14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die EWR-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden die Grundlage des Unternehmenserfolgs, denn jeder Einzelne trägt durch seine tägliche Arbeit zur Wertschöpfung des Unternehmens bei. Durch deren Engagement ist es möglich, soziale, kulturelle, nachhaltige und sportliche Projekte in der Region zu unterstützen. 

Durch das Unterlassen ausreichender nachhaltiger Aktivitäten bei den Arbeitnehmerrechten kann es zu Vertrauens- und Reputationsverlusten in der Innen- und Außenwahrnehmung kommen.  Derzeit sind EWR keine wesentlichen Risiken bekannt, die sich aus der Geschäftstätigkeit ergeben und Auswirkungen auf die geltenden Arbeitnehmerrechte haben.


Die Beachtung der geltenden Regelungen des deutschen Arbeitsrechts ist ebenso selbstverständlich für EWR wie die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben, geltenden Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen und Richtlinien. Auch Leiharbeitnehmer werden ausschließlich nach Tarifvertrag beschäftigt. Persönliche Qualifizierungen werden gefördert.

Der Betriebsrat vertritt die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Bis zu dreimal im Jahr findet eine Betriebsversammlung statt. Darüber hinaus wird in jährlich stattfindenden Mitarbeiterversammlungen über alle wichtigen Unternehmensthemen informiert. Hier stehen die Vorstände Rede und Antwort. Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit, live Fragen an die Vorstände und Geschäftsführer zu stellen, um so den aktiven Austausch zu suchen. Ergänzend besteht die Möglichkeit, über feste Mitarbeitersprechstunden das Gespräch mit dem Vorstand zu suchen.

Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt verpflichtet sich EWR, alle Mitarbeitenden gleichermaßen zu respektieren – unabhängig von Geschlecht und geschlechtlicher Identität, Nationalität und ethnischer Herkunft, Religion und Weltanschauung, Gesundheit und Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität.

EWR steht für Nachhaltigkeit und übernimmt Verantwortung für die Entwicklung der Region – sozial, wirtschaftlich und ökologisch. Die konsequente Weiterentwicklung, insbesondere im Hinblick auf ein organisationsübergreifendes Nachhaltigkeitsmanagement, ist fester Bestandteil der Unternehmensstrategie und manifestiert sich unter anderem in den jährlich stattfindenden Mitarbeiter-Zielgesprächen sowie den daraus abgeleiteten Umsetzungsmaßnahmen. 

Mitarbeiterbefragungen werden im Auftrag vom Vorstand, dem Betriebsrat, dem Vertrieb, der Personalabteilung, IT und vom Nachhaltigkeitsmanagement durchgeführt. Ziel ist es, die Mitarbeiter an der Entwicklung des Unternehmens teilhaben zu lassen und die Mitwirkung zu stärken.

Darüber hinaus wird der aktive Austausch mit den Mitarbeitern gepflegt. So wurde die Grüne Stunde im Unternehmen etabliert. Deren Ziel ist es, den Austausch zu nachhaltigen Themen zu fördern und die Mitarbeiter zu informieren.


EWR initiiert eigene Umweltaktionen und beteiligt sich an internationalen Aktionen wie dem Rhine Clean up. Dessen Ziel ist es, die Uferböschungen entlang des Rheins von Müll zu befreien und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Müll nicht achtlos weggeworfen oder besser noch von vornherein vermieden wird.

Im gesamten Unternehmen wurden grüne Feedbackboxen aufgestellt. Hier können die Mitarbeitenden Nachhaltigkeitstipps, Fragen zu Nachhaltigkeitsthemen oder Lob & Kritik an die Nachhaltigkeitsabteilung loswerden. Feedbackkarten liegen hierzu an jeder Box in ausreichender Zahl bereit. Die Boxen werden regelmäßig entleert, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeitnah ein Feedback auf ihre Anregungen und Wünsche zu geben.Ergänzend ist die Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement telefonisch oder per Mail erreichbar.

Das Ideenmanagement bindet die Mitarbeiter in die Weiterentwicklung des Unternehmens ein (s. dazu Kriterium 8 „Anreizsysteme“).

