14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Bayerische ist ausschließlich in Deutschland tätig und sämtliche Mitarbeitende sind im Inland beschäftigt. Selbstverständlich werden alle in Deutschland geltenden Rechtvorschriften zum Arbeitsrecht und zur Arbeitnehmermitbestimmung eingehalten. Die wesentlichen Rahmenwerke sind die einschlägigen Gesetze, tarifvertragliche Vereinbarungen sowie Betriebsvereinbarungen. Die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen und der Rahmenwerke wird durch die Personalabteilung und dem Betriebsrat kontrolliert und sichergestellt. Die Bayerische agiert im Einklang mit den ILO Kernarbeitsnormen. In den genannten Bereichen wurden im Berichtsjahr 2020 keine Ziele definiert, da alle Mitarbeitenden durch die Gesetzgebung in Deutschland sehr gut geschützt und abgesichert sind. Im kommenden Jahr wird über die Ziele u.a. hinsichtlich des Arbeitsschutzes – und Arbeitssicherheit im Homeoffice und beim mobilen Arbeiten berichtet werden können. Eine Umsetzung einer entsprechenden Betriebsvereinbarung ist ab dem Jahr 2022 geplant.

Alle Mitarbeitenden sind eingeladen, sich mit ihren Vorschlägen zur Nachhaltigkeit bei der Bayerischen einzubringen. Für diese Beiträge wurde eine Mailbox eingerichtet. Selbstverständlich ist auch ein direkter Kontakt möglich mit den Fachvertreter:innen des Nachhaltigkeitsmanagements und den Verantwortlichen aus der OE Facilitymanagement, Einkauf und Nachhaltigkeit.

Im Dialog mit den Mitarbeitenden und deren Vertretungen sind bei der Bayerischen beispielhaft folgende Angebote umgesetzt worden: 
- After-Work-Partys zur internen Vernetzung (Pausiert durch Corona)
- Fuck-Up-Night (Umgang mit Misserfolgen)
- Mystery Lunch (Vernetzung der Mitarbeitenden, auch digital via MS Teams möglich)
- Mentoringprogramm für Azubis  - Angebot zur Nutzung des Homeoffice und dem mobilen Arbeiten - Digitale Kinderbetreuungsangebote - Täglich kostenloses Obst und Wasser in der Hauptverwaltung
- Fahrtkostenzuschuss bei Nutzung des ÖPVN in Höhe bis 25 €
- Flexible Arbeitszeitmodelle
- Pflegelotsenprogramm
- Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Kinderbetreuung, Heim- und Altenbetreuung  sowie Lebenslagen-Coaching 
- Kindgerechte Gestaltung eines Eltern-Kind-Büros
- Kontakthalteprogramm für Mitarbeitende in familienbedingten längeren Auszeiten

Eine explizite Risikoanalyse für den Bereich der Arbeitnehmerrechte bei der Bayerischen ist aufgrund der verbindlichen Rechtsvorschriften in Deutschland sowie der konstruktiven Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmervertretung im Unternehmen nicht erfolgt.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die Bayerische nutzt vielfältige Instrumente und Maßnahmen, um Chancengerechtigkeit im Unternehmen herzustellen und zu fördern. Dabei wird auf bestehende gesetzliche Vorschriften wie das Allgemeine Gleichstellungsgesetz aufgebaut. 

Bei der Bayerischen setzen sich Geschäftsführung, Betriebsrat, Auszubildendenvertretung und Schwerbehindertenvertretung für Chancengleichheit ein.

