14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Geschäftsführung und die Führungskräfte der Stadtwerke Troisdorf legen viel Wert auf ein erfolgreiches Miteinander. Denn nur mit diesem vertrauensvollen Verhalten können Mitarbeiter/innen effizient und mit voller Leidenschaft das Gemeinwesen einer Stadt wie Troisdorf glaubwürdig unterstützen.
Eine faire Bezahlung ist für uns selbstverständlich. Wir legen Wert auf Arbeitsschutz, Arbeitsergonomie und gesundheitliche Präventionsmaßnahmen. Um unseren Unternehmenserfolg nachhaltig zu sichern, sind wir auf hochqualifizierte, motivierte und leistungsorientierte Mitarbeiter/innen angewiesen. Wir investieren in maßgeschneiderte Fort- und Weiterbildungen. Mit speziellen Führungskräfte-Nachwuchsprogrammen sorgen wir dafür, dass qualifizierten Mitarbeiter/innen eine langfristige Perspektive geboten wird.
Neben der Einhaltung der allgemeinen deutschen gesetzlichen Regelungen sind für uns besonders die Regelungen aus dem Tarifvertrag und die mit unserem Betriebsrat getroffenen Betriebsvereinbarungen relevant.


Wie bereits in den vorherigen Punkten erwähnt, fördern und fordern wir das nachhaltige Denken und Wirtschaften von unseren Mitarbeiter/innen proaktiv ein. Mit Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen und insbesondere Energie einzusparen, ist uns und unseren Mitarbeiter/innen ein Kernanliegen. Für konkrete Umsetzungsideen mit dem Ziel der Einsparung von Energie oder Vorantreiben von Nachhaltigkeitsthemen haben wir ein Vorschlagswesen mit entsprechender Honorierung auf den Weg gebracht.  

Wir haben in der Vergangenheit Gesundheits- und Sicherheitstage durchgeführt. Ebenso haben wir einen Familientag 2018 organisiert, um den Angehörigen die Arbeitsplätze näherzubringen.  

Auch von unseren Geschäftspartnern erwarten wir die Achtung von Arbeitnehmerrechten. Als ausschließlich regional tätiges kommunales Unternehmen ist diese Thematik für uns bislang von untergeordneter Bedeutung. Somit findet sich dessen Thematik auch nicht in unseren Zielsetzungen wieder.
Da wir die geltenden Vorgaben im Arbeitnehmerrecht einhalten, sehen wir keine Risiken in diesem Bereich.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Als bürgerliches Stadtwerk haben wir eine besondere Vorbildfunktion, die wir im Hinblick auf Chancengerechtigkeit und Gleichbehandlung in unseren Grundsätzen verankern.

Die Gehälter sind zum Großteil nach dem Tarifvertrag für Versorgungsbetriebe (TV-V) gestaffelt und nach einer transparenten Gehaltsstruktur gegliedert. Eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge ist nach Wunsch für alle Mitarbeiter/innen möglich.


Das Durchschnittsalter unserer Mitarbeiter/innen liegt bei 42 Jahren, mit einer homogenen Verteilung auf alle Altersgruppen.
 


Ebenso fördern wir Menschen mit Behinderung. Dafür haben wir im Betriebsrat extra eine Vertrauensperson der schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten Menschen benannt.  

Des Weiteren bieten wir zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Möglichkeit von Teilzeitarbeit an und setzen verstärkt auf das Homeoffice-Modell. Eine Gleitzeitregelung ist für uns selbstverständlich.

Mit den oben genannten Punkten sehen wir uns gut aufgestellt. Wir möchten uns stetig verbessern, haben für diesen eher weichen Bereich jedoch keine weiteren konkreten Ziele formuliert.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Bei den Stadtwerken Troisdorf tun wir viel für unsere Mitarbeiter/innen. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz steht dabei für uns an erster Stelle. Neben einem Gesundheits- und Sicherheitstag, den wir bereits häufiger durchgeführt haben, haben wir auch einen zuständigen Arbeitsschutzbeauftragten.

