14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH sowie die zugehörigen Tochtergesellschaften operieren mit ihren Betriebsstätten ausschließlich in Deutschland. In diesem Zusammenhang werden alle Arbeitnehmer:innenrechte durch die nationale Gesetzgebung gewährleistet und es gelten hohe und rechtlich verpflichtende Standards bei Arbeitnehmer:innenrechten für alle Beschäftigten. Wesentliche von der Geschäftstätigkeit ausgehende negative Auswirkungen auf Arbeitnehmer:innenrechte werden daher als äußerst gering eingeschätzt.

Eine Wahrung und Durchsetzung der Arbeitnehmer:inneninteressen bei EDEKA Nord erfolgt durch den Betriebsrat, der sich maßgeblich für die Belange der Arbeitnehmer:innen engagiert und dabei auch wichtiger Ansprechpartner für die Geschäftsleitung ist. Die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen der Unternehmensführung und dem Betriebsrat verläuft konstruktiv und vertrauensvoll.

Die umfassende Einbindung unserer Mitarbeiter:innen in das Unternehmen drückt sich insbesondere in unserem Leitbild aus, an dem Mitarbeiter:innen aus vielen Unternehmensbereichen mit richtungsweisenden Beiträgen beteiligt wurden (siehe auch GRI SRS-102.16 – Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation).

Zusätzlich können sich unsere Mitarbeiter:innen über den sogenannten Veränderungsspeicher „#Nachhaltigkeit – MACH MIT!“ mit ihren Ideen und Verbesserungsvorschlägen einbringen. Der Veränderungsspeicher dient der strukturierten Erfassung von Maßnahmen und untergeordneten Aufgaben zur Prozessoptimierung im Unternehmen.

Über unsere Kommunikationskanäle berichten wir fortlaufend über diverse Nachhaltigkeitsthemen und bieten Mitarbeiter:innen sowie unseren selbstständigen Kaufleuten stets die Möglichkeit zum Austausch über diese Themen.

Für EDEKA bzw. EDEKA Nord ist es ein wichtiges Anliegen, dass die von uns gehandelten Produkte unter ökologisch und auch sozial guten Bedingungen hergestellt werden. Die Einhaltung der Menschenrechte und geltender Gesetze durch die Lieferant:innen, etwa hinsichtlich Arbeitsbedingungen oder Entlohnung, ist die grundlegende Voraussetzung, um EDEKA zu beliefern. Daher ist die Einhaltung von Grundstandards wie die ILO Kernarbeitsnormen in den Vertragsbedingungen der EDEKA-Zentrale verankert. Sie beziehen sich auf die Komplexe Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Diskriminierung, Disziplinarmaßnahmen, Arbeitszeiten, Vergütung, Arbeitsbedingungen/Gesundheit/Sicherheit sowie Managementsysteme zur Einhaltung der Standards.

Weitere Informationen zu konkreten Zielsetzungen im Bereich Arbeitnehmer:innen finden sich unter Kriterium drei.

 

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

EDEKA Nord steht für Vielfalt – nach innen und nach außen. Bei uns arbeiten Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen, die hier Anerkennung, Wertschätzung und Förderung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung und sexueller Orientierung. Gegenseitiger Respekt und Gleichbehandlung werden bei uns gelebt. Gleichbehandlung bedeutet für uns auch, dass alle Arbeitnehmer:innen unabhängig vom Geschlecht für gleiche Arbeit gleich entlohnt werden. Zusätzlich möchten wir den Anteil der Frauen in Führungspositionen auf Geschäftsbereichs- und Abteilungsleiter:innenebene am Standort Neumünster bis 2025 von derzeit 33 % auf 38 % erhöhen.

Des Weiteren ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf von besonderer Bedeutung: Je nach Bedarf bieten wir an den einzelnen Standorten von EDEKA Nord passende, familienfreundliche Maßnahmen an. So besteht die Möglichkeit des Freizeitausgleichs für geleistete Überstunden und flexibler Arbeitszeiten durch ein Gleitzeit-Modell in der Verwaltung. Außerdem bieten wir eine Ferien- und Notfallbetreuung an.

Mobiles Arbeiten wird stark ausgeweitet, um auch flexiblere Arbeitszeitmodelle zu ermöglichen. Hierzu haben wir eine Betriebsvereinbarung im Herbst 2020 verabschiedet. So vielfältig wie die Mitarbeiter:innen ist auch das Engagement der selbstständigen Kaufleute bei EDEKA Nord: Ob in der Nachwuchsförderung, der Flüchtlingshilfe oder der Inklusion von Menschen mit Behinderung – gegenseitige Unterstützung und tatkräftige Hilfe sind zentrale Werte des genossenschaftlichen Gedankens. Die Förderung der Mitarbeiter:innen trägt zusätzlich dazu bei, unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen der Endverbraucher:innen gerecht werden zu können. Beispielsweise schult einer unserer Kaufleute seine Mitarbeiter:innen in Gebärdensprache.

Das Engagement unserer Kaufleute ihren Markt generationenfreundlich zu gestalten und somit älteren Generationen das Einkaufen zu erleichtern, wird vermehrt mit dem Qualitätszeichen „generationenfreundliches Einkaufen“ (www.generationenfreundliches-einkaufen.de) ausgezeichnet. Wir möchten gemeinsam die Einbeziehung der Wünsche aller Endverbraucher:innen und Mitarbeiter:innen weiterhin fördern.  

Ein wichtiges Konzept, das außerdem zur Inklusion beiträgt, ist das Stipendienprogramm bei EDEKA Nord: Seit 2012 fördern wir als Partner der Deutschlandstiftung Integration das Stipendien- und Mentorenprogramm GEH DEINEN WEG. Das Programm unterstützt die Stipendiat:innen mit Zuwanderungsgeschichte dabei, ihre berufliche Laufbahn weiter zu konkretisieren und angestrebte Ziele zu erreichen. Bei den verschiedenen Bausteinen des Programms, z. B. in Form von Workshops, steht die Weiterentwicklung der persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Vordergrund. Durch die Teilnahme an Veranstaltungen mit Entscheider:innen aus Politik und Wirtschaft können wichtige gesellschaftliche Kontakte geknüpft werden. Unser Ziel ist es, jährlich mindestens eine oder einen Teilnehmer:in bzw. Bewerber:in im Rahmen des Programms zu fördern. Auch einige selbstständige Einzelhändler:innen unterstützen in diesem Rahmen ihre Mitarbeiter:innen.

Mit der 2020 eingeführten EDEKA Nord-Nachhaltigkeitsstrategie hat sich EDEKA Nord erstmals ambitionierte Nachhaltigkeitsziele (siehe Kriterium drei "Ziele") gesetzt und diese in einer Strategie zusammengefasst und wird in Zukunft den Fortschritt berichten. Eine Berichterstattung über die Zielerreichung ist für die nächste Berichtsperiode geplant.



16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Wenn es um die Themen Weiterentwicklung und Karriere geht, stehen unseren Mitarbeiter:innen alle Türen offen. Wir setzen auf ein modernes Führungsverständnis, bei dem die Führungskraft neben der unternehmerischen Verantwortung als Vorbild, Teamplayer und Coach agiert. Um dieses Verständnis zu leben, haben wir ein umfangreiches Führungskräfte-Entwicklungsprogramm über alle Führungsebenen aufgesetzt. Neben zentralen Qualifizierungsmaßnahmen sehen wir vor allem den Austausch der Führungskräfte untereinander als zentralen Erfolgsfaktor. Aufgrund moderner Arbeitsweisen gewinnt bei uns neben der klassischen Führungslaufbahn die Fachlaufbahn immer mehr an Bedeutung. Neben den speziellen Qualifizierungsprogrammen für Fach- und Führungskräfte in der Karrierelaufbahn bieten wir allen Mitarbeiter:innen ein umfangreiches internes Aus- und Weiterbildungsangebot, das fachliche und persönliche Entwicklung gleichermaßen berücksichtigt.  

