14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

GESELLSCHAFT
Rechte von Arbeitnehmer*innen

Die Einhaltung aller arbeitsrechtlichen Belange ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Die Interessen der Mitarbeiter*innen werden vom gewählten Betriebsrat vertreten. Die Vergütung erfolgt auf Basis des Tarifvertrags der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Sonderleistungen, die im Verhältnis zu den anderen Vergütungsbestandteilen von untergeordneter Bedeutung sind, werden über ein leistungs- und erfolgsorientiertes Vergütungssystem gewährt. Da unsere Belegschaft die wichtigste Ressource darstellen, werden kontinuierlich Maßnahmen ergriffen, um sie auch über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus in die Weiterentwicklung unseres Unternehmens einzubinden. So haben Mitarbeitende unter anderem die Möglichkeit sich an die Arbeitsgruppe »Prozesse« zu wenden und dort Verbesserungen zu Prozessen und Vorgängen einzureichen. Die Bank informiert kontinuierlich über das Intranet und über persönliche Austauschformate zu aktuellen Themen - insbesondere zur Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Seit Oktober 2021 verwenden wir im Rahmen eines Pilotprojektes zudem eine App für die interne Nachhaltigkeitskommunikation. Sie gibt den Mitarbeitenden direkt die Möglichkeit über verschiedene Nachhaltigkeitsmaßnahmen abzustimmen. Auf diese Weise hat sich die Belegschaft z.B. für die Zertifizierung der Bank als fahrradfreundlicher Arbeitgeber ausgesprochen. Die Umsetzung dieser Maßnahme ist für die erste Jahreshälfte im Jahr 2022 vorgesehen. Vorschläge können darüber hinaus jederzeit auch per Mail an die Nachhaltigkeitsbeauftragte herangetragen werden. Des Weiteren steht es allen Mitarbeitenden jederzeit frei, ihre Meinung, Anregungen oder Kritik entweder direkt an den Vorstand oder die Personalabteilung oder den Betriebsrat zu adressieren. Als konkrete Ziele in Bezug auf die Beteiligung der Mitarbeitenden beabsichtigen wir jährlich
Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter*innen wird regelmäßig im Rahmen einer Umfrage evaluiert. Die letztjährige Umfrage hat einen Zufriedenheitsindex von 75 ergeben. Die Umfrage enthält zudem Fragen zur Nachhaltigkeitsstrategie. Insgesamt gaben 74% an, mit den bisherigen Nachhaltigkeitsmaßnahmen der Bank zufrieden oder sehr zufrieden zu sein.   In Bezug auf unsere Geschäftstätigkeit (Beratung und Vertrieb von Bankprodukten), Geschäftsbeziehungen (Privatkunden, Firmenkunden) Produkte und Dienstleistungen (Geldanlageberatung, Finanzierungsberatung, Versicherungen) sind keine Risiken für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer festzustellen. Die Edekabank betreut in allen sieben EDEKA-Regionalgesellschaften Kaufleute und ist damit deutschlandweit tätig. Außerhalb von Deutschland gehen wir keinen Geschäften nach.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Chancengerechtigkeit

Chancengleichheit, faire Entlohnung, Vermeidung von Diskriminierung sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben bei uns oberste Priorität. Im Rahmen unserer Personalstrategie - von der Stellenausschreibung über den Einstellungsprozess bis hin zur Ausscheidung aus unserem Unternehmen - wird Chancengleichheit unabhängig von Alter, Religion, ethnischer Herkunft, sexueller Identität oder Geschlecht gewährleistet. Die entsprechende Verankerung regelt unsere Diversitätsrichtlinie. Im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten wird der Einsatz von qualifizierten Frauen in Führungspositionen der Bank gefördert. Bei vakanten und/oder neu zu schaffenden Stellen werden Bewerberinnen und Bewerber, die über gleichwertige Qualifikationen verfügen, gleichberechtigt in das Auswahlverfahren aufgenommen. Die Stellenbesetzung erfolgt auf Basis einer sachgerechten sowie zukunftsfähigen Entscheidung zu Gunsten des Hauses.

Im Herbst 2021 wurde im Rahmen unserer Diversitätsrichtlinie das Thema „Inklusive Sprache“ aufgegriffen. Die Bank hat sich in diesem Kontext auf die Verwendung des Gender-Sternchens in der internen und externen Kommunikation festgelegt. Diese Anpassung vollständig zur Regel werden zu lassen, ist es uns bisher nicht gelungen. Es hat sich daher eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit diesem Thema verstärkt auseinandersetzt und Sensibilisierungsmaßnahmen für Mitarbeitende plant.

