14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Arbeitnehmerrechte
Wie in der Unternehmenspolitik und im Verhaltenskodex angeführt, hat sich die igefa grundlegend auf die Prinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation für gerechte menschenwürdige Arbeits- und Sozialstandards (ILO) verpflichtet.
Durch vielfältige Prüfmechanismen im Rahmen des Personalwesens und der Arbeitssicherheit - dokumentiert im integrierten Managementsystem - wird sichergestellt, dass diese Prinzipien eingehalten und damit verbundene Risiken minimiert werden. Zu den Risiken zählen insbesondere fehlende Qualifikation und damit verbundene Prozessrisiken, Fluktuation und Fachkräftemangel in Zeiten des demografischen Wandels und aufgrund mangelnder Arbeitsplatzattraktivität sowie Ausfälle durch Unfälle oder Krankheit. 
Verstöße gegen die genannten Prinzipien können an die Führungskraft bzw. über ein entsprechend installiertes Meldeverfahren, auch anonym, an eine Ombudsstelle gemeldet werden, wobei der Absender aufgrund der Meldung nicht benachteiligt wird.

Digitalisierung und Entwicklung des HR-Bereichs (Human Resources)
Um die strategische Weiterentwicklung der igefa zu unterstützen und die oben genannten Mechanismen weiter zu optimieren, arbeiten Personalverantwortliche und Geschäftsführer der einzelnen Unternehmensgruppen im überregionalen Arbeitskreis Personal an der Digitalisierung im HR-Bereich bis Ende 2019. Ziele hierbei sind die Erhöhung der Datentransparenz und -abrufbarkeit auch für Benchmarks, belegärmeres Arbeiten sowie vor allem die Sicherstellung effizienter HR-Prozesse: Recruiting, Nachverfolgung von Mitarbeiterentwicklungsgesprächen, Monitoring von Personalentwicklungsmaßnahmen, Überwachung der Durchführung gesetzlich geforderter Schulungen etc. 
Weiterhin wird am Konzept für den igefa Campus gearbeitet, der Weiterbildungsplattform der igefa für Mitarbeiter und Kunden, um es bis Ende 2018 an die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen anzupassen.

Kommunikation und Mitbestimmung
Die flachen Hierarchien und kurzen Kommunikationswege in der igefa fördern den direkten Austausch zwischen Mitarbeitern, Führungskräften und Inhabern und ermöglichen so die aktive Mitwirkung an Entscheidungsprozessen.
Über unser regionales Ideenmanagement beziehungsweise Vorschlagswesen mittels Meldeboxen können Mitarbeiter darüber hinaus unkompliziert und schnell eigene Ideen und Verbesserungsvorschläge einbringen.
Die Beteiligung der Mitarbeiter an der nachhaltigen Entwicklung der igefa ist im Verhaltenskodex ausdrücklich erwünscht. Insbesondere die Kompetenzpartner des igefa Nachhaltigkeitsrats fördern die Beteiligung der Mitarbeiter und Stakeholder am Nachhaltigkeitsmanagement der igefa (vgl. Kriterium 5 Verantwortung).

Alle Informationen zum Thema Mitarbeiter befinden sich auch auf unserer Website unter https://www.igefa-nachhaltigkeit.de/de/mitarbeiter.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Chancengerechtigkeit und Vielfalt, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, angemessene Bezahlung sowie die Vereinbarung von Familie und Beruf sind Grundpfeiler der Selbstverpflichtung der igefa und wesentlicher Bestandteil des igefa Verhaltenskodex.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die Vorgaben zum Arbeitsschutz orientieren sich an den Grundsätzen der internationalen Norm zur Arbeitssicherheit OHSAS 18001 und werden regelmäßig von internen und externen Auditoren, der Berufsgenossenschaft, Feuerwehr und anderen behördlichen Institutionen überprüft.
Weiterhin fördern wir die Gesundheit unserer Mitarbeiter seit zwei Jahren verstärkt durch gezielte Prävention an den Standorten. Mit Erfolg, wie die Entwicklung der Krankenquote von 7,4 Prozent in 2016 auf 6,7 Prozent in 2017 zeigt.

Frauen in Führungspositionen
Für die optimale Ergänzung der besonderen Fähigkeiten von Frauen und Männern in interdisziplinären Teams haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen um jährlich 10 Prozent zu steigern. Wir wollen Arbeitnehmerinnen somit ermutigen, sich für Führungspositionen überhaupt zu empfehlen. Rekrutierungsentscheidungen basieren weiterhin auf der Qualifikation und Erfahrung der Kandidaten.  


Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
Wir bieten unseren Mitarbeitern, wo es möglich ist, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Lösungen sowie Teilzeitarbeitsplätze.
Generell orientieren sich unsere Arbeitszeiten strikt an den gesetzlichen Vorgaben.
Fallen Überstunden an, werden diese finanziell oder durch Freizeit ausgeglichen.

Vergütung und Sozialleistungen
Die igefa bietet ihren Mitarbeitern eine nachvollziehbar leistungsgerechte, verlässliche und wettbewerbsfähige Vergütung über dem gesetzlichen Mindestlohn.
Die Basis der Gehaltsfindung und ggf. Variablen richtet sich unabhängig vom Geschlecht nach den Kriterien Leistung, Komplexität der Aufgaben, Verantwortung, Bedeutung der Funktion für das Unternehmen sowie die Erfahrung des Mitarbeiters.
Maßgeblich für die Bewertung dieser Faktoren sind vor allem die jeweilige Funktions- beziehungsweise Stellenbeschreibung sowie gegebenenfalls individuelle Zielvereinbarungen.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Heute sind knapp 40 Prozent unserer Mitarbeiter seit mehr als zehn Jahren bei uns beschäftigt.
Die systematische bedarfs- und zukunftsorientierte Entwicklung unserer Mitarbeiter sowie die Nachwuchsförderung sind für die igefa von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, möglichst viele Fach- und Führungspositionen im Rahmen einer langfristigen Nachfolgeplanung mit eigenen Mitarbeitern zu besetzen.

Mitarbeiterentwicklung
Wir investieren fortlaufend in die Qualifikation unserer Mitarbeiter und unterstützen sie darin, neue Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten aufzubauen, welche sie für ihre tägliche Arbeit und neue Aufgaben benötigen.
Im Rahmen regelmäßiger Mitarbeitergespräche ermitteln Führungskraft und Mitarbeiter gemeinsam den individuellen Entwicklungsbedarf des Mitarbeiters. Dann werden geeignete Maßnahmen - Seminare, Zusatzausbildungen, berufsbegleitende Weiterbildungen - festgelegt und die persönliche Karriereplanung besprochen und nachgehalten.  

Gesundheitsförderung
Seit zwei Jahren fördern wir die Gesundheit unserer Mitarbeiter verstärkt durch gezielte Prävention an den Standorten. Von Gesundheitsinformationstagen über ergonomische Trainingscamps und Fitnessreihen, Betriebssportveranstaltungen, Firmenläufen und Zuschüssen für Fitnesszentren bis hin zu Massagen wurden diverse  präventive Maßnahmen an unterschiedlichen Standorten umgesetzt. Mit Erfolg, wie die Entwicklung der Krankenquote zeigt (vgl. Leistungsindikator G4-LA6).
Diesen Kurs planen wir beizubehalten, um unserer Verantwortung für die Gesunderhaltung unserer Mitarbeiter gerecht zu werden.

Nachwuchsförderung
Die Berufsausbildung ist bereits seit vielen Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil der Zukunftsplanung der igefa. Im Berichtszeitraum erreichten wir mit 180 Auszubildenden eine durchschnittliche Ausbildungsquote von rund 5,5 Prozent. 
In 2018 gilt es, die Aktivitäten und Kommunikation zur Nachwuchsförderung auf den Prüfstand zu stellen, um Entwicklungen wie der steigenden Fluktuation und dem Fachkräftemangel in Zeiten demografischen Wandels, der Generation Y und, in denen ein häufigerer Berufswechsel normal wird, vorzubeugen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht.

Krankenquote
Die Krankenquote in 2017 beträgt 6,7 Prozent (2016: 7,4 Prozent).
Die Reduzierung der Krankenquote ist vermutlich auf die unterschiedlichen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung zurückzuführen.


Unfälle
Mit insgesamt 35,5 Unfällen je 1.000 Mitarbeitern im Jahr 2017 liegt die igefa nach wie vor im allgemeinen Durchschnitt von Arbeitsunfällen in Deutschland (2016: 29,4 Unfälle je 1.000 Mitarbeiter).
Die Fehltagequote aufgrund von Arbeitsunfällen bezogen auf durchschnittlich 220 Arbeitstage pro Mitarbeiter in 2017 liegt mit ca. 0,33 Prozent leicht unter dem Vorjahresniveau (2016: 0,36 Prozent).
Keine arbeitsbedingten Todesfälle.
Bei Unfällen sind Notfallkette und Erste-Hilfe-Maßnahmen klar geregelt. Die Unfallursache wird umgehend vor Ort und auch noch einmal im Rahmen der regelmäßig stattfindenden ASA-Sitzungen hinsichtlich vorbeugender Maßnahmen erörtert.
  

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden.

Förmliche Vereinbarungen mit Gewerkschaften obliegen den selbstständigen Mitgliedsunternehmen der igefa, finden also ggf. regional statt und unterliegen dort der Vertraulichkeit. Dem igefa Nachhaltigkeitsrat liegen insofern keine diesbezüglichen Daten bzw. Erhebungen für den Verbund vor.

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie.

Eine strukturierte Erhebung der durchschnittlichen jährlichen Stundenzahl, die Mitarbeiter aus- oder weitergebildet wurden, findet nicht statt.
Als Schätzwert können jedoch 20-25 Schulungsstunden pro Jahr pro Arbeitnehmer angenommen werden.
Hierin inbegriffen sind die gesetzlich geforderten (Arbeitssicherheits-) Schulungen, Produktschulungen für Vertrieb und Einkauf, Schulungen zu Korruptionsprävention sowie individuelle Qualifizierungsmaßnahmen (vgl. https://www.igefa-nachhaltigkeit.de/de/mitarbeiterentwicklung).

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren.

Mitarbeiteranzahl Gesamt
(ohne Auszubildende, Leiharbeitnehmer)
           2.701    
Mitarbeiteranzahl Vollzeit            2.384   88,30%
Mitarbeiteranzahl Teilzeit                317   11,70%
Mitarbeiteranzahl Festanstellung            2.441   90,40%
Mitarbeiteranzahl Zeitverträge / Jahresverträge                260   9,60%
Mitarbeiteranzahl weiblich                830   30,70%
Mitarbeiteranzahl männlich            1.870   69,30%
Ausbildungsquote   5,50%
Leiharbeiter                  22   0,82%
Altersstruktur (ohne Auszubildende)
Mitarbeiteranzahl bis 25 Jahre                177    
Mitarbeiteranzahl 26 - 35 Jahre                595  
Mitarbeiteranzahl 36 - 45 Jahre                672  
Mitarbeiteranzahl 46 - 55 Jahre                821  
Mitarbeiteranzahl über 55 Jahre                436  
Altersdurchschnitt gesamt                  44  
Führungsstruktur
(Abteilungsleitung aufwärts)
Führungskräfte weiblich                  55   20,20%
Führungskräfte männlich                218   79,80%
Anzahl Führungskräfte weiblich bis 30 Jahre                    2    
Anzahl Führungskräfte männlich bis 30 Jahre                    6  
Anzahl Führungskräfte weiblich 31 bis 55 Jahre                  46  
Anzahl Führungskräfte männlich 31 bis 55 Jahre                157  
Anzahl Führungskräfte weiblich über 55 Jahre                    9  
Anzahl Führungskräfte männlich über 55 Jahre                  48  
Betriebszugehörigkeit
bis 5 Jahre            1.196   44,30%
6 bis 10 Jahre                472   17,50%
11 bis 15 Jahre                326   12,10%
16 bis 20 Jahre                305   11,30%
21 bis 25 Jahre                187   6,90%
über 25 Jahre                215   8,00%

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen.

In 2017 ist kein Diskriminierungsvorfall bekannt geworden.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Einhaltung der Menschenrechte gemäß Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948 beziehungsweise der ILO sind im igefa Verhaltenskodex sowie im Code of Conduct für Lieferanten festgelegt.

Das Risiko eines Verstoßes innerhalb der igefa wird als gering eingeschätzt, nicht zuletzt, weil vielfältige Verfahrsanweisungen, Schulungsmaßnahmen und Prüfprozesse im Rahmen des Personalwesens und der Arbeitssicherheit implementiert sind. Weiterhin können sich Mitarbeiter im Bedarfsfall an eine Ombudsstelle richten, auch anonym, und der Absender wird aufgrund der Meldung nicht benachteiligt. Wegen des Vertraulichkeitsversprechens gegenüber den betreffenden Mitarbeitern und da die genannten Ombudsstellen regional, nicht zentral, eingerichtet sind, erfolgt über die Meldungen und sich daraus ergebenden Maßnahmen keine Erhebung bzw. Berichterstattung. 

Von den Lieferanten der igefa wird erwartet, dass sie den Code of Conduct schriftlich bestätigen und entsprechend umsetzen, auch im Hinblick auf deren Lieferkette.
Um diesbezüglich möglichen Risiken vorzubeugen, haben wir einen Prozess zur Überwachung der Lieferkette entwickelt. Dieser beginnt mit einer Risikoanalyse zwecks Identifikation von Lieferanten, die einem Produktionsstättenaudit unterzogen werden sollten. Während die Geschäftsführung das dafür notwendige Budget Anfang 2017 freigegeben hatte, ist es im weiteren Jahresverlauf mangels Ressourcen nicht gelungen, hier konsequent vorzugehen. In der ersten Jahrenshälfte 2018 konnten allerdings bereits 20 Lieferanten genauer unter die Lupe genommen werden, hierunter bislang vier Vor-Ort-Audits. Verbesserungspotential fließt in die Lieferantengespräche mit ein, immer mit dem Ziel, eine Verbesserung herbeizuführen. Bei gravierenden Verstößen wird die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten in Frage gestellt.
Zur Vorbeugung von Supply-Chain-Risiken aufgrund von Missachtung der Menschenrechte - Kinderarbeit, fehlender Arbeitsschutz, Ausbeutung, Diskriminierung und dergleichen gilt es, den bereits begonnenen Prozess der  Lieferantenüberwachung weiter auszubauen mit dem Ziel, bis 2020 alle selektierten Lieferanten diesem Prozess zu unterziehen.
Detaillierte Informationen sind hier dokumentiert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden.

Per 2017 sind 93,4 Prozent des Beschaffungsvolumens durch unterschriebenen Code of Conduct abgedeckt.

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden.

Bisher kann keine Aussage hierzu getroffen werden, da sich der Prozess noch im Aufbau befindet (vgl. Kriterium 17).

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden.

Für 2017 noch keine vollständige Erhebung. Potentielle und neue Lieferanten wurden teilweise durchleuchtet.
Wie in Kriterium 17 erwähnt, wird der definierte Prozess erst mit Leben gefüllt.

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen.

In 2017 sind keine negativen menschenrechtlichen Auswirkungen in der Lieferkette bekannt geworden.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die igefa ist eine Verbundgruppe und als solche setzt sie auf die regionale Wertschöpfung in einem Marktumfeld, das geprägt ist von Globalisierung und Konzentration. Sie ermöglicht ihren mittelständischen Mitgliedsunternehmen Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum und deren Mitarbeitern wiederum einen sicheren Arbeitsplatz. Ziel ist es, die bedeutende Marktposition der Verbundgruppe durch zukunftsorientierte Lösungen weiter zu stärken.

Die Familienunternehmen innerhalb der igefa fühlen sich den Gemeinden, in denen sie agieren, gegenüber verpflichtet, denn sie handeln dort bereits seit Generationen. Sie sind Teil dieser Gemeinden und betrachten es als ihren Auftrag und als Chance, das gesellschaftliche Leben vor Ort aktiv mitzugestalten und zu fördern - ganz im Sinne unserer Vision: Wir versorgen Menschen. Für eine saubere und sichere Welt. Insofern entscheidet die jeweilige Geschäftsführung in der Region individuell unterschiedlich über das Engagement und die Höhe und Verwendung des Spendenbudgets.
Im Hinblick auf den Verbundgedanken ruft der igefa Nachhaltigkeitsrat aber immer wieder auch zu Gemeinschaftsaktionen auf, so z.B. anlässlich der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit 2018 zu einem gemeinsamen Fahrradtag.
Ziel des igefa Nachhaltigkeitsrats ist es, dass die igefa als Verbund jedes Jahr eine gemeinsame Aktion im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit in Angriff nimmt.

In der Regel kommt das Engagement der Regionen vor allem sozialen Projekten und Hilfsorganisationen zugute, die Kindern und benachteiligten Menschen helfen - auf unterschiedlichste Weise: durch Sachspenden oder Ware an Bedürftige oder Hilfsorganisationen, durch Geldspenden an Stiftungen und Vereine, durch Sammelaktionen, aber auch durch den freiwilligen Einsatz der Mitarbeiter.
Im Jahr 2017 haben die Familienunternehmen innerhalb der igefa in Summe etwa 287.338 € aus eigenen Mitteln gespendet.
Spenden und gemeinnütziges Engagement können den Ruf eines Unternehmens sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Auch bergen sie Korruptionsrisiken. Mit unserem Verhaltenskodex und unserem Leitfaden Umgang mit Zuwendungen haben wir eine sichere Grundlage geschaffen, möglichen Risiken, die aus unseren Spenden oder Sponsoring-Aktivitäten entstehen können, vorzubeugen. Dazu gehört, dass unsere Spendenaktivitäten immer transparent sind; der Empfänger und die Verwendung einer Spende sind jeweils rechtlich vertretbar und dokumentiert (vgl. Kriterium 19 Politische Einflussnahme).
Die Wirkungen der Spendenaktivitäten, insbesondere gemeinschaftlicher Aktivitäten, werden in Form von Pressemeldungen unter https://www.igefa-nachhaltigkeit.de/de/gesellschaftliches-engagement kommuniziert; darüber hinaus ist die Überprüfung der Wirkung der Maßnahmen regional organisiert und obliegt der jeweiligen Geschäftsführung in den Unternehmensgruppen.  
Weitere Ausführungen zum Umgang mit Zuwendungen und zu Korruptionsprävention befinden sich bei Kriterium 20 Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert.

Im Jahr 2017 konnte bundesweit ein Umsatz in Höhe von 838 Mio € erreicht werden, was einem Wachstum von rund 3,5 Prozent zum Vorjahresergebnis entspricht.
Für weitere betriebswirtschaftliche Kennzahlen liegen in den Firmengruppen interne Auswertungen und Berichte vor, die nicht überregional kommuniziert bzw. veröffentlicht werden.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die oberste Compliance-Regel der igefa lautet: Wir agieren im Einklang mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften und grundsätzlich nach dem Vorsorgeprinzip. Dies beinhaltet zugleich die rechtzeitige Einhaltung von Gesetzesänderungen.
Grundsätzlich sind alle laufenden Gesetzgebungsverfahren in den Bereichen Umweltrecht, Arbeitsrecht und Arbeitsschutz, Energie, produktbezogene Verordnungen, Markenrecht, gefährliche Stoffe, Kartell- und Wettbewerbsrecht sowie zur Zeit besonders die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) für die igefa relevant.

Die Einhaltung rechtlicher Vorgaben stellen wir durch unseren Verhaltenskodex sowie unser integriertes Managementsystem sicher, das nach den Normen ISO 9001:2015 für Qualitätsmanagement und ISO 14001:2015 für Umweltmanagement zertifiziert ist und in das die Geschäftsführung nicht nur nach Maßgabe der genannten Normen zwingend involviert ist (vgl. Ausführungen unter Kriterium 20).
Wesentlicher Bestandteil des genannten Managementsystems ist die Ermittlung und Bewertung von Prozessrisiken. Durch sich verändernde rechtliche Bestimmungen besteht immer das Risiko der Nichtkonformität. Aus diesem Grund ist u.a. ein Informationsdienst beauftragt, gesetzliche Änderungen zu melden. Interne Beauftragtenfunktionen bewerten die Änderungen für uns und formulieren ggf. die notwendigen Maßnahmen als Anforderung an den jeweiligen Prozess.
Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der Rechtskonformität mindestens jährlich im Rahmen von Audits und Überprüfungen durch interne Beauftragtenfunktionen, externe Berater und Auditoren sowie durch behördliche Stellen, wodurch das Risiko von Nichtkonformität weiter minimiert werden kann.

Eine politische Einflussnahme im Hinblick auf die Interessen des Großhandels allgemein erfolgt indirekt durch die Mitgliedschaft sämtlicher igefa Niederlassungen in den jeweiligen Industrie- und Handelskammern.
Kein Eintrag in Lobbylisten, keinerlei Mitgliedsbeiträge, Spenden oder Zuwendungen an politische oder Regierungsinstitutionen. Dies entspricht dem igefa Verhaltenskodex, in dem es heißt "Wir leisten grundsätzlich keine Spenden an politische Institutionen, Einzelpersonen oder an Organisationen, deren Ziele unseren Grundsätzen nicht entsprechen bzw. dem Ansehen der igefa schaden könnten. Unsere Spendenaktivitäten sind immer transparent; der Empfänger und die Verwendung einer Spende sind jeweils rechtlich vertretbar und dokumentiert."

Es bestehen Mitgliedschaften im UN Global Compact (Signatory) mit einer jährlichen Gebühr von $ 5.000, im Bundesverband für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (€ 690 p.a.), in der Pro-S-Pack (€ 3.200 p.a.) sowie in diversen Kundenverbänden mit Gebühren von jährlich insgesamt ca. € 37.800.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

0,00 € politische Spenden.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Im Einklang mit dem Gesetz
Wie im igefa Verhaltenskodex bzw. in der igefa Unternehmenspolitik geregelt ist unser Anspruch, im Einklang mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften zu agieren sowie grundsätzlich nach dem Vorsorgeprinzip.
Die Einhaltung rechtlicher Vorgaben ist durch unser integriertes Managementsystem sichergestellt und wird mindestens jährlich im Rahmen von Audits und Überprüfungen durch interne Beauftragtenfunktionen, externe Berater und Auditoren sowie durch behördliche Stellen überprüft. Hierzu zählen die Rechtsabteilungen, ein externes Institut für Produkt- und Datenprüfungen, Qualitäts- und Umweltmanagementverantwortliche, eine externe Umweltberatung, Sicherheitsbeauftragte, Datenschutzbeauftragte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, AMG-Beauftragte, Gefahrstoff-, Gefahrgut- und Giftbeauftragte, die Berufsgenossenschaft, die Rentenversicherung etc.
Die oberste Lenkung des integrierten Managementsystems obliegt mindestens einem benannten Inhaber-Vertreter, wodurch die Einbindung der Geschäftsführung dauerhaft sichergestellt ist.

Korruptionsprävention
Das Verbot von Korruption und Bestechung ist in unserem Verhaltenskodex sowie im Code of Conduct für Lieferanten festgelegt.
Neben dem Vier-Augen-Prinzip wurde zur Vorbeugung ein Schulungskonzept für unsere Mitarbeiter entwickelt und igefaweit ausgerollt. Dieses beinhaltet eine rechtliche Aufklärung, die Sensibilisierung für Risiken und kritische Situationen im Alltag sowie einen Test mit Fragen zum Abschluss.
Bislang wurden 792 Führungskräfte und Mitarbeiter aus Vertrieb und Beschaffung geschult; das sind etwa 87 Prozent der zu schulenden Mitarbeiter. Ziel ist es, bis Jahresende 2018 auch die restlichen definierten Mitarbeiter zu unterweisen.
Ergänzend zu den Schulungen dient ein Leitfaden zur Annahme und Gewährung von Zuwendungen Mitarbeitern und Führungskräften als Orientierungshilfe.
Bis heute sind keine Hinweise auf Korruptionsverdacht eingegangen. 
Generell wird die Prävention von Korruption und Bestechung vom igefa Nachhaltigkeitsrat gefördert.

Ombudsman
Verstöße gegen rechtliche Vorgaben beziehungsweise unseren Verhaltenskodex können über ein installiertes Meldeverfahren, auch anonym, an einen Ombudsmann gemeldet werden, wobei der Absender aufgrund der Meldung nicht benachteiligt wird.
Auch unsere Geschäftspartner sind aufgefordert, Verstöße gegen unsere ethischen Richtlinien, wie sie in unserem Verhaltenskodex  beziehungsweise im Code of Conduct für Lieferanten formuliert sind, zu melden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken.

Es haben keine systematischen Untersuchungen stattgefunden.

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen.

Keine Hinweise auf Korruptionsverdacht.

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften.

Für 2017 sind der igefa keine signifikanten Bußgelder oder nicht monetäre Strafen wegen der Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften bekannt geworden.
Eine bundesweite Erhebung findet nicht statt.