14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Unser Unternehmen ist nur in Deutschland ansässig und hält sich an die üblichen deutschen Standards sowie das deutsche Arbeitnehmerrecht. Zudem sind wir nach Fair Trade zertifiziert. Wir konnten daher keine wesentlichen Risiken bei Barnhouse identifizieren.

Unsere Ethik-Charta ist Leitlinie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern und gewährleistet deren Rechte. Das Engagement gegenüber und die Förderung der Mitarbeiter über das Arbeitsrecht hinaus ermöglicht motivierte, gesunde und zufriedene Mitarbeiter, die langfristig gesehen dem Unternehmen zu Gute kommen. Durch das innerbetrieblichen Vorschlagswesen sowie der offenen Kommunikation im Haus beteiligen wir die Belegschaft an der Weiterentwicklung.

Mitarbeiter sind bei uns im Hinblick auf das Nachhaltigkeitsbewusstsein täglich eingebunden. Entscheidungen werden immer auf Grundlage von Nachhaltigskeitsaspekten getroffen.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Wir setzen uns aktiv für Chancengleichheit und Vielfalt ein und orientieren uns hierbei am allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

So dulden wir bei Barnhouse in keiner Weise Ungleichbehandlung, Diskriminierung, Belästigung oder Mobbing auf Grund von Hautfarbe, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderungen, Alter, Schwangerschaft, Familienverhältnisse, sozialem Hintergrund oder sexueller Identität. Es wurde eine Beschwerdestelle im Unternehmen eingerichtet, welche Mitarbeiter bei ungerechter Behandlung anonym nutzen können. Individuelle Bedürfnisse werden geprüft und nach Möglichkeit umgesetzt. Einen systematischen Ansatz zur Förderung der Chancengleichheit und Vielfalt gibt es aufgrund der Firmengröße aktuell nicht. Hier wird eine Betrachtung von individuellen Bedürfnissen bevorzugt.

Insgesamt sind im Unternehmen aktuell 18 verschiedene Nationen vertreten. Der Frauenanteil befindet sich bei 42 %, wobei das Verhältnis zwischen Männern und Frauen in der Führungsebene bei 6:2 liegt. 

Für diesen Bereich haben wir uns folgende Ziele gesetzt:
- Teilnahme am Girls Day
- Schaffung eines Arbeitsplatzes für eine schwerbehinderte Person
- Erhöhung des Anteils an Frauen in der Produktion

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Die Weiterbildung von Mitarbeitern ist eine elementare Säule des nachhaltigen Unternehmenserfolgs. Nur durch Weiterbildung werden wir den Anforderungen der modernen, sich schnell ändernden Arbeitswelt gerecht und können so konkurrenzfähig bleiben.

Ausbildung

Wir wollen junge und engagierte Menschen für eine Ausbildung bei Barnhouse begeistern und somit unserer gesellschaftlichen Verantwortung als Ausbildungsbetrieb nachkommen. Wir bieten Ausbildungen in den Bereichen Lagerlogistik, Lebensmitteltechnik und im kaufmännischen Bereich an. Auch offerieren wir Studenten die Möglichkeit, ein Praktikum oder eine Projektarbeit/Abschlussarbeit bei uns zu absolvieren.
Als spezialisierter Betrieb hat Barnhouse für die Produktion einen Ausbildungsleiter angestellt, welcher das Onboarding am Arbeitsplatz organisiert. Dies ermöglicht eine schnelle Einarbeitung.

Weiterbildung
Weiterbildung soll in den nächsten Jahren bei Barnhouse einen größeren Stellenwert erhalten. Hiermit wollen wir den wachsenden Veränderungen und Anforderungen der modernen Arbeitswelt sowie den zunehmenden und sich verändernden fachlichen Anforderungen an Aufgaben und Funktionen begegnen. Der Weiterbildungsbedarf soll im Rahmen der Jahresgespräche ermittelt werden.

