14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Nach dem Regionalprinzip üben wir unsere Geschäftstätigkeit als Genossenschaftsbank ausschließlich in der Metropolregion Hamburg aus.

Eine ausgezeichnete Qualifikation, hohe Motivation und werteorientierte Persönlichkeit jedes einzelnen Mitarbeiters sind die Basis für unseren nachhaltigen Erfolg. Die Mitarbeiterförderung ist deshalb traditionell eine zentrale Aufgabe für uns. Durch die Nähe zu unseren Angestellten sowie ein großes Verantwortungsbewusstsein für die berufliche Entwicklung jedes Einzelnen leben wir unser ausgeprägtes Werteverständnis gegenüber Mitarbeitern gleichermaßen authentisch und konsequent wie im Umgang mit Kunden, Mitgliedern und der Gesellschaft. Mit einer weitsichtigen Strategie in der Personalarbeit haben wir frühzeitig ein lebensphasenorientiertes Konzept entwickelt, das die unterschiedlichen Lebens- und Berufsphasen der Mitarbeiter mit den Anforderungen und Interessen unseres Hauses in Einklang bringt. Die vielfältigen Maßnahmen und Angebote, mit denen wir unsere rund 480 Mitarbeiter optimal qualifizieren und nachhaltig binden, kommen unseren Mitgliedern und Kunden unmittelbar zugute. Dazu gehört zum Beispiel auch eine jährliche Preisverleihung, bei der wir ein besonders werteorientiertes Verhalten unserer Mitarbeiter auszeichnen.

Die Mitarbeiter der Hamburger Volksbank wurden im Berichtsjahr 2015 laufend über das Intranet zu Nachhaltigkeitsthemen informiert. Zukünftig soll der Dialog über eine hausinterne Mitarbeiter-App intensiviert werden.

Die Rechte der Arbeitnehmer werden durch den Betriebsrat vertreten.

Führungskräfte-Feedback: Im Rahmen eines gemeinsam vereinbarten Führungskreislaufes bieten wir seit sieben Jahren allen Mitarbeitern die Möglichkeit an, ihren jeweiligen Vorgesetzten ein anonymisiertes Führungskräfte-Feedback zu geben.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Beruf und Familie: Im Jahr 2014 verzeichnete die Hamburger Volksbank einen Geburtenboom mit 30 Kindern. Im Jahr 2015 kehrten die ersten Mitarbeiter aus ihrer Elternzeit zurück. Mit einem frühzeitigen Austausch sowie einer transparenten Kommunikation von persönlichen Wünschen und betrieblichen Möglichkeiten haben wir die Basis für ein partnerschaftliches Verständnis geschaffen und die Suche nach den idealen Einstiegspositionen unterstützt. In der weit überwiegenden Mehrzahl konnten wir die gemeinsamen Wünsche für den Wiedereintritt verwirklichen. Drei Mitarbeiterinnen der dritten Führungsebene, die 2014 zum ersten Mal Nachwuchs bekamen, übernahmen bereits 2015 wieder, teilweise in modifizierter Form, ihre Führungsaufgaben.

Charta der Vielfalt: Die Wertschätzung aller Mitarbeiter ist für uns selbstverständlicher Bestandteil unserer genossenschaftlichen Unternehmenskultur. Mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ bekennen wir uns seit Juli 2014 auch öffentlich zu diesem zentralen Grundsatz der Chancengleichheit. Die Unternehmensinitiative verfolgt die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in den Unternehmen sowie Institutionen in Deutschland. Alle Mitarbeiter sollen vorurteilsfrei Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Wir sind davon überzeugt, dass wir unsere gelebte Diversifikation als regionale Genossenschaftsbank bestmöglich zur Geltung bringen können.

Inklusion: Die Hamburger Volksbank gehört zum Kreis der Erstunterzeichner des Letter of Intent „Wir nehmen Kurs auf Inklusion!“. Die Veranstaltung wurde vom „Aktionsbündnis Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk“ initiiert, um die Einstellung von Menschen mit Behinderung zu fördern und Praktika sowie Hospitationen anzubieten.

