14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

In der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Interessenvertretungen der Arbeitnehmer werden gemeinsam gesetzliche, tarifliche und betriebliche Regelungen umgesetzt. Die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat erfolgt auf Augenhöhe in einem partnerschaftlichen Austausch. In nahezu alle Entscheidungen der REWE Group ist der Betriebsrat als gewählte Arbeitnehmervertretung oder über Vertreter im Aufsichtsrat eingebunden. Den vorgegebenen Mitbestimmungs- und sonstigen Beteiligungsrechten entsprechend werden die Arbeitnehmergremien rechtzeitig informiert, Stellungnahmen eingeholt und Einigungen mit ihnen erzielt. Die REWE Group arbeitet konsequent, intensiv und vertrauensvoll mit den Betriebsräten zusammen. Ihre Vertreter sind in zahlreichen Organen wie beispielsweise dem IT- oder Logistik-Ausschuss eingebunden. Betriebliche Veränderungen werden frühzeitig gemeinsam erörtert.

Darüber hinaus gilt die konzernweite Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften als Handlungsgrundlage. Diese basiert auf der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO). In der Richtlinie heißt es: „Wir respektieren das Recht der Arbeitnehmer auf Bildung von unabhängigen und freien Arbeitnehmerorganisationen und Führung freier Verhandlungen über Tarife und Rechte von Arbeitnehmern.“ Die in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften dokumentierten Grundwerte gelten auch für Geschäftspartner und Lieferanten der REWE Group. Im Falle vorsätzlicher grober Missachtung der in der Leitlinie beschriebenen Werte behält sich die REWE Group Sanktionen vor.

Mittelfristig verfolgt die REWE das Ziel, in Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten die sehr komplexen und globalen Lieferketten nachhaltiger zu gestalten. Dies geschieht beispielsweise durch rohstoffbezogene Leitlinien, den PRO PLANET-Prozess, die Etablierung von Brancheninitiativen, der aktiven Mitarbeit bei Plattformen wie dem Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) oder dem Forum nachhaltiger Kakao und der Social Business Compliance Initiative (BSCI).

Mehr Informationen im REWE Group Nachhaltigkeitsbericht 2013/2014 unter G4-LA14 und LA15.

Durch Maßnahmen, wie beispielsweise die Nachhaltigkeitsmesse der Region West und einer Börse für soziales und ökologisches Engagement im Mitarbeiterportal ermöglicht die REWE Group ihren Mitarbeitern eine aktive Beteiligung am Nachhaltigkeitsengagement. Die Börse ist ein Angebot der REWE Group für Mitarbeiter am Standort Köln, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren möchten. Das Mitarbeiter-Magazin one informiert jeden Monat in der Rubrik Verantwortung über die Nachhaltigkeitsprojekte für Mitarbeiter (für mehr Informationen siehe hier).

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die Förderung der Vielfalt im Unternehmen ist ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Unternehmen, die auf Vielfalt achten, verbessern ihre Anpassungsfähigkeit an die sich verändernden Marktbedingungen und erhöhen ihre Chancen im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Im Rahmen ihres Personalmanagements achtet die REWE Group deshalb darauf, eine vielfältige Mitarbeiterstruktur zu schaffen und Mitarbeitern unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Identität, Herkunft oder Behinderung einen diskriminierungsfreien Arbeitsplatz zu gewährleisten, der allen Mitarbeitern gleiche Chancen bietet. Dazu gehört auch die gleichwertige Vergütung von Männern und Frauen.

Die Verpflichtung zur diskriminierungsfreien Gestaltung der betrieblichen Personalpolitik ist in der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften der REWE Group verankert. Sie ist gleichzeitig wesentlicher Bestandteil des für alle Mitarbeiter und Führungskräfte geltenden Verhaltenskodex. Dass Mitarbeiterinnen bei nicht tarifvertraglich geregelten Gehältern keine Gehaltsabschläge hinnehmen müssen, stellt die REWE Group mit diskriminierungsfreien Systemen sicher. Dazu zählt unter anderem das sogenannte Rangstufensystem, das sich – unabhängig vom jeweiligen Stelleninhaber – ausschließlich am Anforderungs- und Qualifikationsniveau der jeweiligen Stelle orientiert.
Neben der Gewährleistung geschlechtsunspezifischer Gehälter sind externe Personalvermittler bei der Besetzung freier Stellen verpflichtet, sowohl weibliche als auch männliche Kandidaten vorzuschlagen.
Mehr Informationen im REWE Group Nachhaltigkeitsbericht 2013/2014 unter Arbeitspraktiken unter dem Managementansatz zum Aspekt Vielfalt und Chancengleichheit.