Zur Bestimmung der relevanten CSR-Themen für EWR und seine Stakeholder haben wir in 2019 eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt (s. dazu Punkt 9 "Beteiligung von Anspruchsgruppen").


Die EWR-Gruppe ist bisher ausschließlich in Deutschland tätig.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Auf Basis des Tarifvertrags für die Vergütung von Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmern mit der Gewerkschaft ver.di zahlen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gerechte Löhne, die einem transparenten und mehrstufigen Gehaltsystems unterliegen. Die Einstufung in die Gehaltsstufen erfolgt anhand von Kriterien wie Qualifikation und Berufserfahrung. Die Festsetzung der Gehälter erfolgt geschlechterunabhängig und ausschließlich tätigkeitsbezogen.

Die AT-Beschäftigten sind am Unternehmenserfolg beteiligt. Die Höhe der Prämie ist abhängig vom Unternehmenserfolg und der persönlichen Zielerreichung. Leistungsbezogene Sonderzahlungen wurden in Vergangenheit unter bestimmten Voraussetzungen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewährt. Die letzte erfolgte 2018 mit der erfolgreichen Fusion von e-rp GmbH und EWR AG.

EWR leistet über die gesetzlichen Vorgaben hinaus freiwillige Leistungen. Diese sind zum Teil in internen Arbeitsrichtlinien sowie internen Vereinbarungen durch den Vorstand in enger Abstimmung mit Betriebsrat und dem Personalbereich geregelt. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen die Arbeitnehmer in den Bereichen Arbeitssicherheit, Integration, Gesundheitsmanagement. Im Rahmen des Gesundheitsmanagements werden z. B. Gesundheitstage durchgeführt und kostenlose Fitnesskurse angeboten.


Die Betriebsvereinbarung zur Förderung der Beschäftigung von Schwerbehinderten und Gleichgestellten vom Dezember 2003 wurde überarbeitet und neu abgeschlossen. Mit dieser Betriebsvereinbarung wird unter anderem geregelt, eine Beschäftigungsquote schwerbehinderter Arbeitnehmer von 6 % zu erreichen bzw. zu überschreiten.

Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurden neben der flexiblen Arbeitszeit mehrere Familienzimmer an verschiedenen EWR-Standorten eingerichtet.


Zur Integration von Flüchtlingen und sozial benachteiligten Jugendlichen wurde bereits 2016 ein eigenes Hilfsprojekt unter dem Namen „EWR Hilft“ initialisiert. Das Angebot  richtet sich an möglichst anerkannte Flüchtlinge unabhängig ihrer ethnischen Herkunft (Nationalität/Kultur) sowie den übrigen Gleichbehandlungsgrundsätzen. Es richtet sich aber auch an Jugendliche in der Region, die noch Hilfe zur Selbsthilfe im Bereich Ausbildung/Beruf benötigen. Ziel ist es Einblicke in einen Unternehmensalltag zu ermöglichen und die Verbesserung der Sprachkenntnisse bei Flüchtlingen in Verbindung mit Beschäftigung. Erste Erfolge zeigen sich bereits. So wurden zwei Flüchtlinge und ein benachteiligter Jugendlicher in die Ausbildung übernommen. Das Hilfsprojekt wird in den kommenden Jahren fortgesetzt.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Zum Zeitpunkt der Berichterstellung wurde ein Konzept für den Bereich Qualifizierung erstellt, dem aber noch keine zeitlich definierten Zielsetzungen hinterlegt wurden.
Durch das übergeordnete strategische Unternehmensziel „Attraktiver Arbeitgeber“ und der daraus abgeleiteten Personalstrategie rückt die Qualifizierung und die Erhaltung der Arbeitskraft der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Fokus.


Die bestehende Betriebsvereinbarung „Fort- und Weiterbildung“ wurde in 2017 grundlegend überarbeitet und unter der Bezeichnung „Förderung externer berufsbegleitender Maßnahmen“ neu abgeschlossen. Sie ermöglicht es Mitarbeitenden, unter anderem für ihre berufsbegleitende Weiterbildung beispielsweise zum Techniker, Meister, Betriebswirt oder Bachelor, eine Förderung von bis zu 3.000 Euro sowie Freistellungen zur Prüfungsvorbereitung oder das Verfassen der Abschlussarbeit zu erhalten.

