14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Der Genossenschaftsverband und seine Partnerunternehmen beschäftigen ihre Mitarbeitenden ausschließlich in Deutschland. Die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben und Gesetze ist für uns eine Selbstverständlichkeit.  

Die Arbeitnehmerrechte werden beim Genossenschaftsverband durch einen Betriebsrat gestärkt. Dieser ist in einem Gesamtbetriebsrat und acht Regionalbetriebsräten organisiert. Der Vorstand und der Gesamtbetriebsrat stehen in einem regelmäßigen Austausch und regelmäßig lädt der Betriebsrat zu standortbezogenen Betriebsversammlungen ein, bei denen Betriebsrat und Arbeitgeber über Entwicklungen und aktuelle Ereignisse berichten. Die Anliegen der Mitarbeitenden werden regelmäßigen Umfragen durch den Genossenschaftsverband erhoben.  


Darüber hinaus werden unsere Mitarbeitenden in unserem Intranet in rund 30 verschiedenen Blogs über Neuerungen und Fortschritte, gegenwärtige Projekte oder verschiedene Mitarbeiterangebote informiert. So berichten dort zum Beispiel regelmäßig der Vorstand, die Personalabteilung, die einzelnen Fachabteilungen, unsere Partnerunternehmen, der Betriebsrat und verschiedene Projektgruppen für alle transparent und zeitnah über relevante Inhalte. Zusätzlich bieten Online-Collaboration-Tools eine weitere Möglichkeit für unsere Mitarbeitenden, um sich regelmäßig und nach Bedarf austauschen und sich digital vernetzen zu können. Unsere Mitarbeitenden können auf diese Weise auch besser an standortübergreifenden Projekten beteiligt werden.  

In den Partnerunternehmen haben sich keine Betriebsräte gebildet.  

Es ist unser Ziel, möglichst viele Mitarbeitende in unsere Strategie- und Verbesserungsprozesse einzubinden. Deshalb haben die Mitarbeitenden die Möglichkeit, über ein betriebliches Vorschlagswesen Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten, die je nach Tragweite und Erfolg prämiert werden.  

Im Team Nachhaltigkeit sind Mitarbeitende verschiedenster Bereiche und Partnerunternehmen eingebunden und eine zentrale E-Mail-Adresse wurde angelegt, damit jeder Mitarbeitende seine Fragen und Anregungen zu diesem Thema direkt adressieren kann.  

Zur Förderung und Aufrechterhaltung des Gesundheitsschutzes bieten wir unseren Mitarbeitenden verschiedene Vorsorgeuntersuchungen bei der Betriebsärztin und ein betriebliches Gesundheitsmanagement an. Folgende Angebote stellen wir bereit oder bezuschussen die Teilnahme:  

Sport & Bewegung Ernährung Stabil gegen Stress
  • Bewegungskurse
  • Fitness-Verträge im Studio/ Verein
  • Firmenläufe
  • Betriebssport-gemeinschaften
  • „Mit dem Rad zu Arbeit“
  • Frisches Obst an den Standorten (durch Kooperation mit Zulieferern wird ein Baumpflanzprojekt in Malawi unterstützt)
  • Wasserspender
  • Ernährungsseminare

  • Externe Mitarbeiterberatung: Familiengenossenschaft
  • Entspannungskurse
  • Interne Seminare
Ergonomie Massage Weiteres
  • gesundheitsfördernde Arbeitsplatzausstattung
  • Fit im Büro und im Auto
  • Mobile Massagen an den Standorten
  • Massagen für Mitarbeitende im Außendienst
  • Augengesundheits-maßnahmen
  • Suchtprävention
  • Fahrsicherheitstraining
  • Defibrillatoren an den Standorten
  • Betriebliches Einglie-derungsmanagement
  • Psychische Gefährdungsbefragung

Ab 2020 erhalten alle Mitarbeitenden einen Tag Sonderurlaub für Gesundheitsvorsorge und/ oder Brauchtumspflege. Zur Förderung der körperlichen Fitness bietet der Genossenschaftsverband seinen Mitarbeitenden ein Fahrradleasing im Rahmen der Entgeltumwandlung an. Weiterhin werden sowohl online als auch in Präsenzterminen in regelmäßigen Abständen Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften geschult. Sollte unseren Mitarbeitenden trotz größter Sorgfalt und Vorsichtsmaßnahmen etwas geschehen, sind sie durch eine Gruppen-Unfallversicherung abgesichert, die auch für den privaten Bereich gilt. Außerdem gibt es die Möglichkeit der betrieblichen Altersvorsorge, der Kasko-Versicherung für das betrieblich genutzte Privatkraftfahrzeug und eine Gruppen-Krankenzusatzversicherung für alle unbefristet angestellten Mitarbeitenden.  


