14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

F&W ist wie jedes deutsche Unternehmen zur Anwendung bzw. Einhaltung der zum Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerschutz erlassenen Arbeitsgesetze des Bundes verpflichtet (z. B. Arbeitsschutzgesetz, Kündigungsschutzgesetz, Teilzeit- und Befristungsgesetz, Elternzeitgesetz, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz etc.). Außerdem ist F&W als öffentliches Unternehmen in Hamburg an das Hamburgische Personalvertretungsgesetz gebunden.   

Die Rechte der Mitarbeitenden werden sowohl individuell also sowohl für jede und jeden Einzelnen beim Zugang zum Arbeitsverhältnis und bei dessen Durchführung als auch für das Kollektiv der Mitarbeitenden über die Mitarbeitendenvertretung im Unternehmen, den Personalrat, anerkannt, geachtet und gewahrt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können im Rahmen der Personalratswahl die Zusammensetzung des Personalrats bestimmen. Die damit verbundene Partizipation wird laufend gefördert. Der Personalrat informiert sich über den Wirtschaftsausschuss über die wirtschaftliche Entwicklung von F&W. Im Aufsichtsrat sind die Mitarbeitenden zur Wahrung ihrer Interessen und Rechte durch gewählte Mitglieder vertreten.   

Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit (AS) üben ihre Beratungsfunktion auf Basis des Arbeitsschutzgesetzes § 5 Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) aus. Die Besetzung der Stabsstelle AS beruht auf der Einsatzzeitenberechnung nach Deutscher Gesetzlicher Versicherung (DGUV), Vorschrift 2.   

Für den damit sichergestellten Standard ist daher aktuell keine weitere Optimierung und somit Zielsetzung erforderlich. Dementsprechend ist aktuell außerdem das Risiko einer Gefährdung der Arbeitnehmerrechte als marginal zu bewerten, da sämtliche Gesetze zum Schutze dieser Rechte eingehalten und durch das Risiko- und Compliancemanagement in ihrer Einhaltung geprüft werden.   

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) besteht aus mehreren Teilbereichen. Dazu gehören das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) und die betriebliche Suchtkrankenhilfe sowie Beratung in schwierigen Lebenslagen. Überdies umfasst das BGM diverse andere Themen, die sich mit der Gesundheit der Mitarbeitenden beschäftigen, zum Beispiel Schulungen und Arbeitspakete zur gesunden Führung und die „aktive Mittagspause“.   

Die Mitarbeitenden partizipieren am Nachhaltigkeitsmanagement themenbezogen durch eine vielfältige Beteiligung von Mitarbeitenden aller Ebenen an Arbeitsgruppen, Lenkungsgruppen und einem umfangreichen Besprechungswesen. Außerdem wird Mitarbeitendenvertretungen (Personalrat sowie Vertrauensperson der Schwerbehinderten Menschen) stets frühzeitig bei Themen einbezogen, die für das Nachhaltigkeitsmanagement essentiell sind. Hierdurch ist eine mittelbare Vertretung aller Mitarbeitendeninteressen sichergestellt. Ein monetärer Anreiz existiert bis dato nicht.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Chancengerechtigkeit und Vielfalt
F&W hat mit Blick auf die Vielfalt seiner Klientinnen und Klienten bzw. Bewohnerinnen und Bewohner ein besonderes Interesse an der Vielfalt unter den Mitarbeitenden und deren Sensibilisierung für verschiedene Dimensionen von Diversität und Diskriminierung. Bei Neueinstellungen für entsprechende Positionen wird unter anderem auf interkulturelle Kompetenz und Mehrsprachigkeit geachtet. Diverse Fortbildungen thematisieren die besonderen Perspektiven und Bedarfe unterschiedlicher Personengruppen unter den Klientinnen und Klienten sowie Bewohnerinnen und Bewohnern und sensibilisieren für den eigenen Blick. Beschwerden dieser Personengruppen werden ernst genommen und nachverfolgt. Teams können bei Bedarf externe Supervision in Anspruch nehmen.   