Logib-D: Seit 2013 ist die Hamburger Volksbank “ Logib-D geprüft“. Logib-D steht für Lohngleichheit im Betrieb in Deutschland und wurde zwischen 2010 und 2013 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Wirtschaft entwickelt.
Die Hamburger Volksbank ist eines von 200 prämierten Unternehmen aus ganz Deutschland, die sich einer detaillierten Analyse ihres Vergütungssystems unterzogen haben. Diese Untersuchung hat das Ziel, mögliche Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern zu erkennen und eine faire Bezahlung aller Beschäftigten sicherzustellen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement: Im Sinne von „Sanitas Per Aquam“ (Gesundheit durch Wasser) bieten wir allen Beschäftigten kostenlos Trinkwasser an. Von einer zertifizierten internen Trainerin wurden im Berichtsjahr 2015 eine Vielzahl von Anti-Stress-Seminaren für über 100 Mitarbeitern durchgeführt.

Externe Mitarbeiterberatung: Selbst die attraktivste Aufgabe ist kein Ersatz für regelmäßige Zeiten mit der Familie und mit Freunden. Wir unterstützen unsere Mitarbeiter deshalb bei der Umsetzung ihrer Work-Life-Balance mit einer Vielzahl von flexiblen Arbeitszeitmodellen sowie Vertrauensarbeitszeit, Telearbeitsplätzen und Job-Sharing-Modellen. Verantwortung für Mitarbeiter zu tragen, heißt auch, deren privates Umfeld zu beachten. Neben der Betreuung von Kindern gehört auch die Pflege der Eltern dazu. Seit acht Jahren arbeiten wir mit dem Fürstenberg-Institut zusammen. Alle Mitarbeiter und deren Familienangehörige können diese externe Begleitung persönlich und telefonisch kostenlos nutzen.
In individuellen Beratungsgesprächen mit qualifizierten Fachberatern werden berufliche, private und gesundheitliche Probleme kompetent und dem Arbeitgeber gegenüber vollständig anonym gelöst.
Ziel ist es, Stabilität, Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter zu festigen.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Mitarbeitervielfalt und Generationenmix: Seit Jahren leben wir Diversität im Hinblick auf eine ausgewogene Altersstruktur. Unsere erfolgreiche Strategie des Generationenmix aus erfahrenen Mitarbeitern und Berufsstartern werden wir auch in Zukunft fortführen. Mit dieser nachhaltigen Personalpolitik erhalten wir wertvolles Wissen im Unternehmen und stellen sicher, dass es generationenübergreifend weitergegeben wird. Die lange Betriebszugehörigkeit und geringe Fluktuationsquote unser Mitarbeiter unterstreichen unser verantwortliches Handeln als Arbeitgeber.

Langfristige Beschäftigungsperspektiven: Die ständig komplexer werdenden Arbeitsthemen sowie laufenden Gesetzeserweiterungen und –änderungen erfordern eine ständige Überprüfung und Weiterentwicklung unserer Personalentwicklungskonzepte. Dazu nutzen wir zielgerichtet auch die Kompetenz der Spezialisten unserer Genossenschaftlichen Finanzgruppe und bieten gemeinsam mit unseren Verbundpartnern ein vielfältiges Angebot von Zusatzqualifikationen und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Mit den sich wandelnden Anforderungen und Bedürfnissen richten wir unser Unternehmen zukunftssicher auf die Herausforderungen der demografischen Entwicklung aus.

Lebensphasenorientierte Personalpolitik: Unsere lebensphasenorientierte Personalarbeit hat das Ziel, sich passgenau an den unterschiedlichen Lebens- und Berufsphasen unserer Mitarbeiter sowie dem betrieblichen Bedarf auszurichten. Der Fokus: die Mitarbeiter durch geeignete Bedingungen und Förderstrukturen in ihren individuellen Lebensphasen leistungsfähig, leistungsbereit und motiviert zu halten. Unter Berücksichtigung der Auswirkungen des demografischen Wandels, abgeleitet und individualisiert für unser Haus, entwickeln wir das Modell seit 2009 mit über 50 unterschiedliche Tools stetig weiter.

