14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Ramboll kreiert seine Wertschöpfung durch seine Mitarbeitenden. Entsprechend sind wir bestrebt, unseren Mitarbeitenden eine Plattform zur Verfügung zu stellen, dass sie die hohen Erwartungen unserer Kunden erfüllen können. Dazu positioniert sich Ramboll als verantwortungsvoller Arbeitgeber, mit dem Ziel, für unsere Mitarbeitenden ein sicheres, diverses wie inklusives sowie kreatives Arbeitsumfeld zu schaffen. Geprägt ist dieses Umfeld durch eine hohe Mitarbeitenden-Zufriedenheit, Inklusivität sowie eine ausgewogene Work-Life Balance.
Gesetzliche Grundlagen dienen uns hierbei als Ausgangsbasis. Dabei werden internationale Rahmenwerke ebenso berücksichtigt wie die geltenden Europäischen und nationale Vorschriften.
Ramboll verpflichtet sich außerdem, die Menschenrechte gemäß den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte zu respektieren. Ferner werden die Anforderungen gemäß dem britischen Modern Slavery Act und dem Prevention of Sexual Harassment of Women at Workplace Act befolgt.
Weiterhin setzt sich Ramboll verstärkt für den Arbeits- und Gesundheitsschutz ein. Um den Arbeits- und Gesundheitsschutz gezielt zu adressieren, wurde ein globales Health, Safety and Security (HSS) Managementsystem eingeführt. Im Zuge dieses Managementsystems werden die Arbeitsplatzrisiken für unsere Mitarbeitenden individuell ermittelt und in Risikogruppen unterteilt. Gemäß den Anforderungen der Risikogruppen durchlaufen die Mitarbeitenden gezielt solche Trainings, welche die hauptsächlichen Risiken für die einzelnen Gruppen adressieren.
Ein jährliches Ziel ist dabei die möglichst vollständige Teilnahem aller Mitarbeitenden an den HSS Training. Weiterhin wird das Berichtswesen für Unfälle systematisch erweitert, so dass auch Beinahe-Unfälle erfasst werden können. Dafür steht eine digitale App zur Verfügung, die jedem Mitarbeitenden kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Dies erlaubt uns, potenzielle Risiken noch umfassender zu analysieren und unser Trainingsangebot gezielt auszubauen.
Auf Basis der Trainings sowie dem verantwortungsvollen Handeln unser Mitarbeitenden konnte in 2019 eine Total Reportable Incident Rate (TRIR) von 1,37 und eine Lost Time Incident Rate (LTIR) von 0,76 erreicht werden.
Weitere Ziele in diesem Bereich wurden bislang noch nicht definiert, wobei Ramboll das Leitprinzip „Zero Harm“ verfolgt.

Wir tragen dazu bei, negative Auswirkungen auf die Menschenrechte abzumildern, indem wir unsere Auswirkungen bewerten, Mitarbeiter in Menschenrechtsrichtlinien und -verfahren schulen, die Menschenrechte von Mitarbeitern schützen, Kunden und Dritte beraten und uns bei Bedarf zu Wort melden.
Durch unsere Folgenabschätzungen und Due-Diligence-Verfahren haben wir die wichtigsten Menschenrechtsfragen identifiziert, denen Ramboll ausgesetzt ist:
Im Jahr 2019 konzentrierten wir uns auf die Umsetzung von Abhilfemaßnahmen auf der Grundlage einer Folgenabschätzung, die in unseren indischen Betrieben durchgeführt wurde. Zu diesen Maßnahmen gehörten die ISO-Zertifizierung des Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystems, verbesserte HR-Prozesse und Schulungen zum kulturellen Bewusstsein.
Eine Strategie liegt in diesem Bereich derzeit noch nicht vor, doch besteht eine Vielzahl von Policies in diesem Bereich, inklusive Employee Satisfaction and Engagement, Equal Gender, Freedom of Association, Internal Mobility, Introduction of Employees, Job Family, Non-Discrimination, Non-Harrassment and Non-Violence, Performance and Development Dialogue, Weapon Free Workplace und Work Councils.