Ausbildung
EDEKA Nord bietet 22 verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten vom Groß- und Einzelhandel bis zur Produktion. Im Großhandel sind das die folgenden Ausbildungsberufe: Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement, Kaufleute für Digitalisierungsmanagement, Fachinformatiker:innen für Systemintegration, Fachlagerist:innen, Fachkräfte für Lagerlogistik, Berufskraftfahrer:innen, Immobilienkaufleute, Mediengestalter:innen, Fleischer:innen, Mechatroniker:innen, Maschinen- und Anlagenführer:innen, Fachkräfte für Lebensmitteltechnik. Zudem werden auch immer wieder neue Ausbildungsmöglichkeiten angeboten, wie seit 2018 der Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce. Im Einzelhandel werden sieben verschiedene Ausbildungsberufe angeboten: Verkäufer:in; Kaufleute im Einzelhandel, Integrierte:r Handelsfachwirt:in, Fachverkäufer:in im Lebensmittelhandwerk Bereich Fleisch und Wurst, Fleischer:in im Verkauf, Fachverkäufer:in im Lebensmittelhandwerk Bereich Bäckerei und Frischespezialist:in.  

Insgesamt beschäftigt EDEKA Nord 1.400 Auszubildende im Groß- und Einzelhandel.  

Lernkonzepte für die Auszubildenden  
Lernkonzepte im Großhandel
Im Rahmen der Ausbildung setzt EDEKA Nord neben Präsenzveranstaltungen auch auf E-Learning bzw. Blended-Learning-Konzepte. Das Wissensportal ist bei EDEKA Nord ein internes Lernwerkzeug, mit deren Hilfe alle Beschäftigten verpflichtende oder auch freiwillige Online-Kurse absolvieren. Es ist als App über das iPad, den Laptop oder das Smartphone von überall nutzbar. Über die EDEKA-App WizzUp können die Auszubildenden außerdem spielerisch Inhalte der Lebensmittelbranche erlernen. Präsenzkurse vermitteln weiterhin Grundlagen in Bereichen wie beispielsweise Office, Ernährung, Kommunikationstraining oder Projektmanagement.  

Zusätzlich erhalten alle Auszubildenden ein Arbeitsmedium in Form eines iPads oder Laptops zur Verfügung gestellt.  

Jedes Jahr erhalten Auszubildende im zweiten Ausbildungsjahr zum:zur Kaufmann:Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement, Kaufleute für Digitalisierungsmanagement und Fachinformatiker:innen für Systemintegration die Möglichkeit, im Rahmen der sogenannten „Talentschmiede“ ein halbes Jahr lang an realen Projekten mit echten Auftraggebern zu arbeiten. Die Projekte werden im Anschluss der Geschäftsführung vorgestellt und danach im Unternehmen umgesetzt. Im Rahmen der „Talentschmiede“ werden auch nachhaltige Themen bearbeitet, wie zum Beispiel das Thema Mülltrennung.  

Lernkonzepte im Einzelhandel
Im Rahmen der Ausbildung setzt EDEKA Nord neben ausbildungsbegleitenden Seminaren inklusive Prüfungsvorbereitung auch auf E-Learning bzw. Blended-Learning-Konzepte. Zusätzlich fördern diverse Azubi-Wettbewerbe die Eigenständigkeit sowie die Übernahme von Verantwortung und Kreativität der Auszubildenden. Auszubildende im Einzelhandel erhalten außerdem Tablets, die nach erfolgreich bestandener Prüfung auch behalten werden dürfen.  

Zusätzliche Benefits  
Duales Studium bei EDEKA Nord
Neben den vielseitigen Ausbildungsberufen bietet EDEKA Nord die Möglichkeit zum dualen Studium. Die Studiengänge berücksichtigen die Bereiche Betriebswirtschaftslehre (BWL) mit den Fachrichtungen Verwaltung / Großhandel an der Nordakademie in Elmshorn sowie Handel und Wirtschaftsinformatik jeweils an der Dualen Hochschule Schleswig-Holstein. Insgesamt waren im Berichtszeitraum 21 (9 BWL GH, 7 BWL Handel und 5 WINF) dual Studierende immatrikuliert, davon starteten 9 (3 BWL GH, 4 BWL Handel und 2 WINF) im Jahr 2020. Alle dual Studierenden absolvieren während ihres Studiums eine IHK-Prüfung als zusätzlichen Abschluss (BWL Großhandel: Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement; BWL Handel: Kaufleute im Einzelhandel; Wirtschaftsinformatik: Kaufleute für Digitalisierungsmanagement). Die jährlich stattfindenden Bachelortage tragen zusätzlich zur speziellen Förderung der dual Studierenden bei.  

Traineeprogramm bei EDEKA Nord
Ende 2020 starteten erstmalig zwei Trainees im Einkauf und Vertrieb in ihr 18-monatiges Traineeprogramm für Hochschulabsolvent:innen. Mit unserem neuen Traineeprogramm haben wir einen weiteren Kanal geschaffen, um qualifizierte und motivierte Young Professionals auszubilden und bestmöglich auf ihre spätere Position im Unternehmen vorzubereiten. Neben verschiedenen Stationen innerhalb ihres Fachbereiches absolvieren die Trainees einen schwerpunktunabhängigen Einsatz im Groß- und Einzelhandel sowie in einer anderen EDEKA-Region oder der EDEKA-Zentrale. Gemeinsam mit allen Trainees des EDEKA-Verbunds nehmen sie außerdem an Seminaren sowie Trainee-Meetings teil und bearbeiten ein von der Zentrale in Auftrag gegebenes Projekt. Abgerundet wird die Ausbildung der Trainees durch die Betreuung durch eine:n erfahrene:n Mentor:in ihres Fachbereiches.  

Nachwuchsförderung bei EDEKA Nord
Nachwuchsförderprogramm Großhandel (NPG)
Im Rahmen des sogenannten Nachwuchsförderprogramms Großhandel (NPG) wird das Potenzial leistungsstarker Mitarbeiter:innen gefördert und werden diese auf zukünftige Führungs-, Fach- und Projektaufgaben vorbereitet. Im Rahmen des Programms findet anhand von Modulen wie Persönlichkeit, Projektmanagement, Kommunikationsmanagement oder Arbeitsrecht eine fachliche, persönliche und praxisnahe Weiterbildung zur Vorbereitung verantwortungsvollerer Aufgaben statt. Dabei schaffen die Teilnehmer:innen eine Entscheidungsgrundlage für ihre persönliche und berufliche Entwicklung für sich selbst und erhalten die Möglichkeit, zur Vernetzung und des Erfahrungsaustausches mit anderen Teilnehmer:innen. Im Zeitraum 2019/2020 nahmen acht Mitarbeiter:innen an dem Programm teil.  

Stipendienprogramm „GEH DEINEN WEG“
EDEKA Nord unterstützt das Stipendien- und Mentorenprogramm „GEH DEINEN WEG“ der Deutschlandstiftung Integration. Die Initiative fördert engagierte Talente mit Zuwanderungsgeschichte auf ihrem Ausbildungsweg und ermutigt sie, mit kreativen Ideen Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen.  

Programme zum dauerhaften Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit
EDEKA Nord bietet allen Mitarbeiter:innen ein umfangreiches internes Aus- und Weiterbildungsangebot, das fachliche und persönliche Entwicklung gleichermaßen berücksichtigt.  

