14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Das UKE beschäftigt konzernweit über 14.000 Mitarbeitende und ist damit einer der größten Arbeitgeber in der Freien und Hansestadt Hamburg und der Region. Das Universitätsklinikum verfügt über keine internationalen Betriebsstätten und setzt seine Beschäftigten grundsätzlich nur im Hamburger Großraum ein. Soweit Beschäftigte im internationalen Kontext tätig werden, bleiben die nationalen Standards weiterhin verbindlich. Das UKE hält sich an alle geltenden Gesetze und Vorschriften. Nationale und internationale Standards der Arbeitnehmerrechte werden durch ein umfassendes, tarifvertragliches System sichergestellt – aktuell einzusehen auf den entsprechenden Internet- und Intranetseiten des UKE.

Das UKE regelt die Beschäftigungsverhältnisse mit Zulieferbetrieben und Dienstleistern auf vertraglicher Ebene über entsprechende Eigenerklärungen der Unternehmen über die Entsprechung zum Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Regelungen zum Mindestlohn und die Einhaltung von Mindestarbeitsbedingungen samt Verweis auf entsprechende Gesetzesvorlagen. Die Tariftreue wird bei Dienst- und Bauleistungen auch in Bezug auf Unterdienstleister abgefragt. Diese sind verpflichtet, den Tarifvertrag zu befolgen bzw. den gesetzlichen Anforderungen zum Mindestlohn zu entsprechen. Der Strategische Einkauf des UKE führt regelhaft stichprobenartig Lieferantenaudits durch. Teil dieser Audits ist die Überprüfung der Einhaltung von Sicherheits- und Umweltvorschriften, von Arbeitssicherheit (auch bei Unterlieferanten) und der Gehälter auf landestypischem Niveau.

Mitbestimmungspflichtige Änderungen, Standards und Verordnungen werden im UKE auf betrieblicher Ebene bei regelmäßigen Terminen mit den Beschäftigtenvertretungen (nicht-wissenschaftlicher und wissenschaftlicher Personalrat im UKE und Betriebsräten in den Tochtergesellschaften) besprochen, vereinbart und kontrolliert. Die jeweiligen sich daraus ergebenden Regelungen und Dienst-/Beriebsanweisungen sind für alle Beschäftigten einsehbar veröffentlicht. Ebenso sind über das Qualitätsmanagementsystem Prozesse und Regelungen für alle Beschäftigten im Intranet zur Einsicht bereitgestellt. Aktuelle Informationen erreichen die Mitarbeitenden in einem wöchentlichen E-Mail-Newsletter und werden im Intranet nachgehalten. Zudem findet viermal jährlich eine vom Vorstand geführte Infobörse statt, die die Möglichkeit für direkte Nachfragen bietet. Die Beschäftigtenvertretungen informieren ebenfalls regelmäßig über entsprechende Mitarbeitendenversammlungen und nutzen die digitalen Kommunikationswege des UKE.

Das UKE beteiligt seit 2010 alle Mitarbeitenden an der beschäftigtenorientierten Personalpolitik, welche unter der Bezeichnung ‚UKE INside‘ im Unternehmen gelebt wird. Die Ergebnisse, Angebote und Regelungen sind einzusehen auf der UKE-Karriereseite. Weitere ausführliche Angebote von UKE INside sind auch unter den Kriterien 15 und 16 zu finden.

In mehrjährigem Abstand findet die Mitarbeitendenbefragung ‚UKE PULS‘ statt, um ein Meinungsbild bezüglich Zusammenarbeit, Motivation, Führung, Diversity und Partizipation zu erhalten. Die nächste Befragung ist für das Frühjahr 2021 geplant.

Das UKE unterstützt die kreativen Ideen seiner Beschäftigten und ermöglicht ihnen daher im Rahmen des Vorschlagswesens ‚Mach-Mit‘ Verbesserungsvorschläge zu Abläufen in ihrem Arbeitsumfeld einzureichen und sich somit aktiv für mehr Nachhaltigkeit am UKE zu beteiligen. Weitere Prozesse im Sinne des Umweltschutzes werden zusätzlich gemeinsam mit der Belegschaft durch Kampagnen und Gewinnspielaktionen geplant.

Die Geschäftstätigkeit des UKE zielt auf die Besserung des Gesundheitszustands unserer Patienten, auf das Erzielen von Forschungsergebnissen und auf die Vermittlung von Wissen. Aus diesen Inhalten ergeben sich keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf Arbeitnehmerrechte.

Es gibt ein funktionierendes System zur Erfüllung der Anforderungen für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz. Zu dem System gehören die Betriebsärzte, die zentralen Fachkräfte für Arbeitssicherheit sowie die vor Ort tätigen Sicherheitsbeauftragten. Diese bilden jeweils den Arbeitssicherheitsausschuss für das UKE sowie für alle Tochterunternehmen.

Für sämtliche Aspekte dieses Kriteriums besteht bislang das generelle Ziel und der Anspruch einer kontinuierlichen Verbesserung. Im Jahr 2020 besteht hierfür aber noch kein umfassendes Kennzahlensystem mit konkreter Benennung von spezifischen Zeitpunkten für deren Erreichung. Die Bewertung der Möglichkeit zur Einführung eines geeigneten Kennzahlensystems ist für das Jahr 2021 geplant.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Das UKE weist mit seinen Beschäftigten und Studierenden eine Diversität auf, die eine unschätzbare Bereicherung für alle Strukturen und Bereiche im UKE darstellt. Vielfältigkeit ist Teil der Unternehmens- und Führungskultur und findet innerhalb des UKE Akzeptanz und Unterstützung. Dies spiegelt sich in sämtlichen Gremien, Einrichtungen und Gesellschaften des Unternehmens wider. Nicht zuletzt ist die Diversität ein zentraler Punkt der jährlichen Vorstandsziele.

Das Universitätsklinikum betrachtet die Vielfalt als Chance, die daraus gewonnenen Eindrücke, Erfahrungen und Emotionen in die Gestaltung von zielgruppengerechten und innovativen Handlungen einfließen zu lassen. Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung, körperliche Beeinträchtigung, ethnische oder soziale Herkunft sowie Religion stellen somit keine Schranken sondern Basis für die ausgezeichnete Arbeit in der Wissenschaft, Forschung und in der unmittelbaren Patientenversorgung dar.

