14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

In ihrer Funktion als Förderbank und organisiert als Anstalt des öffentlichen Rechts gehören in der LfA die Einhaltung der in Deutschland gültigen Arbeitsnormen zu den Mindestvoraussetzungen im täglichen Geschäftsbetrieb. Die Umsetzung und Anwendung der Normen wird durch praxisnahe Aufbereitung in Dienstvereinbarungen und Dienstanweisungen sicher gestellt. Die Beachtung der Menschenrechte und die Ablehnung von Kinder- und Zwangsarbeit auch im Hinblick auf geförderte Projekte und bezüglich Kapitalanlagen ist selbstverständlich.  

Darüber hinaus wendet die LfA unter einzelvertraglicher Bezugnahme in den Arbeitsverträgen seit je her den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) an. Die darin enthaltenen Regelungen gehen im Hinblick auf die Arbeitnehmerinteressen über die bundesgesetzlichen Regelungen zum Arbeitsrecht hinaus.    

Ein besonderes Anliegen der Personalarbeit in der LfA ist es, personalpolitisch relevante Regelungen stets auch im Hinblick auf die Arbeitnehmerinteressen zu prüfen. Der Personalrat wirkt aktiv an der Umsetzung der Dienstvereinbarungen mit. Dafür arbeitet der Vorstand der LfA eng mit dem Personalrat zusammen. Für die Vertretung der Arbeitnehmerinteressen gilt das Bayerische Personalvertretungsgesetz.  

Die LfA legt als öffentlich-rechtlicher Arbeitgeber besonderen Wert auf eine verantwortungsvolle und diskriminierungsfreie Personalpolitik. Ein fairer, partnerschaftlicher und offener Umgang mit den Mitarbeitern/-innen prägt das Arbeitsklima. Fachliche und soziale Kompetenzen stehen bei der Besetzung von höher vergüteten Fach- und Führungspositionen im Vordergrund und sorgen so erfolgreich für gleichberechtigte berufliche Chancen für alle Beschäftigten.  

Im Jahr 2015 unterzeichnete die LfA die „Charta der Vielfalt“ und ging damit einen weiteren Schritt zur Förderung der Vielfalt und gelebten Chancengleichheit auf allen Ebenen. Ein wertschätzendes Miteinander sowie die Nutzung der Vielfalt an Fachwissen, Talenten, Sichtweisen und Erfahrungen ist für die LfA selbstverständlich.  

Um Diversity in der LfA weiter mit Leben zu erfüllen, die Rolle der Führungskräfte zu unterstützen und die Umsetzung durch Kennzahlen messbar zu machen, wurde ein Diversity Konzept konzipiert. Dabei wurden die bereits bestehenden Maßnahmen der Konzepte „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, „Demografie“ und „Gleichstellung“ analysiert und zielgerichtete Maßnahmen entwickelt. Verantwortlich für die Umsetzung des Konzepts ist ein im Jahr 2018 ernannter Diversity Beauftragter.  

Damit die Führungskräfte den Herausforderungen gerecht werden, werden sie mit verschiedenen individuellen Entwicklungsmaßnahmen, wie Coachings, Führungsklausuren und Führungskompetenzseminaren unterstützt.  

Sollten Mitarbeiter/-innen Gesprächsbedarf zur Gleichbehandlung haben, steht ihnen die im Jahr 2007 eingerichtete AGG-Beschwerdestelle offen. Bisher wurden keine Verstöße oder Verdachtsfälle gemeldet.  

Da die LfA die aufgeführten Punkte bereits als selbstverständlich ansieht, gibt es darüber hinausgehend keine weiteren Zielsetzungen oder Zeitpunkte für Zielerreichungen.

Im Intranet der LfA hat das Thema Nachhaltigkeit eine eigene Rubrik. Dort werden alle Nachhaltigkeitsberichte, die Nachhaltigkeitsgrundsätze der LfA, die Nachhaltigkeitszertifizierungen und -initiativen sowie sonstige themenbezogene Informationen und laufende Aktivitäten veröffentlicht. Ferner werden das Nachhaltigkeitsteam, die zentralen Ansprechpartner/-innen zum Thema Nachhaltigkeit in den Abteilungen/Stabsstellen und der Umweltschutzbeauftragte namentlich vorgestellt. Alle Mitarbeiter/-innen sind eingeladen, Anregungen zu platzieren und werden in Hausmitteilungen über aktuelle Entwicklungen beim Thema Nachhaltigkeit informiert.  