In Bezug auf das Personal hat F&W erfolgreich das Ziel erreicht, Unterrepräsentanzen in den verschiedenen Führungsebenen auszugleichen sowie Frauen und Männern gleichermaßen Chancen in geschlechterspezifischen Berufen zu geben  (siehe dazu auch die Quoten unter dem Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität). F&W setzt sich für personelle Vielfalt und gegen Diskriminierungen am Arbeitsplatz ein. Da das gesetzte Ziel des Ausgleichs der Unterrepräsentanzen erreicht ist, gilt es nun, als aktuelles Ziel, diesen Stand aufrecht zu erhalten.  
Der Ausgleich der Unterrepräsentanzen wird mit den folgenden Maßnahmen gesichert:   
Für weitere Aspekte zum Thema Chancengleichheit vgl. Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität   

Für Geflüchtete, die bei F&W ein Dach über dem Kopf haben, gibt es ein vierstufiges Unterbringungssystem. Jede Stufe ermöglicht Integrationsschritte. Geflüchtete werden so im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf das Ziel vorbereitet, eine Wohnung anzumieten und sich die Gepflogenheiten in Mehrfamilienhäusern anzueignen. Die folgenden vier Stufen stellen Unterbringungsformen dar:   
  1. Ankunftszentrum
  2. Erstaufnahme
  3. Wohnunterkunft
  4. Unterkunft mit Perspektive Wohnen   
Für obdachlose Menschen hat F&W spezielle Unterbringungsangebote, neben Übernachtungsstätten zum Beispiel Wohnprogramme für Frauen oder junge Erwachsene.   

Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen.

Hier bietet F&W verschiedene Betreuungssysteme und Unterstützungsformen an: 
 
  1. Besondere Wohnformen
  2. Ambulante Unterstützungsangebote, z. B. in Wohngemeinschaften oder eigenem Wohnraum     
  3. Gruppenangebote und Begleitung in Begegnungsstätten
  4. Tagesstrukturierende Angebote und Arbeitsangebote   
Alle Angebote haben eine starke sozialräumliche Ausrichtung und sind in den Regionen gut vernetzt. Die sozialräumlichen Angebote sind stark ausdifferenziert und umfassen die Lebensbereiche nachbarschaftliche Begegnung, Bildung, Kunst und Kultur, Sport und Natur. Vielfältige Kooperationen mit externen Partnerinnen und Partnern und eine große Anzahl ehrenamtlich Engagierter sichern weiterführende Unterstützung, bringen Normalität in den Alltag der Klientinnen und Klienten und leisten einen großen Beitrag zur Inklusion.   

Verschiedene Qualitätszirkel, Besprechungs- und Beteiligungsgremien sichern die kontinuierliche themenbezogene Partizipation von Klientinnen und Klienten. In der Kommunikation wird einfache und auch Leichte Sprache eingesetzt.   

Chancengerechtigkeit und Arbeitsbedingungen
Frauen und Männer werden, bezogen auf Gehalt und Karrieremöglichkeiten, gleichberechtigt behandelt. F&W vergütet auf der Grundlage des TV-AVH. Dieser setzt auf gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit unabhängig von Geschlecht, Herkunft etc. Im Vordergrund stehen Qualifikation und Erfahrungen für die jeweilige Lohngruppe und Entwicklungsstufe. Der Zugang zu den zu besetzenden Stellen erfolgt immer unter gleichzeitiger Ermutigung des jeweils unterrepräsentierten Geschlechts bezogen auf Fachrichtung und Hierarchieebene.   

F&W bietet allen Kolleginnen und Kollegen die Inanspruchnahme von Elternzeit und auf Wunsch die Rückkehr an denselben Arbeitsplatz. Außerdem können Mitarbeitende in Elternzeit an Fortbildungen für den Wiedereinstieg teilnehmen und werden über interne Stellenausschreibungen via E-Mail benachrichtigt.   

Für bestimmte Lebensphasen kommen flexible Arbeitszeitmodelle zum Tragen. Deshalb werden betriebliche Anforderungen und die je nach Lebensabschnitt individuellen Wünsche aufeinander abgestimmt. Flexible Arbeitszeitregelungen mit Jahresarbeitszeitkonten unterstützen die individuelle Lebensgestaltung zwischen Arbeitszeit und Privatleben.   

Während der Covid-19-Pandemie wurde die Kernarbeitszeit bei Arbeit in Gleitzeit aufgehoben. Im Rahmen einer Not-Dienstvereinbarung wurde mobiles Arbeiten unter festgelegten Rahmenbedingungen ermöglicht, um den Pandemie-bedingten Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu begegnen.   

Wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, fallen bei F&W auch die Belange pflegender Angehöriger ins Gewicht. Eine Vielzahl von Mitarbeitenden stellt sich dieser zusätzlichen Herausforderung im Privatleben. F&W sensibilisiert Führungskräfte zum Thema „Pflegende Angehörige“, um über die Führungskräfte alle Mitarbeitenden in dieser schwierigen Lebenslage zu unterstützen. Mitarbeitende mit Familienangehörigen mit Pflegebedarf können eine Pflegezeit oder Familienpflegezeit nehmen. Darüber hinaus gibt es Unterstützung bei der Suche nach Beratung sowie Informationsveranstaltungen für betroffene Mitarbeitende.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Die Qualifizierung aller Mitarbeitenden wird durch ein umfangreiches, ständiges internes Weiterbildungsprogramm in Kooperation mit dem Zentrum für Aus- und Fortbildung der Stadt Hamburg (ZAF) sichergestellt. Dessen Angebote werden jährlich angepasst.  

Spezielle zusätzliche Angebote, die unternehmensintern bzw. in Kooperation mit Bildungsträgern konzipiert werden, sind im handwerklichen Bereich interne Zusatzqualifizierungen für ungelernte Handwerkende. Im Bereich der Klientinnen- und Klientenbetreuung wird zudem eine Qualifikation zum Sozialmanagement in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg konzipiert und durchgeführt.  

Risiken, die sich im Rahmen der Qualifizierung von Mitarbeitenden ergeben, können derzeit nicht vom Unternehmen identifiziert werden. Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens steht auf einer sehr soliden Basis, so dass zum jetzigen Stand oder auch künftig keine Risiken gesehen werden, die einen negativen Einfluss auf Qualifizierungsmaßnahmen hätten. Eine weiterreichende Zielsetzung ist hier obsolet, aber es gilt den bisherigen Status quo zu erhalten.  

Schulungen im Rahmen der Freiwilligenmitarbeit
Den Freiwilligen steht bei F&W ein exklusives und kostenloses Fortbildungsprogramm mit bis zu 15 Veranstaltungen pro Halbjahr zur Verfügung. Dabei finden sich folgende Themen wieder: Politisches Konzept der öffentlich-rechtlichen Unterkünfte, Integration und Inklusion oder Handwerkszeug für das Engagement. Die Referentinnen und Referenten sind überwiegend Mitarbeitende von F&W und vermitteln Hintergrundwissen mit hohem Praxisbezug. Seit Pandemiebeginn sind die Präsenzveranstaltungen ausgesetzt. Es wird geprüft, inwieweit  die Fortbildungen digital stattfinden können.  

Für Mitarbeitende, die freiwilliges Engagement an den Standorten organisieren, bietet F&W eine interne zweitägige Zentrum für Aus- und Fortbildung (ZAF)-Schulung „Freiwilliges Engagement: Entwicklungen, Chancen, Strategien“ an. Diese Schulung wird konzipiert und durchgeführt von der zentralen Freiwilligenkoordination. 2020 fand eine Veranstaltung statt, zwei Veranstaltungen sind für 2022 geplant. 
 
Ansprechpersonen für Freiwillige werden regelmäßig eingearbeitet. Das dabei eingesetzte Handbuch für die Zusammenarbeit mit Freiwilligen wird regelmäßig aktualisiert.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;   
Keine Todesfälle durch Arbeits- und Wegeunfälle.  

ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);   
Keine belastbaren Zahlen dazu vorhanden.

iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
Im Jahr 2020 ereigneten sich 34 meldepflichtige Arbeits- bzw. Wegeunfälle bei F&W (> 3 Tage AU).

iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
Auf Grundlage der Unfallanzeigen zählen folgende Verletzungsarten zu den wichtigsten: 
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden;  
Die Anzahl der gearbeiteten Stunden wird aufgrund des Arbeitszeitmodells überwiegend nicht erfasst. 

Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen;  
Hierzu werden keine Daten erfasst.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.
Die Beteiligung erfolgt nach dem Hamburgischen Personalvertretungsgesetz.  

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.
Laut § 11 ASiG verpflichtet sich der Arbeitgeber dazu, einen Arbeitsschutzausschuss (ASA) zu bilden, wenn er mehr als 20 Beschäftigte hat. Der Arbeitsschutzausschuss tagt vierteljährlich und setzt sich zusammen aus:   

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Aus- und Weiterbildungen werden bei F&W nicht nach Stundenzahl erfasst, sondern in Tagen. Eine Differenzierung der Anmeldungen nach Geschlecht wird nicht vorgenommen. Im Berichtszeitraum gab es 1.094 Anmeldungen zu 116 internen Maßnahmen. Davon entfielen 754 Anmeldungen/86 Maßnahmen an durchschnittlich 1,5 Tagen auf den F&W-Katalog des ZAF und 340 Anmeldungen/30 Maßnahmen an durchschnittlich 1,6 Tagen auf das hausinterne Führungskräfte-Entwicklungsprogramm.  

Zu Maßnahmen externer Anbieter/Bildungsträger lagen 417 Anmeldungen für 252 Maßnahmen vor. Die Dauer dieser Maßnahmen variiert stark; im Durchschnitt kann man von zwei Tagen pro Maßnahme ausgehen.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Bei F&W arbeiten zum Stichtag 31.12.2020 1.640 Mitarbeitende, 939 Frauen (57 %) und 701 Männer (43 %).                                      

Nach dem Führungspositionengesetz auf Bundesebene und dem Hamburg Corporate Governance Kodex auf Landesebene ist F&W dazu verpflichtet Frauenquoten für Führungspositionen festzulegen und nachzuhalten.   

F&W hat für die Gleichstellungsperiode 2016-2020 folgende Frauenquoten in den Führungsebenen beschlossen: Geschäftsführung (GF) 50%, Geschäftsbereichsleitung (GBL) 33% und Bereichsleitung (BL) 50%. Im Rückblick auf die Gleichstellungsperiode 2016-2020 und dem Status quo hat F&W in allen Ebenen die Frauenquote vollumfänglich erfüllt und sogar darüber hinaus Führungspositionen mit Frauen besetzt. Die Stellen der Geschäftsführungsebene sind aktuell männlich besetzt.      
Die Geschlechterverteilung auf den Führungsebenen stellt sich wie folgt dar:  

Tabelle 3: Geschlechterverteilung auf den Führungsebenen, Stand 29.10.2020
Führungsebene Gesamt Frauen Männer % Frauen % Männer
Obere Führungsebene 9 4 5 44 56
Mittlere Führungsebene 34 21 13 62 38
Untere Führungsebene 159 96 63 60 40
 
 Die Verteilung der Geschlechter auf den Führungsebenen in Abbildung 9 spiegelt zudem das Geschlechterverhältnis im Gesamtunternehmen ziemlich exakt wider.   

F&W hat zudem für die kommende Gleichstellungsperiode 2021-2024 beschlossen Frauen und Männern gleichberechtigt in Führungspositionen zu besetzen mit einer Frauenquote von 50%  in allen Ebenen (GF,GBL , BL). Der Beschluss tritt ab 1.1.2021 und bis Ende 2024 in Kraft.   

Zusätzlich wird jährlich die Altersstruktur der Mitarbeitenden bei F&W statistisch erhoben und sieht für 2019 wie folgt aus:    
 

Abbildung 9: Altersstruktur der Mitarbeitenden 2019

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Für die Bearbeitung von Diskriminierungsvorfällen sind immer auch die jeweiligen Führungskräfte zuständig. Zusätzlich erarbeitet F&W aktuell eine Dienstvereinbarung zu einer Beschwerdestelle nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungs-gesetz. Im Zuge dessen ist auch eine Dokumentation und Statistik von Beschwerdefällen vorgesehen.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Allgemein ist F&W an die Vorgaben zum Mindestlohn gebunden. Darüber hinaus gilt im Bereich der Bauleistungen die Bindung an die Tarife und Mindestlöhne sowie an die ILO-Kernarbeitsnormen. Für alle Klientinnen und Klienten gilt zudem das deutsche Grundgesetz sowie für die geflüchteten Klientinnen und Klienten das Ausländerrechtsowie für die Wohnungslosen das Gesetz zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (SOG).  
 
Zu den Aspekten Zielsetzung, Maßnahmen und Risiken kann in diesem Berichtsjahr noch keine nähere Angabe gemacht werden. F&W hält alle gesetzlichen Vorgaben ein und plant zusätzlich für die Jahre 2021 und 2022 einen Aufbau von F&W-eigenen Verpflichtungen und Maßnahmen im Bereich Menschenrechte, auch über den Bereich Beschaffung hinaus. Weiter soll eine konkrete Zielsetzung erarbeitet werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