Ramboll setzt verstärkt auf einen konstruktiven Dialog zwischen den Mitarbeitenden und den Managementfunktionen. Dieser Dialog soll durch Offenheit und gegenseitiges Vertrauen geprägt sein. Falls ein direkter Austausch nicht möglich ist, hat Ramboll zusätzliche Schnittstellen zum Austausch vorgesehen. Eine Schnittstelle ist dabei der Global Ramboll Works Council, welcher die Ansprüche unserer Mitarbeitenden direkt mit Vertretern des Managements diskutiert.
Über die Culture Crew hat Ramboll eine Plattform aus Arbeitnehmer*innen etabliert, die als Schnittstelle zum Management agieren. Eines der Fokusthemen bildet die Nachhaltigkeit, weshalb dieses vermehrt adressiert wird, sowohl an die weiteren Mitarbeitenden als auch in Richtung Management.
Zusätzlich bietet die offene Unternehmenskultur jedem Mitarbeitenden die Möglichkeit, direkt mit den zuständigen Stellen in Kontakt zu treten, Vorschläge zu unterbreiten und sich an diversen Prozessen zu beteiligen.

Ramboll in Deutschland legt den Fokus auf den nationalen Markt, ist als internationales Unternehmen aber auf allen Kontinenten direkt oder indirekt über Kolleg*innen vor Ort tätig. Dabei sind zunächst in allen Fällen die unternehmensweit geltenden, internationalen Standards zu berücksichtigen. Neben den gesetzlichen Vorgaben sind dies allen voran die UN Guiding Principles on Business and Human Rights zu achten. Wir richten uns weiterhin nach den Anforderungen gemäß dem britischen Modern Slavery Act und dem Prevention of Sexual Harassment of Women at Workplace Act.
Für die Arbeit in spezifischen Märkten und Ländern werden nationale Standards ergänzt.

Als globales Architektur-, Ingenieur- und Designunternehmen, das in risikoreichen Branchen wie dem Bau- und Bergbausektor und immer wieder in Ländern mit hohem Korruptionsrisiko tätig ist, ist es für Ramboll sehr wichtig, über ein robustes Anti-Korruptions-Managementsystem zu verfügen. Zu den Hauptrisiken für Korruption in der Geschäftstätigkeit gehören undurchsichtige Ausschreibungsprozesse, die Einholung öffentlicher Genehmigungen und Zulassungen sowie das Lieferkettenmanagement.



15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Wir bei Ramboll erachten Diversität und Chancengleichheit als essenziell für unseren Erfolg. Eine diverse Belegschaft, welche inklusiv zusammenarbeitet, kann die vielfältigen Anforderungen unserer Kunden besser bedienen und hilft unseren Mitarbeitenden ihren Horizont stetig zu erweitern. Weiterhin sind wir uns bewusst, dass diese Aspekte im Zuge der Arbeitgeberattraktivität zunehmend an Relevanz gewinnen.
Entsprechend setzt sich Ramboll zum Ziel, die Diversität sowie auch die Chancengleichheit stetig zu steigern. Dies schließt die Etablierung eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses über die gesamte Belegschaft sowie innerhalb der in Ramboll existierenden Job-Levels mit ein. Zudem wurde festgehalten, dass jedes Geschlecht in Führungspositionen proportional vertreten sein sollte, um den tatsächlichen Anteil an der allgemeinen Geschlechterverteilung im Unternehmen widerzuspiegeln.  Die Diversität in Bezug auf Geschlecht, Nationalität und Alter wird kontinuierlich erhoben.

Derzeit laufen zahlreiche Initiativen innerhalb Ramboll zur Verbesserung der Chancengleichheit und die Erreichung der entsprechenden Ziele. In der Folge werden ausgewählte Maßnahmen präsentiert.
Im Jahr 2019 wurden Schulungen für Führungskräfte eingeführt, um das Bewusstsein für Chancengleichheit zu stärken und die Auswirkungen unbewusster Voreingenommenheit zu diskutieren. Außerdem wurde erörtert, wie man die Eingliederung von Mitarbeitenden fördern kann, indem man die Voreingenommenheit in der alltäglichen Interaktion mildert. Darüber hinaus wurde eine Übersicht der Aktivitäten im Bereich Vielfalt und Integration sowie der entsprechenden Prioritäten und Herausforderungen innerhalb von Ramboll durchgeführt.
Um die Partizipation und Sichtbarkeit dieser Themen innerhalb der Belegschaft zu fördern werden zudem regelmäßig Equality, Diversity and Inclusion (EDI) Workshops durchgeführt. Dies geschieht auf Ebene der Geschäftsbereiche, so dass ein intensiver Austausch der Kollegen möglich ist. In diesen Workshop werden, neben generellen EDI-Themen und persönlichen Erfahrungen, konkrete Handlungsoptionen eruiert, welche anschließend in Rambolls Strategie integriert werden. Auf Management-Ebene wird die Förderung der Chancengleichheit durch Unterzeichnen des Staement of commitment to promoting Global Equality, Diversity and Inclusion (GEDI) ausgedrückt.

