14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Das Kerngeschäft der GWG-Gruppe beschränkt sich auf das Bundesgebiet Deutschland (siehe auch Kriterium 17) und unterliegt damit dem hier geltenden Rahmen des Arbeitsrechts. Aus Sicht der GWG-Gruppe ergeben sich aufgrund der nationalen Geschäftstätigkeit und dem Unternehmenssitz in Deutschland keine wesentlichen Risiken und negativen Auswirkungen in Bezug auf die Arbeitnehmerrechte. Die Belegschaft des Unternehmens wird durch einen Betriebsrat vertreten.

In der GWG-Gruppe existieren mehrere Betriebsvereinbarungen (BV) in Bezug auf die Arbeitnehmerschaft. So gibt es unter anderem eine „BV Arbeitszeit“, eine „BV Mobiles Arbeiten 3.0“, eine „BV betriebliche Altersvorsorge“, eine „BV Compliance“, die „BV AGG“ (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) sowie eine „Betriebsvereinbarung für betriebliches Eingliederungsmanagement“ (BEM) und die „BV Sabbatical“. In den Vereinbarungen werden detaillierte Konditionen und Regelungen im Rahmen der Arbeitnehmerrechte getroffen. Die „BV Pandemie“ wurde im Rahmen der Corona-Krise erstellt und hat zum Ziel, die Gesundheit der Mitarbeitenden zu schützen und die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Betriebs zu erhalten.

Unter dem Motto „motiviert, zufrieden, produktiv“ hat die GWG-Gruppe im Jahr 2017 eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Die Ergebnisse der Befragung, an der rd. 70 % der Belegschaft teilgenommen haben, wurden mit den Führungskräften und den Mitarbeitenden aufgearbeitet und schließlich in einem Zielsystem hinterlegt. Die Umfrage wird in Q2/2022 wiederholt. Auch während der Corona-Pandemie wurde von den Mitarbeitenden das wichtige Feedback zur mobilen Arbeitsphase eingeholt und daraufhin ein Maßnahmenkatalog entwickelt. Darüber hinaus bietet die GWG-Gruppe mit der Ideenschmiede die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und das Unternehmen mit eigenen Ideen zukunftsfähiger zu gestalten. Die Ideenschmiede fördert auch die Beteiligung der Mitarbeitenden am Nachhaltigkeitsmanagement der GWG.

Zudem bietet die GWG ihren Mitarbeitenden weiteren Mehrwert an. Dazu zählen insbesondere günstige Mietwohnungen aus dem eigenen Bestand, die Teilnahme an den Mitarbeiter-Tarifen der R+V Versicherungsgruppe, Sonderprämien für Jubiläen, ein kostenloses Obst- und Getränkeangebot, vergünstigte ÖPNV-Tickets, das Leasing eines JobRads sowie ein Startguthaben für SHARE NOW.

Hinzu kommt, dass mit dem Umzug der Stuttgarter Zentrale in die neuen Räumlichkeiten moderne und ergonomische Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, die nach und nach auch in allen anderen Geschäftsstellen umgesetzt werden. Agile Flächen, die alle Mitarbeitenden einladen, in Projekten oder Workshops kreativ zu arbeiten, und erholsame Pausenräume mit umfangreich eingerichteten Küchen bieten ein attraktives Arbeitsumfeld.

Als Ausbildungsunternehmen fühlt sich die GWG zudem dazu verpflichtet, insbesondere ihren Nachwuchskräften eine langfristige Perspektive im Unternehmen zu bieten und gleichzeitig langjährige Beschäftigte durch attraktive Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu schulen.