Die Bayerische bietet unter anderem ein Mentoringprogramm für Azubis, Personalentwicklungsprojekte für die Vernetzung der Mitarbeitenden und ein Pflegelotsenprogramm zur Beratung von Mitarbeitenden zu allen Fragen der Pflege. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird durch die Bayerische mit (digitaler) Kinderbetreuung, kindgerechter Gestaltung eines Eltern-Kind-Büros und flexiblen Arbeitszeitregelungen, Aufstockung der Ausgleichs – und Gleittage, sowie Homeoffice gefördert. Ein Kontakthalteprogramm für Mitarbeitende in familienbedingten längeren Auszeiten sichert den sozialen Zusammenhalt
. Weitere Angebot der Bayerischen sollen der Gesundheit und Fitness der Mitarbeitenden dienen:
Grundsätzlich finden die Regelungen der Tarifverträge für die private Versicherungswirtschaft für alle Arbeitnehmer einschließlich der Auszubildenden bei der Bayerischen Anwendung. Auf Basis von Vergütungstrends wird die Vergütung der Mitarbeitenden regelmäßig verglichen und überprüft. Damit soll sichergestellt werden, dass Mitarbeitende nicht nur zu Beginn ihrer Tätigkeit, sondern auch während der gesamten Betriebszugehörigkeit attraktiv und marktgerecht entlohnt werden.
Die Bayerische wird themenspezifische Ziele für den Bereich der Chancengerechtigkeit ab 2021 im Dialog mit den unternehmensinternen Anspruchsgruppen bestimmen und mit qualitativen sowie quantitativen Zielen konkretisieren. Zudem ist ein Programm zur Förderung von Frauen im Jahr 2021 geplant.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Für die Bayerische als Dienstleister ist die Entwicklung und Qualifikation von Mitarbeitenden ein elementar wichtiges Thema. Nach Möglichkeit soll jede Person in seiner persönlichen Entwicklung und beruflichen Entfaltung gefördert und unterstützt werden.

Zusätzlich wurden Einflussfaktoren von außen (Demografie, Digitalisierung, Medienkompetenz, Vereinbarkeit von Beruf und persönlichen Lebensentwürfen, Beschäftigungsfähigkeit, etc.) identifiziert, mit den qualifiziert und angemessen umzugehen ist. Dafür stehen bei der Bayerischen zielgruppengerechte Instrumente und Maßnahmen in der Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten zur Verfügung. 

Weiteres wesentliches Aufgabengebiet der Qualifizierung ist das Gesundheitsmanagement, was durch den demografischen Wandel zu einem entschiedenen Wettbewerbsfaktor werden kann. Die Angebote der Bayerischen zu kostenlosen oder vergünstigten Sportangeboten soll den Ausgleich zur Arbeit und die Beschäftigungsfähigkeit fördern.

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen werden flexible Arbeitszeitmodelle, Homeoffice, ein Pflegelotsenprogramm, (digitale) Kinderbetreuung und vieles mehr angeboten.
Die Bayerische betreibt und unterstützt die Qualifizierung von Mitarbeitenden, um unter anderem damit folgenden wesentlichen Risiken für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens zu begegnen:
- Ausbau der Attraktivität als Arbeitgeber im Wettbewerb bei der Gewinnung von Nachwuchs
- Befähigung des bestehenden Teams zur Teilhabe an der Digitalisierung von Geschäftsabläufen
- Bindung von Mitarbeitenden durch abwechslungsreiche Tätigkeiten
- Erhöhung der Flexibilität von Mitarbeitenden zum Beispiel beim Homeoffice

Die Qualifizierung richtet sich an möglichst viel Mitarbeitende und ist bislang nicht an eine Zahl gebunden. Die Maßnahmen zur Qualifizierung haben bereits begonnen und werden im Sinne eines kontinuierlichen Prozesses betrieben. Für 2021 ist geplant, dass die Bayerische themenspezifische Ziele für den Bereich der Qualifizierung ab 2021 bestimmt und mit qualitativen sowie quantitativen Benchmarks konkretisiert.            

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

a. Für alle Angestellten:
i. 0
ii. 0
iii.
4
iv. Wegeunfall

v. 781.882

b. Es gibt keine Personen, die in einem solchen Verhältnis zur Bayerischen stehen.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Aktuell hat die Bayerische keine Möglichkeit diese Daten zu erheben und auszuwerten.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Zu diesem Leistungsindikator kann die Bayerische für das Berichtsjahr 2020 nicht berichten.

