14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die DZ BANK erfüllt an allen deutschen Standorten die gesetzlichen Anforderungen und sicherheitstechnischen Normen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz und bestellt nach Maßgabe des Arbeitssicherheitsgesetzes Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit.
Für die Beschäftigten in unseren Filialen in London, New York, Hongkong und Singapur gelten die jeweils gesetzlichen Bestimmungen und Standards. Übergreifend ist es für die DZ Bank selbstverständlich, dass die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen, eingehalten werden. 2014 haben wir weiterhin neue Mitarbeiter und Führungskräfte zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz geschult und unsere interne Betriebsvereinbarung zur Integration behinderter Menschen befolgt. Die Schulungen zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sind für alle Mitarbeiter sowie speziell für Führungskräfte obligatorisch. 2014 hat es keine Klagen zum AGG gegeben.

Die Mitarbeiter können auch aktiv Ideen und Anregungen zum Nachhaltigkeitsmanagement geben. Dazu haben wir beispielsweise zum Thema Umweltmanagement einen internen Wettbewerb ausgerufen. Eine weitere Möglichkeit ist die Beteiligung an der internen Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit, bei der Mitarbeiter aus den verschiedenen Fachbereichen die Maßnahmen zum Nachhaltigkeitsmanagement gemeinsam umsetzen.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Chancengleichheit gehört zu den zentralen Grundsätzen der DZ BANK. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, alle Mitarbeiter gleich zu behandeln und zu fördern – ungeachtet ihrer Herkunft, Hautfarbe, ihres Geschlechts, Alters oder körperlicher Einschränkungen. Daher haben wir auch im November 2011 die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmenskultur in Deutschland voranzubringen. Beispielsweise initiierte sie im Jahr 2014 den bundesweiten Deutschen Diversity-Tag, an dem sich auch die DZ BANK beteiligte. Zudem haben wir im Berichtsjahr erneut neue Mitarbeiter und Führungskräfte zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz geschult.

Eines unserer Ziele ist, die Gesundheit der beeinträchtigten Mitarbeiter zu erhalten. So steht es in unserer Integrationsvereinbarung, die wir mit der Schwerbehindertenvertretung und der Arbeitnehmervertretung geschlossen haben. Denn die berufliche Eingliederung beeinträchtigter Menschen ist nur möglich, wenn alle Beteiligten partnerschaftlich zusammenarbeiten. Im Jahr 2014 lag die Schwerbehindertenquote mit 5,2 Prozent oberhalb der gesetzlichen Mindestgrenze.

Weiteres Bestreben der DZ BANK ist es, den Anteil der weiblichen Führungskräfte auf allen Hierarchieebenen und den Anteil der Expertinnen zu erhöhen. Ein Mittel dafür ist das im Jahr 2012 gestartete Projekt Vielfalt@DZ BANK. Zudem sind seit 2013 auch sogenannte „Diversity-Ziele“ Teil der Zielvereinbarungen von Führungskräften, mit denen Frauen gefördert werden sollen. Bisher sind bei der DZ BANK 1 von 20 Aufsichtsräten und 17 von 124 Abteilungsleitern weiblich, bei den Gruppenleitern sind es 77 von 358. Im Jahr 2014 hat die DZ BANK 20,5 Prozent der ausgeschriebenen Führungspositionen mit Frauen besetzt.

Darüber hinaus geht die DZ BANK neue Wege bei der Ansprache von weiblichen Nachwuchskräften. Ein Beispiel dafür ist der bankeigene StudentinnenTag, der bereits dreimal erfolgreich stattfand, zuletzt im Mai 2015.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Die DZ BANK legt großen Wert darauf, alle Mitarbeiter gezielt in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Das tut sie auf vielfältige Weise. Ein Beispiel für diese Unterstützung ist das breite Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiter, bestehend aus internen und externen Angeboten.