Im Rahmen ihrer Lebensphasenorientierten Personalpolitik unterstützt die REWE Group ihre Mitarbeiter in allen Lebensphasen und erleichtert beispielsweise mit dem Ausbau unternehmenseigener Kinderbetreuungsplätze die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Für den zunehmenden Bedarf an Auszeiten für die Pflege von Familienangehörigen hat die REWE Group ein Modell entwickelt, das den Mitarbeitern ermöglicht, sich für die Betreuung nahestehender Familienangehöriger bis zu sechs Monate vollständig von der Arbeit freistellen zu lassen oder die Arbeitszeit bis zu zwölf Monate zu reduzieren. Eine Freistellung von der Arbeit für maximal sechs Monate ist auch im Rahmen eines Sabbaticals möglich.

Das konzernweite Gesundheitsmanagement der REWE Group ist organisatorisch dem Holdingbereich Personalwesen Konzern zugeordnet. Es koordiniert die Konzepte für betriebliche Gesundheitsförderung, Arbeitssicherheit sowie Arbeitsmedizin und bietet den Strategischen Geschäftseinheiten in diesen Bereichen Dienstleistungen wie Betreuung im Arbeitsschutz, Aufbereitung von Screening-Themen, Fit.Netz-Angebote oder Beteiligung an Projekten an. Ergänzend zum „klassischen“ Arbeits- und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz engagiert sich die REWE Group konsequent für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Um den bezahlten Krankenstand weiter zu senken hat die REWE Group unterschiedliche gesundheitsfördernde Maßnahmen und Projekte ausgebaut und neue ins Leben gerufen.

Mehr Informationen im REWE Group Nachhaltigkeitsbericht 2013/2014 unter Arbeitspraktiken unter dem Managementansatz zum Aspekt Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz sowie unter Mitarbeiter.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Das Unternehmen will möglichst viele Fach- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen rekrutieren und qualifizierte und motivierte Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden. Aus diesem Grund baut die REWE Group das Angebot an Personalentwicklungsmaßnahmen kontinuierlich aus. Einmal im Unternehmen erwartet die Mitarbeiter ein vielseitiges Weiterbildungsprogramm. Die Herausforderung liegt darin, die Weiterbildungsthemen so zu entwickeln, dass sie die unterschiedlichen Erfordernisse der Vertriebslinien erfüllen und gleichzeitig die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen. Dies geschieht durch umfassende Seminarprogramme, individuelle Fortbildungen und Coachings, die alle Mitarbeiter während ihres gesamten Berufslebens bei der REWE Group begleiten.

Mehr Informationen im REWE Group Nachhaltigkeitsbericht 2013/2014 unter G4-LA10.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht.

Siehe hier

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden.

Beim Arbeitsschutz hält sich die REWE Group an die gesetzlichen Vorgaben sowie an berufsgenossenschaftliche Vorschriften. Arbeitsschutzthemen behandelt die REWE Group nicht gesondert in förmlichen Vereinbarungen mit den Gewerkschaften.

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie.

Siehe hier

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren.

Siehe hier

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen.