In den jährlichen Mitarbeitergesprächen sowie unterjährig bei Bedarf sprechen die Führungskräfte mit ihren Mitarbeitenden über Entwicklungsmöglichkeiten und erforderliche Qualifizierungsmaßnahmen. Nach Feststellen entsprechender Bedarfe werden die Maßnahmen zentral durch die Personalentwicklung koordiniert.

Alle Führungskräfte nehmen einmal im Jahr an einem zweitägigen Führungskräfteworkshop teil. Hier werden Themen rund um Führung, die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die eigene Rolle als Führungskraft angesprochen und gemeinsam erarbeitet und thematisch entwickelt. In 2019 lag der Fokus auf den in diesem Jahr verabschiedeten Führungsgrundsätzen sowie Umsetzung der Unternehmensstrategie. Weiterhin erhielten Führungskräfte teils individuelle Förderungen durch z. B. Coaching.

Die Themen strategische Personal- und Führungskräfteentwicklung, Wissenstransfer und strukturierte Nachfolgeplanung gewinnen in der Unternehmensgruppe zunehmend an Bedeutung. Hierzu wird in 2020 die Personalentwicklung organisatorisch aus der Personalabteilung ausgegliedert und als eigenständige Abteilung etabliert. Der Fokus wird hier künftig ganz auf der Umsetzung der folgenden Themen liegen: Potenzialmanagement, Führungskräfteentwicklung, Qualifikationen und Anforderungen sowie die Etablierung einer EWR-Akademie mit Aus- und Weiterbildungsangeboten als Blended Learning Ansatz.

EWR bildet überdurchschnittlich aus. Die Ausbildungsquote liegt 2019 bei 7,5 %. Während der Ausbildung können die Azubis bei Kooperationspartnern der Industrie im Rahmen eines „Azubi-Tauschs“ neue Themengebiete und andere Unternehmenskulturen kennenlernen. In Abhängigkeit der betrieblichen Leistungen und Prüfungsergebnisse wird ein befristeter oder sogar unbefristeter Arbeitsvertrag angeboten. Für die technischen Auszubildenden betreibt die EWR Netz GmbH eine eigene Ausbildungswerkstatt. Dort bereitet sie die Auszubildenden in den praktischen Inhalten sowie im Rahmen von betriebsinternen Unterricht optimal auf die Zwischen- und Abschlussprüfungen vor.

Konjunkturelle Risiken hinsichtlich des Absatzes von Strom, Gas, Wasser und DSL sind angesichts der Größe des Netzgebietes und der Tatsache, dass Strom, Gas und Wasser zum Bedarf des täglichen Lebens gehören, als relativ gering zu bewerten. Dennoch gibt es Zeitkonten, durch die Mitarbeiter flexibel auf Mehrarbeit reagieren und diese durch Freizeitentnahmen auch wieder abbauen können. Um dem möglichen Risiko eines Fachkräftemangels entgegenzuwirken, bietet EWR bestehenden Mitarbeitern vielfältige Weiterbildungs- und Entwicklungschancen. Bedingt durch den großen Fachkräftemangel auch in der Energiebranche besteht darüber hinaus die Notwendigkeit die Berufs- und Aufstiegsmöglichkeiten transparent zu kommunizieren und Ausbildungsangebote zeitgemäß zu erweitern. Ein Schritt in die richtige Richtung ist die Beteiligung an Angeboten wie „Green Day“ und Girls-Day“. Die Attraktivität der Arbeitgebermarke wird durch das Angebot einer dualen Berufsausbildung abgerundet, so dass stets qualifizierte und motivierte Mitarbeiter nachrücken können. Auch EWR ist vom Risiko der Fluktuation und des Know-how-Verlusts durch altersbedingter Abgänge nicht ausgeschlossen. Diesen begegnet das Unternehmen durch eine systematische, fachbereichsspezifische Nachfolgeplanung und Qualifizierung. 

Unter Federführung der Stadtwerke Mainz und der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden beteiligt sich die EWR Netz GmbH gemeinsam mit den Energienetzen Koblenz an der Entwicklung einer Wissensmanagement-Software unter dem Namen DigaMe. Diese soll zukünftig technische Abläufe verbessern.