Personalentwicklungsprogramme
Wir legen viel Wert auf bedarfsorientierte Weiterbildungsmaßnahmen mit hohem EDEKA Nord-Praxisbezug, viel Interaktion und verstärkter Förderung der Selbstlernkompetenz. Die Maßnahmen sollen einen echten Mehrwert für die Mitarbeiter:innen bieten, deren Entwicklung nachhaltig fördern und sie für die stetig steigenden Anforderungen an fachliche und persönliche Kompetenzen qualifizieren. Das übergeordnete Ziele ist es dabei, die Mitarbeiter:innen und die Organisation in Veränderungsprozessen zu begleiten und sie für gegenwärtige und zukünftige Aufgaben und Herausforderungen zu qualifizieren.
Beispiele für Programme im Bereich Personalentwicklung:
Weiterbildung
Weiterbildung Großhandel
EDEKA Nord bietet vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten für alle Mitarbeiter:innen an und hat ein umfangreiches Qualifizierungsangebot mit einem bewusst ausgewählten Spektrum, das auf aktuelle Bedürfnisse am Markt und auf die Einsatzbereiche im Unternehmen abgestimmt ist. Die Seminare finden in verschiedenen Formaten von E-Learning-Kursen über Trainings per Videokonferenz bis zu Präsenzveranstaltungen statt. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 77 Seminare bei EDEKA Nord angeboten. Das Angebot richtet sich an die Bereiche Verwaltung und Logistik.  

Weiterbildung Einzelhandel
EDEKA Nord bietet vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten für alle Mitarbeiter:innen im Einzelhandel und hat ein umfangreiches Qualifizierungsangebot mit einem bewusst ausgewählten Spektrum. Individuelle Personalentwicklungsmaßnahmen und Lehrgänge sorgen für die fachliche und persönliche Weiterentwicklung vom geprüften Sommelier über die Fachkraft Personal bis zur Expertin/zum Experten für Qualitätssicherung. Im Rahmen der Fortbildungsprogramme wie beispielsweise des Junioren-Aufstiegsprogramms oder Fachkraft Handel werden die Teilnehmer:innen auf künftige Aufgaben als Führungskraft im Lebensmitteleinzelhandel vorbereitet. Die Seminare finden ebenfalls in verschiedenen Formaten statt. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 173 Seminare für den Bereich Einzelhandel bei EDEKA Nord angeboten.  

Zusätzliche Weiterbildungsmöglichkeiten
EDEKA Nord bietet außerdem ein berufsbegleitendes dreijähriges Studium im Bereich Handelsmanagement B.A. an. Im Rahmen des Studiums wird wissenschaftlicher Hintergrund zum Thema Handelsmanagement vermittelt und betriebswirtschaftliches Wissen ausgebaut bzw. vertieft. Themen wie Finanzmanagement und Controlling, Personalmanagement, Marketing und Volkswirtschaftslehre sowie Projektmanagement und allgemeine Betriebswirtschaftslehre sind dabei Studienmodule. Die Teilnehmer:innen werden durch das Studium mit hohem Praxisbezug auf künftige Führungspositionen vorbereitet. Der Fokus liegt dabei immer im Bereich Handel, um das Erlernte in den Berufsalltag bei EDEKA Nord zu integrieren. Im Jahr 2020 gab es zwei Teilnehmer:innen an diesem Studiengang.  

Digitales Lernen
Das Wissensportal ist bei EDEKA Nord ein internes Lernwerkzeug, mit dessen Hilfe alle Beschäftigten verpflichtende oder auch freiwillige Online-Kurse absolvieren. Von der Vermittlung von Grundkenntnissen über Aufbauwissen für Fachspezialisten oder bis hin zur rechtssicheren Durchführung und Dokumentation von Pflichtunterweisungen bietet das Wissensportal die Lösung aus einer Hand. Von hier aus haben unsere über 40.000 Wissensportal-User:innen Zugriff auf mehr als 120 E-Learning-Kurse.  

Darüber hinaus hat sich EDEKA Nord in seiner Nachhaltigkeitsstrategie ambitionierte im Bereich Qualifizierung gesetzt. Genauere Informationen hierzu finden sich unter Kriterium drei "Ziele". Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit von EDEKA Nord ergeben und negative Auswirkungen auf die Qualifizierung haben konnten nicht identifiziert werden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Aufgrund einer internen Umstrukturierung werden die Leistungsindikatoren GRI SRS 403-9 a + b und GRI SRS 403-10 a + b erst in der folgenden Berichterstattungsperiode berücksichtigt.  

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind wichtige Eckpfeiler der Unternehmenskultur bei EDEKA Nord. Ziel ist es, das Gesundheitsbewusstsein unserer Mitarbeiter:innen aktiv zu unterstützen und sie zu motivieren, sich möglichst „gesund zu verhalten“. Dies ist ein kontinuierlicher Prozess und beinhaltet medizinische Betreuung ebenso wie regelmäßige Kontrollen des betrieblichen Arbeitsschutzes in Lager- und Produktionsstätten. Auch interaktive Schulungen über das Wissensportal zu präventiven Maßnahmen der Unfallvorbeugung sowie die Bereitstellung von entsprechendem Informationsmaterial zählen dazu.
Die Abteilung Gesundheitsschutz ist dem Geschäftsbereich Personalwesen zugeordnet. Ein wichtiges Ziel ist es, die Gesundheit der Mitarbeiter:innen nachhaltig zu fördern und so die Krankenquote zu senken.  


Bezahlte durchschnittliche Krankenquote:
Gesellschaft Krankenquote 2020 (in %)
EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH 5,27
EDEKA Nord Service- und Logistikgesellschaft mbH 7,75
Fleischwerk EDEKA Nord GmbH 6,22
EDEKA Nord Vertriebsgesellschaft mbH 5,01
EDEKA Nord SB-Warenhaus GmbH 4,28
EDEKA Nord Harburg Vertriebsgesellschaft mbH 2,37
Gesamt 5,63
 
EDEKA Nord bietet im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements unterschiedliche gesundheitsfördernde Maßnahmen an. Zusätzlich findet einmal jährlich ein Gesundheitstag für alle Mitarbeiter:innen im Unternehmen statt. Dieser wird von der Abteilung Gesundheitsschutz organisiert. Der Gesundheitstag soll den Mitarbeiter:innen Zugang zu Gesundheitsthemen ermöglichen und Wissen rund um verschiedene gesundheitliche Themen vermitteln.
Die Abteilung ist ebenfalls für die Themen Suchtberatung und betriebliches Eingliederungsmanagement zuständig. Das betriebliche Eingliederungsmanagement unterstützt Mitarbeiter:innen, die nach längerer Krankheit wieder in den Beruf einsteigen. Es orientiert sich an den gesetzlichen Regelungen und berücksichtigt außerdem betriebliche Rahmenbedingungen wie Standort oder Mitarbeiter:innenstrukturen.  

Der Gesundheitsschutz bietet außerdem im Intranet Informationen und Tipps rund um die Themen wie beispielsweise Bewegungspausen, mobiles Arbeiten gesund gestalten, Bewegung im Büro, Augengesundheit oder Sitzen an Büroarbeitsplätzen. Zusätzlich umfasst das Seminarangebot auch zahlreiche Gesundheitsthemen wie erfolgreiches und gesundes Stressmanagement, Achtsamkeitstraining, gesunde Bildschirmarbeit, dauerhafte Fehlernährung und ihre Folgen, Lebensmittelunverträglichkeiten.  