Die REWE Group verfolgt alle Hinweise auf Diskriminierung konsequent und ahndet diese mit disziplinarischen sowie gegebenenfalls personellen Maßnahmen. Im Berichtszeitraum gab es keine Diskriminierungsfälle.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Für alle Geschäftsbeziehungen greift die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften der REWE Group. Die Leitlinie orientiert sich an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem UN Global Compact. Sie umfasst das Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit sowie den fairen Umgang mit Mitarbeitern. Im Falle vorsätzlicher grober Missachtung der in der Leitlinie beschriebenen Werte behält sich die REWE Group Sanktionen vor. Die REWE Group legt ihren Aktivitäten einen risikobasierten Ansatz zugrunde und achtet darauf, dass Produktionsstätten in Risikoländern, von denen sie Ware bezieht, sozial auditiert sind. Anerkannte Sozialstandards sind der Standard der Business Social Compliance Initiative (BSCI), der SA8000-Standard und der Standard des International Council of Toy Industries (ICTI).

Darüber hinaus hat die REWE Group basierend auf der Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften einen Lieferantenfragebogen entwickelt, mit dem sie ihre Lieferanten unterstützen möchte, die Verankerung von Nachhaltigkeitsaspekten in ihren Unternehmen einzuschätzen und weiterzuentwickeln.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden.

Als Bewertungsrahmen für Länder, in denen das Risiko von Menschenrechtsverletzungen besonders hoch ist, legt die REWE Group die Liste der BSCI-Risikoländer zugrunde. Während des Berichtszeitraums gab es keine wesentlichen Investitionen in BSCI-Risikoländern. Die Mehrzahl der REWE Group-eigenen Betriebsstätten liegt innerhalb der Europäischen Union.

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden.

Der Aspekt „ Prüfung“, zu dem HR9 gehört wurde im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse als nicht wesentlich eingestuft und wird nicht berichtet.

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden.

Die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften der REWE Group weist auf das Ziel hin: Gemeinsam mit Geschäftspartnern und Lieferanten verbindliche Standards über die gemeinsame Lieferkette zu implementieren. In den Jahren 2013/2014 entwickelte eine Arbeitsgruppe einen Lieferantenfragebogen, der alle 16 Faktoren der Leitlinie aufgreift.

Nach einem spezifisch entwickelten Algorithmus werden die Ausprägungen der genannten Faktoren mit neun Indikatoren (Öffentlichkeit, Ziele, Maßnahmen, Messbarkeit, Zuständigkeit, Lieferkette, Zertifizierung, Selbsteinschätzung und Risikoeinschätzung) gemessen und das Maß der Nachhaltigkeit für einzelne Unternehmen und Wertschöpfungsstufen beschrieben. Die Validierung dieses Ansatzes findet in einer Pilotphase im 2. Quartal 2015 mit 48 Lieferanten (Food/Non-Food) statt. Ab dem 4. Quartal 2015 ist der Rollout für weitere Eigenmarkenlieferanten geplant.

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen.

Basierend auf dem in HR10 dargestellten Fragebogenkonzept wird die REWE Group zukünftig in der Lage sein, den Erreichungsgrad der Indikatoren zu messen. Ergänzend ist geplant, ein bis zwei Prozent der Lieferanten zu auditieren und die Ergebnisse zu validieren. Das Bewertungsschema erlaubt es, erhebliche Abweichungen zu identifizieren, und drückt den generellen Erreichungsgrad in Prozent aus. Bei erheblichen Abweichungen werden Maßnahmen eingeleitet. Zunächst ist geplant, den Vertragspartner auf die entsprechenden Themen hinzuweisen und gegebenenfalls Maßnahmen, wie Zertifizierungsansätze (zum Beispiel BSCI-Mitgliedschaft oder die Teilnahme am GRASP-Modul) oder Schulungen, vorzuschlagen. Dann wird mit dem Vertragspartner ein Entwicklungspfad abgestimmt. Das Ziel ist, gemeinsam an Verbesserungen zu arbeiten und die Capacity Building-Prozesse der Lieferanten zu unterstützen. Siehe zudem HR4, HR5 und HR6.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die REWE Group versteht sich als Good Corporate Citizen – das heißt, sie übernimmt Verantwortung dort, wo sie wirtschaftlich tätig ist. Das betrifft das Umfeld ihrer Märkte und Verwaltungsstandorte ebenso wie indirekte Auswirkungen in Bezug auf ihre Lieferanten, in Anbauregionen oder Reisedestinationen. Für die Schwerpunkte ihres gesellschaftlichen Engagements hat die REWE Group vier Handlungsfelder definiert, darunter die Unterstützung gemeinnütziger Organisationen und Projekte und die Förderung der Bildung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
In den Jahren 2013/2014 unterstütze die REWE Group beispielsweise die Kindernothilfe bei dem Neubau einer Schule in Haiti. Auch die DER Touristik förderte 2014 den Bau und Ausbau von zwölf Schulen in zehn Ländern, in denen der Zugang zur Bildung nicht selbstverständlich ist. Im Jahr 2014 konnte das Unternehmen gemeinsam mit Partnern wie NGOs Schulplätze für insgesamt 1.900 Kinder schaffen. Darüber hinaus hat die DER Touristik 2014 einen gemeinnützigen Verein, die DER Touristik Foundation e.V., gegründet. Der Verein leitet alle Spendengelder zu 100 Prozent in Hilfsprojekte. Kooperationen mit Hilfsorganisationen wie der Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP stellen die langfristige Wirkung des Engagements sicher.
Auch auf nationaler Ebene ist die REWE Group gesellschaftlich engagiert. So gehört das Unternehmen seit über 18 Jahren zu den Hauptunterstützern der deutschlandweit mehr als 900 Tafeln und des Bundesverbands Deutsche Tafel e.V. Auch in anderen Ländern bestehen vergleichbare Kooperationen, zum Beispiel mit den Wiener Tafeln in Österreich.

toom Baumarkt baut deutschlandweit dauerhafte Partnerschaften mit der Lebenshilfe auf. Dazu gehören unter anderem gemeinsame Projekte von toom-Mitarbeitern und Menschen mit Behinderungen sowie Praktikumstage für behinderte Mitarbeiter der Lebenshilfe-Werkstätten. Dadurch möchten die toom Baumärkte den Austausch fördern und Barrieren abbauen. Gleichzeitig ermöglichen die Projekte Menschen mit Behinderung, noch stärker aktiv am Arbeitsalltag teilzuhaben. Mehr als 20 toom Baumärkte bundesweit haben bereits Partnerschaften mit Einrichtungen der Lebenshilfe begonnen.

Mehr Informationen im REWE Group Nachhaligkeitsbericht unter Gesellschaft.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert.

Siehe hier

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Um eine zukunftsorientierte Wirtschafts-, Ernährungs- und Umweltpolitik zu unterstützen, führt die REWE Group den Dialog mit der Politik auf unterschiedlichen Ebenen. Im August 2014 eröffnete das Unternehmen in Berlin eine Hauptstadtvertretung als Plattform für Dialog und Austausch mit den für den Handel und die REWE Group relevanten Anspruchsgruppen. Hierbei gehört es zum Ansatz der REWE Group, niemanden von diesem Dialog auszuschließen. So fanden im Berichtszeitraum mehrere Runde Tische, Hintergrundgespräche und Veranstaltungen statt, zu denen viele unterschiedliche Entscheidungsträger unabhängig von Parteizugehörigkeit oder Selbstverständnis eingeladen wurden. Insbesondere das Thema der gesunden Ernährung wurde im Hauptstadtbüro in Berlin durch mehrere Veranstaltungen begleitet. Darüber hinaus führen Vertreter der REWE Group direkte Gespräche mit Mandatsträgern, um sie für relevante Themen zu sensibilisieren und die Interessen des Unternehmens zu vertreten.

Die REWE Group begleitete zudem die Diskussionen über das geplante Freihandelsabkommen TTIP. Im Zuge dessen bekundete die REWE Group Anfang 2014 durch ein Schreiben an die deutschen Mitglieder des Internationalen Handels- sowie des Agrar- und Lebensmittelausschusses des Europäischen Parlaments ihre Sorge, dass durch TTIP die bewährten Standards der Lebensmittelsicherheit und -qualität in Europa aufgeweicht werden könnten. Zudem forderte die REWE Group einen transparenteren Entscheidungsprozess unter Einbeziehung von Vertretern aus Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen sowie des Handels.

