14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die first energy GmbH ist ausschließlich in Deutschland tätig. Die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter*innen werden in individuell vereinbarten Arbeitsverträgen geregelt. Die Arbeitsverträge sind mit der nationalen Gesetzgebung konform. Für alle Mitarbeiter*innen gelten z. B. feste Arbeitszeiten sowie ein überdurchschnittlicher Urlaubsanspruch von 30 Tagen.

Personalverantwortlich ist die Geschäftsführung. Mit jährlich stattfindenden Mitarbeitergesprächen wird ein Dialog zwischen Mitarbeiter*innen und Führungskraft gesichert. In diesen Gesprächen geben Mitarbeiter*innen eine Selbsteinschätzung zu Ihrer Leistung und Ihrem Verhalten im vergangenen Jahr ab, welche von der Führungskraft aus Ihrer Perspektive abgeglichen wird. Auf diese Weise wird Klarheit im Hinblick auf Anforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter*innen geschaffen. Darüber hinaus haben die Mitarbeiter*innen jederzeit die Möglichkeit Verbesserungsvorschläge bei der Standortleitung und der Assistenz der Geschäftsleitung einzureichen. Verbesserungsvorschläge werden bewertet und im Falle einer positiven Bewertung im Unternehmen umgesetzt. Managementsysteme und ein damit verbundener kontinuierlicher Verbesserungsprozess gehören zu unseren zentralen Beratungsprodukten und sind auch in unserer Unternehmenskultur verankert.

Als Unternehmensberatung achten wir besonders auf die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes. Durch die Beratertätigkeit unserer Mitarbeiter*innen und damit verbundene Dienstreisen sowie Deadlines kann es zum Aufbau von Überstunden kommen. Mitarbeiter*innen werden von der Standortleitung dazu angehalten, entstandene Überstunden in regelmäßigen Zeitabständen mit Freizeit auszugleichen.

Für diesen Bereich haben wir bisher keine Zielsetzungen, die wir verfolgen. Wir erfüllen die gesetzlichen Anforderungen und sehen deshalb keinen Handlungsbedarf. Die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten hat für die first energy GmbH oberste Priorität. Auf diese Weise ist das Risiko von Verstößen auf ein Minimum reduziert.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die Personalauswahl erfolgt unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religionszugehörigkeit und körperlicher Fähigkeit entsprechend dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Zentral ist, dass die Person dem Profil der Stellenbeschreibung mit ihren Fähigkeiten entspricht und ins Team passt. Vor der Einstellung wird jede*r fachlich geeignete Bewerber*in zum Praktikumstag eingeladen, um die Arbeit sowie die Kolleg*innen vorab kennenzulernen. Alle Mitarbeiter*innen ab einer Betriebszugehörigkeit von einem Jahr werden am Jahresergebnis beteiligt, wenn dieses positiv ist. 

Drei Viertel unserer Belegschaft sind weiblich. Die Geschäftsführung sowie die Standortleitung sind männlich. Die drei zentralen Bereichsleitungspositionen sind aktuell ausschließlich weiblich besetzt. In unserem Unternehmen gibt es zurzeit jeweils eine Mitarbeiterin unter 20 Jahren und eine über 50 Jahren. Der Großteil der Belegschaft ist zwischen 25 und 45 Jahren alt.

Familienfreundlichkeit und die Förderung von Frauen gehören zu unserer Unternehmenskultur. Daher bieten wir den Mitarbeiter*innen flexible Arbeitszeitmodelle mit unterschiedlich hoher Wochenarbeitszeit an sowie die Übernahmen von Kindergartenbeiträgen. Rund die Hälfte unserer Mitarbeiter*innen arbeitet in Teilzeit.

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liegt für das Jahr 2019 bei 6 Jahren. Im Vergleich zu 2018 ist der Wert durch einen Wechsel in der Belegschaft leicht gesunken. Der Branchendurchschnitt liegt mit 6,6 Jahren etwa 9% höher, was wir als akzeptable Abweichung werten. Dennoch sind wir bestrebt die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit auf einem möglichst hohem Niveau, d.h. bei mindestens 6 Jahren, zu halten und idealerweise auf mindestens 7 Jahre zu steigern, insoweit es die strategische Entwicklung des Unternehmens zulässt. Einen Zeithorizont legen wir dafür nicht fest, da wir eine Vergrößerung der Belegschaft anstreben und die Kennzahl dadurch dynamisch ist.

Die Mitarbeiter*innen werden jährlich zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz unterwiesen. Zusätzlich erhalten sie quartalsweise einen Newsletter mit aktuellen und relevanten Themen in diesem Bereich. Als Beitrag zu einer gesunden Ernährung im Rahmen des Gesundheitsmanagements stellen wir den Mitarbeiter*innen Obst zur freien Verfügung. Des Weiteren stehen den Mitarbeitern Bio-Kaffee und Tafelwasser zur Verfügung. Dieses Angebot wird gut angenommen. Unsere Firma wird regelmäßig von einer externen Arbeitssicherheitsfachkraft überprüft. Sollten Verbesserungspotentiale festgestellt werden, erfolgt eine zeitnahe Umsetzung. Es sind keine arbeitsbedingten Erkrankungen bekannt.