Eine Kultur der Anerkennung und Offenheit zu schaffen und zu tragen, ist Aufgabe aller Beschäftigten und Studierenden im gesamten UKE. Gleichzeitig stellt das UKE seine Beschäftigten sowie deren Bedürfnisse ins Zentrum seiner Unternehmenspolitik. So ist es eine Selbstverständlichkeit, den Weg für Chancengerechtigkeit zu ebnen, um alle gleichermaßen in ihren Talenten zu fördern und entsprechend ihrer Kompetenzen zu beteiligen. Um kontinuierlich für das Thema Diversität und Chancengerechtigkeit zu sensibilisieren, wie auch die Entwicklung weiterer Themenkomplexe anzustoßen, sind übergreifend agierende Stellen im UKE eingerichtet worden: Um das Engagement für ein multikulturelles Miteinander zu unterstreichen, hat sich das UKE Ende 2013 zur Unterzeichnung der ‘Charta der Vielfalt‘ entschlossen. Diese Unternehmensinitiative drückt nicht nur die Vorstellung von Zusammenarbeit und Zusammenleben aus. Sie hilft auch, diese Grundwerte in unserer Gesellschaft zu fördern und zu verankern. Die aus der Charta entstandenen Ziele werden aus der Beschäftigtenperspektive u. a. im Rahmen von UKE INside weitergeführt. In berufsgruppen- und hierarchieübergreifenden Arbeitsgruppen werden die Themen in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Experten, Fachbereichen und Interessierten sowie mit dem Vorstand des UKE kontinuierlich weiterentwickelt, umgesetzt und evaluiert. Die drei Arbeitsgruppen, welche UKE INside vereint, bezwecken vielfältige Projekte, Angebote und Maßnahmen zu den Themen Gesundheitsmanagement, Führung und Qualifizierung sowie der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit. Die übergeordnete Arbeitsgruppe ‚Diversity‘ verfolgt gezielt die Themen der ‚Charta der Vielfalt‘. Ein Ergebnis dessen ist der jährliche durch die ‚Charta der Vielfalt‘ initiierte Diversity-Tag. Hier präsentiert sich das UKE seit einigen Jahren mit breit gefächerten Aktionen, um die Aufmerksamkeit bei den Mitarbeitenden zu schärfen.

Die Chancengerechtigkeit beginnt bereits in den Personalauswahlgesprächen, in welchen beispielsweise Geschlecht und Alter im Spiegel individueller Lebensbedürfnisse und Kompetenzen betrachtet werden. Die Nennung der Geschlechter in w/m/d wird bei Stellenausschreibungen berücksichtigt, es besteht jedoch weiterer Handlungsbedarf. Die Tarifverträge gewährleisten seit langem eine überwiegend gleiche Entlohnung bei gleicher Arbeit. Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Mitarbeitenden und Studierenden mit Kindern eine gleichberechtigte Chance zur Teilnahme an Forschung, Bildung und Medizin bieten, existieren bereits.

Es findet ein sukzessiver Wandel in allen Bereichen des UKE statt, wobei man sich des Mehrwertes flexibler Arbeitszeitgestaltung schrittweise bewusster wird. Nicht nur die Arbeitgebenden sind bereit, flexible Arbeitszeitmodelle anzubieten, auch das wertvolle Know-how und die Motivation von familiär gebundenen Kräften wird verstärkt wahrgenommen.

Mit vielfältigen Angeboten befriedigt das UKE den Bedarf an zeitlicher Flexibilität. Die Kita auf dem Campus verfügt über 160 Betreuungsplätze, ist von 5.30 bis 20 Uhr sowie an jedem ersten Wochenende im Monat geöffnet. Die Kita-Kommission vergibt Betreuungsplätze nach sozialen Kriterien an im Schichtdienst beschäftigtes Personal der Pflege und des ärztlichen Bereichs sowie an Studierende.

Die vom UKE organisierte Ferienbetreuung innerhalb der Hamburger Schulferien für Kinder von sechs bis zwölf Jahren wird stark nachgefragt. Die Kooperation ‚Omas Hilfsdienst‘ kann ebenfalls im Notfall zur individuellen Betreuung genutzt werden.

Weitere beispielhafte Angebote sind: Das Gleichstellungsteam für wissenschaftliches Personal und Studierende unterstützt die Karriereförderung von Nachwuchswissenschaftler:innen mittels unterschiedlicher Programme, bietet eine Anlaufstelle für Fragen rund um die Vereinbarkeit von Wissenschaft und/oder Studium und Familienverantwortung sowie Aspekte der Diversität.

Die Corona-Pandemie hat jede Einzelne und jeden Einzelnen vor neue Herausforderungen gestellt. Die Kinderbetreuung war und ist dabei eine tragende Säule zu deren Bewältigung. Die Gleichstellungsbeauftragten bieten diesbezüglich Beratung und Begleitung mit individueller Lösungsfindung an. Für Wissenschaftler:innen konnte über die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke ein Fond eingeworben werden, durch den pandemiebedingt verzögerte Publikationen mit Förderung von Personal- und/oder Sachmitteln fertig gestellt werden sollen (‚Close the Gap‘).

Die 5. Staffel des Rahel-Liebeschütz-Plaut-Mentoringprogramms für PostDoc Wissenschaftler:innen wie auch Kliniker:innen begann im Oktober 2020 mit dem Ziel, die Anzahl der Habilitandinnen zu erhöhen und durch die Berücksichtigung von Diversity-Dimensionen die Vielfalt des wissenschaftlichen Nachwuchses zu fördern.

Der Umgang mit Diversität sowie die daraus entstehenden Chancen sind Gegenstand von speziellen Seminarprogrammen der Akademie für Bildung und Karriere. Die Inhalte beziehen sich auf die Förderung der Gleichstellung für Frauen. Auch für Männer wird das Programm zur individuellen beruflichen und persönlichen Entwicklung seit Kurzem angeboten.

Weitere Informations- und Hilfsdienste für Beschäftigte und Studierende sind regelmäßige Schulungen, digitale Präventionsangebote, Anlaufstellen für sexuelle Belästigung und Gewalt und die AGG-Beschwerdestelle, welche vor dem Hintergrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes allen Beschäftigten das Recht einräumt, sich bei dieser Dienststelle zu beschweren.

Menschen mit einer Behinderung, erhalten individuelle Beratung durch die Inklusionsbeauftragte, um ihren Arbeitsplatz in Bezug auf Einschränkungen und Möglichkeiten sowie Erfahrungen gemeinsam mit der Führungskraft entsprechend anzupassen bzw. einen neuen zu eruieren.

