14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Ob im Verkauf, im Einkauf, in der Verwaltung, in der Logistik oder in der IT – den entscheidenden Beitrag zum anhaltenden Erfolg von ALDI Nord leisten die rund 69.000 ALDI Mitarbeiter in neun Ländern. Sie alle sollen stolz darauf sein können, bei ALDI Nord zu arbeiten. Dafür werden sichere Arbeitsverhältnisse, attraktive Rahmenbedingungen und langfristige Entwicklungsperspektiven geboten. Ein offener, partnerschaftlicher und respektvoller Umgang ist uns sehr wichtig. Die Wertschätzung des Einzelnen und seine Verbundenheit mit ALDI Nord stehen im Fokus. Mit diesem Gesamtpaket wollen wir bestehende Mitarbeiter langfristig binden und neue Talente für uns gewinnen.  

Seit den siebziger Jahren expandiert die Unternehmensgruppe ALDI Nord mit ihrem ALDI Discount-Konzept erfolgreich in Europa. In Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Portugal und Spanien vertrauen immer mehr Verbraucher dem ALDI Versprechen. Die Lieferketten der Produkte bei ALDI Nord sind vielfältig und weit verzweigt: Non-Food-Artikel durchlaufen beispielsweise in der Herstellung häufig mehrere Produktionsstätten in verschiedenen Ländern.


Unternehmensleitlinien der Unternehmensgruppe Betriebliche Interessenvertretung
Seit den 70er-Jahren wird bei ALDI Nord Deutschland unmittelbar mit der Gründung einer neuen Gesellschaft eine betriebliche Interessenvertretung gewählt. Jede der 34 Regionalgesellschaften wurde auch 2017 durch einen eigenen Betriebsrat vertreten. Zu Beginn des Jahres 2018 wurden die Geschäftstätigkeiten der Regionalgesellschaften Hoyerswerda und Könnern umstrukturiert, die Filialen waren nicht betroffen. Die Mitarbeiter aus Verwaltung und Logistik wechselten zum Teil in andere Regionalgesellschaften. Für die übrigen Mitarbeiter wurde ein Interessenausgleich und Sozialplan entwickelt. Auch in Belgien und den Niederlanden gibt es Betriebsräte.  

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Mitarbeiterkommunikation und -einbindung
Als Teil unseres HR-Konzepts bauen wir die interne Kommunikation aus. Ziel ist es, die verfügbaren Formate zu erweitern, ihre Aktualität zu erhöhen und weitere Möglichkeiten zum Dialog anzubieten. In Deutschland veröffentlichen wir seit April 2017 vierteljährlich ein Mitarbeitermagazin, in Belgien und Polen seit Anfang 2018. Zudem bauen wir in Deutschland die anlassbezogene Kommunikation mit den Mitarbeitern in der Filiale aus. Dazu nutzen wir unter anderem Flyer, Poster und Broschüren, aber auch Videos. ALDI Portugal etablierte 2017 einen monatlichen Mitarbeiternewsletter. In Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Polen und Portugal veröffentlichen wir zudem regelmäßig CR-Newsletter, die sich an interne Zielgruppen richten.

Weil Nachhaltigkeit ein so zentrales Thema für ALDI Nord ist, geht es auch an unterschiedlichen Stellen im Magazin immer wieder darum. Seit 2017 klärt ALDI Portugal Mitarbeiter und Kunden mit einem CR-Kommunikationskonzept über Nachhaltigkeitsthemen auf – im portugiesischen Kundenmagazin, in Infoflyern, internen Newslettern oder im Rahmen eines Schulungsplakats für die Mitarbeiter in den Filialen. Darüber hinaus informieren wir in unseren neu gestalteten Filialen über unser Umweltengagement: Auf Anzeigetafeln machen wir auf die Fotovoltaikanlagen auf dem Dach aufmerksam. Mit Plakaten rücken wir unter anderem die Verpackungsentsorgung und unsere neuen Mehrwegtragetaschen in den Blick. Zur Vorbereitung des Nachhaltigkeitsberichts tauschten wir uns gezielt mit unseren Kunden (über eine Kundenpanelbefragung), ALDI Mitarbeitern (per Onlinebefragung), Lieferanten, Experten sowie mit den Betriebsräten von zwei deutschen Regionalgesellschaften aus.