Ein wesentliches Risiko aus unserer Geschäftstätigkeit sehen wir in den Auswirkungen der Außendiensttätigkeit auf die Arbeitszeiten unserer Mitarbeitenden. Die Wochenarbeitszeit beträgt ab 2020 in der Regel 38,5 Stunden, in den Vorjahren war fusionsbedingt keine flächendeckend einheitliche Regelung getroffen worden. In Hochzeiten der Jahresabschlussprüfungen und durch mitunter lange Anreisezeiten wird die Regelarbeitszeit insbesondere im Außendienst überschritten. Der Betriebsrat und der Vorstand haben dazu Regelungen getroffen. Jede Mehrarbeit der Mitarbeitenden ist freiwillig und darf durch Zeitausgleich oder Auszahlung abgebaut werden. Hierzu wurde ein Ampelsystem eingeführt, um die Führungskraft im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht noch besser zu unterstützen.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Wir sind der Auffassung, durch eine Sicherung der Chancengleichheit von Männern und Frauen und eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Betrieben zur Förderung der Berufstätigkeit und der beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten, insbesondere von Frauen, beizutragen. Ende 2019 sind Frauen mit einem Anteil von ca. 46 % gegenüber Männern leicht unterrepräsentiert. Die Verteilung befindet sich auf den obersten beiden Führungsebenen in einem stärkeren Ungleichgewicht. Der Frauenanteil auf Ebene von Vorstand, Bereichs- und Abteilungsleitung liegt bei insgesamt 14 % und auf Ebene von Vorstand und Bereichsleitung bei 4 %. Im Vorstand selbst sind keine Frauen vertreten. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Führungs- und Fachkarrieren von Frauen stärker zu fördern und zu einer stärkeren Diversität in den Führungspositionen beizutragen. Hierzu wurde ein Projekt zur Frauenförderung initiiert, das u. a. die Ausbildung eines Frauennetzwerks sowie die Einführung von Maßnahmen zur gezielten Förderung der Karriere und Personalentwicklung von Frauen in der Verbandsfamilie zum Ziel hat. Bisher erfolgten keine quantitativen Zielsetzungen. 

Zur Förderung der Integration schwerbehinderter Mitarbeitender prüft der Verband im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten, ob freie Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten besetzt werden können. Der Verband wird sich bemühen, die ihm obliegende Beschäftigungsquote von schwerbehinderten Menschen zu erfüllen. Für das Jahr 2019 wurde nach dem vorläufigen Stand im April 2020 diese Quote knapp nicht erfüllt (Soll: 5,0 %, Ist: 4,5 %).  

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und eine gute Work-Life-Balance sehen wir als wichtigen Faktor für motivierte und erfolgreiche Mitarbeitende an. Die Mitarbeitenden können ihre Arbeitszeiten unter Berücksichtigung der betrieblichen Belange eigenverantwortlich und flexibel gestalten. Auch Teilzeitarbeitsmodellen, mehrmonatigen Sabbaticals und anderen flexiblen Dienstmodellen stehen wir offen gegenüber.  