Eine Zielquote für den Frauenanteil oder andere Ziele in Bezug auf Chancengerechtigkeit haben wir bislang nicht verabschiedet. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern wir über u. a. Teilzeitarbeitsverhältnisse (von den insgesamt 179 Mitarbeiter*innen arbeiten 28 in Teilzeit), mobiles Arbeiten und Ferienbetreuung für die Kinder. Der Anteil weiblicher Führungskräfte liegt bei 37 % (Stichtag 31.12.2021).

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Qualifizierung

Der Erfolg der Edekabank ist entscheidend vom Können und Engagement ihrer Mitarbeiter*innen abhängig. Die Befähigung zur bestmöglichen Leistungserbringung hat daher für uns einen hohen Stellenwert. Die unternehmerische Herausforderung besteht im Ausbau von Kompetenzen und Kapazitäten, die im Wege der Digitalisierung und der geschäftspolitischen Ausrichtung erforderlich sind. Die Mitarbeitenden sollen zu Leistungen befähigt werden, die über das zu erwartende Normalmaß hinausgehen und somit Wettbewerbsvorteile für die Edekabank sichern.

Wesentliche Risiken bezüglich der Qualifizierung unserer Belegschaft konnten wir zwar nicht identifizieren. Dennoch legen wir großen Wert auf die Qualifizierung und kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter*innen. Auch wenn es keine quantitativen Ziele im Bereich der Qualifizierung gibt, fördern wir lebenslanges Lernen. Wir bieten ihnen ein umfassendes Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen an. Seit März 2021 stehen ihnen 75 Online-Kurse in den Bereichen Digitalisierung, Kommunikation, Kreativität und Management zur Verfügung. Mitarbeitende, die bis Jahresende drei dieser Kurse abgeschlossen hatten, konnten einen zusätzlichen Bildungstag beantragen. Zusätzlich haben wir gegen eine Spende an den WWF in Höhe von 20 € interessierten Mitarbeitenden eine Lizenz für eine Sprachlern-App zur Verfügung gestellt. Hiervon machten 24 Personen Gebrauch. Die jährlichen Ausgaben für Weiterbildung lagen im Jahr 2021 insgesamt bei 217.488 €. 

Die Edekabank bietet jährlich drei Ausbildungsplätze zur Bankkauffrau/ zum Bankkaufmann an. Um die Attraktivität unserer Ausbildungsplätze zu erhöhen, können sich die Auszubildenden für eine studienintegrierte Ausbildung entscheiden. Auf diese Weise erhalten Sie innerhalb von vier Jahren zusätzlich zum Ausbildungsabschluss auch einen Bachelor of Arts in Betriebswirtschaftslehre. Wir sind der Auffassung, dass dieses Angebot uns bei dem Ziel, die drei Ausbildungsplätze mit motivierten Kandidat*innen zu besetzen, wesentlich unterstützt.

Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements werden u. a. Präventionstage, „EDEKA fit & gesund“-Sportkurse sowie Vorträge angeboten. Über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus fördern wir die Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen zudem durch ergonomische Arbeitsplätze.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

In 2021 gab es keine arbeitsbedingten Verletzungen. Unsere Angestellten arbeiteten insgesamt 246.064 Stunden, externe Mitarbeiter*innen 863,75 Stunden.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Mitarbeitende der Edekabank werden jährlich zu Arbeitssicherheit und Brandschutz unterwiesen. In Fragen zur Ergonomie können sie von der Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der Betriebsärztin eine Beratung in Anspruch nehmen. Im Intranet stehen außerdem umfangreiche Informationen zu den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zur Verfügung, darunter sind auch Hinweise zu gefahrenfreiem Arbeiten im Home Office.

Es gibt einen Ausschuss für Arbeitssicherheit, der zwei bis vier Mal jährlich tagt. Mitglieder des Ausschusses sind die Fachkraft für Arbeitssicherheit, die Betriebsärztin sowie jeweils ein*e Vertreter*in des Arbeitgebers. Mitarbeitende sind durch ein Mitglied des Betriebsrats vertreten. Der Ausschuss bewertet relevante Informationen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz, beschließt, sofern nötig, Maßnahmen und steuert ihre Umsetzung.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Insgesamt absolvierten unsere Mitarbeitenden in 2021 durchschnittlich 11,7 Stunden Weiterbildung.
Die Aufteilung nach Geschlecht und Angestelltenkategorie sah dabei wie folgt aus (Angabe in Stunden):
  Männer Frauen  
Vorstand 27,3 0,0 27,3
Bereichsleitung 132,2 71,8 204,0
Gruppenleitung 158,7 98,7 257,4
Mitarbeitende 813,5 734,8 1548,3
Gesamt 1131,8 905,2 2037,0

