14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Da die LIGANOVA GmbH nur in Deutschland und den Niederlanden ansässig ist, sind Risiken bezüglich der Nichteinhaltung von Arbeitnehmerrechten gering. Wir halten uns an all unseren Standorten strikt an alle geltenden Gesetze und Bestimmungen zum Schutz von Arbeitnehmern, insbesondere die ILO Kernarbeitsnormen. Dabei übertreffen unsere Anstrengungen in vielen Bereichen die vom jeweiligen Arbeitsrecht festgeschriebenen Mindestanforderungen. Insbesondere die Förderung der Mitarbeitergesundheit und die Qualifizierung unserer Mitarbeiter sind uns wichtige Anliegen. Bis 2025 wollen wir in beiden Bereichen noch stärker werden. Beispielsweise wollen wir nächstes Jahr unsere Büroarbeitsplätze kritisch hinsichtlich Gesundheitsrisiken überprüfen und unser Weiterbildungsangebot über die LIGA Academy weiter ausbauen.

Alle unsere Führungskräfte werden zu Arbeitsthemen geschult und stehen dank der flachen Hierarchien bei der LIGANOVA GmbH in engem Austausch mit den Mitarbeitern. In regelmäßigen Townhall Meetings, "Sprechstunden" mit der Geschäftsführung, jährlichen Entwicklungsgesprächen und Mitarbeiterumfragen können alle Mitarbeiter relevante Wünsche und Vorschläge thematisieren. In den jährlichen Entwicklungsgesprächen ist jeder Mitarbeiter dazu angehalten, eine eigene „Mission“ zu formulieren, die er für sich im Unternehmen sieht. Je nach Interesse und Entwicklungsziel werden dann zum Profil passende Schulungen definiert, mit denen die Mitarbeiter ihre individuellen Ziele am besten erreichen können und sie in ihrer Entwicklung ideal gefördert werden können.

Ein Risiko bei Arbeitnehmerrechten stellen Arbeitszeitüberschreitungen durch unser Projekt- und Eventgeschäft dar. Alle Führungskräfte sind dazu angehalten, die geltenden Arbeitszeiten und Stundenregelungen ihrer Mitarbeiter zu überwachen. Über ein Zeiterfassungssystem wird die Einhaltung der Arbeitszeiten und Pausen, wie durch das Arbeitszeitgesetz vorgegeben, kontrolliert. Auf Grund unseres Projekt- und Eventgeschäfts kann es phasenweise zu Mehrarbeit, Abend- und Wochenendarbeit kommen. Hier wird für geleistete Überstunden ein Zeitausgleich angeboten. Zudem werden an langen Arbeitstagen Pausenzeiten und Essensbestellungen für die Mitarbeiter eingeplant, und sie können bei Bedarf abends für die Heimfahrt ein Taxi auf Firmenkosten nehmen. Es existieren darüber hinaus Modelle für flexible Teilzeit-Modelle, Auszeiten und Sabbaticals, um auf besondere Lebenssituationen und Wünsche der Mitarbeiter Rücksicht nehmen zu können.

Sicherheitsaspekte von Gebäude der LIGANOVA GmbH werden regelmäßig von externen Stellen kontrolliert. Es finden jährliche Begehungen und Gefährdungsbeurteilungen der Räumlichkeiten der LIGANOVA GmbH statt. Darüber hinaus gibt es im Unternehmen Beauftragte für Gesundheitsschutz und Arbeitsschutz (Fachkraft für Arbeitssicherheit), Ersthelfer und Brandschutzhelfer, die regelmäßig weitergebildet werden.