Ziele
Die Weiterbildungskosten pro Mitarbeiter lagen 2020 bei 232 €. Dies gilt als Referenzwert für zukünftige Jahre. Darüber hinaus soll das Monitoring weiter systematisiert werden. In den jährlichen Feedbackgesprächen zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzen wird der Bedarf an Weiterbildungen ermittelt. 
Es bestehen keine aktuellen Risiken in Bezug auf die Qualifizierung für die Geschäftstätigkeit, da dem Weiterbildungsbedarf im Unternehmen intern Rechnung getragen wird.



Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Für das Jahr 2020 sind keine Todesfälle aufgrund von arbeitsbedingten Verletzungen und Erkrankungen zu verzeichnen. Die anderen Indikatoren wurden im Berichtszeitraum nicht erhoben.

Für das Jahr 2020 liegt ein meldepflichtiger Arbeitsunfall vor.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Für das Thema Arbeitssicherheit ist der Arbeitsschutzausschuss, welcher viermal pro Jahr tagt, verantwortlich. Hierbei werden Arbeitsschutzthemen addresiert, Maßnahmen beraten und über mögliche Entscheidungen diskutiert. Auch informiert ein externe Dienstleister über Neuerungen und verfiiziert unser Konzept.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Die Leistungsindikatoren wurden für 2020 nicht erhoben. Stattdessen werden die Weiterbildungskosten pro Mitarbeiter erhoben:

Weiterbildungskosten/ Mitarbeiter 232,17 €

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Geschlecht 2020
weiblich 42 %
männlich 58 %

Altersgruppe  
U30  41 %
30 - 50  46 %
Ü50  14 %

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Für das Jahr 2020 sind keine Diskriminierungsvorfälle bekannt.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Barnhouse bezieht Rohstoffe aus BSCI-Risikoländern. In diesen Ländern besteht ein erhöhtes Risiko von Menschenrechtsverletzungen. Daher setzt sich Barnhouse aktiv für die Einhaltung von Sozialstandards in der Wertschöpfungskette ein.

Jeder Lieferant und Dienstleister verpflichtet sich unserem Barnhouse Kodex, welcher sich an internationalen Standards und Richtlinien orientiert und die Einhaltung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verlangt.

Darüber hinaus haben wir uns zum Ziel gesetzt, dass für Barnhouse Produkte ausschließlich solche Rohwaren aus Risikoländern (entsprechend BSCI-Einstufung) verwendet werden, bei deren Erzeugung und Verarbeitung anerkannte Sozialstandards eingehalten werden. Internationale Organisationen wie ILO und Multi-Steakholder-Programme wie z.B. BSCI oder SA800 haben sich auf im Wesentlichen übereinstimmende Inhalte für Sozialstandards verständigt. Sie sind als Basis für ein faires Miteinander in den Wirtschaftsbetrieben anerkannt.

Diese Standards umfassen mindestens:
1. Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen
2. Keine Diskriminierung (nach Ethnie, Religionszugehörigkeit, Geschlecht, Alter, usw.)
3. Faire Bezahlung, mindestens entsprechend dem gesetzlichen Mindestlohn des jeweiligen
Landes
4. Geregelte Arbeitszeiten, mindestens entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes
5. Schutz der Beschäftigten hinsichtlich Arbeitssicherheit und Gesundheit
6. Keine Kinderarbeit, mindestens keine ausbeuterische Kinderarbeit
7. Besonderer Schutz von jugendlichen Arbeitnehmern
8. Keine prekären Arbeitsverhältnisse
9. Keine Zwangsarbeit, keine körperlichen Strafen
10. Schutz der Umwelt

Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Lieferanten daran, dass die Sozialstandards in Projekten oder Betrieben in BSCI-Risikoländern nachweislich eingehalten werden. Diesen Nachweis bringen Audits vor Ort durch unabhängige Fachleute oder unabhängige Zertifizierungen, welche mindestens die oben genannten Punkte abprüfen.