Eine zentrale Rolle bei der Qualifizierung der Mitarbeiter spielt das „Offene Programm“ der DZ BANK. Diese internen Trainings decken rund 40 Prozent der gesamten Weiterbildungsmaßnahmen der Bank ab. Die Bandbreite der rund 130 Trainingsthemen reichte im Jahr 2014 von der „Nachhaltigkeit in der Kreditvergabe“ bis hin zu grundlegenden Inhalten wie dem erneut besonders gefragten Seminar „Das 1x1 des Bankenaufsichtsrechts“. Ergänzend hinzu kommen etwa 30 Prozent maßgeschneiderte bereichsspezifische Trainings. Großer Bedarf bestand im Berichtsjahr an Seminaren im Bereich „Bank- und Betriebswirtschaft“, die vor allem gesetzliche und aufsichtsrechtliche Veränderungen zum Thema hatten. Ist der Weiterbildungsbedarf nicht durch interne Angebote gedeckt, bieten wir unseren Beschäftigten die Möglichkeit zu externen Einzeltrainings. Die Weiterbildungsexperten der DZ BANK beraten die Mitarbeiter bei der Wahl des für sie passenden individuellen Trainings.

Seit 2014 können unsere Beschäftigten überdies in den Trainingsreihen „Grundlagen der Persönlichkeits- und Kommunikationskompetenzen“ und „Vertiefung der Persönlichkeits- und Kommunikationskompetenzen“ ein Zertifikat der Frankfurt School of Finance and Management erwerben. Zudem ergänzen die neuen Qualifizierungslehrgänge für Projektleiter das zielgerichtete Weiterbildungsangebot für unsere Mitarbeiter. Diese sind auf die komplexen Anforderungen des Projektmanagements und der Bank abgestimmt, orientieren sich an den internationalen Projektmanagement-Standards und enden mit einem Zertifikatsabschluss der Technischen Hochschule Deggendorf. Insgesamt absolvierten unsere Mitarbeiter im Jahr 2014 erneut mehr als 10.000 Weiterbildungstage. Für das Jahr 2015 plant die DZ BANK etwa 130 Trainingsthemen, von denen 20 neu sind.

Die DZ BANK legt großen Wert darauf, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem ihre Mitarbeiter Beruf und Familie in verschiedenen Lebenslagen bestmöglich miteinander vereinbaren können. Dies trägt dazu bei, die Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft insbesondere von Eltern und pflegenden Mitarbeitern langfristig zu sichern. Bestes Beispiel dafür ist die neue DZ BANK eigene Kindertagesstätte (Kita) in Frankfurt, deren Planung wir im Berichtsjahr vorangetrieben haben und die ab Mitte 2016 die ersten Kinder aufnehmen soll.

Auch Mitarbeitern mit Pflegeaufgaben stehen wir zur Seite: Sie können sich im internen Pflegenetzwerk austauschen, ein von der DZ BANK und anderen Frankfurter Unternehmen gefördertes Seminar im Bereich Heim- und Altenpflege besuchen oder entsprechende Beratungs- und Unterstützungsangebote eines externen Kooperationspartners wahrnehmen, zum Beispiel die Vermittlung von Pflegekräften. Seit Inkrafttreten des Pflegezeitgesetzes zum 1. Juli 2008 kommt die DZ BANK dieser gesetzlichen Verpflichtung nach. Ist ein Familienangehöriger pflegebedürftig, können sich Mitarbeiter bis zu sechs Monate unbezahlt von der Arbeit freistellen lassen. Dies ist auch kurzfristig bis zu zehn Tagen möglich, um bei Eintritt eines unerwarteten Pflegefalls in der Familie eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren.

Im Rahmen unseres Gesundheitsmanagements bieten wir unseren Mitarbeitern an den deutschen Standorten ein breites Spektrum an attraktiven Betriebssportmöglichkeiten, das von Badminton bis Volleyball reicht. Hinzu kommen Präventionskurse wie Wirbelsäulengymnastik, Meditation, Yoga oder autogenes Training sowie spezielle Schulungen für die richtige Ernährung. Der alljährliche Gesundheitstag der DZ BANK legte im Jahr 2014 den Fokus auf Rückengesundheit.

Die Präventionskurse zur Stressbewältigung helfen den Mitarbeitern, mit psychischen Belastungen umzugehen. Überdies können unsere Beschäftigten in schwierigen beruflichen und privaten Situationen seit 2008 die Unterstützung einer unabhängigen Sozialberaterin in Anspruch nehmen. Die Psychologin und Psychotherapeutin berät beispielsweise, wie Mitarbeiter mit Ärgernissen und Problemen umgehen können und informiert über Präventionsmaßnahmen. Sie ist Ansprechpartnerin beim Thema Burn-out und vermittelt bei Bedarf auch zeitnah an Spezialisten.