Über verschiedene interne Kommunikationsplattformen wird für Mitarbeiter hohe Transparenz über das Unternehmen und aktuelle Entwicklungen geschaffen. Die Mitarbeiter können auch hierüber Verbesserungsvorschläge einbringen und Ansprechpartner für Nachhaltigkeitsthemen identifizieren. Über die LIGA Academy wird beispielsweise das Thema Nachhaltigkeit erklärt und Möglichkeiten zur Partizipation angeboten. Unsere interne Kampagne „Act Green“ rief beispielsweise diverse Mitarbeiterkampagnen zu Nachhaltigkeit hervor. Generell sind Mitarbeiterinitiativen willkommen und werden gefördert.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die Kreativität unserer Mitarbeiter ist unser zentrale Erfolgsfaktor. Diese Kreativität wird durch Vielfalt und eine große Bandbreite von Kompetenzen und Ideen gefördert. Vielfalt und Inklusion liegt uns deshalb besonders am Herzen und wir sind stets darum bemüht, verschiedene Arbeitnehmergruppen am Erfolg der LIGANOVA GmbH partizipieren zu lassen. Auch in diesem Bereich haben wir uns konkrete Ziele gesetzt. Wir wollen jährlich alle relevanten Diversitätskennzahlen erfassen und analysieren, und durch entsprechende Maßnahmen die Diversität in der Belegschaft bis 2025 erhöhen. Im Jahr 2022 wollen wir zudem die Charta der Vielfalt unterzeichnen. Da wir uns 2021 erstmals konkrete Ziele für diesen Bereich gesetzt haben, kann über die Erreichung der Ziele noch nicht berichtet werden.

Insgesamt hat die LIGANOVA GmbH schon über alle hierarchischen Ebenen hinweg einen hohen Frauenanteil. Dennoch wollen wir die Familienfreundlichkeit im Unternehmen noch weiter fördern. Mütter und Väter in Teilzeit werden intensiv gefördert und darin bestärkt, Verantwortung zu übernehmen. Zudem bieten wir flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeit-Lösungen, remote work, Job Sharing und Sabbaticals für unsere Mitarbeiter an. Die Bezahlung erfolgt bei uns strikt nach Position, Expertise und Erfahrung, um einer Gehaltsdiskriminierung vorzubeugen.

Für internationale Kollegen werden „relocation services“ sowie Sprachkurse in Deutsch und Englisch angeboten. Um internationalen Kollegen sozialen und kulturellen Anschluss zu ermöglichen, wird ihnen ein „Groove-In Buddy“ an die Seite gestellt, der sie von Anfang an intensiv betreut. Zudem wurde in 2021 ein Diversity-Beauftragter benannt, der die Themen Vielfalt und Inklusion strategisch vorantreibt.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Gutausgebildete Mitarbeiter sind unser Schlüssel zum Erfolg. Wir sind ein Ausbildungsunternehmen, betreuen duale Studenten und investieren in die Qualifikation unserer Mitarbeiter. In jährlichen Entwicklungsgesprächen werden für unsere Mitarbeiter passende Schulungen in der LIGANOVA Academy ausgewählt. Über die LIGANOVA Academy werden Weiterbildungen für Mitarbeiter angeboten, die auf verschiedene Kernkompetenzen, z.B. Selbstmanagement und Kundenmanagement, abzielen. Zudem wird die zukünftige Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten durch spezielle Weiterbildungen der LIGANOVA Academy, beispielsweise zum Thema Intrapreneurship, Software, spezielle IT-Programme oder Sprachen, sichergestellt. Für angehende Führungskräfte gibt es ein 1-jähriges Entwicklungsprogramm, das sich aus internen und externen Schulungen, Coachings und Gruppenarbeiten mit Case Studies zusammensetzt.

Zudem haben wir die interne Initiative „Inspiration and Knowledge Sharing“ ins Leben gerufen, in der aktuelle Themen von Mitarbeitern für Mitarbeiter aufbereitet und vorgestellt werden. Zudem unterstützen wir den Besuch von Messen, um den Horizont der Mitarbeiter zu erweitern und neue Impulse aufzunehmen. Regelmäßige Mitarbeiter-Events mit internen und externen Rednern sollen die Gemeinschaft fördern und Einblicke in neue Themenbereiche bieten.

Auch unser betriebliches Gesundheitsmanagement trägt zum Erhalt und Sicherstellung der Beschäftigungsfähigkeit unserer Mitarbeiter bei. Neben den gesetzlichen Vorschriften zum Arbeitsschutz treffen wir zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der körperlichen und physischen Gesundheit unserer Mitarbeiter. Die Maßnahmen werden ständig kontrolliert und im Arbeitsschutzausschuss besprochen und gegebenenfalls überarbeitet. Zu den Maßnahmen gehören Arbeitsplatzbegehungen, Schulungen zum Brandschutz, erste Hilfe Kurse für Ersthelfer, Beurteilungen der psychischen Belastungen der Mitarbeiter und regelmäßige Gefährdungsbeurteilungen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden Pandemieschutzmaßnahmen eingeleitet, wie die Verlegung der Mitarbeiter ins Homeoffice und Betriebsanweisung zum Tragen von FFP2-Masken in unseren Gebäuden.