Entwicklung von Nachwuchskräften: Der Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte nimmt in der Finanzbranche stetig zu. Für die Hamburger Volksbank ist es daher selbstverständlich, nicht nur langjährigen Mitarbeitern attraktive Perspektiven zu bieten, sondern auch qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen.

Die nachhaltige Personalentwicklung der Hamburger Volksbank zeigt sich in einer frühzeitigen Nachfolgeplanung für Fachspezialisten und Führungskräfte:

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht.

Keine Todesfälle
Gesundheitsquote: 94,7 % (-0,4%)

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden.

Es werden regelmäßig diverse Arbeitsschutzmaßnahmen durchgeführt. So wurden beispielsweise Einstellungen und Abstände an Computerarbeitsplätzen und die Helligkeit am Arbeitsplatz beachtet und regelmäßig durch Betriebsärzte überprüft. Weiterhin gibt es über das Betriebliche Gesundheitsmanagement diverse Angebote zu vorbeugenden Maßnahmen.

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie.

durchschnittliche Weiterbildungstage pro Mitarbeiter: 4,6 Arbeitstage (-0,1 AT)

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren.

Anteil Frauen in Führungspositionen: 20,5% ( 3,8%)
Anteil Frauen an Gesamtbelegschaft: 54,7% (-0,1%)

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen.

Keine bekannten Fälle.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Nachhaltige Standards für Eigenanlagen und Kreditgeschäft: In Kriterium 4 beschreiben wir ausführlich wie soziale und ökologische Fragen bei diesen Themen berücksichtigt werden oder zukünftig einfließen.

Nachhaltige Standards für Dienstleistungen: Nach unserem Motto „Man kennt sich.“ pflegen wir langjährige Beziehungen zu Dienstleistern und Lieferanten aus der Region, die oft auch unsere Mitglieder und Kunden sind. Um Transparenz in unseren Liefer- und Dienstleistungsketten herzustellen, wollen wir sowohl für neue als auch für bestehende Geschäftsbeziehungen zukünftig mithilfe einer Nachhaltigkeitsvereinbarung die Einhaltung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Mindeststandards zugrunde legen. Hierzu wollen wir uns an den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen anlehnen. Im Berichtsjahr 2015 haben wir Vorbereitungen für eine Nachhaltigkeitsvereinbarung mit Lieferanten und Dienstleistern getroffen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden.

Entwurf einer Nachhaltigkeitsvereinbarung ist in Vorbereitung und soll ab 2016 eingesetzt werden.

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden.

Die Hamburger Volksbank betreibt ihr Geschäft gemäß dem Regionalitätsprinzip im Großraum Hamburg. Geschäfte, die weltweit an Standorten durch unsere Verbundpartner betrieben werden, erfolgen auf dem gemeinsam verankerten Werteverständnis innerhalb unserer genossenschaftlichen Organisation.
Seit 2013 sind außerdem alle Gruppenunternehmen Mitglied im UN Global Compact und bekennen sich damit zur Umsetzung, Offenlegung und Förderung der zehn weltweit geltenden sozialen und ökologischen Prinzipien verantwortungsvollen Handelns.

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden.

Im Aufbau, siehe G4-HR1

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen.