Neben ihren Präsenzzeiten hält sie Themenvorträge an unseren bundesweiten Standorten – von der mentalen Leistungsfähigkeit bis hin zur Suchtproblematik. Im Umgang mit Suchterkrankungen unterstützt die DZ BANK Beschäftigte und Führungskräfte mit einer „Leitlinie Sucht“, einem Kooperationsprojekt der Sozialberaterin mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement. Beschäftigte, die nach längerer Krankheit an den Arbeitsplatz zurückkehren, begleitet die DZ BANK seit 2007 aktiv mit einem Programm zur Wiedereingliederung. Auch das Thema „psychische Gesundheit“ ist Bestandteil in einigen Führungskräfte-Trainings.


Die DZ BANK erfüllt an allen deutschen Standorten die gesetzlichen Anforderungen und sicherheitstechnischen Normen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz und bestellt nach Maßgabe des Arbeitssicherheitsgesetzes Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Die Experten helfen, Unfälle zu vermeiden, indem sie die Mitarbeiter über das Thema Arbeitsschutz informieren und Arbeitsplätze individuell überprüfen. So haben sie im Jahr 2014 mehr als 200 Beschäftigte bei der Gestaltung ihrer Arbeitsplätze beraten. Zugleich wurde der Prozess der Mitarbeiterunterweisung um weitere Fachthemen aus dem Bereich Unternehmenssicherheit ergänzt. Darüber hinaus haben die Arbeitsschutzexperten der DZ BANK im Berichtsjahr das Projekt Gefährdungsbeurteilung initiiert und bereits erste Ergebnisse vorgestellt. Das Vorhaben befasst sich in erster Linie mit den psychologischen Belastungen der Beschäftigten. Im Jahr 2015 werden die Fachkräfte für Arbeitssicherheit ihr Hauptaugenmerk auf die ­Neugestaltung und Konfiguration der Handelsarbeitsplätze legen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI LA7
Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie Summe der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region.

Die DZ BANK bietet ihren Mitarbeitern zahlreiche Angebote zur Gesundheitsvorsorge wie Betriebssport, kostenfreie Gesundheitschecks und Anti-Stress-Programme. Kurse zur Rückenschule werden beispielsweise täglich angeboten, teilweise bis zu drei Kurse an einem Tag. An einigen Standorten bestehen dank verschiedener Kooperationen weitere Präventionsmöglichkeiten, die von Bewegungs-, Entspannungs- und Ernährungskursen bis zu medizinischen Vorträgen reichen. Bei beruflichen sowie privaten Problemen können sich unsere Mitarbeiter an die betriebliche Sozialberatung wenden. Im Jahr 2013 nutzten 961 Mitarbeiter (2012: 756) in Frankfurt die Möglichkeit zum Betriebssport und beteiligten sich an unseren gesundheitspräventiven Programmen – darunter eine Rückenschule, kostenfreie Gesundheitschecks und Anti-Stress-Programme. Dies entspricht einer Teilnahmesteigerung von rund 27 Prozent. Unsere Gesundheitsquote liegt annähernd unverändert bei 96,8 Prozent (2012: 96,7) im Jahresmittel.

Leistungsindikator GRI LA8
Unterricht, Schulungen, Beratungsangebote, Vorsorge- und Risikokontrollprogramme, die Mitarbeiter, ihre Familien oder Gemeindemitglieder in Bezug auf ernste Krankheiten unterstützen.

Neben vorbeugenden Gesundheitsmaßnahmen unterstützen wir Mitarbeiter, die nach längerer Krankheit an den Arbeitsplatz zurückkehren, mit einem Programm zur Wiedereingliederung. Seit August 2008 haben wir eine unabhängige Sozialberaterin engagiert, die als Ansprechpartnerin zu festen Zeiten im Haus ist, allen deutschen Standorten mit Beratungsangeboten zur Verfügung steht und regelmäßig an allen deutschen Standorten Vorträge hält. Gemeinsam mit ihr wurde im Berichtsjahr 2010 die Leitlinie Sucht erarbeitet. Sie beinhaltet konkrete Richtlinien und Handlungsvorgaben, um mit erkannten Suchterkrankungen umzugehen und den Betroffenen in einem Stufenplan Hilfe zu bieten. Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit unterstützen den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung durch individuelle Arbeitsplatzbegehungen und gezielte Information der Mitarbeiter.