Gesundheitsbewusste Angebote unserer Kantine, wie zum Beispiel das vielfältige Salatbuffet und Aktionsgerichte, sowie Obstkörbe mit Äpfeln schaffen gesunde Ernährungsmöglichkeiten. Der EDEKA Ernährungsservice konzipiert und führt Ernährungsservice-Aktionen sowohl im Großhandel als auch im Einzelhandel durch, unterstützt bei der betrieblichen Gesundheitsförderung und bildet Mitarbeiter:innen zu Themen wie bewusster Ernährung, Lebensmittelintoleranzen und Nährwerte weiter. Der Ernährungsservice gehört dem Geschäftsbereich Vertrieb an. Zusätzlich erhalten die Mitarbeiter:innen Vergünstigungen im Partner-Fitnessstudio und haben die Möglichkeit der freiwilligen Teilnahme an Betriebsläufen und -fußball oder gemeinsamen Spaziergängen in den Pausen. Flexible Arbeitszeiten sorgen zudem für eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und bieten den Mitarbeiter:innen mehr Selbstbestimmungsmöglichkeiten.


Der Bereich Arbeitssicherheit ist der Konzernsicherheit zugeordnet, die unabhängig prüft und berät. Unter Berücksichtigung der staatlichen und berufsgenossenschaftlichen Vorschriften finden regelmäßige Begehungen der Arbeitsstätten, systematische Analysen von Unfällen, Auswertungen der im Arbeitsschutz eingehenden Berichte von Behörden sowie quartalsweise Arbeitsschutzausschusssitzungen in enger Abstimmung mit den Betriebsräten statt. Die Sensibilisierung der Mitarbeiter:innen für Arbeitssicherheit und gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen und -prozesse steht dabei im Fokus. Bei der physischen Gefährdungsbeurteilung wird anhand der Daten von Mitarbeiter:innenbefragungen ein Handlungskonzept erstellt und ausgewertet; entsprechende Maßnahmen werden daraus abgeleitet. Auch die Betreuung bei der arbeitsplatzgerechten Ausgestaltung von Umbauten liegt im Bereich der Arbeitssicherheit.

Betriebsärzte an den Standorten Neumünster, Zarrentin und Malchow kümmern sich um Themen wie Ergonomie am Arbeitsplatz und Gesundheitsvorsorge, beispielsweise um Grippeschutzimpfungen. So können Belastungen und gesundheitliche Probleme im Idealfall frühzeitig erkannt und es kann ihnen vorgebeugt werden. Die arbeitsmedizinische Betreuung soll im Bereich des selbstständigen Einzelhandels zukünftig über einen überbetrieblichen Dienstleister angeboten werden. Hier wird derzeit an einem Konzept gearbeitet. Pflichtunterweisungen zu Themen wie erste Hilfe, Verhalten im Brandfall, Vermeidung von Unfällen wie Stürzen oder Stolpern oder zur Erkennung von Gefahrenstellen werden über das Wissensportal in regelmäßigen Abständen durchgeführt.

In nahezu alle Entscheidungen bei EDEKA Nord ist der Betriebsrat als gewählte Arbeitnehmer:innenvertretung eingebunden. Den vorgegebenen Mitbestimmungs- und sonstigen Beteiligungsrechten entsprechend werden die Arbeitnehmer:innengremien rechtzeitig informiert, Stellungnahmen eingeholt und Einigungen mit ihnen erzielt. EDEKA Nord arbeitet vertrauensvoll mit den Betriebsräten zusammen. Betriebliche Veränderungen werden frühzeitig gemeinsam erörtert.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Die Teilnahme an externen Trainings kann nicht nachgehalten werden, da Mitarbeiter:innen Seminartage nicht an die Personalabteilung melden. Folgende Trainings wurden über die Personalentwicklung durchgeführt:
Jahr Teilnehmer:innenzahl Davon weiblich Davon männlich 
2020 187 96 91

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Die Kontrollorgane bei EDEKA Nord setzen sich wie folgt zusammen:
Gremium Jahr Weiblich (%) Männlich (%) Bis 30 Jahre (%) 30 - 50 Jahre (%) Über 50 Jahre (%)
Vorstand der Genossenschaft 2020 20 % (1) 80 % (4) 0 % 0 % 100 %
Aufsichtsrat der Genossenschaft 2020 10 % (1) 90 % (9) 0 % 30 % 70 %
 

Zusammensetzung der Mitarbeiter:innen (Berichtsjahr 2020):
Gesellschaft Jahr Köpfe   Männer (%) Frauen (%) Bis 30 Jahre (%) 31 - 50 Jahre (%) Über 50 Jahre (%)
EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH 2020 1.832 71 29 24 47 30
EDEKA Nord Service- und Logistikgesellschaft mbH 2020 810 87 13 17 51 32
Fleischwerk EDEKA Nord GmbH 2020 548 71 29 22 54 24
EDEKA Nord Vertriebsgesellschaft mbH 2020 217 20 80 18 34 48
EDEKA Nord SB-Warenhaus GmbH 2020 1.290 28 72 25 31 44
EDEKA Nord Harburg Vertriebsgesellschaft mbH 2020 80 30 70 41 29 30
Gesamt 2020 4.777 59 41 23 43 34
 

Eine Erfassung nach Angestelltenkategorie erfolgt bislang nicht.   Anteil behinderter und schwerbehinderter Mitarbeiter:innen in % (Berichtsjahr 2020):
Gesellschaft Anteil behinderter Mitarbeiter:innen (in %) Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter:innen (in %)
EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH 4,5 3,1
EDEKA Nord Service- und Logistikgesellschaft mbH 4,1 2,1
Fleischwerk EDEKA Nord GmbH 2,4 1,8
EDEKA Nord Vertriebsgesellschaft mbH 3,2 2,8
EDEKA Nord SB-Warenhaus GmbH 5,6 4,0
EDEKA Nord Harburg Vertriebsgesellschaft mbH 3,8 2,5
Gesamt 4,4 3,0
 

Frauenanteil in % (Berichtsjahr 2020):
Gesellschaft Frauenanteil (in %)
EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH 28,4
EDEKA Nord Service- und Logistikgesellschaft mbH 12,8
Fleischwerk EDEKA Nord GmbH 28,4
EDEKA Nord Vertriebsgesellschaft mbH 80,2
EDEKA Nord SB-Warenhaus GmbH 72,4
EDEKA Nord Harburg Vertriebsgesellschaft mbH 69,4
Gesamt 40,6

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

EDEKA Nord verfolgt sämtliche Hinweise auf Diskriminierung konsequent und ahndet Vergehen mit disziplinarischen sowie gegebenenfalls personellen Maßnahmen. Im Berichtszeitraum gab es bei EDEKA Nord keine Diskriminierungsfälle, die weiterverfolgt wurden.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Einhaltung der Menschenrechte ist für EDEKA Nord als Regionalgesellschaft hinsichtlich internationaler Warengeschäfte von Relevanz. Gemeinsam im EDEKA-Verbund sind wir uns unserer Verantwortung als Lebensmittelhandelsunternehmen und als aktiver Teil der Gesellschaft bewusst. EDEKA bekennt sich im Rahmen unternehmerischer Sorgfaltspflichten zur Verantwortung für Menschenrechte entlang von Liefer- und Wertschöpfungsketten.