Wir wählen unsere Mitarbeitenden nach ihren fachlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen aus. In unserer Belegschaft finden sich Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Religionen, Geschlechter und Altersgruppen sowie verschiedener sexueller Orientierung und insbesondere unterschiedlicher fachlicher Hintergründe. Wir sind überzeugt, dass diese Vielfalt einen wesentlichen Beitrag zu unserem geschäftlichen Erfolg beiträgt. Der Genossenschaftsverband vergütet seine Mitarbeitenden ab dem Jahr 2020 nach einer einheitlichen Vergütungsstruktur. Diese lag im Wesentlichen auch in den vorhergehenden Geschäftsjahren vor, galt aber fusionsbedingt zunächst nicht für alle Mitarbeitenden. Die neue Vergütungsstruktur wurde mit dem Betriebsrat verhandelt und vereinbart und teilt sich in Vergütungsgruppen, in die die Mitarbeitenden nach der von ihnen ausgeübten Tätigkeit eingruppiert werden, sowie der Tätigkeitsdauer. Mit Umstufungen nach zwei, fünf und zehn Jahren wird der Berufserfahrung der Mitarbeitenden Rechnung getragen.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Das Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden zu fördern und zu erhalten ist uns ein wichtiges Anliegen. Mögliche, dieses Anliegen gefährdende Risiken entstehen aus der hauptsächlich sitzenden Tätigkeit und den hohen Flexibilitätsanforderungen an unsere Mitarbeitenden. Daher möchten wir mit den unter Aspekt 14 beschriebenen Maßnahmen des Gesundheitsmanagements dazu beitragen, gesundheitlichen Belastungen durch konkrete Angebote vorzubeugen bzw. diese bewältigen zu können. Durch Arbeitsspitzen entstehende Mehrarbeiten können die Mitarbeitenden eigenverantwortlich mit Freizeit ausgleichen oder in ein separates Zeitkonto überführen.  

Als genossenschaftlicher Prüfungsverband sind wir aufgrund des gesetzlichen Prüfungsauftrages in besonderer Weise zu einer qualifizierten Prüfung verpflichtet und die Mitarbeitenden im Prüfungsdienst sollen im genossenschaftlichen Prüfungswesen ausreichend vorgebildet und erfahren sein (§ 55 Abs. 1 S. 3 GenG). Auch im Bereich der Wirtschaftsprüfung sowie der Rechtsanwaltstätigkeit fordern die berufsrechtlichen Vorgaben eine angemessene Fortbildung. Dazu und zur Erreichung der Ziele des Verbandes trägt die Förderung und Entwicklung unserer Mitarbeitenden in allen Abteilungen bei. Sie können von einem vielfältigen Weiterbildungs- und Schulungsprogramm profitieren, dass wir in überwiegendem Umfang über die sich unter unserer Trägerschaft befindliche GenoAkademie und zusätzlich über langjährig erfahrene Schulungspartner anbieten. Sämtliche Führungskräfte und fachliche Mitarbeitende des Prüfungsdienstes sind verpflichtet, ihr berufliches Wissen anhand der einschlägigen Veröffentlichungen und Informationen ständig zu aktualisieren und entsprechend den beruflichen Erfordernissen zu erweitern.  

Für die allgemeine Fortbildung der Mitarbeitenden im Prüfungsdienst werden Prüferkonferenzen und interne bzw. externe Seminare durchgeführt, welche verstärkt durch digitale Fortbildungsangebote komplettiert werden. Darüber hinaus wird die individuelle Fortbildung, insbesondere die Vorbereitung auf das Ablegen der Berufsexamina als Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder Rechtsanwalt, unterstützt.  

Die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen erfolgt planmäßig und berücksichtigt die speziellen Bedürfnisse des jeweiligen Mitarbeitenden und des Genossenschaftsverbandes. Jeder Mitarbeitende ist gehalten, sich im Dreijahres-Durchschnitt jährlich mindestens an fünf Tagen durch Fortbildung fachlich und persönlich weiter zu entwickeln.

In der GRA Rechtsanwaltsgesellschaft mbH sind die Berufsträger, insbesondere Fachanwälte, berufsrechtlich zu regelmäßiger Fortbildung verpflichtet.  

Zusätzlich bieten wir erstmalig in diesem Jahr unser Leadership Development Programm an, bei dem wir unsere Nachwuchskräfte  in diversen Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen ausbilden. Dieses Programm dient auch dazu, dem demografischen Wandel mit der eigenen Entwicklung von Führungskräften entgegenzutreten und Fach- und Führungskräfte an unser Haus binden zu können. Darüber hinaus finden einmal jährlich zwischen  jedem Mitarbeitenden und seiner Führungskraft Feedbackgespräche statt. 

