14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Nur gemeinsam mit seinen Mitarbeitern kann Interseroh die Mission „zero waste solutions“ verwirklichen. Deshalb legt das Unternehmen großen Wert darauf, Mitarbeiter zu fördern, ihnen die Möglichkeit für persönliche und berufliche Entwicklung zu bieten und sie dabei zu unterstützen, fit und gesund zu bleiben. Für Interseroh zählen dazu anspruchsvolle Aus- und Weiterbildungen, eine faire Entlohnung, flexible Arbeitszeitmodelle sowie individuelle Angebote zur Gesundheitsförderung und zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Die Geschäftsführung nimmt sich zweimal im Jahr im Rahmen eines Dialogtages Zeit, um sich mit den Mitarbeitern auszutauschen. Die Themen werden vorab mit der Belegschaft erfragt und abgestimmt. Dies fördert den intensiven Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitern, bei dem die aktuell wichtigsten Themen behandelt werden. Interseroh ist mit dem Titel „Fair Company“ ausgezeichnet und garantiert eine faire Behandlung von Praktikanten und Trainees. Zudem wurde die „Charta karrierefördernder und fairer Traineeprogramme“ unterzeichnet. Die Einhaltung dieser Standards wird extern verifiziert und ist eine dauerhafte Zielsetzung. Die Mitarbeiter werden regelmäßig über die strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe, Ergebnisse und Zielplanungen informiert und so in die Entwicklung des Unternehmens einbezogen.

Mitarbeiter sind dazu eingeladen sich an der standortsübergreifenden Initiative der Nachhaltigkeitsbotschafter zu engagieren. Seit 2015 unterstützt die Intiative die Umsetzung von betrieblichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen wie bspw. die Organisation und Durchführung einer jährlichen Nachhaltigkeitswoche im Rahmen der europäischen Nachhaltigkeitswoche. Im täglichen Miteinander ist vor allem die Interseroh Unternehmenskultur unter dem Motto „we are one“ maßgebend. Interserohs Mitarbeiter haben diese in einem umfassenden Beteiligungsprozess, in dem sich jeder einbringen konnte – unabhängig von Position, Standort, Alter und Zugehörigkeit –, erarbeitet. Ihr liegen die Werte Respekt, Austausch und Verantwortung zugrunde. 2018 hat Interseroh die Unternehmenskultur in Form eines Kompetenzmodells auf eine höhere Ebene gehoben. Dieses dient einem gemeinsamen Verständnis von Vision und Werten und bietet Orientierung für Mitarbeiter aller Ebenen.

Arbeitssicherheit
Die Sicherheit am Arbeitsplatz sowie die Gesundheit der Mitarbeiter sind für Interseroh besonders wichtig. Denn nur wenn die Mitarbeiter fit und gesund sind, können sie ihr volles Potenzial ausschöpfen. Das Unternehmen will seiner Verantwortung und Fürsorgepflicht gegenüber seinen Angestellten in vollem Maße gerecht werden und setzt daher auf systematische Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. In den Jahren 2017 und 2018 waren alle wesentlichen Standorte von Interseroh nach ISO 9001 und BS OHSAS 18001 zertifiziert. In den einzelnen Gesellschaften und an allen Standorten sind beauftragte Personen für die Aufrechterhaltung interner und rechtlicher Arbeitssicherheitsstandards verantwortlich. Dafür finden regelmäßige Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses statt. Zusätzlich wird Interseroh hinsichtlich der arbeitsmedizinischen und -sicherheitstechnischen Betreuung, beispielsweise im Rahmen der Online-Gefährdungsbeurteilung, durch einen externen Dienstleister unterstützt. Im Falle eines Unfalls erfolgen in den lokalen Einheiten Ursachenanalysen. Auf dieser Basis leitet das jeweilige Führungsteam entsprechende Präventionsmaßnahmen ab und setzt diese um. Interseroh  verfolgt jährlich das Ziel einer Zero Accident Strategy und einer Krankenquote von <8% (vgl. Kriterium 3.). 2018 lag die Krankenquote bei 6,7%. Die Arbeitsunfälle sind von 78 im Jahr 2017 auf 74 im Jahr 2018 gesunken. Entsprechend lag die Unfallhäufigkeitsrate pro Million Arbeitsstunden bei 25,0 (2017: 29,2). Sämtliche Unfälle haben sich in Deutschland ereignet. Weder 2017 noch 2018 kam es zu einem Todesfall. Die Art der Verletzung und die Schwere der Unfälle in Bezug auf die Anzahl der Ausfalltage werden nicht ausgewertet, ebenso wenig das Geschlecht der Verunfallten.

Gesundheitsschutz
Um die Gesundheit aller Mitarbeiter zu fördern und Krankheiten vorzubeugen, entwickelt Interseroh das betriebliche Gesundheitsmanagement stetig weiter. Im Berichtszeitraum wurden die Führungskräfte aller Ebenen der Interseroh Tochterunternehmen sowie die Betreuer der Auszubildenden einmal jährlich zum Thema „Gesundes Führen“ und im betrieblichen Gesundheitsmanagement geschult. Darüber hinaus findet ein regelmäßiger Austausch unter den Ausbildern zum Thema Gesundheit statt. Ergänzend wurden flächendeckend und systematisch Krankenrückkehrgespräche insbesondere im gewerblich-technischen Bereich durchgeführt. Ziel ist es, mögliche Zusammenhänge der krankheitsbedingten Abwesenheit mit dem Arbeitsplatz frühzeitig zu erkennen und so eingreifen zu können. Interseroh  verfolgt jährlich das Ziel einer Zero Accident Strategy und einer Krankenquote von <8% (vgl. Kriterium 3.). 2018 lag die Krankenquote bei 6,7%. Aufgrund des hohen Beschäftigtenzuwachses sind auch die Abwesenheitstage von 26.725 (2017) auf 29.075 (2018) gestiegen. Die durchschnittlichen Abwesenheitstage pro Mitarbeiter sind jedoch von 16,9 (2017) auf 16,2 (2018) gesunken. Ergänzend bietet Interseroh seinen Mitarbeitern ein breites Angebot an Sportprogrammen, Gesundheitsberatung und -vorsorge sowie den pme Familienservice. Im Berichtszeitraum wurde dafür die Partnerschaft mit der Techniker Krankenkasse deutlich ausgebaut und eine neue Kooperation mit dem Fitness-Treff Zündorf für das Angebot regelmäßiger Fitnesskurse eingegangen. Mit großem Erfolg findet seit 2016 jährlich mindestens ein Gesundheitstag am Standort Köln statt. Jeder Gesundheitstag steht unter einem besonderen Schwerpunktthema.