Die oben genannten Maßnahmen befinden sich in der dauerhaften Umsetzung und werden laufend an die Rahmenbedingungen angepasst, daher können konkrete Zielsetzungen bzw. Zielerreichungszeitpunkte nicht explizit genannt werden.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die GWG-Gruppe legt großen Wert auf einen respektvollen und offenen Umgang miteinander. Die Chancengerechtigkeit und Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden ist für das Unternehmen selbstverständlich. Die GWG hat sich zum  Ziel gesetzt die Chancengleichheit dauerhaft im Unternehmen zu leben und zu fördern. Zur Sicherung und Stärkung der Gleichstellung und einem positiven Arbeitsumfeld hat die GWG das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) in einer Betriebsvereinbarung verankert. Zudem hat die GWG im Jahr 2021 einen Leitfaden zur gendersensiblen Kommunikation entwickelt, bestehende Dokumente werden Schritt für Schritt dahingehend angepasst. Darüber gibt es weitere Informationen zum Thema gendersensible Sprache im Intranet.

Neben einer transparenten, tarifangelehnten Bezahlung mit individuellen Zielvereinbarungen sowie offen zugänglichen Weiterbildungsangeboten für alle Mitarbeitenden fördert das Unternehmen die individuellen Karrierewünsche und Lebenskonzepte eines jeden Einzelnen und strebt nach einem möglichst langen Arbeitsverhältnis. Das neue dialogorientierte Mitarbeitergespräch bietet hier eine gute Grundlage, um Lernpotenziale, Entwicklungsfelder und persönliche Bedürfnisse zu identifizieren.  

Darüber hinaus bietet die GWG-Gruppe flexible und passgenaue Lösungen in jeder Lebenssituation an. Die Unternehmensgruppe bringt ihre familienfreundliche Personalpolitik zum Beispiel dadurch zum Ausdruck, dass flexible Arbeitszeitregelungen den beruflichen Wiedereinstiegs nach der Elternzeit erleichtern. Hinzu kommen attraktive Angebote für Teilzeitmodelle sowie die Bereitstellung eines Gleitzeitmodells mit Lebensarbeitszeitkonto, um Familie und Beruf für die Mitarbeitenden optimal in Einklang zu bringen. Darüber hinaus bietet die GWG-Gruppe eine Sabbatical-Regelung an, die den Beschäftigten unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit bietet, eine berufliche Auszeit von drei oder sechs Monaten zu nehmen.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Qualifizierte und engagierte Mitarbeitende zu gewinnen und diese nachhaltig an das Unternehmen zu binden, ist eines der wichtigsten Ziele der GWG-Gruppe. Rund 30 % der Führungskräfte haben ihre berufliche Laufbahn bei der GWG-Gruppe begonnen.

Die Aus- und Weiterbildung hat einen wichtigen Stellenwert bei der GWG-Gruppe. Vor diesem Hintergrund rückt zukünftig neben der gezielten internen Weiterbildung vor allem eine nachhaltige Einstellung und Förderung von Nachwuchskräften in den Mittelpunkt der Personalentwicklung. In dem neu gestalteten Personalentwicklungskonzept stehen seit Sommer 2020 fortan die „Förderung“ und die „Weiterbildung“ der Mitarbeitenden im Fokus. Ziel ist es, eine Verbesserung des „fits“ zwischen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Mitarbeitenden und des unternehmerischen Bedarfs an spezifischen Qualifikationen zu erzielen. Dabei wird an Personalentwicklungsmaßnahmen gearbeitet, die die Karrierepfade „Führungsfunktion“, „Fach-“, sowie „Projektlaufbahn“ beinhalten. Ein erster wichtiger Schritt waren dabei die ab 2021 neu eingeführten Mitarbeitergespräche, siehe Kriterium 9. Für Herbst 2021 sieht die Planung nun eine spezielle Führungskräfteentwicklung vor.    