Die LfA hat ihren Hauptsitz in München, eine Repräsentanz in Nürnberg und einen Förderstützpunkt in Hof. Außerhalb Bayerns bestehen keine Betriebsstätten. Finanziert werden Vorhaben des Mittelstands, freier Berufe und von Kommunen, die weit überwiegend (Geschäftsjahr 2017 rd. 97%) in Deutschland durchgeführt werden.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die LfA legt als öffentlich-rechtlicher Arbeitgeber besonderen Wert auf eine verantwortungsvolle und diskriminierungsfreie Personalpolitik. Fachliche und soziale Kompetenzen stehen bei der Besetzung von höher vergüteten Fach- und Führungspositionen im Vordergrund und sorgen so erfolgreich für gleichberechtigte berufliche Chancen für alle Beschäftigten.  

Mitarbeiter/-innen mit Behinderung werden bei deren Teilhabe am Berufsleben durch besondere individuelle Arbeitsbedingungen und barrierefreie Umbaumaßnahmen unterstützt. Eine Schwerbehindertenvertretung überwacht die Umsetzung, vermittelt, unterstützt und berät dabei.  

Basierend auf dem Bayerischen Gleichstellungsgesetz erstellt die LfA turnusmäßig ein Gleichstellungkonzept und legt darin Maßnahmen für eine kontinuierliche und systematische Weiterentwicklung der Chancengleichheit von Frauen und Männern fest. Der Frauenanteil in Führungspositionen einschließlich Vorstand konnte in den letzten Jahren auf 25% gesteigert werden.  

Die LfA begegnet der demographischen Entwicklung aktiv, indem sie qualifizierten Fach- und Führungsnachwuchs einstellt und ausbildet, den Wissensaustausch zwischen den Generationen durch altersgemischte Teams sicherstellt sowie ihre Mitarbeiter/-innen so lange wie möglich gesund und produktiv in der LfA hält. Basis hierfür ist ein Demographiekonzept, in dem Handlungsfelder wie Personalbeschaffung, -entwicklung und -führung, Wissensmanagement, Arbeitsgestaltung und Gesundheitsmanagement identifiziert und entsprechende Maßnahmen zusammengestellt werden.  

Seit 2007 hat die LfA ein Betriebliches Eingliederungsmanagement, das die Anforderungen des Sozialgesetzbuches (SGB IX) vollumfänglich erfüllt.  

Eine auf einem Präsenzzeitmodell basierende Arbeitszeitflexibilisierung ermöglicht die Vereinbarkeit privater Familientermine und, durch die Absprache zwischen den Kollegen, die Erreichbarkeit für den Kunden.  

Bei der Aufstellung der Pläne für den Jahresurlaub werden die Belange von Eltern schulpflichtiger Kinder besonders berücksichtigt.  

Über  30% der Mitarbeiter/-innen der LfA arbeiten in Teilzeit, die sich beispielsweise an den Schulzeiten orientiert, in denen die Kinder betreut sind.  

Regelungen zur Gewährung von unbezahltem Sonderurlaub dienen hauptsächlich der Betreuung von Kindern oder pflegebedürftiger Angehöriger. Auch für Weiterbildung oder Auslandsaufenthalte gewährt die LfA für mehrere Monate unbezahlten Sonderurlaub.  

Eine große Rolle spielen für die Mitarbeiter/-innen die geltenden Home-Office-Regelungen, die alle Mitarbeiter/-innen über alle Hierarchiestufen hinweg in Anspruch nehmen können.  

Bereits vor Beginn des Mutterschutzes oder der Elternzeit wird die weitere Planung besprochen. Ziel ist, eine eventuelle Teilzeitbeschäftigung während und/oder nach der Elternzeit frühzeitig vorzubereiten, um eine frühe Rückkehr aus der Familienpause zu ermöglichen. Für die Information der Beschäftigten während der Abwesenheit wurde im Internetauftritt der LfA ein separater, zugangsgeschützter Bereich geschaffen. Mitarbeiter/-innen haben dort u. a. auf wesentliche Teile des LfA-internen Weiterbildungsprogramms Zugriff, an dem sie auch während der Beurlaubung teilnehmen können. Zunehmend werden die Angebote auch von Vätern genutzt. Teilweise wurden im Anschluss an die Elternzeit Teilzeit- und/oder Home-Office-Möglichkeiten in Anspruch genommen.  

Für die Kleinkinderbetreuung bietet die LfA ihren Beschäftigten Krippenplätze in einer in der Nähe liegenden Kindertagesstätte an. Die LfA zahlt einen steuerfreien Kinderbetreuungskostenzuschuss zu den Kosten der Betreuung nicht schulpflichtiger Kinder in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen. Um den Betreuungsengpass in den Ferien zu verringern, bietet die LfA in den ersten Wochen der Sommerferien eine Ferienbetreuung für Mitarbeiterkinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren an. Bei einem kurzfristigen Betreuungsbedarf steht der pme Familienservice aufgrund einer Kooperation den Mitarbeitern/-innen zur Verfügung.  

Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist für die LfA ein wichtiges Thema. Durch den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen der LfA und dem AWO Eltern service awo lifebalance GmbH können die Mitarbeiter/-innen Beratungs- und Vermittlungsleistungen zu Pflegethemen erhalten.

Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter im Mitarbeiter- wie im Bankeninteresse zu verbessern,  entwickelt die LfA ihre familienorientierte Personalpolitik kontinuierlich fort. Denn je besser die Mitarbeiter/-innen auch ihre Verantwortung für die Familie wahrnehmen können, umso mehr Motivation und Freiraum haben sie für die Erfüllung ihrer betrieblichen Aufgaben.  

Die LfA unterzieht sich regelmäßig dem „audit berufundfamilie“, einem Instrument, das auf Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung geschaffen wurde. Dabei werden in einem systematischen Prozess der Ist-Stand der Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Unternehmen erfasst und nach Handlungsfeldern strukturiert Maßnahmen zur weiteren Verbesserung abgeleitet. Nach der Erstzertifizierung 2008 wurde in der LfA bei den Re-Auditierungen 2011 und 2015 die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege als weiterer Schwerpunkt definiert. Im Jahr 2018 hat die LfA die Re-Zertifizierung erfolgreich durchlaufen und ist jetzt dauerhaft Zertifikatsträger.  

Seit 2015 ist die LfA Mitglied im Familienpakt Bayern. Diese gemeinsame Initiative der Bayerischen Staatsregierung und der Bayerischen Wirtschaft fördert die familienfreundliche Gestaltung der Arbeitswelt in Bayern und verbessert die Vereinbarkeit von beruflichem Erfolg und Familie. Damit ergänzt die LfA ihre Zielsetzungen aus der Zertifizierung „berufundfamilie“.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Weiterbildung
Neue Trends und technische Entwicklungen, zunehmend komplexere aufsichtsrechtliche Regularien sowie unterschiedliche Erwartungen und Anforderungen bestimmen das heutige Berufsleben. Entsprechend dem Motto „Fordern und Fördern“ ist es für die LfA selbstverständlich, ihre Mitarbeiter/ -innen mit einem breiten Spektrum an zielgerichteten Maßnahmen bei den vielfältigen Herausforderungen und Aufgaben zu unterstützen.  
Ein vielseitiges und breit gefächertes Weiterbildungsprogramm, das basierend auf einer strukturierten Bedarfsabfrage konzipiert und jeweils am Jahresende für das folgende Jahr veröffentlicht wird, bündelt ein breites Angebot an Qualifizierungsmaßnahmen. Das Programm bietet den Mitarbeitern/ -innen die Möglichkeit, sich in den verschiedenen Kompetenzfeldern fit zu halten und neue praktische Techniken und Fertigkeiten zu erlernen. Bei kurzfristigem oder sehr speziellem Bedarf wird dieses Angebot durch Einzelmaßnahmen außerhalb des jährlichen Weiterbildungsprogramms ergänzt.  

Etwaigen Risiken aus den erwähnten neuen technischen Entwicklungen und zunehmend komplexeren aufsichtsrechtlichen Regularien wird bspw. mit diesem Weiterbildungsprogramm Rechnung getragen.

Mitarbeitergespräche
Das Mitarbeitergespräch (MAG) ist seit rund 20 Jahren ein fest verankertes Führungsinstrument in der LfA. Es trägt zur Stärkung einer vertrauensvollen und erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Führungskraft und Mitarbeiter/-in bei. Neben der Rückschau auf das vergangene Jahr, der Besprechung der individuellen Leistungsbewertung und der Zielplanung für das neue Jahr tauschen sich die Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern/-innen auch über persönliche Entwicklungsziele aus und legen gemeinsam individuelle Maßnahmen und Schritte zu deren Erreichung fest. Die Personalabteilung ist von der Durchführung des Mitarbeitergesprächs und den vereinbarten Weiterbildungsmaßnahmen schriftlich zu unterrichten.  

Führungskräfteentwicklung
Führung hat viele Facetten, die fachlich wie persönlich sehr herausfordernd sein können. Gerade in Phasen hoher Veränderungsdynamik und Komplexität sind Führungskräfte besonders gefordert, unter wechselnden Rahmenbedingungen das Tagesgeschäft zu bewältigen und gleichzeitig motiviert die Zukunft des Unternehmens mit zu gestalten. Zudem findet Führung verstärkt im Spannungsfeld des demographischen Wandels statt. Dadurch steigen die Anforderungen an moderne Führungskräfte. Neben der fachlichen Kompetenz sind es vor allem die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten, die im Umgang mit Mitarbeitern, Kollegen und Geschäftspartnern immer wichtiger werden. Damit die Führungskräfte den vielfältigen Herausforderungen gerecht werden können, finden verschiedene Seminare, Workshops und Coachings zu Führungsthemen statt.  