Einsatzgebiete:  Überwiegend geht es um eine Dokumentation von Tätigkeiten im Netz. Bspw. möchte man Arbeitsschritte, die nicht so häufig durchgeführt werden, per Video dokumentieren. So bleiben diese im Gedächtnis, sind jederzeit abrufbar und können bei Bedarf in Form eines Erklärvideos aufgerufen werden (etwa die Anweisung zur Kabelmontage). Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels unterstützt die Software die Arbeitsabläufe vor Ort und sichert so den hohen Qualitätsstandard. Der Rollout ist für Januar 2021 geplant.Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements veranstaltet EWR alle zwei Jahre einen Gesundheitstag mit vielfältigen Präventionsangeboten, Vorträgen und Informationsangeboten. In Zusammenarbeit mit dem DRK besteht an diesem Tag auch die Möglichkeit zur Blutspende. Ergänzt wird dieser Aktionstag durch die ganzjährige Themenreihe „Leben in Balance“, vielfältige Vortrags-, Workshop- und Mitmachangebote lassen das Thema Gesundheit für die Mitarbeitenden greifbar werden und regen sie dazu an, sich mit der eigenen Gesundheit auseinander zu setzen.

Regelmäßig werden Mitarbeitende mit einem besonders hohen Krankenstand im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements (kurz: BEM) angeschrieben und Gesprächsmöglichkeiten angeboten. Diese Gespräche führen oftmals zu Lösungsansätzen, welche die Arbeitsunfähigkeitszeiten der jeweiligen Mitarbeitenden deutlich reduzieren und die Arbeitsfähigkeit fördern.

Unsere Betriebsvereinbarung „Suchtprävention und Suchthilfe“ bietet Handlungshilfen bei entsprechenden Verdachtsmomenten. Ergänzend steht die externe Suchtbeauftrage sowie der Arbeitskreis Suchthilfe den Führungskräften und Mitarbeitenden als Ansprechpartner zur Seite.Abgerundet wird das Gesundheitsmanagement durch ein externes Beratungsangebot für Mitarbeitende und Führungskräfte zu allen psychosozialen Themenstellungen, jährliche Grippeschutzimpfungen, umfassende arbeitsmedizinische Untersuchungsangebote und einen Brillenzuschuss, welcher alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden kann.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Anzahl der Arbeitsunfälle: 26
Ausfalltage wegen Arbeitsunfall (Arbeitstage): 274 Tage
Meldepflichtige Ausfälle (3 Tage oder länger): 14 Tage

Zu arbeitsbedingten Erkrankungen liegen keine Angaben vor.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Neben freiwilligen Vereinbarungen (s. Kriterium 16) unterliegt EWR als regional agierendes Unternehmen der nationalen und europäischen Gesetzgebung und den Vorschriften der zuständigen Berufsgenossenschaft.

Bei der Arbeitssicherheit wird konzernweit großen Wert auf die Anlehnung an die höchsten Standards gelegt.
Bei der Umsetzung in die betriebliche Praxis werden stets Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der entsprechenden Abteilung herangezogen, die ihr Fachwissen einfließen lassen. Daraus entstehen Richtlinien für regelmäßige tätigkeitsbezogene Arbeitssicherheitsunterweisungen. Die Vereinbarungen des Arbeitgeberverbandes mit der Gewerkschaft ver.di sind im Manteltarifvertrag niedergeschrieben.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

  Anzahl Tage Anzahl Stunden
EWR AG 539* 4.096,4
Netz GmbH 591* 4.491,6
*Berücksichtigt wurden über den Personalbereich gebuchte Veranstaltungen (Seminare etc.) + Nachwuchsförderprogramm + Führungskräfteworkshops

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Der Aufsichtsrat besteht aus 12 Mitgliedern, zwei davon sind Frauen.
Dies entspricht einer Quote von 16,7 %.
Übersicht aller Arbeitnehmer, differenziert nach AG und Netz GmbH.

  EWR AG EWR Netz GmbH
  Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2018 Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2018
Alter von bis Angaben in % Angaben in % Angaben in % Angaben in %
bis 20 Jahre 1,2 2,0 1,0 0,7
21 - 25 Jahre 7,4 8,5 5,6 6,1
26 - 30 Jahre 14,8 15,8 9,0 10,6
31 - 35 Jahre 16,0 14,6 5,6 4,4
36 - 40 Jahre 12,3 11,7 8,0 8,9
41 - 45 Jahre 11,9 12,2 10,1 10,2
46 - 50 Jahre 9,8 10,9 13,2 15,4
51 - 55 Jahre 14,8 12,2 19,8 22,5
56 - 60 Jahre 10,3 10,5 25,0 19,5
61 - 65 Jahre 1,6 1,6 2,8 1,7
        100,0
männlich 49,6 51,0 80,6 80,9
weiblich 50,4 49,0 19,4 19,1
divers 0 0 0 0
         
Schwerbehinderte                            7,6                            7,2                            5,9                            5,3

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Hierzu liegen keine Angaben vor.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben stellt die Basis des Handelns von EWR dar. Hier geht es neben der Vermeidung von Strafzahlungen in erster Linie um das Vertrauen der Stakeholder. EWR hat den Anspruch, sich an geltendes Recht und Compliance-Vorgaben zu halten sowie die Achtung und den Schutz der Menschenrechte in den Geschäftsprozessen zu berücksichtigen.

Ein Lieferantenmanagement inkl. Lieferantenselbstauskunft ist im Aufbau. Hier wird unter Kriterium 2 Wesentlichkeit/ Ressourcenmanagement und Menschenrechte berichtet. EWR ist ein regionaler Energiedienstleister. Die Geschäfte sind auf nationale Ebene begrenzt. Der Unternehmensschwerpunkt liegt auf Dienstleistungsprodukten. Das Thema Einhaltung von Menschenrechten entlang der Lieferkette wurde bisher nicht untersucht, daher liegen dem Einkauf auch keine Daten dazu vor. Aufgrund eines internen Organisationshandbuches überprüft und verpflichtet die Abteilung Einkauf Lieferanten auf die Einhaltung der Kriterien Qualität, Liefertermintreue, Umtausch-/Kulanzverhalten, Regionalität, Umweltengagement/Nachhaltigkeit sowie Übernahme und ggf. Entsorgung von Verpackungen bzw. Gebinden.

Charta der Vielfalt: EWR hat im Sep. 2010 die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Die Umsetzung der „Charta der Vielfalt“ in unserem Unternehmen hat zum Ziel, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Die Anerkennung und Förderung dieser vielfältigen Potenziale schafft wirtschaftliche Vorteile für unser Unternehmen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

EWR ist ein regionaler Energiedienstleister. Die Geschäfte sind auf nationale Ebene begrenzt. Der Unternehmensschwerpunkt liegt auf Dienstleistungsprodukten. Aus diesem Grund bestehen keine Investitionsvereinbarungen, die geprüft werden müssen.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

EWR unterhält keine Standorte außerhalb Deutschlands. Aus diesem Grund gibt es keine Notwendigkeit, Geschäftsstandorte auf Einhaltung der Menschenrechte zu überprüfen.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Eine Lieferantenselbstauskunft wurde in das Lieferantenmanagement implementiert und enthält entsprechende Abfragen zur sozialen Aspekten von Nachhaltigkeit.
Über den Rücklauf erhebt EWR derzeit keine Statistik. Neue Lieferanten werden zwar mit der Lieferantenselbstauskunft abgefragt, deren Rücklauf ist sehr spärlich, oder teilweise unvollständig ausgefüllt. Das Lieferantenmanagement soll zukünftig weiter digitalisiert werden.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Weiterhin sind keine Auffälligkeiten erkennbar.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Als regionales Energieunternehmen investiert EWR nicht nur in Versorgungssicherheit und regionale Arbeitsplätze, sondern engagiert sich auch sehr stark für das Gemeinwesen der Region: Kultur-, Sportsponsoring und die Unterstützung diverser sozialer sowie nachhaltiger Projekte sind deshalb elementare Bestandteile des Selbstverständnisses von EWR. Im Rahmen sozialer Tage und Aktionen engagieren sich dabei sowohl das Unternehmen als auch die Mitarbeiter.