Es ist Ziel der Bayerischen ab dem Berichtsjahr 2021 auch zu diesem Leistungsindikator zu berichten.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht; w 18%, m 82%, d 0%
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt 0%, 30-50 Jahre alt 17%, über 50 Jahre alt 83%;
iii. keine weiteren Indikatoren werden berücksichtigt

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Vorstand w 0%, m 100%, d 0%
Management unter dem Vorstand F1: w 13%, m 87%, d 0%
Management unter dem Vorstand F2: w 43%, m 57%, d 0%
Management  unter  dem  Vorstand  F3: w 11%, m 89%, d 0%

ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt 22,8%, 30-50 Jahre alt 38,7 %, über 50 Jahre alt 38,5%;
iii.12 Schwerbehinderte oder gleichgestellte Schwerbehinderte

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Im Berichtszeitraum lagen keine Meldungen zu Diskriminierungsvorfällen vor.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Bayerische ist in Deutschland tätig und die Einhaltung der Menschrechte ist hier nicht gefährdet.
Zwangs- und Kinderarbeit sind in Deutschland und der EU gesetzlich verboten.

Die Bayerische sieht den strategischen Hebel für Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage und wendet als Unterzeichnerin seit 2017 die Prinzipien für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen (UN-PRI) an. Um die Nachhaltigkeit unseres Portfolios sicherzustellen, wurde MSCI ESG Research mit der laufenden Beobachtung der Kapitalanlagen beauftragt. Die Klassifikation erfolgt in 7 Ratingstufen CCC (schlecht) bis AAA (sehr gut). Die Kapitalanlage der Bayerischen schneidet Ende 2018 insgesamt mit „gut“ ab. Es ergibt sich ein ESG Quality Score von 6,3 bei den Fonds und 6,1 bei den Direktanlagen (Skala von 0 bis 10), Stand 31.12.2018.

Für das Jahr 2021 ist die Überarbeitung der Ausschlusskriterien in der Anlagestrategie der Bayerischen vorgesehen. Es ist geplant die nun noch tolerierten 10% auf 0% zu senken. Zudem sollen zusätzlich zum bisherigen Kriterienkatalog Direktinvestitionen in die Erdölförderung sowie in unkonventionelle Fördermethoden von Erdöl und Erdgas (Fracking, Ölsand) ausgeschlossen werden. Zusätzlich ist geplant, Investitionen der Bayerischen in Unternehmen auszuschließen, die mehr 10 Prozent in folgenden Bereichen erwirtschaften:
- Jegliche Art von Kriegswaffen: Produktion
- Betrieb von Kohlekraftwerken
- Kohleförderung
- Erdölförderung
- Unkonventionelle Fördermethoden von Erdöl und Erdgas (Fracking, Ölsand)
- Betrieb von Atomkraftwerken
- Abbau von Uran
- Tabak (Produktion und Vertrieb von Tabak und Tabakwaren)
- Glücksspiel (Produktion, Betrieb & Vertrieb)
- Pornografie (Produktion und Vertrieb)
- Cannabis & sonstige Drogen (Produktion und Vertrieb)  

Das aktuelle Fachkonzept für nachhaltige Anlagepolitik, sowie die angewandten Ausschlusskriterien findet man auf der Webseite der Bayerischen unter folgendem Link: https://www.diebayerische.de/nachhaltigkeit/oekonomie-und-kapitalanlagen/

Die Bayerische pflegt mit allen Lieferpartnern einen partnerschaftlichen Umgang unter Einhaltung von allen nationalen und internationalen Standards und Gesetzen. Dazu gehören insbesondere Grund- und Menschenrechte, faire Arbeitsbedingungen und der Ausschluss von Geldwäsche, Bestechung und Korruption. Das Risiko für Menschenrechtsverletzungen in unserer direkten Lieferkette bewerten wir als gering. Entsprechende Unternehmensrichtlinien wurden verabschiedet und Prüfungen werden im Verdachtsfall durchgeführt.

Für das Jahr 2021 ist zusätzlich vorgesehen, zu prüfen, ob von Lieferpartnern Nachweise über Nachhaltigkeitsmaßnahmen verlangt werden sollen.
Aus Sicht der Bayerischen ergeben sich durch die eigene Geschäftstätigkeit bisher keine besonderen Risiken für die Menschrechte. Aktuell kann noch nicht über konkrete Ziele im Bereich der Kapitalanlage berichtet werden, da diese unter anderem anhand der Transparenzverordnung, welche am 10.03.2021 in Kraft tritt, geprüft sollen werden bzw. daraus abgeleitet werden. Im Folgejahr können hierzu nähere Informationen zur Verfügung gestellt und über Ziele berichtet werden. 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

a. Es werden 100 % der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge enthalten Menschenrechtsklauseln oder werden auf Menschenrechtsaspekte geprüft. 