2017 führten wir kreative Mitarbeiterwettbewerbe durch. Firmenläufe fördern die Gesundheit der Mitarbeiter und stärken ihre Identifikation mit ALDI Nord. Die Ergebnisse der ersten Mitarbeiterbefragungen Anfang 2017 zeigten uns, dass die Mitarbeiter stolz sind, bei ALDI Nord zu arbeiten. Auf Basis der Befragungsergebnisse wurden erste Maßnahmen angestoßen. Unter anderem stärken wir unsere Führungskräfte und fördern einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander.  

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15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Leistungsgerechte Vergütung
ALDI Nord zeichnet sich im Branchenvergleich traditionell durch eine überdurchschnittlich hohe Mitarbeiterbindung aus. Die ALDI Mitarbeiter werden fair, leistungsgerecht und übertariflich vergütet. Zudem liegt der Anteil der Mitarbeiter, die über Tarifverträge abgedeckt sind nahezu bei 100 Prozent.  

Vielfalt
Wir wenden uns deutlich gegen jegliche Form der Diskriminierung. In allen Ländern gilt: Unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion oder Weltanschauung, sexueller Identität, Herkunft oder körperlicher Beeinträchtigung haben alle Beschäftigten die gleichen Chancen. Wir stellen die Leistung in den Mittelpunkt.  

Seit 2015 steht den Mitarbeitern in den Niederlanden ein klar geregeltes Beschwerdesystem zur Verfügung. Mit dem Beschwerdesystem wird eine klare Null-Toleranz-Botschaft gegen jegliche Form von Diskriminierung an die gesamte Belegschaft gesendet. In spanischen Gesellschaften existiert bereits seit 2009 jeweils ein Aktionsplan, der bei jedem Anzeichen von Belästigung in Kraft tritt. Er gewährleistet, dass die Situation innerhalb von 24 Stunden geklärt beziehungsweise behoben wird. Ebenfalls 2009 haben die spanischen Gesellschaften einen Aktionsplan für Gleichberechtigung eingeführt  

Vereinbarkeit
Um gleiche Bedingungen für alle zu schaffen, werden die Mitarbeiter bei ALDI Nord nach Möglichkeit dabei unterstützt, Arbeit, Freizeit und Familie in Einklang zu bringen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist für uns ein wichtiges Zukunftsthema, dessen Bedeutung in unserer Wesentlichkeitsbefragung 2017 unterstrichen wurde. Bei der Gestaltung der Arbeitszeiten werden die Interessen der Beschäftigten bestmöglich berücksichtigt. Zudem gibt es rund 48.000 Teilzeitarbeitsplätze in den Unternehmen der Unternehmensgruppe, insbesondere in den Filialen (90 Prozent).  

Weiterbildung
Die Ausbildungsprogramme und Weiterbildungsangebote der Unternehmensgruppe sind ein wesentliches Element für unsere Zukunftssicherung. Unsere Ziele sind der Ausbau der Mitarbeiterkommunikation und die Förderung von verantwortungsvollem und wertschätzendem Führungsverhalten. Unsere Fortschritte messen wir unter anderem durch Mitarbeiterbefragungen. Kennzahlen wie die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit oder die Zahl der Auszubildenden geben weiteren Aufschluss. Dass wir mit unserer HR-Arbeit erfolgreich sind, bestätigten uns auch 2017 Auszeichnungen wie „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“.  