Im Jahr 2019 waren 561 Mitarbeitende bei Ramboll Deutschland beschäftigt. Die Geschlechterverteilung unter den Mitarbeitern in Ramboll Deutschland ist mit 44 Prozent weiblichen und 56 Prozent männlichen Mitarbeitenden bereits ausgewogen verteilt. 
Bei der Etablierung eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses über die gesamte Belegschaft konnte Ramboll in Deutschland ein Verhältnis von 44% Frauen zu 56% Männern aufweisen und das gesetzte Ziel nicht ganz erreichen. Im Bereich des oberen Managements (C-Level) beläuft sich der Frauenanteil auf 28% gegenüber 72% Männern. Auf der D-
Ebene ist der Frauenanteil mit 35% etwas höher, allerdings wird auch hier die Zielerreichung klar verfehlt.
Somit gilt es hier weitere Verbesserungen zu erzielen, welche mit den eingeleiteten Programmen und mit Hilfe der Schulungen erreicht werden sollen.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Ausbildung und Entwicklung unserer Mitarbeitenden sowie die Vermittlung von Wissen ist die Grundlage für den Erfolg von Ramboll. Entsprechend ist Ramboll sehr daran interessiert, seinen Mitarbeitenden langfristige Perspektiven sowie die Rahmenbedingungen für eine kontinuierliche Qualifizierung, Aus- und Weiterbildung zu bieten.
Eines unserer Zugpferde für die Ausbildung der Mitarbeitenden ist die Ramboll Academy. In dieser wird unseren Mitarbeitenden ein breites Angebot an Schulungen zur Verfügung gestellt. Dieses umfasst, neben verpflichtenden Schulungsmodulen, bspw. zu den Themen Arbeits- und Gesundheitsschutz oder Compliance, viele weitere Schulungen, sowohl für fachspezifische als auch übergeordneten Themen bis hin zu Soft-Skills.
Damit unsere Mitarbeitenden sich zusätzlich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen können, wurde ein Zugang zur UN Global Compact Academy eingerichtet. Hier können sich die Mitarbeitenden gezielt zu nachhaltigkeitsspezifischen Themen, wie Corporate Responsibility, Klimaschutz oder Chancengleichheit informieren. Für die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Mitarbeitenden werden im Performance & Development Process (PDP) sowohl berufliche als auch persönliche Entwicklungsmöglichkeiten eruiert. Dieser Prozess dient dazu die Erwartungen in Bezug auf erwartete Leistung(en) und Zielstellung(en) sowie persönliches Wachstum aufeinander abzustimmen und bietet eine wiederkehrende Gelegenheit, die Qualifizierung der Mitarbeiter zu stärken. Im Jahr 2019 nahmen 92% der Mitarbeitenden am PDP teil.

Konkrete übergeordnete Ziele bzgl. der Qualifizierung der Mitarbeitenden sind nicht festgelegt. Stattdessen werden im PDP individuelle Entwicklungsmöglichkeiten auf Basis von Kompetenz und Interessen vereinbart. Für jeden Mitarbeitenden steht hierzu ein fixes Budget zur Verfügung.

Ramboll bietet in Deutschland ein breites Spektrum an Dienstleistungen an. Um auch in wirtschaftlich Zukunft erfolgreich zu sein, werden die bestehenden Services kontinuierlich weiterentwickelt, basierend auf den Anforderungen der Kund*innen und der persönlichen Motivation der Mitarbeitenden. Zusätzlich werden gezielt erfahrene Expert*innen für bestimmte Themenbereiche ergänzt, um Themen zu erschließen und so zusätzliche Mitarbeitende zu qualifizieren. Über die vielfältigen Fortbildungsangebote und die verpflichtenden jährlichen Fortbildungen und Trainings im Rahmen der Ramboll Academy werden Risiken in Bezug auf Qualifizierung der Mitarbeitenden minimiert.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Die Total Reportable Incident Rate (TRIR) stellt alle arbeitsbezogenen Vorfälle im Verhältnis zur Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden dar (Todesfälle, Verletzungen, Krankheiten, die zu Bewusstseinsverlust, Arbeits- oder Bewegungseinschränkungen, dauerhafter Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz innerhalb des Unternehmens führen oder die irgendeine Art von medizinischer Behandlung erfordern, die über eine einfache Erste-Hilfe-Behandlung hinausgeht). Die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden ergibt sich aus unserem Zeiterfassungssystem. Vorfälle, die sich auf dem Arbeitsweg ereignet haben, fallen nicht in den Anwendungsbereich.