In Kooperation mit dem Freundeskreis Immobilienwirtschaft der Fachhochschule Nürtingen steht die GWG-Gruppe ferner in einem intensiven Dialog mit qualifizierten Absolventen und bietet ihnen eine Einstiegsmöglichkeit mit vielen Angeboten in den Bereichen Projekt-Management, Immobilienverwaltung sowie Assetmanagement. Darüber hinaus gibt es bei der GWG-Gruppe Ausbildungsstellen in den vielseitigen Berufsfeldern der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, im Speziellen für Immobilienkaufleute. Hierbei erhalten Absolventen neben der klassischen Miet- und Eigentumsverwaltung auch Einblicke in das Bauträgergeschäft sowie die Kauf- und Verkaufsabwicklung von Immobilien. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen bildet die GWG-Gruppe – mit Ausnahme der Baulanderschließung – den kompletten Lebenszyklus der Immobilie mit allen Leistungsprofilen ab. Der Recruitingprozess soll in Zukunft weiter digitalisiert werden.

Für die GWG-Gruppe ist das Fachwissen der Mitarbeitenden von ebenso großer Bedeutung wie die persönliche und berufliche Weiterentwicklung eines jeden Einzelnen. So werden Fort- und Weiterbildungsprogramme auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten. Zur individuellen Weiterbildung bietet die GWG-Gruppe verschiedene Lernplattformen, Schulungsbibliotheken und Seminare über Kooperationen mit Weiterbildungspartnern an. Die neu geschaffenen „Lerninseln“ ermöglichen es den Beschäftigten, neue Informationen in eigener Geschwindigkeit mittels kurzen Lerneinheiten aufzunehmen. Diese lassen sich gut in den Arbeitsalltag integrieren und verknüpfen Gelerntes direkt mit dem Arbeitsalltag. Flankierend hierzu haben sich alle Führungskräfte auf freiwilliger Basis einer sogenannten Potenzialanalyse unterzogen, die von einem externen Institut für die GWG-Gruppe durchgeführt wurde. Die Kooperation mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen wird fortgesetzt. Auch das im Jahr 2018 in Kooperation mit der AWI Akademie der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft GmbH aufgelegte umfassende interne Schulungsprogramm für die verschiedenen Mitarbeitergruppen in Form von Tagesseminaren wird fortgesetzt und im Jahr 2021 mit verschiedenen Schwerpunktthemen ausgeweitet. Nahezu alle Mitarbeitenden nehmen jährlich an mindestens einer der internen oder externen Weiterbildungsveranstaltungen teil.

Zur Unterweisung der Mitarbeitenden hat die GWG-Gruppe sich für E-Learnings entschieden. Notwendige Arbeitsschutzunterweisungen, Fahrerunterweisungen für Dienstwagen, aber auch die Einführung neuer Programme im Zuge der mobilen Arbeit finden über E-Learnings statt. Das hat mehrere Vorteile: Alle Mitarbeitenden können auf dem gleichen Niveau unterwiesen werden. Zudem können die Einheiten jederzeit am PC oder Notebook durchgeführt und jederzeit unterbrochen werden. So können die E-Learnings unkompliziert bearbeitet werden, in kleineren oder größeren Lernhäppchen – wie es dem Bedarf entspricht.

Alle Maßnahmen sind darauf ausgelegt, einen attraktiven Arbeitsplatz in einem angenehmen Arbeitsumfeld zu schaffen. Strategisches Ziel ist es, durch die nachhaltige Entwicklung der Mitarbeitenden wettbewerbsfähige und mit hoher Verantwortung ausgestattete Arbeitsplätze zu schaffen bzw. zu sichern. Daran arbeitet das Unternehmen nachhaltig, indem neue Trends aufgespürt und in den Arbeitsalltag integriert werden.

Aus den Produkten und Dienstleistungen, welche die GWG-Gruppe als Wohnungsunternehmen anbietet, gehen aus Sicht des Unternehmens keine nennenswerten Risiken und negativen Auswirkungen im Rahmen von Qualifizierung und Weiterbildung hervor.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Krankheitsbedingte Fehltage im Jahr 2020: 
 
Krankheitstage gesamt: 3.607  
Tage pro beschäftigter Person: 14,48 Tage 
 
Im Berichtsjahr lagen keine arbeitsbedingten Erkrankungen vor. 