Bislang hatten wir uns im Bereich Qualifizierung noch keine konkreten Ziele gesetzt und die entsprechenden Kennzahlen wurden nicht überwacht. Deshalb können wir aktuell nicht über die Erreichung bisheriger Ziele berichten. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategieentwicklung haben wir uns nun konkrete Ziele gesetzt: Bis 2025 wollen wir unser internes Schulungsangebot kontinuierlich ausbauen, um unsere Fachkräfte in allen relevanten Schlüsselbereichen zu qualifizieren. Zudem wollen wir jährlich die Schulungsstunden unserer Mitarbeiter erfassen. Dadurch wollen wir das Risiko verringern, dass unsere Mitarbeiter insbesondere hinsichtlich neuer Technologien, IT-Programme und Digitalisierung nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik sind.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

  1. Kennzahlen arbeitsbedingter Verletzungen für alle Angestellten in 2019 und 2020 (kumuliert)
 
Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen); Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen; die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen; Anzahl der gearbeiteten Stunden
0 0 3 Wegeunfälle Aktuell nicht erfasst
  Arbeitsbedingte Verletzungen:
  1. Kennzahlen arbeitsbedingter Verletzungen für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind in 2019 und 2020 (kumuliert)
Für uns arbeiten viele Freelancer, die keinen Büroarbeitsplatz in unseren Gebäuden haben.  In der Regel kommt es hier zu keinen Unfällen, Verletzungen oder Todesfällen.
Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen); Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen; die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen; Anzahl der gearbeiteten Stunden
0 0 0   Aktuell nicht erfasst
  Die Daten der arbeitsbedingten Erkrankungen sind sehr sensible Daten, weshalb wir diese an dieser Stelle nicht berichten wollen.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Für das Thema Arbeitssicherheit ist der Arbeitsschutzausschuss, welcher dreimal pro Jahr tagt, verantwortlich. Hierbei werden Arbeitsschutzthemen adressiert, Maßnahmen beraten und über mögliche Entscheidungen diskutiert. Teilnehmer der ASA Sitzungen sind u.a. der Betriebsarzt, Vertreter der Belegschaft, der Sicherheitsbeauftragte und die Fachkraft für Arbeitssicherheit. Von den einzelnen Sitzungen werden Protokoll angefertigt, die bei Bedarf eingesehen werden können.

Zusätzlich können sich alle Mitarbeiter jederzeit an den Sicherheitsbeauftragten wenden, um spezielle Anliegen, beispielsweise hinsichtlich rückenfreundlichen Bürostühlen oder höhenverstellbaren Tischen, zu besprechen. Diese werden vom Sicherheitsbeauftragten in Absprache mit der Geschäftsführung genehmigt.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

  1. Durchschnittliche Weiterbildungsstunden nach Geschlecht
  2019 2020
Weiblich 45,68 65,63
Männlich 57,78 57,36

  ii. Weiterbildungsstunden nach Angestelltenkategorie

Diese Kennzahl wird aktuell noch nicht erhoben, ist aber aktuell in Entwicklung.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

  1. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation  
  1. Nach Geschlecht 
 
  2018  2019  2020 
Weiblich  80 %  80 %  80 % 
Männlich  20 %  20 %  20 % 
 
  1. Nach Altersgruppe 
 
  2018  2019  2020 
<30 Jahre  0 %  0 %  0 % 
30-50 Jahre  80 %  80 %  80 % 
>50 Jahre  20 %  20 %  20 % 
 
  1. Es wurden keine weiteren Diversitätsindikatoren identifiziert. 
  1. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien: 
  1. Nach Geschlecht 
 
Berlin  2018  2019  2020 
Weiblich  46 %  48 %  44 % 
Männlich  54 %  52 %  56 % 
 
Amsterdam  2018  2019  2020 
Weiblich  47 %  43 %  50 % 
Männlich  53 %  57 %  50 % 
 
Stuttgart  2018  2019  2020 
Weiblich  58 %  66 %  58 % 
Männlich  42 %  34 %  42 % 
 