Die Lost Time Incident Rate (LTIR) stellt Vorfälle von arbeits-/arbeitsbedingten Verletzungen oder Krankheiten dar, die dazu führen, dass der Arbeitnehmer im Verhältnis zur Anzahl der Arbeitsstunden länger als einen Tag von der Arbeit abwesend ist. Die Gesamtzahl der Arbeitsstunden ergibt sich aus dem Zeitregistrierungssystem von Ramboll. Vorfälle, die sich auf dem Arbeitsweg ereignet haben, fallen nicht in den Anwendungsbereich. 

Die TRIR betrug 2019 1,57 und die LTIR 0,76. 

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Gesunde und sichere Arbeitsbedingungen Bedingungen ist ein zentrales Anliegen und strategische Priorität. Dies sichern wir durch unseres globales HSS-Managementsystem und durch den Ausbau der HSS-Organisation, Zentralisierung unserer Risikobewertung Verfahren, aufgabenspezifische 
Schulung der Mitarbeiter sowie die Definition von Projektmanagement und Prozesse und Verfahren zur Meldung von Verfahren. Wir werden unsere Mitarbeiter auch weiterhin mit entsprechenden Anleitungen, Sensibilisierungen und Schulungen zu diesen allgemeinen Themen versorgen. In 2019 wurde ein starker Fokus auf die Schulung der Mitarbeiter gelegt, einschließlich einer zentralen, globalen HSS-Kampagne und breitere Implementierung von Safety Moments. Darüber hinaus finden lokale Schulungen statt. 
Die bisherigen Bestrebungen werden aktuell in einem deutschlandweiten HSEQ-Managementsystem zusammengetragen. Im Kontext dieses Systems werden, gemeinsam mit den Mitarbeitenden, arbeitssicherheits- und gesundheitsrelevante Themen evaluiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Der Fortschritt zum HSEQ-System wird in der kommenden Berichtsperiode verdeutlicht.
 

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Informationen für 2019 sind nicht verfügbar. Die Ermittlung entsprechender Daten ist ein definierter Aktionspunkt für die folgenden Berichterstattung ab 2020. 
 

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Der Konzernvorstand setzte sich im Jahr 2019 aus zwei weiblichen und vier männlichen Vertretern, was ebenfalls dem Ziel entspricht, mindestens zwei Vertreter jedes Geschlechts im Konzernvorstandes zu haben. Die Geschlechterverteilung unter den Mitarbeitern bei Ramboll ist 34 Prozent weiblich und 66 Prozent männlich. Dies liegt über dem Branchendurchschnitt laut einer Peer's Benchmark Studie zur Geschlechtervielfalt im Jahr 2019. Die Geschlechterzusammensetzung auf Management Ebenen (A-, B-, C- und D-Ebene) hat sich im Jahr 2019 leicht verbessert. Die angestrebte Geschlechterverteilung wurde jedoch noch nicht erreicht. 

Alter unter 30 Jahren: Gesamt) 19% A) 0% B) 0% C) 0% D) 1% E) 8% F) 47% G) 38% andere) 17%
Alter zwischen 30-50: Gesamt) 56% A) 0% B) 28% C) 42% D) 59% E) 69% F) 45% Sonstige) 46%
Alter über 50: Gesamt) 25% A) 100% B) 72% C) 58% D) 41% E) 23% F) 8% G) 20% andere) 38%

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

In 2019 wurde kein Diskriminierungsvorfall berichtet. 