b. Alle Investitionen der Bayerischen, auch nicht-wesentliche Investitionen der Bayerischen, werden gescreent.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Zu diesem Leistungsindikator wird aktuell von der Bayerischen nicht berichtet, da das Geschäftsgebiet der Bayerischen ausschließlich Deutschland ist.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Zu diesem Leistungsindikator wird aktuell von der Bayerischen nicht berichtet, da das Lieferantenmanagement, über die Kapitalanlage hinaus, für ein Versicherungsunternehmen als sekundär eingestuft wird.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Zu diesem Leistungsindikator wird aktuell von der Bayerischen nicht berichtet, da das Lieferantenmanagement, über die Kapitalanlage hinaus, für ein Versicherungsunternehmen als sekundär eingestuft wird.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die Konzernmutter, die Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G. („BBV-L“) wurde vor über 160 Jahren aus dem Gedanken der Gegenseitigkeit heraus gegründet.

Das Unternehmen trägt Verantwortung für die Mitarbeitenden, Versicherten und Geschäftspartner sowie das kulturelle und gesellschaftliche Miteinander. Verantwortung für das Gemeinwohl ergibt sich für die Bayerische bereits untrennbar aus der Teilhabe an der Gesellschaft. Diese Verantwortung wird durch persönliches, fachliches sowie finanzielles Engagement wahrgenommen.

Die Bayerische engagiert sich im Rahmen von Sportsponsoring vor Ort und unterstützt mit Spenden verschiedene gemeinnützige und wohltätige Organisationen, beispielsweise die Behindertensportabteilung des TSV 1860 München. 

Die Bayerische investiert in die Ausbildung junger Menschen und bietet Ausbildungsplätze für Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen, Kaufleute für Büromanagement sowie Koch/Köchin an. Zusätzlich werden duale Ausbildungsplätze für Innen- und Außendienst angeboten. Während ihrer Ausbildungszeit arbeiten die Auszubildenden in den verschiedenen Fachabteilungen des Konzerns und erhalten so einen qualifizierten Einblick in unsere internen Abläufe. Besonders stolz sind wir auf die hervorragenden Prüfungsergebnisse unserer Auszubildenden und darauf, dass wir im Anschluss an die Ausbildung in der Regel einen unbefristeten Arbeitsvertrag anbieten können.
Als von der Hertie-Stiftung nach dem Audit Beruf und Familie zertifizierter Konzern hat sich die Bayerische Ziele gesetzt, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. So wurden unterschiedliche Maßnahmen mit dem Fokus auf Familien mit Kindern und zu pflegenden Angehörigen initiiert. Exemplarisch seien hier die Vertrauensarbeitszeit, die Möglichkeit von Homeoffice „für jedermann“, ein Eltern-Kind-Büro und die Kooperation mit dem pme Familienservice genannt. Hervorzuheben ist zudem die Unterstützung in der Corona Pandemie, in der die Bayerische zur Unterstützung bei der Kinderbetreuung, Eltern zusätzliche Ausgleichstage eingeräumt und kostenlose digitale Betreuungsangebote zur Verfügung gestellt hat. Mit einem betrieblichen Gesundheitsmanagement und dem Gesundheitstag möchte die Bayerische die Mitarbeitenden beim Thema Gesundheit unterstützen. Ein vielfältiges Angebot, vom Gesundheitstag bis hin zu Massageangeboten, fördert nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Motivation unserer Mitarbeitenden. Darüber hinaus hat die Bayerische einen Betriebsarzt, der bei regelmäßigen Aktionstagen neben kostenlosen Untersuchungen bei den Mitarbeitenden z.B. Hautscreening oder Sehtest auch Impfungen durchführt z.B. Grippe – Impfung. Im kommenden Jahr ist geplant allen Mitarbeitenden eine COVID-Impfung anbieten zu können.