Nachwuchsführungskräfteentwicklung
Um den Erfolg und die Zukunftsfähigkeit der LfA sicherzustellen, ist die strukturierte Nachwuchsführungskräfteentwicklung (N-FKE) fester Bestandteil der Personalpolitik. Die N-FKE umfasst ein strukturiertes Programm, das sich aus der systematischen Auswahl der Potenzialträger/-innen und einem dreistufigen Programm zur Erlangung von Führungsqualifikationen zusammensetzt. Ergänzend zu diesem Programm arbeiten die Nachwuchsführungskräfte anhand von individuellen Maßnahmen an der Weiterentwicklung ihrer Führungskompetenzen.  

Weiterbildungscontrolling
Das Weiterbildungscontrolling wird anhand von Auswertungen der Feedbackbögen, entsprechenden Rückfragen bei den Teilnehmern/-innen, ggf. Einzelgesprächen und Weiterbildungsstatistiken durchgeführt. Die Personalabteilung ist für die Qualitätssicherung der Entwicklungsmaßnahmen und das Controlling zuständig.  

Wechselkultur
Vernetztes und abteilungsübergreifendes Denken und Handeln gewinnt aufgrund der immer komplexer werdenden Herausforderungen laufend an Bedeutung. Ein grundlegender Einblick in die Tätigkeiten der verschiedenen Bereiche und gegenseitiges Verständnis helfen dabei, die vielschichtigen Aufgaben gemeinsam zu lösen. Die Mitarbeiter/-innen haben daher die Möglichkeit, in anderen Abteilungen Informationstage oder Hospitationen zu absolvieren. Sie bauen dabei ihr persönliches Netzwerk aus und erleben verschiedene Abteilungskulturen und Führungsstile.  

Berufsbegleitende Weiterbildung
Neben der betrieblichen Weiterbildung stellt die berufsbegleitende Weiterbildung eine zusätzliche Entwicklungsmöglichkeit dar. Diese Fortbildungsmaßnahmen (z. B. Weiterbildung zum Bankfachwirt, Bankbetriebswirt oder Betriebswirt) können im Einzelfall durch die LfA finanziell gefördert werden. Die Mitarbeiter/-innen haben zudem die Möglichkeit, bis zu 20 Arbeitstage unbezahlten Urlaub zur Prüfungsvorbereitung zu nehmen.  

Gesundheitsmanagement
Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter/-innen der LfA sind eine zentrale Voraussetzung, um den zahlreichen Herausforderungen des Berufsalltags erfolgreich zu begegnen. Deshalb führt die LfA jährlich eine Krankenstatistik und vergleicht diese mit anderen Arbeitgebern. Das darauf aufbauende Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement ist inzwischen fester Bestandteil der Personalarbeit und wird laufend weiterentwickelt.  
Für das LfA-Gesundheitsmanagement steht der ganzheitliche Ansatz im Zentrum. Es setzt sich daher aus den drei Komponenten  
zusammen.  

Besonderes Augenmerk wird dabei auf die psychischen Belastungen und typische Erkrankungen bei sitzenden Tätigkeiten gelegt. Diesbezüglich werden die Seminare im Weiterbildungsprogramm sorgfältig auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter/-innen ausgewählt und der jährliche Gesundheitstag unter ein besonderes Motto gestellt.
Zur Sicherheit am Arbeitsplatz werden jährlich Sicherheitsschulungen für alle Mitarbeiter/-innen verpflichtend durchgeführt.  