Keine bekannten Fälle.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Systematisierte Fördervielfalt: Gesellschaftliches Engagement steht in Hamburg in der Tradition des Ehrbaren Kaufmanns und geht bei der Hamburger Volksbank weit über das Finanzielle hinaus. Wir begreifen unsere vielfältige Förderung als unternehmerische Aufgabe, die identifikationsstiftend sein muss und authentisch von den betreuenden Mitarbeitern gelebt wird. Wir prüfen bei jedem Förderprojekt, ob und wie es zu unserem Selbstverständnis als Hamburger Volksbank passt, und folgen dabei festgelegten Förderprinzipien. Nach dem Stadtteilprinzip erfolgt eine verlässliche, oft langjährige Unterstützung vieler unterschiedlicher Einrichtungen in unmittelbarer Nachbarschaft der 38 Filialen, vom kleinen Fußballverein bis zur Schulaufgaben-Hilfe. Dabei nutzen wir die engen Kommunikationsbeziehungen unserer Mitarbeiter zu den gemeinwohlorientierten Akteuren, die oftmals unsere Mitglieder, Kunden oder Netzwerkpartner sind. Das Engagement ist bewusst breit gefächert in die von uns definierten Bereiche Sport, Umwelt, Kultur und Soziales sowie Jugend und Bildung und orientiert sich an der Infrastruktur und den Bedürfnissen sowie den sozialen Netzwerken unmittelbar vor Ort. Gleichzeitig setzen wir uns für eine nachhaltige Förderung von übergeordneten Projekten und Leuchtturmprojekten für ganz Hamburg ein.

Breites Engagement in der Region: Nach unserem genossenschaftlichen Selbstverständnis bringen wir uns als Hamburger Volksbank aktiv in die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Hansestadt ein. Für unser umfangreiches kulturelles Engagement sind wir von der Handelskammer Hamburg und der Hamburgischen Kulturstiftung mit dem KulturMerkur 2013 ausgezeichnet worden. Dazu zählen zum Beispiel das ELBJAZZ Festival, die Ausschreibung des Bergedorfer Schloss-Schreibers sowie die Konzertreihe „Musik in den Häusern der Stadt“. Langfristige Förderfreundschaften bestehen mit der Hauptkirche St. Katharinen, der Stiftung Alsterdorf und dem Kinderhospiz Sternenbrücke. Zum sportlichen Engagement der Bank zählen die Förderung des Sportnachwuchses in der Volksbank-Arena und der bundesweite Breitensport-Wettbewerb „Sterne des Sports“. Eine eigene Volksbank-Stiftung sowie eine Crowdfunding-Plattform rundet unser soziales Engagement ab.

Förderung der regionalen Wirtschaft: Unsere Unternehmenserfolge erwirtschaften wir ausschließlich in der Metropolregion Hamburg und geben diese in Form von Steuern, Löhnen, Spenden und Sponsorings an unsere Region zurück. Wir unterstützen so die regionalen Wirtschaftskreisläufe und machen sie dauerhaft krisenfest, indem wir den Hamburger Mittelstand auch in schwierigen Zeiten verlässlich mit Krediten versorgen. Unsere Aufträge vergeben wir als regional verankerte Genossenschaftsbank zum größten Teil an ortsansässige Unternehmen und nach dem genossenschaftlichen Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe bevorzugt an unsere Eigentümer und Kunden. In dieser Wechselwirkung geben wir unsere wirtschaftlichen Erfolge an die Metropolregion weiter und nutzen dabei als lokale Experten unsere engen Interaktionszusammenhänge mit unseren Eigentümern und Kunden sowie mit zahlreichen Kooperationen und Netzwerken, die sich hieraus ergeben.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert.

Spendenaufteilung der Hamburger Volksbank Zweckertrag:
Ausschüttung Dividende i.H.v. 5% an Mitglieder:
Erwirtschafteter wirtschaftlicher Wert (Jahresüberschuss 2015):
Weitere Informationen im Geschäftsbericht 2015

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die genossenschaftliche Meinungsbildung mit der jährlichen Vertreterversammlung, dem Aufsichtsrat, der überwiegend aus regionalen Unternehmern besteht, und dem Kundenbeirat sichert Stabilität und Kontrolle, bietet demokratische Teilhabemöglichkeiten und fördert den gesellschaftlichen Dialog zu wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Fragestellungen in und für die Metropolregion Hamburg.

Die Hamburger Volksbank ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Volks- und Raiffeisenbanken (BVR), der sich als Mitglied der europäischen Vereinigung der Genossenschaftsbanken (EACB) für eine enge Zusammenarbeit der Kreditgenossenschaften auf europäischer Ebene einsetzt und die gemeinsamen Interessen gegenüber den EU-Institutionen und Agenturen vertritt. In Deutschland arbeitet der BVR innerhalb der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) zusammen. Die DK ist ein Zusammenschluss der fünf kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände in Deutschland. Die DK erarbeitet Vorschläge und Stellungnahmen gegenüber Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung, Bankenaufsichtsbehörden und Deutscher Bundesbank.

