14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Mitbestimmung:

Grundlage für die Mitbestimmung in der LBBW ist das Landespersonalvertretungsgesetz Baden-Württemberg in der Fassung vom 12. März 2015. Die Tochtergesellschaften der LBBW hingegen unterliegen dem Betriebsverfassungsgesetz.

Die LBBW ist Mitglied im Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) und wendet daher
die Tarifverträge für das private Bankgewerbe und die öffentlichen Banken an. Im Kommunalen Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV) sind wir Gastmitglied.

Aktuell (2020) werden 92,4 % der Konzernbeschäftigten durch Personalräte oder Betriebsräte an verschiedenen Standorten in Deutschland vertreten. Ausgenommen hiervon sind leitende Angestellte
(2020: 3,0 %), die in den ausländischen Niederlassungen und Standorten lokal Angestellten (2020:
3,0 %) sowie Beschäftigte einzelner Töchter (2020: 1,6 %). An den größeren Standorten der LBBW finden regelmäßig Personalversammlungen statt. Aufgrund der Pandemie waren 2020 keine Präsenzveranstaltungen möglich. Alternativ wurden digitale Lösungen angeboten.

Für aktuelle Informationen und Beiträge nutzen Personalräte und die Betriebsgruppe der Gewerkschaft
ver.di das LBBW-Intranet. Bei betrieblichen Umgestaltungen, die die Belegschaft betreffen, werden die Personalvertretungen frühzeitig einbezogen, um sozialverträgliche Lösungen herbeizuführen.

Faire Arbeitsbedingungen

Für alle Beschäftigten im LBBW-Konzern gelten die acht Kernarbeitsnormen (Übereinkommen) der
Internationalen Arbeitsorganisation ILO (»International Labour Organization«) zu fairen
Arbeitsbedingungen, sofern sie vom jeweiligen Land ratifiziert wurden.
Es erfolgt eine regelmäßige Abfrage an allen unseren Auslandsstandorten zur Einhaltung der Kernarbeitsnormen. Dieses ist jeweils schriftlich zu bestätigen. Da keine Verstöße festgestellt wurden, gibt es auch keine Zielfestlegung. Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit sind uns in diesem Zusammenhang nicht bekannt.

Interne Kommunikation

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren wir über digitale Kanäle, z. B. über Mailings und
das Intranet. Über die internen Medien halten wir unsere Beschäftigten auch über wichtige Veröffentlichungen unserer externen Kommunikation auf dem Laufenden.

Das Intranet – hausintern Blue.net genannt – bietet sowohl fachliche Informationen als auch aktuelle
Nachrichten aus der Bank. Rund 10.000 Beschäftigte greifen jeden Tag ca. 110.000 Mal auf das Blue.
net zu. In rund 250 Artikeln, Videos und Marktberichten informieren wir auch über die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Bank. Themen im Jahr 2020 waren u. a. der erste eigene Social Bond der LBBW.

Wichtige Anregungen und Anfragen können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jederzeit direkt
über eine eigens hierfür eingerichtete E-Mail-Adresse an den Vorstandsvorsitzenden richten. Über das
Veranstaltungsformat »X-Change – im Dialog mit …« ermöglichen wir unseren Beschäftigten das persönliche Gespräch mit den Vorständen der Bank. Im Jahr 2020 fanden insgesamt 23 Dialogrunden
statt, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rege zum gegenseitigen Austausch genutzt wurden.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die LBBW ist 2018 der »Initiative Chefsache« beigetreten, einem Netzwerk zur Förderung eines ausgewogenen Verhältnisses von Frauen und Männern in Führungspositionen. Darüber hinaus hat die LBBW (Bank) bereits 2008 die Charta der Vielfalt unterzeichnet und sich entsprechend verpflichtet, für alle Beschäftigten ein von Vorurteilen freies Arbeitsumfeld zu gewährleisten. 