  1. Nach Altersgruppe 
 
Berlin  2018  2019  2020 
<30 Jahre  22 %  38 %  17 % 
30-50 Jahre  78 %  62 %  80 % 
>50 Jahre  0 %  0 %  3 % 
 
Amsterdam  2018  2019  2020 
<30 Jahre  50 %  40 %  23 % 
30-50 Jahre  50 %  53 %  77 % 
>50 Jahre  0 %  7 %  0 % 
 
Stuttgart  2018  2019  2020 
<30 Jahre  39 %  31 %  26 % 
30-50 Jahre  60 %  67 %  72 % 
>50 Jahre  1 %  2 %  2 % 
 
  1. Es wurden keine weiteren Diversitätsindikatoren identifiziert. 

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Für den aktuellen Berichtszeitraum sind keine Diskriminierungsfälle bekannt.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Da wir nur Standorte in Europa haben und uns hier strikt an alle gängigen nationalen Gesetze und EU-Recht halten, spielt die Überwachung der Menschenrechte in unserem Betrieb nur eine untergeordnete Rolle. Risiken hinsichtlich der Einhaltung von Menschenrechten ergeben sich für uns primär durch die Zusammenarbeit mit unseren außereuropäischen Lieferanten.

Wir beziehen unsere Materialien und Produkte fast ausschließlich aus europäischen Ländern. Seit Kurzem haben wir auch Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen in China. Auf Grund der besonderen Relevanz der Menschenrechtsthematik, ist für uns auch hier die Anerkennung unseres Supplier Code of Conducts als auch die Möglichkeit zur Durchführung eines Vor-Ort-Audits eine zentrale Vertragsvoraussetzung.

Durch unseren Supplier Code of Conduct fordern wir auch von unseren Zulieferern die Einhaltung der Menschenrechte ein. Seit der Erstellung des Supplier Code of Conduct ist es für alle wiederkehrenden Lieferanten verpflichtend, diesen zu unterschreiben. Neue Lieferanten werden vor Ort besucht und evaluiert. Zudem werden alle wiederkehrenden Lieferanten im In- und Ausland regelmäßig mindestens 1 x pro Jahr besucht. Während der Besuche wird beispielsweise auf das Vorhandensein von Erste-Hilfe-Kästen und der Erfüllung von Arbeitssicherheit- und Gesundheitsschutzstandards geachtet. Im Jahr 2021 wurden zudem insgesamt 28 Lieferanten in einem Selbstauskunftsfragebogen umfassend zu ihrem Nachhaltigkeitsengagement, u.a. auch zu Menschenrechten, befragt. Zudem wollen wir die Einhaltung der Menschenrechte bis 2025 bei 25% aller unserer wiederkehrenden Lieferanten in einem Audit überprüfen.

Da wir uns in der Vergangenheit noch keine konkreten Ziele zur Überwachung der Einhaltung der Menschenrechte gesetzt hatten, können wir aktuell noch nicht über die Erreichung von Zielen berichten.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Die LIGANOVA GmbH hat aktuell keine Vereinbarungen und Verträge zu erheblichen Investitionen. Wir investieren vornehmlich in eigene Standorte im Inland, im europäischen Ausland und den USA.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Die Überprüfung der Einhaltung der Menschenrechte ist für 25% der wiederkehrenden Lieferanten bis 2025 geplant.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

In 2021 wurden etwa 30% unserer wichtigsten Lieferanten mit Hilfe eines Selbstauskunftsfragebogens hinsichtlich sozialer und ökologischer Kriterien bewertet.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Bislang werden unsere Lieferanten jährlich besucht und vor Ort auch Nachhaltigkeitsthemen besprochen. Eine systematische Überprüfung von sozialen Aspekten findet bislang jedoch nicht statt. Bis 2025 wollen wir 25% unserer wiederkehrenden Lieferanten auf ökologische und soziale Aspekte, inklusive Menschenrechte, hin auditieren.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Unsere Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich für die Ausübung ihres gesellschaftlichen Engagements von der Arbeit freistellen zu lassen, falls ihr Engagement nur während der Arbeitszeit erfüllt werden kann (z.B. THW). Um zum Gemeinwesen beizutragen, haben wir beispielsweise eine regionale Möbelwerkstatt, die Flüchtlinge integriert und ausbildet, mit einer Spende unterstützt.