Aktuell anerkannte Zertifizierungen:
Ein Auditbericht durch einen unabhängigen Fachmann (Zugelassener Auditor mit Erfahrung im Bereich Soziales) kann die Zertifizierung ersetzen. Abstände dieser Audits müssen je nach Fall geklärt werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Es bestehen keine Investitionsvereinbarungen, die Menschenrechtsklauseln enthalten.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Der Produktionsstandort von Barnhouse befindet sich in Deutschland und stellt somit kein Risikoland gemäß amfori BCSI dar. Daher wurde auf eine Prüfung der menschenrechtlichen Folgeabschätzung verzichtet.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Die Einhaltung von Sozialstandards in der Lieferkette hat höchste Priorität. Daher werden vor Aufnahme eines neuen Lieferantens die Einhaltung des Barnhouse Kodex geprüft und bewertet. Ein Lieferant kann nur aufgenommen werden, wenn die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards gewährleistet werden.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Alle Lieferanten werden regelmäßig auf verschiedene Parameter geprüft. Soziale Aspekte darunter die Einhaltung der Menschenrechte sind wesentlicher Bestandteil dieser Prüfung.

Darüber hinaus werden die Herkunftsländer der Rohwaren gemäß BSCI-Risikoklassifizierung bewertet. Bei Rohwaren aus definierter Risikoherkunft soll eine geeignete Zertifizierung zum Nachweis der Nachhaltigkeitsgrundsätze von Barnhouse (entsprechend Barnhouse Policy Standards) bestätigt werden. Kann der Lieferant die Einhaltung der Policy nicht gewährleisten, wird nach einem alternativen Lieferanten gesucht. Gibt es keinen alternativen Lieferanten, werden Übergangsfristen mit einer maximalen Dauer von zwei Jahren zum Nachweis der Policy gewährt.

Verstoßen Rohwaren oder Lieferanten gegen die vereinbarten Spezifikationen oder die Barnhouse Policy, werden notwendige Sofortmaßnahmen sowie Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Dabei wird die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen überwacht. Bei schwerwiegenden oder häufigeren Verstößen gegen Qualitäts-, Umwelt- oder Sozialvorgaben ergreifen wir Konsequenzen bis hin zur Kündigung des Geschäftsverhältnisses.

Barnhouse bezieht seine Rohwaren nur von Lieferanten innerhalb Europas. Hier sind keine bisher keine Menschenrechtsverletzungen bekannt. Über die Forderung von Sozialzertifizierungen in der Wertschöpfungskette werden soziale Risiken minimiert und von unabhängigen Auditoren geprüft. 

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Als Hersteller von Bio-Produkten liegt uns die Förderung des Ökoanbaus in unserer Region ganz besonders am Herzen. Durch den langfristig ausgelegten Bezug von Hafer und Dinkel von Bio-Landwirten aus der Region (Umkreis max. 100 km) unterstützen wir Öko-Landwirtschaft und motivieren konventionelle Betriebe zur Umstellung. Damit engagieren wir uns für aktiven Umwelt- und Naturschutz in der Region und unterstützen die regionale Wertschöpfung. Auch die Verarbeitung des Getreides erfolgt in einer Mühle im Mühldorf am Inn. Die enge Partnerschaft mit unseren Landwirten macht Aktivitäten möglich, die über eine herkömmliche Lieferbeziehung hinausgehen. Gemeinsam mit unseren Barnhouse Bäuerinnen und Bauern entwickeln wir Anbaumethoden weiter, setzen Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt um und unterstützen bei der Verbesserung der Bodenqualität und dem Humusaufbau. Wir bringen uns aktiv in die Aktivitäten der Ökomodellregion Mühldorfer Land ein. Weiterhin unterstützen wir lokale Kulturveranstaltungen (Mühldorfer Musiknacht, Mühldorfer Kultursommer) und Sportangebote (Kinder-Fußballcamp).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Aus wettbewerbsrelevanten Gründen berichtet Barnhouse zu diesem Leistungsindikator nicht.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Es erfolgt keine direkte Einflussnahme auf Politiker und/oder Parteien in Form von direkten oder indirekten Spenden. Ein direktes politisches Engagement findet nicht statt. Gleichwohl suchen wir natürlich im Rahmen unseres Geschäftsbetriebs und unserer Verbundenheit mit dem Standort Mühldorf das Gespräch und den Austausch mit der Kommunalpolitik, wenn dies aktuelle Belange erfordern.