Die folgenden Fortschritte und Maßnahmen konnten in den letzten Jahren erarbeitet werden und werden ohne konkreten Endzeitpunkt kontinuierlich ausgebaut:


Grundsatzerklärung Menschenrechte
Die EDEKA-Zentrale ist hierfür stellvertretend für den gesamten EDEKA-Verbund aktiv. Verantwortungsvolles Handeln ist integraler Bestandteil unseres genossenschaftlichen Auftrags. Dabei steht der Dreiklang aus ökonomischer, ökologischer und sozialer Verantwortung stets im Fokus. Entsprechend den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen sehen wir es als unsere selbstverständliche Verantwortung, Menschenrechte zu achten und Menschenrechtsverletzungen vorzubeugen. Dies gilt sowohl für unsere eigene Geschäftstätigkeit als auch, im Rahmen unserer Einflussmöglichkeiten, für unsere Wertschöpfungs- und Lieferketten. Weitere Informationen zur Grundsatzerklärung zu menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten finden Sie hier: https://verbund.edeka/verbund/edeka_grundsatzerkla%CC%88rung_menschenrechte_2021.pdf  

Sustainable Development Goals
Ebenso unterstützen wir den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP). Jeder, der an globalen Lieferketten beteiligt ist, und damit auch EDEKA, hat die Verantwortung, auf die Einhaltung der Menschenrechte zu achten und negative Auswirkungen entlang der gesamten Lieferkette zu vermeiden. Dazu gehören unter anderem die Verhinderung von Diskriminierung und die Gewährleistung existenzsichernder Einkommen. Die im Rahmen der Agenda 2030 von den Vereinten Nationen festgelegten Sustainable Development Goals (SDGs), die sich als globale Ziele auch an die Privatwirtschaft richten, sind eine Bestätigung für unser bisheriges Zielverständnis und Handeln. Wir berücksichtigen die globalen Nachhaltigkeitsziele bei unserem Bestreben, verantwortungsvoll entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu handeln.

Die Einhaltung von Grundstandards wie z. B. den ILO Kernarbeitsnormen ist in unseren Vertragsbedingungen verankert. Weitere Zertifizierungssysteme sowie Standards wie Global G.A.P. und GRASP sowie spezifische Produktanforderungen kommen hinzu. Der EDEKA-Verbund engagiert sich darüber hinaus dafür, dass entlang der gesamten Lieferketten Strukturen gefördert werden, um menschenrechtliche Sorgfaltspflichten zu verankern und zu kontrollieren. Wir sind unter anderem Mitglied der Juice CSR Platform, der Amfori Business Social Compliance Initiative (Amfori BSCI), des Forums Nachhaltiges Palmöl, des Forums Nachhaltiger Kakao und der Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI Platform). Darüber hinaus sind wir mit der EDEKA Zentrale in eigenen Projekten auf vielfältige Weise aktiv, um Lösungen für mehr Nachhaltigkeit in unseren Lieferketten voranzutreiben. Mit unserem gemeinsamen WWF-EDEKA-Projekt zum Bananen-Anbau in Kolumbien und Ecuador haben wir branchenweit Standards für einen nachhaltigeren und sozialverträglicheren Anbau konventioneller Bananen gesetzt.

Weitere Projekte unter besonderer Berücksichtigung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern
Kleine und mittlere Betriebe erzeugen weltweit einen Großteil aller Grundnahrungsmittel. Doch niedrige Erträge und die Folgen des Klimawandels drängen immer mehr kleinbäuerliche Familien in die Armut. Kleinbäuerliche Strukturen werden zunehmend durch industrielle Großbetriebe verdrängt. EDEKA ist sich der eigenen Verantwortung bewusst, bei einem global zunehmenden Bedarf an Nahrungsmitteln aktiv die Arbeitsbedingungen von Kleinbauern und ihren Familien zu verbessern. Dies geschieht durch eigene Projekte und durch die Nutzung von Standards, die die Unterstützung von kleinen Betrieben zu ihren Fokusthemen zählen.

Beispielhafte Projekte sind:
Förderung von Geschlechtergerechtigkeit

Zwei ILO Kernarbeitsnormen im Range eines Menschenrechts mit universeller Gültigkeit fördern die Geschlechtergleichstellung in der Arbeitswelt ganz besonders: das Übereinkommen über die Gleichheit des Entgelts sowie das Übereinkommen zur Abschaffung von Diskriminierung am Arbeitsplatz. Auch bei EDEKA setzen wir uns für die Förderung von Frauen entlang der Lieferkette und vor Ort in Deutschland ein, denn zusätzlich zur grundsätzlichen Übereinstimmung bei diesem Aspekt sind wir der festen Überzeugung, dass Unternehmen durch die explizite Förderung und Forderung von Frauen profitieren.
Entlang der Lieferkette setzen wir uns auf verschiedene Arten für die Stärkung von Frauenrechten ein: durch die Nutzung von Zertifizierungssystemen mit einem Fokus auf Geschlechtergleichheit, durch Mitarbeit in Initiativen (FONAP) und durch Schwerpunktsetzung in unseren eigenen Projekten (etwa dem Bananen-Projekt).

Risiken erkennen
Rund um das Thema Social Compliance stellen sich viele Herausforderungen: Komplexe Lieferketten, Tausende von unterschiedlichen Produkten und fehlende Transparenz innerhalb der Lieferkette verdeutlichen die Relevanz einer systematischen und holistischen Risikoanalyse. Bevor Risiken für Menschen- und Arbeitsrechte (Social-Compliance-Risiken) reduziert werden können, müssen sie erst einmal erkannt und priorisiert werden. Aus diesem Grund hat EDEKA in Kooperation mit externen Experten eine umfassende Risikoanalyse durchgeführt. Klares Ziel dieser Analyse ist, die größten Risiken im Bereich Social Compliance bei den EDEKA-Eigenmarken zu identifizieren sowie Empfehlungen zur Absicherung abzuleiten.  

Unter der Berücksichtigung von statistischen Daten und Erkenntnissen aus unseren eigenen Lieferant:innenbeziehungen, werden Risiken auf faktengesicherter Basis erfasst: In einem zweiten Schritt werden die gewonnenen Erkenntnisse ergänzt durch eine qualitative Risikoanalyse: Interviews mit Einkäufer:innen der Hauptwarengruppen liefern durch deren Expertise zusätzlichen Input für die Lieferkettentransparenz, für die realen EDEKA-Lieferbeziehungen sowie die Zusammenarbeit mit Lieferant:innen.

In einer Zusammenführung beider Betrachtungsebenen wird der Handlungsbedarf auf Basis der Risiken der EDEKA-Eigenmarken identifiziert und priorisiert. Schließlich wird geprüft, welche Absicherungsmaßnahmen für die aufgezeigten Risiken existieren. Warengruppen mit besonders hoher Risikowahrscheinlichkeit benötigen eine entsprechende Absicherung, um Verletzungen von Arbeits- und Menschenrechten entlang der Lieferketten zu vermeiden. Dabei haben wir jeweils die Anbau- und Verarbeitungsstufe separat voneinander betrachtet, da Risiken hier zum Teil sehr unterschiedlich gelagert sind. So kann spezifisch pro Warengruppe ein detaillierter Risikosteckbrief erarbeitet werden. Möglichkeiten sind die Absicherung durch bestehende Zertifizierungssysteme, aber auch eigene Projekte, Sensibilisierungen der Einkäuferinnen und Einkäufer, Einflussnahme durch langfristige Lieferbeziehungen bin hin zu einem Bezugsstopp für Waren aus Risikoländern.