Zusätzliche quantitative Anforderungen bzw. Ziele existieren bislang nicht.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Der Genossenschaftsverband legt großen Wert auf die Einhaltung der Vorschriften zur Arbeitssicherheit. Im Geschäftsjahr 2019 gab es keine arbeitsbedingten Todesfälle.  

Die Anzahl der Krankheitstage liegt im Berichtsjahr bei 19.360 Tagen. Das entspricht einer Krankheitsquote von 6,1 Prozent bzw. durchschnittlich 12,95 Krankheitstagen pro Mitarbeitendem.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Unsere Mitarbeitenden werden an dem Managementsystem für Arbeitsicherheit und Gesundheitsschutz beteiligt. Hierbei haben wir die Vorgaben des Arbeitssicherheitsgesetzes zu beachten.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Insgesamt beschäftigt der  Genossenschaftsverband rund 1500 Mitarbeitende. In 2019 hat im Durchschnitt jeder Mitarbeitende an 2,2 Tagen an Fort- und Weiterbildungsangeboten teilgenommen.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Im Verbandsrat des Genossenschaftsverbandes sind zwei der 28 Vertreter Frauen (7 %).  

Zum 31.12.2019 hat der Genossenschaftsverband 1.495 Mitarbeitende beschäftigt, davon  813 männliche (54 %) und 682 weibliche (46 %). Mitarbeitende in der ATZ-Freistellungsphase, Praktikanten, Pensionäre, Waisen, EU-Rentner und Witwen sind in der Angabe nicht inbegriffen.  

Die Altersstruktur sah folgendermaßen aus:
  
Gruppe Anzahl Anteil in %
unter 20 7 0,47
20 - 29 160 10,70
30 - 39 358 23,95
40 - 49 332 22,21
50 – 59 479 32,04
60 und älter 159 10,64
Gesamt 1.495 100,00

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Es sind keine Diskriminierungsfälle bekannt. 

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Achtung der Menschenrechte ist für uns und unsere Partnerunternehmen eine Selbstverständlichkeit. Wir üben unsere Geschäftstätigkeit stets im Einklang mit Artikel 1 des Grundgesetzes sowie der europäischen Menschenrechtskonvention aus. Durch unsere ausschließlich nationale Tätigkeit und hier geltendes und angewandtes Recht, stufen wir die Gefährdung von Menschenrechten durch unsere Geschäftstätigkeit als geringes Risiko ein. Auch in unserer Mandantschaft schätzen wir dieses Risiko als gering ein, da auch sie grundsätzlich national ansässig ist und sich an deutsches bzw. europäisches Recht halten muss.  

 
Im Rahmen des IT-Lieferantenmanagements werden auch Nachhaltigkeitsberichte berücksichtigt. Gleichzeitig werden aber mittelständische Lieferanten, die aufgrund ihrer Größe nicht über ein standardisiertes Nachhaltigkeitsmanagement oder -berichtswesen verfügen, nicht benachteiligt. Weitere Regelungen z.B. zur Lieferkette sind derzeit nicht installiert.

Insoweit existieren keine besonderen Zielsetzungen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Derzeit sind allgemeine Menschenrechtsklauseln nicht implementiert, da wir überwiegend mit in Europa ansässigen Firmen zusammenarbeiten. Jedoch verpflichten wir grundsätzlich unsere Vertragspartner zur Einhaltung des Mindestlohngesetzes.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Unsere Betriebsstätten befinden sich ausschließlich in Deutschland. Von einer Überprüfung wurde daher abgesehen.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Derzeit werden neue Lieferanten nicht auf soziale Aspekte geprüft, da wir überwiegend mit in Europa ansässigen Firmen zusammenarbeiten. Jedoch verpflichten wir grundsätzlich unsere Vertragspartner zur Einhaltung des Mindestlohngesetzes.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Wir verweisen auf unsere Ausführungen zum Leistungsindikator GRI SRS-414-2.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Als genossenschaftlicher Prüfverband sind wir über unsere Mitglieder mit dem Förderzweck (§ 1 GenG) der genossenschaftlichen Werte verpflichtet.  