Eine weitere Aufgabe ist es, gezielte Maßnahmen im Unternehmen hinsichtlich Barrierefreiheit umzusetzen und damit für behindertengerechte Erleichterungen im Arbeitsalltag zu sorgen. Beispielsweise wird die ständige Verbesserung der Barrierefreiheit bei jedem Um- und Neubau, im Rahmen der baulichen Möglichkeiten, angestrebt. Neben rollstuhlgerechten Wegen umfasst dies u. a. eine kontrastreiche optische Gestaltung. Ein Projektmanager Inklusion ist zudem seit ein paar Monaten damit betraut, gezielt Menschen mit Behinderungen für das UKE zu rekrutieren und ihnen einen ihrer Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz zu vermitteln.

Diskriminierung ist auch für das UKE in einer multikulturellen Großstadt wie der Freien und Hansestadt Hamburg ein wichtiges Thema. Durch die im Jahr 2020 eingesetzte Beauftragte für Migration, Integration und Anti-Rassismus finden im Moment viele Aktivitäten statt, um das Bewusstsein für diese Thematik zu steigern und die Mitarbeitenden zu sensibilisieren. Es ist z. B. geplant, Angebote und Fortbildungen zu Anti-Rassismus und Anti-Diskriminierung zu platzieren, um Chancengerechtigkeit in den unterschiedlichen Bereichen, vor allem bei der Personalauswahl, stärker zu verankern.

Die Beauftragte für Migration, Integration und Anti-Rassismus bietet eine Anlaufstelle für Betroffene von rassistischer Diskriminierung. In diesem Rahmen steht ein geschützter Raum zur Verfügung, in dem die Erfahrungen der Betroffenen gehört und ernst genommen werden. Darüber hinaus bietet die Beauftragte erste unterstützende und stärkende Interventionen an. Auf Wunsch erhalten die Betroffenen Unterstützung, ihre Anliegen mit in das Team oder zu Vorgesetzten zu nehmen und dort in den Dialog einzusteigen.

Im UKE besteht bereits ein breites Portfolio an Maßnahmen zur Förderung der Chancengerechtigkeit. Die Umsetzung und Anwendung unterliegt einer kontinuierlichen qualitativen und quantitativen Evaluation. Neben den projektbezogenen Auswertungen überwacht die in UKE INside angesiedelte Arbeitsgruppe Kennzahlen und Controlling die Aspekte Vereinbarkeit, Führung, Qualifizierung und Gesundheitsmanagement und kann so die Umsetzung für das UKE bewerten und weitere Handlungsfelder identifizieren.

Für die in diesem Kriterium benannten Zielsetzungen und Aufgabenstellungen gibt es bislang keine quantitativen Ziele. Für das Jahr 2021 ist geplant, zu bewerten, ob eine quantitive Erfassung von Maßnahmen und daraus abgeleitete zeitliche Vorgaben mit Entwicklung von Ergebnisvorgaben sinnvoll möglich ist.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Die Mitarbeitenden bilden durch ihr Wissen, ihre Einsatzkraft und ihre Erfahrung das Fundament des UKE. Deshalb ist es für den UKE-Konzern ein zentrales Ziel, die Mitarbeitenden zu fördern, zu unterstützen und auf die immer wieder neuen Herausforderungen vorzubereiten. Damit wird auf die sich wandelnde Gesellschaft, demografische Entwicklung und Veränderungen in der Arbeitswelt reagiert. 

Neben den 3.357 Studierenden in den bundesweit vielbeachteten Modulstudiengängen Human- und Zahnmedizin findet die Ausbildung in 16 Fächern von Pflege, über medizinische und naturwissenschaftliche, technische und handwerkliche Berufe bis zum kaufmännischen Bereich statt. Zudem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, an Praktika oder Förderprogrammen teilzunehmen.

An der UKE Akademie für Bildung und Karriere (ABK) besteht die Möglichkeit, einen international anerkannten Bachelor-Abschluss zu erwerben. Zu den Studiengängen, die teilweise in Kooperation mit der Nordakademie, Hochschule für Wirtschaft, angeboten werden, zählen: Die Vielzahl an Fort- und Weiterbildungsangeboten der ABK und entwickelt die berufserfahrenen Fachkräfte des UKE maßgeschneidert weiter und bildet Nachwuchs-Fachkräfte für das UKE aus. Der Qualifizierungsbedarf wird in verschiedenen Gesprächsformaten zwischen Führungskraft und Beschäftigten individuell ermittelt und dokumentiert.

Die Zahl der Ausbildungsplätze ergibt sich aus dem Bedarf des UKE an Nachwuchskräften (Fachkräftesicherung). Das Angebot an Fort- und Weiterbildungen entsteht auf Grundlage von Mitarbeitendenbefragungen, von informellen Befragungen der Organisationsbereiche und auf Grundlage der strategischen Ziele des UKE. In 2020 wurden wegen der Corona-Pandemie viele Angebote in digitaler Form angeboten und durchgeführt, jedoch war die Teilnahme an den Bildungsangeboten der ABK im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringer.

UKE INside setzt als beschäftigtenorientierte Personalpolitik in seiner Arbeitsgruppen-Struktur auf das Wohlbefinden und die Entwicklung der Mitarbeitenden. AG ‚Führung und Qualifizierung‘ steht für: AG ‚Gesundheit‘ steht für: AG ‚Balance, Beruf, Familie, Freizeit‘ steht für die Umsetzung und Weiterentwicklung einer altersgerechten Personalpolitik, besonders unter den Aspekten des Arbeitsortes, der Arbeitszeit, der Arbeitsorganisation, des Team- und Führungsverständnisses.

Gezielte Unterstützung zu Konfliktmanagement, Ruhestand, alternierender oder mobiler Telearbeit, Dienstplansicherheit usw. erfahren Mitarbeitende innerhalb der Strukturen der Unterarbeitsgruppen von UKE INside.

Um gesundheitseinschränkenden Risiken entgegenzuwirken und die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden zu erhalten, bietet der Betriebsärztliche Dienst unter dem Dach von UKE INside, mit Unterstützung weiterer Einrichtungen des UKE zahlreiche Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements an. Mitarbeitende werden mittels digitalem Newsletter oder auch im Intranet über die bestehenden Möglichkeiten informiert und können sich selbstständig dafür anmelden. In den jährlich stattfindenden Mitarbeitendengesprächen mit der Führungskraft können ebenso individuell Bedarfe ermittelt, gemeinsame Lösungen besprochen und dokumentiert werden. Zusammengefasst bietet das UKE in seiner breiten Struktur Beratung zu Resilienz, Ernährung, Sucht, Sportangebote und Gesundheitschecks an. Über die Mitarbeitendenangebote ‚Corporate Benefits‘ besteht eine Auswahl an ermäßigten Fitnessmöglichkeiten außerhalb des Arbeitsumfeldes.