Wertschöpfungskette
In Deutschland ebenso wie im Ausland hält sich Interseroh an die jeweils gültigen Gesetze im Hinblick auf Arbeitnehmerrechte. Bei unseren Lieferanten, die im Rahmen von Entsorgungs- oder Logistikaufträgen mittelbar für unsere Kunden tätig werden – ob in Ländern mit schwachen Schutzbestimmungen für Arbeitnehmerrechte oder nicht – , achten wir auf ein sozial und ökologisch verantwortungsvolles Handeln. Damit verfolgen wir das Ziel, Nachhaltigkeit entlang unseres gesamten Wertschöpfungsprozesses konsequent umzusetzen. Hierfür hat die ALBA Group einen Lieferantenkodex entwickelt, auf den vor allem im Rahmen von Vertragsverhandlungen und Audits aufmerksam gemacht wird. Anfang 2014 haben wir darüber hinaus einen Nachhaltigkeitsfragebogen für Lieferanten entwickelt, der seither in die Bewertung bei der Auftragsvergabe einbezogen wird. 2016 wurden 120 solcher Lieferanten-Audits durchgeführt und dabei u.a. auf die Einhaltung von Mindestlohnvorschriften und umweltrelevante Zertifizierungen geachtet. Seit 2013 ist Interseroh Mitglied der SEDEX-Initiative (Supplier Ethical Data Exchange). SEDEX ist ein Mitgliedsorganisation für Unternehmen, die sich zu einer kontinuierlichen Verbesserung des ethischen Verhaltens in ihrer Lieferkette verpflichtet haben.

Compliance
Neben der selbstverständlichen Einhaltung gesetzlicher Regelungen hat die ALBA Services Holding GmbH einen neuen Compliance Officer bestellt und ihn mit dem Aufbau und der Implementierung eines Compliance Management Systems (CMS) in der ALBA Services Holding GmbH, der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH und weiteren Beteiligungsgesellschaften betraut. Bei Fragen und Hinweisen zum Thema Compliance können sich alle Mitarbeiter per E-Mail oder telefonisch an den Ombudsmann der ALBA Services Holding GmbH, Rechtsanwalt Stephan Rheinwald, wenden. Gemeldete oder festgestellte Verstöße werden von der Unternehmensleitung überprüft und entsprechend behandelt. Unter anderem sind die Themen Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit Teil des Compliance Management Systems (CMS). Im Berichtszeitraum wurden keine Diskriminierungsvorfälle bekannt.

Risiken
Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte, insbesondere im Bereich IT und Technik, ist sehr hoch. Jährliche Mitarbeitergespräche und die Nachfolgeplanungen haben daher eine wichtige Funktion. In diesem Zuge werden seit 2016 ein Risikomanagementsystem sowie Stellvertreterregelungen erfolgreich durchgeführt. Das Risikomanagementsystem beinhaltet eine jährliche strategische Ressourcenplanung, in der sämtliche Schlüsselfunktionen und obere Führungskräfte betrachtet und entsprechende Maßnahmen aufgrund der identifizierten Risiken abgeleitet werden.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Interseroh sieht in einer vielfältigen Belegschaft einen deutlichen Mehrwert für das Unternehmen. Deshalb hat der Umweltdienstleister Vielfalt und Chancengleichheit explizit als Unternehmenswerte in die Unternehmenskultur „we are one“ integriert. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Vielfalt kreative Ideen und neue Lösungsansätze fördert, von denen sowohl Interseroh als auch die Kunden profitieren. Bei Einstellungen, der Nachfolgeplanung sowie bei der Vergütung werden transparente Kriterien angewandt, die auf Ausbildung, Vorerfahrung sowie Leistung und Erfolg einer Person basieren. Chancengleichheit unterstützt Interseroh zusätzlich mit flexiblen Arbeitszeitmodellen. Seit 2015 ergänzt der pme Familienservice das Angebot. Das Angebot vermittelt Mitarbeitern individuelle Betreuungslösungen für Kinder sowie für pflegebedürftige Angehörige. Darüber hinaus können die Mitarbeiter Beratungsangebote zu Themen wie Burn-out, Traumata oder Partnerschaftsproblemen nutzen. Interseroh schätzt die Leistungen der Mitarbeiter sehr und will dies mit einer fairen Vergütung unterstreichen.

Alle Mitarbeiter sollen in einer Arbeitsumgebung frei von körperlicher Beeinträchtigung und sexueller, psychischer oder verbaler Belästigung arbeiten können. Diskriminierung jeglicher Art duldet Interseroh nicht. Zum einen regelt der Code of Conduct des Unternehmens die Grundsätze der Gleichbehandlung im Betrieb und ist für alle Mitarbeiter maßgebend, zum anderen sind die Themen Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit Teil des Compliance Management Systems (CMS) der ALBA Services Holding GmbH. Im Zuge des CMS-Aufbaus wurden 2018 unter anderem ein neuer Verhaltenskodex, der ebenfalls Stellung zu Chancengleichheit sowie Diskriminierungsfreiheit bezieht, sowie diverse Richtlinien, die rechtstreues Unternehmenshandeln sicherstellen sollen, veröffentlicht. Bei Hinweisen zu möglichen Diskriminierungsvorfällen können sich alle Mitarbeiter per E-Mail oder telefonisch an den Ombudsmann, Rechtsanwalt Stephan Rheinwald, wenden. Gemeldete oder festgestellte Verstöße werden überprüft und entsprechend behandelt. Im Berichtszeitraum wurden keine Diskriminierungsfälle bekannt.