Sicherheit
Im Verkauf und in den Logistikzentren bildet die Bereitstellung geeigneter Arbeitskleidung und technischer Ausrüstung nach wie vor die Basis unserer Arbeitssicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen. In der Logistik unterstützt seit 2017 bei ALDI Nord Deutschland ein sogenanntes Pick-by-Voice-System die Mitarbeiter per Spracherkennung beim Kommissionieren der Ware. Es wird schrittweise in den deutschen Logistikzentren eingeführt. Die Lösung ist ergonomischer, da die Mitarbeiter für die Bearbeitung der Waren beide Hände frei haben. Zugleich ermöglicht sie ihnen einen besseren Überblick und beugt so Unfällen vor. Zudem rückt das Thema Vorsorge immer stärker in den Fokus: Als ein Ergebnis der Mitarbeiterbefragungen 2017 wurden in Deutschland und Portugal Kooperationsverträge mit Fitnessstudios geschlossen. Auch mit Firmenläufen stärken wir nicht nur den Zusammenhalt im Team, sondern geben Anreize für mehr Bewegung. Mittlerweile gibt es in sieben Ländern der Unternehmensgruppe Firmenläufe.  

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16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Wir müssen uns mit den Anforderungen beschäftigen, die der demografische Wandel an unsere Personalarbeit stellt. Es gilt, die Arbeitsfähigkeit angesichts einer älter werdenden Belegschaft über das gesamte Arbeitsleben hinweg zu ermöglichen.  

Die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen ist für ALDI Nord selbstverständlich – wo möglich, werden wir darüber hinaus aktiv, etwa durch Präventionsangebote und gemeinsame Sportaktionen. Um mögliche Gefährdungen frühzeitig zu identifizieren, begutachten die ALDI Nord Gesellschaften regelmäßig die Arbeitsplätze. Dabei liegt der Fokus auf Bereichen mit erhöhter Unfallgefahr wie der Logistik und dem Verkauf. Dort arbeiten rund 90 Prozent der ALDI Mitarbeiter. 

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Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Link:

GRI 403-2

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Bei Gesundheits- und Sicherheitsthemen hält sich die Unternehmensgruppe ALDI Nord an die geltenden gesetzlichen Regelungen. Arbeitsschutzthemen werden nicht gesondert in formellen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Link:

GRI 404-1

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Link:

GRI 405-1

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Wir wenden uns deutlich gegen jegliche Form der Diskriminierung. In allen Ländern gilt: Unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion oder Weltanschauung, sexueller Identität, Herkunft oder körperlicher Beeinträchtigung haben alle Beschäftigten die gleichen Chancen.  

Zurzeit ist keine Angabe zur Gesamtzahl von Diskriminierungsvorfällen möglich.  


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17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Lieferkettenverantwortung ist ein zentrales Handlungsfeld in unserer CR-Policy. Unsere Anforderungen an Lieferketten und Produkte formulieren wir unter anderem in unseren Einkaufspolitiken.  

Wir verpflichten uns und unsere Lieferanten zur Einhaltung des amfori BSCI-Verhaltenskodex. Der Verhaltenskodex stützt sich auf zahlreiche internationale Übereinkommen, darunter die Kernkonventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization – ILO) oder die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen (United Nations – UN). In ihm verankert sind elf zentrale Arbeitnehmerrechte, unter anderem das Recht auf Sicherheit am Arbeitsplatz, korrekte Entlohnung sowie der Ausschluss von Diskriminierung, Kinder- oder Zwangsarbeit. Die Einhaltung des amfori BSCI-Verhaltenskodex wird anhand von Vor-Ort-Prüfungen (Audits) kontrolliert und bewertet. Alle von unseren Lieferanten beauftragten Produktionsstätten müssen ein gültiges amfori BSCI-Audit oder eine SA8000-Zertifizierung aufweisen.  

Unsere rohstoffspezifischen Einkaufspolitiken, unsere Sozialstandards in der Lieferkette sowie weitere verbindliche Regelungen gelten gleichermaßen für bestehende wie neue Lieferanten. Durch die Nutzung extern anerkannter Zertifizierungssysteme schaffen wir größtmögliche Transparenz. Je nach Zertifizierung liegt der Fokus stärker auf der Überprüfung und Verbesserung sozialer Praktiken oder ökologischer Komponenten.  