Die psychosoziale Beratung und Suchtprävention im UKE schafft eine vertrauliche Beratung für Mitarbeitende und speziell für Führungskräfte zu beruflichen und privaten Problemen: Zum ganzheitlichen Ansatz des Arbeitsschutzes zählen auch arbeitsmedizinische Untersuchungen und Beratungen zur Gestaltung des Arbeitsplatzes (jährlich ca. 500) hinsichtlich Ergonomie und optischer Hilfsmittel, Fragen der Arbeitshygiene und individuellem Gehörschutz. Auch die Versorgung mit den gängigen Impfungen wie Hepatitis, Masern-Mumps-Röteln oder Influenza, wie auch vereinzelt eine Reise- und Tropenmedizinische Beratung für einen beruflichen Auslandsaufenthalt, auch im Rahmen von UKE INside als privates Serviceangebot zählen zur Versorgung.

Der Betriebsärztliche Dienst führt jährlich ca. 2.200 Beratungen von Schwangeren und Behinderten zur Wiedereingliederung nach langer Krankheit bezüglich Arbeits- und Gesundheitsschutz durch. Rückkehrer:innen wird im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements die Chance geboten, eine ihren Qualifikationen und Arbeitsmöglichkeiten entsprechende Stelle zu erhalten.

Im UKE wird weiter auf Digitalisierung gesetzt. Zum Beispiel wird bereits der überwiegende Teil der Prozesse im Einkauf und der Supply Chain papierlos durchgeführt. Sie erleichtert viele Arbeitsschritte, stellt aber auch neue Herausforderungen. Das UKE trägt mit seinen Fort- und Weiterbildungsprogrammen dafür Sorge, die Qualifikation der Beschäftigten den aktuellen Anforderungen entsprechend anzupassen. Es existiert bereits eine Vielzahl an E-Learning Programmen, z. B. für Pflichtfortbildungen. Auch die digitale Patientenakte gehört neben anderer medizinbasierter Software zum Alltag im UKE.

Die zentrale Zielsetzung bei der Förderung unserer Mitarbeitenden handhaben wir als kontinuierlichen Verbesserungsprozess in allen oben beschriebenen Aspekten und Bereichen. Hierzu gibt es derzeit keine über Kennzahlen darstellbaren Ziel- und Ergebisberichte. Für das Jahr 2021 ist geplant, für diesen Bereich zu prüfen, ob geeignete Kennzahlen mit zeitlicher Vorgabe zur Zielsteuerung entwickelt werden können.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

GRI SRS-403-9

a. Die Unfallstatistik wird im Jahresbericht der Arbeitssicherheit des UKE bereitgestellt.
  1. keine;
  2. keine;
  3. 441 (inkl. AKK);
  4. mechanische Verletzungen inkl. Wegeunfälle, Prellungen, Stich- und Schnittverletzungen und Kontaminationen;
  5. keine Angaben für UKE möglich l für AKK 1.076.496

b.  Hierzu liegen keine Daten vor.



GRI SRS-403-10

a. 
  1. 0
  2. 17
  3. Kontakt mit biologischen Arbeitsstoffen sowie physikalisch-chemischer Noxen beruhende Erkrankungen, Kontakt mit Infektionskrankheiten, auf mechanische Einwirkung beruhende Berufserkrankungen, psychosoziale Erkrankungen, Hautprobleme

b. Hierzu liegen keine Daten vor.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

a. Ausführliche Informationen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz finden die Mitarbeitenden auf den Intranet-Seiten des UKE unter den Rubriken Geschäftsbereich Sicherheit und Compliance, Betriebsärztlicher Dienst und UKE INside. Diese umfassen u. a. das Arbeitsschutzgesetz, Checklisten für Gefährdungsbeurteilungen und biologische Arbeitsstoffe, Hinweise zum Mutterschutz, Präventionsmaßnahmen und Check-up-Angebote sowie weitere Möglichkeiten zu einem gesunden Lebensstil. Bei neuen oder sich wiederholenden Angeboten erfolgt eine Mitteilung per E-Mail-Newsletter. Jeder Bereich verfügt über einen oder mehrere Sicherheitsbeauftragen, die speziell geschult werden. Zudem finden regelmäßige Sicherheitsbegehungen statt. Jedem Bereich ist eine Ansprechpartner:innen der Arbeitssicherheit (Geschäftsbereich Sicherheit und Compliance) zugeteilt. Zur Unterstützung der Führungskräfte steht ein E-Learning-Modul zur Verfügung. Weitere Arbeitssicherheitsschulungen werden durchgeführt für: Auszubildende, Führungskräfte - „Führungsschein“, neue Mitarbeitende während der Einführungstage, die Ausbildung der Hygienementor:innen und die Qualifizierung der Sicherheitsbeauftragten.

Jährlich finden ca. 2.200 Beratungen der Mitarbeitenden durch den Betriebsärztlichen Dienst zu Nadelstichverletzungen, Bildschirmarbeitsbrillen, Integration, Mutterschutz, Rehabilitationsmaßnahmen usw. statt.


b.  Es existiert ein Arbeitssicherheitsausschuss für das UKE sowie für alle Tochterunternehmen. Diese tauschen sich jeweils in vier regelhaften Veranstaltungen im Jahr aus. Der Vorsitz wird jeweils durch die Geschäftsführung gehalten. Weiterhin festgelegt sind die Teilnehmenden (Führungskräfte, Beauftragte, Schnittstellen), der Vorabversand von Einladungen und Tagesordnung, die Dokumentation über Protokoll und Anwesenheitslisten.

Seit 2010 entwickelt das UKE kontinuierlich ein ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement, das in die Aufbau- und Ablauforganisation des Unternehmens integriert ist und damit wesentlicher Bestandteil einer beschäftigtenorientierten Personalpolitik unter dem Dach von UKE INside.

Die AG ‚Gesundheit‘ als zentrales Gremium des UKE-Gesundheitsmanagements, unter Beteiligung des Betriebsärztlichen Dienstes, trifft sich viermal jährlich mit den dazugehörigen Projekten /Unterarbeitsgruppen (UAG):

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Im Jahr 2020 sind insgesamt 800 Stunden für alle Mitarbeitenden des UKE in Aus- und Weiterbildung geflossen. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten viele Angebote in digitaler Form angeboten und durchgeführt werden, jedoch war die Teilnahme an den Bildungsangeboten der Akademie für Bildung und Karriere im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringer.