Bezogen auf die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter/-innen gehörten zu den Nachhaltigkeitszielen 2018:
Alle für die Realisierung in 2018 gesetzten Ziele wurden wie geplant umgesetzt (Einzelheiten vgl. Nachhaltigkeitsziele 2019). Darüber hinausgehende länger laufende Ziele werden konsequent weiterverfolgt.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Im Berichtszeitraum 2018 gab es weder Todesfälle noch Verletzungen mit schwerwiegenden Folgen aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen. Es wurde eine arbeitsbedingte Verletzung dokumentiert, bei welcher ein Mitarbeiter auf nassem Boden ausgerutscht ist und sich das Knie verdrehte. Daraufhin wurden vor den Eingängen Teppiche ausgelegt. Andere Arbeitsunfälle wurden nicht gemeldet.
Aus Gründen des Datenschutzes und der Freiwilligkeit der Angaben von Betroffenen gibt es keine Aufzeichnungen zu arbeitsbedingten Erkrankungen. Zu Mitarbeiter/-innen, die keine Angestellten sind, gibt es keine Aufzeichnungen über Kranktage bzw. Erkrankungen.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Zur Arbeitssicherheit nehmen Vertreter des Personalrats an Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses teil und sind so in die Themen des Ausschusses eingebunden.  
Der Arbeitsschutzausschuss der LfA Förderbank Bayern tagt regulär viermal pro Jahr. Ad hoc-Fragen bzw. Sonderthemen werden kurzfristig von den Ausschuss-Mitgliedern besprochen und nicht erst beim kommenden regulären Sitzungstermin. Für jede Sitzung wird vorab eine Agenda verfasst, alle Ausschuss-Mitglieder können Themen vorab anmelden bzw. direkt in der Sitzung anbringen. Insbesondere die Vertreter des Personalrats können somit die Meldungen aus der Belegschaft in den Ausschuss einbringen bzw. die Ergebnisse via Personalrat an die Belegschaft bzw. einzelne Kolleginnen und Kollegen rückmelden. Es ist aber auch üblich, dass Anliegen direkt an den Arbeitssicherheits-Beauftragen herangetragen werden, die dann ebenfalls im Ausschuss thematisiert werden. Maßnahmen bzw. Entscheidungen werden im Ausschuss gemeinschaftlich getroffen und verabschiedet. Die Umsetzung der Maßnahmen wird direkt vom Ausschuss an die zuständigen Fachabteilungen beauftragt. Über jede Sitzung wird ein Protokoll verfasst, das an die Ausschuss-Mitglieder versandt wird.
Ferner arbeitet die LfA daran, sich nach OHRIS-Standard zertifizieren zu lassen. Hierzu gehören umfassende Mitwirkungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten von Beschäftigten.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Durchschnittlich haben die Mitarbeiter/-innen im Jahr 2018 jeweils 28 Stunden für Aus- und Weiterbildung aufgewendet. Eine nach Geschlecht und Angestelltenkategorie differenzierte Darstellung wird nicht erhoben: Eine Darstellung nach Geschlecht erfolgt nicht, weil kein Mehrwert in einer statistischen Erfassung getrennt nach Männern und Frauen gesehen wird und alle Weiterbildungsangebote grundsätzlich allen Geschlechtern gleichermaßen offen stehen. Eine Darstellung nach Angestelltenkategorie kann nicht erfolgen, da die LfA ein eigenes Entgeltsystem mit eigenen Gehaltsgruppen verwendet, die im Standard Weiterbildungstool des verwendeten Datenverarbeitungsprogramms nicht hinterlegt sind.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Kontrollorgan Vorstand + Verwaltungsrat
     
Diversitätskategorie Anzahl Mitarbeiter Anteil Mitarbeiter (in %)
Gesamt 18 100%
Nach Geschlecht
weiblich 4 22%
männlich 14 78%
Altersgruppen
< 30 Jahre 0 0
30 - 50 Jahre 5 28%
> 50 Jahre 13 72%

Personalrat    
     
Diversitätskategorie Anzahl Mitarbeiter Anteil Mitarbeiter (in %)
Gesamt 10 100%
Nach Geschlecht
weiblich 4 40%
männlich 6 60%
Altersgruppen
< 30 Jahre 0 0
30 - 50 Jahre 5 50%
> 50 Jahre 5 50%


Angestellte  

               
Diversitätskategorie Anzahl Mitarbeiter Sachbearbeiter Spezialisten Führungskräfte
Gesamt 331 129 158 44
Anteil in % 100% 39% 48% 13%
Nach Geschlecht
weiblich 188 99 78 11
Anteil in % 57% 77% 49% 25%
 
männlich 143 30 80 33
Anteil in % 43% 23% 51% 75%
Altersgruppen
< 30 Jahre 10 7 3 0
Anteil in % 3% 5% 2% 0%
 
30 - 50 Jahre 158 54 85 19
Anteil in % 48% 42% 54% 43%
 
> 50 Jahre 163 68 70 25
Anteil in % 49% 53% 44% 57%

Angaben zur Behinderung von Mitarbeitern/-innen sind als vertrauliche Informationen geschützt und ihre Weitergabe, auch zum Zweck statistischer Auswertungen, ist wegen der geringen Auswertungstiefe eingeschränkt.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Es sind keine Diskriminierungsvorfälle im Berichtszeitraum bekannt.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die LfA ist ausschließlich in Deutschland tätig, wo ein hoher Menschenrechtsstandard besteht.  

Es ist selbstverständlich dass die LfA in allen arbeitsrechtlichen oder personalpolitischen Entscheidung sowie bei Gestaltung der Arbeitsbedingungen die Kernarbeitsnormen der ILO berücksichtigt.  