F&W hält alle gesetzlichen Vorgaben ein, in Zukunft sollen F&W-eigene Verpflichtungen, Ziele und Maßnahmen zur Sicherung der Menschrechte, auch über das gesetzliche Mindestmaß hinaus, erarbeitet werden. Weiter sollen statistische Erhebungen dokumentiert werden. Zum aktuellen Zeitpunkt kann daher jedoch noch keine genaue Angabe zu diesem Aspekt gemacht werden.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

F&W hält alle gesetzlichen Vorgaben ein, in Zukunft sollen F&W-eigene Verpflichtungen, Ziele und Maßnahmen zur Sicherung der Menschrechte, auch über das gesetzliche Mindestmaß hinaus, erarbeitet werden. Weiter sollen statistische Erhebungen dokumentiert werden. Zum aktuellen Zeitpunkt kann daher jedoch noch keine genaue Angabe zu diesem Aspekt gemacht werden. Einziger Geschäftsstandort ist Deutschland.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

F&W hält alle gesetzlichen Vorgaben ein, in Zukunft sollen F&W-eigene Verpflichtungen, Ziele und Maßnahmen zur Sicherung der Menschrechte, auch über das gesetzliche Mindestmaß hinaus, erarbeitet werden. Weiter sollen statistische Erhebungen dokumentiert werden. Zum aktuellen Zeitpunkt kann daher jedoch noch keine genaue Angabe zu diesem Aspekt gemacht werden.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

F&W hält alle gesetzlichen Vorgaben ein, in Zukunft sollen F&W-eigene Verpflichtungen, Ziele und Maßnahmen zur Sicherung der Menschrechte, auch über das gesetzliche Mindestmaß hinaus, erarbeitet werden. Weiter sollen statistische Erhebungen dokumentiert werden. Zum aktuellen Zeitpunkt kann daher jedoch noch keine genaue Angabe zu diesem Aspekt gemacht werden.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Als soziales Dienstleistungsunternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg dient F&W satzungsgemäß dem Unternehmenszweck der sozialen Daseinsvorsorge. Durch seine Geschäftstätigkeit leistet es also einen großen Beitrag zum Gemeinwesen. Darüber hinaus tragen das Freiwilligenengagement sowie Aktivitäten und Maßnahmen zum friedlichen Zusammenleben von Einrichtungen und deren Nachbarschaften zum Gemeinwesen bei.  
 
Repräsentative oderselbstinitiierte Projekte von F&W mit Nutzen für das Gemeinwesen sind u. a. die folgenden:  

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Siehe Jahresabschlussbericht F&W zum 31.12.2020: https://www.foerdernundwohnen.de/fileadmin/user_upload/05_Unternehmen/00_Publikationen/2020_Jahresabschluss_final.pdf

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Bei F&W findet keine der genannten Tätigkeiten im Rahmen einer politischen Einflussnahme statt. F&W ist Anstalt öffentlichen Rechts und somit als Dienstleister der Exekutive nicht in der Rolle, politischen Einfluss zu nehmen.  


F&W ist Fördermitglied in dem Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e. V.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.
Es wurden keine Parteispenden geleistet.


b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.  
Entfällt.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Regelwerk- und richtlinienkonformes Verhalten wird bei F&W über verschiedene Pfade gesichert. Es finden regelmäßige Prüfungen durch die Innenrevision auf Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsprozesse statt. Diese Prüfungen werden durch die Geschäftsführung veranlasst, so beispielsweise zur Kassenprüfung. Die Vermeidung von Compliance-Vorfällen stellt ist das Zielim Bereich gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten bei F&W. Des Weiteren gibt es einen regelhaften Risikomanagementprozess nach der Delphi-Methode. Risiken werden dabei innerbetrieblich ermittelt, erfasst und von der erweiterten Geschäftsführung bis in den Aufsichtsrat referiert.  


Um Korruption vorzubeugen, gibt es eine Organisationverfügung zum  Umgang mit betrieblichem Eigentum sowie eine Regelung zur Annahme von Aufmerksamkeiten und Geschenken.  


Die Kontrollfunktion für erweiterte Fachthemen liegt bei den jeweiligen Stabsstellen: Arbeitsschutz, Brandschutz und Hygienemanagement führen regelhaft Begehungen durch, um die Einhaltung von Einrichtungs-/Arbeitsplatznahen Vorschriften zu überprüfen. Die Gleichstellungsbeauftragte wird einzelfallbezogen aktiv.  
 