Darüber hinaus ist Barnhouse Mitglied in folgenden Verbänden:
- Organic Procession and Trade Association Europe (OPTA)
- Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller e.V. (AÖL)
- Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V. (BNN)
- Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) - Naturkost Süd e.V.
und nimmt hierüber an der politischen Weiterbildung teil.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Barnhouse tätigt keine Parteispenden.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Verantwortung für das Thema Compliance liegt beim Geschäftsführer Martin Eras, welcher Jurist ist. Die Einhaltung und Kontrolle aller relevanten gesetzlichen Vorschriften werden durch die Führungskräfte in ihren jeweiligen Bereichen sowie durch unser integriertes Management-System verankert und sichergestellt. Zur Unterstützung haben wir bereits seit vielen Jahren Systeme wie IFS Food, Bio oder Fair Trade integriert. Die Einhaltung und Umsetzung der Systeme werden zudem durch externe Berater überprüft.
Aufgrund unserer überschaubaren Firmengröße, die flachen Hierarchien und die sehr vernetzte Zusammenarbeit herrscht in der täglichen Arbeit und in den Prozessen Transparenz. Damit ist eine wechselseitige Kontrollmöglichkeit, auch innerhalb der Hierarchien, für jeden Mitarbeiter stets gegeben. Wir minimieren das Risiko von Korruption und Bestechung durch den Einsatz eines Vier-Augen-Prinzips ist bei wichtigen Entscheidungen. Bei begründetem Verdacht auf Verstöße oder bei direkten Beobachtungen von Verstößen gegen geltendes Recht sind alle Beschäftigten aufgefordert, dies zu melden. Der direkte Vorgesetzte ist hierbei erster Ansprechpartner. Bei Barnhouse gibt es eine Ethikcharta, welche das Thema Compliance beinhaltet. Damit wollen wir gesetzkonformes Handeln sicherstellen und drohendem Imageschaden entgegenwirken. Ziel ist es, allen Mitarbeitern die Ethik-Charta zugänglich zu machen und sie hier auch zu schulen. 

Je nach Art und Schwere des Verstoßes gegen die Compliance Richtlinie oder andere interne oder externe Regeln können für die Beschäftigten erhebliche Folgen aus den Verfehlungen entstehen. Diese reichen von disziplinarischen Maßnahmen bis hin zu rechtlichen Konsequenzen und Schadensersatzansprüche seitens Barnhouse.
Alle relevanten Anforderungen an unsere Mitarbeiter werden in Schulungen bindend vermittelt.

Unsere Ethik-Charta umfasst verbindliche Regeln für alle Mitarbeiter im Unternehmen, darunter auch gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten. Die Ethik-Charta ist unter folgendem Link einsehbar
https://barnhouse.de/wp-content/uploads/2021/08/Ethik-Charta_August_2021.pdf

Wir sehen keine Risiken, die sich aus unserer Geschäftstätigkeit, unseren Geschäftsbeziehungen oder unseren Produkten ergeben und negative Auswirkungen auf die Bekämpfung von Korruption und Bestechung haben könnten. Dies liegt zum einen daran, dass der Firmenstandort in Deutschland liegt, zum anderen an der kleinen Firmenstruktur mit flachen Hierarchien.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Für das Jahr 2020 wurden keine Korruptionsrisiken geprüft aufgrund des Standortes in Deutschland und der kleinen Firmengröße.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Für das Jahr 2020 liegen keine Korruptionsvorfälle vor.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Für das Jahr 2020 wurden keine Bußgelder gegen Barnhouse wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften verhängt.