Die LfA legt bei der Konzeption und Umsetzung der Förderprogramme großes Augenmerk darauf, dass Sozialstandards, insbesondere die Menschenrechte, in mitfinanzierten Vorhaben beachtet werden. Die Nachhaltigkeitserwägungen finden Eingang in die entsprechenden Genehmigungsvorlagen für den Vorstand. Finanziert werden Vorhaben des Mittelstands, freier Berufe und von Kommunen, die weit überwiegend (Geschäftsjahr 2017 rd. 97%) in Deutschland durchgeführt werden. Den Einsatz der Fördermittel überwachen die Hausbanken als unsere Vertriebspartner. Die LfA prüft turnusmäßig die Verwaltung der ausgereichten Kredite bei den Hausbanken.  
 
Die LfA veröffentlicht voraussichtlich noch in 2019 Nachhaltigkeitsleitlinien zur Vergabe von Krediten.

Die Zusammenarbeit mit Lieferanten erfolgt unter Beachtung rechtlicher und ethischer Grundsätze einschließlich der Beachtung der Menschenrechte. Besonderen Wert bei der Auftragsvergabe wird auf die Einhaltung sozialer Grundsätze und Standards auf dem Gebiet der Menschenrechte, der Arbeitsnormen, des Umweltschutzes und der Korruptionsbekämpfung gelegt. Als Förderbank des Freistaats Bayern führt die LfA  Beschaffungen grundsätzlich unter Einhaltung der engen rechtlichen Vorgaben des Vergaberechts durch. Darüber hinaus werden die Beschlüsse und Bekanntmachungen der Bayerischen Staatsregierung und des Bayerischen Landtags wie beispielsweise der „Equal-Pay-Beschluss“ oder die Bekanntmachung zur Vermeidung des Erwerbs von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit beachtet. Ein wichtiges Instrument zur Bewertung der Nachhaltigkeit im Einkauf sind anerkannte Zertifizierungssysteme wie beispielsweise das GEPA-Siegel. Wo immer es möglich ist, arbeitet die LfA mit regionalen Lieferanten zusammen.
In Planung ist ein Verhaltenskodex für Lieferanten, dessen Anforderungen und Grundsätze wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen ihnen und der LfA werden sollen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Bei einem Lieferantenportfolio von ca. 1000 Lieferanten wurden bislang zu 89 Lieferanten Auskünfte aus dem Gewerbezentralregister eingeholt. Eine Dienstanweisung Beschaffungswesen regelt dies für Aufträge ab einem Auftragswert über 30TEUR.
Da die LfA als Anstalt des öffentlichen Rechts  beispielsweise Richtlinien zum öffentliches Auftragswesen sowie die Beschlüsse und Bekanntmachungen der Bayerischen Staatsregierung und des Bayerischen Landtags wie den „Equal-Pay-Beschluss“ oder die Bekanntmachung zur Vermeidung des Erwerbs von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit berücksichtigt, findet keine weitergehende Datenerhebung statt.
Weitere Details siehe Kriterium 17.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Die LfA hat ihren Hauptsitz in München, eine Repräsentanz in Nürnberg und einen Förderstützpunkt in Hof. Außerhalb Bayerns bestehen keine Betriebsstätten.
Die LfA bekennt sich in ihren Nachhaltigkeitsgrundsätzen zu der Beachtung der Menschenrechte und der in Deutschland gültigen Arbeitsnormen, die auch die Richtlinien und Anforderungen von EU, OECD und Internationaler Arbeitsorganisation ILO umsetzen.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Bei einem Lieferantenportfolio von ca. 1000 Lieferanten wurden bislang zu 89 Lieferanten Auskünfte aus dem Gewerbezentralregister eingeholt. Eine Dienstanweisung Beschaffungswesen regelt dies für Aufträge ab einem Auftragswert über 30TEUR.
Da die LfA als Anstalt des öffentlichen Rechts  beispielsweise Richtlinien zum öffentliches Auftragswesen sowie die Beschlüsse und Bekanntmachungen der Bayerischen Staatsregierung und des Bayerischen Landtags wie den „Equal-Pay-Beschluss“ oder die "Bekanntmachung zur Vermeidung des Erwerbs von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit" berücksichtigt, findet keine weitergehende Datenerhebung statt.
Weitere Details siehe Kriterium 17.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Details siehe Ausführungen zu Leistungsindikator GRI SRS-414-1.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Das gesellschaftliche Engagement der LfA Förderbank Bayern flankiert ihren gesetzlichen Auftrag zur Förderung des Wirtschaftsstandorts Bayern. Im Rahmen ihrer gesellschaftspolitischen Grundsätze konzentriert sich die LfA insbesondere auf die Nachwuchsförderung im wirtschaftlichen sowie im kulturellen Bereich, um den Standort langfristig zu stärken und das kulturelle Leben anzureichern. Über wirtschaftsnahe Projekte werden Anreize gegeben, dass sich unternehmerische Talente entwickeln und ausreifen. In Parallelität zum Geschäftsfeld Gründungsförderung konzentriert sich die LfA in der Kulturförderung auf den künstlerischen Nachwuchs mit Schwerpunkten in der Musik und in der Bildenden Kunst (Details siehe Nachhaltigkeitsbericht 2018 S. 50ff.).