Die Gesundheitstage der DZ BANK standen sowohl unter dem Motto der Regeneration als auch der Bewegung. Die Aussagen "Mit vollem Akku in den Tag" und "Bewegen - besser fühlen" führten die Mitarbeiter durch ein informatives Angebot von Vorträgen und Workshops. An verschiedenen Standorten kooperieren wir zudem mit medizinischen Versorgungszentren und bieten unseren Mitarbeitern so die Möglichkeit, an medizinischen Fachvorträgen und Seminaren teilzunehmen.

Grundsätzlich liegt eine geringe Gesundheitsgefährdung aufgrund der Bürotätigkeit vor. Dies gilt gleichermaßen für alle Mitarbeiter.

Leistungsindikator GRI LA10
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl pro Mitarbeiter und Mitarbeiterkategorie, die der Mitarbeiter aus- oder weitergebildet wurde.

2013 nahmen unsere Mitarbeiter insgesamt 10.483 Weiterbildungstage wahr (2012: 11.891). Dies entspricht unter Annahme eines 8-Stunden-Tages 83.864 Stunden. Die durchschnittlichen Weiterbildungstage lagen bei 2,6 Tagen pro Mitarbeiter (20,8 Stunden) im Inland (2013: 3,1). Der Rückgang zum Vorjahreswert erklärt sich aus jahresspezifischen Weiterbildungsaktivitäten innerhalb einzelner Fachbereiche und Projekte (vgl. 2011: 2,5 Tage).

Die durchschnittliche jährliche Stundenzahl pro Mitarbeiter und Mitarbeiterkategorie schlüsselt sich 2013 wie folgt auf: Mitarbeiter 73.636,7 Stunden (2012: 79.649,7), Management (ohne Vorstand und Bereichsleiter) 12.175 Stunden (2012: 13.100,1), Gesamt 85.811,7 Stunden (2012: 92.749,8).

Leistungsindikator GRI LA13
Zusammensetzung der leitenden Organe und Aufteilung der Mitarbeiter nach Kategorie hinsichtlich Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und anderen Indikatoren für Vielfalt.

Menschen nicht wegen Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Alter oder körperlicher Behinderung zu diskriminieren ist ein zentraler Grundsatz der DZ BANK. Schulungen zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sind für alle Mitarbeiter sowie speziell für Führungskräfte obligatorisch.

Die allgemeinen demografischen Veränderungen lassen sich auch an den jährlichen Personalkennzahlen der DZ BANK ablesen: So stieg das Durchschnittsalter unserer Mitarbeiter 2013 weiter leicht von 42,7 im Vorjahr auf 43 Jahre. Bereits 27 Prozent gehören der Generation „50 Plus“ an (davon 16,% Frauen, 10,9% Männer). Lediglich 9,8 Prozent der Mitarbeiter waren jünger als 30 Jahre (davon 4,4 % Frauen, 5,4% Männer).

In unseren Ausbildungs- und Traineeprogrammen haben wir 2012 die Nachwuchspflege des Vorjahrs fortgesetzt: Ende 2013 waren 147 Nachwuchskräfte in der Bank beschäftigt. 87 Prozent der Auszubildenden und Trainees, die ihre Ausbildung 2013 beendeten, konnten 2013 in eine unbefristete Anstellung übernommen werden. Die Nachwuchskräftequote blieb mit 13,1 Prozent nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Der aktuelle Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft 2013 ist im Vergleich zum Vorjahresniveau leicht gestiegen auf 42,5 Prozent (2012: 41,9); bei den Führungspositionen war ein leichter Zuwachs zu verzeichnen (von 16,1 auf 17,2 Prozent). Die Schwerbehindertenquote lag auf Vorjahresniveau bei 4,4 Prozent.

Leistungsindikator GRI HR4
Gesamtzahl der Vorfälle von Diskriminierung und ergriffene Maßnahmen.