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Siehe Ausführungen zu dem Kriterium 16.

Die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz werden durch geltendes Recht gewährleistet. Bei der GWG-Gruppe gibt es einen Ausschuss für Arbeitssicherheit. Die Umsetzung der Arbeitsschutzregeln und des Gesundheitsschutzes wird durch externe Dienstleister unterstützt. Ferner bietet die GWG-Gruppe ihren Mitarbeitenden regelmäßig freiwillige Angebote aus dem Gesundheitsschutz an (z. B. Betriebsarztuntersuchungen und Impfungen). Durch die bundesweit vertretene Firma B.A.D. können auch die Standorte der Geschäftsstellen vor Ort betreut werden, indem sich die Mitarbeitenden direkt an die jeweiligen B.A.D.-Standorte in ihrer Stadt wenden. Die GWG hat eine finanzielle Beteiligung für Arbeitsplatzbrillen in Höhe von € 150 eingeführt, wenn Mitarbeitende eine ärztliche Bescheinigung (Augenarzt/Betriebsarzt) über die Erforderlichkeit einer speziellen Sehhilfe vorlegen.  
 
Es werden darüber hinaus keine Gesundheits- und Sicherheitsthemen in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt. 

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Gesamtstundenzahl: 405.643,00

Männer 44,73 % =  181.444,11
Frauen 55,27 % =  224.198,89  

Die Kosten für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen (insbesondere Schulungsgebühren) im Jahr 2020 belaufen sich durchschnittlich auf € 750,00 je beschäftigter Person (Schätzung). In der Berufsausbildung werden Seminare für die Auszubildenden angeboten. Die Summe je Person in der Ausbildung liegt bei ca. € 1.100,00. Die durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten des Unternehmens während des Berichtszeitraumes für die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen aufgewendet haben, wird derzeit nicht erhoben.  Eine separate Erhebung nach Angestelltenkategorie findet nicht statt, kann aber anhand der Prozentsätze abgleitet werden.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Die Gesamtverantwortung für die GWG-Gruppe trägt der Vorstand, der sich aus Andreas Engelhardt (Vorstandsvorsitzender) und Florian Preißler (Vorstandsmitglied) zusammensetzt.

Der Aufsichtsrat setzt sich im Geschäftsjahr 2020 aus sechs Mitgliedern zusammen (1/3 weiblich, 2/3 männlich).   

Im Aufsichtsrat ist eine Person zwischen 30-50 Jahre alt, der Rest ist über 50 Jahre alt.

Im Jahr 2020 betrug der aktuelle durchschnittliche Personalstamm 237 Mitarbeitende (davon 14 Auszubildende). Von den Mitarbeitenden sind 44,73 % männlich und 55,27 % weiblich und 0 % divers. 
 
Das Durchschnittsalter bei den männlichen Mitarbeitenden liegt bei 43,38 Jahren, bei den weiblichen Mitarbeitenden bei 40,43 Jahren. Insgesamt liegt das Durchschnittsalter bei 41,90 Jahren.   

Mitarbeitende unter 30 Jahre: 47 
Mitarbeitende 30-50 Jahre: 122
Mitarbeitende über 50 Jahre: 68

Die Mitarbeitenden verteilen sich auf folgende Tätigkeitgruppen: 
 
- Kaufmännische Mitarbeitende: rd. 62,13 %
- Technische Mitarbeitende: rd. 15,74 %
- Hausmeisterinnen und Hausmeister/Gartenpflege- und Reinigungskräfte: rd. 22,13 %

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

 Im Berichtsjahr ereigneten sich keine Diskriminierungsvorfälle.
Ausbildungsquote
Die Ausbildungsquote beträgt im Berichtsjahr 5,96 %.
Mitarbeiterfluktuation
Im Jahr 2020 haben 35 Mitarbeitende, davon 6 Auszubildende ihre Tätigkeit bei der GWG-Gruppe aufgenommen. 28 Mitarbeitende haben das Unternehmen verlassen. 