Weiterhin trägt die Bayerische mit ihren Produkten und Geschäftsmodellen zum gesellschaftlichen Wohl bei, indem Risiken, die für einzelne alleine nicht tragbar wären, über ein Kollektiv abgesichert werden. Im Lebensversicherungsgeschäft wurden den Versicherungsnehmern bzw. den Bezugsberechtigten im Geschäftsjahr 2020 461,3 Mio. € gutgebracht. Im Bereich Komposit wurden Schäden in Höhe von über 112,3 Mio. € beglichen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Beitragseinnahmen  
Die gebuchten Bruttobeiträge des Konzerns erhöhten sich von 604,0 Mio. € auf 620,1 Mio. €. Die gebuchten Bruttobeiträge im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft stiegen dabei um 13,8 % auf 177,6 Mio. € nach 156,0 Mio. € im Vorjahr. Da die Konzernmutter im Wesentlichen kein Neugeschäft mehr zeichnet, sanken die gebuchten Bruttobeiträge im Lebensversicherungsgeschäft insgesamt um 5,5 Mio. € auf 442,5 Mio. €. Die Einmalbeiträge sanken dabei um 16,5 Mio. € auf 208,7 Mio. €, wohingegen die laufenden Beiträge einen Anstieg von 11,0 Mio. € auf 233,8 Mio. € verzeichneten. Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mio. € auf 506,5 Mio. €. Die abgegebenen Rückversicherungsbeiträge betrugen 113,3 Mio. € (im Vj. 96,3 Mio. €), die Veränderung der Beitragsüberträge belief sich auf -0,2 Mio. € (im Vj. -2,7 Mio. €).

Versicherungsleistungen
Im Schaden- und Unfallsversicherungsgeschäft betrug der Brutto-Schadenaufwand für Geschäftsjahresschäden 112,3 Mio. € und lag um 4,6 % über dem Vorjahr. Der Netto-Schadenaufwand für Geschäftsjahresschäden, d.h. der Schadenaufwand nach Abzug der Rückversicherungsanteile, verringerte sich um 1,6 % auf 82,0 Mio. €. Die Geschäftsjahresschadenquote im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr brutto von 70,1 % auf 64,0 % und fiel netto von 70,1 % auf 64,2 %. Bei der Abwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle der Vorjahre war sowohl brutto als auch netto (= für eigene Rechnung) ein Gewinn zu verzeichnen. Der Abwicklungsgewinn brutto ist rückläufig. Die gesamten Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich brutto um 10,6 % auf 111,6 Mio. € und verringerten sich für eigene Rechnung um 1,2 % auf 76,3 Mio. €. Die bilanzielle Schadenquote fiel brutto von 65,9 % auf 63,6 % und netto von 65,0 % auf 59,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Lebensversicherungsgeschäft wurden den Versicherungsnehmern bzw. den Bezugsberechtigten 461,3 Mio. € (im Vj. 497,5 Mio. €) für Versicherungsfälle, für vorzeitige Leistungen und als Überschussanteile unmittelbar gutgebracht.

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb nahmen im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft um 8,8 % auf 62,5 Mio. € zu. Der Kostensatz im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen fiel brutto von 37,5 % auf 35,6 % und erhöhte sich netto von 37,3 % auf 39,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Abschlussaufwendungen im Lebensversicherungsgeschäft beliefen sich auf 48,2 Mio. € (im Vj. 43,3 Mio. €). Die Verwaltungsaufwendungen betrugen 12,0 Mio. € (im Vj. 11,9 Mio. €). Der Abschlusskostensatz lag bei 4,3% (im Vj. 3,7 %). Der Verwaltungskostensatz lag unverändert zum Vorjahr bei 2,7 %. 

Arbeitnehmer und Personalaufwand
Die Bayerische ist wie die Mehrzahl der in Deutschland tätigen Versicherungsunternehmen an die Tarifverträge für die private Versicherungswirtschaft gebunden. Zusätzlich zur tariflichen Vergütung bietet die Bayerische übertarifliche Gehaltskomponenten, zielbezogene Vergütung ihrer Führungs- und Fachkräfte und eine Erfolgsbeteiligung, die vom nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens abhängig ist. Über die Vergütung hinaus gewährt die Bayerische viele attraktive Benefits. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 449 Mitarbeiter (ohne Auzubildende, Werkstudierende, Aushilfen, etc.) angestellt. Der Personalaufwand betrug 55,1 Mio. €. Davon entfielen 39,8 Mio. € auf Löhne und Gehälter, 6,1 Mio. € auf Kosten der sozialen Sicherheit und 9,2 Mio. € auf Kosten der Altersversorgung.