Unsere Büroarbeitsplätze verfügen überwiegend über höhenverstellbare Tische, sodass ein flexibles Arbeiten im Stehen und Sitzen möglich ist. Über die Einstellung von Licht, Bildschirmen etc. am Arbeitsplatz informiert die Mitarbeiter/innen unsere elektronische Selbstunterweisung zum Thema Arbeitsplatzergonomie.

Die Bereitstellung von hochwertiger persönlicher Schutzausrüstung im technischen Bereich ist für uns eine Selbstverständlichkeit.

Des Weiteren bieten wir einmal im Jahr eine Grippeschutzimpfung an sowie in Kooperation mit einer Krankenkasse ein jährliches Hautscreening.

Neben interessanten Aufgabengebieten, vielfältigen Aufstiegsmöglichkeiten, familienfreundlichen Arbeitsbedingungen (flexible Gleitzeit) und attraktiven Sozialleistungen haben wir die Mitarbeiter-App „HerzWerk“ eingeführt, über die sich all unsere Mitarbeiter/innen untereinander austauschen und vernetzen können. Mit diesem Tool soll das so entstehende Zusammengehörigkeitsgefühl sukzessive weiter gefördert werden.  

Die langfristige Personalplanung setzt bereits während der Ausbildung an, in der die Nachwuchskräfte parallel zur Berufsschule individuell vom Ausbildungsleiter begleitet werden. Sie profitieren von zusätzlichen Schulungen. Dank dieser Zusatzangebote und der intensiven Betreuung zählen die Auszubildenden seit Jahren schon regelmäßig zu den Jahrgangsbesten. Dieses qualitativ hochwertige und zukunftsorientierte Ausbildungskonzept soll es ermöglichen, kompetente Mitarbeiter/innen möglichst aus den eigenen Reihen zu gewinnen.
Neben der gezielten Ausbildung von Berufseinsteigern spielt auch die Spezialisierung von Führungskräften eine zentrale Rolle in der Personalpolitik. Bereits zum dritten Mal führte die TroiKomm ihr bewährtes Führungskräfte-Nachwuchsprogramm durch. Über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr wurden acht Mitarbeiter/innen im Rahmen der internen Führungskräfteentwicklung für mögliche spätere Führungspositionen qualifiziert. Für Herbst 2021 ist (vorbehaltlich, dass die Corona Lage es zulässt) ein weiteres Assessment Center zu Identifizierung und gezielten Weiterbildung potentieller Führungskräften geplant. Dies ist auch eine unserer Antworten auf den zunehmenden Fachkräftemangel: eigene Aus- und Weiterbildung unseres (Führungs-)Nachwuchs.

Auch fachspezifische Weiterbildung hat bei uns einen hohen Stellenwert: Veränderungen im Markt, ob technisch oder rechtlich, bei Software oder Dienstleistungen, erfordern gezielte Fortbildungen der Mitarbeiter. Auch Schulungen zu Softskills wie z.B. agilem Projektmanagement finden großen Anklang bei unseren Mitarbeitern. Die zunehmenden regulatorischen Anforderungen im Energiemarkt und die aufwändigere Technik in den Energieerzeugungsanlagen erfordert eine stetig steigende Fortbildungsbereitschaft bei den Mitarbeitern.

Unser Ziel ist hier weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, der neue Mitarbeiter gewinnen und vor allem langfristig binden kann.

Der Betriebsrat organisiert verschiedene betriebliche Sportangebote, die auf sehr positive Resonanz stoßen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Sie sogenannte 1000-Mann Quote zu meldepflichtigen Arbeitsunfällen betrug im 5-Jahres Durchschnittswert 8.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Der Ausschuss für Arbeitsschutz tagt quartalsweise und umfasst neben den Sicherheitsbeauftragten (extern und intern) Mitarbeitervertreter, Vorgesetzte und die Geschäftsführung. Aktuelle Informationen und Unterlagen zur Arbeitssicherheit werden im Intranet veröffentlicht.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Bei dem Stadtwerken Troisdorf waren 2019 20 Auszubildende beschäftigt (10 kaufmännisch und 10 gewerblich).
Im Berichtsjahr wurden 610 Weiterbildungen und Seminare gebucht. Statistiken über die Stundenzahl wurden bislang nicht erstellt.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

a)
Im Aufsichtsrat der Stadtwerke Troisdorf sind im Berichtsjahr 77% der Mitglieder männlich und 23% der Mitglieder weiblich.

b)
Bei den Stadtwerken Troisdorf sind rund 57 % der Beschäftigten männlich, und und 43% weiblich. Das Unternehmen wird von einer Geschäftsführerin (Vorsitz) und einem Geschäftsführer geleitet.