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Als verantwortungsvoller Arbeitgeber verpflichtet sich Ramboll, die Menschenrechte im Einklang mit den UN Guiding Principles on Business and Human Rights zu achten. Wir richten uns weiterhin nach den Anforderungen gemäß dem britischen Modern Slavery Act und dem Prevention of Sexual Harassment of Women at Workplace Act. Durch unsere Geschäftstätigkeit können wir potenziell negative Auswirkungen auf die Menschenrechte haben. Bei der Arbeit an Projekten könnte Ramboll durch unsere Geschäftsbeziehungen Menschenrechtsverletzungen verursachen, dazu beitragen oder damit in Verbindung gebracht werden. Wir tragen daher dazu bei, negative Auswirkungen auf die Menschenrechte zu verhindern, indem wir unsere Auswirkungen bewerten, Mitarbeitende in Menschenrechtsrichtlinien und -verfahren schulen, die Menschenrechte der Mitarbeitenden schützen, Kunden und Dritte beraten und uns bei Bedarf zu Wort melden.
Neben der Berücksichtigung der genannten Rahmenwerke wurden bislang keine Ziele für diesen Bereich festgelegt. Hier möchte Ramboll Deutschland zunächst auf nationaler Ebene tätig werden und sich an den Vorgaben des geplanten Lieferkettengesetzes orientieren.

Menschenrechte sind in viele HR-, Project Excellence- und Compliance-Richtlinien und -Verfahren integriert, die kontinuierlich überwacht und verbessert werden. Durch unsere Folgenabschätzungen und Due-Diligence-Verfahren haben wir die wichtigsten Menschenrechtsprobleme identifiziert, denen Ramboll ausgesetzt ist:

Im Jahr 2019 konzentrierten wir uns auf die Einbettung von Ramboll Deutschland in das globale HSEQ-Managementsystem, Verbesserung der HR-Prozesse und der Schaffung eines größeren kulturellen Bewusstseins.  

Lieferanten, Subunternehmen und Geschäftspartner müssen sich mit Vertragsunterzeichnung dazu verpflichten, den von Ramboll entwickelten Verhaltenskodex für Geschäftspartner (Business Associate Code of Conduct) zu befolgen. Dies soll ein verantwortungsvolles und proaktives Handeln sicherstellen, um negative soziale, ökologische oder wirtschaftliche Auswirkungen zu mindern. Darüber hinaus fordert Ramboll eine Dokumentation der Leistungen in den Bereichen Soziales, Umwelt und Korruptionsbekämpfung an und bemüht sich um einen konstruktiven Dialog mit Zulieferern und Geschäftspartner.

Bislang wurden noch keine Ziele definiert, weshalb noch nicht berichtet werden kann.

Leider ist es uns nicht möglich, die Gesamtzahl an Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden, zu nennen. Mit der verpflichtenden Unterzeichnung des Verhaltenskodex für Geschäftspartner und der im Zuge dessen bereitgestellten  Informationen gibt Ramboll seine Anforderungen direkt weiter. Eine Überprüfung der Einhaltung ist aufgrund der damit verbundenen Aufwände bislang nicht erfolgt. Da vor allem mit lokalen Lieferanten zusammengearbeitet wird und die Lieferkette, wie beschrieben, relativ simpel ist, wird von geringen Risiken ausgegangen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Lieferanten, Subunternehmen und Geschäftspartner müssen sich mit Vertragsunterzeichnung dazu verpflichten, den von Ramboll entwickelten Verhaltenskodex für Geschäftspartner (Business Associate Code of Conduct) zu befolgen. Dies soll ein verantwortungsvolles und proaktives Handeln sicherstellen, um negative soziale, ökologische oder wirtschaftliche Auswirkungen zu mindern. Darüber hinaus fordert Ramboll eine Dokumentation der Leistungen in den Bereichen Soziales, Umwelt und Korruptionsbekämpfung an und bemüht sich um einen konstruktiven Dialog mit Zulieferern und Geschäftspartner. 
Im Berichtsjahr vereinbarte Ramboll keine signifikanten Investitionsvorhaben, die menschenrechtliche Aspekte tangierten.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Ramboll verpflichtet sich zur Achtung der Menschenrechte in Übereinstimmung mit den UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Wir befolgen auch die Anforderungen in Übereinstimmung mit dem UK Modern Slavery Act und dem Women at Workplace Act zur Prävention von sexueller Belästigung von Frauen am Arbeitsplatz.  

Menschenrechte sind unsere HR-, Project Excellence- und Compliance-Richtlinien und -Verfahren integriert und werden kontinuierlich überwacht und verbessert. Durch unsere Folgenabschätzungen und
Due-Diligence-Verfahren haben wir die für Ramboll wichtigsten Menschenrechtsfragen identifiziert. 