Kapitalanlagenergebnis  
Das Kapitalanlageergebnis betrug 221,3 Mio. € (im Vj. 226,7 Mio. €). Davon entfielen auf den der Schaden- und Unfallversicherung zugeordneten technischen Zins 0,2 Mio. € (im Vj. 0,2 Mio. €). Auf den der Lebensversicherung zugeordneten Zins entfielen 214,2 Mio. € nach 233,7 Mio. € im Vorjahr. Das sonstige Ergebnis aus Kapitalanlagen belief sich auf 6,9 Mio. € (im Vj. -7,1 Mio. €).   Die Kapitalanlagepolitik ist gemäß den Anlagegrundsätzen auf die Erzielung einer attraktiven nachhaltigen (d.h. laufenden, konstanten, ESG-konformen) Verzinsung ausgerichtet. Die Gesellschaft hat bereits 2017 die UNPRI unterzeichnet und sich damit verpflichtet, Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsaspekte (ESG) bei ihren Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen. Der Anlagegrundsatz der Sicherheit jeder einzelnen Vermögensanlage ist dabei von herausragender Bedeutung bei der Anlageentscheidung: Es ist stets darauf zu achten, dass es während der Laufzeit zu keiner dauerhaften Wertminderung kommt und dass die eingesetzten Mittel am Ende zurückgezahlt werden.

Ergebnis des Geschäftsjahres

Der Konzernjahresüberschuss von 11,5 Mio. € (im Vj. 1,3 Mio. €) wurden den anderen Gewinnrücklagen zugeführt.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Bayerische betreibt kein eigenes Lobbying und hat im Berichtszeitraum keine Spenden an politische Parteien und deren Gliederungen getätigt. Des Weiteren hat die Bayerische im Berichtsjahr 2020 politischen Parteien oder deren Gliederungen keine Sachzuwendungen zukommen lassen. 
Die Bayerische ist Mitglied im Gesamtverband der Versicherungswirtschaft e.V. und im Verband der privaten Krankenversicherer e.V. Beide Vereine vertreten zentral die Interessen der Versicherungsbranche. 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Die Bayerische hat im Berichtsjahr 2020 keine Spenden an politische Parteien oder deren Gliederungen gezahlt. Weiter hat die Bayerische im Berichtsjahr 2020 politischen Parteien oder deren Gliederungen keine Sachzuwendungen zukommen lassen.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Unternehmen der Versicherungsgruppe „die Bayerische“ sind verlässliche, integre und faire Partner. Das Vertrauen unserer Kunden und Geschäftspartner stellt die wesentliche Grundlage für unseren geschäftlichen Erfolg dar. 

Hierzu ist unerlässlich, dass alle Mitarbeitenden der Versicherungsgruppe sowohl die gesetzlichen Regelungen als auch unternehmensinterne Leitlinien und weitere interne wie externe Standards, wie beispielsweise den Code of Conduct Datenschutz, einhalten. 
Dies dient nicht nur der Abwendung von Schäden, die den Unternehmen der Versicherungsgruppe entstehen können, sondern auch der Vermeidung von Bußgeldern und Strafen für die Unternehmen der Versicherungsgruppe und ihre Mitarbeitenden. 