Ein kleiner Ausschnitt aus dem EWR-Engagement:

Ökologisches Engagement
Soziales Engagement Kulturelles Engagement Wirtschaftliches Engagement

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Aus Wettbewerbsgründen veröffentlicht das Unternehmen an dieser Stelle keine detaillierten Angaben.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

EWR achtet die nationale und europäische Gesetzgebung und hält sich an geltende Richtlinien zur Mitwirkung in Gremien oder Arbeitskreisen.

EWR nimmt keinen direkten Einfluss auf Gesetzgebungsverfahren.  Durch die Mitarbeit in Arbeitsgremien und die Mitgliedschaft in branchenspezifischen Verbänden wie z. B. IHK, Arbeitgeberverband, Bundesverband mittelständischer Wirtschaft e. V., Deutsche Vereinigung der Gas- und Wasserwirtschaft (DVGW), Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) und Verband kommunaler Unternehmen (VKU) trägt das Unternehmen Sorge, dass seine Interessen wahrgenommen werden.

Darüber hinaus kooperiert EWR mit der Kreishandwerkerschaft sowie den Handwerksinnungen, die im Rahmen des Vereins E-Partner-Energie e. V. unterstützt werden.

Als Unternehmen mit mehrheitlich kommunalen Anteilen hält EWR sich an das Parteiengesetz und tätigt keine politischen Spenden.

Eine eigene Kundensparte stellen die Kommunen dar, die durch eine Fachabteilung separat betreut werden. Mit dem Verein "Kommunale Partner" bietet EWR den Kommunen eine Plattform zum regelmäßigen Austausch an.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Wie bereits im Bericht von 2017 dargestellt, tätigt die EWR-Unternehmensgruppe auch weiterhin keinerlei politische Spenden.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

EWR erlaubt keine rechtswidrigen oder korrupten Aktivitäten.

Für den Umgang mit Zuwendungen und Beratungsleistungen und zur Vermeidung von Korruption hat EWR eine interne Richtlinie sowie einen Handlungsleitfaden veröffentlicht. Sie dienen als Orientierung, um mögliche Interessenkonflikte und Risiken zu erkennen und angemessen reagieren zu können. Die Transparenz in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und Vertretern der öffentlichen Hand steht zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten im Fokus des Handelns.

Die Abteilungen Interne Revision und Recht sind für den regelkonformen Umgang mit Zuwendungen und Beratungsleistungen verantwortlich. Sie informieren, schulen und unterstützen die mit Compliance-Themen konfrontierten Abteilungen, Führungskräfte ebenso wie Beschäftigte aktiv.In den betroffenen Abteilungen sind diese Vorgänge als Prozesse angelegt, so wird die Hinzuziehung der Fachabteilung automatisiert.

Sollten Korruptionsfälle und/oder Gesetzesverstöße aufgedeckt werden, würden diese sofort selbst zur Anzeige gebracht und zur Aufklärung an die zuständigen Behörden übergeben. Die Unterstützung von daraus resultierenden Ermittlungen erfolgt dann nach besten Möglichkeiten. Ein Compliancemanagement-System hat EWR derzeit nicht. Bei dem Verdacht von Verstößen werden entsprechende Schritte eingeleitet und der Vorstand wird mit eingebunden.

Regelverstöße bergen das Risiko hoher Kosten bzw. Strafen und einen Reputationsverlust bei den EWR-Stakeholdern. Durch die oben genannten Maßnahmen werden Risiken, die aus Vertragsverstößen, Nicheinhaltung von Fristen, Wettbewerbsverzerrung und anderen Regelverstöße entstehen könnten, reguliert und gering gehalten. 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Zum aktuellen Zeitpunkt haben wir hierzu keine Daten erhoben.   
Die Vermeidung von Korruption unterliegt gemäß Arbeitsrichtlinie der Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters und ist Aufgabe einer jeden Führungskraft. Eine Untersuchung von Korruptionsrisiken an den jeweiligen Unternehmensstandorten findet regelmäßig bei Prüfungen der internen Revision statt.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Es sind keine Korruptionsfälle bekannt.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Es wurden weder Bußgelder noch nicht-monetäre Strafen verhängt.