Arbeitsbedingte Verletzungen werden in das Verbandbuch eingetragen. Kleinere Arbeitsunfälle (z. B. Schnittverletzungen durch Papier) werden bisher wenig bis gar nicht in das Verbandbuch eingetragen. Eine Eintragung erfolgt nur, wenn die verantwortliche Mitarbeiterin benachrichtigt wird.

Außer der Erhöhung der durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit streben wir eine Reduzierung der Krankenquote an. Dies ist uns in 2019 mit einer Reduzierung von 74% auf 1,7 sehr gut gelungen. Ziel ist es hier, dieses niedrige Niveau der Krankenquote langfristig beizubehalten.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Für jede*n Mitarbeiter*in wird individuell ein Qualifizierungsplan erstellt. Bereits unsere Auszubildenden haben die Möglichkeit zusätzlich zu Ihrer Ausbildung an Qualifizierungen, z. B. zu den Themen Kommunikation und Vertrieb, teilzunehmen. Als Energieberatungsunternehmen müssen wir sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter*innen fachlich stets auf dem aktuellen Stand sind, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden. Dem Qualifizierungsplan entsprechend werden Mitarbeiter*innen intern und extern weitergebildet und nehmen an Fachtagungen teil. Auch eine überfachliche Qualifizierung, z. B. zum Thema „Frauen in Führung“, wird gefördert.

Durch eine Neuausrichtung des Unternehmens und damit verbundenem Qualifizierungsbedarf in 2018 und 2019 sind die durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Jahr und Angestellten von 38 Stunden (2018) auf 64 Stunden (2019) stark angestiegen.

Da Investitionen in die Qualifizierung unserer Mitarbeiter*innen bedarfsabhängig sind, setzen wir uns kein spezielles Ziel.

Als Beratungsunternehmen sind bestens qualifizierte Mitarbeiter*innen zentral für unseren unternehmerischen Erfolg. Daraus ergibt sich für uns das Risiko, dass unsere Berater*innen bei mangelnden Weiterbildungsmaßnahmen nicht den Kundenanforderungen gerecht werden können. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, geben wir unseren Mitarbeiter*innen zum einen die Möglichkeit sich autonom in ihrer regulären Arbeitszeit, z.B. durch die Teilnahme an Webinaren, weiterzubilden. Sollten darüberhinausgehende Weiterbildungsbedarfe festgestellt werden, nehmen die Mitarbeiter*innen an entsprechenden Seminaren teil. Die Mitarbeiter*innen haben jederzeit die Möglichkeit der Standortleitung Weiterbildungswünsche mitzuteilen. Die Standortleitung prüft den Wunsch und dazu gibt ein Feedback.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

In 2019 gab es eine dokumentierte arbeitsbedingte Verletzung bei 19.571 Arbeitsstunden insgesamt. Bei Arbeitsverletzungen in unserem Unternehmen handelt es sich in der Regel um Schnittverletzungen durch Papier oder andere Bürogegenstände. Arbeitsbedingte Todesfälle oder Erkrankungen gab es keine.

Bei Mitarbeiter*innen, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von uns kontrolliert werden, gab es weder Verletzungen noch Todesfälle.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Alle Mitarbeiter*innen werden jährlich zur Arbeitssicherheit geschult. Die Assistenz der Geschäftsführung wurde zur internen Beauftragten bestimmt. Sie stellt den MA auf Anfrage alle Informationen zur Verfügung. Wichtig Informationen werden den MA in Aushängen zur Verfügung gestellt.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Durch eine Neuausrichtung des Unternehmens und damit verbundenem Qualifizierungsbedarf in 2018 und 2019 sind die durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Jahr und Angestellten von 38 Stunden (2018) auf 64 Stunden (2019) stark angestiegen. Die Stunden wurden zu 100% von Frauen in Anspruch genommen.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Kontrollorgane

Der Geschäftsführer und sein Stellvertreter sind männlich. Abteilungsleitungen sind zu 67% weiblich und zu 33% männlich. Alle Führungspositionen sind an Personen zwischen 30-50 Jahren vergeben.