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Als Wohnungsunternehmen ist die GWG-Gruppe ausschließlich in Deutschland tätig und arbeitet vorwiegend mit lokal und regional agierenden Unternehmen zusammen. Das Unternehmen und seine Geschäftskontakte unterliegen dem geltenden Recht, wodurch unter anderem ein Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit sichergestellt wird. Aufgrund dieser Tatsache hält die GWG-Gruppe keine weiteren Maßnahmen und Zielsetzungen zu dieser Thematik vor.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Die GWG-Gruppe ist ausschließlich in Deutschland tätig und arbeitet vorwiegend mit Partnern zusammen, die ebenfalls dem hier geltenden Recht unterliegen. Aus diesem Grund ist dieser Leistungsindikator für die GWG-Gruppe nicht relevant.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Die GWG-Gruppe ist ausschließlich in Deutschland tätig und arbeitet vorwiegend mit Partnern zusammen, die ebenfalls dem hier geltenden Recht unterliegen. Aus diesem Grund ist dieser Leistungsindikator für die GWG-Gruppe nicht relevant. 

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Die GWG-Gruppe ist ausschließlich in Deutschland tätig und arbeitet vorwiegend mit Partnern zusammen, die ebenfalls dem hier geltenden Recht unterliegen. Aus diesem Grund ist dieser Leistungsindikator für die GWG-Gruppe nicht relevant. 

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Die GWG-Gruppe ist ausschließlich in Deutschland tätig und arbeitet vorwiegend mit Partnern zusammen, die ebenfalls dem hier geltenden Recht unterliegen. Aus diesem Grund ist dieser Leistungsindikator für die GWG-Gruppe nicht relevant.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die GWG-Gruppe gestaltet Quartiere, in denen nicht nur gewohnt, sondern auch gelebt wird. Hierbei wird Wohnraum für unterschiedliche Nutzergruppen (Singles, Paare, Familien, Studierende, ältere oder pflegebedürftige Menschen etc.) in verschiedenen Lebenslagen (geförderte Mietwohnungen, frei finanzierte Mietwohnungen, Eigentumswohnungen) zur Verfügung gestellt. Die GWG-Gruppe sorgt auch für eine angepasste Nahversorgung und Kinderbetreuung sowie ein ansprechendes Quartier. Darüber hinaus investiert die GWG-Gruppe in die Aufwertung und Verbesserung des Wohnumfeldes in den Quartieren – jedes Jahr.  

Als Partner der Kommunen, karitativen Träger und lokalen Vereine übernimmt die GWG-Gruppe auch im sozialen Bereich Verantwortung. So wurde im Jahr 2012 die Nestwerkstiftung, die einst zur Vermeidung von Obdachlosigkeit und Wohnungsnot in Stuttgart gegründet wurde, im Rahmen eines Insolvenzverfahrens übernommen und damit die Bereitstellung einer großen Anzahl an Sozialwohnungen gesichert.  

Auch im Rahmen von Neubauprojekten tritt die Unternehmensgruppe als finanzstarker und zuverlässiger Vertragspartner auf. Im Jahr 2015 errichtete die GWG-Gruppe zusammen mit dem KBV Körperbehinderten-Verein Stuttgart e.V. eine neue Heimat für Menschen mit Körper- und Schwerstmehrfachbehinderungen.

Ende 2019 hat die GWG-Gruppe das neue Wohnquartier „Am Schwanenplatz“ in Stuttgart-Berg eingeweiht. Neben sozialen wurden auch Umweltaspekte bei der Planung in Bad Berg beachtet. So entsprechen alle Gebäude dem KfW-Effizienzhaus-Standard 70. Die zwölf Mehrfamilienhäuser beinhalten geförderte und freifinanzierte Mietwohnungen, attraktive Eigentumswohnungen, großzügige Gewerbeflächen, eine Tagespflege für Senioren sowie eine Kita. Die GWG leistet damit ihren Beitrag zur Behebung der Wohnungsknappheit in Stuttgart.  