Im Berichtsjahr 2013 wurden keine Klagen bezüglich der Einhaltung des AGG registriert.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Lieferverträge der DZ Bank beruhen auf sozialen und ökologischen Mindeststandards. Mit einer Nachhaltigkeitsvereinbarung verpflichten wir sämtliche Lieferanten, sowohl die DZ BANK Mindeststandards einzuhalten als auch die Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und die Anforderungen der International Labour Organization. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant gelten, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dies betrifft unter anderem Zertifizierungen oder Konzepte, um Umweltbelastungen zu minimieren. Aus den gewonnenen Daten leiten wir weitere Handlungsschritte ab. Sämtliche Informationen zur Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten sammeln wir seit 2013 in einer Datenbank.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI HR2
Prozentsatz wesentlicher Zulieferer und Auftragnehmer, die unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden und ergriffene Maßnahmen.

Im Berichtsjahr wurden ca. 70% aller Verträge geprüft.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Dem Thema Verantwortung räumt die DZ BANK vor allem in ihrem Kerngeschäft einen hohen Stellenwert ein. Als Kreditgeber prüfen wir sämtliche Kreditanfragen (klassisches Kreditgeschäft, Projektfinanzierungen und kundenbezogene Handelslimite) im Rahmen des Kreditprüfungsprozesses systematisch auf relevante Nachhaltigkeitsaspekte. Dazu hat die DZ BANK ein unternehmensweit einheitliches Verfahren entwickelt, das auf einer umfassenden Nachhaltigkeitsprüfliste und branchenspezifischen Sektorgrundsätzen basiert. Die Ergebnisse erfassen wir seit Juli 2011. Im Jahr 2014 haben unsere Mitarbeiter 1.503 Kreditanfragen mit Nachhaltigkeitsprüfung positiv beschieden.


Die DZ BANK Stiftung fördert Wissenschaft und Forschung sowie Bildung insbesondere auf den Gebieten der Bank- und Finanzwirtschaft und des Genossenschaftswesens. Wir sehen es als eine gesellschaftlich notwendige Aufgabe an, die staatliche Wissenschaftsförderung zu unterstützen. Denn die gemeinsame Verantwortung von Staat und Wirtschaft hatte bereits vor mehr als 50 Jahren eines unserer Vorgängerinstitute zur Gründung einer Stiftung veranlasst, aus der 2004 die DZ BANK Stiftung hervorging.

Im Jahr 2014 förderten wir laufende und neue Projekte mit insgesamt rund 530.000 Euro. Um die Kapitalbasis zu stärken, spendete die DZ BANK der Stiftung im Berichtsjahr 1 Mio. Euro. Damit konnte dem aufgrund der niedrigen Zinsen rückläufigen Fördervolumen entgegengewirkt werden.

Das Engagement der DZ BANK Stiftung im Bereich wissenschaftliche Förderung ergänzt der Karriere-Preis der DZ BANK Gruppe – der mit 24.000 Euro höchstdotierte Hochschulpreis der deutschen Wirtschaft für akademische Abschlussarbeiten im Bereich Banking & Finance. Im Jahr 2014 haben wir den Preis zum sechsten Mal als gemeinsame Auszeichnung durch die Unternehmen der DZ BANK Gruppe ausgelobt, insgesamt aber bereits zum 13. Mal vergeben.

Die DZ BANK unterstützt das soziale Engagement ihrer Mitarbeiter im Rahmen verschiedener Aktionen und mittels Spenden. Seit April 2013 unterstützen wir die gemeinnützige Initiative Joblinge, die schwer vermittelbaren Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Weg in den Arbeitsmarkt ebnet. Die Initiative wurde im Jahr 2007 von der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG und The Boston Consulting Group GmbH gemeinsam mit Experten aus Politik, Wirtschaft und gemeinnützigem Sektor ins Leben gerufen. Über Joblinge stehen unsere Beschäftigten den jungen Leuten als Mentoren zur Seite und helfen ihnen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und der Vorbereitung auf ihre neue Aufgabe. Im Berichtsjahr haben sich 41 Mitarbeiter der DZ BANK ehrenamtlich an vier Standorten für Joblinge engagiert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI EC1
Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert, einschließlich Einnahmen, Betriebskosten, Mitarbeitergehältern Spenden und anderer Investitionen in die Gemeinde, Gewinnvortrag und Zahlungen an Kapitalgeber und Behörden (Steuern).