Produkte mit besonderen Risiken
Warengruppen mit besonderem Social-Compliance-Risiko wurden inzwischen auf Basis der Risikoanalyse identifiziert. Berücksichtigt wurde dabei auch die Bedeutung für das EDEKA-Warengeschäft und die Herkunft:
Wesentliche Risiken sind Zwangs- und Kinderarbeit (z. B. bei Pflanzen/Blumen und Trockenobst), Diskriminierung, Arbeitszeit und Entlohnung (z. B. bei Kaffee, Kakao und Tee) und Arbeitssicherheit. Dabei gibt es besondere Länderrisiken: Länder, die hier besonders auffällig sind, wurden von externen Organisationen – wie Amfori BSCI – und internen Werkzeugen wie ELSA (einem eigens entwickelten Tool zur Einschätzung von Länderrisiken; EDEKA-Länderrisikoanalyse & -Skalierung für Arbeitsbedingungen) – identifiziert.

Maßnahmen zur Absicherung
Für EDEKA ist es ein wichtiges Anliegen, dass die von uns gehandelten Produkte unter ökologisch und auch sozial guten Bedingungen hergestellt werden. Die Einhaltung der Menschenrechte und geltender Gesetze durch die Lieferant:innen, etwa hinsichtlich Arbeitsbedingungen oder Entlohnung, ist grundlegende Voraussetzung, um EDEKA zu beliefern. Daher ist die Einhaltung von Grundstandards wie der ILO Kernarbeitsnormen in unseren Vertragsbedingungen verankert.

Um dies abzusichern, engagiert sich EDEKA dafür, dass entlang der gesamten Lieferketten für die jeweiligen Produkte Strukturen gefördert werden, um Sozialstandards einzuführen, deren Einhaltung umzusetzen und zu kontrollieren. Weitere Informationen finden Sie unter: https://verbund.edeka/verantwortung/handlungsfelder/gesellschaft/menschenrechte/

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Die EDEKA-Zentrale ist im Bereich „Menschenrechte“ stellvertretend für den gesamten EDEKA-Verbund aktiv. Hierbei wurden neben den ökologischen Auswirkungen vor allem auch die Risiken im Bereich Arbeitsbedingungen und Menschenrechte identifiziert. Die EDEKA-Zentrale setzt sich daher für die Weiterentwicklung der Maßnahmen zur Stärkung der Menschenrechte und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Lieferketten ein.

Die Geschäftsstandorte von EDEKA Nord umfassen lediglich Deutschland bzw. – genauer gesagt – unser Absatzgebiet (Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie nördliche Teile von Niedersachsen und Brandenburg). Das Risiko der Verletzung von Menschenrechten in dieser Region wird als äußerst gering eingestuft. Der Indikator wird daher als nicht wesentlich angesehen und auch nicht erfasst. 

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Die Geschäftsstandorte von EDEKA Nord umfassen lediglich Deutschland bzw. – genauer gesagt – unser Absatzgebiet (Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie nördliche Teile von Niedersachsen und Brandenburg), weshalb dieser Aspekt für EDEKA Nord nicht wesentlich ist und daher auch nicht erfasst wird.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Im Bereich unserer regionalen Eigenmarkenlieferant:innen arbeiten wir ausschließlich mit Lieferant:innen aus unserem Absatzgebiet bzw. aus unserer Region zusammen. Das bedeutet, dass unsere regionalen Eigenmarkenlieferant:innen in Deutschland ansässig und somit verpflichtet sind, sich an geltende Gesetze und soziale Kriterien zu halten.

Bei der Bewertung von neuen regionalen Eigenmarkenlieferant:innen gibt es (noch) keine standardisierte Vorgehensweise. Bei Lieferant:innenbesuchen vor Ort, speziell bei Erstbesuchen, werden die Gegebenheiten vor Ort geprüft. Auch soziale Aspekte wie Arbeitszeiten, Arbeitssicherheit und die Unterbringung von Erntehelfer:innen werden im Rahmen von Lieferant:innengesprächen thematisiert. Im Rahmen unseres festgelegten Ziels der Einführung der IFS-Zertifizierung bei unseren regionalen Eigenmarkenlieferant:innen als in unsere Lieferant:innendatenbank bis 2025 eingetragenes Merkmal wird das Thema „Bewertung neuer Lieferant:innen anhand sozialer Kriterien“ weitergehend thematisiert werden.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Siehe Angaben zu Leistungsindikator GRI SRS-414-1

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

EDEKA Nord ist sich als regionaler Lebensmittelhändler einer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und engagiert sich daher auf sozialer und ökologischer Ebene.

Soziales und gesellschaftliches Engagement findet bei EDEKA Nord in facettenreichen Ausprägungen statt. So selbstverständlich wie der Handel mit Lebensmitteln, so selbstverständlich ist für EDEKA Nord und unsere selbstständigen Kaufleute auch, sich im Interesse des Gemeinwohls für soziale Zwecke einzusetzen. Daher ist eines unserer Handlungsfelder auch „Gesellschaft“.

Die Großhandlung sowie die EDEKA-Märkte vor Ort engagieren sich in ihren Städten und Gemeinden und unterstützen Projekte, Vereine sowie karitative und öffentliche Einrichtungen durch Spenden oder tatkräftige Hilfe. So fördern wir beispielsweise die „Tafel“-Initiativen, die lokal Lebensmittel an bedürftige Menschen verteilen. Zugleich gehören die Kaufleute zu den tragenden Säulen des EDEKA Ernährungsservice sowie der bundesweiten Initiative „Aus Liebe zum Nachwuchs“ der Hamburger EDEKA-Stiftung.

Zusätzlich nimmt die Vermittlung von Wissen rund um den Themenkomplex „ausgewogene Ernährung“ eine ganz zentrale Rolle ein.

Folgende Projekte sind Beispiele für unser gesellschaftliches Engagement:

Ernährungsservice
Der EDEKA Ernährungsservice bildet Mitarbeiter:innen in den Märkten im Bereich Ernährung aus. So können diese später Kund:innenfragen sachverständig und bedarfsorientiert beantworten. In vielen Märkten wird der Ernährungsservice selbstständig durch kreative Aktionen ergänzt.

Hamburg packt’s zusammen
Unter dem Titel „Hamburg packt’s zusammen!“ ist EDEKA Nord Kooperationspartner der gemeinschaftlichen Hilfsaktion, um sich in der Corona-Krise zu engagieren. Zusammen mit mehreren norddeutschen Unternehmen packt und verteilt die Initiative „Versorgungstaschen“ an Menschen im Großraum Hamburg, die durch die Pandemie und den Lockdown in Not geraten sind. Mit den bedarfsgerecht gefüllten Taschen sollen Familien mit kleinen und größeren Kindern, Alleinerziehende, ältere Menschen, Obdachlose, Geflüchtete und Studierende unterstützt werden.

EDEKA „Feuerwehr-Mettwurst“
Täglich sorgen in Norddeutschland zehntausende Ehrenamtliche bei der freiwilligen Feuerwehr für Sicherheit und Gefahrenabwehr. Wir unterstützen dieses Engagement mit der „Feuerwehr-Mettwurst“-Aktion. Die Wurst ist saisonal in zahlreichen EDEKA- und MARKTKAUF-Märkten in unserem Absatzgebiet erhältlich. Ein Euro von jeder verkauften Wurst geht an die fünf norddeutschen Landesfeuerwehrverbände. Seit Beginn dieser Aktion im Jahr 2011 sind insgesamt bereits über eine halbe Million Euro zusammengekommen. Dieses Geld wurde von den Feuerwehrverbänden zur Finanzierung der Jugendarbeit genutzt und leistet somit einen Beitrag zur Nachwuchsförderung. 