Nachhaltig unternehmerisch handeln heißt auch, soziale Verantwortung zu übernehmen. Daher unterstützt die LfA das freiwillige soziale Engagement ihrer Mitarbeiter/-innen durch organisierte Freiwilligentage. Anstelle von Weihnachtsgeschenken für die Geschäftspartner leistet der Vorstand der LfA jeweils eine Spende an eine soziale Einrichtung, die jährlich neu ausgewählt wird.  In 2018 ging die jährliche Spende an den Verein TfK – Technik für Kinder e.V. in Deggendorf. Hier werden Kinder und Jugendliche frühzeitig und nachhaltig an Perspektiven in technischen und handwerklichen Berufen herangeführt, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Im Vorjahr ging die Spende an die Kinder-, Jugend- und Berufshilfe des SOS-Kinderdorf e.V. in Nürnberg. Die Spende diente der Bereitstellung des EDV-Schulungsnetzes im Berufsausbildungszentrum sowie von geeigneter Arbeits- und Arbeitsschutzkleidung für sozial benachteiligte junge Menschen, die in den Werkstätten qualifiziert und ausgebildet werden.  

Seit 2013 findet der jährliche Freiwilligentag der LfA beim Herbstfest der Stiftung Attl statt. Die Stiftung Attl ist eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Oberbayern, die durch ein Angebot begleitender Dienstleistungen in allen Lebensbereichen und Lebensphasen diese dabei unterstützt, ihr Leben nach den eigenen Wünschen gestalten zu können. Zahlreiche Mitarbeiter/-innen der LfA engagieren sich jährlich am Herbstfest-Wochenende als freiwillige Helfer/-innen beim Spiele- und Begegnungsnachmittag. Um das ganztägige Engagement der Mitarbeiter/-innen zu unterstützen, erhalten diese jeweils eine Zeitgutschrift auf ihren Arbeitszeitkonten; Reise- und Verpflegungskosten für die Mitarbeiter/-innen werden ebenfalls von der LfA übernommen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Wirtschaftliche Kennzahlen siehe Geschäftsbericht 2018 S. 33ff.
Ökologische und soziale Kennzahlen siehe Nachhaltigkeitsbericht S. 60ff.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Das LfA-Gesetz regelt u. a. die Rechtsform, Aufgaben und Organisation der LfA.

Die LfA ist Mitglied im Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB). Aufgabe des VÖB ist es, die gemeinsamen wirtschaftlichen und ideellen Interessen seiner Mitglieder in allen kreditwirtschaftlichen Fragen zu vertreten, die Zusammenarbeit zwischen seinen Mitgliedsbanken zu fördern und sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Der VÖB tritt für die Belange seiner Mitglieder gegenüber den gesetzgebenden Körperschaften des Bundes und der Länder, den Aufsichts- und Regulierungsbehörden auf nationaler und internationaler Ebene sowie den Medien und der Öffentlichkeit ein.

In einer Dienstanweisung ist geregelt, dass die LfA kein Parteien-Sponsoring betreibt und weder unmittelbar noch mittelbar Spenden oder vergleichbare Leistungen an politische Parteien vergibt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Die LfA betreibt kein Parteiensponsoring und vergibt weder unmittelbar noch mittelbar Spenden oder vergleichbare Leistungen an politische Parteien.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Rechtmäßiges und integres Verhalten ist maßgebliche Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg. Dies gilt für die LfA als Förderbank des Freistaats Bayern in besonderem Maße. Grundlage hierfür ist eine vom Vorstand und allen Mitarbeitern/-innen  gelebte Compliance-Kultur, die darauf abzielt, rechtswidriges Verhalten, insbesondere Korruption zu verhindern.  

Die Schaffung, Aktualisierung und Kontrolle der Maßnahmen zur Verhinderung strafbarer Handlungen einschließlich Korruption obliegt dem Geldwäschebeauftragten, dessen Funktion der Leiter der Stabsstelle Compliance ausübt. Er ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und berichtet im Rahmen des jährlich zu erstattenden Compliance-Berichts Vorstand und Verwaltungsrat auch über die Aktivitäten und Maßnahmen zur Verhinderung strafbarer Handlungen.  