Interseroh legt Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Mitarbeiter und möchte ihnen den Wiedereinstieg nach der Elternzeit so einfach wie möglich gestalten. 62 Mitarbeiter haben 2018 Elternzeit beansprucht (2017: 60), davon 40 Frauen (2017: 41). Die Rückkehrrate betrug 2018 100 Prozent, 2017 97,3 Prozent.

Zu einem fairen Arbeitsverhältnis zählen auch Vergütung und Lohn der Beschäftigten. Auch wenn Interseroh kein tarifgebundenes Unternehmen ist, hat sich der Umweltdienstleister verpflichtet, außerhalb tarifvertraglicher Vereinbarungen den aktuell allgemein verbindlichen Mindestlohn der Entsorgungsbranche zu zahlen. Zudem orientiert sich das Unternehmen bei der Entlohnung am deutschlandweiten Branchenstandard und hält alle gesetzlichen Regelungen ein, um faire Vergütungsbedingungen sicherzustellen. Die Vergütung basiert deshalb ausschließlich auf relevanten Fachkenntnissen, Erfahrungen sowie der Leistung einer Person. 

Das Durchschnittsgehalt aller Männer lag für das Jahr 2018 um 8,8 Prozent über dem Durchschnittsgehalt aller Frauen (2017: 7,5 Prozent). Bei der Einstellung, Nachfolgeplanung und Bezahlung zählt einzig die Leistung. Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Alter, Religion oder Geschlecht wird bei Interseroh nicht geduldet. Die Verschlechterung des Verhältnisses ist auf eine hohe Anzahl an Neueinstellungen überwiegend männlicher Mitarbeiter insbesondere im Bereich IT und Technik zurückzuführen, in denen der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte hoch ist. Entsprechend höher sind die Gehälter der neu eingestellten Mitarbeiter im Vergleich zu anderen Bereichen.

Das Verhältnis der höchsten Jahresvergütung zur durchschnittlichen Mitarbeitervergütung ist im Vergleich etwas gesunken: von 9,9 im Jahr 2017 auf 9,3 im Jahr 2018. Dies liegt an dem Verzicht auf einen Teil der Tantieme der Führungskräfte auf Ebene 1 und 2 im Jahr 2018, die wegen der schwierigen finanziellen Situation auf Anteile ihrer Gewinnbeteiligung verzichtet haben. Eine konkrete Zielsetzung für das Verhältnis der höchsten Jahresvergütung zur durchschnittlichen Mitarbeitervergütung gibt es derzeit nicht.

Es gibt derzeit weder konkrete Zielsetzungen zur Anpassung der Durchschnittsgehälter zwischen Geschlechtern als auch keine zum Verhältnis der Durchschnittsvergütung und der höchsten Jahresvergütung. Innerhalb den nächsten beiden Jahren wird ein Konzept zur Systematisierung und Modernisierung der Gehalts- und Benefitstruktur erarbeitet.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Nur mithilfe der Mitarbeiter kann Interseroh seine Ziele erreichen. Deshalb legt das Unternehmen großen Wert auf die individuelle Förderung seiner Mitarbeiter und investiert konsequent und nachhaltig in die Aus- und Weiterbildung. Das Weiterbildungsangebot bei Interseroh ist stark individualisiert und mit persönlicher Beratung verbunden, um die Talente und Fähigkeiten jedes Einzelnen gezielt zu fördern. Das Angebot wird stetig optimiert und ausgebaut. Es umfasst unter anderem Fachschulungen, Seminare zu methodischem Wissen sowie Workshops und Coachings zur sozialen und persönlichen Kompetenz. Eines der Schwerpunktthemen war und ist die Digitalisierung, die auch Interserohs Geschäftsbereiche stark verändert. Daher sind im Qualifizierungsprogramm #digicampus vor allem Methoden und Instrumente Bestandteil, mit denen sich die Mitarbeiter und so das gesamte Unternehmen in diesem Bereich weiterentwickeln.

Auch Interseroh steht vor der Herausforderung des demografischen Wandels und der Gewinnung von Fachkräften. Der Fokus der betriebsinternen Ausbildung liegt insbesondere auf der qualitativen Gewinnung und Bindung von Nachwuchskräften über Auszubildende, Studenten und Trainees. Ziel ist es, eine hundertprozentige Übernahme der Nachwuchskräfte zu erreichen, 2018 lag diese bei 90 Prozent (2017: 85,7%). Interseroh wird, unter anderem für die Entscheidung keine Vollzeitstellen durch Praktikanten, Volontäre, Hospitanten oder Daueraushilfen zu ersetzen, seit 2016 jedes Jahr als „Fair Company“ ausgezeichnet.

Als Unterzeichner der „Charta karrierefördernder und fairer Traineeprogramme“ hat Interseroh die Ausbildung der Trainees auf eine langfristige Mitarbeit in einer Experten- oder Managementfunktion ausgerichtet. Von Beginn an übernehmen Trainees verantwortungsvolle Aufgaben und werden dabei von erfahrenen Führungskräften unterstützt. Die Einhaltung der Standards für das Traineeprogramm lässt Interseroh extern verifizieren. Der Fokus der innerbetrieblichen Weiterbildung liegt in der individuellen Stärkung und Förderung von Mitarbeitern und Führungskräften. Dies erfolgt bereits ab dem ersten Arbeitstag über einen individuellen Einarbeitungsplan sowie die Unterstützung durch einen Paten und regelmäßige Welcome Days.