Insbesondere Gesetzesvorhaben rund um finanzrechtliche Regulierungsthemen im Rahmen von Basel III sind für unser Unternehmen von hoher Relevanz und werden durch den BVR vertreten.

Neutralität: Wir verhalten uns politisch neutral und vergeben keine Spenden an politische Parteien.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

Keine Spendenvergabe an politische Parteien oder Verbände.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Als Genossenschaftsbank sind der Schutz sowie das Vertrauen unserer Mitglieder und Kunden für uns von höchster Bedeutung. Zu den zentralen Prinzipien für unsere Unternehmensaktivitäten zählen deshalb die strenge Einhaltung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Regeln (Compliance), ein verantwortungsvoller Umgang mit allen Risiken (Risikomanagement) sowie eine transparente Gestaltung der Geschäftsprozesse.

Der Vorstand der Hamburger Volksbank hat neben seiner strategischen und operativen Geschäftsführungstätigkeit auch die Einrichtung eines Überwachungsverfahrens zu gewährleisten, um das Unternehmen sowie dessen Mitglieder und Kunden vor Schaden zu bewahren. Diese Überwachungsaufgabe wird von den Mitarbeitern der Internen Revision wahrgenommen. Eine hohe fachliche Qualifikation und die nötige Unabhängigkeit gewährleisten, dass alle Prüfungen selbstständig, eigenverantwortlich und unbefangen durchgeführt werden können.

Seit der Finanzkrise verschärft der Gesetzgeber die Compliance-Anforderungen an die Finanzbranche kontinuierlich. Unsere Mitarbeiter sind auf ein rechtskonformes, verantwortungsvolles Verhalten verpflichtet und erhalten regelmäßig alle erforderlichen Schulungen zum Beispiel zu Compliance, Geldwäscheverhinderung oder Betrugsprävention. Dazu gehört auch die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen. So ist es für uns selbstverständliche Verpflichtung, Daten unserer Kunden nur dann an Dritte weiterzugeben, wenn uns hierzu eine Einwilligung gegeben wurde, eine rechtliche Zulässigkeit oder eine rechtliche Verpflichtung hierfür besteht.

Mit der Hanseatischen Gesellschaft für Beauftragtenwesen eG hat die Hamburger Volksbank im Jahr 2014 zusammen mit der PSD Bank Nord und der Sparda-Bank-Hamburg eine zentrale Plattform gegründet, um die immer anspruchsvolleren und komplexeren regulatorischen Anforderungen langfristig mit einem Höchstmaß an Rechtssicherheit zu erfüllen. Dazu zählen die Bereiche Datenschutz sowie Betrugs- und Geldwäsche-prävention, die Kontrolle der Gesetzeskonformität des Wertpapiergeschäfts (WpHG-Compliance) und das Risikomanagements (MaRisk-Compliance).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken.

Mit der Hanseatischen Gesellschaft für Beauftragtenwesen eG hat die Hamburger Volksbank im Jahr 2014 zusammen mit der PSD Bank Nord und der Sparda-Bank-Hamburg eine zentrale Plattform gegründet, um die immer anspruchsvolleren und komplexeren regulatorischen Anforderungen langfristig mit einem Höchstmaß an Rechtssicherheit zu erfüllen. Dazu zählen die Bereiche Datenschutz sowie Betrugs- und Geldwäsche-prävention, die Kontrolle der Gesetzeskonformität des Wertpapiergeschäfts (WpHG-Compliance) und das Risikomanagements (MaRisk-Compliance).Hierzu zählt auch die jährliche Überprüfung der Standorte im Hinblick auf die Anti-Korruptionsrichtlinien.

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen.

Keine bekannten Fälle.

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften.

Keine signifikanten Bußgelder oder monetäre Strafen.