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Für das Jahr 2021 sehen die Diversitätskategorien für Kontrollorgane und Angestelltenkategorien wie folgt aus
  Männer Frauen  
Aufsichtsrat 83,3% 16,7%  
Vorstand 100,0% 0,0%  
Bereichsleitung 72,7% 27,3%  
Gruppenleitung 53,9% 46,2%  
Mitarbeitende 44,8% 55,2%  
Gesamt 48,0% 52,0%  
       
  unter 30 Jahre 30-50 Jahre über 50 Jahre
Aufsichtsrat 0,0% 16,7% 83,3%
Vorstand 0,0% 0,0% 100,0%
Bereichsleitung 0,0% 81,8% 18,2%
Gruppenleitung 0,0% 61,5% 38,5%
Mitarbeitende 13,8% 51,7% 34,5%
Gesamt 11,7% 54,4% 33,9%

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Im Berichtszeitraum wurden keine Diskriminierungsvorfälle dokumentiert.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Menschenrechte

Als Menschenrechte gelten von Geburt an erworbene Rechte eines Individuums, die weder durch den Staat noch durch andere Individuen eingeschränkt werden dürfen. Wir fühlen uns zur Wahrung dieser Rechte im Unternehmen und auch in den Wertschöpfungsketten, an denen wir beteiligt sind, verpflichtet. Wir schließen daher sowohl bei den Eigenanlagen als auch bei der Kreditvergabe Investments bzw. Finanzierungen von Unternehmen aus, die in Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen gebracht werden. Wir ziehen hierzu Daten heran, die u.a. Auskunft über Verstöße gegen den UN Global Compact ausweisen.
Für das Investment in Länder haben wir uns ebenfalls strenge Vorgaben gesetzt. Grundsätzlich investiert die Edekabank bspw. nicht in Wertpapiere von Ländern, die die Todesstrafe vollziehen, oder in undemokratische Regime und Länder mit eingeschränkter Glaubensfreiheit. Unser Ziel ist es, über keinerlei Investment mehr zu verfügen, das diese Kriterien nicht erfüllt. 

Da wir überwiegend mit Partnern kooperieren, die ihren Unternehmenssitz in Deutschland haben, schätzen wir Menschenrechtsbezogene Risiken in unserer Lieferkette als gering ein. Dennoch lassen wir uns seit dem letzten Jahr im Rahmen der Nachhaltigkeitsabfrage vor Vertragsschluss die Einhaltung von Sozialstandards bestätigen. Dazu zählen ebenfalls Menschenrechte. Im Jahr 2021 wurden auf diese Weise bereits 9 % neu abgeschlossener Verträge auf diese Weise bewertet. Eine Überprüfung sozialer Auswirkungen, wie bspw. Menschenrechtsverletzungen, von Lieferanten hat aus Kapazitätsgründen nicht stattgefunden und ist auch nicht in Planung. Sofern möglich, ziehen wir zudem bei der Beschaffung von Produkten (z. B. Büromaterial) nachhaltige Gütesiegel heran, die neben ökologische auch arbeits- und sozialrechtliche Kriterien beachten. Rechtlich verbindliche Menschenrechtsklauseln sind in Investitionsvereinbarungen bisher nicht enthalten.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Im Jahr 2021 haben 100% der Investitionen, die für unsere Eigenanlagen getätigt wurden, eine Auswahlprüfung nach Umwelt- oder sozialen Faktoren durchlaufen. Wir greifen für diese Prüfung auf Daten externer Ratingagenturen zurück. Sind Menschenrechtsverletzungen eines Emittenten bekannt, gilt dieser für uns als nicht investierbar.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Die Edekabank verfügt ausschließlich über Büroräume in der Hamburger City Nord. Dort liegen keine Menschenrechtsverletzungen vor.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

9% der neuen Lieferanten wurden in 2021 anhand sozialer Kriterien bewertet.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Eine Überprüfung unserer Lieferanten im Hinblick auf soziale Aspekte findet nicht statt. Im Rahmen einer Grundsatzanalyse konnten keine erheblichen tatsächlichen und potenziellen negativen sozialen Auswirkungen festgestellt werden.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Gemeinwesen

 
Umweltschutz ist der Kern des Nachhaltigkeitsansatzes der Edekabank. In diesem Bereich engagieren wir uns über die Unternehmensgrenzen hinaus. Wir nutzen dabei vor allem die Einbettung der Bank in den Verbund der Volks- und Raiffeisenbanken und die zugehörigen Verbände sowie in den EDEKA-Verbund. Durch Vorträge und Meinungsbeiträge schaffen wir Verständnis für die Relevanz von Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft und suchen Partner, mit denen wir gemeinsam an einem Wandel hin zu einer nachhaltigeren (Finanz-) Wirtschaft arbeiten.