Im UKE liegen für den Berichtszeitraum keine in geeigneter Form auswertbaren Daten nach Geschlecht und Angestelltenkategorie vor.


Altonaer Kinderkrankenhaus:

Dienstgruppe 2020
Ärztlicher Dienst 31
Pflegedienst 31
Med.-Technischer Dienst 4
Funktionsdienst 8
Technischer Dienst 1
Verwaltungsdienst 10
Sonderdienst 0
Personal Ausbildungsstätten 12
Krankenpflegeschüler 2

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

a. 
  1. Weiblich 50% und männlich 50%
  2. 30-50 Jahre: 25%; über 50 Jahre: 75%


b.
i.

Ärztinnen und Ärzte 2.063
Naturwissenschaftler/innen 1.008
Auszubildende 675
Labore & Untersuchung 1.348
Pflege und Therapie 4.225
Technik, Verwaltung, Betriebsdienste 4.241
Gesamt 13.560


ii.

unter 31 31,57%
31-40 26,26%
41-50 18,10%
über 50 24,07%


iii.

Im UKE wurde im Jahr 2020 eine Beauftragte für Migration, Integration und Anti-Rassismus eingesetzt. Diese Stelle entwickelt Strategien und Konzepte, um das Bewusstsein für diese Thematik zu steigern. Die Sensibilisierung soll ein stärkeres Problembewusstsein für das Thema Integration schaffen. Die gewünschten Kennzahlen werden erst entwickelt und konnten bisher nicht erhoben werden. Diversitätsdimensionen, insbesondere die Repräsentanz von Schwarzen Menschen und People of Color werden nicht erhoben. Die Bewertung wird im Rahmen einer noch laufenden Bestandsaufnahme erfolgen.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

a.  Im UKE wurde im Jahr 2020 eine Beauftragte für Migration, Integration und Anti-Rassismus eingesetzt. Diese Stelle ist gerade im Begriff, Strategien und Konzepte zu entwickeln und ein stärkeres Bewusstsein für das Thema Integration und Diskriminierung zu schaffen. Hier werden zukünftig auch die Kennzahlen erhoben werden, die momentan nicht konkret vorliegen.

Teilweise melden sich Betroffene von rassistischer Diskriminierung, teilweise aber auch Beobachtende, die sehr unterschiedliche Anliegen haben. Bei dem Thema ‚Anti-Rassismus‘ geht es im ersten Schritt darum, ein Problembewusstsein zu schaffen, das es ermöglicht, darüber ins Gespräch zu kommen. Eine Dokumentation oder statistische Erhebung wäre für diesen Zweck daher nicht zielführend.

An die AGG-Beschwerdestelle sind im Jahr 2020 insgesamt acht Fälle herangetragen worden, die eine Benachteiligung im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) zum Gegenstand hatten. Davon sind in 2020 sechs Fälle abgeschlossen worden. Zwei Fälle befinden sich noch im laufenden Verfahren.


b.  Die Beauftragte für Migration, Integration und Anti-Rassismus bietet eine Anlaufstelle für Betroffene von rassistischer Diskriminierung. In diesem Rahmen steht ein geschützter Raum zur Verfügung, in dem die Erfahrungen der Betroffenen gehört und ernst genommen werden. Darüber hinaus bietet die Beauftragte erste reflektierende und stärkende Interventionen an. Auf Wunsch erhalten die Betroffenen Unterstützung, ihre Anliegen mit in das Team oder zu Vorgesetzten zu nehmen und dort zu diskutieren oder ihre Diskriminierungserfahrung, wenn von den Betroffenen gewünscht, bei der AGG ‚Beschwerdestelle‘ im UKE zu melden. Darüber hinaus besteht das Angebot von Vorträgen und Kurzfortbildungen, um für die Themenbereiche und Diskriminierungspotenziale zu sensibilisieren. Weiterhin ist für das Jahr 2021 eine Broschüre zum Thema ‚Anti-Rassismus‘ und der Umgang damit am Arbeitsplatz geplant, um Mitarbeitenden Sicherheit und Handlungsorientierung zu geben. Zudem werden regelmäßig Sensibilisierungskampagnen durchgeführt (z. B. die Internationalen Wochen gegen Rassismus).

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Bei sämtlichen durch das UKE getroffenen Investitionsentscheidungen erfolgt eine gemeinsame kritische Bewertung von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Konkret bedeutet dies, dass neben einem günstigen Anschaffungspreis vor allem Qualität, Langlebigkeit und soziale Aspekte den Ausschlag für einen Geschäftsabschluss geben. Dies gilt für sämtliche Ausschreibungen.

Als Einrichtung des öffentlichen Rechts und aufgrund der Größe des Unternehmens fällt dem UKE eine besondere Verantwortung bei der Auswahl von Lieferanten, Dienstleistern und Produkten zu. Die Beschaffungskriterien des UKE sowie dessen Tochtergesellschaften sind an die aktuelle Fassung des europäischen Vergaberechts und des Hamburgischen Vergabegesetzes (HmbVgG) – Gütesiegel, Zertifizierung o. ä. – gebunden.

Im Rahmen der Beschaffungsentscheidung finden Fakten wie die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen, Sozialstandards, die Verpflichtungserklärung zur Geheimhaltung und zur Einhaltung der Datenschutzbestimmungen oder ISO Zertifikate Berücksichtigung. Zudem erfolgt eine Abfrage der "Eigenerklärungen zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen und ggf. zur Selbstreinigung/ Zusicherung der Einhaltung von Ausführungsbedingungen", welche u. a. die Wahrung der Menschenrechte beinhaltet.

Sowohl bei den nationalen Vergabeverfahren und Beschaffungen (bis zu einem Auftragswert in Höhe von 214.000 Euro) als auch bei EU-weiten Vergabeverfahren gilt: Sofern es sich bei der Beschaffung um eine Dienstleistung ab 1.000 Euro (ohne Umsatzsteuer) handelt, ist von den Bewerber:innen oder Bieter:innen bei Angebotsabforderung eine Eigenerklärung zur Tariftreue und zur Zahlung des jeweils festgelegten Mindestlohnes einzuholen und revisionssicher abzulegen.