In 2019 waren 22% (2 von 9 Ramboll Regionen) Bestandteil einer Prüfung der Einhaltung der Menschenrechte. 33% (3 von 9 Ramboll-Regionen) haben lokale Programme zur Einbindung der Gemeinschaft umgesetzt. Lokale Betriebsräte sind obligatorisch für alle Geschäftseinheiten gemäß der Betriebsratspolitik.
 

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Wir bitten unsere Lieferanten, sich zu unserem Verhaltenskodex für Geschäftspartner zu verpflichten, um sicherzustellen, dass wir nur mit sozial und ökologisch verantwortungsvoll wirtschaftenden Partnern kooperieren. Im Jahr 2019 haben 672 Lieferanten unseren Kodex unterzeichnet, was einem Anstieg von 3,6 Prozent im Vergleich zu 2018 bedeutet. 49 Prozent aller unserer Lieferanten haben unseren Business Associate Code unterzeichnet, was eine Verbesserung von 8,1 Prozent im Vergleich zu 2018 bedeutet. Wir sind bestrebt, in einen konstruktiven Dialog mit unseren Lieferanten zu treten und 
verlangen eine Dokumentation der sozialen, Umwelt- und Anti-Korruptions Maßnahmen und Leistung. 

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Unsere Maßnahmen zur Ermittlung von sozialen Auswirkungen in unseren Lieferkette werden ab dem Geschäftsjahr 2020 auf Grundlage des o.g. Verhaltenskodex und einem verbesserten Procurement und Qualifizierungsprozess ausgeweitet.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Ramboll ist ein Unternehmen mit starkem Nachhaltigkeitsfokus. Entsprechend nehmen unsere Mitarbeitenden in der Gesellschaft eine Rolle ein, durch welche die Umsetzung der Sustainable Development Goals durch jeden Mitarbeitenden sowohl aktiv als auch passiv vorangetrieben wird. Entsprechend wollen wir den Umsatz solcher Dienstleistungen, welche die SDGs aktiv unterstützen, zunehmend steigern.
Als global agierendes Unternehmen, ist es uns wichtig, auch einen globalen Beitrag für das Gemeinwesen zu leisten. Dazu sind unsere Mitarbeitenden, über Ramboll Deutschland hinaus, an verschiedenen sozialen Projekten weltweit beteiligt. Auf lokaler Ebene fördern wir neben unserer Projektarbeit aktiv den Austausch mit lokalen Gemeinschaften. Konkret erhalten alle Mitarbeitenden Unterstützung bei der Aufnahme ehrenamtlicher Tätigkeiten, bspw. durch Freistellung von der Arbeit.   Förderprojekte laufen allen voran über die Ramboll Foundation. Gemäß der Satzung gewährt die Ramboll-Stiftung finanzielle Unterstützung in den folgenden drei Bereichen: Im Jahr 2019 wurden durch diese 15 Millionen DKK an Fördergeldern an verschiedene Projekte aus den Bereichen Forschung, Bildung, Innovation, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und humanitäre Arbeit vergeben.
In Deutschland wurden keine Spenden oder Fördergelder verteilt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Informationen zu unserem unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlicher Wert sind in unserem Jahresbericht 2019 ab Seite 50 veröffentlicht.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Politische Beiträge und Spenden sind gemäß Rambolls Gruppenrichtlinie - Korruptionsbekämpfung - nicht erlaubt. Aber manchmal gibt es Situationen, in denen es nicht ganz einfach ist, festzustellen, ob eine Spende in Ordnung ist oder nicht - und sogar, ob sie politisch ist oder nicht. Unter den falschen Umständen oder zum falschen Zeitpunkt könnte eine Spende als Beeinflussung der Entscheidungsfindung und als Erzielung unangemessener Vorteile - ob politisch oder nicht - wahrgenommen werden. Im Zweifelsfall werden Spenden bzw. Organisationen, welche Spenden erhalten könnten, gemeinsam mit Vertretern von Ramboll Group Compliance eruiert. Generell ist Ramboll als unabhängiges Beratungsunternehmen nicht an Gesetzgebungsverfahren involviert oder beeinflusst diese. Dies galt auch für den Berichtszeitraum.