Wo möglich versucht Interseroh im Rahmen der Personalstrategie, neu geschaffene Stellen durch gezielte Förderung sowie Aus- und Weiterbildung eigener Mitarbeiter zu besetzen. Dies entspricht dem Vorsorgeprinzip nachdem das Unternehmen handelt. Die Förderung individueller Karrierewege auf Basis der jährlichen Mitarbeitergespräche sowie eine gezielte Nachfolgeplanung spielen hier eine wichtige Rolle. In diesem Zuge werden seit 2016 ein Risikomanagementsystem sowie Stellvertreterregelungen erfolgreich durchgeführt. Das Risikomanagementsystem beinhaltet eine jährliche strategische Ressourcenplanung, in der sämtliche Schlüsselfunktionen und obere Führungskräfte betrachtet und entsprechende Maßnahmen aufgrund der identifizierten Risiken abgeleitet werden.


Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Die Arbeitsunfälle sind von 78 im Jahr 2017 auf 74 im Jahr 2018 gesunken. Entsprechend lag die Unfallhäufigkeitsrate pro Million Arbeitsstunden bei 25,0 (2017: 29,2). Sämtliche Unfälle haben sich in Deutschland ereignet. Weder 2017 noch 2018 kam es zu einem Todesfall. Die Art der Verletzung und die Schwere der Unfälle in Bezug auf die Anzahl der Ausfalltage werden nicht ausgewertet, ebenso wenig das Geschlecht der Verunfallten.

Aufgrund des hohen Beschäftigtenzuwachses sind auch die Abwesenheitstage von 26.725 (2017) auf 29.075 (2018) gestiegen. Die durchschnittlichen Abwesenheitstage pro Mitarbeiter sind jedoch von 16,9 (2017) auf 16,2 (2018) gesunken.

Unfälle und Abwesenheitstage1   
  2016 2017 2018
Arbeitsunfälle2 75 78 74
Unfälle pro 1 Mio. Arbeitsstunden3 27,0 29,2 25,0
Todesfälle 0 0 0
Abwesenheitstage 27.265 26.725 29.075
Durchschnittliche Abwesenheitstage pro Mitarbeiter 16,6 16,9 16,2

1 Externe Kontraktoren werden nicht erfasst.
2 Ausfall über 3 Tage und ohne Wegeunfälle, Basis sind Meldungen an die Berufsgenossenschaften.
3 1.800 Stunden pro Vollzeitmitarbeiter, 900 Stunden pro Teilzeitmitarbeiter.

Es gab in den Jahren 2016, 2017 und 2018 keine angezeigten und keine bestätigten Fälle von Berufskrankheiten.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

In den Jahren 2017 und 2018 waren alle wesentlichen Standorte von Interseroh nach ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und BS OHSAS 18001 (Arbeits- und Gesundheitsschutz) zertifiziert. In den einzelnen Gesellschaften und an allen Standorten sind beauftragte Personen für die Aufrechterhaltung interner und rechtlicher Arbeitssicherheitsstandards verantwortlich. Die Kommunikation erfolgt durch digitale und analoge Kanäle (z.B. Intranet, E-Mails, Aushänge und Unterweisungen von Verantwortlichen). Dafür finden regelmäßige Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses statt. Im Jahr 2018 fanden insgesamt vier Sitzungen des Ausschusses statt. Zusätzlich wird Interseroh hinsichtlich der arbeitsmedizinischen und -sicherheitstechnischen Betreuung, beispielsweise im Rahmen der Online-Gefährdungsbeurteilung, durch einen externen Dienstleister unterstützt.

Auf dieser Basis leitet das jeweilige Führungsteam entsprechende Präventionsmaßnahmen ab und setzt diese um. Um die Gesundheit aller Mitarbeiter zu fördern und Krankheiten vorzubeugen, entwickelt Interseroh das betriebliche Gesundheitsmanagement stetig weiter. Im Berichtszeitraum wurden die Führungskräfte aller Ebenen der Interseroh Tochterunternehmen sowie die Betreuer der Auszubildenden einmal jährlich zum Thema „Gesundes Führen“ und im betrieblichen Gesundheitsmanagement geschult. Darüber hinaus findet ein regelmäßiger Austausch unter den Ausbildern zum Thema Gesundheit statt. Ergänzend wurden flächendeckend und systematisch Krankenrückkehrgespräche insbesondere im gewerblich-technischen Bereich durchgeführt. Ziel ist es, mögliche Zusammenhänge der krankheitsbedingten Abwesenheit mit dem Arbeitsplatz frühzeitig zu erkennen und so eingreifen zu können.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Ein zentrales Instrument der Mitarbeiterentwicklung bei Interseroh sind die jährlichen Mitarbeitergespräche. Durch kontinuierliche Schulungen begleitet und unterstützt die Personalabteilung alle Führungskräfte bei deren Durchführung. Ergänzend wurden im Berichtszeitraum Talentkonferenzen durchgeführt, um vielversprechende Talente im Unternehmen zu identifizieren und durch individuelle Entwicklungspläne für ihre weiteren Karriereschritte zu befähigen.

Das Weiterbildungsangebot bei Interseroh ist stark individualisiert und mit persönlicher Beratung verbunden, um die Talente und Fähigkeiten jedes Einzelnen gezielt zu fördern. Das Angebot wird stetig optimiert und ausgebaut. Es umfasst unter anderem Fachschulungen, Seminare zu methodischem Wissen sowie Workshops und Coachings zur sozialen und persönlichen Kompetenz. Eines der Schwerpunktthemen war und ist die Digitalisierung, die auch Interserohs Geschäftsbereiche stark verändert. Daher sind im Qualifizierungsprogramm #digicampus vor allem Methoden und Instrumente Bestandteil, mit denen sich die Mitarbeiter und so das gesamte Unternehmen in diesem Bereich weiterentwickeln. Ein Großteil dieser Weiterbildungsmaßnahmen wird über ein zentrales Tool gebucht, weitere Maßnahmen werden individuell organisiert.