Altersgruppe Anteil (%) zum 31.12.2019
Unter 30 Jahre 23%
30-50 Jahre 44%
Über 50 Jahre 33%

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Im Berichtszeitrum sind keine Diskriminierungsfälle bekannt.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Als lokal verwurzeltes Versorgungsunternehmen vergeben wir unsere Aufträge, sofern dies möglich ist, an Mittelständler in der Region. Bei vielen technischen Bauteilen der Gas-, Wasser- und Nahwärmeversorgung sind wir aufgrund technischer Vorgaben der Deutschen Vereinigung der Gas- und Wasserwirtschaft (DVGW) verpflichtet, ausschließlich Materialien von zertifizierten Zulieferern aus Deutschland zu nutzen. Diese Unternehmen unterliegen der deutschen Rechtsprechung, wodurch Kinderarbeit ausgeschlossen werden kann und die Wahrung der Menschenrechte gesichert ist.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Die Stadtwerke Troisdorf agieren nach deutschem Recht und ist ein ausschließlich regional tätiges kommunales Unternehmen. Somit ist diese Thematik für uns von untergeordneter Bedeutung.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Die Stadtwerke Troisdorf agieren nach deutschem Recht und ist ein ausschließlich regional tätiges kommunales Unternehmen. Somit ist eine Einhaltung der Menschenrechte gewährleistet und keine separate Prüfung erforderlich.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Wir führen derzeit keine Bewertung speziell nach sozialen Kriterien duch.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Eine zentrale Stelle ist für uns das Tariftreue- und Vergabegesetz. Bei öffentlichen Ausschreibungen und bei Bestellungen ab 25.000€ wird in der Bestellung explizit auf dessen Einhaltung hingewiesen. Bei Dienstleistungsaufträgen weisen wir auf das Mindestlohn Gesetz hin.
Wir lassen uns Zertifikate und Erklärungen unserer Lieferanten vorweisen und pflegen oft langjährige Lieferbeziehungen. Eine darüberhinausgehende Prüfung nach sozialen Kriterien erfolgt nicht und halten wir im Rahmen unseres Wirkungsbereichs auch nicht für erforderlich.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Als Troisdorfer Lokalversorger engagieren wir uns seit jeher in vielfältiger Weise vor Ort sowie in der Region und machen damit das Leben in der größten Stadt des Rhein-Sieg-Kreises zum Wohl aller Bürgerinnen und Bürger lebenswerter.
So unterstützen wir beispielsweise lokale Schulen und Kitas durch verschiedene Veranstaltungen rund um die Themen Energie und Wasser. Unser Engagement im Natur- und Umweltschutz zeigt sich unter anderem bei der Ansiedlung von Bienenvölkern auf unseren Flächen oder den zahlreichen Baumpflanzaktionen. Zu den lokalen Händlern pflegen wir intensive, nachhaltige Geschäftsbeziehungen und unterstützen mit der TroCard, einem Bonus- und Kundenbindungsprogramm, gezielt das Einkaufen vor Ort. Wir engagieren uns in der Brauchtumspflege, mit dem Höhepunkt des rheinischen Karnevals. Nicht zuletzt fördern wir Vereine in Troisdorf und der Region auch finanziell, denn wir sind überzeugt: Ehrenamtliches Engagement verdient Unterstützung und macht das Leben in Troisdorf bunter.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Bezeichnung Ist 2019 in T€ Ist 2018 in T€
Erlöse aus Stromverkäufen 71.937 65.674
Erlöse aus Gasverkäufen 32.453 30.222
Erlöse aus Wasserverkäufen 8.534 8.133
Erlöse aus sonstigen Energieverkäufen 4.598 4.157
Erlöse aus Energieverkäufen 117.522 108.186
Erlöse Netznutzung Strom 9.165 7.778
Erlöse Netznutzung Gas 1.728 1.771
Erlöse aus Netznutzung 10.893 9.549
Erlöse dezentrale Einspeiser 4.281 4.298
Erlöse aus Geschäftsbesorgung 3.810 3.589
Erlöse Marktraumumstellung 2.506 447
Sonstige Umsatzerlöse 1.773 1.938
Summe Umsatzerlöse 140.784 128.007


Jahresabschlusszahlen 2019 Mio.€ 2018 Mio.€
Eigenkapital 39,5 39,5
Bilanzsumme 109,7 97,3
Anlagevermögen 83,9 76,8
Umsatzerlöse 140,8 128,0
Ergebnis nach Steuern 7,7 8,0
Anzahl Mitarbeiter 222 218
Weitere Zahlen werden in unserem Jahresbericht veröffentlicht.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Stadtwerke Troisdorf betreiben keine eigene Lobbyarbeit.

Wir sind Mitglied in branchenspezifischen Verbänden, wie zum Beispiel: Deutsche Vereinigung der Gas- und Wasserwirtschaft (DVGW), Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) und Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Diese Verbände bündeln die Interessen ihrer Mitglieder und beteiligen sich aktiv in der politischen Willensbildung und Gesetzgebung. Sie formulieren Anliegen gegenüber Politik, Fachwelt, Medien und Öffentlichkeit.

Spenden an Parteien und Politiker sind gemäß unserer Compliance-Richtlinie untersagt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Es wurden keine Spenden oder Zuwendungen an Parteien oder Politiker getätigt.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Stadtwerke Troisdorf haben ein Compliance-System aufgebaut, , dies wird als Maßnahme zur vorbeugenden Risikominimierung verstanden. 

Darin übernehmen wir Verantwortung für:
Das übergeordnete Ziel ist die Sicherstellung des gesetzmäßigen Verhaltens. Dabei sollen Schwachstellen im Unternehmen identifiziert, Organisationsverschulden vermieden und Haftungsrisiken für das Unternehmen dezimiert werden. Darüber hinaus gibt es verschiedene Schwerpunktthemen, wie beispielsweise die Korruptionsprävention, Prüfung des Reverse-Charge-Verfahrens beim Energiehandel, Datenschutz, TSM-Zertifizierung etc., die nach Relevanz bearbeitet wurden. Dabei wurden Regeln für einige Bereiche erarbeitet und/oder Prozesse für verschiedene Abläufe festgelegt, die für alle Mitarbeiter verbindlich sind.

Die Geschäftsführung ist für die Implementierung einer ordnungsgemäßen Compliance-Organisation verantwortlich und hat eine Compliance Beauftragte bestellt, die direkt an die Geschäftsführung berichtet. Die Prüfung der Funktionsfähigkeit der Compliance Organisation erfolgt durch Prüfaufträge an die interne Revision. Darüber hinaus ist es im täglichen Geschäft Aufgabe der Abteilungsleitung und Bereichsleitung die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen. Zur Risikobetrachtung wurde ein Risk Management aufgebaut, welches Risiken z. B. Rechts- und Vertragsrisiken oder Markt- und Wettbewerbsrisiken, auch aus Korruption und gesetzeswidrigem Verhalten, identifiziert, analysiert, gegensteuert und kontrolliert. Zusätzlich sind technische Risiken wie Grenzwertüberschreitungen im Wasserbereich oder Netzausfall im Risk Management mitberücksichtigt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Unsere Compliance Richtlinien gelten für alle Betriebsstätten und beinhaltet wesentliche Vorkehrungen zur Korruptions-Prävention. Die interne Revision führt in allen Betriebsstätten regelmäßige interne Prozessprüfungen durch (auch auf Korruption).

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Der internen Revision sind nach Stichproben keine bekannt.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Im Berichtszeitraum sind keine Fälle bekannt.