Centspende
Gestartet wurde die Initiative „EDEKA Nord hilft“ mit der Centspende im Januar 2013. Mittlerweile sind auch Eurospenden möglich. Mitmachen können alle Mitarbeiter:innen von EDEKA Nord. Bei den Teilnehmer:innen wird monatlich der Überweisungsbetrag der Entgeltabrechnung auf den nächsten vollen Euro oder vollen Zehner abgerundet. Der gewünschte Betrag wird somit monatlich automatisch vom Gehalt abgezogen und für unser Hilfsprojekt „Der Wünschewagen“, bei dem schwerkranken Menschen eine gewünschte Reise ermöglicht wird, gespendet.

Generationenfreundlichkeit im Fokus
Das bundesweite Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen” zeichnet Geschäfte aus, bei denen der Einkauf für Menschen aller Altersgruppen, Familien und für Menschen mit Handicap komfortabel, angenehm und barrierearm ist. Generationenfreundlichkeit entwickelt sich immer mehr zu einem neuen zentralen Aspekt in unserer Gesellschaft.

In der Region von EDEKA Nord sind bereits zahlreiche Märkte mit dem Siegel „Generationenfreundliches Einkaufen“ ausgezeichnet. Großzügige Gänge für Rollstuhlfahrer, übersichtliche Regale, hell ausgeleuchtete Verkaufsflächen, rutschfeste Bodenbeläge, Sitzgelegenheiten zum Ausruhen: Das sind nur fünf der 63 Kriterien, die für das Siegel erfüllt werden müssen, das vom Handelsverband Nord verliehen wird.

EDEKA Stiftung
Um das Bewusstsein und die Freude an einem gesundheitsförderlichen Lebensstil bei Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu wecken, unterstützen die EDEKA Stiftung und viele EDEKA-Kaufleute die Nachhaltigkeitsprojekte des Programms „Aus Liebe zum Nachwuchs“. So wurden im Rahmen des Projektes „Gemüsebeete für Kids“ beispielsweise seit Projektstart im Jahr 2008 1.994 Beete in unserem Absatzgebiet angelegt. Weitere Informationen unter: https://stiftung.edeka/.

In Zukunft möchten wir unser Engagement für die Stiftung zusammen mit unseren Kaufleuten weiterhin fortsetzen.

Aktion „Baumpflanzkarte“ und #Einheitsbuddeln
Die ab 2021 jährlich geplante Pflanzung von mindestens 12.000 Bäumen im Rahmen unserer Aktionen „Baumpflanzkarte“ und #Einheitsbuddeln zahlen ebenfalls auf das Ziel der Reduktion des ökologischen Fußabdrucks ein. Neben unseren Kaufleuten werden bei diesen Aktionen auch Endverbraucher:innen aktiv integriert.   

Veranstaltungen und Events
EDEKA Nord fördert regelmäßig kulturelle Angebote wie die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das Schleswig-Holstein Musik Festival, die NDR Sommertour, den R.SH-Kindertag, die Norla Messe und den EDEKA Award. Im Rahmen der Veranstaltungen bieten wir ein vielfältiges kulturelles Angebot für Groß und Klein mit Genuss, Spiel und Spaß und stärken das Veranstaltungsangebot in unserer Region. Fortan möchten wir jährlich mindestens 250.000 Euro an Projekte zum Engagement auf ökologischer, sozialer und kultureller Ebene in unserem Absatzgebiet spenden und somit unser gesellschaftliches Engagement ausbauen. Die Erfassung des monetären Werts der Warenspenden durch den Bereich Controlling steht noch aus.

Zeitung in der Schule (ZiSch)
EDEKA Nord engagiert sich erfolgreich für die Aktion „Zeitung in der Schule“ (ZiSch). Ziel dieser Aktion ist es, das Lesen zu fördern und Schüler:innen zwischen 8 und 18 Jahren an das Medium Tageszeitung heranzuführen. Im Zuge dieses Bildungsprojekts erhalten die teilnehmenden Schulklassen drei Monate lang kostenlos Tageszeitungen direkt ins Klassenzimmer geliefert. Die Klassen nehmen an interessanten Rechercheaktionen bei uns im Groß- und Einzelhandel sowie in der Produktion teil und berichten anschließend darüber in ihrer Regionalzeitung. Im Kontext von „ZiSch“ begeistert auch unsere Ernährungsexpertin Kinder schon früh für eine ausgewogene Ernährung. Sie informiert in Kindergärten, Schulen und in unseren EDEKA-Märkten rund um das Thema Lebensmittel und gibt Tipps zum bewussten Genuss.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Detaillierte Angaben zu diesem Leistungsindikator finden Sie im EDEKA Nord-Geschäftsbericht 2020 ab Seite 16 (https://verbund.edeka/verbund/no/gesch%C3%A4ftsberichte/edekanord_gb2020_web.pdf)

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

In Politik und Gesellschaft wird täglich eine Vielzahl von Themen diskutiert, die den Lebensmitteleinzelhandel im Allgemeinen und EDEKA bzw. EDEKA Nord im Speziellen betreffen. Als genossenschaftlich organisierter Verbund bringen wir uns auf kontinuierlicher Basis aktiv in diese öffentlichen Debatten um politische Rahmenbedingungen ein. Dabei vermitteln wir allen beteiligten Gesprächspartnern tiefgreifende Einblicke in die tägliche Arbeit der rund 3.700 selbstständigen EDEKA-Kaufleute, beispielsweise bei Besuchen an Lagerstandorten oder beim Besuch in EDEKA-Märkten. (https://verbund.edeka/unternehmen/daten-fakten/politik/)  

Ziel ist es, das Verständnis für die Belange und Sichtweisen unserer mittelständischen Familienunternehmer:innen zu fördern. Unsere Sichtweise zu aktuellen politischen Fragestellungen wird in Positionspapieren durch die EDEKA-Zentrale gebündelt (https://verbund.edeka/unternehmen/daten-fakten/politische-positionen/). Unsere Standpunkte und Überzeugungen basieren auf den Erfahrungen und dem Sachverstand der 381.000 Mitarbeiter:innen, die den EDEKA-Verbund prägen. Die Positionspapiere beziehen sich auf folgende Themenschwerpunkte: Themen wie Arbeitsrecht, Baurecht oder Lebensmittelkennzeichnung sind politische Themen, die direkten Einfluss auf uns und unsere EDEKA-Kaufleute nehmen. Wir bieten politischen Entscheidungsträger:innen daher die Möglichkeit, im Rahmen sogenannter „Store Visits“ Einblicke in den Arbeitsalltag unserer Kaufleute zu erlangen. Themenschwerpunkte dieser Veranstaltung sind unser Genossenschaftssystem, Regionalität oder soziales Engagement. Aber auch aktuelle Herausforderungen auf Grundlage politischer Entscheidungen können konkret thematisiert und diskutiert werden, wie beispielsweise das Verpackungsgesetz, der Plastiktütenverkauf oder das Lieferkettengesetz.  

EDEKA Nord ist in keinen politisch aktiven Organisationen Mitglied und tätigt keine Parteispenden.  

Die EDEKA-Zentrale bringt sich stellvertretend für den EDEKA-Verbund aktiv in verschiedenen Initiativen ein, die die Verbesserung der Arbeitssituation und die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten sowie gesetzlichen Vorgaben zum Ziel haben. Dazu gehört die Arbeit in Gremien, die Arbeit in Projekten der jeweiligen Initiativen und auch gezielte Unterstützung, um die Zielsetzungen der Initiativen zu vertreten und voranzutreiben.