Begleitet und betreut werden die Themen Vielfalt und Chancengleichheit in der LBBW von einer Diversity-Beauftragten. Die Absolvierung eines E-Learning-Tools zur Umsetzung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ist für alle Beschäftigten obligatorisch. Darüber hinaus werden neue Führungskräfte im Rahmen der Führungskräftegrundausbildung für die Thematik sensibilisiert. Ergänzend ist ein Seminar zum Thema »Unconscious Bias« über unbewusste Denkmuster konzipiert worden.

Neu ins Leben gerufen wurde ein LGBTTIQ*-Netzwerk mit dem Namen BRAVE (Bankers respect and value each other), das sich für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt einsetzt. (LGBTTIQ* = lesbisch, gay = schwul, bisexuell, transsexuell, transgender, intersexuell, queer; * = Gendersternchen). Schirmherr ist, wie beim Frauennetzwerk, der Vorstandsvorsitzende der LBBW.

Jede Art von Diskriminierung oder Benachteiligung wird in der LBBW und im Verhältnis zu Beschäftigten, Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnern, Lieferanten oder sonstigen Personen nicht akzeptiert. Die LBBW verfolgt dabei eine Null-Toleranz-Politik für alle Formen der Geschlechterdiskriminierung, einschließlich verbaler, körperlicher und sexueller Belästigung. Dies gewährleisten wir u. a. durch die »Dienstvereinbarung zum Schutz vor Diskriminierung und zum partnerschaftlichen Verhalten am Arbeitsplatz« sowie durch unseren Code of Conduct. Um Beschäftigte zu stärken, bieten wir zukünftig ein Seminar zum Thema »Wenn Kundschaft plötzlich persönlich wird. Professioneller Umgang mit Grenzverletzungen« an.

Gemäß der »Dienstvereinbarung zum Schutz vor Diskriminierung und zum partnerschaftlichen Verhalten am Arbeitsplatz« können sich Beschäftigte, die sich diskriminiert fühlen, an den Personalrat, die Vertretung der Schwerbehinderten, die verantwortliche Führungskraft, das Sozialreferat oder die Beschwerdestelle wenden. Zur Klärung können Gespräche bis zur Ebene der Bereichsleitung eingefordert werden, bei denen auf Wunsch auch der Personalrat teilnimmt. Kommt es nicht zur Einigung, kann die Beschwerdestelle zur Klärung des Falls eingeschaltet werden. Der Beschwerdestelle lag 2020 keine Beschwerde vor.

Im Nachhaltigkeisprogramm 2021 ist die Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen als Maßnahme verankert. Zwischen 2017 und 2020 konnte der Frauenanteil in Führung von 17,2% auf 19,6% gesteigert werden.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Auch in einem von Covid-19 geprägten Jahr waren wir bestrebt, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein breit gefächertes Lernangebot zur Verfügung zu stellen, denn Qualifizierung und Weiterbildung sind entscheidende Voraussetzungen für die berufliche Entwicklung. Die Bildungsmaßnahmen wurden im Jahr 2020 rund 4.400 Mal genutzt (Vorjahr: 9.000). Ab Ende März 2020 konnten pandemiebedingt nur noch Veranstaltungen durchgeführt werden, die eine dringende betriebliche Notwendigkeit aufwiesen oder als digitale Formate umsetzbar waren. Hierunter fallen auch zahlreiche Lernangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte zu modernen, flexiblen Arbeits- und Führungsmethoden, u. a. zur Zusammenarbeit in virtuellen Teams.

Webbasierte Trainings mit vielfältigen Videos und Übungsaufgaben sind fest im HR.lerncampus rund
ums Bankwissen und in den fachbereichsspezifischen Lernprogrammen integriert. Auch für Methoden-
und Sozialkompetenz bieten wir digitale Formate an, z. B. die E-Learning-Programme »Erfolgreiche
Konfliktlösung« oder »Selbstorganisation optimieren«. Bei diesen Selbstlernprogrammen können
Lerninhalte wie auch das Tempo individuell gesteuert werden. Sie tragen zu einem effizienten Wissenserwerb und einer nachhaltigen Kompetenzentwicklung bei.

Ziel in 2021 ist u. a., dass alle Mitarbeitenden ein Web Based Training "Nachhaltigkeit in der LBBW" als Pflichtschulung durchführen müssen. Ein spezielles Schulungskonzept für den Vertrieb ist ergänzend zu erstellen.
2020 war als Ziel die Durchführung einer Präsenzschulung für das Senior Management zum Code of Conduct (enthält Nachhaltigkeitsaspekte) und weiteren Compliance-Themen statt. 
Durch die Durchführung von Pflicht-Schulungen zur Nachhaltigkeit wird sicher gestellt, dass die Mitarbeitenden in der Lage sind, wesentliche Nachhaltigkeitsrisiken zu erkennen und zu managen.

Der Bedarf für Schulungen und Weiterbildungen in der LBBW wird im Rahmen der jährlichen Personalplanungsrunde gemeinsam mit den Fachbereichen ermittelt. Der individuelle Bildungsbedarf der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird im Dialog mit der Führungskraft erhoben. Pflichtschulungen,
die aus gesetzlichen Vorgaben resultieren, werden von den zuständigen Fachbereichen organisiert und nachgehalten (z. B. zu den Themen Geldwäsche, Betrugsprävention, Datenschutz etc.), in der Regel
handelt es sich um Selbstlernprogramme. Das Lernprogramm zu Betrugsprävention und Nachhaltigkeit
müssen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Drei-Jahres-Rhythmus absolvieren. Dabei wird im Nachhaltigkeitsteil z. B. zu den Themen Nachhaltigkeitspolitik, nachhaltige Geldanlagen, 
Kreditprozess und zu Menschenrechtsaspekten geschult. Die internen und externen Weiterbildungsmöglichkeiten können auch von Beschäftigten an internationalen Standorten genutzt werden. Zudem unterstützen wir die Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Förderung nebenberuflicher Studiengänge.

Wer die Arbeitsweisen und Strukturen in einer anderen Organisationseinheit kennenlernen möchte,
um für den eigenen Job neue Impulse zu gewinnen oder andere Perspektiven besser zu verstehen,
dem bieten wir die Möglichkeit einer temporären Job-Hospitation. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
wie auch Führungskräfte können so bis zu einer Woche den Arbeitsalltag in einer anderen Abteilung
miterleben und sich mit dem dortigen Team vernetzen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2020 Seite 129 bis 134.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2020 Seite 129 bis 134.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2020 Seite 129 bis 134 (Seminarstunden je Mitarbeiter auf Seite 131).

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2020 Seite 129 f.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2020 Seite 142.

Der Beschwerdestelle lag 2020 keine Beschwerde vor.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Menschenrechtsgrundsätze

Als Teil der internationalen Gesellschaft bekennen wir uns zu der Allgemeinen Erklärung der
Menschenrechte, wie sie von den Vereinten Nationen festgeschrieben worden ist. Wir streben an, nicht mit Unternehmen oder Institutionen zusammenzuarbeiten, von denen uns bekannt ist, dass sie grundlegende Menschenrechte missachten. Dies gilt für alle Geschäftsarten, Transaktionen, Projekte, Produkte, operative Entscheidungen, Strategien und Planungen des LBBW-Konzerns. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die ausnahmslose Achtung der Rechte von Kindern. Dies gilt für unsere Kundinnen und Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lieferanten und sonstige Partner, mit denen wir zusammenarbeiten. Die LBBW veröffentlicht regelmäßig eine Erklärung zum Modern Slavery Act und publiziert diese auf ihrer Nachhaltigkeitswebsite unter www.lbbw.de/nachhaltigkeit.

Lieferanten-Assessment

Grundlage der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten ist die Lieferantenregistrierung. Voraussetzung
für die Zulassung als Lieferant der LBBW ist u. a. die Beantwortung von Fragen zu Nachhaltigkeitsthemen im Lieferantenportal der LBBW. Die Fragen beziehen sich z. B. auf das Umwelt- und Sozialmanagementsystem, auf Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf Umweltthemen, das Abfallkonzept sowie die Veröffentlichung von Umwelt- oder Nachhaltigkeitsberichten.

Jeder Lieferant muss zudem die »Nachhaltigkeitsvereinbarung für Lieferanten der LBBW« bei der Registrierung bestätigen und bei Vertragsabschluss unterzeichnen. Die Vereinbarung verpflichtet ihn zur Einhaltung der für uns wesentlichen ökologischen und sozialen Kriterien. So erwarten wir z. B. von
unseren Lieferanten, dass sie faire Arbeitsbedingungen sicherstellen. Einen Verstoß gegen die in der
Nachhaltigkeitsvereinbarung festgelegten Sozial- oder Umweltstandards (z. B. in Bezug auf Menschenrechtsverletzungen wie Kinderarbeit) muss jeder Lieferant als außerordentlichen Kündigungsgrund akzeptieren. 2020 wurden keine Lieferanten identifiziert, bei denen erkennbare Hinweise auf Kinderarbeit oder Zwangsarbeit vorlagen. Auch im Hinblick auf die anderen formulierten Anforderungen gab es keine Verstöße.

Aktuell sind wir dabei, die Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) vorzubereiten. Bisher gab es keine darauf fokussierten Ziele.

Finanzierungen

Neben Gesetzesvorgaben und Vorschriften orientiert sich die LBBW für interne Richtlinien und Weisungen an international anerkannten Standards und Selbstverpflichtungen. Dazu gehören – neben
dem UN Global Compact – u. a. auch die Leitsätze der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung (OECD) für multinationale Unternehmen und die Performance-Standards der International Finance Corporation (IFC). Die IFC-Standards wurden von der Weltbank-Gruppe mit dem
Ziel entwickelt, Mindest-Umwelt- und Sozialstandards bei der Ausgestaltung der weltweit finanzierten
Projekte und Programme sicherzustellen.

Bei Projekten insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern, die z. B. von der Internationalen
Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD), der Internationalen Entwicklungsorganisation
(IDA), der Multilateralen Investitions-Garantie-Agentur (MIGA) oder der Entwicklungsbank IFC selbst
finanziert werden, müssen die IFC-Standards eingehalten werden.





Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2020 auf Seite 16.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2020 auf Seite 75.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2020 auf Seite 63.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2020 auf Seite 63.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Wir fördern mit vielfältigen Initiativen die schulische Bildung und unterstützen als Spender, Sponsor und Stifter Projekte aus den Bereichen Kunst, Kultur, Sport, Umwelt und Soziales. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten jedoch einige Veranstaltungen, die wir seit Jahren fördern, abgesagt werden. So fand in den Sommerferien 2020 z. B. die Kinderspielstadt Stutengarten, bei der sich die BW-Bank seit Anbeginn als Partner engagiert, nicht statt. Glücklicherweise konnten wir jedoch auch im Jahr 2020 viele andere Aktivitäten fortführen. Denn insbesondere in herausfordernden Zeiten verstehen wir es seit jeher als unsere Aufgabe, füreinander da zu sein und die Werte einer Gemeinschaft zu pflegen, die respektvoll und verantwortungsbewusst zusammenhält.

Dialog auf regionaler Ebene

2019 Start der »Zukunftsdialoge« für alle Kundengruppen: Gemeinsam mit Vertretern aus der Politik
setzen wir die bisherigen Kundendialoge fort. In der Reihe »Zukunftsdialoge« wollen wir fortan
gemeinsam Lösungsansätze für die Herausforderungen der Region im Einklang mit den globalen
Nachhaltigkeitszielen entwickeln. 

Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e. V.

Die LBBW ist seit 2013 Mitglied der Wissensfabrik, einer bundesweiten Initiative von Wirtschaftsunternehmen und Stiftungen zur Förderung von Bildung und Unternehmertum in Deutschland. Ziel der Wissensfabrik ist es, über Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen und Existenzgründern die Startchancen für die junge Generation zu verbessern und dadurch einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland zu leisten.