Das UKE minimiert durch dieses Vorgehen von vornherein das Risiko eines Verstoßes gegen die Menschenrechte sowie der Ausbeutung durch Zwangs- und Kinderarbeit innerhalb von Lieferketten und Produktionsschritten. Verstößt der Auftragnehmer oder einer seiner Nachunternehmer wissentlich gegen die getroffene Verpflichtung, ist das UKE zur fristlosen Kündigung berechtigt.

Zur systematischen Beurteilung der Leistungen führt das UKE einmal jährlich eine Lieferantenbewertung durch. Darüber hinausgehend finden internationale Lieferantenaudits durch den Geschäftsbereich Einkauf statt, die eine Überprüfung der Anforderungen an die geltenden Bestimmungen zu Arbeitsschutz, Kinderarbeit u. a. beinhalten. Der zentrale Einkauf des UKE musste bisher keine Maßnahmen wegen der Nichterreichung des hier genannten Zielhorizonts in einem Lieferantenaudit ergreifen.

Ein Risiko besteht aufgrund der Abhängigkeit vom Wahrheitsgehalt der getroffenen Angaben der Lieferanten und Zertifizierer. Nicht alle Partner:innen können in gebotener Ausführlichkeit überprüft werden. Hier müssen zum einen Aufwand und Nutzen einer solchen Bewertung in angemessenen Verhältnis stehen und zum anderen lassen sich Artikel zum Beispiel aufgrund von nicht ausreichender Produktinformation nur in einem eingeschränkten Maß bewerten.

Die zentrale Zielsetzung zur Einhaltung der Menschenrechte in unserer Lieferkette handhaben wir als kontinuierlichen Verbesserungsprozess in allen oben beschriebenen Aspekten und Bereichen. Hierzu gibt es derzeit keine über Kennzahlen darstellbaren Ziel- und Ergebisberichte. Für das Jahr 2021 ist geplant, für diesen Bereich zu prüfen, ob geeignete Kennzahlen mit zeitlicher Vorgabe zur Zielsteuerung entwickelt werden können.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Das UKE fordert im Rahmen sämtlicher Vergabe- und Beschaffungsverfahren bei einem Auftragswert ab 1.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) eine verpflichtende Eigenerklärung entsprechend des Vergaberechts. Eine explizite (Prozent-)Zahl der auf Menschenrechtsaspekte geprüften erheblichen Investititonsvereinbarungen ist mangels entsprechnder Dokumentationsunterlagen nicht ermittelbar.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Das UKE hat ausschließlich Geschäftsstandorte in Deutschland. Hier wird von einer vollständigen Einhaltung der Menschenrechte ausgegangen. Zur systematischen Beurteilung der Leistungen von Geschäftspartnern führt der Geschäftsbereich Einkauf einmal jährlich eine Lieferantenbewertung durch. Dies sind pro Jahr etwa 80 bis 100 Lieferanten aus verschiedenen Einkaufssachgebieten. Darüber hinausgehend finden internationale Lieferantenaudits statt, die eine Überprüfung der Anforderungen an die geltenden Bestimmungen zu Arbeitsschutz, Kinderarbeit u. a. beinhalten. Eine Prüfung in aller Detailtiefe kann aufgrund der Menge an Lieferanten und dem damit verbundenen Aufwand nicht erfolgen.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Das UKE fordert im Rahmen sämtlicher Vergabe- und Beschaffungsverfahren bei einem Auftragswert ab 1.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) eine verpflichtende Eigenerklärung entsprechend des Vergaberechts.
Eine konkreter Prozentsatz der Lieferanten, die anhand von sozielen Kriterien bewertet wurden, ist nicht zu benennen, da eine entsprechende Dokumentationsgrundlage nicht besteht.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Im Jahr 2020 wurden bei über 4.000 Lieferanten (Medikalprodukte, Investive Güter, Bau, EDV/IT und Dienstleistungen) Bestellungen platziert.

Zur systematischen Beurteilung der Leistungen führt der Geschäftsbereich Einkauf einmal jährlich eine Lieferantenbewertung durch. Dies sind pro Jahr etwa 80 bis 100 Lieferanten aus verschiedenen Einkaufssachgebieten. Darüber hinausgehend finden internationale Lieferantenaudits statt, die eine Überprüfung der Anforderungen an die geltenden Bestimmungen zu Arbeitsschutz, Kinderarbeit u. a. beinhalten. Eine Prüfung in aller Detailtiefe kann aufgrund der Menge an Lieferanten und dem damit verbundenen Aufwand nicht erfolgen.

Der Geschäftsbereich Einkauf musste bislang keine Maßnahmen wegen der Nichterreichung des hier genannten Zielhorizonts in einem Lieferantenaudit ergreifen.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Das UKE bietet interessierten Bürger:innen eine Vielzahl unterschiedlicher Programme, u. a. zur Berufsorientierung und zur Erhöhung des Praxisbezugs von Studiengängen und ist an Schüler:innen, Studierende oder sonstige Interessierte gerichtet. Das Angebotsportfolio umfasst Schülerpraktika, kaufmännische Praktika, medizinische Praktika, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), den Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder auch ehrenamtliche Tätigkeiten.

Studierende am UKE haben die Möglichkeit, auch international Erfahrungen zu sammeln. Auslandssemester an Partneruniversitäten oder Auslandsaufenthalte im Rahmen eines Praktischen Jahres oder einer Famulatur. Die Medizinische Fakultät verfügt über weltweite Kooperationspartner und Austauschprogramme und bietet den Studierenden diverse Möglichkeiten in diesem Bereich. Ferner haben Studierende der Partneruniversitäten die Möglichkeit, ein Praktikum oder Auslandssemester an der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg zu absolvieren. Partnerschaften bestehen u. a. mit Einrichtungen in folgenden Ländern: Das UKE übernimmt zudem Aufgaben der Gesundheitsversorgung und Prävention für vulnerable Bevölkerungsgruppen mit erschwertem Zugang zu Gesundheitsversorgung. Beispielhaft hierfür ist die Flüchtlingsambulanz für Kinder und Jugendliche.

Seit 1998 bietet ein Team aus mittlerweile 14 Ärzt:innen, Therapeut:innen sowie Sozialpädagog:innenin Kindern und Jugendlichen mit Fluchtgeschichte sowie deren Angehörigen Hilfe bei der Bewältigung von Traumafolgestörungen und bei ihrer Integration in Deutschland. In der Flüchtlingsambulanz werden jährlich rund 540 Patient:innen pro Jahr in bis zu 21 Sprachen behandelt, die meisten von ihnen stammen aus Afghanistan, Syrien und Somalia. Die Einrichtung zählt zu den ältesten, größten und umfangreichsten ihrer Art in Deutschland. Gefördert wird die Flüchtlingsambulanz von der Hamburger Sozialbehörde sowie von der Stiftung ‚Children for Tomorrow‘ (CfT) mit ihrer Botschafterin Stefanie Graf.