Wir beteiligen uns des Weiteren an verschiedenen Gremien, deren Themen wir unterstützen und vorantreiben wollen. Wir sind u.a. Mitglied im Nachhaltigkeitsrat des Genossenschaftsverband, im Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VFU) sowie in einer Arbeitsgruppe deutschsprachiger Banken, die sich verpflichtet haben, den bisher einzigen Standard für die Berechnung finanzierter Emissionen der Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) anzuwenden. Als Erstunterzeichner der Klimaschutzselbstverpflichtung gehören wir zudem zu einer Gruppe von 16 Banken, die beabsichtigen, ihre Investment- und Kreditportfolio im Einklang mit den Pariser Klimazielen auszurichten. 

Darüber hinaus unterstützten wir mit insgesamt 20.280€ über die EDEKA Stiftung Betroffene der Flutkatastrophe im Ahrtal.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Im Rahmen unserer allgemeinen Geschäftstätigkeit haben wir zudem den folgenden wirtschaftlichen Wert erzeugt:
Die Edekabank ist ausschließlich in Deutschland tätig, eine Aufschlüsselung auf regionaler Ebene ist vor dem Hintergrund unseres Geschäftsmodells nicht sinnvoll.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Politische Einflussnahme

Politische Neutralität hat in der Edekabank einen hohen Stellenwert. Wir sind daher weder Mitglied in einer Partei noch einer politischen Organisation. Von Spenden und Zuwendungen an politische Gremien oder Regierungen, Politiker und Parteien sehen wir ab. Wir bringen uns über unseren Spitzenverband, den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), in den demokratischen Meinungsbildungsprozess ein. Der BVR vertritt bundesweit und international die Interessen der genossenschaftlichen Bankengruppe. Dies betrifft insbesondere geschäftspolitische, kreditwirtschaftliche und aufsichtsrechtliche Fragen gegenüber der Politik und zuständigen Regulierungs- und Aufsichtsbehörden auf nationaler und europäischer Ebene. Wir beobachten intensiv die Entwicklungen im Bereich Nachhaltige Finanzen wie zum Beispiel die Veröffentlichungen des Sustainable Finance Beirats der Bundesregierung. Große Aufmerksamkeit schenken wir auch der EU-Taxonomie und ihren Auswirkungen auf die Anforderungen an uns als Bank.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Von Spenden und Zuwendungen an politische Gremien oder Regierungen, Politiker und Parteien sehen wir ab.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten


Die Edekabank fühlt sich aus eigener Verantwortung heraus den Compliance-, Geldwäsche- und Datenschutz-Anforderungen verpflichtet. Diesen sind wir nachgekommen. Kund*innen wie Mitarbeitende der Bank schützen wir vor Persönlichkeitsrechtsverletzungen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten. Die Bank stellt außerdem das rechtmäßige Verhalten ihrer Mitarbeiter*innen sicher und vermeidet dadurch Interessenkollisionen zwischen Kund*innen, Belegschaft und Bank. Weiterhin hat die Bank zur Prävention vor Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen umfassende Maßnahmen ergriffen.

Wir fordern dieses Verhalten darüber hinaus auch von Staaten und Unternehmen ein, in die wir investieren. Wir haben daher im Rahmen unserer Anlagerichtlinie Mindestanforderungen z. B. in Bezug auf Korruptionsbekämpfung definiert, die für ein Investment unserer Eigenanlagen erfüllt sein müssen.

Verantwortlich für die Überprüfung rechtlicher Belange ist die Abteilung Compliance, die direkt an den Vorstand berichtet. Er ist somit in den Compliance-Prozess eingebunden. Es besteht bei Verdachtsfällen eine sofortige Meldepflicht gegenüber dem Compliance-Verantwortlichen. Führungskräfte und Beschäftigte werden regelmäßig durch Online-Schulungen zu diesen Themen sensibilisiert. Durch eine kontinuierliche Risikoanalyse beabsichtigen wir relevante Zwischenfälle zu identifizieren, um daraus Maßnahmen zu entwickeln, die eine Steuerung und Überwachung der entsprechenden Risikobereiche ermöglichen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Die Betriebsstätte der Edekabank ist ihr Bürostandort in der Hamburger City Nord. Im Rahmen unserer regulären Geschäftpartner-Screenings sowie der Prüfung sonstiger strafbarer Handlungen wurden keine erheblichen Korruptionsrisiken ermittelt.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Es wurden keine Fälle von Korruption aufgedeckt. Daher kam es weder zu Entlassungen, Abmahnungen, Vertragskündigungen gegenüber Geschäftspartnern oder öffentlich-rechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit Korruption.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Es wurde kein Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt.