. Beweggründe für eine langjährige Verbundenheit sind mit Sicherheit das umfangreiche Angebot an Weiterbildungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vielseitige berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sehr gute Sozialleistungen sowie sichere Arbeitsplätze.
Die Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Saarbrücken ist tarifgebunden. Auf die Arbeitsverhältnisse der Sparkassenbeschäftigten finden die Tarifverträge für das private Bankgewerbe und die öffentlichen Banken Anwendung.
Über die betriebliche Mitbestimmung hinaus, kann jeder Beschäftigte im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens seine Verbesserungsvorschläge einreichen und sich aktiv beteiligen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Möglichkeit, mit eigenen Ideen konstruktiv an dem Prozess und der Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens mitzuwirken. In verschiedenen Arbeitskreisen werden betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die operative Umsetzung der geschäftspolitischen Ziele involviert.
Zusätzlich fördert die Sparkasse Saarbrücken aktiv das soziale bzw. ehrenamtliche Engagement der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Geschäftstätigkeiten der Sparkasse Saarbrücken beschränken sich überwiegend auf das Geschäftsgebiet (Regionalverband Saarbrücken). Die Sparkasse Saarbrücken betreibt keine Niederlassungen im Ausland.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Wer vom Wissen und Können seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren will, muss ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Barrieren und Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Saarbrücken sollen Wertschätzung erfahren und werden unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität in gleichem Maße gefördert.
Die Laufbahnplanungen der Sparkasse Saarbrücken berücksichtigen auch die Vereinbarkeitsthematik hinsichtlich Beruf und Familie, die vor allem Frauen betrifft. So werden auch Frauen in Teilzeit in unseren hochqualifizierten Fach- und Führungslaufbahnen gefördert. Eine Förderung bleibt auch während der Elternzeit bestehen.
Mit Teilzeitmodellen kommen wir dem Bedürfnis nach flexiblen Arbeitszeiten entgegen und ermöglichen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Grad ihres Engagements je nach Lebenssituation im Einklang mit betrieblichen Belangen frei zu wählen.
Um das Arbeitsumfeld weiter zu optimieren und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen, bietet die Sparkasse Saarbrücken neben Teilzeitmodellen und variabler Arbeitszeit, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusätzlich zur gesetzlichen Elternzeit von drei Jahren auch ein Jahr betriebliche Elternzeit an. Über die gesetzliche Elternzeit hinaus können sie sich so insgesamt bis zu vier Jahre freistellen lassen. Ebenso können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Elternzeit durch Teilzeitmodelle in den Betrieb zurückkehren.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie setzt auch voraus, dass die Betreuung der Kinder während der Arbeitszeit gewährleistet ist. Zur (organisatorischen) Unterstützung kooperiert die Sparkasse Saarbrücken mit der Kinderbetreuungsbörse Saarbrücken/Völklingen und bietet einen Informationspool für Kinderbetreuung an. Das Angebot umfasst Kindertagespflege, Babysitting, Tagesmütter, etc..
Zunehmend an Bedeutung gewinnt die Unterstützung der Beschäftigten, die sich um die Pflege von älteren Angehörigen und/oder die Pflege von behinderten Familienangehörigen kümmern. So können sich Beschäftigte zusätzlich zur Pflegebeurlaubung nach dem Pflegezeitgesetz und nach dem Familienpflegezeitgesetzes weitere sechs Monate beurlauben lassen. Um Beruf und Pflege besser zu vereinbaren, haben Beschäftigte die Möglichkeit, befristet für die Dauer von zwei Jahren eine verringerte Arbeitszeit zu vereinbaren.
Im Jahr 2013 wurde die Sparkasse Saarbrücken als Anerkennung für die Leistungen im Bereich Vereinbarkeit von Beruf und Familie die Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen“ verliehen.
Der Sparkasse Saarbrücken liegen die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders am Herzen. Nur wer innerlich ausgeglichen und körperlich fit ist, kann sich motiviert seinen Aufgaben widmen. Wir unterstützen unsere Mitarbeiter/innen durch flexible Strukturen und bedarfsgerechte Angebote dabei, neben der Möglichkeit Beruf und Familie in Einklang zu bringen, auch dauerhaft gesund zu bleiben. Eigens aus diesem Grund betreibt die Sparkasse Saarbrücken seit 2013 ein betriebliches Gesundheitsmanagement.
Ziel des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist der Erhalt der Gesundheit, die Steigerung des Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter, die Förderung der Motivation und Zufriedenheit, die Steigerung der Identifikation mit dem Unternehmen sowie die Sensibilisierung für Eigenverantwortlichkeit und Eigeninitiative im Gesundheitsverhalten.
Um ein betriebliches Gesundheitsmanagement, das auf den Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgelegt ist, zu implementieren, wurde ein Ausschuss (Lenkungsausschuss BGM) mit diesem Thema beauftragt. Das Gesundheitsmanagement ist klar strukturiert und an einem eigens aufgestellten Gesundheitskonzept ausgerichtet.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Für eine optimale Beratung und Betreuung der Kunden ist eine höchstmögliche Fachkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unabdingbar. Bereits während der Ausbildung vermitteln wir grundlegende und breitgefächerte Beratungs- und Verhaltenskompetenz mit dem Ziel, unsere zukünftigen Bankkaufleute von Beginn an noch besser für ihre zukünftigen Aufgaben auszubilden.
Bei der Ausbildung geht die Sparkasse über das standardmäßige Ausbildungsniveau hinaus. Hier werden in Ergänzung zum Berufsschulangebot und der IHK-Ausbildungsprogramme zusätzlich auf Sparkassenbedürfnisse zugeschnittene Kenntnisse und Standards vermittelt.
Kontinuierliche Weiterbildung liegt gleichermaßen im Interesse des Arbeitgebers und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Wir bieten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hausinterne und externe Bildungsmaßnahmen an, die es ihnen ermöglichen, die Arbeitsplatz bezogenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu intensivieren und zu erweitern sowie den technischen, ökonomischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen anzupassen. Unsere internen Laufbahnplanungen verbinden die Förderung von Potenzialträgern mit Einstieg in die Laufbahnen; und die Förderung von Kompetenzträgern mit weiterem Aufstieg in den bereits eingeschlagenen Laufbahnen.
Die Qualifizierung von Nachwuchskräften durch zielgruppengerechte und maßgeschneiderte Angebote der Personalentwicklung stärkt die Identifizierung mit der Sparkasse Saarbrücken als Arbeitgeber.
Die Ausbildung von jungen Nachwuchskräften hat hohe Priorität und gilt als Investition in die Zukunft der Sparkasse Saarbrücken und in die Attraktivität der Region. Die Abteilung Personalentwicklung kümmert sich gezielt um den beruflichen Nachwuchs und bezieht in die Personalentwicklung gesellschaftliche sowie demographische Entwicklungen entsprechend mit ein. Zusätzlich leistet die Sparkasse Saarbrücken aktiv einen Beitrag zu Gesunderhaltung der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreibt seit mehreren Jahren ein eigenes Betriebliches Gesundheitsmanagement (siehe auch Kriterium 15).

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI LA7
Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie Summe der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region.

Die Zahl der Arbeitsunfälle lag 2014 bei 41 (davon 15 Wegeunfälle) mit in der Regel leichten Verletzungen. Im Jahr 2014 kam es zu keinen arbeitsbedingten Todesfällen.
Ermittelt nach Mitarbeiterkapazität (MAK) für unsere aktiven Angestellten lag die krankheitsbedingte Fehlzeitenquote im Jahr 2014 bei 7,11 % (4,26 % ohne langzeiterkrankte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).

Leistungsindikator GRI LA8
Unterricht, Schulungen, Beratungsangebote, Vorsorge- und Risikokontrollprogramme, die Mitarbeiter, ihre Familien oder Gemeindemitglieder in Bezug auf ernste Krankheiten unterstützen.

Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ermöglicht die Sparkasse Saarbrücken u.a. verschiedene Untersuchungen zur Darmkrebsfrüherkennung.
Neben dem Beratungsangebot des Betriebsartes in allen medizinischen Belangen, bietet eigens ein betrieblicher Suchtkrankenhelfer Ünterstützung bei Suchtangelegenheiten an.
Er unterrichtet und berät Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Vorgesetzte in Suchtfragen (Alkohol, Medikamente etc.), motiviert Betroffene zu therapeutischen Maßnahmen und leitet konkrete Hilfen ein. Zusätzlich betreut er Mitarbeiter und deren Angehörige während der Behandlung, organisiert die Eingliederung in den Betrieb nach erfolgreicher Behandlung und bietet Hilfe bei Rückfällen.

Leistungsindikator GRI LA10
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl pro Mitarbeiter und Mitarbeiterkategorie, die der Mitarbeiter aus- oder weitergebildet wurde.

Die Sparkasse Saarbrücken stellt den eigenen Angestellten ein umfassendes internes und externes Bildungsprogramm zur Verfügung. Das Bildungsangebot beinhaltet Seminare zum Ausbau fachlicher und persönlichkeitsbezogener Kompetenzen. Im Jahr 2014 wurden 2.351 Mitarbeitertage bei den aktiven Angestellten (1.130 Mitarbeiter) geschult (2,08 Schulungstage/Mitarbeiter).

Leistungsindikator GRI LA13
Zusammensetzung der leitenden Organe und Aufteilung der Mitarbeiter nach Kategorie hinsichtlich Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und anderen Indikatoren für Vielfalt.

Am 31.12.2014 hat die Sparkasse Saarbrücken 1.268 Mitarbeiter beschäftigt. Von den aktiven Angestellten (1.130 Mitarbeiter) sind 415 (36,72 %)Mitarbeiter männlich und 715 (63,28 %) weiblich.
Der Frauenanteil in Führungsfunktionen liegt bei 21 %.
Die Altersstruktur der aktiven Angestellten inklusive der Auszubildenden sah wie folgt aus:
Altersgruppe: Anzahl (Anteil)
bis 25: 116 (9,73 %)
26 - 29: 78 (6,54 %)
30 - 39: 156 (13,09 %)
40 - 49: 269 (22,57 %)
50 - 54: 247 (20,72 %)
55 - 59: 248 (20,81 %)
60 und älter: 78 (6,54 %)
Gesamt: 1.192 (100,00 %)

Die Schwerbehindertenquote für 2014 betrug 5,82%.
Für die Sparkasse Saarbrücken ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder Nationalität eine Selbstverständlichkeit; daher wird auch die Zugehörigkeit zu einer (ethnischen) Minderheit personalstatistisch nicht erfasst.

Leistungsindikator GRI HR4
Gesamtzahl der Vorfälle von Diskriminierung und ergriffene Maßnahmen.

Keine Fälle bekannt.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Kunden, Konsumenten und Geschäftspartner fordern Nachhaltigkeit in Lieferketten und Wertschöpfung von Unternehmen. Auch der Umgang und die konkrete Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Lieferanten, ist ein Aspekt unserer Nachhaltigkeitsstrategie.
Im Hinblick auf unsere Lieferbeziehungen pflegen wir ein Vorgehen, das neben Qualität, regionalem Bezug, Technologie, Kosten und Liefertreue auch Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt. Der Anspruch an unsere eingekauften Produkte bzw. gegenüber unseren Lieferanten wird ebenfalls unter nachhaltigen Gesichtspunkten immer wichtiger.
Aufträge an Dienstleister werden nur dann vergeben, wenn vom Dienstleister alle geltenden Unfallverhütungsvorschriften, sicherheitstechnischen Regeln, Vorschriften des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie die Menschenrechte eingehalten werden. Außerdem wird darauf geachtet, dass nur umweltverträgliche Stoffe und Materialien von den Dienstleistern eingesetzt werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI HR2
Prozentsatz wesentlicher Zulieferer und Auftragnehmer, die unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden und ergriffene Maßnahmen.

Aufträge werden vornehmlich an ortsansässige kleine und mittlere Unternehmen vergeben, die ausschließlich deutschen Rechtsstandards unterliegen. Bei der Auftragsvergabe wird auf Nachhaltigkeitskriterien geachtet; deren Einhaltung wird nicht bindend in Form einer Entsprechenserklärung oder vertraglich dokumentiert. Daher ist kein Prozentsatz abbildbar.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Neben dem wirtschaftlichen Faktor engagiert sich die Sparkasse Saarbrücken auch gesellschaftspolitisch. Soziale Verantwortung überall dort zu leben, wo die Sparkasse Saarbrücken tätig ist, stellt seit jeher einen Eckpfeiler unserer Unternehmenskultur dar.
Mit eigenen Spenden, Sponsoring und den Gewinnausschüttungen aus dem Sparverein Saarland e.V. unterstützt die Sparkasse Saarbrücken die Entwicklung und Attraktivität ihres Geschäftsgebietes und der Region. Dazu zählt vor allem die Förderung sozialer gemeinnütziger Einrichtungen sowie des kulturellen und sportlichen Lebens. Mit vielfältigen Aktivitäten und Initiativen engagieren wir uns finanziell, inhaltlich und personell für eine erfolgreiche Entwicklung der Region, für sozialen Zusammenhalt, für Lebensqualität und Teilhabe aller.
Gutes tun, helfen, Not lindern, sich engagieren und anderen zur Seite stehen, sind Ziele und Werte, die es zu unterstützen gilt. Der Vorstand der Sparkasse Saarbrücken schätzt und respektiert die Arbeit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die – freiwillig und außerhalb der Dienstzeit – vielfältigen Aktivitäten mit sozialem und gesellschaftlichem Hintergrund nachgehen. Aus diesem Grund hat der Vorstand auch eine Prämie ausgelobt, die jedes Jahr für freiwilliges gesellschaftliches Engagement verteilt wird. Die Preisträger verwenden die Prämie für ihre gesellschaftlichen Projekte und Initiativen. Mit dieser finanziellen Unterstützung fördert die Sparkasse Saarbrücken jährlich die jeweiligen sozialen Engagements und Projekte der eigenen Mitarbeiter und motiviert weitere Angestellte zum Mit- bzw. Weitermachen. Ohne diese wichtigen gesellschaftlichen Tätigkeiten, die oft im Verborgenen stattfinden, würden viele Bereiche des menschlichen Zusammenlebens nicht oder nur unzureichend funktionieren.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI EC1
Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert, einschließlich Einnahmen, Betriebskosten, Mitarbeitergehältern Spenden und anderer Investitionen in die Gemeinde, Gewinnvortrag und Zahlungen an Kapitalgeber und Behörden (Steuern).

Bilanzsumme: 6.763,3 Mio. EUR
Anrechenbare Eigenmittel: 402,407 Mio. EUR
Gewinnabhängige Steuern: 11,047 Mio. EUR
Personalaufwand (1.268 Mitarbeiter/-innen): 69,265 Mio. EUR

Detailliertere Informationen können aus dem jährlichen Lagebericht entnommen werden.

Die Sparkasse engagiert sich für gemeinnützige Zwecke und Einrichtungen in dem sie die Bereiche Bildung, Soziales, Kunst, Kultur, Sport, Forschung, Wirtschaft und Wissenschaft u.a. in finanzieller Form unterstützt.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Sparkasse Saarbrücken ist Mitglied im Sparkassenverband Saar. Wie die anderen regionalen Sparkassen – und Giroverbände auch, zählt der Sparkassenverband Saar zu den Trägern des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Dieser Dachverband nimmt die Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe in bankpolitischen, kreditwirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Fragen gegenüber den Institutionen des Bundes und der Europäischen Union wahr.
Wir tätigen keine Spenden oder erteilen Zuwendungen an Regierungen, Parteien oder Politiker.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SO6
Gesamtwert der Zuwendungen (Geldzuwendungen und Zuwendungen von Sachwerten) an Parteien, Politiker und damit verbundenen Einrichtungen, aufgelistet nach Ländern.

Keine. (Siehe Kriterium 19)