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgenden Links:

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Link:

GRI 412-3

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Das Risiko der Verletzung von Menschenrechten liegt vor allem in der Lieferkette der Unternehmensgruppe ALDI Nord, weniger an eigenen Standorten. Aus diesem Grund gibt es keine separate Prüfung oder menschenrechtliche Folgenabschätzung an den Geschäftsstandorten.

Sie auch vorherige Kriterien.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Link:
 
GIR 414-1

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Link:

 
GIR 414-2

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

In allen neun ALDI Nord Ländern fördern wir gemeinsam mit nationalen Initiativen und Organisationen lokale und übergreifende Projekte. Lebensmittel- und Sachspenden stehen dabei meist im Fokus. Darüber hinaus leisten wir teilweise mit Geldspenden Unterstützung. Daneben verfolgt die ALDI Nord Stiftungs GmbH einen internationalen gemeinnützigen Arbeitsauftrag, der sich an festgelegten Satzungszwecken orientiert.

Die Schwerpunkte dieses Engagements liegen in folgenden Bereichen:
Als international tätige Einzelhändler mit einer weit verzweigten Wertschöpfungskette engagieren wir uns auch in den Herkunftsländern unserer Produkte. Seit März 2017 unterstützen wir beispielsweise zwei Projekte in der Kaffee- und Kakaoproduktion in Kolumbien sowie West- und Zentralafrika. Die Unterstützung kommt den Bauern und Produzenten vor Ort und ihren Familien zugute und trägt zu mehr Nachhaltigkeit beim Anbau bei.  

Lebensmittelspenden: aktuelle Projekte
Als Einzelhändler stehen wir in der Verantwortung, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Dabei handelt es sich um ein Querschnittsthema der Bereiche Abfallmanagement und Gesellschaftsengagement. Ein Baustein unseres Einsatzes gegen Lebensmittelverschwendung ist es, nicht mehr verkaufs- aber noch verzehrfähige Lebensmittel zu spenden.  

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgenden Links:


Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Wir berichten ausschließlich unseren Nettoumsatz. Eine weitere Aufschlüsselung ist aus Gründen der Vertraulichkeit nicht geplant. Zudem wird dieser Indikator von uns als „Core“ berichtendes Unternehmen nicht aufgeführt.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Geschäftstätigkeiten der Unternehmensgruppe ALDI Nord sind von einer Vielzahl an gesetzlichen Regulierungen betroffen. Aktuell relevante Regulierungen finden sich den jeweiligen Kernthemen im Bericht zugeordnet.  

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Link:

ALDI Nord steht national und international mit unterschiedlichen Organisationen, Initiativen oder Bündnissen im Austausch. Unser Engagement ist dabei je nach Thema unterschiedlich ausgeprägt und reicht von einer reinen Mitgliedschaft bis zur aktiven Steuerung. Online finden Sie eine Übersicht, an welchen Initiativen wir uns beteiligen.  

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Link:

Inwieweit Branchenverbände und andere Initiativen politisch Einfluss nehmen, ist deren jeweiliger Aufgabenbeschreibung zu entnehmen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Keine Angabe. Dieser Indikator von uns als „Core“ berichtendes Unternehmen nicht aufgeführt. 

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Wir richten unser Handeln an unseren Kernwerten aus: „Einfach. Verantwortungsbewusst. Verlässlich.“ Diese Werte beschreiben auch das Compliance-Verständnis der Unternehmensgruppe ALDI Nord. Gemäß unserem Selbstverständnis als echte Kaufleute müssen alle unsere geschäftlichen Entscheidungen stets von sachlichen Erwägungen getragen werden. Unsere Basis: das Unternehmensleitbild.

ALDI Nord erwartet von allen Mitarbeitern und Geschäftspartnern ein verantwortungsbewusstes und verlässliches Handeln. Verbindliche Regelungen, Richtlinien und Verträge müssen eingehalten werden. So ist es auch im Dokument „Compliance-Ziele“ verankert, das allen Führungskräften ausgehändigt wird.   
 
Die Abteilung Compliance ist unter dem Dach der ALDI Einkauf angesiedelt. Sie wird vom Compliance-Ausschuss unterstützt, der sich aus Vertretern aller Tätigkeitsbereiche zusammensetzt. Er bildet die Schnittstelle für Informationen mit Compliance-Bezug. 
 