Das Ergebnis vor Steuern der DZ Bank nach HGB lag für das Geschäftsjahr 2014 bei 2,87 Mrd. Euro. Die Bilanzsumme betrug 403 Millionen Euro, die Kernkapitalquote lag bei 12,2%. Im Jahr 2014 lag das Spendenaufkommen bei 1 Mio. Euro. Der Personalaufwand betrug 2014 495 Mio. Euro. Für Löhne und Gehälter wurden 426 Mio. Euro aufgewendet. Für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung wurden 2014 69 Mio. Euro aufgewendet. Davon entfielen 19 Mio. explizit auf die Altersversorgung.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Mit unseren Spenden verbinden wir gesellschaftlich notwendige Ziele: Wir möchten Leistung fördern, zu Offenheit in der Gesellschaft beitragen und eine zukunftsfähige Gemeinschaft mitgestalten. In unserer Spendenrichtlinie ist geregelt, dass sich das gesellschaftliche Engagement der DZ BANK auf die Schwerpunkte Wissenschaft und Bildung, Soziales sowie Kunst und Kultur fokussiert. Im Jahr 2014 ­spendete die DZ BANK insgesamt rund 367.000 Euro für ­gemeinnützige Zwecke – 16 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Bereich Wissenschaft und Bildung ist mit einem Spendenanteil von 39 Prozent nach wie vor der Schwerpunkt unseres Engagements. Dort stehen vor allem Themen der Finanz- und Genossenschaftswissenschaft im Fokus, wobei die Unterstützung des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft eine herausragende Stellung einnimmt: Unter dem Motto „Bildung stiften, Wissen schaffen, Innovationen ermöglichen“ verbindet er die gemeinsame Verantwortung von Unternehmen und Stiftungen für Wissenschaft und Bildung.

Aufteilung der Spendentätigkeit 2014 nach Themen (in Prozent): Wissenschaft & Bildung: 38,6 %, Soziales (27,3 %), Kultur (21,1%), Politik (8,2%), Sport (4,8%).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SO6
Gesamtwert der Zuwendungen (Geldzuwendungen und Zuwendungen von Sachwerten) an Parteien, Politiker und damit verbundenen Einrichtungen, aufgelistet nach Ländern.

Für Spenden hat die DZ BANK im Jahr 2014 insgesamt 366.658 Euro aufgewendet (Vorjahr: 316.313 Euro).In den poltischen Bereich flossen 2014 30.066 Euro, das entspricht 8,2% des gesamten Spendenaufkommens.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Der Code of Conduct – unsere Grundlage für integres Verhalten

Als verantwortungsvoll geführtes Unternehmen geben wir unseren Mitarbeitern Grundsätze und Regeln für ein korrektes und eigenverantwortliches Verhalten an die Hand, insbesondere im Umgang mit Kunden,­ Geschäftspartnern und Kollegen. Das Compliance Office (NB 18) hat in Zusammenarbeit mit den Fach­bereichen einen Verhaltenskodex („Code of Conduct“) entwickelt, der seit dem 3. Dezember 2012 den Rahmen für sämtliche Richt- und Leitlinien bildet. Darüber hinaus haben Vertreter der einzelnen Compliance-Funktionen und die jeweiligen Nachhaltigkeitsbeauftragten der DZ BANK Gruppe einen ­Verhaltenskodex für die Gruppe erarbeitet, der im Mai 2014 in Kraft getreten ist und für die gesamte DZ BANK Gruppe gilt.

Dieser Verhaltenskodex formuliert unser Verständnis von integrem Verhalten und einer ethisch fundierten Unternehmenskultur. Er verbindet interne Grundsätze und externe Marktstandards und bekräftigt unser Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Um eine erfolgreiche Zusammenarbeit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten, legt er nicht nur Richtlinien für den Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern fest, sondern auch für eine gute Unternehmensführung. Damit leistet der Kodex einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der DZ BANK und bietet unseren Mitarbeitern eine gute Orientierung im Umgang mit der zunehmenden Vielfalt an Vorschriften und Regulationen.

Über den Code of Conduct informiert die DZ BANK unter anderem in ihrem Compliance-Portal, das interne Portal für Arbeitsanweisungen und die Begrüßungsseite für neue Mitarbeiter im Intranet. Zudem haben wir den Verhaltenskodex in bestehende Trainingsprogramme integriert.