Das multikulturelle und interdisziplinäre Team bietet Psychotherapien, psychiatrische und psychosoziale Angebote sowie non-verbale Therapieformen wie Kunsttherapie sowohl einzeln als auch in Gruppen an. Die Behandlungen werden ungeachtet des Aufenthaltsstatus der Patient:innen durchgeführt. Knapp 70 Prozent von ihnen leiden an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), ein Großteil unter depressiven Episoden und Anpassungsschwierigkeiten. Alle Threrapeut:innen verfügen über Zusatzqualifikationen in der Behandlung von Traumata.

Ergänzt werden die therapeutischen und psychosozialen Angebote durch wechselnde Programme für Flüchtlingskinder und -jugendliche während der Hamburger Ferien.


Besonderheiten

Die Flüchtlingsambulanz hat 47 Dolmetscher unter Vertrag, die mehr als 21 Sprachen sprechen, darunter etwa Dari/Farsi, Fula, Kurmanci oder Mandinka. Voraussetzung für die Mitarbeit in der Flüchtlingsambulanz ist eine Pflichtfortbildung zu den Grundlagen und Besonderheiten des Dolmetschens im therapeutischen Setting. Durchschnittlich werden die Dolmetscher:innen 1100 Mal pro Quartal in der Flüchtlingsambulanz eingesetzt. Etwa einmal pro Monat bietet die Flüchtlingsambulanz eine Fortbildung für Berufsgruppen aus dem Bildungssektor, darunter Lehrer:innen, Erzieher:innen und Jugendhelfer:innen, an. 2018 haben 92 Teilnehmer:innen die Fortbildungen für Berufsgruppen aus dem Bildungs- und Gesundheitssektor wahrgenommen. Die Themen reichen vom Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung über berufsspezifische Fallsupervision bis zu Techniken zur Anspannungsregulation bei geflüchteten Jugendlichen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Bei Gesamteinnahmen von insgesamt mehr als 980 Millionen Euro (inklusive Drittmitteln und Investitionszuschüssen) erzielte das UKE im Berichtsjahr 2020 mit mehr als 88.000 stationären und teilstationären sowie rund 360.000 ambulanten Fällen Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 840 Millionen Euro.

Insgesamt ergibt sich für das Berichtsjahr 2020 ein Jahresüberschuss in Höhe von 1,18 Millionen Euro. Das UKE erreicht damit wie im Vorjahr - trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie - ein positives Jahresergebnis und somit erneut sein Wirtschaftsplanziel. Dies war nur mit dem überdurchschnittlichen Engagement aller Beschäftigten zu erreichen.


UKE Konzern-Lagebericht zum 31.12.2020

Geschäftsverlauf im Vergleich zum Vorjahr      
  2020 2019 Abweichung
  TEUR TEUR in %
Erlöse aus dem Krankenhausbetrieb 840.475 806.075 4,3
andere Umsatzerlöse 142.104 125.248 13,5
Zwischenergebnis 982.579 931.323 5,5
Bestandsveränderung 26.951 4.679 476,0
Andere aktivierte Eigenleistungen 2.808 1.999 40,4
Zuweisungen und Zuschüsse 327.521 299.613 9,3
Andere betriebliche Erträge 23.764 25.984 -8,5
Materialaufwand -387.309 -318.305 21,7
Personalaufwand -792.499 -752.978 5,2
Zwischenergebnis 183.814 192.315 -4,4
Ergebniswirksame Abschreibungen auf eigenmittel- finanziertes Anlagevermögen -16.695 -17.560 -4,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen inkl. Drittmittel -158.703 -162.890 -2,6
Zwischenergebnis 8.415 11.865 -29,1
Beteiligungsergebnis 0 0 0,0
Zinsergebnis (Aufwand) -9.132 -9.828 -7,1
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -717 2.037 -135,2
Steuern 1.899 1.551 22,5
Jahresüberschuss 1.183 3.588 -67,0

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Es sind keine laufenden Gesetzgebungsverfahren, die ausschließlich das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) betreffen, bekannt.


Das UKE ist eine landesunmitelbare rechtsfähige Körperschaft des öffentlichen Rechts (KöR) der Freien und Hansestadt Hamburg. Es verhält sich parteipolitisch neutral. Zuwendungen oder Spenden an Parteien oder Politiker:innen werden grundsätzlich nicht getätigt. Mit Ausnahme der für eine Universitätsklinik üblichen Interessensvertretungen (DHV Deutscher Hochschulverband e.V., VUD Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V., MFT Medizinischer Fakultätentag der Bundesrepublik Deutschland e.V., HKG Hamburger Krankenhausgesellschaft e.V., diverse Fachgesellschaften über die verantwortlichen Fachvertreter) unterhält das UKE keine Mitgliedschaften in politisch aktiven Organisationen oder Unternehmen. Die Geschäftstätigkeit des UKE wird durch eine Vielzahl gesetzlicher und untergesetzlicher Rahmenbedingungen geregelt. Das UKE-Gesetz sowie die darauf aufbauende Satzung des UKE regeln die grundlegenden Verantwortlichkeiten, Gremien und Strukturen des UKE.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Das UKE ist eine landesunmitelbare rechtsfähige Körperschaft des öffentlichen Rechts (KöR) der Freien und Hansestadt Hamburg. Es verhält sich parteipolitisch neutral. Zuwendungen oder Spenden an Parteien oder Politiker:innen werden grundsätzlich nicht getätigt.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Strategie der Compliance-Organisation folgt einem Mehrfaktorenansatz. Neben schriftlichen Regelwerken, die im Qualitätsmanagement-Handbuch veröffentlicht werden und deren Beachtung arbeitsvertraglich vorgesehen sind, erfolgt eine Sensibilisierung durch anlassbezogene oder routinemäßige Schulungen. Alle neuen Beschäftigten des UKE, inklusive Vorstandsmitgliedern, erhalten an ihrem ersten Tag eine Complianceunterweisung im Rahmen der sogenannten Einführungstage. Künftig sind auch E-Learning Module geplant, um die Informationsvermittlung auch unter Zuhilfenahme neuer Medien zu gewährleisten.