Auch mit dem Quartier im Baakenhafen in Hamburg leistet die GWG einen nachhaltig großen Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Menschen aller Generationen und Lebenslagen. Das sogenannte „Quartier der Generationen“ ist ein vielfältiges Wohnprojekt mit günstigen Mieten und besonderen Angeboten für Studierende, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung. Mit elf Wohngebäuden ist es eins der größten Bauprojekte in diesem Bereich. Die Wohnungen unterliegen dabei einer Preisbindung von bis zu 30 Jahren.  

Zudem hat sich die GWG-Gruppe einer Initiative von LEG, Vonovia und Vivawest angeschlossen, um bei Härtefällen im Zusammenhang mit Mieterhöhungen aufgrund von Modernisierungen ein einheitliches und mit dem DMB abgestimmtes Vorgehen anzuwenden. Alle beteiligten Unternehmen verfolgen das Ziel, mit ihren Mieterinnen und Mietern gemeinsame Lösungen zu finden, um auch Menschen in schwierigen Lagen weiterhin ein gutes Zuhause zu fairen Preisen zu bieten. Der gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund erarbeitete Leitfaden unterstreicht das.

Im Jahr 2016 hat die GWG-Gruppe den „Social Day“ ins Leben gerufen, der alle zwei Jahre durchgeführt wird, um gezielt und persönlich lokale Projekte zu unterstützen. An diesem Tag engagieren sich die Mitarbeitenden, Führungskräfte und Vorstandsmitglieder für die Menschen vor Ort. Leider konnten die geplanten „Social Days“ 2020 bzw. 2021 Corona-bedingt nicht umgesetzt werden. Das Unternehmen plant jedoch einen neuen Anlauf für 2022. Darüber hinaus spendet das Unternehmen jährlich an soziale Projekte und Einrichtungen, die sich für Menschen in Not einsetzen. Im Jubiläumsjahr waren das insgesamt € 70.000 – passend zum 70-jährigen Bestehen. Die Spenden gingen an Organisationen, die sich während der Corona-Pandemie stark engagiert haben oder pandemiebedingt vor besonderen Herausforderungen standen.

Seit 2019 werden im Rahmen eines Spendenkonzepts 0,75 % des Jahresüberschusses oder maximal € 100.000 im Jahr an soziale Einrichtungen gespendet. Die Spenden werden laut Spendenkonzept vier unterschiedlichen Empfängergruppen zugeordnet. Der erste Teil geht an Projekte und Institutionen, mit denen die GWG-Gruppe aus Traditionsbewusstsein eng verbunden ist, zum Beispiel die Aktion Weihnachten, die Hochschule Nürtingen, die Filderwerkstatt oder das Forum Hospitalviertel. Der zweite Teil der Spenden wird weiterhin der Implementierung von Mieterfesten dienen, wodurch auch die Verbindung zwischen den Mieterinnen und Mietern und der GWG-Gruppe gestärkt werden soll.

Über den dritten Teil des Spendenbudgets entscheiden die Mitarbeitenden selbst. So können alle Beschäftigten Organisationen, Vereine und Einrichtungen vorschlagen, die einen sozialen Charakter aufweisen und deren Förderungsinnvoll erscheint. Die Vorschläge trägt das Spendenkomitee, z. B. der Marketingabteilung, zusammen. Zu einem festgelegten Zeitpunkt können alle Mitarbeitenden über die vorgeschlagenen Projekte abstimmen und die Projekte mit den meisten Stimmen werden mit entsprechend abgestuften Spendenbeträgen bezuschusst.