Präventionsmaßnahmen, insbesondere Regelungen zur Annahme und Gewährung von Geschenken, Einladungen und sonstigen Vergünstigungen sind in einer vom Vorstand erlassenen Dienstanweisung festgelegt. Zudem enthält ein für alle Mitarbeiter/-innen verbindlicher Verhaltenskodex Vorgaben zu rechtskonformem und integrem Verhalten, u.a. auch zum Umgang mit Interessenskonflikten, zur Vermeidung von Betrug, Untreue und Korruption sowie einen Verweis auf die Regelungen zur Annahme und Gewährung von Geschenken, etc. Für die Mitglieder des Vorstands gilt ein spezieller Verhaltenskodex, der neben grundlegenden Verhaltensprinzipien, z.B. im Zusammenhang mit Interessenskonflikten, Regelungen zur Annahme und Gewährung von Geschenken und Einladungen, Vortragstätigkeiten, Geschäften an den Finanzmärkten sowie Nebentätigkeiten und Ehrenämtern beinhaltet. Eine Verhaltensrichtlinie für den Verwaltungsrat regelt u.a. den Umgang der Mitglieder des Verwaltungsrates mit Interessenskonflikten. Daneben sind Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung strafbarer Handlungen, insbesondere von Betrug und Korruption auch in weiteren Dienstanweisungen enthalten, wie z.B. der Dienstanweisung Beschaffungswesen.  

Die Einhaltung der Präventionsmaßnahmen wird vom Geldwäschebeauftragten anhand eines mehrjährigen risikobasierten Kontrollplans überprüft. Die Prüfvermerke werden dem zuständigen Fachvorstand sowie der Internen Revision vorgelegt.  

Neue Mitarbeiter/-innen werden in Schulungen über die Methoden der Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstiger strafbarer Handlungen, insbesondere Korruption und Betrug sowie über die diesbezüglichen gesetzlichen Pflichten und Präventionsmaßnahmen informiert. Diese Schulungen sind im zweijährigen Rhythmus zu wiederholen. Zudem werden neue Mitarbeiter/-innen im Rahmen eines Einführungsseminars für die wesentlichen Aspekte der Compliance-Kultur der LfA sensibilisiert.  

Darüber hinaus findet für neu einzustellende Mitarbeiter/-innen eine Zuverlässigkeitsprüfung statt, die jährlich wiederholt wird.  

Um etwaigen Compliance-Verstößen möglichst frühzeitig und umfassend nachgehen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, hat die LfA ein Hinweisgebersystem eingerichtet. Bei konkreten Hinweisen auf strafbare Handlungen, wie z.B. Betrug oder Korruption oder Verstöße gegen wesentliche Normen wie z.B. das Kreditwesengesetz (KWG), das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) oder geldwäscherechtliche Vorschriften kann sich jede/r Mitarbeiter/-in auch anonym mittels eines Kontaktformulars über das Intranet an die Stabsstelle Compliance wenden. Mitarbeiter/-innen, die einen Hinweis in redlicher Absicht geben, haben keine negative Folgen seitens der LfA zu befürchten, auch wenn sich der gemeldete Sachverhalt nicht bestätigen sollte.  

Das Risiko strafbarer Handlungen einschließlich Korruption wird vom Geldwäschebeauftragten jährlich im Rahmen einer umfassenden Risikoanalyse untersucht. Dabei wird unter Einbindung der relevanten Fachbereiche die spezifische Gefährdungssituation bewertet und überprüft, ob die vorhandenen Präventionsmaßnahmen ausreichend oder zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen sind. Die Risikoanalyse ist dem zuständigen Fachvorstand zur Zustimmung vorzulegen.  

Nennenswerte Risiken im Hinblick auf betrügerische Handlungen und Korruption bestehen grundsätzlich im Zusammenhang mit der Vergabe von Krediten bzw. der Übernahme von Risikoentlastungen sowie im Bereich der Beschaffung und der Vergabe von Aufträgen. Diese Risiken werden jedoch – auch unter Berücksichtigung der ergriffenen Präventionsmaßnahmen - nicht als wesentlich eingestuft. Im Berichtsjahr gab es dementsprechend keinen bestätigten Korruptionsfall.  

Die Vorkehrungen der LfA zur Verhinderung von strafbaren Handlungen einschließlich Betrug und Korruption werden jährlich von den Wirtschaftsprüfern sowie alle zwei Jahre von der Internen Revision überprüft.

Die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen zur Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und strafbaren Handlungen sowie zur Wertpapier- und MaRisk-Compliance ist regelmäßig Gegenstand der jährlichen Zielvereinbarungen im Bereich Compliance.
Bislang wurden die Ziele stets erreicht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Im Rahmen der jährlich zu erstellenden Risikoanalyse zur Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen wurde im Berichtszeitraum die gesamte Bank (Hauptstandort in München, Repräsentanz in Nürnberg und Förderstützpunkt in Hof und damit 100% der Betriebsstätten) auf Korruptionsrisiken geprüft.  

Wesentliche Korruptionsrisiken wurden dabei nicht festgestellt.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Im Berichtszeitraum gab es keinen bestätigten Korruptionsfall.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Im Berichtszeitraum wurden weder Bußgelder noch nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen oder wirtschaftlichen Bereich gegen die Bank verhängt.