Zudem kooperieren wir eng mit der IHK, lokalen Forschungsinstituten und Hochschulen. Beispielsweise stellen wir interessierten Studenten der Stuttgarter Hochschulen die Arbeit in einer Agentur vor und unterstützen sie bei der Betreuung ihrer Abschlussarbeiten.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Die Liganova GmbH hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit der LIGANOVA Group GmbH (ehemals Zeitgeist Holding GmbH) und ist daher von der Pflicht zur Veröffentlichung befreit.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Wir sind nicht Mitglied eines Verbandes, nicht politisch aktiv und nehmen keinen Einfluss auf Gesetzgebungsverfahren. Es werden keine Parteispenden getätigt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Wir sind nicht politisch aktiv und nehmen keinen Einfluss auf Gesetzgebungsverfahren. Es werden keine Parteispenden oder Sachzuwendungen getätigt.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Korruptionsbekämpfung ist einer der sechs Grundwerte in unserem Code of Business Ethics. Die Verantwortlichkeit liegt direkt in der Geschäftsführung und wird von dieser gesteuert und überwacht. Korruption, Bestechung und die Annahme von Bestechungsgeldern wird bei der LIGANOVA GmbH nicht geduldet. Unsere Mitarbeiter sind dazu angehalten, die Beobachtung oder Feststellung von unangemessenem, illegalem oder unethischem Verhalten, einschließlich Bedenken hinsichtlich Belästigung oder Diskriminierung, ihrer Leitung, einer LIGANOVA-Führungskraft, der Personalabteilung oder der Rechtsabteilung mitzuteilen. Sie können ihre Bedenken jederzeit ohne Angst vor Vergeltungsmaßnahmen äußern.  

Zuwendungen an Mitarbeiter werden durch die koordinierte Zusammenarbeit von Personalwesen, Kommunikation und Controlling streng kontrolliert. Durch einen strengen Einarbeitungsprozess und die Vermittlung unseres Code of Business Ethics an neue Mitarbeiter, inklusive unserer Grundwerte und Verhaltensweisen, sollen alle Formen der Korruption verhindert werden.

Für uns stellt der sachgemäße Umgang mit Daten und Informationen die größte Herausforderung und deshalb gleichzeitig das höchste Risiko im Bereich Compliance dar. Deshalb haben wir in der Vergangenheit bereits zahlreiche Vorkehrungen getroffen, um Datensicherheit gewährleisten zu können. Alle bei uns abgespeicherten Daten werden klassifiziert, zudem gibt es verzeichnete Verfahren zum Umgang mit den jeweiligen Datenarten. Alle unsere Mitarbeiter müssen unsere Datenschutzrichtlinie unterschreiben. Zudem haben wir einen zertifizierten internen Datenschutzbeauftragten, der unsere Systeme kontinuierlich überwacht und verbessert.  

Auch im Bereich Informationssicherheit wollen wir auf dem neusten Stand sein. Unser interner Informationssicherheitsbeauftragter prüft gemeinsam mit der IT alle Anwendungen und insbesondere Cloud-Anwendungen. Ein Whitelisting von Cloud-Anwendungen schützt uns vor Malware und Mitarbeiter-Verfehlungen. Alle unsere mobilen Geräte werden zudem konsequent verschlüsselt. Um das Thema Informationssicherheit noch systematischer in unser Unternehmen zu integrieren, haben wir zudem ein Information Security Management System (ISMS) aufgebaut, innerhalb dessen auch einheitliche Unternehmensrichtlinie zu Informationssicherheit formuliert worden sind.

In der Vergangenheit hatten wir uns für den Bereich gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten noch keine konkreten Ziele gesetzt, weshalb wir über eine bisherige Zielerreichung nicht berichten können. 2022 wollen wir unsere Belegschaft umfassend zu den Themen IT-Sicherheit, Datenschutz und Compliance schulen und unser Compliance-Management bis 2025 weiter ausbauen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Auf Grund des geringen Korruptionsrisikos findet in den Betriebsstätten bislang keine Prüfung von Korruptionsrisiken statt.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

In den vergangenen Jahren gab es bei der LIGANOVA GmbH keine bestätigten Korruptionsfälle.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Wir halten uns strikt an alle geltenden Gesetze und Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich. Deshalb waren wir in der Vergangenheit weder von Bußgeldzahlungen noch von nicht-monetären Sanktionen betroffen.