Der vierte Teil des Budgets steht unter dem Motto „Ein Zuhause für alle“. Hierbei werden Einrichtungen unterstützt, die Hilfsbedürftigen eine Übernachtungs- oder Wohnmöglichkeit bieten. Hier kommen vor allem Jugendhäuser, Frauenhäuser, Flüchtlingsunterkünfte, Obdachlosenheime, Tierheime und Wohnstätten für beeinträchtigte Menschen infrage.  

Ein Highlight des Spendekonzepts ist sicherlich die Möglichkeit, dass sich alle Mitarbeitenden selbst aktiv für eine Organisation einsetzen können. Denn die GWG bieten ein soziales Stundenkonto an, um die soziale Arbeit attraktiver zu gestalten und das Engagement besser mit der Arbeit verknüpfen zu können. Alle Mitarbeitenden haben pro Jahr 16 Stunden (bei 21-40 Wochenstunden) bzw. 8 Stunden (bei bis zu 20 Wochenstunden) zur Verfügung, die im Sinne einer bezahlten Freistellung für soziale Arbeit genutzt werden können. Der soziale Einsatz muss mindestens eine Woche vorher beantragt und genehmigt werden. Die Art der Organisation, bei der der Einsatz geleistet wird, ist egal. Wichtig ist nur, dass die Arbeit bei dieser Organisation einen gemeinnützigen Zweck für Hilfsbedürftige erfüllt. Hilfsbedürftig sein können Menschen, Tiere oder auch die Umwelt. Beispiele sind die Hilfe bei der Essensausgabe einer Tafel, Vorlesestunden im Altenheim, Hilfe beim Ausmisten im Tierheim oder eine Müllsammlung eines Naturschutzvereins im Wald.  

Das umfassende Engagement der GWG zahlt sich aus: Das Spendenkonzept „Ein Zuhause für alle“ wurde 2020 für den immobilienmanager-Award in der Kategorie „Social Responsibility“ nominiert. Hier hat es das Unternehmen unter die besten drei Bewerbungen geschafft.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Für weitere Informationen siehe Geschäftsbericht 2020, S. 50 - 53.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Geschäftstätigkeit der GWG-Gruppe ist dauerhaft durch eine Reihe von gesetzlichen Rahmenbedingungen und Veränderungen beeinflusst, beispielsweise dem Baugesetz, der Mietgesetzgebung, der Datenschutzgesetzgebung oder der sich stetig wandelnden Energiespargesetzgebung sowie durch das Wirtschafts-, Handels- und Unternehmensrecht.  

Die GWG-Gruppe ist landes- und auch bundesweit in verschiedenen Branchenverbänden und Arbeitsgruppen aktiv. Dabei steht der dauerhafte Austausch über aktuelle Themen und Herausforderungen am Markt, Best-Practice-Beispiele oder die gemeinschaftliche Umsetzung von Kooperationsprojekten im Fokus.
Die GWG-Gruppe ist kein Mitglied in politisch aktiven Organisationen und leistet auch keine Spenden oder Zuwendungen an Politikerinnen und Politiker, Parteien oder verbundene Einrichtungen. Sie wahrt darüber hinaus ihre Neutralität gegenüber Interessen einzelner Gruppen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Die GWG-Gruppe leistet keine Spenden an Parteien, Politikerinnen und Politiker oder damit verbundene Einrichtungen.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Gute Produkte, serviceorientierte Dienstleistungen und vertrauensvolle Beziehungen sind die Grundlage für den nachhaltigen Erfolg der GWG-Gruppe. Der Umgang mit der Kundschaft, Geschäftskontakten und der Mitarbeitenden untereinander soll von Fairness, Vertrauen und Diskretion geprägt sein. Dazu hat die GWG-Gruppe eine Betriebsvereinbarung Compliance-Verhaltensgrundsätze veröffentlicht, die Regeln und Verhaltensgrundsätze für ein rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten der Mitarbeitenden formuliert. Für das Einhalten der Betriebsvereinbarung Compliance-Verhaltensgrundsätze ist neben der Geschäftsführung auch die Compliance-Beauftragte zuständig.

Im Rahmen der Betriebsvereinbarung Compliance-Verhaltensgrundsätze orientiert sich die GWG-Gruppe an den folgenden Leitzielen, um eine faire und korruptionsfreie Unternehmenstätigkeit zu gewährleisten:   Um die Einhaltung dieser Verhaltensgrundsätze sicherzustellen, sieht die Compliance-Richtlinie spezifische Maßnahmen im Sinne eines Zustimmungs- und Entscheidungsprozesses vor. Generell sind alle Entscheidungen im Rahmen der Einhaltung der Betriebsvereinbarung Compliance-Verhaltensgrundsätze zu dokumentieren. Hierdurch werden sowohl Führungskräfte als auch Beschäftigte für dieses Thema sensibilisiert und dessen Einhaltung in der täglichen Geschäftstätigkeit gewährleistet. Für die Einhaltung der Richtlinie wurde eine interne Compliance-Beauftragte bestellt. Bei der Einhaltung bestimmter Geschäftsprozesse wird die Zustimmung der Bereichsleitung gefordert. Zusätzlich dazu ist für bestimmte Bereiche die Zustimmung des Gesamtvorstandes der GWG AG nötig. Diese Zustimmungen sind in jedem Fall zu dokumentieren. In Zweifelsfällen kann sich die Bereichsleitung wiederum an den Vorstand oder die Compliance-Beauftragte wenden. Darüber hinaus findet turnusmäßig oder bei Bedarf eine Regelberichterstattung zu Compliance-Verstößen gegenüber dem Gesellschafter statt.

Das aufgestellte Compliance-Management-System (CMS) wurde im November 2020 durch das Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft e.V. im Rahmen einer Erstauditierung erfolgreich zertifiziert. Im Jahr 2021 soll die Re-Zertifizierung erfolgen. Neben der Beurteilung diverser Richtlinien und Unterlagen stellen Gespräche mit Mitarbeitenden und Führungskräften aller Ebenen einen essenziellen Part im Zertifizierungsprozess dar. Das gute Ergebnis spiegelt den Erfolg der nachhaltigen Strategie und das integre Handeln von Führungskräften und Mitarbeitenden im Unternehmen wider.  

Unterweisungen im Arbeitsschutz und Schulungen in Compliance und Datenschutz helfen dem Unternehmen, alle Mitarbeitenden für diese wichtigen Themengebiete zu sensibilisieren. Um alle Mitarbeitenden auf dem gleichen Niveau zu unterweisen, wurde ein E-Learning eingeführt. Die angebotenen Onlinekurse können jederzeit digital am PC, Laptop, Tablet oder Smartphone durchführt werden und sind so flexibel in den Arbeitsalltag integrierbar. Die Teilnahme ist für alle Mitarbeitenden verpflichtend und wird jedes Jahr erneut geprüft.

Durch die Einhaltung der allgemeinen gesetzlichen Vorgaben und die zusätzlich auferlegten Verhaltensgrundsätze der Betriebsvereinbarung Compliance-Verhaltensgrundsätze sowie dessen Kontrolle durch den internen Zustimmungs- und Entscheidungsprozess gehen keine wesentlichen Risiken aus der Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen und den Produkten und Dienstleitungen der GWG-Gruppe im Bereich von Korruption und Bestechung hervor.

Für das Berichtsjahr liegen keine Gesetzesverstöße vor.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Die Unternehmensgröße der GWG-Gruppe bietet keine Veranlassung, einzelne Geschäftsstandorte auf
Korruptionsrisiken hin zu prüfen.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Im Berichtsjahr lagen keine bestätigten Korruptionsfälle vor.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Im Berichtsjahr wurde ein Bußgeld in Höhe von € 8.000 gezahlt. Es handelt sich hierbei um Fristüberschreitungen bei Verkehrssicherungspflichten.