Führungskräfte und Beschäftige bei F&W werden in Schulungen für den Arbeitsschutz sensibilisiert. Für die Korruptionsprävention sind Schulungen in Planung. Führungskräfte sind verpflichtet, für Tätigkeiten der Mitarbeitenden in ihrem Verantwortungsbereich Gefährdungsbeurteilungen vorzunehmen, zu dokumentieren und ggf. Maßnahmen zur Gefährdungsabwehr zu ergreifen. Dabei werden sie von der Stabsstelle Arbeitsschutz unterstützt und im Zuge von Revisionsprüfungen zu gesetzes- und richtlinienkonformem Verhalten aufgeklärt und sensibilisiert.  
 

Zu den externen Prüfungen zählt die jährliche Jahresabschlussprüfung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die vom Aufsichtsrat bestellt. Die Jahresabschlussprüfung wird jedes Jahr mit der Prüfung nach § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz (Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung) verbunden. Anlassbezogen finden Prüfungen des Rechnungshofes der FHH statt. Nicht zuletzt finden regelmäßig steuerliche Betriebsprüfungen sowie Sozialversicherungsprüfungen statt.  
 

Der Aufbau eines Compliance-Management-Systems, das die von der Senatskommission am 18.02.2020 beschlossene Rahmenrichtlinie Compliance adaptiert, befindet sich in Vorbereitung. Dessen Kernelemente werden die Benennung eines Compliance-Beauftragten von F&W, die Errichtung eines Compliance-Hinweisgebersystems, eine regelhafte Berichtserstattung gegenüber dem Aufsichtsrat und dem Compliance-Beauftragten der Stadt Hamburg sowie regelhafte Schulungen der Führungskräfte zur Korruptionsprävention bilden. In diesem Zuge werden außerdem die wesentlichen Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit von F&W in Bezug auf die Bekämpfung von Korruption ergeben, identifiziert.  
 

In diesem Zusammenhang erstellen die Stabsstellen des Integrierten Managementsystems aktuell ein Rechtskataster von F&W.  
 

Risikomanagement 
Im Rahmen des Risikomanagementsystems, das als Frühwarn- und Steuerungssystem fungiert, wird ein unternehmensweites Risikoinventar in fortgeschriebener Form geführt, das die Unternehmensrisiken vollständig erfasst sowie die Risikoauswirkungen, die Risikobewertung und die Risikosteuerung durch Hinterlegung von Maßnahmen dokumentiert. Die Risikoerhebung und -fortschreibung erfolgt in einem halbjährlichen Rhythmus. Für die bei F&W identifizierten bedeutendsten Risiken werden nach Abschluss des Erhebungsprozesses Maßnahmen- und Handlungsprioritäten vom Risikoausschuss festgelegt. Der Risikomanagementprozess wird in Art und Umfang kontinuierlich an die veränderten Bedarfe aufgrund von Kapazitäts- und Strukturveränderungen angepasst; zudem wurde der Prozess auf die besonderen Anforderungen durch die Corona-Pandemie zugeschnitten. Die Risikoquantifizierung wird methodisch fortlaufend weiterentwickelt.  
 

Die jährliche externe Risikoberichterstattung an den Träger FHH erfolgt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat. Die angemessene und wirksame Implementierung des internen Kontrollsystems wird regelmäßig durch die Interne Revision überprüft.  
 

Im Zuge des deutlichen Wachstums des Unternehmens in den Jahren 2015/2016 wurde 2017 ein Konzept zur Korruptionsprävention bei F&W implementiert. Die Korruptionsprävention wird vom Stabsbereich Risiko- und Compliance-Management wahrgenommen. Außerdem wurde ein Antikorruptionsbeauftragter als interne und externe Ansprechperson von der F&W-Geschäftsführung bestellt und ein Verhaltenskodex gegen Korruption erstellt. Das Konzept zur Korruptionsprävention umfasst auch Schulungsmaßnahmen für Mitarbeitende.
    

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.
Es wird nicht aktiv auf Korruptionsrisiken geprüft. F&W steuert diese passiv über Vorgaben anstatt über Einzelprüfungen sowie über ein Meldesystem mit Vorgaben, über das Verdachtsfälle gemeldet werden können.  
 

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden  
Im Zuge des Risikoinventars im Rahmen des Risikomanagements konnten keine erheblichen Korruptionsrisiken festgestellt werden.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.  
Keine


b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden. 
 
Keine  

 
c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden. 
Keine

 
d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren. 
Keine

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften
Keine

 
b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.  
F&W hat im Berichtsjahr keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt.

 
c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.  
Entfällt