Die Unternehmen der Versicherungsgruppe verfügen über eine Compliance-Funktion, welche die Leitungsorgane bei der Einhaltung der Compliance in den Unternehmen unterstützt, mögliche Compliance-Risiken beurteilt und die ordnungsgemäße Compliance in der Versicherungsgruppe überwacht. Die Geschäftsleitung selbst wird sowohl durch den Aufsichtsrat als auch durch die Compliance-Funktion überwacht. Stellt die Compliance-Funktion fest, dass ein Mitglied der Geschäftsleitung in einen Compliance-Verstoß involviert ist, sei es durch die aktive Begründung oder durch die unterlassene Abhilfe eines zu ihm eskalierten Compliance-Verstoßes, besteht eine anlassbezogene Berichtspflicht der Compliance-Funktion gegenüber dem Aufsichtsrat. Mögliche Compliance-Risiken werden in allen relevanten Unternehmensbereichen analysiert. Auf Grundlage dieser Risikoanalyse wird beurteilt, ob die vorhandenen Maßnahmen bereits im erforderlichen Umfang zur Risikovermeidung bzw. -Minimierung führen oder ob weitere Maßnahmen erforderlich sind. Im Berichtszeitraum wurden in den betroffenen Fachbereichen die internen Leitlinien überprüft und, soweit erforderlich, ergänzt und aktualisiert. Darüber hinaus wurden die Mitarbeitenden für besondere sensible Themenbereiche sensibilisiert. Beispielsweise wurden Web-basierte Trainings für die Themenbereiche Informationssicherheit sowie Datenschutz konzipiert, an denen verpflichtend alle Mitarbeitenden teilgenommen hatten. Im Rahmen der Compliance-Risikoanalyse werden auch die Korruptionsrisiken in den Unternehmen der Versicherungsgruppe betrachtet. Im Berichtszeitraum konnten unter Berücksichtigung der zur Risikominimierung getroffenen Maßnahmen keine erheblichen Korruptionsrisiken festgestellt werden. Für Bereiche wie etwa Einkauf und Vertrieb, die potenziell anfällig sind für Korruptionsrisiken, sind Leitlinien in Kraft, die für alle Mitarbeitenden in den betroffenen Fachbereichen gelten (u.a. Leitlinie Anti-Fraud-Management, Leitlinie Einladungen und Geschenke, Leitlinie Veranstaltungen und Reisen, Leitlinie Einkauf, Leitlinie Zusatzvergütungen für Makler und Mehrfachagenten, Grundsätze Vertriebsvergütung, Anreize und Interessenkonflikte). 

Im Berichtsjahr sind keine bestätigten Korruptionsfälle aufgetreten. Somit gab es keine Vorfälle, in denen Mitarbeitende aus diesem Grund abgemahnt oder entlassen wurden. Auch gab es keine Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden. Öffentlich-rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die gegen Verantwortliche der Unternehmen der Versicherungsgruppe die Bayerische oder deren Mitarbeitende eingeleitet wurden, gab es im Berichtsjahr ebenfalls keine. Auch wurden weder Bußgelder noch nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen oder wirtschaftlichen Bereich verhängt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Im Rahmen der Compliance-Risikoanalyse werden auch die Korruptionsrisiken in den Unternehmen der Versicherungsgruppe (Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G., BL die Bayerische Lebensversicherung AG, BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG) betrachtet. Neben ihrem Geschäftssitz verfügen die vorgenannten Unternehmen über keine weiteren Betriebsstätten. Im Berichtszeitraum konnten unter Berücksichtigung der zur Risikominimierung getroffenen Maßnahmen keine erheblichen Korruptionsrisiken festgestellt werden.

Für Bereiche wie etwa Einkauf und Vertrieb, die potentiell anfällig sind für Korruptionsrisiken, sind Leitlinien in Kraft, die für alle Mitarbeitenden in den betroffenen Fachbereichen gelten (u.a. Leitlinie Anti-Fraud-Management, Leitlinie Einladungen und Geschenke, Leitlinie Veranstaltungen und Reisen, Leitlinie Einkauf, Leitlinie Zusatzvergütungen für Makler und Mehrfachagenten, Grundsätze Vertriebsvergütung, Anreize und Interessenkonflikte).

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Im Berichtsjahr sind keine bestätigten Korruptionsfälle oder Verstöße aufgrund der Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften ermittelt worden. Somit gab es keine Vorfälle, in denen Mitarbeitende aus diesem Grund abgemahnt oder entlassen wurden. Auch gab es keine Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden. 

Öffentlich-rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die gegen Verantwortliche der Unternehmen der Versicherungsgruppe die Bayerische oder deren Mitarbeitende eingeleitet wurden, gab es im Berichtsjahr ebenfalls keine. 

Auch wurden weder Bußgelder noch nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen oder wirtschaftlichen Bereich verhängt.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Die Bayerische hat im Berichtszeitraum keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt. Entsprechend wurden keine Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen gegen die Bayerische verhängt