Spenden für Parteien oder politische Vereinigungen, Amtsträger und öffentliche Stellen sowie an Kirchen und andere religiöse Gruppen müssen vom gesamten Vorstand der REWE Group genehmigt werden. Jede Spende muss in Einklang mit den geltenden Gesetzen und den regulatorischen Vorgaben innerhalb der REWE Group wie etwa dem Verhaltenskodex stehen.

Für eine Übersicht der Mitgliedschaften der REWE Group siehe hier.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

Im Berichtszeitraum wurden keine Spenden an politische Parteien getätigt.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften der REWE Group formuliert klare Grundsätze für faires und unbestechliches Verhalten. Darüber hinaus wurde im Jahr 2007 ein Antikorruptionssystem eingeführt. Im Zuge dessen wurden diverse Verhaltensrichtlinien für Führungskräfte und Mitarbeiter implementiert und ein interner Antikorruptions-Beauftragter sowie ein externer Ombudsmann bestellt. Im Februar 2009 hat die REWE Group einen Chief Compliance Officer berufen und seit Juni 2010 bündelt und koordiniert der Zentralbereich Governance & Compliance die Aktivitäten der REWE Group. Ihm stehen in den jeweiligen Geschäftseinheiten und Landesgesellschaften seit 2011 dezentrale Compliance Officer als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Im Rahmen eines effizienten Compliance-Management-Systems (CMS), angelehnt an den Standard IDW PS 980, hat die REWE Group ein Compliance-Programm aufgestellt, das eine Vielzahl von präventiven Maßnahmen umfasst. Seit Mitte 2011 werden regelmäßige Compliance-Risikoanalysen durchgeführt, aus denen weitere präventive Maßnahmen abgeleitet werden. Schulungen für die Mitarbeiter und spezielle Regelungen, die den Umgang mit Zuwendungen an Top Executives oder die Einkaufsbereiche betreffen, gehören ebenfalls dazu. Für Spenden legt eine eigene Richtlinie Mindestanforderungen und entsprechend zu dokumentierende Genehmigungsprozesse fest.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken.

Mit Hilfe eines IT-gestützten Tools werden in der REWE Group systematisch Korruptionsrisiken erfasst und bewertet sowie daraus entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Dies entspricht einer 100-prozentigen Abdeckung der Strategischen Geschäftseinheiten.

Ausgehend von den Compliance-Risikoanalysen im Jahr 2012 lag der Schwerpunkt im Berichtszeitraum in der Weiterentwicklung und Implementierung geeigneter Maßnahmen zur Risikosteuerung. Im Zuge des Integrationsprojekts Governance Risk & Compliance (GRC) werden die Geschäftsbetriebsrisiken und Compliance-Risiken gemeinsam erhoben und einheitlich bewertet. Somit werden Risk Assessments und Maßnahmen in eine groupweite Systemlösung überführt. Der Prozess wird 2015 abgeschlossen sein.

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen.

Hinweise, die bei den Compliance-Verantwortlichen eingehen, werden systematisch im Compliance-Hinweistool erfasst, bearbeitet und zur Aufklärung an die zuständigen Fachbereiche – insbesondere an die Konzernrevision – weitergeleitet. Diese prüft den Sachverhalt und teilt dem Bereich Governance & Compliance die Ergebnisse beziehungsweise die zu ergreifenden Maßnahmen mit. Deren Umsetzung, zum Beispiel arbeits- oder strafrechtlicher Art, liegt in der Verantwortlichkeit der operativen Einheiten. Sowohl 2013 als auch 2014 gingen jeweils sieben wesentliche Hinweise auf Korruption im Bereich Governance & Compliance ein. In allen Fällen wurden entsprechende arbeitsrechtliche Maßnahmen ergriffen.

Zusammen mit den dezentralen Compliance Officern führt der Zentralbereich Governance & Compliance jährlich Workshops durch, um gemeinsam das Compliance-Programm weiterzuentwickeln und präventive Maßnahmen zur Minimierung von Compliance-Risiken zu implementieren.

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften.

Im Berichtszeitraum wurden keine Sanktionen wegen Verstößen gegen Rechtsvorschriften verhängt.