Die Evaluation erfolgt durch regelmäßige Befragungen sowie durch die Kontrolle der Internen Revision. Die Compliance-Beauftragten sind der Internen Revison nicht weisungsbefugt, soweit es die Aufsicht der Compliance Organisation betrifft.

Das Thema Compliance wird durch die Compliance-Beauftragten des UKE (Leitung und Stellvertretung des GB Sicherheit & Compliance) federführend ausgeübt. Um ihre Aufgaben adäquat zu erfüllen, sind die Compliance-Beauftragten gegenüber dem Personal der Zentralen Dienste weisungsbefugt. Sie können das Personal oder den Zentralen Dienst zur Aufgabenerledigung hinzuziehen. Die Unternehmensleitung wird durch regelmäßige Jour Fixe-Termine oder im Zuge des routinemäßigen und/oder anlassbezogenen Berichtswesens einbezogen.

Die Führungskräfte werden durch routinemäßige und anlassbezogene Schulungen unterwiesen und darüber hinaus auch durch schriftliche Regelwerke. In neuralgischen Bereichen oder bei entsprechendem Bedarf werden sogenannte Compliance-Erklärungen durch die Führungskräfte abgegeben. In diesen Erklärungen sind dezidierte Vorgaben zu bestimmten Sachverhalten enthalten.

Die bisherigen Ziele wurden weitestgehend erreicht. Es liegen keine Anhaltspunkte für strafbare Handlungen vor. Das Compliance-Management-System (CMS) des UKE wird weiterentwickelt und entsprechend ergänzt.

Das UKE ist eine universitäre Einrichtung. Aus diesem Grund ist die wissenschaftliche Betätigungsfreiheit zu gewährleisten. Insbesondere diese Freiheit sowie die gesetzlichen Vorgaben zur Einwerbung von Drittmitteln beinhalten Risiken für – auch unbewusstes – korruptives Handeln. Darüber hinaus ist das UKE vielschichtig, sodass ein singuläres Kerngeschäft nicht besteht. Die Umsetzung der Compliance am UKE erfordert daher ein breites Spektrum an Fachwissen, welches stets auf dem neuesten Stand zu halten ist.


UKE-Ombudsperson:

Der offene und angemessene Umgang mit Konflikten zählt zu den neun Grundsätzen des UKE-Führungsverständnisses. Das UKE verfügt über eine Vielzahl an Kontaktstellen und Hilfsangeboten, darunter den Betriebsärztlichen Dienst, die psychosoziale Beratung, Personalvertretungen und Beauftragte des UKE sowie ehrenamtliche Ombudspersonen. Bei Verdachtsmomenten stehen den Mitarbeitenden, Führungskräften, Patient:innen sowie Angehörigen die UKE-Ombudspersonen als vertrauensvolle Ansprechpartner zur Seite. Diese sind ehrenamtlich berufen und keine Angestellten des UKE, sodass sie vollständig unabhängig, vertraulich und verschwiegen sowie unparteiisch vermittelnd arbeiten. Beide Ombudspersonen sind juristisch ausgebildet, jedoch keine Rechtsberater. Dafür sind ausschließlich die Anwaltschaft und die Öffentliche Rechtsauskunft- und Vergleichsstelle der Freien und Hansestadt Hamburg zuständig.



Die Stabsstelle Compliance ist zum 01.01.2021 in den GB Sicherheit & Compliance integriert worden, sodass das Compliance-Management-System (CMS) des UKE um die operativen Themen des Beschäftigtenschutzes sowie der Konzernsicherheit ergänzt wurde. Ziel des Compliance-Management-Systems am UKE ist es, die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und internen Richtlinien zu gewährleisten. Das CM-System erfasst durch regelmäßige Analysen mögliche Risiken für das UKE und identifiziert mögliche Regelverstöße. Ebenso gilt es, zeitnahe und angemessene Reaktionen bei Regelverletzungen zu zeigen und gegebenenfalls Sanktionen zu verhängen. Image und Reputation des UKE werden hierdurch geschützt. Das Compliance-Ziel des UKE lautet wie folgt:

„Wir verhalten uns regelkonform, um unsere Ziele und Werte in der Lehre, der Forschung und Krankenversorgung zu erreichen.“

Die Compliance-Organisation erbringt unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen und verantwortet das Compliance-Schulungskonzept. Die im Folgenden dargestellten strukturellen und operativen Aufgaben werden wahrgenommen:  
Die zentrale Zielsetzung zur Verbesserung der Compliance handhaben wir sehr ufangreich und intensiv als kontinuierlichen Verbesserungsprozess in allen oben beschriebenen Aspekten und Bereichen. Hierzu gibt es derzeit keine über Kennzahlen darstellbaren Ziel- und Ergebisberichte. Für das Jahr 2021 ist geplant, für diesen Bereich zu prüfen, ob geeignete Kennzahlen mit zeitlicher Vorgabe zur Zielsteuerung entwickelt werden können.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

a.  Das UKE verfügt über ein Compliance-Management-System (CMS), welches in Anlehnung an den IDW PS 980 umgesetzt wurde. Neben der KöR sind auch die Tochtergesellschaften eingeschlossen. Es sind mithin alle Betriebsstätten auf das Bestehen von Korruptionsrisiken geprüft.

b.  Das Risiko der unzulässigen Vorteilsannahme bzw. Vorteilsgewährung im Sinne der §§ 299 a, b StGB sowie der §§ 331, 333 StGB sind als erhebliche Risiken identifiziert worden. Darüber hinaus ist das strafrechtliche Risiko der Untreue sowie des Betrugs als weitere wesentliche Risiken identifiziert worden.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

a.  Im letzten Jahr wurde weder im UKE noch im AKK ein Korruptionsfall bestätigt.

b.  Im letzten Jahr wurden weder im UKE noch im AKK Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt.

c.  Im Jahr 2015, und seitdem kontinuierlich, wurden alle Kooperationsverträge überprüft und eine Vielzahl (> 15) aufgrund geänderter Rechtslage gekündigt bzw. nicht verlängert. Im Übrigen erfolgten seitdem umfangreiche vertragliche Anpassungen.

d.  Im letzten Jahr wurden weder im UKE noch im AKK öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption eingeleitet.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

a.
i.   Keine
ii.  Keine
iii. Keine

b.  Es wurden im UKE und dem AKK keine Nichteinehaltung festgestellt.

c.  Dem UKE und dem AKK wurden keine erheblichen Bußgelder oder nicht-monetäre Sanktionen auferlegt.