Angestellte

76% der MA sind weiblich und 24% sind männlich.
82% der MA sind zwischen 30-50 Jahre und 18% sind unter 30 Jahre alt.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Es gab in 2019 keine Diskriminierungsvorfälle.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Als Dienstleistungs- und damit nicht produzierendes Unternehmen stehen wir nur mit einer geringen Anzahl Lieferanten auf nationaler Ebene in Geschäftsbeziehung. Eine Betrachtung eingekaufter Produkte im Sinne eines Social Lifecycle Assessments erfolgt bisher nicht und ist auch nicht geplant, da wir das Risiko für Menschenrechtsverletzungen in unserer Lieferkette als sehr gering einschätzen. Aus diesem Grund setzen wir uns in diesem Bereich keine besonderen Ziele.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

first energy hat keine derartigen Investitionsvereinbarungen.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

first energy hat nur einen Standort in Deutschland, an dem die Menschenrechte eingehalten werden.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Als Dienstleistungsunternehmen haben wir wenige Lieferanten, die ausschließlich in Deutschland tätig sind. Davon wurde keiner (0%) gesondert bewertet.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Als Dienstleistungsunternehmen haben wir wenige Lieferanten, die ausschließlich in Deutschland tätig sind. Davon wurde keiner (0%) gesondert bewertet.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die Geschäftsführung legt sehr großen Wert auf ehrenamtliches Engagement. Unser Geschäftsführer engagiert sich in mehreren gemeinnützigen Projekten und Vereinen wie dem Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien e.V., dem KompetenzNetz UmweltTechnologie e.V., den Wirtschaftsjuroren Kassel e.V. sowie der Car Sharing Initiative Spurwechsel Kaufungen e.V. Auch innerhalb der Belegschaft engagieren sich mehrere Mitarbeiter*innen in Vereinen und Blaulichtorganisationen.

In 2020 wird first energy an den Aktionstagen Nachhaltigkeit des Rates für Nachhaltige Entwicklung mit einer Nachhaltigkeitswoche und verschiedenen begleitenden Projekten teilnehmen. Dabei werden die Sustainable Development Goals (SDG) Hochwertige Bildung/Weiterbildung (2), Gesundheit und Wohlergehen (3), Nachhaltiger Konsum (12) und Leben an Land (15) thematisiert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Es handelt sich hierbei um vertrauliche Daten, die nicht veröffentlicht werden.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Unser Unternehmen handelt politisch neutral. Es werden deshalb weder Spenden oder sonstige Zuwendungen an Parteien gezahlt. Weiterhin nehmen wir keinen Einfluss auf Gesetzgebungsverfahren. Auch in Zukunft wollen wir unsere politische Neutralität wahren und keinen direkten Einfluss nehmen.

Nichtsdestotrotz befürworten wir die aktuellen politischen Entwicklungen hin zu mehr Klimaschutz, Energieeffizienz, einem nachhaltigen Energiemix, E-Mobilität sowie dezentraler Energieversorgung entsprechend unserer unternehmerischen Schwerpunkte. Wir sind als Unternehmen der Klima-Allianz und den Entrepreneurs for Future beigetreten. Weitere zukünftige Unterstützung von Initiativen, welche diese Themen vorantreiben, schließen wir nicht aus.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

first energy hat in 2019 keiner Partei Geld gespendet.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die first energy GmbH agiert in einem von der nationalen und internationalen Gesetzgebung geprägten Umfeld. Diese geben unserer wirtschaftlichen Tätigkeit einen Handlungsrahmen vor, den wir leben und einhalten. Die Kontrolle der Einhaltung gesetzlicher Verpflichtungen obliegt der Geschäftsführung. Ansprechpartnerin für Compliance-Anfragen ist die Assistenz der Geschäftsführung sowie eine Mitarbeiterin, die Expertin für Umwelt- und Energierecht ist.

Unsere Beratertätigkeit basiert auf dem Leitbild der Fairness gegenüber Kund*innen und Mitarbeiter*innen. Rechtswidriges Verhalten und Korruption sind inakzeptabel.  

Das Korruptionsrisiko sowie die Gefahr von rechtswidrigem Verhalten sind in unserem Unternehmen sehr gering. Wir arbeiten zum einen mit Unternehmen und zum anderen mit öffentlichen Einrichtungen als Auftraggeber. Als Vermittler von Energielieferverträgen werden immer Angebote verschiedener Wettbewerber eingeholt, um dem Kunden Energie zu den günstigsten individuellen Konditionen zu beschaffen. Bei öffentlichen Auftraggebern greifen zusätzlich die Anforderungen des Vergaberechts. Alle Angebote sowie der Kontakt zu Lieferanten werden dokumentiert und sind somit vollkommen transparent. Um Regressansprüchen als Risiko infolge fehlerhafter Beratung vorzubeugen, informieren sich unsere Führungskräfte und Mitarbeiter*innen fortlaufend zu relevanten Rechtsthemen und werden dabei von unserer Umwelt- und Energiejuristin unterstützt.

Im gesamten Unternehmen am Standort Kaufungen wird kontinuierlich die Rechtskonformität von der Geschäftsführung überwacht. Gesetzliche Anforderungen werden erfüllt und aus diesem Grund gibt es keine Zielsetzung, die über die Einhaltung des geltenden Rechts hinausgeht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Der einzige Standort der first energy GmbH in Kaufungen wurde auf Korruptionsrisiken geprüft und damit 100% der Betriebsstätten.

Das Korruptionsrisiko für das Unternehmen wird als sehr gering bewertet.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Es gab bisher keine Korruptionsfälle in Zusammenhang mit unserem Unternehmen.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

first energy hält die geltende Gesetzgebung ein.