BW-Bank Schulservice/Bildungspartnerschaften

Mit vielfältigen Angeboten unterstützt der BW-Bank Schulservice Bildungseinrichtungen im Stadtgebiet
Stuttgart. So erklären Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank in praxisnahen Exkursen die
Funktionsweise der Finanzwirtschaft und deren Auswirkungen auf gesellschaftliche Entwicklungen,
diskutieren mit den Schülerinnen und Schülern im Unterricht über aktuelle Themen oder erläutern berufliche Perspektiven und geben Bewerbungstipps. Schülerpraktika eröffnen Einblicke in den Alltag
einer Bank und erleichtern die Berufswahl. Bewerbertrainings an Realschulen und Gymnasien bereiten
die Abschlussjahrgänge auf den Einstieg ins Berufsleben vor.
Mit rund 95 Schulen pflegt die BW-Bank einen intensiven Austausch. In diesem Rahmen unterrichten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BW-Bank regelmäßig und stehen Lehrkräften sowie Schülerinnen
und Schülern mit ihrem Fachwissen zur Seite.

Sport- und Bewegungsförderung »Anpfiff ins Leben«

Sport kann der Schlüssel für nachhaltig positive Veränderungen im Leben sein. Er stärkt das Wohlbefinden und die Gesundheit, das Selbstbewusstsein und den Teamgeist und somit auch die soziale Kompetenz für eine verantwortungsvolle Gestaltung des eigenen Lebens und der Gesellschaft. Wir unterstützen daher den gemeinnützigen Verein Anpfiff ins Leben e. V. bei der ganzheitlichen Jugendsportförderung.

Spenden

Spenden sind ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Engagements der LBBW. Im Mittelpunkt
stehen dabei vor allem soziale, kulturelle und wissenschaftliche Projekte. Entsprechend unserer starken
regionalen Verwurzelung gehen die Zuwendungen in der Regel an Empfänger in den jeweiligen
regionalen Kernmärkten. Die LBBW tätigt grundsätzlich keine Spenden an Parteien und Politiker sowie
Regierungen.

Weihnachtsaktion

Die örtlichen Personalräte der LBBW haben auch 2020 die Weihnachtsbäume der Betriebsrestaurants
in Mannheim, Mainz, Karlsruhe und Stuttgart mit Wunschkarten von Kindern aus benachteiligten Familien geschmückt. Jedes Kind durfte einen Wunsch im Wert bis etwa 25 EUR äußern. Beschäftigte
der LBBW und BW-Bank konnten sich Karten aussuchen und die Wünsche erfüllen.

Sponsoring


Als Sponsor unterstützen wir ausgewählte Projekte und Institutionen in unserem Geschäftsgebiet.
Neben musikalischen Institutionen wie der Staatsoper Stuttgart und dem Nationaltheater Mannheim
fördern wir auch sportliche Events wie das renommierte Reit- und Springturnier STUTTGART GERMAN
MASTERS. Darüber hinaus engagieren wir uns in verschiedenen Bildungsprojekten, ein erfolgreiches
Beispiel hierfür ist die Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e. V.

Stiftung


Die Stiftung Landesbank Baden-Württemberg hat seit ihrer Gründung im Jahr 1984 knapp 11.300 Vorhaben mit 26,4 Mio. EUR gefördert. Ihr Stifterengagement ist auf Breitenwirkung, Nachwuchsförderung und die Hilfe für immer wieder neue Initiativen in ganz Baden-Württemberg ausgelegt. Weitere Informationen z. B. zu Stiftungszweck und Förderrichtlinien sind unter www.LBBW.de/stiftung zu finden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2020 Seite 11 sowie LBBW Geschäftsbericht 2020 Seite 32 ff.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Spenden sind ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Engagements der LBBW. Im Mittelpunkt
stehen dabei vor allem soziale, kulturelle und wissenschaftliche Projekte. Entsprechend unserer starken
regionalen Verwurzelung gehen die Zuwendungen in der Regel an Empfänger in den jeweiligen
regionalen Kernmärkten.