Beispiele hierfür sind: Weitere Informationen zu den einzelnen Punkten finden Sie hier: https://verbund.edeka/verantwortung/handlungsfelder/gesellschaft/menschenrechte/ Der Bereich Public Affairs der EDEKA-Zentrale unterhält außerdem Büros in Brüssel und Hamburg.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

EDEKA Nord tätigt keine Parteispenden.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Unter dem Begriff „Compliance Management“ sind alle Maßnahmen zu verstehen, die das rechts- und regelkonforme Verhalten des Unternehmens, seiner Organe sowie seiner Mitarbeiter:innen dauerhaft sicherstellen. Compliance war und ist für EDEKA Nord eine wichtige Voraussetzung, um die gesamte Unternehmensgruppe und alle Mitarbeiter:innen vor Schäden zu bewahren und die Reputation des gesamten EDEKA-Verbunds nachhaltig zu schützen.

Die Compliance-Richtlinie von EDEKA Nord ist deshalb in ausgewählten Fällen bewusst enger gefasst als die gesetzlichen Regelungen, um bereits den Anschein eines regelwidrigen Verhaltens zu vermeiden. Denn schon der Verdacht eines Verstoßes kann zu einer Schädigung der Reputation von EDEKA Nord bei unseren selbstständigen Kaufleuten, Endverbraucher:innen, Geschäftspartner:innen und in der Öffentlichkeit führen. Die Compliance-Richtlinie wurde im ersten Quartal 2021 fertiggestellt und soll durch Schulungen im darauffolgenden Halbjahr in den Regelprozess integriert werden.

Jede:r Mitarbeiter:in ist für die Einhaltung von Gesetzen und Regeln verantwortlich. Die Geschäftsführung und die Führungskräfte sind zusätzlich dafür verantwortlich, ihre Mitarbeiter:innen dabei zu unterstützen, die Vorgaben zu verstehen, anzuwenden und für ein Umfeld zu sorgen, das die ständige Einhaltung ermöglicht. Die Richtlinie gilt in allen Organisationseinheiten und Tochtergesellschaften von EDEKA Nord. Die Vorgaben sind für alle Mitarbeiter:innen verbindlich.

Zu einer erfolgreichen Umsetzung dieser Verhaltensrichtlinie gehört konsequentes Handeln bei Verstößen. Verstöße gegen gesetzliche oder unternehmensinterne Vorgaben können als Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten eingestuft werden und deshalb entsprechende arbeitsrechtliche Sanktionen zur Folge haben. Diese können bei schweren Verstößen bis zur fristlosen Kündigung reichen und strafrechtliche Verfolgung und Schadenersatzforderungen nach sich ziehen.

Geschäftspartner:innen laufen Gefahr, dass die Geschäftsbeziehung bei Verstößen unverzüglich beendet wird.

Die Prävention und das Erkennen von Verstößen werden durch interne Prozesse unterstützt, insbesondere durch die konsequente Umsetzung des Vier-Augen-Prinzips und eine angemessene Funktionstrennung. Es gehört zu den organisatorischen Pflichten verantwortlicher Mitarbeiter:innen und Vorgesetzter, die Einhaltung gesetzlicher und interner Vorgaben sowie die Umsetzung der internen Kontrollen zu beachten. Ein externer Rechtsanwalt außerhalb unseres Geschäftsgebietes dient allen Mitarbeiter:innen als Ombudsperson. Bedrohungen, Gefahren und Korruption können so anonym aufgedeckt werden. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, müssen bedeutsame Entscheidungen und Handlungen mit finanziellen Auswirkungen im Vier-Augen-Prinzip abgestimmt und nach den bestehenden Regeln freigegeben werden. Die Regeln zur Freigabe sind in der gesonderten Richtlinie R 1 (Kompetenzrichtlinie) festgehalten. Sie sind zweckgebunden umzusetzen. Alle Mitarbeiter:innen sind für die vollständige und wahrheitsgemäße Dokumentation der dienstlichen Ausgaben verantwortlich.

Die Konzernrevision ist eine Stabsstelle der Geschäftsführung. Sie prüft die Richtlinie gegen und übernimmt somit die Kontrollfunktion für die Einhaltung der erlassenen Regeln. „Risikomanagement und Compliance“ ist eine Stabsstelle im Geschäftsbereich Finanz- und Rechnungswesen. Die Compliance-Stelle untersteht fachlich und disziplinarisch dem zuständigen Geschäftsbereichsleiter. Von dieser Weisungsbefugnis ausgenommen sind Tätigkeiten und Untersuchungen der Compliance-Stelle mit Bezug zum Geschäftsbereich Finanz- und Rechnungswesen. In diesen Fällen untersteht die Compliance-Stelle direkt der Geschäftsführung. Sie ist verantwortlich für die Koordination, Verwaltung, Dokumentation und Weitergabe der Compliance-Informationen. Die Compliance-Stelle ist zur Verschwiegenheit verpflichtet. Ihr anvertraute Informationen bzw. gemeldete Risiken oder Verstöße darf sie nicht an fremde Adressaten wie z.B. einen anderen Geschäftsbereich weitergeben. Werden Compliance-Risiken entdeckt, die nach Beurteilung der Compliance-Stelle von herausragender Bedeutung für EDEKA Nord sind, so berichtet sie direkt an die Geschäftsführung. Bezüglich dieser Meldungen unterliegt die Compliance-Stelle keinerlei Weisungsbefugnis seitens des für sie zuständigen Geschäftsbereichsleiters. 

Damit die Mitarbeiter:innen von EDEKA Nord stets auf dem aktuellen Stand hinsichtlich interner Regelungen und gesetzlicher Anforderungen sind, unterhält EDEKA Nord ein digitales Schulungssystem. Mit diesem System wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter:innen in regelmäßigen Abständen für sie relevante Pflichtkurse absolvieren. Die Durchführung der Schulungen der Mitarbeiter:innen wird seitens der Abteilungsleiter:innen dokumentiert und an die jeweiligen Geschäftsbereichsleiter:innen weitergereicht bzw. durch diese auch eingefordert. Führen Mitarbeiter:innen die zugewiesenen Pflichtkurse nicht aus, so melden die sogenannten Pflichtkursverantwortlichen dies den jeweiligen Vorgesetzten. Die Abteilung Interne Revision prüft im Rahmen ihrer Tätigkeit, ob die Pflichtkursverantwortlichen die Tätigkeit der Überwachung durchgeführt haben. Neueingestellte Mitarbeiter:innen haben die Pflichtkurse innerhalb der ersten fünf Werktage nach Eintritt zu belegen.

Zukünftig werden weitere Richtlinien der einzelnen Geschäftsbereiche der Geschäftsführung vorgestellt und durch diese verabschiedet. Ein Risiko für unser Unternehmen stellt das Thema Korruption und Bestechlichkeit dar. Das Compliance-Management inklusive der Richtlinien dient dem Zweck, derartige Risiken für EDEKA Nord zu minimieren und ihnen entgegenzuwirken.

Weitere Informationen zu konkreten Zielsetzungen im Bereich Compliance finden sich unter Kriterium drei "Ziele".

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Die Rahmenbedingungen, Richtlinien und Prozesse für einen unternehmensweiten Umgang mit Compliance-Risiken werden durch die Stabsstelle „Risikomanagement und Compliance“ festgelegt.

Derzeit gibt es noch kein Managementtool, in dem Korruptionsrisiken systematisch erfasst und bewertet werden. Das bedeutet nicht, dass Hinweise, die bei der Compliance-Stelle oder dem Ombudsanwalt eingehen, nicht bearbeitet und zur Aufklärung an die zuständigen Fachbereiche – insbesondere an die Konzernrevision –  weitergeleitet und nicht entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Im Berichtsjahr ging kein wesentlicher Hinweis auf Korruption bei der Stabsstelle „Risikomanagement und Compliance“ ein.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Es gab im Jahr 2020 keine erheblichen Bußgelder und keine nicht-monetären Sanktionen aufgrund der Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften.