14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

RASTING ist in Deutschland ansässig und auch die direkten Tätigkeiten sind auf Deutschland begrenzt. Das Unternehmen hält sich somit an die nationalen üblichen Standards und an die deutsche Gesetzgebung. Darüber hinaus ist RASTING nach dem IFS zertifiziert, nach dem die Unternehmensleitung verpflichtet ist, regelmäßig das Arbeitsumfeld der Mitarbeiter zu ermitteln und zu bewerten.
In einer anonymen Mitarbeiterbefragung wurde das Betriebsklima analysiert. Im sogenannten Zufriedenheitsbarometer wurden die 5 „Tops und Flops“ ermittelt, d.h. Felder, die in der Umfrage am positivsten und am negativsten bewertet wurden. Als Maßnahme arbeitet RASTING nun an den 5 Flops, damit diese Themen in der nächsten Befragung besser bewertet werden. Geplant ist eine jährliche Durchführung des Zufriedenheitsbarometers.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Schlüssel zu hoher Qualität
Jeder einzelne Mitarbeiter trägt mit seiner Arbeit maßgeblich zum Erreichen und zur Einhaltung unseres hohen Qualitätsstandards bei.

Aus diesem Grund wird auf den Einsatz von fachlich qualifiziertem Personal auch in Zukunft großen Wert gelegt. Regelmäßige Schulungen und Informationen sollen den sich verändernden Anforderungen in den jeweiligen Bereichen Rechnung tragen und mithelfen die Grundsätze unseres Unternehmens zu verinnerlichen. Das in vielen Jahren gewachsene Qualitätsbewusstsein in unserem Unternehmen gilt es auch für die Zukunft zu halten und weiter auszubauen. Um unsere Kunden vor manipulierten Produkten zu schützen, werden unsere Mitarbeiter regelmäßig zum Thema Food Defense geschult und notwendige Maßnahmen auf Grund einer Risikobewertung durch das „Food Defense-Team“ umgesetzt.

Im Unternehmen werden die Mitarbeiter fair und respektvoll behandelt, Leistungen anerkannt und regelmäßig Schulungen durchgeführt. Denn nur kompetente, motivierte und zufriedene Mitarbeiter können gute Produkte herstellen und Dienstleistungen erbringen.  
Die Beteiligung der Mitarbeiter am Nachhaltigkeitsmanagement erfolgt über die Integration wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekte in interne Standards und Prozesse, wie zum Beispiel in die Qualitätspolitik oder die Arbeitsschutz-Vorgaben. So wird der tägliche Beitrag aller Mitarbeiter zur Nachhaltigkeitsleistung von RASTING greifbar und konkret. Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung interner Standards und Prozesse ist eine entsprechende Schulung der Mitarbeiter. Wir haben demnach auch die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen in die Ausbildung und Schulungen unserer Mitarbeiter integriert, wie z.B. Tierwohl-Maßnahmen und Arbeitsschutz.

RASTINGs Arbeitstitel lautet: „Wir hören zu“. Dafür bietet das Unternehmen sowohl Treffen mit allen Mitarbeitern als auch Einzelgespräche an. Jeder Mitarbeiter kann nach Bedarf mit der Geschäftsführung sprechen. Am Standort Essen gibt es wiederrum einen Betriebsrat als Ansprechpartner für die Mitarbeiter. Über eine Betriebszeitung und das Intranet werden die Mitarbeiter regelmäßig über geplante Projekte und das Geschehen im Betrieb informiert und sind aufgefordert sich aktiv an der Unternehmensentwicklung zu beteiligen. 
Über den EDEKA Versicherungsdienst werden Mitarbeitern attraktive Dienstleistungen, z.B. im Bereich der Altersvorsoge, angeboten.

Unsere Ziele "attraktiver Arbeitgeber" sind in Kapitel "Strategie, 3. Ziele" aufgeführt.

Wir konnten keine Risiken identifizieren, die sich aus unserer Geschäftstätigkeit in Bezug auf die Arbeitnehmerrechte ergeben.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Als großer Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen haben wir die Verantwortung für rund 1.000 Mitarbeiter. Das beinhaltet faire Entlohnung, gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, aber auch die Integration von Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund. RASTING verbietet jegliche Benachteiligung von Menschen aufgrund des Alters, Geschlechts, ethnischen Herkunft, Religion, sexuellen Identität oder Behinderung. Diese Aspekte haben keinen Einfluss auf die Entlohnung.
Werkverträge mit Subunternehmen gibt es bei RASTING nicht! Jeder Mitarbeiter hat einen Arbeitsvertrag mit RASTING. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche in NRW.

Betriebliche Ausbildung
RASTING bietet jungen Menschen neun verschiedene Ausbildungswege an. Dabei ist der Einstieg bei uns im gewerblichen Bereich ab einem Hauptschulabschluss möglich. Wir geben allen Schulabgängern die Möglichkeit, sich eine chancenreiche berufliche Zukunft aufzubauen und sich in der Praxis zu bewähren. Unser Ansatz, einer möglichst breiten Gruppe junger Menschen qualifizierte Ausbildungswege zugänglich zu machen und stärker auf individuelle Voraussetzungen und Vorstellungen einzugehen, spiegelt sich auch in unserem Mitarbeiter-Zufriedenheitsbarometer wieder. Darüber hinaus bieten wir jungen Menschen die Möglichkeit an, in unserem Unternehmen ein Praktikum im Rahmen von Projekten zu machen.  
Im Anschluss an eine erfolgreiche Ausbildung und bei persönlicher Eignung bieten wir den Mitarbeitern eine dauerhafte Weiterbeschäftigung an.  

Vielfalt der Kulturen
RASTING setzt sich mit Themen wie Gleichberechtigung und Integration auseinander. Eine interkulturelle Kompetenz ist für alle Mitarbeiter eine Selbstverständlichkeit. Im Falle einer Diskriminierung kann der direkte Vorgesetzte, die Geschäftsführung oder der Betriebsrat in Essen jederzeit angesprochen werden. Integration und Inklusion finden bei uns auf verschiedenen Ebenen statt: so arbeiten bei uns Menschen aus 56 Nationen in einer produktiven und positiven Atmosphäre zusammen. Aufgrund der Entwicklung am Arbeitsmarkt wird der Anteil an Mitarbeitern aus dem Ausland auch in Zukunft kontinuierlich weiter steigen. Das Beherrschen der deutschen Sprache erleichtert neuen Mitarbeitern die Integration bei RASTING. Darauf wird bei der Einstellung neuer Mitarbeiter besonders geachtet.  

Integration von Menschen mit Behinderung
Im Rahmen von Projekten integrieren wir schwerbehinderte Menschen, wie z.B. gehörlose Personen. Aktuell arbeiten bei uns 50 Personen mit diesen Merkmalen.  

Frauenanteil
Zur Förderung der Vielfalt wird ein höherer Frauenanteil angestrebt, was durch körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten in der Verarbeitung nur begrenzt möglich ist. In der Gesamtbelegschaft beträgt die Frauenquote 16%. Im Verwaltungs- und Administrationsbereich ist die Quote von Männern zu Frauen ca. 50%.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz spielen bei RASTING eine große Rolle. Durch ein professionelles betriebliches Gesundheitsmanagement (bGM) mit externer Unterstützung wird nicht nur sichergestellt, dass der Arbeits- und Infektionsschutz eingehalten wird, sondern auch vorbeugende Maßnahmen im Bereich der Arbeitsplatzergonomie mehr Beachtung finden. Ein Arbeitsschutzbeauftragter im Unternehmen sorgt dafür, dass vorgeschriebene Schutzvorrichtungen und -ausrüstungen vorhanden sind und benutzt werden, um Unfallgefahren entgegenzuwirken, z.B. durch eine elektrische Rauchwagenziehhilfe, Förderstrecken, Hubwagen und elektrisch höhenverstellbare Schreibtische. In bestimmten Bereichen, wie der Verpackung wird die Automatisierung weiter vorangetrieben, um Mitarbeiter bei monotonen Tätigkeiten zu entlasten. RASTING bietet darüber hinaus Gehörtests sowie kostenlose Gesundheitsprüfungen für LKW-Fahrer an.
Für die Organisation der Ersten Hilfe im Betrieb steht eine Betriebsärztin zur Verfügung. Sie berät u.a. die Mitarbeiter in allen Fragen des Gesundheitsschutzes, unterstützt die arbeitsmedizinische Vorsorge der Beschäftigten, beurteilt die Arbeitsbedingungen und untersucht die Ursachen von arbeitsbedingten Erkrankungen.
RASTING führt außerdem jährlich Hygieneschulungen durch, in denen auch das Thema Arbeitssicherheit behandelt wird. Ein weiterer wichtiger Baustein des bGM ist die Wiedereingliederung von Mitarbeitern in die Arbeitsbereiche, z.B. nach Unfällen oder längeren Erkrankungen.

Förderung sportlicher Aktivitäten und gesunder Ernährung
Auch im Bereich Gesundheit durch sportliche Aktivitäten wird bei RASTING viel geboten: Seit über 30 Jahren trainieren die RASTING-Kickers in wechselnder Besetzung regelmäßig auf den Fußballplätzen in der Umgebung. Unter dem Motto „Run an den Speck“ hat sich ein Lauftreff etabliert, der auch auf diversen Firmenläufen präsent ist. An Wandertagen wird die Region um Ahr, Rhein und Ruhr erkundet und ein RASTING-Kart-Team ist in der Essener Indoort-Kart-Bahn ebenfalls zu finden.
Zu einer ausgewogenen Ernährung leisten die betriebseigenen Kantinen einen wichtigen Beitrag. Sie bieten täglich frische Salate und eine leichte Kost an.

Vereinbarung von Beruf und Familie
RASTING fördert die Vereinbarung von Beruf und Familie im Rahmen des Möglichen. Familien und vor allem Kinder werden durch Familienfeste, Weihnachtsfeiern und besondere Veranstaltungen, wie ein WM-Event, integriert und lernen den Betrieb sowie die Kolleginnen und Kollegen kennen. 

Faire Bezahlung
Alle Mitarbeiter werden übertariflich bezahlt. Die Gehälter orientieren sich an der EDEKA-Politik und an dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. RASTING zahlt einen Zuschuss für die betriebliche Altersvorsorge und nimmt Teil am betrieblichen Gesundheitsmanagement. Neben monetären Leistungen bietet das Unternehmen Weiterbildungsmöglichkeiten, Festanstellungen mit unbefristeten Verhältnissen und stellt als Ausbildungsbetrieb auch Übernahmechancen zur Verfügung.
Es gibt jährliche Gehaltsrunden und Weihnachtsgratifikationen für die Mitarbeiter.

Unsere Ziele sind in Kapitel "Strategie, 3. Ziele" aufgeführt.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Unternehmen der Fleischbranche sind durch den demographischen Wandel und den zunehmendem Wettbewerb um die besten Arbeitnehmer mit anderen Wirtschaftssektoren in Deutschland besonders betroffen. Ein positives Arbeitgeberimage wird immer bedeutender, verbunden mit einem attraktiven Aus- und Weiterbildungsangebot. RASTING ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb mit hohem Renommee.   Wir haben ein Ausbildungspaket geschnürt, mit dem den Auszubildenden ein umfassendes Angebot an Einarbeitungs- und Entwicklungsmaßnahmen offeriert wird. Im Rahmen der Ausbildung werden nicht nur alle Abteilungen durchlaufen, sondern auch ein breites Wissen über die Herstellung der Produkte vom Bauernhof, über die Schlachtung und Zerlegung bis hin zur Eigenproduktion vermittelt. Über eine „Talentschmiede“ werden die individuellen Fähigkeiten im Rahmen von Projekten noch stärker herausgearbeitet.  
Um junge Menschen anzusprechen, ist das Unternehmen regelmäßig vertreten auf Ausbildungsmessen, präsent in Schulen und unterstützt mit EDEKA Ausbildungskampagnen wie „Fleischhelden“ für die Vorstellung und Bekanntmachung der Fleischwerke und dessen Berufe. Für Interessenten bietet RASTING darüber hinaus Praktika und Betriebsführungen an. In den Jahren 2014, 2016 und 2017 wurde das Unternehmen von der IHK Bonn/Rhein-Sieg für die „Kammerbeste Ausbildungsleistung“ ausgezeichnet.  

Folgende Ausbildungsberufe können bei RASTING erlernt werden:
  • Elektroniker/-in für Betriebstechnik
  • Fachkraft für Lagerlogistik
  • Fachlagerist/-in
  • Fachkraft für Lebensmitteltechnik
  • Fleischer/-in
  • Industriekauffrau/-mann
  • Berufskraftfahrer/-in
  • Koch/Köchin
  • Maschinen- und Anlagenführer/-in

Junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen wird für produzierende Betriebe eine immer größere Herausforderung.

Zur Förderung der Ausbildung sind wir deshalb vier Kooperationen eingegangen:
  

MeGA – Meckenheimer Garantie für Ausbildung Mit MeGA hat die Geschwister-Scholl-Hauptschule seit 2011 ein im Rheinland einzigartiges und erfolgreiches Projekt, das auch überregional für Aufsehen sorgt und mehrfach ausgezeichnet wurde. Die Firma Rasting begleitet das Projekt seit der Geburtsstunde und profitiert von der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit der Geschwister-Hauptschule-Meckenheim. Informieren sie sich unter www.hsmeckenheim.de

ZDS – Zentralfachschule Deutscher Süßwarenwirtschaft
Die ZDS in Solingen gilt weltweit als renommiertes Aus- und Weiterbildungsinstitut für alle Bereiche der Lebensmittelindustrie. In der ZDS wird auch unser Ausbildungsberuf Fachkraft für Lebensmitteltechnik beschult. Mit Unterstützung der Fleischhof Rasting GmbH und weiteren Unternehmen der Fleischwarenindustrie konnte 2015 ein modernes und leistungsfähiges Technikum für Fleisch- und Wurstwarenbeschulung fertig gestellt werden.
Informieren sie sich unter www.zds-solingen.de

Kurs – Lernpartnerschaft der Bildungsinitiative Köln
Die Zusammenarbeit zwischen der Geschwister-Scholl-Hauptschule und der Fleischhof Rasting GmbH wird im Rahmen der Kurs-Lernpartnerschaft des Regierungsbezirkes Köln gefördert und weiterentwickelt. Gemeinsam mit den KURS-Koordinatoren werden Förderprogramme entwickelt, um den Übergang von Schule ins Berufsleben zu unterstützen. Informieren sie sich unter www.kurs-koeln.de

GSH – Geschwister-Scholl-Hauptschule Meckenheim
Die Geschwister-Scholl-Hauptschule zeichnet sich besonders durch ihre nachhaltigen Konzepte zur Berufsorientierung aus. Die gelebte enge Vernetzung von Schule, Stadt und Meckenheimer Unternehmen ermöglicht Schülerinnen und Schülern beste Möglichkeiten auf dem Ausbildungsmarkt. Die Zusammenarbeit mit Rasting spiegelt sich in gemeinsamen Kochevents, Bewerbungstraining und Betriebsbesichtigungen wieder.
Informieren sie sich unter www.hsmeckenheim.de  

Die wichtigsten Schlüsselfaktoren sind attraktive Arbeitsplätze, flexible Arbeitszeitmodelle, der faire Umgang mit Mitarbeitern, familienfreundliche Arbeitsbedingungen, eine der jeweiligen Tätigkeit angemessene Entlohnung und vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten.  
Weiterbildung ist ein weiterer wichtiger Baustein. So werden intern z.B. IT- oder Verkaufsschulungen angeboten. Externe Weiterbildungsmaßnahmen erfolgen z.B. im Bereich Buchhaltung, Personalmanagement, Warenwirtschaftssystem CSB, Tierschutz und der Qualitätssicherung. Fortbildungen finden regelmäßig auch für die Mitarbeiter der Verarbeitung, der Maschinenführung und Erste Hilfe statt. Für die Fahrer des Flottenmanagements werden darüber hinaus Fahrerschulungen angeboten. Das Ziel ist es, die Beschäftigten langfristig an RASTING zu binden und ihnen die Möglichkeit zu geben bis zur Rente am Arbeitsleben teilzunehmen.

Unsere Ziele im Bereich der Qualifizierung sind in Kapitel "Strategie, 3. Ziele" aufgeführt.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Tabelle 8: Beschäftigte und Sollarbeitszeit
Indikator 2016 2017 2018
Gesamtzahl Beschäftigte 951 976 952
Sollarbeitszeit 1.674.817 1.717.568 1.704.403
 
Im Folgenden wird eine Übersicht über das Unfallgeschehen und die damit verbundene Ausfalltage gegeben.

  Tabelle 9: Unfälle
Indikator 2016 2017 2018
Arbeitsunfälle 133 63 96
davon - männlich 116 52 83
davon - weiblich 17 11 13
       
Wegeunfälle 3 1 8
davon - männlich 3 1 5
davon - weiblich 0 0 3
       
Unfallrate* - Gesamtbelegschaft 14,3% 6,6% 10,6%
*Unfälle pro Beschäftigten (Voll-, Teilzeit) 2018 gab es in unseren Unternehmen 96 meldepflichtige Arbeitsunfälle.

Damit lagen wir etwas oberhalb des BGN-Durchschnitts, der bei 58 Arbeitsunfällen je 1.000 Vollmitarbeiter lag (BGN 2018). Häufigste Arbeitsunfälle sind Quetschungen und Prellungen im Bereich der Produktion. Schnittverletzungen treten eher selten auf. Wegeunfälle sind überwiegend Autounfälle auf dem Weg zur bzw. von der Arbeit.

Tabelle 10: Ausfalltage
Indikator 2016 2017 2018
Ausfalltage – gesamt 966 893 1.052
davon Arbeitsunfälle 942 880 910
davon Wegeunfälle 24 13 142
Ausfalltage pro Beschäftigte 1,0 0,9 1,1
 
Die Ausfalltage pro Beschäftigten sind im Zeitraum 2016-18 konstant.  

*BGN: „Starker Partner der Betriebe – Jahrbuch Prävention 2017 / 2018“; Für die Bildung der Unfallkennzahl werden die meldepflichtigen Arbeitsunfälle je 1.000 Vollmitarbeiter herangezogen. Gemäß BGN Definition entspricht ein Vollmitarbeiter 1.600 geleisteten Arbeitsstunden im Jahr.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse wird dieser Disclosure als nicht wesentlich beurteilt. Aus diesem Grund berichten wir innerhalb der GRI Standards Kernoption nicht zu dem Disclosure.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Jeder Mitarbeiter wird 1,5 Std. pro Jahr im Hinblick auf Hygiene, Infektionsschutz, betriebliche Gesundheit und Arbeitssicherheit geschult. Das entspricht etwa 1.500 Schulungsstunden pro Jahr.

  Tabelle 11: Betriebliche Ausbildung
Indikator 2016 2017 2018
Auszubildende – männlich 38 43 33
Auszubildende – weiblich 3 4 5
Summe Auszubildende 41 47 38
Ausbildungsquote 4,3% 4,8% 4,0%
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl 83.148 95.316 77.064

Laut Bundesinstitut für Berufsbildung betrug die durchschnittliche Ausbildungsquote* 4,3% bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern in Westdeutschland im Jahr 2017. Im Zeitverlauf entspricht die Quote von RASTING in etwa dem BGN-Schnitt.

*BIBB-Datenreport 2018, https://www.bibb.de/dokumente/pdf/datenreport_internettabellen_2018.pdf  

Tabelle 12: Betriebliche Ausbildung nach Beruf und Geschlecht
Beruf 2016 2017 2018
m w m w m w
Elektroniker/-in für Betriebstechnik 2 - 2 - 5 -
Fachkraft für Lagerlogistik 5 - 5 - 5 -
Fachlagerist/-in 1 - 1 - 1 -
Fachkraft für Lebensmitteltechnik 16 2 16 2 13 2
Fleischer/-in 11 - 11 - 4 -
Industriekauffrau/-mann 3 1 3 1 1 3
Koch/Köchin - - - - 1 -
Maschinen- & Anlagenführer/-in - - - - 3 -

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Die Geschäftsführung der Fleischhof RASTING GmbH besteht aus zwei operativen Geschäftsführern und drei weiteren Geschäftsführern, die die Gesellschafterin EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH vertreten. Zur Geschäftsleitung gehört darüber hinaus ein kaufmännischer Leiter. 
Zum Führungskreis zählen neben den operativen Geschäftsführern und dem kaufmännischen Leiter auch zwei Betriebsleiter sowie der Personalleiter. Weitere Entscheidungsgremien gibt es nicht.
Die Strukturen werden sehr schlank gehalten. Alle Mitglieder sind männlich. Die Geschäftsführung ist den genossenschaftlichen Gremien der Gesellschafterin gegenüber berichtspflichtig.  

Tabelle 13: Mitarbeiter nach Geschlecht, Alter und Staatsangehörigkeit
Belegschaft - nach Geschlecht in % 2016 2017 2018
Mitarbeiterkategorie - männlich 84,1 84,3 84,0
Mitarbeiterkategorie - weiblich 15,9 15,7 16,0
Belegschaft - nach Altersgruppen in % 2016 2017 2018
Mitarbeiterkategorie (unter 30 Jahre) 30,3 27,9 26,0
Mitarbeiterkategorie (30 - 50 Jahre) 37,9 39,1 39,0
Mitarbeiterkategorie (über 50 Jahre) 31,8 33,0 35,0
 
Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit
- in Jahren
2016 2017 2018
Gesamtbelegschaft 9,1 9,6 10,1
Mitarbeiterkategorie - männlich 9,4 9,9 10,4
Mitarbeiterkategorie - weiblich 7,2 8,1 8,4

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse wird dieser Disclosure als nicht wesentlich beurteilt. Aus diesem Grund berichten wir innerhalb der GRI Standards Kernoption nicht zu dem Disclosure.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Einhaltung der Menschenrechte ist für RASTING ein essentieller Bestandteil der Geschäftspolitik. Im Falle eines Warenbezugs von Lieferanten aus Risikoländern ist eine Absicherung über den amfori-BSCI-Standard erforderlich (https://www.amfori.org/content/amfori-bsci). Aktuell haben wir keine relevanten Lieferanten.  

Für das Unternehmen gilt das deutsche Gesetz.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Im Berichtszeitraum konnten keine relevanten Aktivitäten identifiziert werden. Es wurden keine Investitionsvereinbarungen bzw. -verträge abgeschlossen, die Menschenrechtsklauseln enthalten.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Im Berichtszeitraum konnten keine relevanten Geschäftsstandorte identifiziert werden, da alle Betriebsstätten in Deutschland liegen.
Deutschland ist nach amfori-BSCI kein Land mit erhöhtem Risiko.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Im Berichtszeitraum konnten keine Lieferanten identifiziert werden, die nach amfori-BSCI in Ländern mit erhöhtem Risiko ansässig sind.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse wird dieser Disclosure als nicht wesentlich beurteilt. Aus diesem Grund berichten wir innerhalb der GRI Standards Kernoption nicht zu dem Disclosure.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die Fleischhof RASTING GmbH beschäftigt Mitarbeiter, die im Umkreis der Betriebsstandorte leben. Es gibt keine Werkverträge mit Subunternehmen.

Transparenz
Wir bieten interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit an, sich über die Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren bei RASTING zu informieren. Sie können sich im EDEKA-Markt dazu anmelden. Der Bustransfer zum Betrieb wird vom EDEKA-Kaufmann organisiert. Ca. 4.000 Personen werden jährlich durch den Betrieb Meckenheim geführt und detailliert über die Produktionsabläufe informiert. Darüber hinaus haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich die Bauernhöfe, auf denen Schweine und Rinder aufwachsen, anzuschauen. In Zusammenarbeit mit Landwirten haben wir eine Plattform für einen direkten Dialog zwischen Landwirten und Endverbrauchern geschaffen. Im Jahr 2017 wurden 350 Personen an ca. 20 Terminen mit Bussen zu Bauernhofbesichtigungen gefahren. Die Besuche sind kostenfrei.  

Kochschule
Über „RASTINGs Kochstudio“ bieten wir eine Vielzahl von Kochkursen an, mit denen Menschen das Kochen wieder nähergebracht werden soll. Zu attraktiven Konditionen können über ein online Portal Kochkurse zu verschiedenen Themen vom Steak, über Wild bis zum Fisch gebucht werden.

Tabelle 14: Kochkurse
Indikator 2016 2017 2018
Anzahl Kurse 140 152 105
Anzahl Teilnehmer 2.800 3.040 2.100
 
Mitarbeiterseminare für Kunden
Unsere Kunden haben die Möglichkeit, ihr Verkaufspersonal von unserem qualifizierten Schulungsteam, das aus erfahrenen Metzgern besteht, schulen zu lassen. Ziel ist es, den Verkauf von Fleisch- und Wurstwaren weiter zu fördern und ein kompetentes Auftreten der Mitarbeiter im Bereich der Fleischtheken sicherzustellen.

Tabelle 15: Mitarbeiterseminare
Indikator 2016 2017 2018
Anzahl Seminare 42 10         18
Anzahl Teilnehmer 912 200 243

Bauernhofschulungen
Seit 2017 bieten wir im Rahmen unserer vertikalen Partnerschaft Bauernhofschulungen an. An dem Vorhaben nehmen über 80 landwirtschaftliche Betriebe freiwillig teil. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 600 Personen an 24 Terminen zu Bauernhofschulungen gebracht. Die gesamte Organisation der Schulungen wird von RASTING und dem Partner Westfleisch übernommen.  

Spenden in der Region
RASTING engagiert sich in Form von Geld- und Sachspenden in der Region. Außerdem spendet das Unternehmen die Einnahmen der Betriebsfeste an soziale Einrichtungen und unterstützt die Essener Tafel.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Folgende Tabelle gibt einen Überblick zu Umsätzen und Vermarktungsmengen:

Tabelle 16: Umsätze und Vermarktungsmengen
Indikator 2016 2017 2018
Umsatzerlöse, Mio. € 474,3 499,6 510,4
Menge der gelieferten Produkte oder Dienstleistung, t 103.687 103.224 105.125

Weitere Daten werden aufgrund der Konzernverhältnisse nicht im Einzelnen veröffentlicht.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH, Moers, einbezogen, die einen Konzernabschluss nach §291 HGB aufstellt. Der Konzernabschluss kann im Unternehmensregister eingesehen werden.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

RASTING engagiert sich politisch nicht und übt keinen direkten politischen Einfluss aus. So machen wir z.B. keine Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren. Es liegen auch keine Einträge bei Lobbyisten vor. Des weiteren wurden keine Zuwendungen an Regierungen sowie Spenden an Parteien und Politiker getätigt.

Die politische Einflussnahme liegt im Zuständigkeitsbereich der Branchenverbände, die die Interessen der Mitgliedsunternehmen vertreten.

Die Fleischhof RASTING GmbH ist Mitglied in folgenden Branchenverbänden (Stand 2018) Die Verbände kommentieren Gesetzesentwürfe mit Branchenrelevanz und informieren Ihre Mitgliedsunternehmen über aktuelle politische bzw. rechtliche Entwicklungen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

An Parteien wurde im Berichtszeitraum nicht gespendet.

An die oben genannten Interessensverbände wurden insgesamt folgende Zahlungen getätigt:


 Tabelle 17: Zahlungen an Branchenverbände
Jahr 2016 2017 2018
Mitgliedsbeiträge, in € 9.050 10.010 10.040
 


Im Berichtszeitraum konnten keine weiteren relevanten Aktivitäten identifiziert werden.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Im Unternehmen gelten strenge Vorgaben, um die Mitarbeiter zur konsequenten Einhaltung der Gesetze zu motivieren. Ein wichtiges Element ist die Verhaltenrichtlinie für die Fleischof RASTING GmbH, die von Führungskräften und Mitarbeitern in relevanten Abteilungen, wie z.B. Ein- und Verkauf, befolgt werden muss.

Die Richtinie beinhaltet folgende Vorgaben:
1) Generelle Verhaltensgrundsätze
2) Lebenmittel- und Bedarfsgegenständerecht, -sicherheit und -qualität
3) Vermeidung der Annahme und Gewährung unerlaubter Vorteile
4) Fairer Wettbewerb (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung "GWB")
5) Datenschutz und Schutz vertraulicher Informationen (Bundesdatenschutzgesetz, DSGVO)

Sie basiert auf der Verhaltensrichtlinie der Unternehmensgruppe EDEKA Rhein-Ruhr.

Unter anderem gelten folgende Vorgaben:
a) Grundsätzlich ist die Gewährung von Geschenken und Einladungen sowohl materieller als auch immaterieller Art verboten, wenn sie einen unlauteren Vorteil darstellen, auf den der Empfänger keinen Anspruch hat. Schon der Anschein der Gewährung eines unlauteren Vorteils ist zu vermeiden.
b) Im Rahmen der Geschäftstätigkeit gilt das Vier-Augen-Prinzip.
c) Die eigentumsrechtliche oder mietrechtliche mittelbare oder unmittelbare Beteiligung an LEH-Einzelhandelsobjekten, Zulieferfirmen oder Konkurrenzunternehmen ist grundsätzlich nicht zulässig.
d) Es gilt das Prinzip, dass Mitarbeiter/-innen nur Zugang zu solchen Informationen haben, die sie zur Erfüllung ihrer Tätigkeit benötigen.

Basis der Richtlinie bilden die gesetzlichen Vorgaben. Für die Einhaltung sind die Geschäftsführung und die Führungskräfte verantwortlich.

Alle Geschäftspartner müssen schriftlich bestätigen, von Präsenten und Einladungen für Mitarbeiter/-innen der Fleischhof RASTING GmbH abzusehen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse wird dieser Disclosure als nicht wesentlich beurteilt. Aus diesem Grund berichten wir innerhalb der GRI Standards Kernoption nicht zu dem Disclosure.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Im Berichtszeitraum konnten keine relevanten Vorfälle identifiziert werden.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Im Berichtszeitraum konnten keine relevanten Vorfälle identifiziert werden.