Die LBBW tätigt grundsätzlich keine Spenden an Parteien und Politiker sowie Regierungen.
Die LBBW engagiert sich nicht politisch.

Die LBBW beteiligt sich mit ca. 300 Mitgliedschaften bei Verbänden, eingetragenen Vereinen und Förderkreisen. Hierzu gehören z. B. der Verband Öffentlicher Banken (VÖB) und der Deutsche Spar- und Giroverband (DSGV).
Die Mitgliedschaften decken ein breites Spektrum an sozialen, kulturellen, gesellschaftlichen
sowie bankbezogenen Themenfeldern ab. Neben der Präsenz in den entsprechenden Organisationen
und deren Förderung wird der LBBW die Interessenwahrnehmung in geschäftsrelevanten
Themen ermöglicht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2020 Seite 157:
Die LBBW tätigt grundsätzlich keine Spenden an Parteien und Politiker sowie Regierungen.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.


Der Bereich Group Compliance der LBBW ist proaktiv ausgerichtet. Der Bereich ist für die Umsetzung von Compliance-Vorgaben verantwortlich und berichtet an den Vorstand Risikomanagement und Compliance.
Group Compliance berät insbesondere zu Fragen rund um die Themen Kapitalmarkt- und Immobilien-Compliance, Geldwäsche- und Betrugsprävention (sonstige strafbare Handlungen) sowie Finanzsanktionen/Embargos. Zur dezentralen Compliance-Struktur gehören »Compliance-Officer« als Verantwortliche in den Niederlassungen und Tochtergesellschaften sowie »LBBW-Compliance-Koordinatoren« als Bindeglieder zwischen den Fachbereichen und dem Zentralbereich Group Compliance. Die benannten Koordinatoren stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der operativen Bereiche und der Filialen bei allen Themen mit Compliance-Relevanz zur Verfügung. Ansprechpartner für geplante Auslagerungen ist die »Evidenzzentrale Outsourcing«. Sie informiert Fachbereiche und Abteilungen frühzeitig über die internen Regularien und Vorgaben und unterstützt die Umsetzung.

Im Dezernat Risikomanagement und Compliance ist für 2021 eine strukturierte Durchführung einer Portfolio- und Risikotreiberanalyse vorgesehen. Das Ergebnis liegt noch nicht vor.

Betrugsprävention


Das regulatorische Rahmenwerk zur Bekämpfung strafbarer Handlungen für die Bank und den Konzern
enthält alle wesentlichen Präventionsmaßnahmen und allgemeine Organisationsanforderungen
(z. B. Verdachtsmeldewege). Umgesetzt werden diese Vorgaben bspw. in der Rahmenanweisung für
die Annahme und Gewährung von Vorteilen (Geschenke, Einladungen, Veranstaltungen). Missstände
oder verdächtige Handlungen können von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch anonym über
einen externen Ombudsmann gemeldet werden. Diese Möglichkeit ist gruppenweit in den Niederlassungen und nachgeordneten Unternehmen des LBBW-Konzerns implementiert. Seit Januar 2019 steht der Ombudsmann auch außenstehenden Dritten (z. B. Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnern und Lieferanten der LBBW) zur Verfügung. 2020 wurden keine Korruptionsverfahren gegen die LBBW (Bank) sowie die ins Nachhaltigkeitsmanagement integrierten Tochterunternehmen geführt. Bußgelder wurden diesbezüglich keine verhängt.

Kapitalmarkt-Compliance

Die Compliance-Funktion gemäß den »Mindestanforderungen an die Compliance-Funktion und die
weiteren Verhaltens-, Organisations- und Transparenzpflichten für Wertpapierdienstleistungsunternehmen (MaComp)« sorgt dafür, dass die compliance-relevanten gesetzlichen Regeln für das Wertpapiergeschäft und die entsprechenden Vorgaben der Aufsichtsbehörden eingehalten werden. Dazu werden interne Richtlinien und Arbeitsanweisungen erarbeitet, die als Leitlinien dienen.