Die Gewährleistung rechtskonformen Handelns (Compliance) spielt in der Finanzbranche eine wichtige Rolle – und ist für die DZ BANK seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit. Bei der Bekämpfung von Insiderhandel und Marktmanipulation, Korruption oder sonstigen strafbaren Handlungen sowie bei der­ Durchsetzung von Finanzembargos fordern Re­gie­rungen die Unterstützung der Finanzwirtschaft ein. Zusätzliche Regeln beschränken Transaktionen und verpflichten die Institute zu Offenlegung und strengen Prüfungen. Dieser enge gesetzliche Rahmen wirkt sich grundlegend auf unsere Geschäftstätigkeit als Bank aus. Überdies hat der Gesetzgeber die Anforderungen an die Compliance-Funktion in Banken in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschärft. So konkretisierte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Regelungen des Wertpapierhandelsgesetzes durch die Mindestanforderungen an Compliance und die weiteren Verhaltens-, Organisations- und Transparenzpflichten (MaComp). Mit der Novellierung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) haben sich die Aufgaben und Pflichten des Compliance Office nochmals erweitert.

Als Spitzeninstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe trägt die DZ BANK eine besondere Verantwortung, um ordnungsgemäße Geschäftspraktiken in ihrem Haus zu gewährleisten. So haben wir unter Berücksichtigung internationaler Standards bereits in den 1990er-Jahren ein zentrales Compliance Office als Schnittstelle zu den übrigen Bankfunktionen eingerichtet. Dieses verantwortet gemäß den rechtlichen ­Anforderungen vor allem die Kapitalmarkt-Compliance, die Geldwäscheprävention und die neue Compliance-Funktion nach den MaRisk. Zugleich bildet das Compliance Office die zentrale Stelle, um sonstige strafbare Handlungen zu verhindern. Die Compliance-Experten beraten Führungskräfte, Mitarbeiter und Geschäftseinheiten der Bank in Bezug auf die Umsetzung und Kontrolle der gesetzlichen Anforderungen. Darüber hinaus überprüft das Compliance Office, ob die Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes, das Verbot von Insiderhandel und die Regeln zu Mitarbeitergeschäften eingehalten werden, und stellt sicher, dass die Bank nicht für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung missbraucht wird. Der Leiter des Compliance Office berichtet in seiner Funktion als Compliance-Beauftragter, Geldwäsche- und Gruppengeldwäsche­beauftragter direkt und regelmäßig an den Vorstand und den Aufsichtsrat.

Unter dem Dach des 2012 eingeführten Verhaltenskodexes vereinigt die DZ BANK verschiedene Instrumente zur Betrugsprävention. Dazu gehören unter anderem die Richtlinien für den Umgang mit Geschenken, Arbeitsanweisungen zur Betrugsprävention sowie ein Hinweisgebersystem und Schulungen.

Ein wichtiger Baustein der Betrugsprävention ist die 2010 in der DZ BANK eingeführte Geschenkerichtlinie. Sie gibt unseren Mitarbeitern klare Anweisungen für den Umgang mit Geschenken und Einladungen.

Zur Beurteilung neuer Kunden verwenden wir Anweisungen und Regelungen, um die „Know-your-Customer“- sowie die „Customer Due Diligence“-Anforderungen des Geldwäschegesetzes (GWG) zu erfüllen. Eine fortlaufende Überwachung auf Transaktions- und Kundenebene ist implementiert; das Compliance Office kontrolliert die Einhaltung der Vorgaben.

Bei der Erhebung von Geldwäsche- und Betrugsrisiken für die jährlich aktualisierte Gefährdungsanalyse arbeitet das Compliance Office unter anderem eng mit der Gruppe Operationelle Risiken aus dem Bereich Risikocontrolling zusammen.

Hinsichtlich der Compliance-Funktion nach den ­MaRisk (BA) haben die relevanten Tochterunternehmen die Vorgaben in Abstimmung mit der DZ BANK umgesetzt. Das Compliance der DZ BANK macht grundlegende Vorgaben für die gruppenweit anzuwendenden Verfahren zur Identifikation relevanter Compliance-Risiken. Hierzu stimmt es sich mit den Gruppenunternehmen ab und stellt somit eine gruppenweit einheitliche Vorgehensweise sicher. Die Verantwortlichen für die Compliance-Funktionen berichten jeweils unmittelbar dem zuständigen Vorstandsdezernenten.
Um Unregelmäßigkeiten frühzeitig zu erkennen, ­haben unsere Mitarbeiter die Möglichkeit, diese vertraulich anzuzeigen. Zusätzlich zu einer Compliance- und Geldwäsche-Hotline betreiben wir ein Hinweisgebersystem (Whistleblowing-Hotline), das den Beschäftigten unter Wahrung der Vertraulichkeit ihrer Identität die Möglichkeit gibt, Hinweise auf mögliche strafbare Handlungen an den Leiter des Compliance Office als internen Ombudsmann oder einen erfahrenen Vertrauensanwalt als externen Ombudsmann zu leiten. Sie gewährleisten die dem Hinweisgeber zugesicherte Vertraulichkeit im Rahmen des Mandatsgeheimnisses auch gegenüber öffentlichen Stellen. Die Informatio­nen werden durch ein Komitee vertraulich geprüft. Dieses System hilft uns, Gesetzeskonformität zu gewährleisten sowie Reputations- und Vermögensschäden für die DZ BANK zu vermeiden.