Die Anzahl der Stunden für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter kann daher in absehbarer Zeit nicht zentral erhoben werden. Die weiteren Personalentwicklungsmaßnahmen konzentrierten sich auf den Bereich Führung. Zentral waren dabei die Rolle der Führungskraft, Rechte und Pflichten sowie die Vernetzung der Führungskräfte untereinander. Hierfür wurden unter anderem Trainings angeboten. Das integrierte Gesundheitsmanagement bildet einen weiteren wichtigen Pfeiler. Hier wurden im Berichtszeitraum Führungskräfte und Ausbilder zum Thema „Gesunde Führung“ qualifiziert.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Im Jahr 2018 waren über alle Führungsebenen hinweg 25,4 Prozent (2017: 19,5 Prozent) der Stellen mit Frauen besetzt. Dieser Anstieg ist insbesondere auf den gestiegenen Frauenanteil auf der dritten Führungsebene (2017: 25,0 Prozent, 2018: 30,6 Prozent) zurückzuführen. Bei allen Personalentscheidungen inklusive Kündigungen und Neueinstellungen gilt weiterhin, dass Geschlecht, Herkunft, Alter oder Religion keine Rolle spielen. Es zählt allein die Qualifikation für die jobspezifischen Anforderungen.

Mitarbeiter nach Altersgruppen und Geschlecht 2018
  Altersverteilung Davon Frauen
bis 20 Jahre 1,1 % 1,5 %
21 bis 30 Jahre 17,6 % 20,2 %
31 bis 40 Jahre 29,2 % 31,2 %
41 bis 50 Jahre 23,0 % 20,9 %
51 bis 60 Jahre 23,6 % 21,7 %
über 61 Jahre 5,5 % 4,6 %

Der Großteil der Mitarbeiter ist zwischen 31 und 40 Jahre alt (29,2 Prozent), der Anteil der Frauen ist ebenfalls in diesem Alterssegment mit 31,2 Prozent am höchsten.

Frauen in Führungspositionen (in Prozent) 2016 2017 2018
Anteil Frauen in 1. Führungsebene 0,0 0,0 0,0
Anteil Frauen in 2. Führungsebene 7,1 12,0 12,0
Anteil Frauen in 3. Führungsebene 29,0 25,0 30,6
Durchschnittlicher Frauenanteil aller Führungsebenen 21,3 19, 5 25,4

Interseroh beschäftigt 2,7 Prozent schwerbehinderte Mitarbeiter (2017: 3,1 Prozent), der Großteil ist in Deutschland angestellt. Damit liegt Interseroh leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt kleiner und mittelständischer Unternehmen von 2,9 Prozent (Quelle: Inklusionsbarometer Arbeit, 2017).

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Im Berichtszeitraum 2018 wurden keine Diskriminierungsvorfälle bekannt.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Interseroh setzt sich gemeinsam mit den Führungskräften für einen würde- und respektvollen Umgang im täglichen Miteinander ein. Das Unternehmen respektiert die international anerkannten Menschenrechte und unterstützt ihre Einhaltung, unter anderem durch die Einführung eines Compliance Officers sowie die der Ombudsstelle. Ein Verhalten, das diese missachtet, toleriert Interseroh nicht. Dafür bekennt sich Interseroh ausdrücklich zu den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Das Unternehmen akzeptiert keine illegale Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen. Weiterhin hält sich Interseroh an alle gesetzlichen Regelungen zur Sicherung fairer Arbeitsbedingungen, zu Arbeitszeiten sowie zum Schutz der Privatsphäre.

Die Grundsätze zur Wahrung von Arbeits- und Sozialstandards sowie Menschenrechten sind zudem im neu erarbeiteten Verhaltenskodex dargelegt. Dieser regelt die Grundsätze der Zusammenarbeit und des täglichen Handelns im Betrieb und ist für alle Mitarbeiter maßgebend. Er umfasst bestehende Unternehmenswerte und die Verhaltensgrundsätze sowie die ethischen, moralischen und rechtlichen Anforderungen an alle Mitarbeiter und Führungskräfte. Zudem benennt er Nachhaltigkeit als ein wesentliches Thema für das gesamte Unternehmen. Der Verhaltenskodex ist zudem ein Versprechen nach außen für ein verantwortungsvolles und umweltbewusstes Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. Im Jahr 2013 trat Interseroh der SEDEX (Supplier Ethical Data Exchange)-Initiative (vgl. Leistungsindikator Kriterium 17.) bei.

Von den Geschäftspartnern erwartet Interseroh ebenso die Beachtung gleichwertiger sozialer Standards. Dies betrifft insbesondere die Themen Menschenrechte, Rechtstreue, Kinder- und Jugendschutz, Umgang mit Mitarbeitern, Chancengleichheit, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, Löhne und Sozialleistungen. Interseroh sind die Arbeitspraktiken der Lieferanten wichtig. Neue Lieferanten müssen daher einen vorgeschriebenen Weg der Überprüfung durchlaufen, um zu belegen, dass sie die Mindestvoraussetzungen für Lieferanten bei Interseroh erfüllen. Dazu hat Interseroh einen Lieferantenkodex entwickelt, der auch Bestandteil von Vertragsverhandlungen und regelmäßigen Audits bei Interseroh ist. Außerdem sind Lieferanten seit 2014 verpflichtet, einen Nachhaltigkeitsfragebogen zu beantworten, der in die Entscheidung der Auftragsvergabe einbezogen wird. Menschenrechtliche Aspekte sind nicht Teil der Prüfung, da der Großteil der Zulieferbetriebe in Deutschland ansässig ist und hier nicht von einer Gefährdung der Menschenrechte auszugehen ist. Aufgrund dieser geringen Risikolage sieht Interseroh keine Notwendigkeit, ein separates Konzept zum Thema Menschenrechte zu entwickeln.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Menschenrechtliche Aspekte sind nicht Teil der Prüfung, da der Großteil der Investitionen in Deutschland durchgeführt wird und hier nicht von einer Verletzung der Menschenrechte auszugehen ist.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Interseroh sind die Arbeitspraktiken der Lieferanten wichtig. Neue Lieferanten müssen daher einen vorgeschriebenen Weg der Überprüfung durchlaufen, um zu belegen, dass sie die Mindestvoraussetzungen für Lieferanten bei Interseroh erfüllen. Menschenrechtliche Aspekte sind nicht Teil der Prüfung, da der Großteil der Zulieferbetriebe in Deutschland ansässig ist und hier nicht von einer Gefährdung der Menschenrechte auszugehen ist.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Als Systemdienstleister koordiniert Interseroh allein in Deutschland rund 1.900 externe Dienstleister und Lieferanten. Nachhaltigkeit entlang des gesamten Wertschöpfungsprozesses konsequent zu verankern, ist daher eine komplexe Herausforderung. Für Interseroh endet die eigene Verantwortung nicht an den Unternehmensgrenzen. Daher achtet das Unternehmen bei Lieferanten, die im Rahmen von Entsorgungs- oder Logistikaufträgen mittelbar für Kunden tätig werden, auf ein sozial und ökologisch verantwortungsvolles Handeln. Dazu hat Interseroh einen Lieferantenkodex entwickelt, der auch Bestandteil von Vertragsverhandlungen und regelmäßigen Audits bei Interseroh ist. Alle Lieferanten sind dazu verpflichtet, diesen Kodex zu unterzeichnen. Außerdem sind Lieferanten seit 2014 verpflichtet, einen Nachhaltigkeitsfragebogen zu beantworten, der in die Entscheidung der Auftragsvergabe einbezogen wird. Die von Lieferanten geforderte Transparenz lebt Interseroh auch selbst.

Im Jahr 2013 trat Interseroh deshalb der SEDEX (Supplier Ethical Data Exchange)-Initiative bei. SEDEX ist eine mitgliedschaftsbasierte Organisation für Unternehmen, die sich zu einer kontinuierlichen Verbesserung des ethischen Verhaltens in ihrer Lieferkette verpflichtet haben. Sie sorgt für Transparenz entlang ganzer Wertschöpfungsketten. Für maximale Transparenz und Effizienz im Austausch mit den Lieferanten wurde ein Supplier Relationship Management (SRM)-System eingerichtet. Darin werden relevante Daten der Lieferanten wie Zertifikate und Informationen zum Unternehmen sowie zum Umwelt- und Qualitätsmanagement erfasst.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Interseroh sind die Arbeitspraktiken der Lieferanten wichtig. Neue Lieferanten müssen daher einen vorgeschriebenen Weg der Überprüfung durchlaufen, um zu belegen, dass sie die Mindestvoraussetzungen für Lieferanten bei Interseroh erfüllen. Bei Lieferantenaudits wird unter anderem die Einhaltung von Mindestlohnvorschriften überprüft. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 126 Audits durchgeführt. Menschenrechtliche Aspekte sind nicht Teil der Audits, da ein Großteil der Zulieferbetriebe in Deutschland ansässig ist und hier nicht von einer Gefährdung der Menschenrechte auszugehen ist.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Interseroh will durch seine Aktivitäten eine zukunftsfähige Gesellschaft mitgestalten und sieht es als seine Aufgabe, nachhaltige Lebensstile und Konsumgewohnheiten zu fördern. Die wesentlichen Geschäftstätigkeiten werden in Deutschland ausgeübt. Daher will Interseroh seine Expertise in der Rolle als Intermediär weitergeben mit dem Ziel, dass Wissen über die Kreislaufwirtschaft in Bereichen wie Bildung, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgebaut wird. So strebt Interseroh an, branchenübergreifende Ansätze und Standards für kreislaufwirtschaftliche Lösungen zu entwickeln. Hierfür arbeitet Interseroh eng mit nationalen und europäischen Partnern, Lieferanten, Kunden und weiteren Stakeholdern zusammen.

Als Partner des Zentrums für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten-Herdecke nimmt Interseroh regelmäßig an dessen Veranstaltungen teil und bringt seine Expertise zu Nachhaltigkeit, Recycling und Kreislaufwirtschaft ein. Das ZNU ist eine Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft. 50 Partnerunternehmen setzen sich dafür ein, Nachhaltigkeit greifbar, umsetzbar und glaubwürdig zu gestalten. Die vom ZNU dafür entwickelten Instrumente sind wissenschaftlich fundiert und praxisorientiert.

Seit 2017 beteiligt sich Interseroh an der Initiative Weg in die <2°-Wirtschaft. Das Verbundprojekt der Stiftung 2° und des WWF Deutschland soll zeigen: Eine treibhausgasneutrale Wirtschaft ist machbar und eröffnet neue Chancen. Die teilnehmenden Unternehmen aus den Sektoren Gebäude, Verkehr und industrielle Produktion arbeiten gemeinsam an konkreten, unternehmens- und branchenübergreifenden Projektideen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Sie sind davon überzeugt: Die Erderwärmung auf deutlich unter 2° Celsius zu begrenzen, wird nur mit der Wirtschaft möglich sein.

Zudem ist Interseroh seit Ende 2017 am Dialogforum Wirtschaft macht Klimaschutz beteiligt, einer Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Ziel ist es, die deutsche Wirtschaft zum Zweck des Klimaschutzes breit zu vernetzen und konkrete Klimaschutzmaßnahmen in Unternehmen anzustoßen. Interseroh begleitet die Arbeitsgruppe Circular Economy.

Seit dem Jahr 2019 ist Interseroh Mitgliedsunternehmen der Circular Economy Initiative Deutschland, einer Kooperation zwischen acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, SYSTEMIQ und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Ziel der Initiative ist die Entwicklung einer Circular-Economy-Roadmap für Deutschland. Sie soll ein Zielbild für zirkulare Wertschöpfung in Deutschland sowie langfristige Ziele zur Ressourcenproduktivität beinhalten.