Um die Marke Ramboll in Deutschland weiter zu etablieren und unseren nachhaltigen Dienstleistungen maximale Sichtbarkeit zu verleihen ist Ramboll partnerschaftlich mit verschiedenen Organisationen verknüpft. Solche Partnerschaften dienen einzig der Verknüpfung und dem Austausch mit unseren Partnern und Kunden. Eine Einflussnahme auf die öffentliche Meinungsbildung, bspw. durch aktive Mitgliedschaft in Branchenverbänden, findet nicht statt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

In 2019 wurden keine Parteispenden geleistet.   

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Ramboll nimmt eine proaktive, Null-Toleranz-Haltung gegenüber Korruption und Bestechung sowie wettbewerbswidrigem, kartell- und monopolfeindlichem Verhalten, wie Preisabsprachen und Kartellen ein. Dies beinhaltet die Einhaltung von Antikorruptionsgesetzen sowie die Befolgung örtlicher Gesetze. Bei der Entwicklung des globalen Compliance-Programms und weiteren Bemühungen, werden die Richtlinien der UKBA- und FCPA-Gesetzgebung sowie Standards für Anti-Korruptions-Managementsysteme wie ISO 19600 und ISO 37001 und die OECD-Richtlinien zur Korruptionsbekämpfung angewendet. Dabei werden Korruptions- und Bestechungsrisiken im gesamten Unternehmen und an allen Betriebsstätten kontinuierlich bewertet. Dies ist ein integrierter Bestandteil des Enterprise Risk Management-Prozesses von Ramboll.
Um Compliance-Risiken in der Geschäftstätigkeit zu identifizieren und zu bewerten, wurde das sog. Global Project Integration Tool (PI-Tool) entwickelt. Wenn dort Compliance-Risiken angezeigt werden, wird die Group Compliance eingeschaltet, um eine Risikobewertung durchzuführen und Maßnahmen zur Risikominderung zu empfehlen, die im Rahmen des Projektmanagements umzusetzen sind. Im Laufe des Jahres 2019 waren einige der Hauptanstrengungen darauf ausgerichtet, die Unterstützung von Projekten in Bezug auf Einhaltungsrisiken zu verstärken und die bestehenden Kontrollen in Projektmanagement-Tools kontinuierlich zu verbessern.
Darüber hinaus besteht ein Verfahren für die Durchführung von Risikobewertungen zur Einhaltung von Vorschriften bei Geschäftspartnern.
Um den Risiken im Zusammenhang mit Sponsoring und Spenden zu begegnen, wurde eine globale Sponsoring- und Spendenrichtlinie entwickelt, die seit 2020 umgesetzt wird.
Für alle neuen Mitarbeitenden wurden Onboarding-Videos zu den Themen Compliance und Korruptionsbekämpfung entwickelt. Im Jahr 2019 haben 95% der Mitarbeitenden von Ramboll Deutschland ein Anti-Korruptionstraining absolviert. Für alle Mitarbeitenden steht eine anonyme Whistleblower Funktion zur Verfügung, um unter anderem mögliche Fälle von Korruption oder Bestechung zu melden.

Die Überprüfung der Umsetzung erfolgt kontinuierlich über die oben beschriebenen Programme sowie jährlich im Zuge der Erstellung des Geschäftsberichtes. Konkret wird der Abschluss der Compliance Schulungen für alle Mitarbeitenden in die persönlichen Ziele mitaufgenommen, für deren Erreichung die jeweiligen Vorgesetzten verantwortlich sind.  Zudem werden Compliance Bedenken gesammelt und einzeln analysiert sowie in ihrer Gesamtheit interpretiert.

Das globale Compliance-Programm von Ramboll wird von der Compliance-Organisation konzipiert und umgesetzt. Zusätzlich wird eine neue Charta für die Compliance-Funktion der Gruppe herausgegeben, in der die Compliance-Governance und das Mandat von Ramboll beschrieben werden. Als Teil der Sicherung einer ausgereiften Compliance-Organisation haben wir uns auf eine neue regionale Compliance-Governance bei Ramboll vorbereitet, die im Jahr 2020 in Kraft getreten ist.