Regelmäßig erhalten unsere Mitarbeiter verpflichtende Schulungen zu den Themen Compliance für Banken, Geldwäscheverhinderung, Verbot von Marktpreismanipulation und Betrugsprävention. Unsere Schulungsquote liegt im Schnitt bei 99 Prozent. Zusätzlich dazu bieten wir Seminare zu speziellen Themen wie der ­Anlageberatung oder dem Interessenkonfliktmanagement. Überdies arbeiten wir seit 2012 mit einer Software, die alle Handelsgeschäfte auf Marktpreis­manipulation untersucht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SO2
Prozentsatz und Anzahl der Geschäftseinheiten, die auf Korruptionsrisiken hin untersucht wurden.

Das Compliance Office der DZ BANK besteht aus den Gruppen Kapitalmarkt-Compliance sowie Geldwäsche- und Betrugsprävention. Die Gruppe Kapitalmarkt-Compliance ist verantwortlich dafür, dass die wertpapierhandelsrechtlichen Regelungen eingehalten werden, beispielsweise das Verbot von Insiderhandel und die Regelungen hinsichtlich privater Mitarbeitergeschäfte. Die Gruppe Geldwäsche- und Betrugsprävention stellt sicher, dass Geldwäsche verhindert wird und setzt Maßnahmen gegen betrügerische Handlungen in der DZ BANK sowie in der DZ BANK Gruppe um. In jedem Geschäftsbereich der Bank gibt es einen Verantwortlichen, der als permanenter Ansprechpartner fungiert und in Abstimmung mit der Revision und dem Compliance Office sicherstellt, dass die erforderlichen Maßnahmen wirksam in die Arbeitsprozesse einbezogen und gelebt werden.

Unter dem Dach des 2012 eingeführten Verhaltenskodex vereinigt die DZ BANK verschiedene Instrumente zur Betrugsprävention. Dazu gehören unter anderem die Richtlinien für den Umgang mit Geschenken sowie ein Hinweisgebersystem und Schulungen. Außerdem wurden im Jahr 2012 die Arbeitsanweisungen zur Betrugsprävention einschließlich der Bekämpfung von Korruption und Marktpreismanipulationen im Sinne des § 25c KWG neu gefasst.

Regelmäßig erhalten unsere Mitarbeiter verpflichtende Schulungen zu den Themen Compliance für Banken, Geldwäscheverhinderung, Verbot von Marktpreismanipulation und Betrugsprävention. Das Ziel, mehr als 90 Prozent der schulungspflichtigen Mitarbeiter bis Ende 2013 zur Betrugsprävention zu schulen, konnten wir bereits 2012 mit Abdeckungsgraden von 97 bis 99 Prozent übererfüllen. Zusätzlich zu unseren Schulungsmaßnahmen haben wir 2012 eine Software zur Untersuchung aller Handelsgeschäfte auf Marktpreismanipulation eingeführt.

Leistungsindikator GRI SO7
Anzahl der Klagen, die aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- oder Monopol-bildung erhoben wurden und deren Ergebnisse.

Im Berichtszeitraum gab es keine Klagen aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- oder Monopolbildung.

Leistungsindikator GRI SO8
Wesentliche Bußgelder (Geldwert) und Anzahl nicht monetärer Strafen wegen Verstoßes gegen Rechtsvorschriften.

Sollte es zu Vorfällen dieser Art kommen, berichten wir darüber in unserem Jahresabschluss- und Lagebericht sowie in unserem Geschäftsbericht.