Jährlich wird eine Risikoanalyse durchgeführt. Hierbei stehen u. a. die relevanten gesetzlichen Normen und eine Analyse von Einzelrisiken im Vordergrund.

Die Einhaltung der externen und internen Rahmenbedingungen wird regelmäßig überwacht. Hierzu
werden neben zentralen Prüfungen von Unterlagen, Prozessen und Anweisungen auch Vor-Ort-Überwachungen, z. B. in den Filialen, den Beratungscentern und in zentralen Einheiten, durchgeführt. Sofern Nachbesserungsbedarf festgestellt wird, wirkt die Compliance-Funktion nach MaComp mit den
betroffenen Bereichen auf die regelkonforme Umsetzung hin.

Verstöße gegen das Umweltrecht

2020 wurden gegen die LBBW keine Bußgelder oder Strafen wegen Nichteinhaltung von Umweltrechtsvorschriften verhängt. Auch das interne und externe Audit hat keine materiell-rechtlichen Verstöße gegen das Umweltrecht aufgedeckt.

Steuerehrlichkeit

Die LBBW ist vornehmlich in Deutschland aktiv und steuerpflichtig. Sie bekennt sich zur Erfüllung aller
ihrer steuerlichen Pflichten in Deutschland und im Ausland. Die LBBW erhält keinerlei Vorteile von
Finanzbehörden. Die LBBW sieht sich dabei als Anstalt des öffentlichen Rechts in besonderem Maße
als verantwortungsvoller Steuerbürger und hat deshalb eine Steuerstrategie beschlossen, in der die
Einhaltung der steuergesetzlichen Regelungen und die Absage an aggressive Steuervermeidungsstrategien vorgegeben sind.

Diese Leitvorgaben werden durch zahlreiche organisatorische Rahmenanweisungen zur Erfüllung
steuerlicher Pflichten mit klaren Zuständigkeitszuweisungen umgesetzt. Dabei wird die Überwachung
im Rahmen des bankweiten Kontrollsystems sowie durch die organisatorischen Einrichtungen der
Revision und einer eigenen Tax Compliance Organisation sichergestellt. Die Mitarbeitenden werden
jährlich über die Steuerstrategie informiert und auf sie verpflichtet.

Selbstverpflichtung in der Werbung


Bei allen Marketingmaßnahmen achten wir darauf, dass wir die allgemein anerkannten Grundwerte
der Gesellschaft und die dort vorherrschenden Vorstellungen von Anstand und Moral beachten. Werberechtliche Vorschriften wie das Verbot von Unlauterkeit und Irreführung in der Werbung werden
strengstens eingehalten. Wir richten uns hierbei in erster Linie nach den Grundregeln des Deutschen
Werberats zur kommerziellen Kommunikation.

Sanktionen, Geldbußen oder Verwarnungen aufgrund der Nichteinhaltung von Vorschriften in Bezug
auf Werbung hat es 2020 bei der LBBW nicht gegeben.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2020 Seite 67 f.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2020 Seite 68.

2020 wurden keine Korruptionsverfahren gegen die LBBW (Bank) sowie die ins Nachhaltigkeitsmanagement integrierten Tochterunternehmen geführt. Bußgelder wurden diesbezüglich keine verhängt.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2020 Seite 68, 70 und 74.

2020 wurden keine Korruptionsverfahren gegen die LBBW (Bank) sowie die ins Nachhaltigkeitsmanagement integrierten Tochterunternehmen geführt. Bußgelder wurden diesbezüglich keine verhängt.

2020 wurden gegen die LBBW keine Bußgelder oder Strafen wegen Nichteinhaltung von Umweltrechtsvorschriften verhängt. Auch das interne und externe Audit hat keine materiell-rechtlichen Verstöße gegen das Umweltrecht aufgedeckt.