Das eingeführte Anti-Korruptions-Management-System baut auf fünf strategischen Bausteinen auf, die das Globale Compliance-Programm abdecken:
Diese Bausteine treiben die Umsetzung der Korruptionsbekämpfung durch ein starkes Engagement der obersten Führungsebene, betriebliche Kontrollen, kontinuierliche Schulung des Managements und Mitarbeiter in unserer Anti-Korruptionspolitik und der Sorgfaltspflicht von Geschäftspartnern. Darüber hinaus wurden Beschwerdemechanismen eingerichtet, die es den Mitarbeitenden und externen Interessengruppen ermöglichen, Bedenken wegen Fehlverhaltens vorzubringen.

Das übergeordnete Ziel der Null-Toleranz Strategie ist die kontinuierliche Minimierung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption, um bis 2020 in den jeweiligen Industrien führend in der Korruptionsbekämpfung zu sein. Um dies zu erreichen wurden für das Jahr 2020 folgende Maßnahmen festgelegt:
Die wichtigste Kennzahl in diesem Bereich bildet die Anzahl der gemeldeten Compliance Bedenken inklusive Whistleblower. Im Jahr 2019 wurden in der gesamten Ramboll Gruppe der Global-Compliance-Organisation 159 Compliance-Bedenken gemeldet, darunter auch Whistleblower. Dies ist ein Anstieg gegenüber der 2018 gemeldeten Zahl (82). Diese Entwicklung wird als Ergebnis reifer Compliance-Aktivitäten und als Zeichen einer gesunden Offenlegungskultur im Einklang mit internationalen Maßstäben gewertet. Nach der Untersuchung der Berichte wurden 70 (44%) als begründet betrachtet (gegenüber 47 Fälle / 57% im Jahr 2018), und es wurden geeignete Maßnahmen zur Milderung der Folgen ergriffen.  Im Laufe des Jahres 2019 wurden zudem die internen Untersuchungsverfahren verbessert, was bedeutet, dass ab 2020 eine neue Risikoklassifizierung für Einhaltungsbelange eingeführt wird, um eine verbesserte Steuerung der internen Handhabung zu gewährleisten.
Konkrete Zahlen für Ramboll Deutschland liegen zum aktuellen Zeitpunkt nicht vor, sind jedoch durch das globale Compliance-Management berücksichtigt.

Als globales Architektur-, Ingenieur- und Designunternehmen, das in risikoreichen Branchen wie dem Bau- und Bergbausektor und häufig in Ländern mit hohem Korruptionsrisiko tätig ist, ist es für Ramboll sehr wichtig, über ein robustes Anti-Korruptions-Managementsystem zu verfügen. Zu den Hauptrisiken für Korruption in der Geschäftstätigkeit gehören undurchsichtige Ausschreibungsprozesse, die Einholung öffentlicher Genehmigungen und Zulassungen sowie das Lieferkettenmanagement.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Korruptions- und Bestechungsrisiken werden von uns kontinuierlich bewertet. Die Korruptionsbekämpfung ist ein integrierter Bestandteil von Rambolls Unternehmens-Risikomanagement-Prozesses. Unsere größten Risiken liegen jedoch in unseren Projekten, und deshalb ist unser Global Projekt-Integrations-Tool (Pi-Tool) zur Identifizierung und Kennzeichnung von
Compliance-Risiken für Projekt Projektmanager bei der Bewertung von Projekten. Wenn Compliance-Risiken basierend auf den Eingaben der Projektmanagern, wird Group Compliance beteiligt, um eine Risikobewertung durchzuführen und empfiehlt Maßnahmen zur Risikominderung,  
Eine jährliche Überprüfung der Betriebsstätten bzgl. Korruptionsrisiken findet derzeit nicht statt.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Im Jahr 2019 wurden 159 Compliance-Bedenken an die Global Compliance Organisation gemeldet. Dies ist ein Anstieg gegenüber der Anzahl der Meldungen im Jahr 2018 von insgesamt 82 Fällen. Diese Entwicklung sehen wir als ein Ergebnis reifender Compliance Aktivitäten und als Zeichen einer gesunden speak-up-Kultur im Einklang mit internationalen Maßstäben. 70 (44 Prozent) der Meldungen wurden nach Untersuchungen als begründet eingestuft (im Vergleich zu 47 / 57 Prozent im
2018) und es wurden entsprechende Maßnahmen ergriffen. Aus Compliance-Bedenken lernen ist
für wichtig, um eine kontinuierliche Verbesserung von Richtlinien und Verfahren zu ermöglichen.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Hierzu liegen für das Jahr 2019 keine Informationen vor.