Die Mitarbeiter bei ALDI Nord finden in unserem Unternehmensleitbild sowie dem Compliance-Management-System (CMS) klare Vorgaben für ein ethisch einwandfreies Verhalten. Die Verantwortung für die Einhaltung der Compliance-Regelungen liegt bei den jeweiligen Führungskräften. Die Einhaltung wird von diesen im Zuge von angemessenen Kontrollen überprüft, die in unserem CMS definiert sind.   
 
Das Verhältnis zwischen Lieferanten und ALDI Nord ist jeweils in den Allgemeinen Einkaufsbedingungen (AGB) klar geregelt. Wettbewerbsbeschränkende Verhaltensweisen seitens der Lieferanten und Hersteller sind untersagt, für Verstöße sind Sanktionen festgelegt. In den AGB sind auch die Compliance-Anforderungen an die Vertragspartner definiert. Dienstleister müssen zudem den Verhaltenskodex für die Beachtung von Sozialstandards bei der Erbringung von Bau-, Werk- und Dienstleistungen für ALDI Nord einhalten.
 
Ergeben sich belastbare Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen diese Regelungen – sei es durch einen Lieferanten oder durch einen ALDI Mitarbeiter – unterstützen die Abteilung Compliance und der Compliance-Ausschuss eine umfassende Aufklärung des Vorgangs. Gegen Verstöße durch Lieferanten oder Mitarbeiter wird bei ALDI Nord konsequent vorgegangen.

Das CMS als Standard für die Unternehmensgruppe ALDI Nord soll allen Mitarbeitern helfen, unseren ALDI Nord Kernwerten jederzeit gerecht zu werden. Oberste Zielsetzung des CMS ist dabei, den nachhaltigen Erfolg von ALDI Nord zu sichern und zu fördern sowie Schäden abzuwenden. Das CMS wird international allen ALDI Gesellschaften zur Verfügung gestellt. Landesbezogene Anpassungen erfolgen im Austausch mit den jeweils verantwortlichen Personen der ALDI Gesellschaften in den jeweiligen Ländern. Ein Compliance-Management-Tool (IT-Tool) erleichtert seit Ende 2017 zudem den verantwortlichen Führungskräften der ALDI Nord Gesellschaften in Deutschland, Compliance-Risiken, -Regelungen und -Maßnahmen zu handhaben.  
 
Um alle ALDI Mitarbeiter für die Bedeutung des Themas Compliance zu sensibilisieren, führen wir verschiedene Schulungen durch. Neue Mitarbeiter werden zu Beginn ihres jeweiligen Arbeitsverhältnisses zu den maßgeblichen Richtlinien der Unternehmen der Unternehmensgruppe ALDI Nord geschult. Darüber hinaus nehmen in Deutschland Mitarbeiter der ALDI Einkauf in den Abteilungen Einkauf (inklusive Qualitätswesen), CR und Unternehmenskommunikation regelmäßig an Trainings teil. Dabei stehen Themen wie Kartellrecht, unlauterer Wettbewerb, Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen, Korruptionsvermeidung und Anforderungen der Supply Chain Initiative (SCI) auf der Agenda. Auch in den Unternehmen der Unternehmensgruppe ALDI Nord in den anderen Ländern finden hierzu Schulungen statt. Anfang 2018 haben wir in Deutschland Trainings für rund 700 Führungskräfte der einzelnen Regionalgesellschaften zum CMS und zum IT-Tool durchgeführt. Diese Führungskräfte können nun ihrerseits die Mitarbeiter in den Regionalgesellschaften schulen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Link:

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Link:

 
GRI 205-1

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Die Unternehmensgruppe ALDI Nord nimmt zu juristischen Auseinandersetzungen – auch abgeschlossenen – grundsätzlich nicht öffentlich Stellung.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Die Unternehmensgruppe ALDI Nord nimmt zu juristischen Auseinandersetzungen – auch abgeschlossenen – grundsätzlich nicht öffentlich Stellung.