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Der Bereich Compliance der Sparkasse Saarbrücken wacht darüber, dass u.a. Gesetze und Richtlinien bezüglich Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, krimineller Handlungen oder zum Datenschutz bzw. Arbeitsschutz eingehalten werden. Auch die Prävention sonstiger strafbarer Handlungen und die Informationssicherheit sind Aufgabenfelder des Bereichs Compliance. Ziel ist es, mögliche Interessenkonflikte zu vermeiden und Verstöße gegen gesetzliche und aufsichtsrechtliche Vorgaben zu verhindern.
Unter "Compliance" sind alle freiwilligen, aufsichtsrechtlichen und gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Schaffung höherer Transparenz und Kontrollierbarkeit der Verhaltensweise der Kreditwirtschaft und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in interessenkonfliktträchtigen Bereichen zu verstehen.
D. h., die Institute müssen Organisationsstrukturen schaffen, die die Interessenkonflikte zwischen Institut, Mitarbeitern und Kunden erkennen und geeignete Maßnahmen einleiten, um Interessenkonflikte zu verhindern.
Der vertrauliche Umgang mit sensiblen Kundendaten genießt in der Sparkasse Saarbrücken höchste Priorität. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind verpflichtet, die gesetzlichen Vorgaben zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Anforderungen zu beachten.
Die Sparkasse Saarbrücken hat einen Datenschutzbeauftragten bestellt, dessen Aufgabe es ist, die Bestimmungen des BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) im Hinblick auf die besonderen Erfordernisse des Unternehmens zu konkretisieren und auf ihre Umsetzung hinzuwirken.
Insbesondere hat der Datenschutzbeauftragte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Anforderungen der datenschutzrechtlichen Bestimmungen sowie über das Saarländische Datenschutzgesetz zu informieren und ist gleichzeitig Ansprechpartner für unsere Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie die Aufsichtsbehörde. Bei Verstößen besteht Berichtspflicht gegenüber dem Vorstand.
Darüber hinaus wird großen Wert auf die technische Sicherheit der gespeicherten Daten, deren ordnungsgemäße Erhebung, Verarbeitung sowie deren Nutzung gelegt.
Zu den Aufgaben des Bereichs Compliance gehört auch die Prävention von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen. Neben der fortlaufenden Risikoanalyse werden auch die regelmäßige Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und die tägliche Überwachung auffälliger oder ungewöhnlicher Transaktionen, Finanzsanktionen gegen Risikoländer sowie die Embargoprüfung sanktionierter Personen und Organisationen sichergestellt.
Im Bereich Compliance wird sichergestellt, dass die Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes bei der Wertpapierberatung und bei Geschäften mit Wertpapieren eingehalten werden. Um das Interesse unserer Kunden in der Anlageberatung zu schützen, sorgt der Beauftragte unter anderem dafür, dass die Vorschriften zum Insiderhandel und zur Marktmanipulation eingehalten werden.
In unserem Haus pflegen wir eine Compliance-Kultur. Sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden im Rahmen regelmäßiger Compliance-Schulungen auf die von der Sparkasse festgelegten Präventionsmaßnahmen in den oben genannten Bereichen hingewiesen. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter bezüglich der Einhaltung der kapitalmarktrechtlichen Wohlverhaltensregeln unterrichtet.
Um Compliance-Verstöße zu vermeiden, sind alle Mitarbeiter aufgefordert, sich mit ihren Fragen und Hinweisen an ihre Führungskräfte, Fachbereiche oder den Compliance-Beauftragten bzw. die Abteilung Compliance zu wenden. Damit Unregelmäßigkeiten früh erkannt werden können, geben wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, diese vertraulich anzuzeigen (sog. Hinweisgebersystem).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SO2
Prozentsatz und Anzahl der Geschäftseinheiten, die auf Korruptionsrisiken hin untersucht wurden.

Um mögliche Interessenkonflikte zu vermeiden und Verstöße gegen gesetzliche und aufsichtsrechtliche Vorgaben zu verhindern, sowie um Präventivmaßnahmen zur Aufdeckung von strafbaren Handlungen besser koordinieren und optimieren zu können, hat die Sparkasse Saarbrücken eine sogenannte „Zentrale Stelle“ geschaffen. Die zentrale Stelle bzw. der oder die Unternehmens - Compliance – Beauftragte erfüllt die Anforderungen:
- des Gesetztes über das Kreditwesen (§ 25c KWG)
- des Geldwäschegesetzes (GWG)
- des Strafgesetzbuches (StGB)
- sowie der Auslegungs- und Anwendungshinweise der Deutschen Kreditwirtschaft zur Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen (AuA) in der jeweils gültigen Fassung.
Um das Verbot der Bestechung und Bestechlichkeit im wirtschaftlichen Verkehr und die Vermeidung von Interessenkonflikten bei Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden zu wahren, verfügt die Sparkasse Saarbrücken über eine interne Zuwendungsrichtlinie zur Annahme von Geschenken und Vorteilen.

Leistungsindikator GRI SO7
Anzahl der Klagen, die aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- oder Monopol-bildung erhoben wurden und deren Ergebnisse.

Es wurden im Jahr 2014 keine Korruptionsverfahren gegen die Sparkasse Saarbrücken eröffnet.

Leistungsindikator GRI SO8
Wesentliche Bußgelder (Geldwert) und Anzahl nicht monetärer Strafen wegen Verstoßes gegen Rechtsvorschriften.

Es wurden keine Bußgelder verhängt. Es hat keine Sanktionen, Geldbußen oder Verwarnungen aufgrund der Nichteinhaltung oder durch Verstöße gegen Rechtsvorschriften im Berichtszeitraum gegeben.