Diese Werte vermitteln wir auch aktiv der nachfolgenden Generation, indem wir uns im Projekt der Schülergenossenschaften seit vielen Jahren stark engagieren. Bei Abschluss der Pilotphase im Juni 2008 wurde das Projekt vom Vorsitzenden der  deutschen UNESCO-Kommission als offizielles Projekt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014 ausgezeichnet. Rund 140 Schülergenossenschaften wurden seit dem Projektbeginn 2006 mit Unterstützung des Genossenschaftsverbandes in den Bundesländern Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gegründet. Das gemeinsame Arbeiten in einer nachhaltigen Schülergenossenschaft eröffnet Schülern Einblicke in konkrete wirtschaftliche, ökologische und soziale Zusammenhänge. Es verlangt Innovation, Kreativität, Eigeninitiative und Teamgeist. Und es regt unternehmerisches Denken und Handeln an, bringt Orientierung für das spätere Berufsleben.  

Wir fördern und beraten Interessenten in den letzten Jahren vermehrt bei Gründungsinitiativen zur kommunalen Selbstverwaltung zum Beispiel in Form von medizinischen Versorgungszentren, Schwimmbädern oder Dorfläden. Aktiv unterstützen wir die Errichtung und den Betrieb von Sozialgenossenschaften - insbesondere in Niedersachsen. Eigeninitiative, bürgerschaftliches Engagement und Solidarität haben für die Bürgerinnen und Bürger unverändert große Bedeutung. Diese Eigenschaften sind zugleich das Fundament für das Konzept der Sozialgenossenschaften, die in Niedersachsen vom Sozialministerium maßgeblich gefördert werden. Sozialgenossenschaften tragen in Räumen mit sinkenden Bevölkerungszahlen zum Erhalt der sozialen Infrastruktur bei.  

Über unsere Geschäftstätigkeit hinaus engagieren wir uns in den Regionen um unsere Standorte. So werden beispielsweise Ehemaligentreffen veranstaltet.  

Unsere Auszubildenden sammeln jedes Jahr in unterschiedlichen Aktionen (beispielsweise Kuchenbasar oder Sommergrillfeste) Spendengelder, um diese dann an gemeinnützige Organisationen, z.B. für krebsbetroffene Jugendliche und junge Erwachsene, weiterzuleiten.  

Wir sind zudem Mitglied in verschiedenen Fördervereinen in den Bereichen Geschichte und Museen sowie Bildungseinrichtungen bzw. Universitäten.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Im Geschäftsjahr 2019 erzielte der Genossenschaftsverband Umsatzerlöse in Höhe von
T€ 149.265. Die AWADO GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungs-gesellschaft erzielte im gleichen Zeitraum Umsatzerlöse in Höhe von T€ 17.690.  


Weitere Angaben erfolgen mangels gesetzlich geforderter Offenlegungspflicht auch an dieser Stelle nicht.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die relevanten Gesetzgebungsverfahren für den Genossenschaftsverband und seine Partnerunternehmen umfassen den genossenschaftlichen Bereich, insbesondere Änderungen des Genossenschaftsgesetzes sowie die Bereiche der Wirtschaftsprüfung, des Bankenaufsichtsrechts, der Land- und Agrarwirtschaft, Handwerk, Handel, Dienstleistungen, Energie, Immobilien und Versorgung und alle weiteren Rechtsgebiete, die durch unsere Rechtsabteilung bzw. die GRA Rechtsanwaltsgesellschaft mbH betreut werden. Insbesondere haben wir uns teilweise an den Konsultationsprozessen der Europäischen Kommission zum Action Plan on Sustainable Finance beteiligt.

Der Genossenschaftsverband ist die Stimme der Genossenschaften in 14 Bundesländern. Wir nehmen die Interessen unserer Mitglieder in allen genossenschaftlichen, politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Angelegenheiten wahr und vertreten diese aktiv im Meinungsaustausch mit Meinungsbildnern und Entscheidern. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern diskutieren wir zum Beispiel in unserer Veranstaltungsreihe „Politik trifft Praxis“ Chancen und Herausforderungen von Genossenschaften. Bei diesem Veranstaltungsformat treffen sich bis zu zehn Vorstände unserer Mitgliedsgenossenschaften mit einer Politikerin oder einem Politiker zu einem Gespräch in einem kleinen und nicht öffentlichen Kreis.  