Mitgliedschaften und Verbandsaktivitäten
Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE e.V.) ist der Branchenverband der Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft und stellt für Interseroh mit Abstand den wichtigsten Verband dar. 30 Mitarbeiter der ALBA Group, darunter auch neun Interseroh Mitarbeiter, sind in verschiedensten Arbeitskreisen unter anderem zu den Themen Elektrorecycling und Gefahrgut vertreten.

Zudem unterstützt Interseroh den BHB – Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. aktiv durch Sponsoring und Vorträge. Gesucht und vermittelt werden dabei neue Ansätze für die Baubranche (zum Beispiel Recyclingkunststoff, Mehrweg-Pooling für die Baustoffpalette).

Seit 2016 ist Interseroh Mitglied des Deutschen Verpackungsinstituts e.V. (dvi). Die Organisation fördert den Wissenstransfer und den Dialog zwischen Unternehmen, Institutionen und Partnern der Branche. Das dvi veranstaltet dazu Tagungen und Kongresse. Interseroh bringt hier insbesondere seine Expertise zum Thema recyclingoptimierte Verpackung ein, zum Beispiel mit einem Vortrag über Optimierungsmöglichkeiten in einem Arbeitskreis.

Interseroh engagiert sich seit 2017 zudem aktiv als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. Der Verband will ein stärkeres Bewusstsein für eine nachhaltige Bauweise schaffen und diese gezielt fördern.

Die INTERSEROH Dienstleistungs GmbH ist Mitglied des Vereins United Against Waste e.V. Ziel ist, die jeweiligen Fachkenntnisse gemeinsam zu einer noch vielfältigeren Abfalloptimierung in Verpflegungseinrichtungen einzusetzen. Markus Müller-Drexel, Geschäftsführer der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH, ist als Vorsitzender des Gemeinschaftsausschusses Umweltschutz der IHK Bonn/Rhein-Sieg und der IHK zu Köln eingesetzt.

Des Weiteren engagiert sich Interseroh unter anderem im Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V. und ist Solution Provider der GS1 Germany im Bereich Pfand und Pooling. Zudem ist Interseroh Partner und Förderer des Markenverbands e.V., der sich für die Interessenvertretung der Markenwirtschaft in Deutschland einsetzt.

Auch in den Regionen, in denen Interseroh wesentliche Geschäftsaktivitäten ausübt, trägt das Unternehmen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Projekten zum Gemeinwesen bei: KidS (Köln), Jugend am Werk (Österreich), Wiener Tafel (Österreich), Aktion Friedensdorf e.V. (Oberhausen), Erzbischöfliches Kinder- und Jugendheim St. Kilian (Walldürn), Patenschaft für das Geyserhaus (Leipzig), Öko-Garten der Schule für behinderte Kinder in Warschau (Polen), Schulprojekt gemeinsam mit unserem Kunden Dell (Polen), DRK-Blutspende-Aktionen (bundesweit), DKMS-Betriebstypisierungen (bundesweit)

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Im Jahr 2018 hat Interseroh einen Umsatz von 739,2 Millionen Euro erwirtschaftet und damit das Vorjahr um 43,4 Prozent deutlich übertroffen. Der Personalaufwand stieg im gleichen Zeitraum auf 74,8 Millionen Euro (2017: 68,1 Millionen Euro).

Die Summe für die betriebliche Altersvorsorge betrug im Jahr 2017 rund 90.000 Euro. Im Jahr 2018 ging diese aufgrund von Kündigungen und Stilllegungen von Verträgen seitens der Mitarbeiter zurück auf knapp 72.000 Euro. Insgesamt ging der Gewinn um 67,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 6,7 Millionen Euro zurück. Im Wesentlichen ist dies auf die Umsatzausweitung zulasten des Ergebnisses beim Dualen System Interseroh (DSI) zurückzuführen.

Erwirtschafteter und verteilter Wert
in Mio. € 2016 2017 2018
Umsatz 491,8 515,6 739,2
Personalaufwand 71,2 68,1 74,8
Gewinn (EBT) 27,3 20,7 6,7

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Interseroh möchte als Intermediär für eine nachhaltige Entwicklung wirken und die Diskussionen aktiv mitgestalten. Aus diesem Grund engagiert sich der Umweltdienstleister in ausgewählten Verbänden und Interessengruppen. Das übergeordnete Ziel ist es, Rahmenbedingungen mitzugestalten, die eine stoffliche Verwertung und/oder die Wiederverwendung von Primärressourcen noch mehr fördern.

Die Entwicklung hin zu mehr Ressourcenschonung und CO2-Einsparung spiegeln auch die jüngsten regulatorischen Änderungen wie die EU-Kunststoffstrategie, das neue Verpackungsgesetz und die WEEE-Novelle zur Rücknahme von Elektroaltgeräten. Diese Änderungen haben direkte und hohe Relevanz auf die Interseroh Geschäftsfelder. Eine konkrete rechtliche Änderung, die Interseroh unmittelbar betrifft, ist das neue Verpackungsgesetz. Seit dem 1. Januar 2019 in Kraft, fordert es unter anderem höhere Recyclingquoten –  diese beispielsweise bei Kunststoffen auf 58,5 Prozent – und den verstärkten Einsatz von Recyclingmaterialien. Grundlage ist die Produktverantwortung nach dem „Erstinverkehrbringer“ von Verkaufsverpackungen auch für deren Kreislaufführung. Interseroh arbeitet daher eng mit Verpackungsherstellern zusammen, um seine Recyclingexpertise bereits bei der Entwicklung des Verpackungsdesigns einzubringen. Mit dem Online-Shop Lizenzero ermöglicht es Interseroh zudem auch kleinen und mittleren Unternehmen, ihre Verpackungen gesetzeskonform zu lizenzieren. Auch die Kunststoffstrategie der Europäischen Union wirkt sich auf Interserohs Geschäft aus. Ziel der EU ist es, mithilfe innovativer Lösungen Kunststoffabfälle einzudämmen und Recycling zu fördern. Um einen weltweiten Wandel zu bewirken und globale Lösungen zu finden, will sie mit Partnern aus der ganzen Welt zusammenarbeiten.

Das neue Verpackungsgesetz (VerpackG) ist zum 01.01.2019 in Kraft getreten und hat damit die Verpackungsverordnung (VerpackV) abgelöst, die seit 1991 die Rücknahme- und Recyclingpflichten in Deutschland regelte. Dieses Gesetzgebungsverfahren ist von hoher relevanz für Interseroh.

Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE e.V.) ist der Branchenverband der Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft und stellt für Interseroh mit Abstand den wichtigsten Verband dar. 30 Mitarbeiter der ALBA Group, darunter auch neun Interseroh Mitarbeiter, sind in verschiedensten Arbeitskreisen unter anderem zu den Themen Elektrorecycling und Gefahrgut vertreten.

Zudem unterstützt Interseroh den BHB – Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. aktiv durch Sponsoring und Vorträge. Gesucht und vermittelt werden dabei neue Ansätze für die Baubranche (zum Beispiel Recyclingkunststoff, Mehrweg-Pooling für die Baustoffpalette).

Seit 2016 ist Interseroh Mitglied des Deutschen Verpackungsinstituts e.V. (dvi). Die Organisation fördert den Wissenstransfer und den Dialog zwischen Unternehmen, Institutionen und Partnern der Branche. Das dvi veranstaltet dazu Tagungen und Kongresse. Interseroh bringt hier insbesondere seine Expertise zum Thema recyclingoptimierte Verpackung ein, zum Beispiel mit einem Vortrag über Optimierungsmöglichkeiten in einem Arbeitskreis.

Interseroh engagiert sich seit 2017 zudem aktiv als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. Der Verband will ein stärkeres Bewusstsein für eine nachhaltige Bauweise schaffen und diese gezielt fördern. Die INTERSEROH Dienstleistungs GmbH ist Mitglied des Vereins United Against Waste e.V. Ziel ist, die jeweiligen Fachkenntnisse gemeinsam zu einer noch vielfältigeren Abfalloptimierung in Verpflegungseinrichtungen einzusetzen. Markus Müller-Drexel, Geschäftsführer der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH, ist als Vorsitzender des Gemeinschaftsausschusses Umweltschutz der IHK Bonn/Rhein-Sieg und der IHK zu Köln eingesetzt.

Des Weiteren engagiert sich Interseroh unter anderem im Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V. und ist Solution Provider der GS1 Germany im Bereich Pfand und Pooling. Zudem ist Interseroh Partner und Förderer des Markenverbands e.V., der sich für die Interessenvertretung der Markenwirtschaft in Deutschland einsetzt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Im Berichtszeitraum 2018 erfolgten keine Zuwendungen an Parteien und Regierungen.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Neben der selbstverständlichen Einhaltung gesetzlicher Regelungen hat die ALBA Services Holding GmbH einen neuen Compliance Officer bestellt und ihn mit dem Aufbau und der Implementierung eines Compliance Management Systems (CMS) in der ALBA Services Holding GmbH, der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH und weiteren Beteiligungsgesellschaften betraut. Berücksichtigt werden u.a. folgende Themen:
  • Allgemeine Gesetzestreue
  • Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit
  • Sicherheit am Arbeitsplatz
  • Umweltschutz und Innovation
  • Datenschutz
  • Kartellrecht und fairer Wettbewerb
  • Integrität – Antikorruptionprüfung
  • Geschenke und Zuwendungen
  • Spenden und Sponsoring
  • Vermeidung von Interessenkonflikten
  • Fairer Einkauf
  • Firmengeheimnisse und geistiges Eigentum
Derzeit werden die Richtlinien zu den Themen Antikorruption, Spenden und Sponsoring sowie zum Thema Geschenke und Zuwendungen überarbeitet. Bei Fragen und Hinweisen zum Thema Compliance können sich alle Mitarbeiter per E-Mail oder telefonisch an den Ombudsmann der ALBA Services Holding GmbH, Rechtsanwalt Stephan Rheinwald, wenden. Gemeldete oder festgestellte Verstöße werden von der Unternehmensleitung überprüft und entsprechend behandelt. Als Konsequenz werden je nach Schwere des Verstoßes Verwarnungen ausgesprochen, arbeitsrechtliche Maßnahmen ergriffen und gegebenenfalls Schadenersatzansprüche geltend gemacht.

Im Zuge des CMS-Aufbaus wurde 2018 ein neuer Verhaltenskodex der ALBA Services Holding GmbH veröffentlicht, der rechtstreues Unternehmenshandeln sicherstellen soll. Der Verhaltenskodex richtet sich an alle Interseroh Mitarbeiter und regelt das Verhalten der Mitarbeiter untereinander, stellt die Unternehmenswerte von Interseroh dar und nimmt zu Compliance-Themen wie unter anderem zur Vermeidung von Korruption, Geldwäscheprävention und finanzieller Integrität Stellung. Darüber hinaus stellt er im Bereich Umwelt-Compliance die Haltung von Interseroh zu den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sowie das interne Qualitätsmanagement dar. Der vollständige Verhaltenskodex ist für alle Mitarbeiter im Intranet einsehbar.

Für die Jahre 2017 und 2018 sind keine Verstöße oder Nichteinhaltungen von Gesetzen bekannt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Um die Chancen und Risiken, die sich aus diesen Entwicklungen ergeben, frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu steuern, hat Interseroh ein Steuerungs- und Kontrollsystem in einem einheitlichen Risikomanagement eingeführt. Die Kernbereiche dieses Risikomanagements sind die strategische und operative Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen, das interne Kontroll- und Compliance-System, das Treasury-Management sowie das Risikofrüherkennungssystem. Die Korruptionsprüfung ist Bestandteil des Compliance-Management-Systems.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Für die Jahre 2017 und 2018 sind keine Verstöße bekannt.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Für die Jahre 2017 und 2018 sind keine Verstöße bekannt, sodass keine Bußgelder oder nicht-monetäre Sanktionen zu beachten sind.