Die Interessenvertretung des Genossenschaftsverbandes betreibt darüber hinaus intensives Monitoring der Gesetzgebungsinitiativen und nutzt Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern sowie zu branchenspezifischen Multiplikatoren. Mit dem "Politik-Update" bringt sich der Verband konstruktiv in die politische Debatte ein. Durch gezieltes Monitoring und Analysen, eigene Gespräche und Veranstaltungen sowie die Beteiligung an Formaten der Branchenorganisationen nimmt der Verband seine Verantwortung im Sinne von Government Relations und Public Affairs wahr.    

 
Der Genossenschaftsverband ist u. a. Mitglied der (genossenschaftlichen) Bundesverbände
Der BVR nimmt als Bundesverband die Interessen der Volks- und Raiffeisenbanken in bankpolitischen, kreditwirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Fragen gegenüber den Institutionen des Bundes und der Europäischen Union wahr.  

Der DGRV ist sowohl Bundesverband als auch Prüfungsverband der deutschen Genossenschaftsorganisation. Satzungsmäßige Aufgabe des DGRV ist die Förderung und Entwicklung des Genossenschaftswesens und des genossenschaftlichen Prüfungswesens. Der Verband entwickelt Konzepte und einheitliche Standards für Fragen der Rechnungslegung und Prüfung.  

Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene gegenüber Politik, Administration, Wirtschaftspartnern und Öffentlichkeit.  

Der GdW vertritt bundesweit und auf europäischer Ebene Wohnungsunternehmen und ist gemeinsam mit seinen und seine Regionalverbände Prüfungsverband für die dazugehören, rund 2000 Wohnungsgenossenschaften in Deutschland.  

DER MITTELSTANDSVERBUND – ZGV e.V. vertritt als Bundesverband der deutschen Wirtschaft in Berlin und Brüssel die Interessen von ca. 230.000 mittelständischen Unternehmen, die in rund 310 Verbundgruppen aus rund 45 Branchen organisiert sind. Das politische Engagement findet in Abstimmung mit unseren Bundesverbänden und der Betroffenheit unserer Mitglieder statt.  

Eine Mitgliedschaft des Genossenschaftsverbandes in einer politischen Organisation besteht nicht. Es erfolgen zudem grundsätzlich keine Parteispenden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Es werden grundsätzlich keine Spenden an politische Parteien getätigt. 

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Im Hinblick auf Strategien, konkrete Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten verweisen wir auf das Kriterium 6 Regeln und Prozesse. Die Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten ist für uns und unsere Partnerunternehmen eine Selbstverständlichkeit. Für das Geschäftsjahr 2019  hatten wir eine Antikorruptionsrichtlinie installiert und im Unternehmenshandbuch veröffentlicht. Korruptionsfälle sind uns nicht bekanntgeworden. Eine explizite Prüfung fand daher in den Betriebsstätten nicht statt.
 

Die Überprüfung der Einhaltung der allgemeinen Regelungen erfolgt über die Interne Revision des Genossenschaftsverbandes. Für die interne Überprüfung der Einhaltung der berufsrechtlichen Regelungen für Prüfungsverbände und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften haben wir ein Referat Qualitätssicherung installiert. Beide Einrichtungen sind jeweils unmittelbar einem Vorstandsmitglied hierarchisch zugeordnet. Der Genossenschaftsverband und die AWADO GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft nehmen am System der externen Qualitätskontrolle teil und unterliegen den anlassunabhängigen Sonderuntersuchungen (Inspektionen) der Abschlussprüferaufsichtsstelle, die ohne Anordnung weiterer Maßnahmen abgeschlossen wurden.  

Unsere Führungskräfte und Mitarbeitenden werden in regelmäßigen Schulungen für die relevanten Themen sensibilisiert. 

Das wesentliche Risiko, das sich für unsere Berufsträger aus unserer Geschäftstätigkeit ergibt, ist eine mangelnde Unabhängigkeit bzw. Neutralität. Wir haben zu deren Wahrung Prozesse und Nachweispflichten installiert.


Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Korruptionsfälle sind uns nicht bekanntgeworden. Daher fand eine explizite Prüfung in den Betriebsstätten nicht statt.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Korruptionsfälle sind uns nicht bekanntgeworden.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Es sind keine entsprechenden Fälle bekannt.